Ausgabe 
24.11.1893 Erstes Blatt
 
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Schreckliche Folgen einer Kraftmeierei. (SinerKraft«

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6er. Wie das Landgericht den ®in|pr;i mf des Bade-LtM Baufirma Helfmar: er Verkauf wäre milk.

öech, denn er verlor achtzehn Pfennige. DaS B art fügt L iiazu, daß der König von Sachsen, welcher sehr gern Scat

junge Mann seineKraftleistung", die er beim erstenGang" auch zum Erstaunen der Anwesenden exact auSiühne. Als

auptbeschästigung, hfr nach einer mad)tijo?ä

er aber den zweiten Rundgang angetreten hatte und eben im Begriff war, mit dem Tische und seiner Last eine Wendung zu machen, da brach er plötzlich zusammen und ß wälzte sich in seinem Blute. Wie sich nun herausstellre, hatte li er sich bei seinerProduction einen complizierten Bruch der

Kinnlade, die überdies fast vollständig auSgerissen war, und eine gewaltsame Zerreißung der Lunge zugezogen, an welcher der Unglückliche, noch ehe ein Arzt zur Stelle war, verstarb.

* Bon einem spleenigen Engländer berichtet derRh. (S»ur." : Ein Original von einem Engländer, NamenS Mentor M., welcher seit etwa acht Tagen in einem der ersten Hotels

LKiesbadens wohnt, erregt durch sein Gebühren vielfach Auf« sckien. Bei seinen Spaziergängen durch die Stadt tritt er t nicht selten an Vorübergehende mit der Frage heran :Haben Sie heute schon gespeist?" oberHaben Sie Hunger?" Wird erstere Frage verneint ober letztere bejaht, so läßt ber Menschensreunb durch seinen Diener dem Betreffenden ein Geldstück und eine Bibel ober ein Traktätchen überreichen. Am drei Abenden besuchte unser Engländer ein Hotel, gürtete sich einen großen Shawl um die Lenden, ließ sich von seinem Diener eine Lampe auf den Tisch, an dem er Platz genommen, strllen, sprach ein Gebet und verzehrte dann mit großem Be­hagen sein Abendessen, zu welchem er eine Flasche guten Rheinwein trank und dabei in der Bibel eifrig las. Viele halten ihn für einen Offizier der Heilsarmee, wie wir jedoch huren, ist er einer ber Oberen der Schottischen Mission, hat viele Jahre in Beirut, wo er mehrere christliche Schulen in das Leben gerufen hat, gelebt und soll 16 lebende Sprachen sprechen. Den letzten Sommer hat er in Bad Schmalbach verbracht.

* Die Berliner MottatsschriftDie Frau" enthält eine Fülle von Mtttheilungen über bas Erwerbsleben der Frauen in verschiedenen Ländern. In Belgien üben, nach dem Lautlichen statistischen Jahrbuch für 1892, 1 489 174 erwachsene Frauen ein Gewerbe aus und nur 189 619 Frauen widmen stich ausschließlich ihrem Haushalte. Den Handel betreiben 101018 Frauen. 192114 Frauen haben unabhängige Stellungen inne; davon bekleiden 8731 Frauen öffentliche Stellungen, sie sind Schulvorsteherinnen, Lehrerinnen an Mittelschulen, Volksschulen und Conservatorien ober in Ver­waltungen angestellt. Im Staatsbienst sinb 517 weibliche Personen angestellt. 2531 sinb als geprüfte Zahnärztinnen, Hebammen, Krankenpflegerinnen thätig. Enblich besitzt Belgien 21242 Nonnen. An ben amerikanischen Hochschulen haben sich bte Mäbchen bei den letzten Preisbewerbuugen ganz be­sonders ausgezeichnet. An der Universität in Chicago wurde Lora Start zurprima in der Geschichte proclamirt und Alice Edwards Gratt zurprima im Englischen. An der Hochschule zu Michigan eroberte eine Dame, Miß Elisabeth Cooke den Preis in der Philosophie. An der Universität Western Reserve erhielt Susanna Cutler ben Preis in der Literatur. Antonie Ely hat an ber Hochschule zu Cincinnati den ersten Preis im Lateinischen erhalten, an der Universität zu Minnesota sind die Preise in den nationalöconomischen Wissenschaften gleichfalls zwei Mädchen zugesprochen worden. An ber Universität Syracuse (im Staate Newyork) trug Cornelia Clapp den Preis in der Biologie davon. Die Hoch­schule von Wisconsin endlich hat dem Fräulein Mary Winston den Doctorgrad in der Mathematik verliehen. Die Zahl der selbsterwerbenben Frauen in ben Vereinigten Staaten von Amerika wächst täglich mehr an unb hat nach dem letzten CensuS eine Viertel-Million bereits überschritten. Es giebt dort 110 weibliche Abookaten, 165 weibliche Geistliche, 320 Schriftstellerinnen, 580 Journalistinnen, 2061 Künstler­innen, 2136 weibliche Architecten, 2106 Viehzüchterinnen, 5135 staatlich angestellte weibliche Clerks, 2428 Aerztinnen und weibliche Wundärzte, 13 182 Musiklehrerinnen, 46 800 weib­liche Farmer unb Pflanzer, 21071 weiblich Privatclerks unb Buchhalter, 14 463 Besitzerinnen selbstständiger kaufmännischer Geschäfte unb endlich 155 000 Schullehrerinnen. Miß Bertha Lamme aus Springfield in Ohio ist die erste Amerikanerin, die ben Rang eines Ingenieurs auf electrotechnischem Ge­biet erreicht hat; sie ist an der Universität zu Ohio graduiert worden und hat jetzt eine Anstellung von ber Westing- house Electric Company in Pittsburg erhalten. Eine junge Polin, Rosalie Pawlowska, die vor Kurzem an der Pariser Universität ihre ärztliche Prüfung bestand, erhielt von dem französischen Hospital in Buenos-Ayres die Stelle des leitenden Arztes.

* Eine Lnflreife über den Cetan. In 50 Stunden nach Europa zu fliegen, das ist der Überraschende Plan, den Profeffor Hazen vom Bundeswetterbureau in Washington hegt. Fliegen ist aber ganz wörtlich zu verstehen, wirklich durch die Luft soll die Reise gehen unb zwar in einem mit Schraube unbSteuerruder versehenenBallon, der 100000 Kubik­fuß Wafferstoffgas enthalten soll. Profeffor Hazen, der

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tin. Am Sonntag Abend spielte der Kaiser nach dem Diner einen soliden Scat mit dem Fürsten Hatzfeld-Trachenberg rb btm Jagbherrn, bem Fürsten LichnowSky. Das Point fourbe zu einem achtel Pfennig gespielt; ber Kaiser hatte

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abhalten,

i)iqaoern Dor gi ^^°wt strengt-, Jcute unter 17 >l"derhanölungen flfgr

^^aubnitz zur Abis

zu I vrobuction" ist am Freitag Abend in Berlin der 16jährige o'-ioni n I c'ne6n der Wartenburgstraße wohnenden Maurers ^ien be°si'eb-?^'6:: I ,lim Opfer gefallen. Der junge Mann, welcher Mitglied

1 schließende» I f1,c8 Athletenclubs ist, wollte zur Feier seines Geburtstages

-a Haubel^ Mseinen Freunden und Bekannten eine seinerKraftleistungen" y ch ein iLim Besten geben. Er behauptete, daß er im Stande sei,

§lUbr , enftc: : knien feiner Freunde, der auf einem Ttsche saß, dreimal derStohtä . ot90? hintereinander mit den Zähnen in der Stube herumzutragen,

von bin dies allgemein bestritten wurde, so erhob er sich zu

>/ saß - pichen der > einer Wette von zehn Mark, mit der man auch allgemein an-/ ^^'d'undr l'tuioerftanben war, unb im nächsten Augenblick begann ber 'ch°"dlichs^

zwei Begleiter mitnehmen will, stützt seine Ueberzeugung von ber Möglichkeit ber Lustreise nach Europa auf ben Urnstanb, baß in ben oberen Luftschichten bie Wind» richtung stetig von West nach Ost geht. Eine Probefahrt von Denver nach Newyork soll ber Reise über ben Ocean vorangehen.

* Zur Dienstboteufrage im Kaplavde. Folgenbes Inserat ist in dem in der Kapstadt erscheinendenCape Argus" zu lesen:Ein Dienstmädchen, 18 Jahre alt, ihr Vater cm Deutscher, ihre Mutter farbig (Bastard Hottentottin), sucht eine Stelle. Sie ist willens, nach irgend einem südlich vom Zambesi-Lande gelegenen Theil? von Afrika zu gehen. Sie ist willig, sich im Haushalte nützlich zu machen unb verspricht, große Befriebigung zu geben. Sie versteht Handarbeit, ist eine Wäscherin, lebhaften, heiteren Temperaments und hat Kinder sehr lieb. Sie rechnet gut, spricht Englisch, Holländisch, Deutsch und Kaffir (Sixosa und Sesuto). Sie verlangt ben gewöhnlichen Lohn, sieht aber besonders auf gute Behandlung. Kein Fluchen unb Schwören, fobalb sie einen Fehler begeht, sonst könnte ihr 6 Fuß 4 Zoll großer Bruder, welcher jetzt in Maschonalanb ist unb barauf wartet, gegen Öobengula zu fechten, sich dreinmischen! Herrschaften, bie von ber sich jetzt borbietenben Gelegenheit, em gutes Mäbchen zu engagieren, Gebrauch machen wollen, werben, ersucht, sich schriftlich zu roenben an: C. S., Kieökama Hock rc."

SduffsitacbridUcn»

(Mttgctheilt bureb ben Agenten beS Norddeutschen Lloydes, Herrn Carl Loos in Gießen.)

Bremen, 21. Noovr. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Elbe, Capitän jt. v. Gössel, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am II.November vonBremen und am 12.November von Southampton abgegangen war, ist heute 4 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen.

Bremen, 21. Novbr. (Per transatlantischen Telegrapti) Der Postdampfer Dresden, Capitän B. Blanke, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 9. November von Bremen abgegangen war, ist heute, 4 Uhr Morgens, wohlbehalten in Newyork an­gekommen.

Literatur und Ihiujt.

Soeben erschien in de- C. F. Winter'schen Druckerei in Darmstadt des Gustav AdolfS Kaleader» 41. Jahrgang 1894, Hessischer Hausfreund, 73. Jahrgang 1894. Hervorgegangen aus dem Bedürfniß Evangelischer in katholischer Umgebung wird der Gustav-Adolfs-Kalender seit dem Ableben des Begründers, des ' hiinhessischen Pfarrers Riiter, im Verein mit geachteten protestantischen Volksschriststellern aufs sorgfältigste bearbeitet. Seine Aufgabe findet er in der Förderung evangelischen Glaubens und Lebms und speciell ber Gustav - Adolfs - Sache. Der Verkaufspreis beider Kalender ist nur 25 Pfg.

jährigen Blutläuse gehen nämlich in der Regel im Winter sämmllich zu Grunde, unb nur bie aus ben Herbsteiern herorgegangenen jungen Larven Haden bie Fähigkeit, ben Winter zu überstehen. Diese Larven sitzen in ben Rissen und Wunden des Stammes, der stärkeren Aeste unb des Wurzelhalses. Der Kalkanstrich beseitigt den Schädling niemals gründlich. Man reinige deshalb bie genannten Theile in der üblichen Weise und pinsele alle Risse unb Wunben bis in die Erde hinein mit einer 1 procentigen Lysollösung, schneide bie tieferen sorgfältig aus unb pinsele nochmals. Auf diese Weise gelingt es mit verhälinihrnäßig leichter Mühe unb geringen Kosten, bie über­winterte Brut sicher unb grünblid) zu vertilgen" (Dr. Fleischer).

___Schiller-Tintz, Berlin.

Die zahlreichen Freunde vonKathreiners Kneipp« Malzkaffee* werden mit Interesse vernehmen, daß diesem besten, gefunbeften und im Gebrauch billigsten Kasfeezusahmiltel aus der Ausstellung für Kochkunst, Armeeverpflegung rc. in Köln", sowie auf derAllg. Deutfchcn Ausstellung von iliadrungs- und Genuß­mitteln in Braunfchweig" bie höchste Ausz'ichnung, bie Goldene Medaille, verliehen wurde. Seine großen fanitären und pecuniären Vorzüge heben dem Kathreiner'ichcn Malzkaffee in wenig Jahren eine allgemeine Verbreitung nicht nur in Deutfchland, ' sondern fast in ganz Europa verschafft unb seine Beliebtheit wächst von Tag zu Tag. _____________

Ein vorzügliches Pferdesutter. Sowohl in Bezug auf Haserersparntß als auch hinsichtlich der günstigen Einwirkung auf die Gesundheit verdient bie theilweise Fütterung der Pferde mit Möhren (gelben Rüben) die Beachtung aller Pferdebesiher. zumal der Land- wirthe, da diese ja am eisten im Stande sind, Möhren zu futtern. Die Möhren haben mit anderen Rübenarien das gemeinfam, daß sie das ungemein leicht lösliche und am leichtesten verdauliche Kohle­hydrat, und daneben in reichlicher Menge Protein enthalten; in ben Möhren tritt aber außerdem auch noch Stärkemehl auf. Ihre biäteliscke Wirkung bei Verbauungsstörungen ist bekannt; nebenbei wirken sie aber auch als mildes Antiparasiticum, indem sie Nema­toden, besonders Spulwürmer, aus dem Dai mcanal vertreiben Helsen. An Pferde werden sie bei leichteren chronischen Katarrhen ber oberen Respirationsorgane zur Linberung bes Reizzustanbes ber Schleim­häute mit Erfolg gefüttert. Das zu gebende Quantum kann bis zu zwei Kilo pro Tag gesteigert werden mehr ist nicht rathsam, und zeigt cintretendeS Laxlren deutlich an, daß man die gebührliche Grenze überschritten hat. Mäßige Möhrengabe übt auf die Arbeits­leistung keinen nachtheiligen Einfluß aus; ledigliche Möhrenfütterung aber würde den Nährzustand wohl ei halten, eine genügende Arbeits­leistung jedoch in feiner Weise erwarten lassen. Man darf infolge dessen bei Pferden, auf deren volle Leistungsfähigkeit man rechnen muß, die Haferrationen nicht allzu stark zu Gunsten einer beab­sichtigten Möhrenfütterung beschranken. Ersatz des dritten Theiles des sonst zu fütternden Haferquantums durch Möhren dürfte aber zu empfehlen fein. Sollien aber die Pferde dabei Neigung zum Laxlren bekommen oder in ihrer Leistungsfähigkeit Nachlassen, so muß die Möhrenfütterung auf den vielten Theil der Hrserration beschränkt werden. Entsprechend klein geschnitten gibt man die Möhren gleich mit zu der Hafei- und Häckselration ober .auch vorher mit etwas Häcksel. Ulan forge aber stets dafür, daß die Möhren fauber ge­waschen sind, denn die Pferde sind gegen allen Schmutz im Futter sehr empfindlich.

2Cird?lid>e Anzeigen der Stadt Gietzen.

Bei der Redaction eingegangene Bücher rc.:

Wucherthum und Epeeulation. Enthüllungen über Wechfelwucher, Hypothekenwucher und Börfenwucher, wie über die Kniffe der berufsmäßigen Sp culation bei Ausbeutung des Publikums. Von A. Mentor. (Leipzig, Raimund Gerhard). Preis 75 Pfg.

Katholische Gemeinde.

SamSiag den 25. November:

Arn Geburtstage Sr Königlichen Hoheit des Großherzogs um 9*A Uhr: Feierliches Hochamt mit Te Deum.

Verkehr, Land- rrnd Volkrwirthschaft.

Die Bekämpfung der Obstbaumschädlinge.

(Frostspanner und Blutlaus).

Ungeziefer unb parasilifche Pilze aller Art verursachen bem Gärtner und Qbstzüchter regelmäßig viel Sorge, Kummer und Schaden. 9lun fehlt es zwar keineswegs an Anpreisungen von Mitteln zur Bekämpfung der Pflanzenschädlinge, allein bei der Unzahl dieser Mittel und der allgemeinen Unbekanntschast mit der Wirkungsweise derselben ist es unvermeidlich, daß dem Praetiker, welcher sich bet der Wahl lediglich durch die Anpreisungen des Fabrikanten leiten läßt, Ent­täuschungen nicht erspart bleiben. Dem abzuhelfen, sind fett drei Jahren von Dr. Fleischer-Döbeln, Prof. Dr. Sorauer am Kgl. pornol. Institut Proskau, Dr. Edler-Göttingen und bem Schreiber dieses in systematischer Weife vergleichende Versuche mit allen nur irgendwie zur Tilgung von Pflanzenschädlingen aufgetauchten Mitteln angestellt worden, worüber in derZeitschrift für Pflanzenkrankheiten" sowie in benMtttheilungen" der Kgl. Lehranstalt für Obst- und Weinbau in Geisenheim berichtet ist. DaS übereinstimmende Urtheil lautet überraschender Weise dahin, daß wir unter Verwerfung aller anderen Präparate endlich und allein in dem Lysol (Lysolum purum der Pharmakopoe) ein sicher und zuverlässig wirkendes Vertilgungs­mittel für Pflanzenschädlinge aller Art besitzen, das allen Anforde­rungen entspricht, welche man an ein derartiges in der gärtnerischen Praxis im Kleinen wie im Großen anzuwendendes Präparat stellen muß, da es äußerst leicht und bequem anzuwenden und zu handhaben ist und in der anzuwendenden Form weder den Pflanzen schädlich ist, noch dm mit der Anwendung betrauten Arbeiter belästigt oder schädigt; weiter ist das Lysol auch billiger als jedes andere Mittel. Diese Vorzüge haben neuerdings durch Constantin in der Academie der Wissenschaften zu Paris Bestätigung und Erweiterung erfahren.

Das Lysol löst sich augenblicklich und vollständig in jedem Wasser und hält sich gelöst. Bereits die >/« procentige Lösung erweist sich durchgehends als geeignet unb hinreichenb wirksam gegen bie meisten Parasiten, ohne bie Pflanzen tigenb zu schäbigen (b. h. auf 1OO Liter Wasser 20 Gramm Lysol). Die Behandlung der Pflanzen besteht in einem ausgiebigen Bespritzen; wo ausführbar, ist das Eintauchen der Gewächse vorzuziehen. Im Großen und insbesondere zur Arbeit an Bäumen ist bie Benutzung einer Gatten- ober besgl. Spritze zu empfehlen. Ein Nachfpritzen mit Waffee hat zu unter­bleiben. Das TilgrtngSverfahren ist anwendbar gegen Parasiten jeglicher Art, namentlich gegen bie Obstdaumschädlinge.

Die Bekämpfung bes Frostspanners burd) Theerringe unb bet Blutlaus des Apfelbaumes durch Kalkmilch erfordert wiederholte Arbeit und ist dennoch niemals gründlich und zuverlässig. Der be­kannte Pomologe ^rangoi# Luche in Flottbeck bei Hamburg hat zur Bekämpfung des Frostspanners statt deS beliebten Kalkanstrichs seit Jahren eine 1 procentige Lysollösung angewandt und dabei inso­fern weit bessere Resultate erzielt, als die Bäume darnach im Sommer keinerlei Raupenfraß gezeigt und durch die Lysolbestreichung die Vernarbung bezw Neubildung der Rinde viel schneller vor sich ging, sie auch ein viel gesunderes und widerstandsfähigeres Aussehen be­kommen hat. Die Lyiollösuna muß genau so wie die Kalklösung Ende October ober Anfang November nach vorheriger Reinigung ber Baumstämme burd) ben Kratzer ftatlfinben. Abgesehen von bem besseren Resultate, ist bie Anwenbung von Lysol auch viel bequemet und ungleich reinlicher und schöner.

Gegen den schlimmsten Feind des Apfelbaumes, die B l u t l a u s, wird das Spritzen zwar einschränkend wirken, indem ein Theil der Thiere getöbtet wirb, aber ein burchschlagendet Erfolg wirb bei den dichten Mafien der Blutlauscolonien ohne Pinsel ober Bürste nicht zu erzielen fdn. Da nun eine gründliche Behandlung größerer Bäume in solcher Weise fast unburchsühtbat ist, empfiehlt es sich, im Sommer unb Herbst sich auf bas Bespritzen ber befallenen Bäume zu beschränken, ben Hauptfelbzug gegen bie Blutlaus aber im zeitigen Frühling zu unternehmen. Die oben in der Krone sitzenden vor­

Gottesdienst in der Synagoge.

Samstag ben 25. November:

Vorabend 4°o Uhr, Morgens 9 Uhr, Geburtstagsfeier Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs, Nachmittags 3« Uhr, Sabbathausgang 515 Uhr.

Gottesdienst der israelittschen Keligionsgesellschaft.

Freitag Abend 410 Uhr, Samstag Vormittag 88J Uhr, SamStag Nachmittag 3°° Uhr, SamStag Abend 610 Uhr.

Verlag von J. F. Schreiber In Esslingen bei Stuttgart«

Dr. C. H v. Schuberts

SSO« Abbildungen auf 205 Farbdrucktafeln und 375 Seiten Text

Der Bau dee menschlichen

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42 Tafeln

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III. Abteilung:

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I. Abteilung:

Das Tierreich,

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II. Abteilung: Das Pflanzenreich,

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