Ausgabe 
25.5.1893 Erstes Blatt
 
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- Die m flQnbtne

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Bekleibungse December v. I. traf don 15000 Mark eii itd) den Vorstand m iben. Am H.DeceM iamens Heinrich e, ob die Tuche ongr nähme ftattsandk Sei unten Geld in die Hand legte er 30 Marl aus dem Abnahmeinmii- in s Geld anderen TageS nbanten Schrader und ncipaU mit bopptlttm Mark befanden, weiche btx wttr ( unb mr eine gering! Men. Schmitz erkiäne s Chefs ausgefuhrt |u >ie Bestechungsie wollkn ischer Abnahme und Bi­nde indessen wegen Be­rit Beleidigung zu einer 100 Tagen Gefängch cf event. 10 Tagen Ge- : Umstände verurtheilt. cheMrdemMäanlen ltt.

^Minister erMe dem erbataiiion den rUmixunj fc 6il begrabenen glichen nen zu etwifen. w jtzen des 6. Amrexortzs

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Pendant ..." Amtsr.:Jetzt fordere ich Sie zum letzten Male auf, mir eine anständige und richtige Antwort zu geben. Sie scheinen an Größenwahn zu leiden." Angekl.:Ein ideales Streben tritt die materielle Neuzeit mit Füßen." Amtsr.:Sie bilden sich ein, Künstler zu sein und haben schon alle möglichen Handwerke ergriffen, ohne jemals eine feste Basis errungen zu haben." Angekl.:Im Vaterland gilt kein Prophet. Grabe Jeder nach Gold, bis er sein Grab gegraben, mir scheint Fortuna als eine Fata Morgana der Wüste, sie wird mich endlich auf eine Oase geleiten." Kopfschüttelnd betrachteten sich die Schöffen, der landstreiche- rische Künstler ist ihnen ein Räthsel. Er wurde zu drei Tagen Haft und Verschubung nach verbüßter Strafe ver- rirtheilt. Wieder leistete sich der Angeklagte eine tiefe Ver­beugung unb Jagte:Abeo valetel

* Ein böser Streich ist einem Berliner Ingenieur, Louis Franz, gespielt worden. Im Laufe voriger Woche wurden durch die Post zahlreiche Briefe in Berlin befördert, welche eine fein ausgestattete goldrandige Karte mit folgen­dem Wortlaut enthielten:Louis Franz und Frau beehren sich, Herrn .... zu dem am Sonntag, den 14. Mai er., Nachmittags 2 Uhr, stattfindenden Diner mit nachfolgender großer Festlichkeit ergebenst einzuladen. Bitte Gesellschafts- Anzug." Mehrere Absagebriefe, welche bei dem ahnungs­losen Ehepaare etnliefen, deuteten diesen den Streich an, der ihnen gespielt worden war, und da sie deffen Folgen nicht zu verhüten im Stande waren, so entschlossen sie sich, dem ihnen zugedachten Aerger insofern aus dem Wege zu gehen, als sie am Sonntag, dem für das Fest angesetzten Tage, ihre Wohnung verließen und mit dem Empfang der zu erwartenden Gäste ihr Dienstmädchen beauftragten. Und znr festgesetzten Stunde rollten vor das Haus Wagen auf Wagen, denen festlich gekleidete Gäste entstiegen, die zur Franz'schen Wohnung emporstiegen, in welcher das zurück­gelassene Dienstmädchen die Ankommenden über die Sachlage aufklärtc. Die Szenen, die sich dabei entwickelten, brauchen wir wohl erst nicht näher zu schildern.

* Bescheidene Fragen, Bei Beginn der Bädersaison richtet die Berliner Zeitschrift für EisenbahnreformZonen­tarif" folgende Fragen an den preußischen Eisenb ahn- M in ist er:Warum ist es gestattet, zwar nach Kösen billig zu einem Badeaufenthalt zu fahren, nicht aber nach Nauheim? Warum darf man zwar billig eine Badereise nach Warmbrunn machen, aber beileibe keine nach Wil­dlingen? Warum darf man nach dem Bade Kalb er g bei Elbing nur unter der Bedingung billig reisen, daß man sich alsda vom Amtsvorsteher eine schriftliche Bescheinigung aus­stellen läßt, daß man auch dagewesen sei, ungefähr wie früher die wandernden Handwerksburschen sich ihr Wanderbuch vom Thorschreiber visiren lassen mußten, wohingegen eine solche Bescheinigung in keinem anderen preußischen Badeorte, nach dem es billige Sommerkarten gibt, nöthig ist? Was haben Eure Excellenz gegen das von so vielen Leuten auch für ein nützliches Bad gehaltene Wiesbaden? Warum belieben Eure Excellenz, nichtnach diesemBade ebenso gute billigeSommer- karten ausgeben zu lassen, wie z. B. nach den weltberühmten Bädern Cammin, Sto'.pmünde, Göhren, Schmiedeberg u. s. w.

* Die theuerste Nähmaschine der Welt dürste jedenfalls diejenige fein, welche eine steinreiche Amerikanerin kürzlich

als Hochzeitsgeschenk erhielt. Der Tisch der Maschine besteht aus einer wundervollen Marmorplatte, in welcher das Mono­gramm der Neuvermählten mit Edelsteinen eingelegt ist, um­geben von einem Kranze in herrlichem Mosaik. Schrank und Schubladen sind auS Ebenholz, reich durch Einlagen von Gold, Silber, Perlmutter und Elfenbein geschmückt. Die Nähmaschine hat die Kleinigkeit von 11,000 Mk. gekostet.

* Kindermund. Berliner Blätter erzählen: In der Familie des im Westen wohnhaften Oberstabsarztes Dr. W. trifft vor einigen Tagen, gerade in dem Augenblick, als man sich zu Tische gesetzt hat, die Nachricht von dem Ableben einer der Familie nahestehenden lieben Persönlichkeit ein. Tief bekümmert bespricht man das traurige Ereigniß, wobei schmerz­liche Thränen vergoffen werden und man des Mittagessens gänzlich vergißt. Da steht plötzlich der vierjährige Willy, der rathlos von Einern zum Andern, bann tief betrübt auf feinen gefüllten Suppenteller geblickt hatte, von feinem Platz auf, gehr zur Mama unb flüstert biefer schmeichelnd» zu:Mamachen, wollen wir nicht er ft essen unb bann weinen?"

Universität- - Nachrichten.

FortbildungScurse an der Universität Jena flür Lehrer Deutschlands, Oesterreichs und der Schweiz. Cs wird beabsichtigt, wie in den Jahren 1889, 90, 91 und 92 an der Universität Jena vom 3. bis 17. August die folgenden zwei- wöchentlichen Curse, welche für academisch gebildete Lehrer und Lehrer an Seminaren (nicht für Volksschullehrer) bemessen sind, abzuhalten: 1) 89 Uhr: Moderne physikalische Demonstrationen (Electrtsche Wellen, Gitterspectrum, Beugungstheorte des Mikroskops, absolute Härtemeffung, Photometrie u. s. w.), von Prof. Dr. Auerbach. 2) 9 bis 10 Uhr: lieber Bau und Leben der Pflanzen unter Vor­führung von pflanzenphysiologtschen Experimenten, die für den Schul­unterricht wichtig sind, von Pros. Dr. Detmer. 3) täglich: An­leitung zu botanisch - mikroskopischen Arbeiten und pflanzenphysio- logischen Experimenten (Versuche über Assimilation, Pflanzenathmung und Turgorerscheinungen, Pilzculturen, Experimente mit dem Auxano­meter sowie dem Kltnostaten u. s. w.), von Prof. Dr. Detmer. 4) 10 bis 11 Uhr: Anleitung zu phvsicalischen Experimenten, von Prof. Dr. Schäffer. 5) 11 bis 12 Uhr: Schulhygiene, von Hofrath Prof. Dr. Gärtner. 6) 12 bis 1 Uhr: Grundzüge der Unterrichtslehre, von Prof. Dr. Rein. 7) täglich: Geographische Ortsbestimmungen mit praktischen Uebungen auf der Sternwarte in noch zu vereinbarenden Stunden, von Dr. Knopf. 8) 4 bis 5 Uhr: Geometrische und physicaltscbe Theorie des Mikroskops (Bilder­erzeugung, Bedeutung der Grundfactoren) mit Demonstrationen, von Dr. Straubel. 9) 5 bis 6 Uhr: Physiologische Psychologie mit Uebungen, von Prof. Dr. Ziethen. 10) 6 bis 7 Uhr: Anleitung zu Untersuchungen mit Spektral- und Polarisationsapparaten, von Dr. Gänge. 11) 7 bis 8 Uhr: Uebungen im Glasblasen, von Glasbläser Haak. Das Honorar für jeden einzelnen Cursus (10 bis 12 Stunden) beträgt 15 Mk. Diejenigen Herren, welche sich an den Fortbildungskursen betheiligen wollen, ersuchen wir, uns von ihrer Absicht in Kenntniß zu setzen. Auskunft über gute und preis- würdige Wohnungen erhalten die Herren Thetlnehmer am Mittwoch, den 2. August, im botanischen Institut. Mittwoch, den 2. August, Abends 8 Uhr gesellige Zusammenkunft im Weimarischen Hof. Anmeldungen nehmen entgegen und nähere Auskunft erthetlen Prof. Detmer und Prof. Nein.

Citeratur nird Nnrrst.

Der Stein der Weisen". Daß die illustrlrten Zeit­schriften sich die alle Welt in Athem erhaltende Columbianische Aus­stellung in Chicago nicht entgehen lassen werden, liegt auf der Hand. Es ist daher kein Mangel an Beschreibungen unb Bildern und man wird nachgerade davon übersättigt. Da kommt uns ba8_10. Heft obiger populär-wissenschaftlicher Halbmonatschrift in die Hände unb

wir machen die Wahrnehmung, daß dieselbe auch auf diesem aus­getretenen Pfade Neue- zu bieten vermag. Zwar gilt dies nicht von Den Ansichten vom Weltausstellungsplatze, wohl aber von einer Anzahl Reproductionen alter Kupferstiche, welche uns in voller Ursprünglich­keit die mit der Amerikafahrt deS Columbus verbundenen Vorgänge vor Augen führen. Wir haben solche Bilder noch nirgends gesehen. Sehr intereffant ist die Karte deS Antillenmeercs nach einem Stiche aus dem 16. Jahrhundert. DaS vorliegende Heft enthält wissen­schaftliche Abbandlungm über die Familie des Columbus und den Streit über deffen irdische Ueberrefte, Schilderungen von Hamburg und den Weltausstellungsbauten In Chicago, sodann ausführliche Mittheilungen über die Bremer und Hamburger transatlantischen Dampfer. Auch die Eisenbahnfahrt von Newyork nach Chicago ist nicht vergessen worden. Desgleichen enthält dieMeine Mappe" durchwegs amerikanische Sachen. DerStein der Weisen" (A. Hart- lebens Verlag, Wien) hat mit diesem Arrangement seinen zahlreichen Lesern eine lobenswerihe Aufmerksamkeit erwiesen.

2?erfrier,anb» unb VolksrvirtKschaft.

Nach dm statistischen Ermittelungen deS Vereins deutscher Eism- und Stahlindustrieller belief sich die Roheisenproductisn des Deutschm Reiches (einschließlich Luxemburgs) im Monat April 1893 auf 393 366 Tonnen, darunter Puddelrohetsen unb Spiegeletsen 135 506 Tonnen, Bessemerroheisen 26 096 Tonnen, Thomasrohetsen 182 257 Tonnen unb Gießereiroheisen 49 506 Tonnen. Die Production im April 1892 betrug 396 821 Tonnen, im Mär, 1893 409 399 Tonnen. Vom 1. Januar bis 30. April 1893 wurden producirt 1 528 247 Tonnen gegen 1597 540 Tonnen Im gleichen Zeiträume des Vorjahres.

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