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Hohen Gäste einen unbeabsichtigten bedeutsamen politischen Ausdruck, welcher der herrschenden friedfertigen Situation zu Statten komme.
Rom, 21. April. Heute erscheint ein Amnestiedecret, wodurch 5000 Personen begnadigt werden. Vergehen bei den Wahlen sind nicht in die Amnestie inbegriffen.
London, 22. April. Die Presse bespricht die Vorgänge in Italien. Die „Times" sagt, Kaiser Wilhelm wolle mit dem Papste mehrere schwierige Fragen besprechen. — Die „Daily News" meinen, die Reise des Erzherzogs Rainer nach Rom sei ein Vorbote deS Besuches Kaisers Franz Joseph. — Der „Standard" lobt die patriotische Gesinnung der Italiener und erkennt die hohen politischen Eigen» schäften Victor Emanuels und König Humberts an.
Kopenhagen, 21. April. In der letzten Woche erfolgten 93 Erkrankungen an Influenza.
»rüffel, 21. April. Der Director der Sicherheitspolizei berief die Correspondenten der auswärtigen Blätter und theilte ihnen mit, angesichts der übertriebenen Meldungen nach dem Auslande, sie möchten ihre Berichte zukünftig wahrheitsgemäßer abfassen.
AngerS, 22. April. Bei einer gestern Abend statt« gehabten Kundgebung der Ausständigen kam eS zu einem blutigen Zusammenstoß mit der Polizei und der GenSdarmerie, deren Commandeur schwer verletzt wurde. Fünf Verhaftungen wurden vorgenommen.
Charleroi, 22. April. Der Ausstand ist beendigt. In den Versammlungen der Arbeitervereine wird die Mai» feier besprochen. Die Führer glauben nach dem Erfolge des Wahlsystems in der Kammer den Achtstundentag und die Bestimmung über den Minimallohn erzwingen zu laffen.
Newyork, 21. April. Ein heftiger Orkan hat in Michigan gewüthet. Ein Wafferwerk wurde fortgerissen, 20 Arbeiter sind dabei umgekommen.
Loudon, 22. April. DaS Unterhaus nahm mit 347 gegen 304 Stimmen in zweiter Lesung die Homerule- Bill an.
totales rrrrö ^provinzielle-,
Gießen, 22. April 1893.
** Sitzung Großh. Handelskammer vom 18. April 1893. Anwesend waren die Herren Scheel, Gail, Homberger, Klingspor, Wortmann. Zur Förderung der Frage der Errichtung von Lagerhäusern an dem hiesigen Güterbahnhof hat die Kammer bei den in Betracht kommenden Interessenten eine Liste zur Zeichnung von Beiträgen behufs Betheiligung an einer eventuell zu gründenden Lagerhaus - Actiengesellschast circuliren lassen. Gezeichnet wurden 38 500 Mk. Von diesem Ergebniß hat die Kammer der Großhzgl. Bürgermeisterei in Gießen Mittheilung gemacht mit dem Anträge, der Stadtverordnetenversammlung wegen Erwerbung des nothwendigen Geländes Vorlage zu machen. — Die Kammer beschließt, Eingaben an den Reichstag, sowie den Reichskanzler zu richten, in welchen beantragt werden soll, von der Erhöhung der Branntweinsteuer, sowie Einführung des Roh-Spiritus«Monopols abzu» sehen. — Es gehen der Kammer Nachrichten zu über zweifelhafte Firmen in den Niederlanden und Italien, sowie über ein zweifelhaftes Geschäftsunternehmen in Amster» dam, bei welchem es wesentlich aus deutsches Capital abgesehen sein soll. Wegen näherer Auskunft wollen sich Interessenten an die Kammer wenden. — Die Kaiser!. Ober-Postdirection Darmstadt theilt der Kammer einen Erlaß des Herrn Staats« 1'ecretärs des Reichs-Postamts mit, wonach der Antrag der Kammer auf Einbeziehung von Gießen in die telephonische Verbindung Frankfurt a. M.— Berlin zur Zeit abgelehnt worden ist. Die Kammer beschließt, diese Angelegenheit im Auge zu behalten und bei geeigneter Gelegenheit auf dieselbe zurückzukommen.
Der Handelskammer Gießen, der einzigen im Gebiete der Provinz Oberhessen, soll sich demnächst noch eine zweite zugesellen. Der Gemeinderath zu Friedberg hat gestern den Antrag an das Großh. Ministerium auf Errichtung einer Handelskammer für die Stadt und den Kreis Friedberg einstimmig angenommen und wird diesen Antrag nächste Woche bei den dortigen Interessenten zur Unterschrift circuliren laffen. Nachdem das Project in vielen Orten des Kreises günstig ausgenommen worden ist und bereits eine größere Zahl Unterschriften aus industriellen und Handels- kreisen vorliegen, hoffen die Antragsteller, daß auch Interessenten von Friedberg ausnahmslos den Antrag unterstützen werden und Großh. Ministerium dieses für den Kreis wichtige und vöthige Institut genehmigen wird.
♦* Die Höhe unserer Kirchthürme. Mit dem Theodolite ausgeführte Messungen der Elevationswinkel, unter welchen die Thurmspitzen der hiesigen Kirchen von gemessenen Standlinien aus erscheinen, und sich anschließende trigonometrische Rechnung ergaben folgende Wcrthe der Thurmhöhen: Jobanneskirche: Höhe der Blitzableiterspitze (vomBoden des Thurmes aus): 71,10 m, Höhe der vergoldeten Kugel: 65,00 m; Stadtkirche: Höhe der äußersten Spitze (vom Pflaster am Fuße des Thurmes an): 55,40 m, Höhe des Knopfes: 52,40 m; katholische Kirche: Höhe der Kreuzesspitze über der Pflasterung am Portale — 44,60 m, Höhe des Thurmknopfes — 42,50 m. Die Resultate sind auf 10 cm abgerundet. Demnach würde bei gleichem Niveau -eS Fußes die Spitze der Johanneskirche die der Stadtkirche um 15,70 m und die der katholischen Kirche um 26,50 m überragen. Der vergoldete Knauf der neuen Kirche ist bei gleicher Höhe des Thurmsußes um 12,60 m höher, als der am Stadtkirchthurm unb dieser wieder 11,90 m höher, als der Knopf am Thurme der katholischen Kirche.
** SteiuS Garten. Auf das hochinteressante Programm unserer Regiments-Musik, welches dieselbe in dem morgen stattfindenden Concert in ihrer ganzen Stärke zur Aus
führung bringt, sei ein 'musikliebendes Publikum hierdurch aufmerksam gemacht. (S. Inserat.)
♦♦ Verhaftet wurde gestern eine ganze Familie wegen Diebstahls und Hehlerei: Mutter, zwei Töchter und Schwiegersohn, sämmtlich schon vielfach vorbestraft.
Zur polizeilichen Beaufsichtigung der MiethSwohnuugeu und Schlafstellen, wie solche durch eine Regierungsvorlage beabsichtigt ift, hat der Gesetzgebungs-Ausschuß der Ersten Kammer die Zustimmung beantragt.
Dermifd?tes.
♦ Biedenkopf, 19.April. Der hiesige neue Bahnhof wurde gestern dem Betriebe übergeben. — Dom 1. Mai ab verkehrt die P e r s o n e n p o st von Wilhelmshütte nach Gladen» bad), wie folgt: Ab Wilhelmshütte 7.45 Vorm., in Gladenbach 9.35 Vorm. Ferner erhält die Landpostfahrt Wilhelms- Hütte-Gönnern folgenden Gang: Ab Wilhelmshütte 7.50 Vorm., in Gönnern 10.10 Vorm.- ab Gönnern 10.40 Vorm., in Wilhelmshütte 12.40 Nachm.
♦ Boppard, 16. April. Ein Curgast befindet sich gegenwärtig hier, welcher eine eigentümliche Lebensweise führt. Der 26jährige Herr, eine wahre Hünengestalt, aus Elberfeld, hat, wie die „Cobl. Volksztg." meldet, seit etwa 10 Jahren nichts Festes mehr gegeben. Bis zu feinem 16. Jahre ganz normal, nahm der Körperwuchs von da an rapid zu. Schlund und Speiseröhre kamen aber zu einem Zustand, daß keine Speisen mehr hindurch passiren konnten, und so ernährt sich der Herr seit 10 Jahren nur von flüssigen Substanzen. Immerhin ist die Erhaltung eine recht kostspielige. Er braucht täglich 5 Liter Milch, ebensoviel Chocolade und Bouillon ? ? ?
* Köln, 17. April. Eine wohlverdiente Rüge wurde, wie der „Wests. Merk." berichtet, dem Schutzmann Franz von hier in einer der jüngsten Gerichtssitzungen von Seiten deS Staatsanwalts Dr. Metz zu Theil. Der Beamte hatte nämlich ein Kind während der Sonntagsruhe in den Laden eines hiesigen Bäckers geschickt, damit es ihm ein Brödchen hole. Der Bäcker, der wohl gedacht haben mag, daß das Kind seinen Hunger stillen wolle, war mitleidig genug, das Verlangte zu verabfolgen, und in die Falle des Polizisten zu gehen. Das Gericht mußte natürlich auf eine Strafe erkennen; sie lautete auf 10 Mark Buße. Hübsch von dem Schutzmann war dessen Handlungsweise gewiß nicht.
♦ Berlin, 20. April. Wie verlautet, ist der bisherige kaiserliche Richter in Herbertshöhc auf Neuguinea, Asseffor Geisler, als Viceconsul nach Apia auf Samoa und der bisherige Sccretär beim Schutzgebiet der Marschallsinseln, Hauptmann a. D. Bra nd ei s, an Stelle des Affessors Geisler nach Herbertshöhe versetzt worden. — Ein „s ch w arz e r M a i- käfer" erregt augenblicklich im Norden der Stadt Aussehen. In das Garde-Füsilierregiment (deffen Mannschaften der Berliner Volkswitz mit „Maikäfer" bezeichnet. Red.) ist der „Freis. Ztg." zufolge seit etwa acht Tagen ein Vollblut- Neger, ein echter „Kameruner", als Gemeiner eingestellt worden. Es kann sich nur um Zampa, den ehemaligen Diener des Premierlieutenants Morgen handeln, der den Reisenden auf seinen Reisen in Kamerun begleitet hatte und den Premierlieutenant Morgen 1891 nach Deutschland kommen ließ. Hier wurde Zampa, damals ein Bursche von 18 Jahren, bei dem Dorflehrer in Kladow bei Spandau in die Schule gethan und hat dort sehr rasch Deutsch gelernt. Er soll später in Kamerun als Dolmetscher und bet der Polizeitruppe verwendet werden.
* Düffeldorf, 19. April. Eine offenbar im Wahnsinn begangene Blutthat macht hier seit gestern von sich reden. Die Frau eines am Derendorfer Bahnhofe angestellten Bahnwärters wurde vor geraumer Zeit wahnsinnig und mußte deshalb in die Jrr^ianstalt in Grafenberg gebracht werden. Aus dieser ist sie am Montag als geheilt entlassen worden und ging sofort wieder zu ihrem Manne. Gestern Abend nun, als dieser zum Nachtdienst gegangen war, ergriff die Frau ein Beil, trennte damit ihrem einzigen, vier Jahre alten Jungen den Kopf vom Rumpfe, lief dann zur Bahn und ließ sich dort von dem nächsten Zuge überfahren. Sie wurde buchstäblich in zwei Theile geteilt und war sofort eine Leiche. Man glaubt, daß sie die schaurige That in einem neuen Anfalle von Geistesstörung begangen hat.
* London, 17. April. Dem Beispiele der großen Mid» land Eisenbahn-Gesellschaft, die schon längere Zeit die zweite Klasse abgeschafft, folgen immer mehr englische Bahnen. Vom 1. n. Mts. ab werden nun auch die North Eastern und North British Eisenbahn-Gesellschaften nur „erste" und „dritte" Wagenklasse führen. Diese Bezeichnungen sind indessen auf allen Bahnen, welche die „zweite Klasse" abgeschafft haben, bis auf Weiteres beibehalten.
Art-Mg aus den Stande-anrt-regift-rn
-er Stadt Gietzeir. «ttfgef-r»':.
April: 15. Konrad Frees, Posthifsbote zu Gießen, mit Maria Katharina Momberger zu Münster. 18. Johann Friedrich Kunz, Posthilfsbote zu Nauborn, mit Christine Johannette Schneider dahier. 20. Jacob Spanier, Kaufmann dahier, mit Jennt Schönthal zu Rödelheim. 20. Peter Ganß. Landbriefträger dahier, mit Katharine Simon von Hartenrod. 21. Georg Heinrich Rudolph Wilhelm Ziegler, Instrumentenmacher zu Freiburg i. B., mit Martha Emilie Prowarsneck dahier. 21. Wilhelm Wetdtmann, Reisender dahier, mit Anna Henriette Elisabeth Noll hterselbst.
Aprll: 18. Ernst Karl Süffert, Großh. Amtmann zu Friedberg, mit Mathilde Emilie Bertha Minna Buchner von hier. 19. Jakob Müller, Bierbrauer dahier, mit Luise Koch hterselbst. 21. Karl Wilhelm LouiS Adolf Theodor Textor, Kaufmann dahier, mit Karoline Wilhelmine Auguste Brück hterselbst.
Grboreire.
April: 16. Dem Schneider Jacob Büttner ein Sohn, Albert I Ludwig. 17. Dem Schuhmacher Karl Anton Lehr ein Sohn, Leorr- ' Hard Karl Anton. 19. Dem Spengler Karl Wagner II. eine Tochter. 20. Dem Monteur Wilhelm Grümer eine Tochter, Johanna Irene.
21. Dem Schlaffer Arnold Handloser eine Tochter, Anna Johanna Margaretha Josephine Clara Louise Katharina.
April: 14. Kath. Riegelmann, geb. Engel, 30 Jahre alt, Ehe- frau von Restaurateur Christian Riegelmann dahter. 15. Ludwig Adam II., 39 Jahre alt, Anwatts-Gehülfe dahier. 15. Georg tobt, 44 Jahre alt, Versicherungs-Agent dahier. 17. Albert Mielbrecht, 30 Jahre alt, Anatomtediener dabter. 18. Christian Scharf, 56 Jahre alt, Hüttenarbeiter von Lollar. 20. Helene Stepbavy, geb. Handschuh, 81 Jahre alt, Wtttwe deS König!. Stations-Assistenten Jacob Stephan» dahter.
Ari-zttg aus -err Kirchenbüchern
-er Stadt Bietzen.
Evangelische Gemeinde.
Getränte.
Markusgemetnde.
Den 19. April. Bierbrauer Jakob Müller zu Gießen, und Luise Koch, Tochter deS Ackermanns Ludwig Koch zu Kehlenbach.
Lukasgemetnde.
Den 19. Avril. Ernst Karl Süffert, Großh. Amtmann zu Friedberg, und Mathilde Buchner, Tochter deS RealgymnafiallehrerS Professor Dr. Otto Buchner zu Gießen.
Getnnst«.
Mattbäusgemetnde.
Den 20. Aprll. Dem Privatmann Wilhelm Jochum eine Tochter.
Marie, geboren den 6. April.
Markusgemetnde.
Den 16. April. Dem Großh. Calculator Robert Paul Neumann ein Sohn, Hans Emil Edmund Ernst Robert, geboren den 1. Februar-
Am 21. April. Dem Kautabakfptnner Friedrich Hattenhauer eine Tochter, Auguste Elise Anna, geboren den 22. Januar.
Lukasgemetnde.
Den 16. April. Dem Metzgermeister Friedrich Schreiner eine Tochter, Frieda, geboren den 5. März.
JohanneSgemeinde.
Den 16. Aprll. Dem Straßenkehrer Philipp Werner eine Tochter, Katharine Wilhelmine, geboren den 22. Februar.
Beerdigte.
Matthäus gemeinde.
Den 17. April. Georg Todt, Agent, alt 44 Jahre, gestorben den 15 April.
Den 18. April. LouiS Adam, Bureaugehllfe, alt 39 Jahre, gestorben den 15. April.
Verkehr, Land- unb Volk-wirthjchaft.
(Sitten, 22 April- Marktbericht. Auf dem heutigen Wochemnarkt kostete: Butter pr- Pfd. X 1,15—1,20, Hühnerei» per Stück 5- A. 2 Stück 11- «äse pr. St. 5—10 4, pr. St. 8 4, Lrbfen vr. Liter 18 H, Linsen pr. Liter 32 4, Tauben pr- Paar X 0,60—0,90, Hühner pr- Stück ^t O,9l>-120, Hahvm pr. ©t X 1,10-1,70, Enten pr. St- X 1,60 bi« 1,80, Ochsevsteisch pr. Pfd 65—72 Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 50-56 A, Schweinefleisch pr. Pfd. 60 -70 Kalbfleisch pr. Md- 50-56 A, HmmnÄ« fletsch pr. Psd. 40-70 A. Kartoffeln pr. IVOKUo 3,50—4,50 X. Weißkraut pr Stück 5-12 A, Zwiebeln pr- Centner ",50-41.00 X, Milch pi. Liter 12—18 A, Enteneier pr. St. 6—7 A, Gänseeier 10—12 A.
Brodpreise
vom 23. April bis 7. Mai 1893.
1 Kg. (2 Pfd.)
2 Kg. (4 Pfd.)
1 Kg. (2 Pfd.)
2 Kg. (4 Pfd.)
1 Kg. (2 Pfd.)
2 Kg. (4 Pfd.)
3 Kg. (6 Pfd.)
Der hiesigen Bäcker. Taselbrod......26 Pfg.
Wetßbrod ‘ - 24 "
bei S. Stern Schlüchterner und Kasseler Brod . 25 „
......48 , bet S. Stern Schlüchterner und Kasseler Brod . 50 w
Schwarzbrot)......22 „
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Der auswärtigen Bäcker.
1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrot, bet Gg. Ant. Heuser von Gr.-Ltndm 40 Pfg.
1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrot) „ W. Stetnmüller u. W. Ammd v. Lang-GönS . . 21 „
2 Kg. (4 Pfd.) „ „ Gg. Ant. Heuser v. Gr.-Linden 38 „
2 Kg. (4 Pfd.) „ „ Joh. Kd. Belte v. Kirch-Göns
y u. PH. Belten von Gr. Linden 40 „
2Ka. (4 Pfd.) „ „ W. Steinmüller v. Lang Göns,
W.Born v.Rodheim, F. Schön v. Ruttershausen u. W. Am end v. Lang Göns . . . 42 „
Der »rodverkäufer.
1 Kg. (2 Pfd.) Taselbrod......26 Pfg.
2 Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod......52 „
1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrot,......24 „
2 Kg. (4 Pfd.) Wetßbrod......43 „
1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrot)......22 „
2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrot)......44 „
3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod......66 „
Gießen, den 22. April 1893.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius.
Eingesandt.
Gieße«, 22. Aprll 1893.
Die Einführung der mitteleuropäischen Zeit für Bahn unb Post re. hat, wie vorauszusehen war, überall im öffmllichen wie tm privaten Leben eingegriften und Aenderungen nicht unbedeutender Art hervorqerufen; doch darf im Allgemeinen angenommen werden, daß die Einführung der neuen Zeitrechnung auf weniger große Schwierigkeiten, als erwartet, gestoßen ist unb daß man sich auch in hiesiger Stadt mit dem neuen Gang der Dinge bereits ausgesöhnt hat. Eine Sache gibt indessen noch bet Bielen zu Wünschen Anläße das ist der noch nicht eingerichtete übereinstimmende frühzeitige Anfang der hiesigen Schulen, welcher unseres Wissens auch SellenS be8 Ministeriums für die höheren Schulen gewünscht ist. Namentlich für die Schüler des Gymnasiums und der Realschule ist der Schulanfang im Sommer um 7 Uhr sehr wünschenswerth, so daß wohl anzunehmen ist, daß diese Einrichtung — namentlich auch im Hinblick auf die vielen von auswärts kommendm Schüler — getroffen wtrd. Eine baldige osficielle Nachricht hierüber würde dankbar zu begrüßen sein. Auch die Bahn, welche die sogenannten Schüler- oder OmntbuS- züge eingeführt hat, wird bann noch rechrzeitig Rücksicht auf für die Schüler paffenbften Zugverbinbungen nehmen können unb gewiß auch nehmen, bamtt biese Schüler vor unb nach ber Schule nicht unnöthig stunbenlang warten müssen
Tlirr ■■ ■■ r*Ri?1-Hofl- Badea- Niederlagen
THEE-MESSmER bufr,^a6
empfiehlt vorzügl. Theemiecbungen ü M. 2.80 u. M. 3.50 pr. Pfd. Probe-
packete 80 PL u. M- L- fco. (Doppelbrief) «ehr beliebt u. verbreitet. [239]


