Ausgabe 
22.8.1893 Erstes Blatt
 
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Jahre erwiesen, daß sie als ihre Pflicht ansiehr, das Publikum über den wirklichen Stand der Epidemie in Kenrttniß zu er­halten- sie ist in der Lage, auftauchende Gerüchte auf ihre Begründung hin zu prüfen, während auswärtige Blätter dies den Gerüchten gegenüber, die ihnen übermittelt werden, nicht vermögen. Findet ein derartiges Gerücht seine Bestätigung, dann sorgt schon der Telegraph für seine Verbreitung.

Berlin, 19. August. Die Nummer 34 deSSvcialist" wurde heute früh beschlagnahmt, weil in einem Artikel eine Aufreizung zur Gewalt, in eine« andern eine Verletzung der öffentlichen Sittlichkeit gefunden wurde.

Pofen, 19. August. Infolge der in der Nähe der Grenze gelegenen russischen Ortschaften vorgekommenen Eholerafälle wird heute noch die Warthe für inficirt erklärt. Die Badeanstalten wunden geschloffen.

Ausland.

Budapest, 19. August. Laut dem ofsiciellen Saaten- standSbericht sind in diesem Jahre producirt worden: 36 Millionen Metercentner Weizen gegen 38,65 Millionen im Vorjahre, Roggen 11,50 gegen 13,33, Gerste 12 Millionen gegen 11,63, Hafer 9,7 gegen 9,82 im Vorjahre. MaiS, Tabak, Hanf stehen gut, Zuckerrüben befriedigend.

Prag, 19. August. In einigen TabakStrafiken und Stempelverfchleißlocalen wurden in letzter Nacht die AmtS- fchtlder theils demolirt, theilS heruntergeriffen. Diese Schilder tragen neben dem österreichischen Adler deutsche Auf­schrift.

Die Prager Ezechen haben eS für angezeigt ge­halten, am diesjährigen Geburt-feste Kaiser Franz Josefs gröblich st e Straßenexcesse von nicht nur antideutschem, sondern sogar auch antidynastischem Eharacter in Scene zu setzen sollte diesem frechen Treiben gegenüber nicht endlich einmal der Geduldsfaden der österreichischen Regierung reißen? Nur nach Aufgebot einer starken Polizeimacht und Vornahme zahlreicher Verhaftungen gelang eS, die öffentliche Ordnung in demgoldenen Prag" mühselig wieder herzustellen- bei den Zusammenstößen zwischen der Polizei und den Pöbelmassen kamen viele Verwundungen vor. In Prag haben diese Bor- gänge große Erregung hervorgerufen. ES wäre in der That Zeit, daß regierungSseittg dem immer üppiger in die Halme schießenden Ezechenthum endlich kräftig entgegengetreten würde, daS mag aber freilich schwer fallen, nachdem die Czechen unter dem Regime Taaffe so lange gehätschelt und bevorzugt worden sind!

Die ohnehin nicht allzu freundlichen Beziehungen zwischen Frankreich und Italien drohen durch die blutigen Vorgänge in dem französischen Städtchen AigueS- MorteS bei Marseille von Neuem eine bedenkliche Trübung zu erfahren. Hier ist es infolge deS Haffes, welchen die französischen Arbeiter gegen ihre nach Frankreich eingewanderten italienischen Kollegen wegen der billigeren Lohnbedingungen der letzteren hegen, zu einem furchtbaren Zusammenstoß zwischen beiden Theilen gekommen. Hierbei wurden, soweit ermittelt, 10 Arbeiter getödtet und 26 verwundet, sämmtlich Italiener - man glaubt aber, daß in den Sümpfen der Um­gebung von Aigues-MorteS noch mehr Tobte und Verwundete liegen, daß sich viele Italiener vor den sie wüthend ver­folgenden französischen Arbeitern dorthin flüchteten. Gens- darmerie und Polizei erwiesen sich zu schwach, um die Ruhe wiederherzustellen, dies gelang vielmehr erst den telegraphisch nach Aigues-MorteS beorderten Truppen. FranzöfischerseitS ( schiebt man die Schuld an diesen blutigen Vorgängen den Italienern in die Schuhe, welche vorher die französischen | Werftarbeiter in Fangonne angegriffen haben sollen, sicherlich waren aber die Italiener in AigueS-MorteS nur in der! Defensive, wofür schon der Umstand spricht, daß sie fast allein nur Verluste in dem Handgemenge erlitten. Vorläufig hat der Zwischenfall von AigueS-MorteS Vorstellungen des | italienischen Botschafters in Paris, Reßmann, bei der franzv- scheu Regierung zur Folge gehabt, vom Ministerpräfidenten Dupuy ist außerdem eine Untersuchung der Affaire eingeleitet worden.

Kopenhagen, 19. August. Die-Nationaltidende" be­richtet, Kaiser Wilhelm statte auf der Fahrt nach West- schweben zur Slchjagd einen kurzen Besuch in Fredensborg ab, auch die Familie deS Ezaren sei zu dieser Zett in Fredens­borg anwesend.

Algier, 19. August. Seit gestern wuthen bedeutende I Waldbrände. 12 000 Hectar stehen in Flammen - Truppen, I Eingeborene und Waldbesitzer wetteifern vergeblich, dem Feuer I ®Malt zu thun. AuS den Provinzen Oran und Eonstantine I werden ebenfalls Brände gemeldet.

Rom, 19. August. Als heute Abend daS übliche Eoncen I auf der Piazza Colonna begann, verlangte eine Anzahl von I Personen, nachdem einige Fahnen herbeigeschafft waren, daß I al0 Demonstration gegen die Vorfälle in AigueS-MorteS I die KönigShymne und andere patriotische Lieder gespielt werden I sollten. Unter lebhaftem Beifall wurde diesem Verlangen I Folge geleistet. Darauf zogen die Demonstranten unter I erregten Rufen vor die französische Botschaft beim Quirinal. I Bon dort durch die Polizei zurückgewiesen, begaben sie sich I nach der Piazza Eolonna zurück, woselbst die Musik auf ihr I Verlangen unter erneuten VeifallSbezeugungen wiederum die I König-Hymne, die deutsche Hymne, sowie patriotische Lieder I spalte. -US da- Evncert gegen 10'/, Uhr endete, zerstreuten I fnl) die Demonstranten, ohne daß weitere Zwischenfälle vor- I gekommen wären.

Neueste Hac^ricbtcit.

Wolfis telegraphische- Eorreipondenz - Bureau.

Hamburg, 20. August. In der vergangenen Nacht wurde die Bootbauerei von Heitmann auf der Uhlenhorst durch eine Feuersbrunst vollständig zerstön. Sämmtliche Maschinen, sowie die großen Holzvorräthe wurden vernichtet.

Lübeck, 20. August. Der Dom zu Ratzeburg, eine der ältesten und größten Kirchen deS HerzagthumS Lauenburg,

ift durch einen Blitzschlag in Brand gesetzt worden. Die Thürwe und der Dachstuhl sind abgebrannt, die Glocken herab­gestürzt. DaS Innere der Kirche, in welchem sich viele Kunst- schätze und Alterthümer befinden, blieb erhalten.

No», 20. August. Gestern Abend haben in den Straßen der Stadt Volksdemonstrationen stattgesuvden. Die Pollzei verhinderte jedoch jede Gewaltthätigkeit. Die Demon­stranten drangen zweimal auf die Piazza Farnese, wo die französische Botschaft liegt, vor, wurden aber iedeSmal von der Polizei zurückgedrängr. Bei dem ersten Vordringen warfen die Demonstranten mit Steinen, welche jedoch keinerlei Schaden an dem Palaste der Botschaft anrichteten und nur eine Straßenlaterne zertrümmerten. Bon dem Eollegium Santa Chiara wurde das päpstliche und baß CardinalSwappen ab­gerissen. DaS Collegium enthält zwar daS Seminar für französische Priester, ist aber keine national-französische An­stalt und steht auch nicht unter französischem Schutz. Der Urheber der Beschädigungen ist verhaftet und den Gerichten übergeben.

Rom, 20. August. Der Kanzler der französischen Bot- schäft beim Quirinal, welcher gleichzeitig franzöfischer Consul in Rom ist, hatte heute Vormittag eine Zusammenkunft mit dem Polizeidirector, dem er für die anläßlich der gestrigen Demonstrationen zum Schutze der beiden französischen Bot­schaften getroffenen Maßregeln den Dank aussprach. In der Stadt sind nach wie vor viele umflorte Fahnen als Zeichen der Trauer über die Vorfälle in AigueS-MoNeS auSgehängt.

Rom, 21. August. Wegen der Vorfälle in AigueS MorteS (woselbst italienische Arbeiter durch französische schwer mißhandelt und verwundet wurden) fanden Abends Volksdemonstrationen in der Piazza Colonna statt. Die Menge drang trotz der Besetzung durch Truppen auf die Piazza Farnese vor die französische Botschaft und zertrüm­merten die Fensterscheiben der Botschaft. Ein Offizier wurde verwundet. Die Truppen säuberten den Platz und verhin­derten die Menge, zum Gebäude der französischen Botschaft beim Papst vorzudringen. In Messina riß die Volksmenge das Wappenschild deS französischen ConsulatS ab und ver­brannte eS. In Genua wurden zwölf Wagen der franzö­sischen Trambahn Gesellschaft verbrannt. Auch auS Turin, Neapel, Bologna rc. werden VolkSdemonstrationen gemeldet.

Pari-, 21. August. Bis heute früh 51/, Uhr sind 455 Wahlresultate bekannt: 267 Republikaner, 12 Ral- lirte, 37 Conservative- 139 Stichwahlen.

totales rin- provinzielles.

Sieben, 21. August 1893.

* Sravelotte Feier. Zu den bedeutungsvollsten Er­innerungstagen des deutschen Volkes gehören ganz gewiß diejenigen, die auf die Einigung Deutschlands in heißen Kämpfen auf den Schlachtfeldern Bezug haben. Besonders sind eS die großen Kämpfe aus dem deutsch - französischen Kriege, welche dem nunmehr 23 Jahre im Besitz seiner Ein- heit befindlichen deutschen Volke Gelegenheit geben, die Helden- thaten Derer zu feiern, die aus den Schlachtfeldern Frank- reichs gekämpft und geblutet. Während der Tag von Sedan als allgemeiner deutscher Siegestag gefeiert wird, begeht man in eiizzelnen Theilen Deutschlands die Erinnerung an hervor­ragende Kämpfe des 1870er Feldzugs noch besonders. Für uns Hessen ist es der Tag von Gravelotte, der 18. August, der hoch gehalten wird, weil Hessens Truppen an diesem Tage so hervorragend Antheil nahmen an einem Riesenkampse, der eigentlich an sich schon genügte, daS Schicksal deS Feindes zu besiegeln. Der Tag von Gravelotte brachte eine Reihe von Kämpfen in den Tagen vom 14. bis 16. August zum Abschluß, nach dem die hochgepriesene französische Garde, die stolze Rhein- armee aufhören mußten, theilzunehmen an den ferneren Kämpfen, denn sie waren gefangen. Wir theilten bereits in voriger Nr. mit, daß Theile der hessischen Division schon am 16. August nach Überschreiten der Mosel bei Corny mit in den Kampf eingriffen, eS war dies nicht nur das 1. Jnsanterie-Regiment, sondern auch daS 2. Regiment, welche von dem unvergeßlichen Prinzen Ludwig, späteren Großherzog Ludwig IV. in den Kampf geführt wurden. Auch zwei hessische Batterien griffen, nachdem die preußische Artillerie sich verschossen hatte, so erfolgreich in den Kampf ein, daß ihnen nach dessen Beendigung das höchste Lob von Seiten deS betr. preußischen ArtilleriesührerS zu Theil wurde. Jndeß war eS, wie erwähnt, erst am 18. August der Gesammtdivision vergönnt, an dem großen Kampfe bei Gravelotte theilzunehmen. Mit Stolz begehen daher unsere alten Krieger alljährlich ihre Gravelotteseier. Der Krieger- verein Gießen that dieS bereits am Freitag (18.) durch eine entsprechende Feier auf derSchönen Aussicht", an welcher auch die Familien - Angehörigen theilnahmen- die officielle Ehrung der Gefallenen oder in Folge Verwundung Gestorbenen hält sich der Verein alljährlich für den 2. September vor. Dagegen beging der Veteranenverein am gestrigen Sonntag die Jahresfeier von Gravelotte durch Theilnahrne am Gottesdienst in der Friedhofcapelle, Andacht an den Gräbern der hier beerdigten Krieger, Schmücken der Denkmäler auf dem Friedhof und Waldfest am Luduügsbruuuen. Sowohl im Gottesdienst in der Friedhof - Capelle, wie auch an den Kriegergräbern gedachte Herr Pfarrer Schlosser in eindrucksvoller Rede jener großen Zeit, die Hessens Söhne nach Frankreich führte, und wenn wir hier noch einfügen, daß Herr Pfarrer Dr. Naumann während des gestrigen Mtlitär-GorteSdiensteS feiner Predigt ebenfalls die Ereignisse von 1870 zu Grunde legte, so können wir sagen, daß gestern die Helden deS großen Kriege- hervorragend kirchlich geehrt wurden. An dem Wald fest des Veteranen- Verein- am LudwigSbrunnen nahmen die Veteranen in ihrer Geiammtheit, sowie deren Familien und viele Einwohner Gießen- Theil. ES entwickelte sich daselbst ein recht fröhliches Seft, ver'chöm durch Musikvorrräge und Ansprachen. Die auf Kaiser und Großberzog ausgebrachtenHoch-' fanden freudigen

n

n

1,721,869

605,100

375,572

467,600

75,600

Mainz Offenbach Gießen WormS Alzey

n n n

N n

29,4

25,8

28,2

27,698

22,837

29,4 25,74

26,4 25,101 22,613

Widerhall bei den Festtheilnebmern. Am Tanze 6e* theiligte sich Jung und Alt, Veteranen - Töchter und -Söhne, zukünftige Deteranen-Schwiegenöchter und Schwieger­söhne , und wenn schließlich die Eltern auch noch ein Tänzchen wagten, so geschah es sicherlich mit auS Freude darüber, daß ein gütiges Geschick vor nunmehr 23 Jahren ? den Vater davor bewahrt, den Seinen durch eine feindliche Kugel entrissen zu werden. Auch die Kleinen und Kleinsten 1 gingen nicht leer ans, denn ein unerschöpflich scheinender Kord spendete große Bretzeln und wurde auf diese Weise dafür ] gesorgt, daß auch die Kleinen den Tag von Gravelotte, der für ihre Väter so ruhmreich endete, nicht vergessen. Mögen unsere Krieger von 1870 noch recht lange sich ihrer Thare» 1 freuen, die Erinnerungsfeier an Gravelotte ihnen noch recht oft vergönnt sein.

* Cuell»affctleitneg. Wir machen unsere Leser auf die heutige Bekanntmachung deS städtischen GaS- und Wasserwerk- besonders aufmerksam. Um die ununterbrochene Abgabe bet QuellwasscrS für den eigentlichen Haushaltung-- bedarf möglichst au-zudehnen, wird sparsamster Gebrauch deS Quellwassers empfohlen. Wir schließen un- im Interesse unserer Haushaltungen diesem Ersuchen an.

* Coocerthan- Lahnstein. Auf die morgen Dienstag Abend stattfindende Benefize-Soir4e der Herren Kammer­musiker Heinrich und Willy Kruse fei hierdurch auf» merksam gemacht. Wie wir schon deS Oeftem Gelegenheit nahmen anläßlich der AbvnnernentS-Soir^en, deren künstlerische Gestaltung in der Hauptsache den genannten Herren zuerkannt werden mußte, unsere vollste Anerkennung der vollendeten Technik, der vorzüglichen Auffaffnng und Ausführung der Benefizianten knndzuthun, glauben wir nicht sehlzugehen in der Annahme, daß dieser Benesize-Abend ein künstlerisch genuß­reicher werden wird. Rach Schluß deS Uuncerteß soll laut Inserat ein kleine- Familienkränzchen stattfinden.

* * 'Nachdem die Comwunalfteaerau-schlage berjenigen hessischen Städte, in welchen die ©täbteorbnung gilt, für 1893/94 nunmehr sämmtlich ftattgeftinden haben, bürste die nachstehende Vergleichung nicht ohne Interesse sein. ES er«

Daraus geht hervor, baß die Norm des Steuerau-schlag- bei Darmstadt und Mainz vollständig, bei Offenbach und Alzen nahezu gleich geblieben ist, daß aber Gießen und Worms ihren Coefficienten nicht unwesentlich erhöht haben, nämlich Gießen l«m 1,8 Pf. und WormS um etwa- mehr al- 2,5 Pf. auf bie Mark Communalsteuercapital.

UngluckSsall. Dem hier ftatignirten, in Allen- dorf a. d. Lahn wohnhaften Bremser Hepp wurden in ver­gangener Nacht in Würgendors bei Haiger (Strecke Gießen- Deutz) beide Beine abgefahren. Hepp ist wahrschein­lich von dem Güterzug gefallen und zwischen bie Räber ge­kommen- er war sofort tobt.

* Körperverletzung Ein lOjährig^r hiesiger Junge würbe, als er am verflossenen SamStag bie Hofraithe des Arbeit­gebers seine- Vaters betrat, von ber Dienstmagb des betr. Oeconomen mit einer Mistgabelin ben Arm gestochen. Anzeige gegen bie Magb ist erhoben.

Schwindel. Ein gut gefleibeter junger Mensch (Tag­löhner) aus Elberselb bettelte am vorigen SamStag in ber Ostanlage unter Vorzeigung französisch geschriebener Bettel­briefe, wonach er angeblich in einer Fabrik verunglückt, an einem Arm gelähmt unb ihm ber Daumen einer Hand be­schädigt worden sei. AlS ein Schutzmann hinzu kam, warf er die gefälschten Papiere weg unb ergriff bie Flucht. In ber FriebhofSanlage eingeholt, stellte eS sich heraus, daß man es mit einem ganz gesunden Menschen zu thun hatte.

Schlägerei. In ber Nacht vom SamStag auf Sonntag gerieten auf dem Heimweg von den Kneipen mehrere junge Leute in der Neustadt in Streit, wobei der eine durch einen Messerstich am Kopf nicht unbedeutend verletzt wurde.

Gelandet. In voriger Woche wurde die Leiche eine» seit Kurzem hier wegen eines SittlichkeitSverbrechenS verfolgten TaglöhnerS aus Rödgen in der Lahn bei Wetzlar ge- ländet unb ift am SamStag bortfelbst beerbigt worben.

** Erhängt. Im Walbe am Bergwerk würbe gestern Morgen die Leiche eines unbekannten Manne-im Alter von etwa 24 Jahren erhängt aufgefunden. Die Leiche, welche sich auf der Gemarkung Großen Linden befand und etwa einen Tag gehängt haben mag, wurde nach Großen - Linden ver­bracht.

Verhaftet. Ein seither hier beschäftigter Arbeiter, gegen welchen Untersuchung wegen Sachbeschädigung eingeleitet war, wurde, weil er fluchtoerdächtig ist, ver­haftet.

* Holzdiebßahl Gelegentlich der Reparatur de- Re- gierupgSgebäudeS am Brandplatz sind in voriger Woche vo« einer größeren Anzahl Kinder und von Erwachsenen Holz­diebstähle auSgeführt worden. Die Thäter wurden er­mittelt und zur Anzeige gebracht.

Nene ^ndiläm-Briefmarken. Der großen Schaar der Briefmarken-Sammler dürfte es von Interesse fein, zu er­fahren, daß nächstes Jahr in Portugal der 500. Geburr-tag Heinrich- deS Seefahrers (geb. 4. März 139^) gefeiert und außerordentlich begangen werden wird. Um Me allgemeine Freude zu erhöhen, hat die ponugiefische Negierung mit Ge- nehmigung der (Sorte» beschlossen, ber Stabtverwaltung von Oporto, wo Heinrich geboren wurde, bie Ausgabe besonderer JubiläumSbriesmarken zu gestatten, die während der Festtage (4. und 5. Mai, eventuell ein paar Tage länger) verkauft werden. Der Staat läßt sich nur ben realen Werth der

gegen 1892/93: öommun.1, M ft" cotÄmton 1,040,000 M. 25,00 Pf.

heben im laufenden Jahre:

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n coefficienten oon

Darmstabt 1,049,000 M. 25,00 Pf.

1,665,090 585,739 , 342,977 , 412,500

75,600

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