Ausgabe 
22.6.1893 Erstes Blatt
 
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russische Ausfuhr

nach

Deutschland

Da

danach der

Werth der russischen Ausfuhr nach Deutsch-

ES starben an: Zusammen:

Mittlerer Barometerstand bet 0° R. = 744,7 mm.

schon beim dritten Walzer

zu Frau Springler):

hastig! Ach, bitte, erzählen Sie aber, es wäre ihm Kassiert" Ungar (geht

russische Einfuhr von Deutschland

Barometer:

Thermometer:

Hygr.^meterNand:

min. 740 mm, m*x.741|mm +110R.,4-15Vi<>R.

Nur vorübergeh. trocken.

>er verflossenen Nacht ist in eim ein Raubmord tu Gastlvirlhs Müller verüb! icn Umstanden, wie in dir Der Thäter ist unbefann:. )eute Morgen ertrank tn idwirths, während er Pserdi . Dit tyitrt gtntiben a nxV v-i

ctt toaxw, m\t Min gen Mannes ist noch nicht

Trulsen, ist am 16. Juni, II Uhr Vormittags, wohlbehalten in Newyork angekommen.

.. ^omburß, 19. Juni. (Hamburg - Amerikanische Packetfahrt- Actren-Gesellschaft.^ Der Hamburaer DampferPtckhuden", Kapitän Spltedt, ist am 19. Juni, 7 Uhr Morgens, von Hamburg und Ant­werpen wohlbehalten In Montreal angekooimen.

.. 19. Juni. (Hamburg-Amerikanische Packetsahrt-

Actim-Gescllschaft.1 Da« Deutsche DampfschiffTaormina, Kapitän Rod), ist am 17. Juni, 5 Uhr Vormittags, wohlbehalten in Newyork angekommen.

Lahnstein-Soir 6e-Concertabende.

Das erste Ooncert findet nicht, wie vorgesehen, am 23. d. M..

Bondern Freitag den 30. Juni statt [5513

Eingesandt.

«testen, 20. Juni 1893.

Bei der gegenwärtig herrschenden, geradezu tropischen Hitze ist das geringste, was man jederzeit sollte verlangen können, ein Glas guten, frischen, kalten Wassers. Infolge der Beschränkung der Wass-rabgabe auf einige wenige Vormittagsstunden ist die Erfüllung dieses heihen Wunsches unmöglich gemacht; denn Nachmittags und Abends bleibt einem Nichts anderes übrig, als die am Morgen ge­zapfte, abgestandene, warme Brühe zu trinken. Wenn auch bei der außergewöhnlichen Trockenheit Sparen durchaus am Platze ist, so erscheint es doch angezetgt, die Zett der Wasserabgabe vielleicht am Vormittag etwas einzuschränken, aber dafür am Abend noch einige Stunden den heiß ersehnten Labetrunk, frisches Wasser genannt, zu spenden.

land viel größer ist als derjenige des deutschen Exports nach Rußland, so kann man ohne Weiteres behaupten, daß schon jetzt ohne Handelsvertrag Rußland ein festeres Geschäft mit Deutschland macht, als Deutschland mit Rußland. Ist also Rußland nicht in der Lage, Deutschlands Industrie, zumal der Eisen- und Maschinenindustrie, große Zollermäßiguugen zu gewähren, so wird Deutschland von einem russischen Handelsverträge auch keinen großen Nutzen haben, ja sich unter Umständen noch schlechter stehen, als bei dem jetzigen Verhältnisse ohne jeden Handelsvertrag. Nun wird allerdings Deutschland, falls überhaupt der Vertrag zu Stande kommt, dem russischen Reiche in handelspolitischer Beziehung auch keine andern Concessionen machen als den übrigen Vertrags­staaten Oesterreich-Ungarn, Italien usw., das heißt die Zölle auf russisches Getreide, Vieh und Rohproducte würden nur eine kleine Ermäßigung erfahren. Aber bei der guten Ver­kehrsverbindung zu Schiff und per Eisenbahn zwischen Rußland und Deutschland würde eine solche Ermäßigung der deutschen Zölle immerhin eine bedeutende Steigerung der russischen Ausfuhr zur Folge haben, Rußland also unbedingt das bessere Geschäft mit dem Handelsverträge machen, wenn die deutsche Regierung nicht auf bedeutende Ermäßigung der russischen Zölle für die deutsche Industrie besteht. Ist diese namhafte Ermäßigung der russischen Zölle und damit eine bedeutende Hebung des deutschen Handels mit Rußland nicht zu erzielen, so dürfte es besser sein, wenn der Abschluß eines deutsch­russischen Handelsvertrages verschoben wird.

min. 739mm, max.74Umm

4- 16o R. + 21° R. Gewtlterbtldung.

Zur Frage des deutsch-russischen Handels- Vertrages.

Die Thatsache, daß in den Kreisen der deutschen Pro­ducenten, zumal der Landwirthe die Meinungen über die Vortheile eines Handelsvertrages mit Rußland sehr getheilt sind, veranlaßt uns, einmal die Frage zu untersuchen, welche von den beiden in Frage kommenden Staaten den größten Nutzen von dem geplanten Handelsverträge haben würde, wenn sich der andere Theil nicht gehörig vorsehen würde. Wenn man den russischen Ein- und Ausfuhrhandel mit Deutschland eingehend prüft, so muß man, da die russische Ausfuhr nach Deutschland die Einfuhr ihrem Werthe nach bei Weitem übersteigt, zu dem Schluß kommen, daß Rußland ein größeres Interesse an dem Zustandekommen eines Handels­vertrages mit Deutschland hat, als umgekehrt. Rußlands Aus- und Einfuhrhandel mit Deutschland beträgt nämlich nach der russischen Statistik:

Wöchentliche lleberficht der Todessälle in Gießen.

24. Woche. Vom 11. Juni bis 17. Juni 1893. Einwohnerzahl: angenommen zu 21100 (tncl. 1600 Mann Militär). Sterbltchkeitsziffer: 41,89°/oo bezw. 19,71 nach Ausschl. der Ortsfremden.

Witterungsaussichten

_______W'tierbäuswen, ©übanlaar._______

Schiffs« achriehten.

(MUgetheilt durch den Agenten deS Norddeutschen Lloyd, Herrn Carl Loos in Gießen).

Bremen, 19. Juni. (Per transatlantischen Telegravh.) Der Schnelldampfer Trave, Capttän R. Sander, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 10. Juni von Bremen und am 11. Juni von Southampton abgegangen war, ist gestern 10 Uhr Vormittags wohlbehalten in Newyork angekommen.

Verkehr, Land- utifc Volksrvirthfchaft.

Weinlaub al» Heuersatz. In der letzten Sitzung der Academie der Wissenschaften in Parts verlas, wie das B. T. meldet, Des4ratn eine neue Arbeit von Müntz über die Verwendung des Weinlaubes als Vlehfutter. Die angestellten Versuche ergaben, daß das Laub in frischem wie getrockneten Zustande gern gefressen wurde und den Thieren wohl bekam. Der Nährwerth ist gleich dem einer guten Luzerne. Laut einer Berechnung konnten die Weinberge von Südfrankreich, ohne den Weinbau irgendwie zu beeinträchtigen, vom Hectar eine Menge Weinblätter liefern, die 2100 bis 3600 kg Heu ersetzen würden. In Jahren der Futternoth wären aber die gesammten Weinberge Frankreichs in der Lage, der Landwirthschast vierzig Millionen Doppel-Centner Weinheu zu liefern. Auch die mit Kupfersalzen behandelten Blätter können nach Müntz schadlos ver­füttert werden; eine Behauptung, der man auf Grund der neuen Erhebungen über die oerhältnitzmäßig geringe Giftigkeit der Kupfer­salze Glauben schenken kann. In Deutschland giebt es nun allerdings nicht so viel Weinbau als in Frankreich, aber es dürste in diesem futterarmen Jahre damit doch die Frage angeregt werden, ob nicht durch das Laub gewisser Bäume und Sträucher das fehlende Heu und Klee einigermaßen ersetzt werden kann. Thatsache ist, daß in vielen Gegenden Thüringens in der Zeit der Futternoth das grüne Laub der Weiden, der Erlen, Eschen u. s. w. verfüttert wird, und es wäre wünschenswerth, daß sich die landwirlhschaftltchen Institute darüber äußerten, in wie weit Laub als Futter angenynbet werden kann.

gnädige Frau schon, wos iS Herrn Hupflmon für Molheur zugestoßen?" Frau Springler:Nein! Was ist ihm denn geschehen?" Ungar:Hot ormer Kerl ochtmol hintereinonder Wolzer getonzt und beim dritten Mol Hot ihm Schloq getroffen!"

* Am Tage nach der Hochzeit fragt der junge Ehemann seine Angetraule:Aber, nun sag mir doch mal, in deinem Heirathsgesuch stand doch, du habest tausend Mark. Wo hast du denn die?" Die junge Frau:Verannonciert!"

den hiesigen Mrtzgermchm .rrenzkaaipf ausgebrochen, bei >as billigste Fleisch zu liesel-. jfconcunenltn die Spitze ze daftiiche Verkaufsstelle seiteni zeren Schlachtereien in bei t, wo das Pfund gutes M enniq M Verkaufe gelangt, aer beeilt, zu demselben Prilfi zeigt die Preisherabsetzung Ms Plakat an, welches du tit Anderen können, kan- r als diese." Aus den w , man allgemein gespannt, bat sich zu Sieglitz eretgnN te ein

Summa: 17 (9) 11 (7) 2 4 (2)

. Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel« der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 21. Juni, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wsffer 17' ,. Lust 17 Grad.

R ü' ' a n. n' fLe B a ! f a i. st a l t.

tez.

Wahlcuriosuui erzählt >v» Wahlbezirk eint Frau :b. lautenden Stimmzettel shr vor feinem Tode aus mer Statt die Ausübung Lem pietätvollen politischen Wahlvorstandes nicht Folg, " der heutigen Nacht gegen Jrrenheilanstalt Eichberg nng Feuer aus, das dir Insassen konnten gerettet

' * Ein Diplomat. Ungar:Hoben Sie schon gehört,

Herr Springler, wos unser Fraind Hupflmon hot für Unglück gehabt? Hot er ochtmol hintereinander Walzer getonzt, do hot ihm Schlog getroffen?" Springer (der von seiner Gattin fortwährend zum Tanzen genöthigt wird):Wahr- Sie das meiner Frau! Sagen

Hamburg, 16. Juni. (Hamburg-Amerikanische Packetfahrt- Wiffen Actien Gesellschast.) Der Hamburger DampferSolingen", Eapitän

* Dresden, 17. Juni. Der hiesige, in weiten Kreisen bekannte Kaufmann Gustav Haunstein hatte 250,000 Mk. an der Börse oerspielt und Wechsel gefälscht, um den Verlust zu decken. Er wurde zu 4 Jahren 9 Monaten Gesängniß und 5 Jahren Ehrverlust verurtheilt.

* Auszeichnung. Bei der Ausstellung landwirihschast- I'cher Maschinen in Winschoten in Holland wurde der Maschinenfabrik Heidelberg (Molitor u. Comp.) für eine von ihr ausgestellte Petroleum-Locomobile, deren Betrieb mit gewöhnlichem Lampenöl stattfindet, bei großer deutscher, englischer und amerikanischer Concurrenz der erste Preis, die goldene Medaille, verliehen.

* Ein unerwartetes Feuerwerk brannte dieser Tage auf dem Mittlern Felsen des Rheinfalls bei Schaffhausen ab. Am Abend hätte eine Rheinfallbeleuchtung mit Feuerwerk statt- Hnben sollen und so hatte man schon am Mittag die dazu nöthigen Vorbereitungen getroffen, die Leitungen hergestellt, Raketen und andere pyrotechnische Wunder aufgepflanzt. Da schlug aber der Blitz eines am Nachmittag über Schaffhausen hinziehenden Gewitters in die Zündleitung und so verpuffte b 16 Feuerwerk am Hellen Tage.

* DieElectrocultur" ist bekanntlich ein Feld, auf dem die Landwirthschast schon manche überraschende Erfolge er­rungen hat und gewiß noch weitere erleben wird. Ueber ihre neuesten Fortschritte berichtet klar und gemeinverständlich C. Falkenhorst in derGartenlaube" (Nr. 23), und es ist dort insbesondere auch die eigenthümliche Vorrichtung be­schrieben, mit deren Hilfe man die atmosphärische Eleetrieität sür das im Boden keimende Wachsthum nutzbar zu machen sucht. Es ist der schon 1848 von Beckensteiner ersonnene und neuerdings von Paulin in Montbrison verbesserteGeo- magnetisöre". In der Mitte des zur Electroeultur erwählten Platzes wird eine hölzerne, möglichst gut getheerte, etwa 10 bis 20 Meter hohe Stange ausgepflanzt. An der Spitze der Stange befindet sich ein Isolator aus Porzellan, und an diesem wird der Electrieitätssammler befestigt, ein Metall­besen aus fünf 4 mm dicken und 0,5 m langen Kupfer­drähten. Von diesem Sammler läuft an Isolatoren die Stange hinab ein 4 mm starker Draht aus galvanisirtem Eisen bis in das Erdreich, wo er sich mit dem Electrieitäts- vrrtheiler bereinigt; dieser besteht aus galvanisierten Eisen­drähten, die zu einem quadratischen Netz geordnet sind, wobei ein Draht von dem anderen um etwa 2 m entfernt ist. Die Tiefe, in welche derVertheiler" gelegt werden muß, richtet sich nach der Natur der angebauten Pflanzen: für Weinstöcke genügt eine Tiefe von 0,4 m, für Wiesen und Getreidefelder eine solche von 0,15 m. Der Umkreis, in welchem der Geomagnetisvre seine Wirkung ausübt, Hängt von der Höhe der Stange ab; sie erstreckt sich auf eine Kreisfläche, deren Mittelpunkt die Stange bildet, während der Halbmesser dieses Kreises doppelt so lang ist wie die Stange. Die Stange muß aber alle Gegenstände innerhalb dieser Kreisfläche über­ragen; stehen in unmittelbarer Nähe des Magnetiseres Bäume, die höher sind als er, so entziehen sie die Eleetrieität, und der Apparat ist völlig unwirksam. Die Erfolge, welche man mit diesem Geomagnetisöre erzielt hat, sind vielversprechend, und mit Spannung darf man der weiteren Entwickelung dieses Zweiges menschlicher Naturbeherrschung entgegensetzen.

* Ein fatales Mißgeschick widerfuhr dieser Tage bei Nürnberg einer fremden Dame während der Reise. Sie steckte ihren Kopf, da es ihr im Coupee zu heiß geworden war, etwas zum Fenster hinaus, als plötzlich etn starker Windstoß ihr das ganze Haupthaar davontrug. Die voll­ständig Kahlköpfige sank, einer Ohnmacht nahe, auf ihren Sitz nieder. Die Fahrgäste, die kurz vorher noch daswunder­volle Haar" der Dame bewundert hatten, brachen, dem Ernst der Situation angemessen, in einstilles" Lachen aus.

* Ein hübsches Wortspiel knüpft sich an das an und für sich kleine, in Bezug auf geschichtliche Ereignisse aber so hoch­bedeutende WörtchenSedan". Die Buchstaben, aus denen das Wort zusammengesetzt ist, bilden nämlich, von vorn ge­lesen, die Anfangsbuchstaben von Wörtern, die einen auf die Geschichte Frankreichs bezüglichen Satz ausmachen. So heißt der Satz:So endete das Abenteuer Napoleons."

* Künstliche MatjesHäringe. Die Zeit der beliebten Matjes- (Mädchen- oder Jungfern-) Häringe ist wieder da, der Fang ist aber in Folge der ungünstigen Witterung in diesem Jahre ein so mäßiger gewesen, daß die Zufuhr den Bedarf nicht decken kann. Die Matjes-Häringe sind bekanntlich nicht geschlechtsreif, sie unterscheiden sich deßhalb ganz wesentlich j von den Vollhäringen, die schon Laich ober Milch haben und I den späteren Hohlhäringen, die nach der Laichzeit gefangen werden, durch Wohlgeschmack und größeren Fettgehalt. Um nun der Nachfrage nach diesem delieaten Fisch genügen zu können, bedienen sich die pfiffigen Holländer eines besonderen Mittels: sie drücken geschickter Weise so lange auf den Häringskörper, bis Milch ober Roggen herausgequollen ist. Die so präparirten Produete werden dann als echte Matjes- Häringe in den Handel gebracht und vom Publikum, dem diese künstlicheFischzucht" noch wenig bekannt ist, auch anstandslos eonsumirt. DaS Geschäft mit solchengedrückten" Matjes-Häringen soll ein recht umfangreiches und auch sehr «einträgliches fein.

* Eine Familienkatastrophe. Sie:Lassen Sie das, Sitte!" Er:Was soll ich lassen?"Sie dürfen Nicht auf den Knieen vor mir liegen?"Und warum «icht?" _Mein Bruder könnte ins Zimmer kommen!" Was wäre dabei? Er darf es wissen."Ja, aber [toenn er es weiß, pumpt er Sie an, und ich habe schon ktoei Verehrer dadurch verloren!"

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Bekanntmachung.

Aufschrift der Postsendungen.

k Sicherung schneller Beförderung und Bestellun, ber Postsendungen müffen tuf denselben Empfänger und Bestimmung«. 2/ SR® bezeichnet sein, daß jeder Ungewißbett vorgebeugt wird. Dabei find namentlich folgende Punkte zu beachten-

§et Postsendungen nach größeren Orten ist in der Aufschrift arC *",°.pnunG deS Empfängers möglichst genau anzugeben. Auch ist es von Wichtigkeit, daß die WohnungSangabe stet» an derselben Stelle der Aufschrift, nämlich unten rechts, unmittelbar unter der Angabe des Bestimmungsortes, erfolge.

2. Auf dm nach Berlin bestimmten Sendungen ist, außer der Wohnung de« Empfängers, der Postbeztrk (0., Nn NO. k.). in welchem die Wohnung sich befindet, hinter der OrtSbe- zeichnung »Berlin- zu vermerken.

3. Gibt eS mH dem Bestimmungsorte gleich oder ähnlich lautende Postorte, so ist dem Ortsnamen eine zusätzliche Bezeichnung betzufügen. Welche Zusätze für die Ortsnamen tm Postoerkehr alS maßgebend anzusehen sind, ergibt sich au« demVerzctchniß gleichnamiger oder ähnlich lautender Post- orte , das zum Preise von 10 Pf. durch Vermittlung jeder RetchS-Postanstalt bezogen werden kann.

4. Wenn der tm Retchs-Postgebiet belegene Bestimmungsort zwar mit einer Postanstalt versehen, dessenungeachtet aber nicht alS allgemein bekannt anzunthmen ist, so empfiehlt eS sich, die Lage deS OrtS in der Aufschrift der Sendung noch des Näheren zu bezeichnen. Zu derartigen Bezeichnungen eignet fich die Angabe deS Staates und bet größeren Staaten deS politischen Bezirks (Provinz, Regierungsbezirk u. s. w.), in welchem der Besttmmungsoi t belegen ist, ober auch die Angabe von größeren Flüssen ((Oder), (Elbe), (Rhein), (Main) rc.j, oder von Gebirgen ((Harz), (Riesengebirge) ic.J Nicht minder ftab zusätzliche Bezeichnungen, wie ((Thüringen), (SHtmarf), (Lausitz) icl für den Zweck geeignet.

d. Auf Postfenbungen nach Ortschaften ohne Postanstalt ist außer dem eigenllichen BestimmungSoi te noch d i e j e n i g e P 0 st- anstalt anzugeben, von welcher aus die Bestellung der Sendung <m den Empfänger bewirkt werden bez. die Abholung erfolgen soll.

6- Bfcnn der Bestimmungsort einer Sendung in einem fremden Postgebtete belegen und zu den weniger bekannten Orten zu rechnen ist, so ist außer dem Ortsnamen noch daS betreffende Land bez. der Landesthell auf der Sendung anzugeben.

Die Beachtung dieser Punkte wird zur Herbeiführung einer schleunigen Ueberkunft der Sendungen an den Empfänger wesentlich beitragen, und eS liegt daher im eigenen Jntereffe der Absender, die Aufschriften der Sendungen hiernach genau anzufertigm.

Bedeutende Betriebsersparnisse roer$r in maschinellen Anlage der Großindustrie, des Kleingewerbes ober bet Lanbwtrthschafl burch Aufstellung einer Wölfischen Locomobile alS Betriebsmaschine erzielt. Die von der rühmlichst bekannten Maschinen­fabrik von R. Wolf in Magdebnrg-Bncka« seit mehr als 30 Jabren alS Specialitat gebauten balbstationärenund fahrbarenLocomobilen mit ausziehbaren Röhrenkesseln Übertreffen an Sparsam­keit deS Brennmaterialoerbrauchs, Dauerhastigkeit und Lei­stungsfähigkeit jegliche Motoren anderen Ursprungs u. haben auf allen deutschen Locomobil-Concurrenzen den Sieg davongetragen. [4276

Pfarrer, Lehrer, Beamte rc. empf. allerorten den vorzügl. Holl, fcabat bei». Becker in Seesen a. Harz 10 Pfd. lose L Beutel. 8 X fr. (3648

Kinder Erwachsene: im vom

1. Lebensjahr: 2.15. Jahr:

in Millionen von Rubeln

1889

190

124

1890

176

114

1891

192

103

Diphtherie

3 (2)

-

_

3 (2)

Lungentuberkulose

3 (2)

3 (2)

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Lungenentzündung

3 (2)

3 (2)

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Herzkrankheiten

1

1

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Darmcatarrh

1

1

Alterskrankheiten

Andere bekannte

1

1

Krankheitm

4 (3)

3 (3)

1

20.Juni. Dhnaa» 12Ubr

21. Ium, Mora-ms 8 Ubr

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