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Nr. 46 Erstes Blatt Donnerstag den 23. Februar
1893
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Gießener A nzeiger
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Neueste rrnchvichten.
Wolffs telegraphische« Correspondenz-Bureau.
Berlin, 21. Februar. Der nunmehr festgestellte Berliner Stadthaushaltetat schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 84,535,014 Mk. ab. Zur Deckung der Ausgaben müssen 90 Procent Gemeindeeinkommensteuer erhoben werden.
Wien, 21. Februar. Der Prospect, betreffend die S u b - scription von 60 Millionen vierprocentiger österreichischer Goldrente stellt den Subskriptionspreis auf 98^2 fest. Die Subscription erfolgt in Oesterreich- Ungarn, Deutschland, der Schweiz, Belgien und Holland am 27. Februur, die Abnahme der gezeichneten Obligationen vom 15. März bis spätestens zum 31. Mai. Die Subscription bildet einen Thetl der verfassungsmäßig genehmigten Anleihe behufs Beschaffung des Goldes bis zu dem Betrage von 183,456,000 Gulden.
Rom, 21. Februar. Bor dem Hause des Deputirten Ferri expl odirt e gestern Abend eine Petarde, wodurch das Hausthor zertrümmert und die Wohnungseinrichtung arg beschädigt wurde.
Petersburg, 21. Februar. Der „Ruffky Invalid" veröffentlicht eine Verordnung über die Formirung je eines Belagerungs - und Artillerie-Bataillons zu zwei Compagnien in Dünaburg und Brest. Nach einer weiteren Verordnung wird die Festung Dünamünde umbenannt in UstjdMinsk.
Depeschen des Bureau „Herold".
Berlin, 21. Februar. In der heutigen Sitzung der Militär-Commission wurden die Fragen der Durchschnittsstärken und der Unteroffiziere discutirt. Anträge wurden von keiner Seite gestellt, die Verhandlungen verliefen also resultatlos. Die nächste Sitzung findet übermorgen statt. Auf der Tagesordnung steht der Antrag Richter über die finanzielle Seite der Vorlage.
Berlin, 21. Februar. Die Reichstags-Commission zur Vorberathung des Gesetzes gegen den Verrath militärischer Geheimnisse nahm § 1 an gegen die Stimmen der Freisinnigen und der Socialdemokraten, jedoch mit der Maßgabe, daß mildernde Umstände zulässig sein sollen.
Berlin, 21. Februar. Der Abgeordnete v. Bennigsen ist von Neuem erkrankt.
Berlin, 22. Februar. Die Secundärbahn-Vor- lag e wird bestem Vernehmen nach noch in der gegenwärtigen Session, aber erst nach Ostern dem Landtage zugehen.
Berlin, 22. Februar. Die gestrige Opernvorstellung von „Cavalleria rusticana“ im Königlichen Opernhause fand unter Leitung des Componisten statt und gestaltete sich zu einer großen Ovation fü.r Mascagni. Das Kaiserpaar war anwesend.
«nxalmt bor «nzrigeR ju der Nachmittag» für ben Mftnbtn lag -rscheinenden Nummer bis vor». 10 Ufr.
Hratisbeikage: chießener Jamitienökätter.
Aste LnRoncen-Bureanx d«S Ix- imb NuslaicbeS nehwu» Anzeige», für bat „Gießener Anzeiger" entgegen.
Amtlicher Tbeil.
Gießen, am 21. Februar 1893.
Betr.: Ankörung von Faselochsen auf dem Butzbacher Faselmarkt.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen <m die «rstzh. Bürgermeistereien deS Kreises.
Die auf dem Butzbacher Faselmarkt anwesende Körcom- Mission des Kreises Friedberg hat bis jetzt die dort nach anderen Kreisen verkauften Faseln nicht angekort. Wir benachrichtigen Sie, daß dies für die Zukunft sich ändern wird und daß dort auch die an Gemeinden unseres Kreises gehenden Fasel angekort werden sollen. Sie wollen demgemäß, wenn Sie auf dem Butzbacher Markt für Ihre Gemeinden Bullen kaufen, sich wegen Ankörung sogleich an die dort anwesende Körcommission Friedberg wenden, es werden hierdurch für die Gemeinden die Kosten der Einzelkörungen gespart.
v. (Sagern.
Bekanntmachung,
betreffend Feldbereinigung in der Gemarkung Steinbach.
Die Arbeiten des III. Abschnitts des II. FeldbereinigungS- bezirkS zu Steinbach (Feld zwilchen der Kreisstraße nach Garbenteich und dem alten Anneröder Weg), nämlich die bei Bildung der Crfatzgrundftückc angefertigten Zutheil- ungskarten, das Zutheilungsverzeichniß, die Gitter-Geschosse, das Verzeichniß der übergehenden Obstbäume liegen in der Zeit vom 15. bis einschließlich 28. Februar I. I auf dem Amtszimmer der Grofth. Bürgermeisterei Steinbach zur Einsicht der Betheüigten offen.
Termin zur Entgegennahme von Einwendungen gegen diese Arbeiten findet Mittwoch den 1. März l. I., Nachmittags von 2,/2 bis 4 Uhr in dem Rathhaus zu Steinbach statt.
Ich lade zu diesem Termin die Betheiligten unter dem Hinweis darauf, daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen ausgeschlosien sind.
Gießen, 11. Februar 1893.
Der VollzugS-Commissar: Nebel, Amtmann.
Deutsches Reich.
Berlin, 21. Februar. Die durch Gründung des Bundes der Landwirthe eingeleitete kräftige Agitation zur nachhaltigsten Wahrung der landwirthschastlichen Interessen trägt ihren Wellenschlag energisch weiter. Wie es heißt, will der etwa 40,000 Mitglieder umfassende deutsche Bauernbund sich dem Bunde der Landwirthe vollständig anschließen, wozu der Vorsitzende des Bauernbundes, Herr v. Plötz, bereits die einleitenden Schritte gethan haben soll. Eine spätere Generalversammlung soll über den projectirten Anschluß endgiltig beschließen, durch dessen Verwirklichung der soeben gegründete Bund der deutschen Landwirthe eine erhebliche Stärkung erfahren würde. Hoffentlich wird derselbe aber sein ausgesprochenes Ziel, die Jntercffen der Landwirthschaft innerund außerhalb der Parlamente nachdrücklichst zu wahren, nicht in einseitiger Weise verfolgen, obwohl diese Besorgnisse angesichts des aufgestellten Programms des Bundes allerdings nahe genug liegt. In einem der neuen Vereinigung gewidmeten Leitartikel der „Nordd. Allg." wird denn auch betont, es möchten die Leiter und Lenker des Bundes der Landwirthe beachten, daß allein in der Beschränkung auch die Möglichkeit und die Bürgschaft des Erfolges ihrer Bestrebungen liege. Uebrigens erfährt der neue Bund von landwirthschaftlicher Seite selbst schon Anfechtung. Der Landesculturrath für das Königreich Sachsen empfiehlt in seinem Amtsblatte den sächsischen Landwirthen, sich von der neugegründeten Vereinigung fern zu halten, da dieselbe nicht im Stande sein werde, eine für die Landwirthschaft allgemein erfolgreiche Thätig- keit zu entfalten.
— Die am Montag im Wahlkreise Liegnitz-Gold- berg stattgefundene Ersatzwahl zum Reichstage hat die Nothwendigkeit einer engeren Wahl zwischen dem freisinnigen Candidaten Jungfer und dem Antisemiten Hert- wig, dem Verrheidiger Ahlwardts im Judenflinten-Prozeß, ergeben. Abschließende Ziffern liegen indessen noch nicht vor,- eine größere Stimmenzahl erzielte auch der socialdemokraüsche Candidat Kuhn, während auf den Candidaten der Conservativen, Grafen Rothkirch, die wenigsten Stimmen entfielen. Die Freisinnigen haben das Mandat für Lregnitz-Goldberg bis jetzt bekanntlich innegehabt.
— Mit dem am Sonntag in Berlin verstorbenen Geh. Commerzienrath Gerson v. Bleichröder ist einer der hervorragendsten Börsenfürsten Deutschlands aus dem Leben geschieden. Gerson v. Bleichröder war bei zahlreichen größeren finanziellen Unternehmungen seit Jahrzehnten betheiligt, bei denen es ihm gelang, der von ihm aus bescheidenen Anfängen übernommenen Bankfirma nachgerade einen Weltruf zu verschaffen. Doch nicht nur in finanziellen, sondern auch in industriellen Kreisen erfreute sich Gerson v. Bleichröder großen Einflusses und zugleich besonderer Werthschätzung. Wie bekannt, stand der Verstorbene zum Fürsten Bismarck in näheren freundschaftlichen Beziehungen, was zur Folge hatte, daß Bismarck Herrn v. Bleichröder bei den finanziellen Verhandlungen zwischen Deutschland und Frankreich nach Beendigung des Krieges von 1870/71 eingehend zu Rathe zog.
Deutscher Reichstag.
48. Sitzung. Dienstag, 21. Februar 1893.
Eingegangen ein Schreiben de« Reichskanzlers, in dem anläßlich des neulichen Beschlusses des Retchsiags mitgetheilt wird, daß gegen den Abg. v. Münch kein Strafverfahren schwebe, auf welches der Beschluß des Hauses bezogen werden könne. Ein Strafverfahren wegen Beleidigung habe gegen v. Münch geschwebt, dasselbe sei aber noch vor dem fraglichen Retchstagsbeschlusse durch Verurtheilung zu zwei Monaten Gesängniß beendet worden. Auf Antrag des Abg. Singer (Soc.) wird das Schreiben an die Geschäftsordnungs- commtssion zur Berichterstattung verwiesen.
Auf der Tagesordnung steht zunächst der Handelsvertrag mit Egypten.
Abg. Graf Kanitz (coni.) empfiehlt diesen Vertrag als das Muster eines Handelsvertrags, da er weder eine Herabsetzung noch eine Bindung der deutschen Zollsätze enthalte und unserer Ausfuhr nach Egypten wesentliche Vortheile schaffe. Redner fragt, was mit dem in anderen Verträgen nicht enthaltenen Zusatze gemeint fei, daß bentMie Schiffe nicht anders behandelt werden dürfen als einheimische und Sch'sse der meistbegünstigten Nationen. Bet der Aufzählung der Feuerwaffen seien einige Gewehre, wie Lefaucheux und Lancaster, fälschlich als Vorderlader aufgeführt. Hoffentlich werde unser Handelsverkehr mit Egypten, der sich noch in bescheidenen Grenzen bewege, durch den Vertrag einen Aufschwung erfahren.
Abg. Oechelhäuser (natl.) befürwortet gleichfalls den Vertrag, der mit der Bindung der egyptischen Werthzölle einen großen.Vorthetl biete.
Staatssecretär Frhr. v. Marschall dankt für die freundliche Aufnahme des Vertrags. Bezüglich der aufgeführten Gewehrarten liege allerdings ein Lapsus vor. Schiffe meistbegünstigter Nationen würden zuweilen besser behandelt wie einheimische, weshalb beide Kategorien in dem Vertrage aufgeführt seien.
Nachdem noch Abg. Dr. Barth (dfr.) den Vertrag befürwortet hat, wird derselbe in erster und zweiter Lesung angenommen.
Sodann wird die Berathung des Etats des Innern fort-
Beim Auswanderungswesen erwidert Staatssecretär Dr. v. Bötticher auf eine Anfrage des Abg. Lingens (Ctr.), daß in den Hamburger Auswanderungsbaracken fein Cholerafall constattrt worden. Die Cholera sei von Osten eingeschleppt.
Auf eine Anfrage des Abg. v. Hammacher (natl.) erwidert Präsident v. Lev etzow, er habe die erste Lesung des Auswanderungsgesetzes bisher nicht vorgeschlagen, weil so viele wichtige Sachen vorlagen und es ihm auch schien, daß die Berathung vom Hause nicht gewünscht werde.
Abg. Dr. Barth (dfr.) meint, die Regierung könne sich mit der Kritik begnügen, welche die öffentliche Meinung bereits an dem Entwürfe geübt habe.
Bet dem Capitel Commission für Arbeiter statt st ik vertheidigt Abg. Dr. Hirsch (dfr.) die Commifsion gegen social- demokratische Angriffe. Die Commission habe mehr geleistet, als man von ihr habe erwarten können. Niemals hätten bei ihr Parteirückfichten obgewaltet.
Staatssecretär Dr. v. Bötticher theilt mit, daß der Reichstag auch künftig fortlaufend Berichte über die Thättgkeit der Commission erhalten werde.
Abg. Möller (natl.) empfiehlt Beschränkung der Erhebungen auf diejenigen Erwerbszweige, bei denen sich besondere Uebelstände herausgestellt haben.
Abg. Bebel (Soc): Nicht Alles, was im „Vorwärts" stehe, fei osficielle Ansicht der socialdemokratischen Partei. Die Einsetzung der Enquete-Commission sei der focialdemokratischen Partei zu danken. Wenn die Commission nicht leiste, was sie leisten könnte, so fei die Organisation daran schuld, sowie der Umstand, daß ibie ohnehin überlasteten Polizeibehörden mit den Erhebungen betraut seien. Allein richtig sei das englische contradictorische Verfahren durch besondere Beauftragte an jedem Orte. Dann könne man die Statistik auch auf die Wohnungsoerhältnisse ausdehnen. Dieselben seien namentlich im Bäckergewerbe höchst traurige.
Abg. Dr. Hirsch (dfr.): Aenderungen des Frageverfahrens feien in der Commission erwogen worden und würden weiter erwogen. Bezüglich des Bäckergewerbes habe die Commission schon so Schlimmes erfahren — längere als 18stündige Arbeitszeit —, daß es kaum noch schlimmer kommen könne. Die Beeinflussung der Befragten könne also kaum so groß sein, wie Bebel behauptet habe.
Abg. Röficke (Hb.) weist auf den Werth der Lohnstatistiken der Berufsgenossenschaften für Klarstellung der socialen Verhält- ni^e Abg. Dr. Osann (natl.) verspricht sich von den Arbeiten der Commission viel für die Hebung der Sittlichkeit und der Gesundheitsverhältnisse der Arbeiter.
Beim Titel Oberfeeamt führte Abg. Schwartz (Soc.) den Rückgang der Zahl der deutschen Segelschiffe in der Ostsee aus die Zollpolitik zurück und fordert sodann den Erlaß einer neuen
Seemannsordnung und strenge Controle über die Durchführung d rselben. Eine Schande sei es, daß am Ende des 19. Jahrhunderts auf der deutschen Handelsmarine erwachfenene Männer noch geschlagen werden dürfen.
Abg. Jebfen (natl.): EinBedürfniß für eine gründliche Umgestaltung unserer Seemannsordnung, welche besser sei als die aller anderen Nationen, bestehe nicht. Auch die Mannschaften feien mit derselben zufrieden. Das Schlagen gestatte die Seemannsordnung nicht und ihm selbst sei ein Fall bekannt, daß ein Capitän wegen Schlagens zu 250 Mk. Geldstrafe verurthetlt worden fei.
Abg. Bebel (Soc.): Wie zu Lande die Gewerbegerichte müßten auch für die Seeleute Schiedsgerichte geschaffen werden. Bedenklich fei S 94 der Seemannsordnung: Strafe für leichtfertige Anzeige. DaS Auslaufen seeuntüchtiger Schiffe müsse unter das Strafgesetz gestellt werden. Es liege gegründeter Verdacht vor, daß auch in Deutschland seeuntüchtige Schiffe auSgesandt werden, um die Versicherungssumme einzuheimsen. Er erinnere an den Fall Schiff in Elsfleth. Dieser Fall habe nicht einmal Anlaß zu einer Untersuchung gegeben, obgleich Schiff den „Vorwärts", der ihn bircct als Mörber bezeichnet habe, nicht verklagt habe. Ein ähnlicher Verbacht liege bei einem sehr hoch versicherten Schiff einer Braunschweiger Firma und bei einem weiteren Schiff bes genannten Herrn Schiff vor. Letzterer fei übrigens Mttglteb bes Reichsversicherungsamts.
Staatssecretär Dr. v. Bötticher erklärt, baß Herr Schiff nicht mehr Mitglieb bes Retchsversicherungsamtes sei. Die SeemannS- orbnung sei allerbings revisionsbebürftig.
Abg. Metzger (Soc.) betont bie Nothwenbigkeit einer Ab- änberung ber Disctpltnarbestimmungen ber Seemansorbnung.
Abg. Jebfen (natl.) nimmt ben Rheber Schiff gegen bk Angriffe Bebels in Schutz. Dafür, baß keine seeuntüchtigen Schiffe auSgesanbt werben, beständen ausreichenbe Bestimmungen.
Abg. Bebel (Soc.): Er höre, baß Ueberverficherungen, namentlich bet älteren Schiffen, sehr häufig vorkämen. Die Verteidigung Adolph Schiffs durch Jebsen sei ein starkes Stück; e8 könne doch Jemand ein intelligenter und tüchtiger Mann und dabei doch ein Schuft sein. Daß Schiff unmittelbar nach der Veröffentlichung im „Vorwärts" fein Ehrenamt im Reichsversicherungsamt niederlegte, beweise, daß er ein Massenmörder sei. (Bewegung.)
Die einzelnen Titel werden bewilligt.
Weiterberathung morgen 1 Uhr. Außerdem Einheitszeit.


