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24.9.1893 Erstes Blatt
 
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Loudon, 23. September. Reutermeldung. In King», bury (Indiana) collidirte gestern Vormittag ein nach Osten gehender Personenzug bei Walash infolge falscher Weichenstellung mit einem Güterzuge. Els Personen wurden getödtet, fünfzehn verwundet.

der Ausnahmebestimmungen, worauf die Versammlung in die SpezialdiScussion hierüber eint tot

Berlin, 22. September. Laut amtlicher Mitrheilung I wurde bei den gestern eingelieferten drei Eholeraverdächngen I heute die Cholera asiatica festgestellt.

Berlin, 22. September. Die Conferenz der Reich»- I regierung mit den Arbeitgebern und Arbeitnehmern, Gruppe 3, I Gewerbestatistik, Bergbau, Hütten- und Saliueowefen, über die Sonntagsruhe wurde heute fortgesetzt. Die Vorlage I bestimmt, daß in allen Betrieben die längste BetriebSzeir all 24 Stunden vechselschtcht verboten, dagegen die vorgeschlagene I 1 Sftünbipe Wechselschicht abgelehnt wird.

Berlin, 22. September. Von sonst gut unterrichteter Seite wird gemeldet, der Minister des Innern habe die Eaf^hauSsperre auf Antrag des vom Urlaub zurück- gekehrten Polizeipräsidenten v. Richthofen aufgehoben. _ ^efen, 22. September. DiePosener Zeitung" erfährt, Fürst BiSmarck habe in vierzehn Tagen vierzehn Pfund abgenommen und sei um elf (Zentimeter dünner geworden. Der Depeschenwechsel zwischen dem Kaiser und dem Fürsten habe am 20. September stattgesunden.

$ori8, 22. September. Bi» heute hat die Subseriptiou der Presse für die Pariser Feste anläßlich der Anwesen- ! heit der russischen Offiziere 80,000 Francs ein­gebracht.

Paris, 22. September. Die Instructionen, die der Botschafter Mohrenheim über den Besuch der russischen Flotte erhalten hat, sollen darauf hiuausgehen, die Touloner Festlichkeiten denjrnigen von Kronstadt möglichst ähnlich zu gestalten.

Toulon, 22. September. Der Gemeinderath hat bezüg­lich der Festlichkeiten anläßlich des russischen Flotten­besuches in seiner letzten Sitzung beschlossen, am 22. October einen Blumencorso zu veranstalten und 10,000 Gedenk- münzen prägen zu lassen.

Brussel, 22. September. Die Zeitungen veröffentlichen I einen Brief des Commandanten im Congostaate, in welchem derselbe berichtet, daß er den Arabern einen Koffer abgenommen habe, welcher aus dem Besitze Emin Paschas ! herrühre. Der Commandant hält den Tod Emin Paschas für unzweifelhaft.

Lüttich, 22. September. Wie verlautet, steht ein Prozeß zwischen der nationalen Waffenfabrik in Herstal und der russischen Regierung bevor. Letztere beauftragte die Waffenfabrik, 400,000 Gewehre umzuändern und stellte nach­her Bedingungen, welche nicht im Contract standen und von der Fabrik abgelehnt wurden.

Warschau, 22. September. Die Behörde beauftragte I die katholischen Geistlichen, in den Pfarrämtern sich der ! russischen Sprache zu bedienen.

Mit dem heutigen Manöver-Abschluß werden die in I der Wetterau zusammengezogenen Truppen wieder in ihre Garnisonen befördert, und zwar die Fußtruppen vom Bahnbos Butzbach aus mittelst Eisenbahn. Rur unser Regiment kehn per Fußmarsch im Laufe des morgenden Sonntag» nach hier zurück. Nunmehr tritt der Reserve mann,der tre- gedient hat seine Zeit" für kurze Zeit in den Bordergrun! des militärischen Interesse». Die bereit» in den Manöver- quartieren angestimmten Lieder erschallen lustig während td Marsches in die allen lieb und wenh gewordene Garnison. Soldatensreud und Soldatenleid wird noch einmal un Liede durchkostet, mancher Schluck auf die Fortdauer guter Ramrrj? fchast auch im Eivilleben getrunken. Noch einmal folgen die Reservisten auf dem Marsche nach dem Bahnhoft tra Klängen der RegimentSmusik, ohne Gepäck und leichten Schritte» j marschiren sie daher, nur nochbewaffnet" mit de» vor dem Abschied erstandenen, troddelgeschmückten Stöckchen, nichts mitnehmend als die Erinnerung an die ver­flossene Dienstzeit. Mit der Rückkehr in das Eivilleben

gilt es wieder, den Faden der bürgerlichen Laufbahn da an­zuknüpfen, wo er vor Jahren abgeriffen worden ist. E» nicht immer leicht, Gewohnheit beherrscht den Menschen um gemein, in der ersten Zeit de» wieder begonnenen (Ximliftrn- lebenS gibt eS nicht selten ein starkes Rückerinnern an du Militärzeit. Zu wünschen Ist eS recht, wenn sich alle Wohl­meinenden der au» dem Militärdienst heimkehrenden jungt» Leute annehmen und ihnen Gelegenheit zu neuer, nützlicher Thätigkeit geben. Groß ist bei den Eltern die Freude dar- über, daß der Junge von den Soldaten nach Haufe gekommen, aber sie können ihn doch nicht dauernd bei sich behaltra Da» Leben ist Arbeit, und sind einige Ruhetage verstrichen, in denen wacker vom letzten Manöver und sonstigen Heide» thaten erzähtt worden ist, dann beginnt wieder die «rbertz und Hammer und Hobel, Spaten und «zt treten wieder ai bie Stelle der Manneswaffe. Sei die Heimkehr unfein wackeren Reservemänner eine frohe, ihre Zukunft eine sorge» freie und gesegnete!

Für Neferrifteu. Die zur Reserve entlaffenen Man» schäften seien auf folgende» aufmerksam gemacht. Sie habe» sich spätestens 14 Tage nach ihrer Entlaffung au» de» actioen Dienst bei dem Hauptmeldeamt bczw. Meldeamt odn Bezirksfeldwebel ihre» nunmehrigen Wohnort» unter Vorlage ihrer Militärpapiere anzu melden. Die Meldung ist auch dann erforderlich, wenn der Entlaffene an dem Ott bleibt, in dem fein bisheriger Truppentheil in Garnison steht. Jeder Aufenthaltswechsel ist der oben bezeichneten Controllstelle anzu- zeigen. Sie haben dienstlichen Befehlen der Controllstelle,

Nur das merkte man, daß er sie mit rasender Leiden- schäft liebte und mit von Eifersucht geschärften ArguSaugen jede ihrer Bewegungen und Handlungen bewachte.

Unglücklicherweise war das junge Mädchen ebenso launen-. haft als schön und nahm sehr wenig Rücksicht auf bfr Gefühle ihres Gefährten, den sie durch ihre meist ziemlich harmlosen Koketterien mit anderen jungen Männern oft bi» zum Wahn- fum quälte, so daß er manchmal aller Kraft bedurfte, um seiner wilden Eifersucht Herr zu werden.

Der Besitzer deS Theater», der in Guidos Seele bester lesen konnte al» daS sorglose, leichtlebige junge Wesen, sah mit banger Ahnung in die Zukunft und suchte sie zur Vor­sicht und Rücksichtnahme zu ermahnen, ohne freilich Erfolg zu haben.

Eine» Tage» hatte sie ihn durch ihr kokette» Spiel so furchtbar gereizt, daß der Theaterdirector sie kurz vor der Vorstellung anhielt und beschwor, doch um GotteSwillen heute nicht ihr Leben dem Rasenden preiSzugeben.

Da lachte sie fröhlich und sorglos aus und sagte: Guido sollte mich tödten? Sher erschießt er sich, denn ohne mich kann er nicht leben!*

Unb ruhig stellte sie sich der tobtbringenben Mündung gegenüber, blickte den finsteren Mann mit ihren wundervollen strahlenden Augen an und hatte gesiegt.

Da geschah eS eines Abends, bah plötzlich ein schöner,

vornehm auSsehenber Herr nach ber Vorstellung erschien, auf Mary zuschritt unb ihr mit ritterlichem Anstand bie Finger- sp'tzen küßte. Guido, der eben mit dem Director sprach, fuhr tote ein gereizter Löwe herum unb würbe tobtenbleich' erkannte er doch in dem Fremden einen reichen Amerikaners ber sich schon in Newyork um bie Hanb de» schönen MäbchenS beworben. Um seinen Nachstellungen zu entgehen, hatte Guido in größter Eile sein heißgeliebtes Kleinod nach Europa ge­bracht, unb nun hatte dieser gefährliche Nebenbuhler dennocd ihre Spur gesunden.

| brechen gegen die Sittlichkeit. Die Anklage vertritt Hwa-r. I anwalt Element, vettheidiger: Rechtsanwalt Hirschhorn.

4. Donnerstag den 28. September, BorrmttagS 9Ufc Anklage gegen Adam Türk von Düdelsheim wegen brechen gegen die Sittlichkeit. Die Anklage vertritt Gerichts.

I Assessor Koch. Berrhetdiger: Rechtsanwalt Dr. Gut sie n 4

5. Freitag den 29. unb SamStag den 30. eepumtr I jebefimal Vormittags 9 Uhr: Anklage gegen Peter \'hu oon RinderbÜgen unb Heinrich Gommer II. von Zech I Hedwig bei RinderbÜgen wegen Meineids. Die Ankl^ | vertritt Staatsanwalt Schilling-Trhgopboru». 8» I theidiger: Rechtsanwälte Grünewald und Dr. Stein.

6. Montag den 2. October, Vormittag» 9 Uhr: Ank.» I I gegen Eonrad Hedrich III. von Hopfgatten wegen 8& j I brechen im Amte Die Anklage vertritt Erster Staat-onsa: I Iöckel. Vettheidiger: Rechtsanwalt Dr. Rosenberg.

7. Mittwoch den 4. October, vormittag» 9 Uhr:

I klage gegen Lorenz Schmidt von Oppenrod wegen Toch schlagSversuch und Bedrohung. Die Anklage vettrin Gerecht». Affestor Rod). Vettheidiger- Rechtsanwälte ©rüneteo!)

I und Dr. Stein.

8. Donnerstag den 5. October, Vormittags 9 Uhr Anklage gegen Aron Bachrach von Gießen wegen bettjif, rischen Bankern«- und Betrug. Die Hnriage>ertrüt Sims, anwalt Element, vettheidiger: Rechtsanwälte ®rüni. wald und Dr. Stein.

M Gommett alter EorpSstudeuteN. Samstag, 7. October, Abends 8 Uhr, findet im Saale de» Palmenganest zu Frankfurt a. M. ein Eommer» alter EorpSstuderne, statt. Die Galerie ist für die Damen reserviert. Am folgend« Tage ist offizieller Frühschoppen in derAllemannia", v» Nachmittag» 4 Uhr ab (Saf6 mit Damen im reservien« 1 Saale de» Zoologischen Garten» Die Einladung ergebt vn 51 vielsäch in hoher Lebensstellung stehenden Hetten an Frankfurt a. M., Offenbach, Darmstadt, Mainz, Worm» Heidelberg, Aschaffenburg, Wiesbaden, Bockenheim, Dürzbura Bübingen, Gießen, Marburg, Hanau, Höchst a. M., Wetzlar, Michelstadt, Homburg, Soden u. a. O.

** Verkehr»-Rotiz. Wie wir von befreundeter Seite erfahren, Dürfte unsere Stadt demnächst um ein Unternehmer bereichert werben, welches einem schon lange lebhaft empfundener Mangel abzuhelfen berufen sein dürfte. E» besteht die Absitz unsere Bahnhöfe durch einen regelmäßigen Omnidrs verkehr mit der Stadt in Verbindung zu bringen M hierdurch Jedermann Gelegenheit zu geben, für einen klemn Bettag, man nennt uns 10 bezw. 15 Pf. pro Perlon, zu jedem abgehenden Zug nach dem Bahnhof unb umgekehr- nach jedem ankommenden Zug, bequem nach ber Stadt zo gelangen. Wenn auch die in Aussicht genommene OwmduS- verbindung bie früher einmal geplant gewesene Irambabn nicht zu ersetzen vermag, so begrüßen wir baS Unternehmen, welche» für unsere Verkehrsverhältnisse von enormem Wend sein Dürfte, auf Da» Wärmste, wünschen Demselben aufrichtig den besten Erfolg, sowie die lebhafte Betheiltgung und «nthetl nähme Seitens unserer Mitbürger. Wir trfahicn lernet noch, bag zunächst ber Versuch gemacht werden soll, einen Privat- Unternehmer zur Uebernahme des Unternehmens zu gewinnen, in zweiter Linie ist Dann, wenn ein solcher sich nicht finden würde, an die Gründung einer Genoffenschaft ober «cticn- gefellfchaft gebacht.

CocaXcs und provinzielles,

Gießen, 23. September 1893.

♦♦ Verzeichuiß der Sitzungen de» Schwurgerichts der Provinz Oberheffeu pro 3. Vierteljahr 1893:

1. Montag ben 25. September, Vormittags 9 Uhr: Anklage gegen Jakob Sa t v ni von Laubach bei Usingen wegen Verbrechen gegen bie Sittlichkeit. Die Anklage vertritt Erster Staatsanwalt Jöckel. Vertheibiger: Rechtsanwalt Weibig.

2. Dienstag ben 26. September, Vormittags 9 Uhr- Anklage gegen Karl Tobias N o h l von Blofelb wegen Meineid Die Anklage vertritt Staatsanwalt Clement. Vertheibiger: Rechtsanwalt Dr. Guts leifch.

3. Mittwoch ben 27. September, Vormittag» 9 Uhr- Anklage gegen Abam Geyer von Merkenfritz wegen Ber-

Mary hatte an bemselben Abenb eine furchtbare Scene mit ihrem tyrannischen Gefährten, bie besten Sache freilich nicht günstiger gestaltete. Denn Mary ließ sich bie auf- falUnben Hulbigungen be» reichen Amerikaners nur zu gern gefallen, hoffte sie doch, durch ihn von der fast unerträglichen Tyrannei Guido» befreit zu werben.

Dieser schäumte vor Wuth, verlangte von bem Director, er solle seinem Rivalen ba» Betreten ber Bühne untersagen, wa» ihm zwar versprochen, aber nach einem klingenben, inhalt! schweren Hänbebruck be» Letzteren nie auSgesührt würbe.

Da sah Guibo an einem Abenb, wie Mary beim An- fleiben ein Blättchen Papier fallen unb achtlos liegen ließ. Er hob e» auf unb la» eS voll eifersüchtiger Ahnung, bie er auch burch ben barin stehenden Inhalt bestätigt fand. Der Amerikaner verabredete darin mit Mary eine beim- liehe Flucht.

Eine grausige, unheimliche Ruhe erfaßte den Unglück- lichen, nur eine tiefe Falte ward auf der Stirn sichtbar und die Augen nahmen einen starren Ausdruck an.

Fünf Minuten später stand er mit der Waffe in der Hand auf der Bühne dem schönen treulosen Geschöpf gegen­über. Noch ahnte sie nicht». Ihre Augen unb Lippen lächelten verheißungsvoll, doch nicht für Guido, wie dieser an der Richtung ihrer Blicke sehen konnte, sondern für seinen verhaßten Nebenbuhler, der hinter den Couliffen stand.

Plötzlich trifft ihr Blick da» ftarre, düstere Auge Guidos und ein banger Schatten huscht über ihr Gesicht und ver- wischt da» Lächeln. Sie fürchtet sich plötzlich vor ihm __

sie will ihre Stellung ändern da kracht der Schuß und Mary» schöner Körper liegt tobt am Boden.

AIS man dem besinnungslosen Schützen den Leichnam au» den Armen nahm und ihn erweckte war er wahn­sinnig geworden."

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Neueste riachrictsten. ,

Wolft'S telegraphische» Eorresponden; - Bureau.

Berlin, 22. September. Nach bem amtlichen Bericht über .Saaten ft anb unb Ernte in Preußen mehren sich in einem Theile Westpreußen» und Pommern», ferner in ben Provinzen Branbenburg, Posen, Schlesien unb Sachsen tn Folge ber anbauernben Trockenheit bie Besorgnisse wegen drohenber Futternoth. Die Kartoffeln finb vielfach vor- züglich gerathen, die Verhältniffe bezüglich der Neubestellung de» Ackerlandes für die Wintersaaten mit geringen Ausnahmen günftig. Bei dem Roggen wäre ein Ertrag von 113,2 auf das Hundert einer Mittelernte zu erwarten

Berlin, 22. September. DerReichsanzeiger" meldet: Der Colonialrath setzte heute die Etatderathung fort. Sei dem Etat für Kamerun sprach sich der Colonialrath auf Anregung Wörmanns für Durchführung de» deutschen Maß-, Münz- und GemichtSsystemS aus. Der Etat für Togo wurde ohne Debatte erledigt. Bei' dem Etat für Südwestafrika war der Colonialrath darüber einig, daß die wirksame Nieder- werfung W i t b o i s mit allen Mitteln anzustreben fei. Ferner- wurde auf die Nothwendigkeit der Anlegung einer g c s i ch e rten Landungsstelle an der SchwachauSmündung hingewiesen. Die Berathungen werden heute voraussichtlich beendigt.

Berlin, 22. September. Das Comitö für die Ge- Werbeausstellung im Jahre 1896 hatte beantragt, der Magistrat möge drei Mitglieder in das Eomitv entsenden, ! ferner eventuell den Treptower Park als AuSstellungSplatz j hergeben, sowie sich über den zu leistenden Beitrag Seitens der Stadtgemeinde zu äußern. Der Magistrat lehnte sämmt- liche Anträge ab.

Straßburg i. 6., 22. September. Die auswärts ver­breitete Nachricht, daß zwei Erkrankungen an Cholera hier vorgekommen seien, ist absolut falsch. Der Gesundheitszustand ist vortrefflich.

Mohac», 22. September. Auf der heutigen Morgen- Pürsche schoß Kaiser Wilhelm einen Zwölfender, Prinz I Leopold von Bayern einen SechSzehnender. Um 12 Uhr! fand em Dejeuner statt. Nachmittags 3 Uhr erfolgte der 1 Aufbruch zur zweiten Pürsche.

Paris, 22. September. Der Munizipalrath bewilligte I e^nen Credit von 350,000 FrcS. für die Festlichkeiten zu I Ehren der russischen Seeleute. Ferner beschloß ber I Munizipalrath, bem Commanbeur bes russichen GeschwaberS, I Admiral Avelane, eine silberne Statue, ben bewaffneten I grieben barstellenb, zu überreichen unb an bem von I Turgenjew bewohnten Hause eine Gebenktafel anbringen zu lassen. a I

Petersburg, 22. September. An Cholera erkrankten resp. starben: vom 18. biß 20. b. M. in Petersburg 166 I unb 78; vom 16. bis 18. b. M. in Moskau 13 unb 10 I vom 15. bis 20. b. M. in Kronstabt 20 unb 8, vom 15. I bis 19. b. M. in Sewastopol 3 unb 3; in ben Gouverne- I ment» vom 10. bis 16. b. M.: in Petersburg 78 unb 11, I in Moskau 124 unb 74, in Grobno 189 unb 114, in I Woronesh 397 unb 107, in Orel 255 unb 80, in Poltawa 139 unb 68, in Tula 221 unb 83, in Charkow 120 I und 58.

Chicago, 22. September. In der Abtheilung für I Blumenzucht auf der Weltausstellung wurden Deutschland 46 I unb Hollanb 6 Preise, Italien unb Oesterreich je ein Preis I zuerkannt.

Depeschen be» BureauHerold".

Berlin, 22. September. Im Ministerium des Innern I wirb an ber Absicht festgehalten, mittelst einer genauen I Wahlstatistik bie Wirkungen be» neuen Wahlgesetze» fest- zustellen.

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