totales and provinzielles.
Gießen, 23. August B93.
♦* Von der Universität. Der „Reichsanzeiger" pblizirt die Ernennung des Professors Reitz en stein in Gießn zum ordentlichen Professor in der philosophischen Faculät der Universität zu Straßburg.
Dem „Mainzer Tagebl." wird geschrieben: Sis vor kurzer Zeit existirte in Hessen bekanntlich ein empsidlicher Lehrermangel, in Folge desien die Regierung genöthic war, nichthessische Schulcandidaten zum hessischen Scktdienste heranzuziehen. So wirken denn Preußen, Württewerger, Bayern und Oldenburger (von letzteren 36—40) im )essen- lande als Lehrer. Nunmehr ist das Gegentheil vom.Lehrermangel eingetreten: die Zahl der Schulcandidaten üertrifft bei Weitem die Zahl der Schulstellen, weshalb junge lehrer, die das Seminar verlasien, oft ein halbes, ja ein ganz! Jahr warten müssen, bis ihnen eine Schulstelle übertragen werd, kann.
♦* Wie bestimmt verlautet, sind für dm im Herbs d.JS. beginnenden Fortbildungsschulen deS GroßhekzogthumS rannig- fache Veränderungen in Bezug auf Lehrplan und Sulzucht vorgesehen. „ .
Erledigte Stellen im Bezirk der Gr. Hesi. (2D Divi- sion. Gr. Hess. Ministerium der Finanzen, Abtheiltg für Steuerwesen, Steueraufseher 1232 bis 1408 M. Danstadt, Gr. Ober-StaaStanwaltschaft Darmstadt, Schresiehilfe, 500—900 M. jährlich.
** Für Reifende nach Bayern. Im Jnteres aller Reisenden möchten wir darauf aufmerksam mach,, daß auf den bayrischen Bahnen kein Freigepäck gewät wird, wie auf anderen Bahnen, und daß der Reisende lediich be- ! rechtigt ist, Handgepäck bis zu zehn Kilogramm m sich in I das Coupe zu nehmen. Nachdem bei dem großen Finden. ! verkehr durch masienhafteS Mitnehmen von Handgeick und i schweren Koffern in die Waggons seitens der Reiseien viel Platz weggenommen wird und Mitreisende dadurchrftmalS arg belästigt werden, läßt die Centralbahnhof - Vemltung in München seit kurzer Zeit alles Handgepäck der lisenden aus deffen Gewicht controllieren, wobei in den meist« Fällen ein großes Uebergewicht sich ergiebt und die «senden veranlaßt werden, sogenanntes Handgepäck als Pajgiergut behandeln zu laffen. Da hierdurch besonders r spät zum Zuge Kommende vielfach Fatalitäten entstehen,machen wir alle Reisenden in ihrem eigenen Jntereffe f diese Handgepäck'Controlle 'mit dem Bemerken ausmerksc, nicht mehr alS zehn Kilogramm Handgepäck in den Wagt mitzu- nehmen. ___________
BadNauheim, 20. August. Dor einigen Ton ver- unglückte ein Oekonom von Reichelsheim, alSer mit einem Knecht einen Wagen in seinen Hof schob. DeWagen rannte wider daS HauS, wodurch die Dejchsel nach twärtS fuhr und dem Manne wider den Leib schlug. Hierbei wurde er innerlich verletzt, daß er nach großen Cmerzen verstarb.
Rieder-Weisel, 21. August. Gestern sand mr sehr regsamer Betheiligung von nah und sern die Einw h ung deS am Eingang deS OrteS an der Straße nachiutzbach neucrbauten evangel. DereinShaufeS flai Den EinweihungSact vollzog nach vorauSgegangener lau,er An- spräche der OrtSgeistlichc Herr Pfarrer B e r n h a r lin der- selben die Ziele und Zwecke deS DereinShaufeS im Zrmmen- Hang mit der Kirche hervorhebend. Die eigentliche Zpredigt wurde von Pfarrer Wittekind auS Lber-Jffigheimhalten, der seiner Predigt die Worte I. Mos. 40, 6—8 -Grunde legte. Außer den genannten sprach der Evangelist) i e h l, der demnächst als Geistlicher (Missionar) auf die oldküste (Afrika) abgeht, ferner die Brüder Härdtle undomopp. Zwischen den einzelnen Reden uad Ansprachen s;en die gemischten Chöre von Lich und Rieder-Weisel. von dem neuen DereinShauS, daS besonders eine Heicktte für die christliche Jugend sein soll, ein reicher Segen auchen für die ganze Gemeinde! ^Ztg.
Die Cholera.
ES ist nun genau ein Jahr her, daß die Cholera in I Hamburg auftrat und allgemeine Beunruhigung im Reiche wachrief.
Der „Reichsanzeiger" hat sehr zur rechten Zeit die Mahnung an die Bevölkerung ergehen lassen, die Reichs- und I Staatsbehörden in dem Bestreben zur Abwendung eines erneuten Einbruches der verheerenden Seuche nach besten I Kräften zu unterstützen. Die Gefahr eines Wiederauftretens der Cholera in Deutschland ist auS verschiedenen Gründen eine so hohe nicht mehr, wie im vorigen Jahre. Aber sie I muß doch ernstlich inS Auge gefaßt werden, denn ringsum in den angrenzenden Ländern ist die tückische Krankheit doch | wieder erschienen. Die Aufmerksamkeit der Behörden ist vor Allem aus die DorbeugungSmaßregeln gerichtet und schon dabei kann die Bevölkerung in weitem Maße sich hilfreich nützlich machen. Eine umfassende prophylaktische Thätigkeit ist ja auch daS Einzige, was einen sichern Schutz gegen die Krankheit gewährt. Denn die Wissenschaft kennt vorläufig noch kein wirksames Heilmittel. Die Vorschriften der Gesund- heitspflege mögen deshalb allen Kreisen der Bevölkerung im gegenwärtigen Zeitpunkt zu allermeist empfohlen sein.
Wie sehr die Hygiene zur Fernhaltung von Krankheiten dienen kann, lehren ja zahlreiche Erfahrungen. So ist eS in Preußen nach strenger Durchführung der DesinfectionS- bestimmungen beispielsweise jetzt gelungen, die Zahl der Erkrankungen am Kindbettfieber um 75pCt. herabzumindern. Die Behörden haben nun die ausführlichen Verhaltungsmaßregeln zur Vorbeugung der Cholera in Erinnerung gebracht. ES wird besonders vor dem unvorsichtigen Genüsse unreifen und rohen Obstes gewarnt und dringende Vorsicht gegenüber dem Wasser der im vorigen Jahre inficirten Flußläufe empfohlen, die sorgfältigste Behandlung bei Durchfall und ähnlichen Erkrankungen zur Pflicht gemacht usw. Die gewohnte Lebensweise, soweit sie eben vernünftiger Weise eingerichtet war, soll dabei möglichst ausrecht erhalten werden, und namentlich soll sich die Bevölkerung nicht ängstigen und beunruhigen lassen, wenn da und dorther ein paar einzelne Er- krankungSfälle gemeldet werben.
Die Erwartung, daß eS in diesem Jahre gelingt, daS epidemische Austreten der Cholera sernzuhalten, ist, wie gesagt, eine besser begründete, als im vorigen Jahre. Sollte trotz aller DorsichtSmaßregeln die Seuche dennoch in Deutschland wieder Boden gewinnen, so werden die gleichen Maßregeln wie im vergangenen Jahre- zur Bekämpsung eines weiteren Umsichgreifens der Epidemie in Anwendung kommen, mit denjenigen Modificationen jedoch, welche sich durch die gewonnene Erfahrung als wÜnschenSwenh und zweckmäßig ergeben haben. Hauptsächlich dürste eS sür da- Publikum und die Geschäftswelt zur Beruhigung dienen, daß nach einer Versicherung, welche der preußische CultuSminister unlängst im preußischen Abgeordnetenhause abgegeben hat, eine so ausgedehnte Beschränkung und Erschwerung de- Güter- und
Personenverkehrs, wie sie im verflossenen Jahre start- fand, nicht wieder emrreten werde, da die Brrschlevpungß- gesahr durch den Personen- und Frachtverkehr sich als wenig bedeutungsvoll herauSgestell: habe. Bekanntlich war eS im vorigen Jahre namentlich die allgememe Furcht vor einer Ausbreitung der Cholera durch Maaren auS verseuchten Gebieten, wodurch der Geschäftswelt so erhebliche Verluste und schwere Schädigungen erwuchsen.
Infolge der Heimsuchung Deutschlands durch die Cholera ist übrigens auch die Frage einer Medicinalreform endlich in lebhafteren Fluß gekommen. Hebet die Roth- Wendigkeit einer solchen herrscht auch in RegierungSkreisen kein Zweifel mehr. Die jetzigen Zustände, welche die wirk- same Bekämpfung von Epidemien vielfach geradezu vereiteln, haben sich alS ganz unhaltbar herauSgestellt. Und da handelt es sich nicht nur um die Cholera allein, es handelt sich um die Bekämpfung auch aller übrigen Epidemien, die in der Wirklichkeit sogar gefährlicher find, obwohl die Bevölkttung fich ihnen gegenüber weit ruhiger zu verhalten pflegt. Denn der'Cholera kann man durch normale und rationelle LebenS- weise wirksam vorbeugen, den meisten anderen Seuchen aber nicht. Nach Kocks Berechnung sterben in Europa, speclell tm Westen, jährlich weit mehr Leute an der Tuberkulose, als an der Cholera. Diese letztere ersorderte im verflossenen Jahre 8000 Opfer, während die Diphtherie allein in Preußen l jährlich 20000 Menschenleben vernichtet und die Tuberkulose gar 40000. _
Um den Kamps gegen diese verheerenden Kraucheuen inSgesammt mit größerem Erfolg führen zu können, bedarf es einer Medicinalreform, die vor Allem auch daS unmtieb bare Zugreifen der Kreisphysiker ermöglicht, überhaupt den Medicinalbehörden gegenüber den Verwaltungsbehörde» eine zweckmäßige Stellung verleiht. Die Medicinalresorn sollte aber auch von Reichs wegen erfolgen!
»nlm. 22. August. Di- „N°-dd. Mg. Z.,.- °-rw-ist , ■bie Nachricht sr°nz°stlch-r Statt«, D-utW-md uM-rhaudl- Mit Italien wegen Einräumung eines Mittelmeerhafens als Station für ein deutsches Geichwader, in das Gebiet tendenziöser Erfindungen.
Wien, 22. August. Gestern kam eS vor der Wagemann- j schen Petroleum-Raffinerie zu Ausschreitungen, indem etwa 2000 Arbeitslose die Fabrik zu demoliren versuchten. Die Polizei schritt mit blanker Waffe ein, wobei viele Arbeiter I verwundet und einige verhaftet wurden.
Rom, 22. August. Trotz der fr anzos en feind lich en Kundgebungen hofft man in politischen Kreisen immer noch, daß die Angelegenheit Aigues-MorteS keine diplomatische Schwierigkeiten Hervorrufen werde und Frankreich Genug- thuung geben werde. — Die Stadt ist ruhig. Der Präfect und der Polizeidirector wurden ihrer Aemter enthoben.
Pari», 22. August. Dupuy empfing gestern Abend den | italienischen Gesandten Reßmann und conferirte mit demselben । über die Manifestationen der italienischen Arbeiter gegen Frankreich. Der Ministerpräsident gab zu, daß das Manifest des Bürgermeisters von Aigues-Mortes geeignet war, Unruhe Hervorzurusen, er habe daher die Absetzung deS Bürgermeisters bereis verfügt. m ,
Pari-, 22. August. Bis jetzt sind 506 Wahlen bekannt, davon sind 312 Republikaner, 30 Radicale, 13 Ralliirte - 135 Stichwahlen find erforderlich, welche zu Gunsten der Regierung ausfallen dürsten.
London, 22. August. Im Ostende verftarben ein Knabe und eine Frau unter den schwersten Symptomen asiatischer Cholera.
London, 22. August. Die Arbeiter von Wales arbeiten größtentheilS unter militärischem Schutz. 9000 Ar- beiter fahren fort, eine 25procentige Lohnerhöhung zu fordern.
Stockholm, 22. August. Die 600 km lange Staats- Telephonleitung zwischen Schweden und Norwegen ist jetzt vollendet und functionirt ausgezeichnet.
Helfingfor», 22. August. Hier find bereits 40 Er- krankungSfälle an Typhus vorgekommen, außer mehreren verdächtigen Fällen- einige Cholerabaracken sollen zur Aufnahme von TyphuSPatienten eingerichtet worden.
Moskau, 22. August. In Charkow wurden neuerdings viele Verhaftungen vorgenommen, welche mit der angeblich geplanten LoSreißung der Ukraine vom russischen Staats- verbände in Verbindung gebracht werden.
Bangkok, 22.August. Der König empfing den französischen Bevollmächtigten, welcher die Hoffnung ausdrückte, die früheren guten Beziehungen wieder hergestellt zu sehen. _____________
Gotha, 23. August. Herzog Ernst ist gestern Abend ll3/4 Uhr gestorben.
Potsdam, 23. August. Der Kaiser ist gestern Abend mittels Sonderzuges nach RetuhardSbrunn abgereist.
W AuS der Mettnau, 22. August. Am gestrigen Nachmittage zogen vom TaunuS her mehrere Gewitter nach dem DogelSberge. Vorher tobte ein gewaltiger Sturm; er war so heftig, daß fich Leme, welche aus höher gelegenen Punkten arbeiteten, zur Erde werfen mußten, wenn sie nicht niedergeriffen werden wollten. Nachdem der Sturm längere 3eit getobt und an Obnbäumen und Ziegeldächern schaden gethan hatte, folgte ein kräftiger Regen, der nur kurz anhielt. Die Gewitter brockten heftige Blitze und Donnerschläge und reinigten die schwüle, dicke Luft. Wir hatten Gelegenheit, mit Lenken auS verschiedenen Gegenden unserer Provinz zu sprechen und erfuhren, daß die Gewitter nur einen schmalen Strich einnahmen und wenig Feuchtigkeit spendeten. Dagegen warf der Sturm eine solche Maffe^on Obst, besonders Aepfel herab, daß sie unter manchen Bäumen fausthohc schichten bilben. Die Leute kochen in Verbindung mit Dickwurzsaft, Frühbirnen und dem Moste der gefallenen Aepsel bereits Latwerge, oder Honig, wie man in Oberheffen sogt. Auch junger Aepselwein wird jetzt gekeltert.
N. An« dem oberen Ridderthal, 22. August. Wer unser reizendes Thal, sei eS aus- oder abwärts, durchwandert, freut sich stets, wenn er bie Burgruinen von Lißberg, besonders den prachtvollen Thurm mit feiner merkwürdigen Treppenconstruction, erblickt. DaS Geschleckt der Ritter von Lißberg (ursprünglich LiedeSberg) ist längst „ erloschen, ober Schloß und Thurm geben heute noch Zeugniß von der ehemaligen Herrlichkeit. Daß der Zahn der Zeit gewaltig an den interessanten Ueberresten nagt, ist bekannt und mit Bedauern sieht der GeschichtS- und AlterthumSforfcher den Zerfall immer weiter schreiten. Um so erfreulicher ist eS, daß unsere obere Behörde, welche große» Interesse für die Erhaltung der Baudcnkmale bekundet, auch für Lißberg ein warmes Herz hat, denn für die Erhaltung der Mauern an der Burgruine Lißberg sind weiter ungefähr neunhundert Mark dem KreiSbauamte zur Verfügung gestellt worden.
V. AuS dem SogelBbtrge, 22. August. Sie brachten kürzlich einige Titelmonstrositäten aus Marienbad. Wir brauchen gar nicht so weit zu gehen, denn wir haben auch in unserem Lande einige Titel, die Anspruch aus Zungen- equiübriftif machen, wenn man sie mit einiger Geläufigkeit aussprechen will. Wie gefällt Ihnen z. D. der Titel: StaatSschulden-TilHungSkasse-DireciionS-SecretariatS-Accessist? ober, wie sich der Einsender vor Jahren einmal erinnert in Darmstadt gehört zu haben: Staatsschuldentilgungskasse- Directions-SecretariatS-Kanzleidieners-Wittwe. — Glücklicherweise verschwinden diese seltsamen Titel immer mehr, sogar die Frauen fangen an zu begreifen, welcher Unsinn cs ist, sich den AmtStitel ihrer Männer anzuhängen.
Dom Main, 21. August. In einzelnen Gemeinden de» MaingaueS werden Frühbirnen um 90 Psg. per Gentner abgegeben. Ausgezeichnete Kartoffeln kosten im Rodgau 5.50 Mk. pro Doppelcentner, bisher 6 Mark. Man erwartet einen weiteren Preisabschlag. Im ganzen Mainthale ist eine reichliche Kartoffelernte ziemlich gesichert.
Gernsheim, 21. August. In diesem Jahre sind die bekannten und gefürchteten Rheinschnaken in solcher Masse aufgetreten, wie feit Jahrzehnten nicht.
* Alzey, 21. August. Der Tüncher Stabel von Offenheim, ein Mann von etwa 50 Jahren und Vater von fünf Kindern, wurde in der letzten Nacht auf dem Heimwege in der Nähe des Ortes Weinheim erstochen. Au» welcker Veranlassung, ist unbekannt, eS wirb sogar vermuthet, daß eS der Thäter auf einen Anderen abgesehen hatte. Alder That verdächtig würbe ein junger Dienst knecht au» Offenheim in Hast genommen.
verunischte».
* Marburg, 21. August. Weiße Rebhühner. Don außergewöhnlichem JagdglÜckc begünstigt wurde am Sonnabend der Feldwebel im hiesigen Jäger - Bataillon, Herr Klingelhöser. In einer Kette von etwa sechzehn Stück Robhühnern, die in der Allendorser Feldmark vor ihm aufgingen, bemerkte derselbe drei weiße, von denen er zwei zur Strecke brachte. Die seltenen Bogel sind völlig weiß bi» auf die größten Schwingensedern, welche grau sind. Den gelben Ständern nach zu uriheilen, sind die Vögel von diesem Jahre. Der glückliche Schütze will sie auSstopfen lassen.
* Frankfurt a. M., 23. August. Aus sämmtlichen Gta- tionen der TaunuSbahn werden gegenwärtig die nötigen Vorkehrungen getroffen, um die Bahnsteige abzusperren. Die Arbeiten müssen bis zum 1. October beendet sein.
• Frankfurt, 17. August. Eines der Prachtstücke der Weltausstellung in Chicago, da» große schmiedeeiserne Gitter, daS die deutsche Abtheilung in der großen Industrie- Halle abschließt, hat einer der reichsten Leute Chicagos gekauft, nämlich Philipp Armour, der Hauptinhaber der großen Schlächterfirma P. D. Armour, die auf Grund ziffermäßigen Ausweises mit Recht als „daS größte Geschäft der fflelt* bezeichnet wirb. Der CrösuS zahlte für das Prachtgitter rund 50,000 Dollar». Dasselbe ist 105 englische Fuß lang und umfaßt drei reich verzierte EingangSthore im Barok-Slil, deren mittleres 33 Fuß hoch und 18 Fuß breit ist. Da» Gitter ist eine vielbewunderte Frucht deutschen Gewerbefleißes und von Gebr. Armbrüster in Frankfurt a. M. verfertigt und ausgestellt.
Freiburg i. B, 21. August. Bei dem vor 14 Tagen hier stattgehaten Rrcißturnfeft verunglückte ein 24 Jahre alter Turner au» Brötzingen bei einer Production am Reck, indem er kopfüber zu Boden fiel und sich eine Mckenmarkverletzung zuzog. Trotz der sorgfältigsten Behandlung in der hiesigen Klinik starb der unglückliche junge Mann, der Muernährer seiner sieben Geschwister war, gestern nach furchtbarem Leiden.
• TortMUUd, 20. August, lieber baß Grubenunglück, von dem gestern die Zeche »Kaiferstuhl" benugefucht wurde, ist noch Folgende» mitzutheilen: Die Exvlosion ist m


