Ausgabe 
21.11.1893 Erstes Blatt
 
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Bekanntmachung

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H. C. Werner.

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Gnauth.

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Anerkannt ante Qualitäten.

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1 Sopha, 1 ovaler Tisch, 1 Kleiber- schrark, 2 Regulateure, 1 Consol, 5 Bilder, 1 viereckiger Tisch, 1 voll« ständige- Bett, 6 Ladenreale, 1 Ladentheke, 1 Durchnähmaschine, 1 Stanzmaschine, 30 Stanz, messer, 1 Steppmaschine, 25 Guß­leisten, eine Anzahl ältere Haus, geräthe u- a. m.

Die Versteigerung findet ganz be­stimmt statt.

Geitzler, Gerichtsvollzieher.

3» Berlin gegen die Schaffner Wolter und Wermuth löffnct. Der Criminal. Commissar Zillmann, welcher von 'einer Behörde damit betraut war, die Durchstechereien der Schaffner bei der genannten Bahn zu enthüllen, hatte sich u Stettin eine Fahrkarte dritter Wagenklaffe nach Berlin gelöst und begab sich damit, ohne sie jedoch vorzuzeigen, auf den Bahnsteig, wo er den Schaffner Wermuth fragte, ob er nach Berlin fahre. Wermuth wteö ihn an Wolter, der dem Commrssar das Anerbieten machte, auf eine Fahrkarte mitzu- sahren, die er ihm geben würde. Als Wermuth merkte, daß sein College mit einem Herrn in eifrigem Gespräche be­griffen war, gab er Wolrer eine Rückfahrkarte, die noch mehrere Tage Giltigkeit hatte. Obgleich auf der Fahrkarte

bt.züglich der Stimmfähigkeit bei der Wahl der Stadtverordneten hiermit bekannt gemacht.

Der Voranschlag der Gemeinde Langd für 1894/95 liegt o-om 21. November d. I. an acht Tage lang auf dem Bürgermeisterei- Bureau dahier zur Einsicht der Betheiligten offen.

Langd, den 18. November 1893.

Groß herzogliche Bürgermeisterei Steinbach. Kramer.

Großherzogliche Bürgermeisterei Treis a. Lda. Benner.

Stimmfähig sind:

1) alle in der Gemeinde wohnenden Ortsbürger,

2) alle männlichen Einwohner, welche die deutsche Reichsangehörigkeit besitzen, unter Ausschluß der bayerischen Staatsangehörigen und derjenigen von Elsaß-Lothringen, weil dorten das Reichsgesetz vom 6. Juni 1870 nicht eingeführt ist und seit zwei Jahren ihren Unterstützungswohnsitz in der Gemeinde erworben haben, jedoch unter der Voraussetzung, daß sie zur Zeit der Wahl 25 Jahre alt und vom 1. April des dem Rechnungsjahre, in welchem die Wahl statt- findet, vorhergehenden Jahres an in der Gemeinde communalsteuer« pflichtig sind.

Die Stimmberechtigung jedes der unter 2) bezeichneten Stimmfähigen ist davon abhängig, daß derselbe spätestens vor dem Schluß des Jahres, das dem Jahre, in welchem die Wahl stattfindet, vorhergegangen ist, bei dem Bürgermeister in dessen Amtslocal die mündliche Erklärung abgegeben hall, daß er sein Stimmrecht in Anspruch nehme, wobei er auch gleichzeitig Jcchr und Tag seiner Geburt, den Tag, seit welchem er in der Gemeinde wohnt und den Zeitpunkt, seit welchem er communalsteuerpflichtig ist, an- zugeben und auf Erfordern nachzuweisen hat.

Stimmfähige der oben bezeichneten Art, welche die Abgabe dieser Erklärung bis zum 31. December d. Js. unterlassen, können bei einer im Laufe des Jahres 1894 nothwendig werdenden Wahl zur Stadtver- ocdneteN'Verfammlung oder bei einer solchen Wahl, für welche die Stimm­berechtigung durch die Stimmberechtigung zur Stadtverordnetenwahl bedingt ist, kein Stimmrecht in Anspruch nehmen.

Die Abgabe der Erklärung hat auf unserem Amtszimmer Nr. 15 im 2. Stock des Bürgermeistereigebäudes zu erfolgen.

Gießen, den 17. November 1893.

Großh. Bürgermeisterei Gießen.

Kesselbach, am 18. November 1893.

Großherzogliche Bürgermeisterei Kesselbach.

Stein.

Verkehr, Cattö» unö Volkswirthschaft.

Grünberg, 18. Novbr. Fruchtpreise. Wetzen JL 14,90, Korn X 13,90, Gerste vH. 13,30, Hafer vH. 16,90, Erbsen vH. 20,00, Linsen 34,00, Wicken Ji. 00,00, Lein vH. 00,00, Kartoffeln vH. 00,00, Samen vH. 00,00.

Großherzogliche Bürgermeisterei Langd. R o n t h a l e r.

ttniverfttäts - Nachrichten.

Berlin, 19. November. Ein neuerRectormantel" soll dem­nächst in Bestellung gegeben werden. Der bisherige Rectormantel der hiesigen Universität, der s. Z. 1600 Mk. gekostet hat, ist nahezu zwei Decennien alt und für die Hoffeste nicht mehr recht geeignet. Die Kosten des neuen Mantels werden sich voraussichtlich noch höher stellen wie die bisherigen; ein vorläufiger Anschlag ist auf 2400 Mk. erfolgt, man wünscht jedoch, diese Summe um 400 Mk. herabsetzen zu können. Der neue Mantel soll möglichst schon füt die im Januar bevorstehenden Hoffestlichkeiten fertig gestellt sein.

(EfjampagnerRelTcrtien

Schloß Rheinberg, Geisenheim

Renommirte MarkenEitel Fritz und Rheinberg Gold"

für seinen Beruf Anregung durch den gegenseitigen Verkehr und die üblichen Borträge. DaS eigene stattliche Haus, Wil- Helmstraße 34, bietet eine einfache Vornehmheit in der Ein­richtung und dabei eine solche familiäre Gemüthlichkeit, daß eS allen Besuchern onbeimelt. Wir können nur jedem jungen Menschen, der nach Berlin geht, den Besuch dieses Hauses und seines Vereins wünschen. Er wird eS nicht bereuen, diesem Rathe zu folgen.

* Widerspruch. Nachtwächter (zu mehreren Studenten, die um Mitternacht laut lärmend das WirthshauS verlassen): Meine Herren, ich bitte jetzt bei Nacht mehr Ruhe an den Tag zu legen."

hervorragende Qualitäten.

Alleinige Vertretung für Gießen:

Carl Schwaab, ____________________________ Hoflieferant.

Gemäß Art. 13 der Städteordnung wird die nachstehende Bestimmung werden im Bieker'schen Saale Neu-

* l . ..... . - <- ' stadt versteigert:

Donnerstag, 23. Novbr., Nachmittag? 2 Uhr, versteigere ich in der Restauration Loth eine große Parthie Damenmäntel, Jacken, Hemden, Unterhosen, Strick- und andere Wolle, Kleiderstoffe und Verschiedenes.

Mittwoch d. 22. Novbr

Nachmittags 2 Uhr,

Bekanntmachung.

Der Voranschlag der Gemeinde Kesselbach pro 1894/95 liegt vom 22. d. Mts. an auf dem Bürgermeisterei-Bureau acht Tage lang zur Einsicht der Interessenten offen.

Bekanntmachung.

Der Voranschlag der Gemeinde Treis a. Lda. pro 1894/95 liegt vom 22. November 1893 an 8 Tage lang auf dem hiesigen Bürger- meisterei-Büreau zur Einsicht aller Interessenten offen.

Treis a. Lda., den 20. November 1893.

Fritz Nowack, Gießen,

«Peeial-Geschäft für

Braut-Ausstattungen

Sier, Butter, Limburger, Hand- u. Schweizerkäse.

9608 J. M. Schalhof.

Der Voranschlag der Gemeinde Steinbach für 1894/95 liügt vom 20. November d. I. an acht Tage lang zur Einsicht sämmtlicher Betheiligten in dem Geschästslocal des Unterzeichneten offen.

Steinbach, den 18. November 1893.

Kegen VnöMWr;' ranzirhnng eines \t ' t Grotzh. Ober-Ech,^ Miene-Brigade Sc'cr.: er Journals" gehül. ihm die iocrimiM icn und hiilt kD^ neideten StyM e an dem filM W anbtnuM tmbti. 3" 8obt#« en heute mmUn&tn In ersterer Serv­er neuzeivählte SnM »j, d-r »i- * kritisch bMttt. r neu gegen Me »J« xnza wieder |o M l beschrankt werden n

Literatur unb lütnft.

»Wiener ModeDas vierte Heft des 7. Jahrganges derWiener Mode" enthält eine große Anzahl Abbildungen von Wiener und Pariser Promenade- und Salontoilrtten, von Reit- und EiSlaufcostümen, sowie eine reiche Auswahl von zu Weihnachts­geschenken geeigneten Handarbeiten, ferner einen sehr interessanten culturgeschichtltchm Artikel von Jakob von Falke über den Knopf, Gedichte von Ludwig Fulda und Emilie Nittersbaus, die Porträts der Künstler und Künstlerinnen des Naimund-TheaterS, die Fort­setzung des Groller'schen Romancs, Graphologie, Räthsel u. s. w.

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zum Kaufe an. Commissar Zillmann erwarb die Karte, äihr damit nach Berlin und veranlaßte hier die Verhaftung . der beiden Schaffner. Sie legten ein offenes Geständniß ab. . Wermuth behauptete, die betreffende Fahrkarte vorher in einem Eisenbahnwagen gefunden zu haben, was ihm nicht widerlegt werden konnte. Der Staatsanwalt billigte den Angeklagten, welche aus der Untersuchungshaft vorgeführt i wurden, mildernde Umstände zu und beantragte eine Gesängniß- 7 strafe von je sieben Monaten. Der Gerichtshof zog in Be­tracht, daß die Angeklagten eine lange, unbescholtene Dienst- ,J zeit hinter sich haben, und erkannte auf je vier Monate Ge- Visongniß, auf die Unfähigkeit der Bekleidung eines öffentlichen Ämtes auf je ein Jahr und Einziehung der unrechtmäßig , erworbenen fünf Mark zu Gunsten des Staates.

* Einer der größten christlichen Vereine ist der christliche Verein junger Männer in Berlin. Er zählt 1256 Mitglieder. Der abendliche Verkehr des letzten Jahres betrug im Durch­schnitt 256. Der Verein hat ein Lesezimmer mit etwa 75 Zeitungen und eine Bibliothek von 4272 Bänden. Er ertheilt Unterricht in Sprachen, Gesang, Turnen, vermittelt Stellen und bietet WohnungSnachweis. In dem Verein ver­kehren junge Männer aus allen Ständen: Studenten, Kauf­leute, Handwerker, Arbeiter, junge Beamte. Jeder findet

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Fischbach, Otto Schaaf, Gustav Walter, Mäusburg 13.

aufgedruckt war, daß sie nicht übertragbar wäre, bot Wolter sie doch dem Criminal-Commissar zum Preise von fünf Mark

Preis per Heft 50 Pf. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen, sowie durch die Administration, Wien, IX., Türkenstraße 5.

eoKdion Harilebe«. Vierzehniägig wird ein Band ausgegeben: Preis des Bandes eleg. geb. 75 Pf. Pränumeration für ein Jahr (26 Bände) 19 Mk. A. Hartlebens Verlag, Wien). Don dieser so schnell beliebt gewordenen Sammlung deutscher und ausländischer Romane liegen nun auch Band 6 bis 9 des zweiten Jahrganges vor, welche Deutschland, Frankreich, Italien und Polen in ihren hervorragendsten Autoren vertreten. Ein intrreffantrs Buch auf schönem Papier, angenehm gedruckt und geschmackvoll gebunden für weniges Geld sein Eigen nennen zu können ist eine Errungen­schaft, aus die wir stolz sein dürfen und für die wir dem unter­nehmenden Verleger Dank wissen, indem wir diese vorzügliche Aus­wahl guter und billiger Romane bestens empfehlen. Das Pro­gramm des zweiten Jahrganges derCollection Hartleben" umfaße folgende Werke: Bd. IIII. KrazeSwSkt, Am Hofe August des Starken (Gräfin Cosel). VI. Rovetta, Der erste Liebhaber. VVI. Delpit, Theresine. XII. Rosegger, Streit und Sieg. VIII. Dumas' Sohn, Diana de LyS. IX.XI. Herloßsobn, Wallensteins erste Liebe. XII. Besozzt, Späte Einsicht. XIII und XIV. Sue, Kinder der Liebe. - XV. Degrö, Blaues Blut. XVI und XVII. Sand, Bekenntnisse eines jungen Mädchens. XXIII-XX. Bell, Die Waise aus Lowood. - XXI und XXII. Flaubert, Med. Bovaiy. - XXIII. GaSkel, Eine Nacht. XXIVXXVI. Dumas, Ter Chevalier von Matson Rouge. Auch der erste Jahrgang derCollection Hartleben" ist noch (tn 26 Bänden) beliebig zu haben.

- Tic Allgemeine Bersorgnngs-Ansiatt in Karlsruhe hat, gleich einigen anderen Gelellschasleu, im Anschlüsse an die Lebens­versicherung eine JnvalidttLtSverficherung etngesührt, mittelst deren die Lebensveisicherten gegen mäßige Zusatzprämien sich für den Fall ihrer durch Krankheit oder Körperverletzung verursachten Er­werbsunfähigkeit die Freiheit von weiterer Prämienzahlung sichern können. Der Prospect spricht die Hoffnung aus, daß die neue Einrichtung manchem sorglichen und vorsichtigen Manne den Entschluß, sein Leben zu versichern, erleichtern und io dazu beitragen werde, der Lebensversicherung immer neue Freunde zu gewinnen.__

- WeliauSfiellnng in «hteago. Wie wir vernehmen, hat das Haus Nestld in Bevey für seine beiden Producte, Kinder- mehl und eondenfirie Milch die Medaille mit dem D'plom, die höchste Auszeichnung, die verliehen worden, erhalten. Es sind diesem Hause nun schon 40 Auszeichnungen dieser Art, worunter 14 Ehren­diplome und 18 goldene Medaillen, zu Thetl geworden. Mit Vergnügen constattren wir diesen neuen Beweis von der Vorzüglichkeit der Nestlü'schen Producte!, die sich übrigens schon seit langer Zeit eines ausgezeichneten Rufes erfreuen.

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Flur I Nr. 99</ioo - 195 qm Gras- ?arten auf dem Reichensand und n den Wallgärten,

Flur I Nr. 99M/ioo 493 qm Hofraithe daselbst

öffentlich meistbietend versteigert werden- Gießen, 20. November 1893.

Großh. Ortsgericht Gießen.

I. A-: Vo-t. 9665