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Mittwoch beit 22. März
Ur. 69 Erstes Blatt
Amts« und Anzeigeblatt für den iMs Gießen.
Kratisöeikage: ^ießmer Jamilienötätter.
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— Die Führer der belgischen Arbeiterschaft drohen mit einem sofortigen General st rike, falls die constituirende parlamentarische Versammlung das allgemeine Stimmrecht verwerfen oder nur unter Beschränkungen zulassen sollte. Die betreffenden Beschlüffe wurden in einer am Sonntag zu Brüssel stattgefundenen Vollversammlung des Generalraths der belgischen Arbeiterpartei gefaßt, zu welcher Körperschaft Delegtrte aller Industrie - Centren, aller Arbeiterverbindungen und Grubenarbeitervereine des Landes gehören. Die Drohung mit einer allgemeinen Arbeitsniederlegung, um eine rein politische Forderung, wie diejenige des allgemeinen Stimmrechts, zu erzwingen, ist für die „Politik" der belgischen Arbeiterführer jedenfalls recht characteristisch.
— Ganz Frankreich steht noch unter dem Eindrücke des iahen Hinscheidens des Senatspräsidenten Jules Ferry, vor welchem Ereigniß selbst die jüngsten überraschenden Zwischenfälle in der Panama-Affaire einstweilen zurllcktreken. Die dem verewigten Staatsmanne von den Blättern aller
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ILM) Er selbst habe bet seinen Angriffen auf die Judenfirma nie den Staat angegriffen, diesen vielmehr warnen wollen.
Reichskanzler Graf Caprivi: Es thut mir leid, den Vorredner beute hier zu sehen. Rur die Achtung, die ich vor dem hohen Hause hab" hindert mich, ihm zu sagen, w-S ich ihm sonst sagen müßte. (Beifall links.) Vorredner habe auf schlechte französische Schuhe vor 25 Jahren htngewtesen und daraus geschlossen, ^aß^ unsere heutigen Gewehre schlecht sein müßten. Ein gewagter Schluß! Er habe von einer Landwehrübung gesprochen, aber es sei doch bekannt, daß häufig die Gewehre von in ihrer Verwendung ungeübten Landwehrleutm mißhandelt würben. Die Beschuldigungen des Vorredner« gegen die Justizverwaltung müsse er entschieden zurückweisen, ebenso diegegen die Heeresverwaltung. Er wiederhole, nur die Achtung vor dem hoben Haufe hindere ihn, dem Herrn Abgeordneten diejenige Antwort zu ertheilens die er ihm sonst ertheilen müßte Alle unsere Sachverständigen seien einig, daß die Löwe'schen Gewehre gut seien, dieselbe Ueberzeugung theile der sächsische Diegsminister- Ab^ardt könne sprechen, so viel und so lange er wolle, ls werde ihm nie gelingens das durch Jahrhunderte begründete Ansehen ^r deutschen Armeeverwaltung und der deutschen Justizpflege zu erschüttern. (Beifall.) ^ er Kaltenborn-Stack au. Ahlwardt habe die Heeresverwaltung nur warnen wollen. Wäre es wahr, wa4 er angeführt, bann hätten sich unsere Offiziere unverzeihliche Pflicht- Vernachlässigung zu Schulden kommen lasten. Aber kein einzige Fall sei erwiesen. Die Löwe'sche Fabrik habe durchweg gute Waffen aelieiert Von einer Solinger Fabrik sei überhaupt nichts geliefert. Die Laüfstäbe seien von der Militärverwaltung direct an di«: Fabriken, aber nicht nach Solingen oder Suhl geliefert worden. (Ruf links. Also Verleumdung!) Von Aeleimt.n Kolben habe er beute zum ersten Male gehört. Die Schaden an den Gewehren ^ues Landwehrbataillons, von dem Ahlwardt gesprochen, seien durch unoorsich g Untersuchung nach dem Gebrauch entstanden. Den Fall Hohenthal betreffend, so erinnere sich der Decernen des Falles absolut nicht- Wäre ihm Wichtiges mitgetheilt worden, so wurde er es sicher meldet haben. Die Löwe'schen Gewehre fiten allen übrigen gleich-
Gießener Anzeiger
Keneral-Unzeiger.
Nachrufe bekunden, wie sehr man in Frankreich allseitig suhlt, . welch einen großen Verlust der Tod Jules FerryS für das Land bedeutet. Denn auch die politischen Gegner des Verstorbenen müffen bekennen, daß die französische Republik einen ihrer hervorragendsten und begabtesten Staatsmänner in ! Ferry verloren hat, die gemäßigten Republikaner aber haben mir Jules Ferry ihren weitaus bedeutendsten Führer em« qebüßt. Was jedoch dem Ereigniffe noch eine besondere Tragik verleiht, das ist der Umstand, daß Jules Ferry erst vor wenigen Wochen zum Präsidenten des Senats gewählt worden war, womit sich dem genialen Staatsmanne von Neuem eine ruhmvolle Laufbahn zu eröffnen schien, die ihn nicht nur wiederum an die Spitze des Ministeriums, sondern auch noch weiter, an die Spitze der Republik, zu führen versprach. Denn in Hinblick auf die im nächsten Jahre bevorstehende Neuwahl des Staatsoberhauptes waren die Augen aller ehrlichen und gemäßigten Republikaner in Frankreich schon jetzt auf Jules Ferry gerichtet. Dies nicht nur wegen der glänzenden geistigen Fähigkeiten, des Einflusses und der Energie dieses Mannes, sondern nicht zum wenigsten auch wegen seines durch und durch ehrenwerthen persönlichen Charaeters- war doch Ferry unter den Bannerträgern des heutigen republikanischen Frankreichs fast der einzige, den die trüben Waffer des Panamascandals nicht mit einem ein« ligen Tropfen bespritzt hatten, und gerade diese unter den deinigen Verhältnissen in Frankreich so werthvolle Reinheit des Charaeters und persönlichen Rufes li ß ihn als einen der würdigsten Männer für den Präsidentenstuhl erscheinen. Nun hat der Tod Ferrys ollen diesen auf den großen Staatsmann gesetzten Hoffnungen ein Ende gemacht, und wer nunmehr die französische Republik aus ihren mancherlei Nöthen erlösen wird, das bleibt für die Franzosen die eigentliche Preisfrage der »Zukunft. — Nach den neuesten Bestimmungen sollte die Beisetzung der Leiche Ferrys am Mittwoch in Foncharupt in den Vogesen, wo Ferry in den letzten Jahren häufig Auf. enthalt genommen batte, erfolgen.
Richter (dsr.): Die Offerte an Boulanger stehe in Parallele zu den Aufträgen Rußlands an die Firma Schichau. Solche große Firmen könnten nur durch große Lieferungen an daS Ausland bestehen. Von dem, waS Ahlwardt hier vorgebrachL sei das Gegentheil bewiesen. Die Firma Lowe habe die wegen Diebstahls, Betrugs und Unterschlagung bestraften Kronzeugen Ahlward.8 »urückaewtesen, als sie Geld haben wollten, daraufhin seien sie zu Ahlwardt gegangen. Auch Herr Krähahn sei hier genannt worden. Nach dem Proceß habe ihn (Redner) eines Tages auf der Friedrichstraße ein Mann mit den Worten ang.sprochen: " Krähahn.
ich will den Ahlwardt entlarven." Das sei nun derselbe Mann, auf den sich Ablwardt berufe! Ahlwardt habe auch den Grasen Hohewhal wieder angeführt: dieser habe aber vor Gericht selbst erklärt, er wisse absolut nicht mehr, um was es sich bei dem von ldm gehörten Gespräch gehandelt habe; Ahlwaid verwirre die Dinge, ob absichtlich oder aus Natura,ilage. wisse er nicht. Seine Ausführungen erkläiten sich auch nicht aus seinem Fanatismus gegen die Juden. Der Gerichtshof habe sein Urtheil dahin zusammengefaßt, daß der Angeklagte gewerbsmäßig beleidige. Er könne dieses Urtheil nur uni er- schreiben. Man müsse den Mann vor der Ocffentlichkett unschädlich '"°^Aba. Ahlwardt: Der Reichskanzler habe in seiner Erwiderung gegen ihn eine eigenthumliche Logik bewiesen, die er nicht et er Mr en
wolle, zumal wenn er denke, wer vor dem Grafen Caprivi auf jenem Platze gesessen. Der Reichskanzler berufe sich firner: auf den sächsischen Kriegsminister; aber gegen die Stugen des Reichskanzlers standen die Zeugen Redners. Wenn von 1OOO Awehren 625 zerspringen, seien die Gewehre doch nicht gut. Die jSchichaul schen Lieferungen seien mit der Löwe'schen Offerte an Boulanger nicht zu vergleichen. Boulanger habe die Offerte wohl nur "bgelehnt, weil er gewußt, wie schlecht die Lowe'icherl Gewehre seien. Er habe bet seinem Vorgehen Lowe und andere Leute nicht beleidigen wollen; seine Absicht war, dem Staate zu nutzen. Es sei vor Gericht fest- gestellt, daß es Oberstlieutenant Kühne nur darum zu bun war, Gewehre abzuliefern; wie sie abgeliefert würben, war ihm gleichgültig. Von Fanatismus sei er frei; er fei aber der Ansicht, daß das einzig Richtige die schnellste Trennung der beiden ^''jt&mtaift« Sattenborn stellt einige Slnietangaben Ahlwarbts richtig. _ .
Sächs. Militärbevollmächtigter ©eneralmajor Sch lieben. Es sei auf die Erklärung Bezug genommen, die er («ebner) f. Z- über die Löwc'ichen Gewehre abgegeben habe. Diese Erklärung sei auf ganz eingehende und sorgsame Ermittelungen begründet gewesen, an deren Richtigkeit kein Zweifel aufkommen,könne. In der Zwstchm' zeit fei nichts eingetreten, was jene Erklärung mobiftclren konnte.
Abg. Liebermann von Sonnenberg (Antis.): Er sei von vornherein ein Gegner Ablwardts gewesen und bedaure nur daß die Staatsbehörden nickt rascher vorgegangen seien und sowohl den Bersasser der „Judenflinten" wie die Herren Löwe und Kubne in Untersuckungsbaft genommen haben (Heiterkeit), dadurch wäre die Aufklärung schneller herbeiqeführt worden. Mit der ersten Erklärung des Krtegsministers sei für ihn die Angelegenheit erledigt flemefen. Bedauerlich sei, daß am Tage der Interpellation Marquardfen die Interpellanten mit Herrn Löwe im Foyer des Haukes freundschaftlich verkehrten. Das habe ein falsches Bild abgegebm. Ueber die Boulanaer-Affaire denke er anders als Richter, ber für eine constr- vative Firma sich gewiß nicht so ins Zeug gelegt haben' wurde. Die Vorkommnisse in der Löwe'schen Fabrik zeugten Ebenfalls von mangelnder Aufsicht. Ihm sei eine Thatsache mit Bezug auf Infanteriewaffen bekannt geworden, die er an zuständiger Stelle - tbeilen werde; die Heeresverwaltung werde dann sagen, einmal mtt
Abg. V^Buhl^natl.) weist die Annahme zurück, al8 sei die 3ntCrÄÄ. k°tt!n°b°r'n"°-r°°b-tdi-mmtärocrwaltung gegen den Vorwurf der Verschleppung.
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-b- stch Molt üb« Schwi-rigkrit-n d« tannen 8m. Jur* Actionen nach Auswärts hinwegzuhelfen versucht. Rußland sei keineswegs ungefährlich; wenn es auch nach oben hin corrumpirt.sei, so itiae das russische Volk Symptome der Gesundung, habe es doch Schritte gethan, um sich von dem parasitischen Volksstamm zu befreien. Die allgemeine Wehrpflicht sei ungerecht, förmige sie gleichmäßig geübt werde. Er trete ruhig vor seine Wähler und erklär?: wir stimmen für die Mtlitärvorlage mit der Erhöhung der Friedenspräsenz, aber allerdings nicht für die v°^eschlagene Art der Kostendeckung. Die Schnapssteuer treffe vorwiegend den Netnm Mann und der Trunksucht werde durch dieselbe nicht vor gebeugt. Aehnlich liege die Sache hinsichtlich der Biersteuer. Die Unzufriedenheit im Volke, von der man sprecke, habe ihren Grund dar^, daß es von einer fremden Nation ausgesog«r werde. Man wda» «uch, aber man wage es nicht zuzugeben. Das von Liebknecht empfohlene Miltzsystem sei das schlechteste für das Volk. Er habe es als gemeiner Soldat im Kriege gegen Frankreich kennen gelernt. Die rr- reflularen Truppen hätten da stets die größten Verluste gehabt. Er komme zu etwas Anderem. (Lachen. Zwischenruf. Der P^ffdeiit ruft den Nufer zur Ordnung.) Er habe, als das eiste Male hier sprach, den vom Reichskanzler gegen ihn erhobenen Vorwurf der Verleumdung zurückgewlesen.. Im sranzost chm Kriege habe er eine französische Truppe gesehen, Die durch Ichleckte Stresel fast weynos gemacht war. Die eingelegten Pappfohlen waren im Regen' aufge- weicht. Die Stiefel waren von einer jüdischen Firma geliefert. Wie die jüdischen Firmen es verstehen, Lieferungen zu erhalten, ! habe man ja bei den Zahlmeisterprocessen g-sehm. Unsere miUtärvchen
Bestellungen fielen fast alle den Juden zu. Bezüglich der Lowe schen Waffenlieferungen lägen die eidesstattlichen Aussagen hurrderter von
Die dem verewtaten isstaatemanne ovn ucn tuiuumt I Arbeitern vor. Unter bei Hunderten von Zeugen m ö eh 0 Parteirichtungen fast ausnahmslos Sewidm^ten ehrenv^ b^unbert^ion 3eu^n”^roceft gegen 'einige Sachver- - ' c- in SHrnnFreidi attfeitta fühlt, I 0» v aufkommen können. Durch die Zeugenaussagen habe
sich berausgestellt, daß die Läufe zur Hälfte gedruckt worden seien, ferner, daß ein Theil derselben bereits von der italienischen Regierung zurückgewiesen war. Der Kriegsminister habe das zwar beftdtten, aber er habe sich darin geirrt. Auch die Firma Koppel in Solingen habe eine Erklärung erlassen. Die Sache liegt so, daß Koppel eine Fabrik besitzt und in einer anderen, einer Actien-Fabrik, der ausschlaggebende Factor ist. Die letztere habe die Laufe hergest-llt, welche die italienische Regierung zurückwies. Die Läufe lagerten längere Zett in Jassy und gingen bann nach Suhl, von wo sie Lowe bezog. Löwe hat selbst beeidet, einen Thell der Laufe aus Spandau, den andern aus Suhl bezogen za haben. Lowe habe auch beschworen, die Kosten von der Regierung erhalten »u baden, wahrerid ein von ihm unterschriebener Contract das Gegentheil beweise. Es st» also ein offenbarer Meineid geleistet worden und die Staatsanwaltschaft hätte längst einfchreiten müssen. (Vicepräsident Graf v. Ballestrem ruft den Redner zur Ordnung, weil er einen außerhalb des Hauses Stehenden, der sich hier nicht vertheidigen könne, des Meineids^bezichtige). Redner fragt den Kriegsmr-.rster, was aus stimr im Verlaufe des Proceffes gemachten Anzeige geworden sei, daß alle H.eb- und Stichwaffen aus schlechtestem Bessemerstabl hergestellt werben. Sm Prozeß fei festgcstellt, daß die Läufe derart geschmirgelt wurden, daß Metallverlust eintrat; daß ein zweiter Balancier zum Bohren ongewendet wurde, daß eine Anzahl Kolbm geleimt worden seien, daß die Revision mangelhaft war. Bei einer ^°'°^o^ubung seien von 1OOO Gewehren 625 unbrauchbar geworden. Die Militärverwaltung habe es zu verhüten gewußt, daß in dem Proceffe die- i-niaen als Reuflen vernommen wurden, welche die Gewehre bei den Hebungen probirt haben. Einen Vorwurf erhebe er speciell gegen dm Kriegsminister. Graf Hohenthal habe auf Grund einer Unter: Haltung, die er in einem Restaurant angehort, eine Anz ge bet der Militärverwaltung gemacht und der Minister bade diese Anzeige nicht an Se. Majestät den Kaiser weiter gebracht; aud) habe er bte Vernebmung des Generals, der die Meldung de^ Grafen Hohenthal entgeamgenommen, vereitelt. In dem Proceffe sei ferner nachgewiesen, daß gegen die Abmachung schwedisches Ersen verwendet wurde, daß den Sachverständigen mit Frühstück aufgewartet wurde u. s. w Bezeichnend für das Jntereffe Löwes an der deutschen Armee sei auch die Offerte an Boulanger. Von den Zeugen gegen Lowe bekomme keiner in Berlm mehr Arbeit; einer hab- sick vorgestern deshalb aufuebängt, er beißt Paul von ötube. Alle Zeugen, die etwas Ernsthaftes gegen Löwe ausfagm wollten, seien weggeschafft worden Er erinnere an Krähahn. Der Proceß «n Zusammm- sv'el von Dingen hinten herum, ein Hohn auf die Gerechtigkeit ! gewesen (Präsident o. Levetzow erklärt diese Aeußerung für unzu-
115160’153.80
Sei
Deutsches Reich. I Deutscher Reichstag.
Berlin, 19. März. DaS Deutsche Kaiserpaar 71 Sitzung. Montag, 20. Marz 1893.
statten. Bei dem eigenartigen Verhältnisse aber, das zwischen ^g. Liebknecht (Soc.): Auf einen Punkt fei vor Allem das dem italienischen Hofe und dem Vatican besteht, ist die Rege- Augenmerk zu richten: auf den Militarismus. 3«etoeffletUwoife lun8 d.s Kmmonlea« bei d-m Empsang her d-u. ch-n
M°i-stä«n feilens de- Papstes schwieriger Natur und es dSnge^die^MUULw^I^^ Die Enlfcheidung h-lte
begreift sich daher, wenn die hierüber eingeletteten dtplo- erftcn Tage gefällt werden können; statt besten.fei sie bis jetzt matischen Verhandlungen noch nicht zum Abschluß gelangt verzögert worden, ,o daß noch Spielraum für Compromisse ge-
sind? UebrigenS fall "der Besuch des Kaisers und der stai erm sch-st-n sed Einen «ri^n°^»°-i,Fr-'-n,h°b-
im Vatican erst nach der Rückkehr von dem projeettrten Aus- i Frankreich sei durch innere Wirren lahm gelegt, namentlich
fluge der deutschen Majestäten nach Neapel stattfinden. durch den Panamascandal. Die Militäroorlage nütze die deutsche
— Dem Reichstage ist der angekündigte Antrag des Wehrkraft nur zur Hälfte aus bei Kosten, welche das deutsche Volk
Abgeordneten b. Friesen In Beweff der jüdischen Ein- E tt.^.»nne. Man,solle
Wanderung in etwas veränderter Fastung nunmehr zu- MMarismus und der modernen Weltanschauung sei btt der gegangen. Der Antrag lautet dahin, es sollen bte verbün- Debatte über die Mtlitär-Justtzpflege klar zu Tage getreten. Er erdeten Regierungen um Vorlage eines Gesetzentwurfes ersucht neuere hiermit den Protest gegen diesen Militarismus. Das deutsche werden, U weichem J-raelsten die nicht Reichsangehdrige Vott sch- der MiMärooAe^in^entschi.d^ entgegen ^und sind, die Einwanderung über die Reichsgrenzen 5U untersagen y^nichtete" Soctaldemokratle hier wieder erscheinen werde.
ist. Der Antrag Friesen kann in Hinblick auf die geschaft- " A Ml warbt (Antisem.) hält die Lage des Vaterlandes licke Laae im Reichstage erst nach Ostern zur Erörterung durchaus nicht für so gefahrlos, wie Liebknecht. Gerade Frankreich gelangens wenn es eben angesichts der Möglichkeit einer ' der inneren Lage durch
ReichstagSauflösung überhaupt noch zu einer Besprechung


