Ausgabe 
21.11.1893 Erstes Blatt
 
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CocaUs und Provinzieller.

iefcen, 20. November 1893.

Aus dem Zufti-dierrst. Seine Königliche Hoheit der roß Herzog haben Allergnädigst geruht: am 18. November den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Gießen Wilhelm Wehner zum Oberamtsrichter bei dem Amtsgericht Lich, mit Wirkung vom 1. December 1893 an, zu ernennen.

Der Prinz hat eine zehntägige Srmeerrauer und eine dretßigtägige Trauer für das Alexander«Regiment ange- ordnet.

I ** LHftr»,»fest der KreimUlige, S.il'sche» -e-enoehr. Unter zahlreicher Betheiligung ihrer Mitglieder and der ein- geladcnen Festgäste feierte am SamStag Abend die Frei, willige Gail'fche Feuerwehr im Saale des Lass Leib ihr 38. Stiftungsfest. Der erste Hauptmann, Herr Martin LooS, begrüßte die Erschienenen und verbreitete sich in längerer Rede über den Zweck und den Nutzen der Feuer- wehren im Allgemeinen, ging sodann auf die Gründung des CorpS ein, wobei er die demselben vom Hause Gail stets erwiesene Sympathie hervorhob, und schloß mit einem Hoch auf die Firma Gg. Ph. Gail. Sine sich an die Festrede anschließende poetische Widmung fand sehr beifällige Auf­nahme. DaS hierauf folgende Theaterstück (»Zwei vom Ballet" oderIhre Familie"), auSgeführr vom Personal deS Neuen Theaters, ging sehr gut von Statten und ernteten die Darsteller reichen Beifall. Ein von Mitgliedern deS Corps ausgeführtes komisches Terzett bildete den Schluß des Programms, dem sich ein Tanzvergnügen anschloß, welches die Theilnehmer bis zur Morgenstunde zusammenhielt. Ein am Sonntag Nachmittag stattgefundener Ausflug bildete den Schluß des in jeder Beziehung recht schön verlaufenen Festes. Die bei dem Stiftungsfeste zum ersten Male in Gebrauch genommenen neuen UniformSröcke fanden allgemeinen Beifall und wurde sich über deren einfache und doch geschmackvolle Ausführung sehr anerkennend geäußert.

** Bortrag. Die Abheilung Gießen der deutschen Colonial-Gesellschaft hat Herrn Dr. v. Pflugk.Harttung, Universitätsprofessor und Geh. Staatsarchivar zu Berlin, veranlaßt, hier einen Dortrag zu halten. Herr v. Pflugk- Harttung wird am 5. December über Entdeckung, Eroberung und Eolonisirung Amerikas sprechen.

** Cnrenllllttgea. Seine Königliche Hoheit der

I Herzog haben Allergnädigst geruht: am 11. Äo^ebc I dem Lehrer an dem Gymnasium zu Mainz Dr. Alexente- I Drescher, dem Lehrer an dem Realgymnasium und tat I Realschule zu Mainz Robert Weihrauch, dem Lehrers | dem Gymnasium und der Realschule zu WormS Dr. 3<M | Nover, dem Lehrer an dem Gymnasium und derRealschch | zu WormS Dr. August Weckerling, dem Lehrer an d, I Realgymnasium zu Darmstadt Philipp Wagner, dem Lehm I Qn dem Realgymnasium zu Darmstadt Dr. Philipp Hängte, I dem Lehrer an dem Realgymnasium und der Realschule.. | Mainz Dr. Edmund Körner, dem Lehrer an dem Gymaa^m zu Mainz Dr. Moritz Munier, dem Lehrer an dem »6B, j "asium zu BenSheim Dr. Joseph Kiefser, dem Lehrer u I dem Gymnasium zu BenSheim Dr. Peter Hacling, trr. | Lehrer an dem Gymnasium und der Realschule zu Cfknb:i Heinrich Maul, dem Lehrer an dem Neuen Gymnasium tu Darmstadt Rudolf Trümperr, dem Lehrer an dem Gv«. nasium und der Realschule zu Offenbach Ferdinand Dreher, dem Lehrer an dem Realgymnasium und der Realschule ;.i Mainz Dr. Conrad Schäfer, dem Lehrer an dem Gymnasium und der Realschule zu WormS Dr. Franz Staudinger, dem Lehrer an dem Neuen Gymnasium zu Darmstadt Dr. Theodor Goldmann, dem Lehrer an dem Gymnasium zu Büdingen Eugen Kölsch, dem Lehrer an dem Gymnasium zu BenSheim Gustav Michael S o m m e r, dem Lehrer an tue Neuen Gymnasium zu Darmstadt Dr. Gustav Forbaß, dem Lehrer an dem Realgymnasium und der Realschule /o Mainz Dr. Bernhard Schädel, dem Lehrer an dem Reuen Gymnasium zu Darmstadt Dr. Wilhelm Nehmeyer, dem Lehrer an dem Schullehrerseminar zu Friedberg Dr. Atam Heid, dem Lehrer an dem Schullehrerseminar zu BenSheim Wilhelm Fl eg le r und dem Lehrer an der höheren Madchcn- schule zu Offenbach Karl Weckerltng den Characier als Professor zu verleihen.

Mainz, 19. November. Wegen Deröffentlichung einer Mittheilung über die angebliche Heranziehung eine» schwint süchtigen Soldaten hat die Großh. Ober-Ersatz-Som» Mission im Bezirke der 50. Infanterie-Brigade Stra'antrag gegen den Redacteur des .Mainzer Journals" gestellt. V.r das beklagte Blatt mittheilt, ist ihm die incriminirte NaL- richt von einem Arzte zugekommen und hält dasselbe auch heute noch die Richtigkeit der gemeldeten Thatsache aufrecht. Termin zur Verhandlung der Klage an dem hiesigen Schöffe»- gericht ist auf den 23. December anberaum».

A Aus Rheinhessen, 19. November. In Vodeaßeim und Nteder-Jngelheim fanden heute Nachmittag sehr zahlreich besuchte Protestversammlungen gegen die projectirte Reichsweinsteuer statt. In ersterer versammltwß sprach unter lebhaftem Beifall der neugewählte Eentrumi- abgeordnete Dr. Schmitt von Mainz, der die gefammta Schattenseiten des Gesetzentwurfs kritisch beleuchtete. Veite Versammlungen nahmen Resolutionen gegen die Steuer eu In WormS tritt die Influenza wieder so stark «f, daß der Unterricht in den Schulen beschränkt werden muhte.

Vermochte*.

* Beno, 17. November. Gestern Abend überfiel ein elegant gekleideter Mann aus offener Straße ein fiebzet- jährige» Mädchen in höchst unsittlicher Weise. Tal junge Mädchen setzte dem Fremden energischen Widerstand entgegen, worauf derselbe einen Dolch zog und das Mädstea erstach. Seiner Verfolgung entzog er sich durch schleum.e Flucht.

* Breilao, 18. November. Bei einer Revision Bahnhof-kaffe zu Waldenburg wurde da- Fehlen -eher Geldbeträge constatirr. Der BahnhofSinspector Hemoann wurde sofort verhaftet, demselben gelang eS aber, sit einem unbewachten Momente durch einen Revolverschoß iu tödteo.

Freiburg i. B., 18. November. Der in Jhringea ansässige pracrische Arzt Schelldorf hat in trunkrnem 3»» stände seine ihm vor Kurzem angetraute junge Frau ver­giftet. Im Augenblicke, al- der Unmrn ct seinem Opfer noch den HalS abzuschneiden versuchte, wurde er überrascht und verhaftet.

Tie Reihe der Prozesse gegen -ogetreee Lchafiuer der Stettiner Eisenbahn wurde am Donnerstag mit einer Ver­handlung vor der neunten Strafkammer de- Landgericht- I

Erhöhung der tzußwaarenpreife. Wie derDarmst. Ztg." von hier rnitgetheilt wird, hat die am 17. d. MtS. f)ier unter dem Vorsitze des Geheimen CommerzienrathS Buderus versammelte Hessen-N assauische Gruppe deS Vereins deutscher Eisengießereien beschloffcn, einen Pr e iSau f sch l a g von 2 Mk. für 100 Kg. auf sämmt» liche Gußwaaren eintreten zu lasten.

* Das Wetterhäuschen an der Südanlage wurde in der Nacht vom SamStag zum Sonntag abermals erbrochen und daraus ein Barometer entwendet. Sollte man es hier nicht etwa bloS mit rohen Bubenstreichen zu thun haben?

Entdeckter Dieb. Vor einigen Tagen ist der Dieb, welcher kürzlich hier nächtlich aus einer Studentenkneipe ein rnedicinisches Besteck nebst diversen Kleidungsstücken entwendete, auf der Herberge in Aschaffenburg verhaftet und das Besteck wieder zur Stelle gebracht worden. Dem die Herberge revi- direnden Gensdarmen hatte der Gauner, welcher zur Zeit des Diebstahls hier durchgereist, zunächst gesagt, er habe das werthvolle Besteck als Andenken von seinem Bruder erhalten, besann sich aber auf dem Wege zum Haftlocale eines Besteren und gab an, dasselbe von eirem gewissen Sturm gekauft zu haben.

* Mißhandlung. Am vergangenen Samstag mißhandelte j der Zuhälter einer hiesigen, von ihrem Manne getrennt lebenden Taglöhneröfrau ein derselben gehöriges ö1/« Jahre ! altes Kind derart, daß daS arme Geschöpf infolge der am Gesicht und anderen Körpertheilen mit Blut unterlaufenen I und geschwollenen Stellen in ärztliche Behandlung gegeben | werden mußte. Gegen den Thäter wurde Anzeige wegen Körperverletzung erhoben.

* Wegen Trunkenheit mußte in vergangener Nacht ein Frauenzimmer auS einem Tanzlocale an der Frankfurterstraße in das Haftlocal abgeführt werden. Das Frauenzimmer hatte sich im Locale derart unanständig benommen, daß eS hinausgewiesen wurde, worauf eS auf der Straße einen Heidenlärm verübte.

* Baumfrevel. Auf der nach Heuchelheim führenden I Straße wurden in der Nacht vom 18. auf den 19. d. MtS. I von 17 jungen Obstbäumchen die Kronen abgebrochen.!

* * Witterung. In vergangener Nacht hat eS bei ver- I Kältnißmäßig milder Temperatur geschneit. Auf den ! Straßen war allerdings der Aufenthalt deS Schnees nicht | von Dauer, dagegen zeigten die Dächer das winterliche Weiß. I

** Nach den Jahresberichten für 1892 gehören dem I Verband der hessischen landwirlhschaftlichen Genossenschaften zur I Zeit 385 Genossenschaften an und zwar: 1 Genossenschaft-- j bank, 1 CentraleinkaufSgenossenschast, 238 Spar- und Dar- I lehnSkassen, 123 Rohstoffgenossenschaften (Consumvereine), I 16 Molkereigenossenschaften und 6 sonstige landwirthschast- I liche Genossenschaften mit zusammen über 30,000 Mitgliedern. I Der Kassenumsatz bezifferte sich in 1892 bei I 226 DarlehnSkaffen auf 43,3 Millionen Mk. gegen 34,8 Mill. I im Vorjahre. Der Gesammtumsatz der DarlehnSkasien nach I Rechnungsrubriken zusammengestellt, wird auf rund 180 Mill. I Mark angegeben. An Spareinlagen wurden in 1892 I eingezahlt 6 Millionen, zurückgezahlt 4 Millionen Mark, so- I mit Zuwachs 2 Millionen Mark. Die Ausleihungen! gegen Schuldschein und auf laufende Rechnung bezifferten sich I auf 7,8 Millionen Mark, die Rückzahlungen bterauf auf I 7,3 Millionen Mk. An Kaufschillingen wurden über» I nommen für 2,7 Millionen Mark. ES betrugen Ende 1892 I die Gesammt-Activa 23,7 Millionen Mark, darunter I Gesammt AuSstände 20,5 Millionen Mark. DaS fremde I Capital, bestehend in Spareinlagen und Einlagen in I laufender Rechnung von Genossen rc., hatte Ende 1892 eine I Höhe von 21,8 Millionen Mark erreicht. Die Geschäfts» I guthaben der Genossen beliefen sich auf 1 Million Mark, I die Reservefonds, einschließlich der Betriebsrücklagen, auf | 461,000 Mk. Nach Abzug der 112,000 Mk. betragenden VcrwaltnngSkosten ergab sich ein Gew i nn ü b ers ch u ß von I 149,000 Mk. DaS gesammte eigene Vermögen der! DarlehnSkasien deS Verbandes hatte Ende 1892 die Summe I von 1,5 Mill. Mk. erreicht. Die dem Verband in 1892 I angehörenden 115 Consumvereine hatten einen Gesammt I »Warenbezug von 2,2 Mill. Mk., wovon für 1,1 Mill. Mk. 1

Berlin, 20. November. DaS Präsidium des Reichs, tags wird heute von der Kaiserin Friedrich, morgen vom Kaiser empfangen.

Marseille, 20. November. Die Polizei nahm zahlreiche Haussuchungen vor. Zahlreiche Schriftstücke der Anar­chisten wurden beschlagnahmt und drei weitere auswärtige Anarchisten verhaftet.

-o- Lonceriverein. Zweites Concert (102. Vereins» lahr) unter Mitwirkung der Concertsängerin Frau Luise Geller auS Magdeburg. Drei Werke der Orchestermusik und die GesangSvorträge der Frau Geller bildeten das Pro- gramm des gestrigen ConcertS. Unter Leitung FelchnerS oer, als er an den Dirigentenpult trat, vom Publikum leb« W begrüßt wurde, gelangten Beethovens a-äur-Symphonie U"d d.e Ouvertüren zuRuy Blas" undFaniSka" zu treff» licher Ausführung. Besonders gut gelungen erschienen uns die beiden letzten Sätze der Symphonie. Frau Geller zeigte schon durch die Auswahl ihrer Lieder ihren guten musikalischen Geschmack- wie sie diese gesungen hat, läßt sich in einem Worte zusammenfassen: vortrefflich. Die Vorzüge ihres Gesanges zu schildern, ist unnöthig- das eben angeführte ^radikal, welches die strengste Kritik ihr beilegen muß, faßt sie alle tn sich. Durch den lebhaftesten Beifall ehrte das Publikum die Künstlerin, welche in liebenswürdiger Weise ihren Dank durch eine Zugabe (Wimerlied von v. Koß) zu erkennen gab, trotzdem sie im Laufe des Abends eine Arie (Hetl ge Quelle reiner Triebe" ausFigaros Hochzeit") und sieben Lieber, barunter recht lange, gesungen hatte. Herr Traut mann» Frankfurt begleitete die Gesänge in der ae- wohnten vorzüglichen Weise.

** Säagerkraoz, Abenbunierhaliuug, so lautete bic bc» f~ . fÜnnlc man sagen verkappte Einladung zum 30jährigen Stiftungsfest des genannten Vereins- Concert in Steins Garten, so sagten die Tageszeitungen in ihren Spalten. Letztere hatten recht, es war ein Concert, aber crftere hatten ebenfalls durchaus die Wahrheit gesagt, es war wirklich ein Abend angenehmster Unterhaltung. Schon der Anfang, die herrliche Ober on»Ouvertüre, vortrefflich unter KraußeS Leitung wiedergegeben, setzte die Zuhörer in die animirteste Stimmung, die nicht nur anhielt, sondern sich sogar noch steigerte. Ohne gegen die sonst noch gebotenen Leistungen ungerecht sein zu wollen, müssen wir bekennen, daß uns die Vorführung der Walpurgisnacht von Mendels­sohn am meisten interessirte, nicht allein darum, weil eS die größte und würdigste Aufgabe des Abends war, sondern vor allen Dingen, weil sich hiermit der Sängerkranz in eine Sphäre begab, in der er sich bisher nicht ober boch nur sporadisch bewegt hatte. ES' kam noch hinzu, daß sich der Verein, den wir wohl in dieser Beziehung als Neuling bezeichnen dürfen, eine Aufgabe stellte, die eingeschulten Kräften würdig gewesen wäre. Dieses immerhin kühne, gewagte Unternehmen ist wie wir hier gern bekunden wollen, geglückt. Der Thatkraft seines Dirigenten, der hingebenden Nachfolge der unermüdlichen Sängerinnen, Sänger und Orchester­mitglieder ist eS gelungen, eine große Aufgabe glücklich zu lösen. EL ist hier an dieser Stelle wohl angebracht, des ernsten Strebens des Dirigenten, Franz Bauer, zu gedenken- un» beschadet des Lobes, daS allen Mitwirkenden zukommt, müssen wir Ersteren besonders hervorheben. Herr Bauer ist ein Künstler, dem echtes Musikantenblut durch die Adern strömt und der trotz seines uerventödtenden Berufes als Musiklehrer sich die Freude an der Kunst gewahrt hat. ES ist ihm nun aber auch die Gabe verliehen, Andere mit zu begeistern, diese zu überzeugen, daß nur im VorwärtSstreben eine Pflege der Kunst liegt, jedes Stehenbleiben ein Zurückgehen bedeutet. Mögen seine Schaaren auch manchmal seufzen und murren, sie folgen doch, und darin liegt der Erfolg. Rach dieser Abschiveifung berichten wir weiter, daß sich auch die Soli in guten Händen befanden. Frau Balser-Land­mann fang die kleine Altparthic mit bekanntem Ge­schick und bewies uns, daß eine gute Sängerin auch eine kleine Stelle zur Geltung zu bringen weiß. Das Tenor» und Baß» solo hatten geschickte Dilettanten übernommen, die trotz der unglücklichen Akustik deS Saales ihre nicht leichte Aufgabe gewandt und glücklich lösten. Der Walpurgisnacht gingen vier Chorlieder für Männerstimmen voraus- zwei Kunstlieder mit Streichquartettbegleitung von Pache und zwei Volkslieder a capolla; in den letzten waren die Sänger am meisten zu Hause, und vornehmlich sangen sie daS alte, ewig junge Silcher'scheNun leb wohl, du kleine Gaye" ganz prächtig. Vor Beginn des gesanglichen TheilS hatte der Vorsitzende eine kurze, sehr beifällig aufgenommene < Ansprache an die Versammelten gerichtet. Zwei spanische Tänze von MoSzkowSki für Orchester, von Krauße gewandt btrigirt, leiteten jefct zur Walpurgisnacht über. Wenn wir nun noch hinzusügen, daß den Anwesenden ein reizendes, künstlerisch auSgesührtes SrinnerungSblatt, auS der Brühl'schen Druckerei stammend, dedicirt wurde, daß weiter der Frauen- chor Herrn Franz Bauer einen geschmackvollen Tactstock mit sinniger Ansprache überreichte und daß schließlich ein Tanz, über dessen Ende wir ohne genaue Information blieben, dem musikalischen und gastronomischen Theil sich anschloß, so glauben wir al- gewissenhafte Chronisten unsere Pflicht gethan zu haben.

durch die SrmraleinkaufSgeuossenschaft M verbände- bei±«s. warben. Die GeschSst-gnthaben dieser Genossenschaften t u liefen sich auf 39,000 Mk., die Reserven auf 114 000 M Hierzu die Geschäftsguthaben der Mitglieder der' Eeot^ genoffenschaft mit 13,000 Mk. und deren Reinvermögen 47,000 Mk. ergibt ein eigene- Vermögen der Conjum?en°^ schäften von 212,000 Mk. Bei 16 Molkereien m Berichtsjahre 7,6 Mill Kilogramm Milch verarbeit gegen 6,8 Mill. Kilogramm m Vorjahre. Der Werth fcJ Immobilien und maschinellen Einrichtungen betrug Ende Itta

Mark, daS eigene vermögen dieser Molkers 137,000 Mk. Die gelammten geschäftlichen Leistung« w. Verbandsgenossenschaften berechnen sich somit auf 38,5 Sfr» Mark Gesammtumsatz der Genossenschast-bank, 1,1 Mark Umsatz der CentraleinkaufSgenossenschast, 43,3 Mill. J? «assenumsatz der DarlehnSkassen, 2,2 Mill. Mk. Waarevb^' der Consumvereine, 0.8 Mill. Mk. Werth der DerarbtiZ Mtlch, im Ganzens also auf 85,9 Millionen Mk. Da» «. sammte eigene Vermögen derselben betrug 2,138,000 Hs." ^raennuigcn. Am 15. November wurden die Lehret ~ den erweiterten Handwerkerschulen zu Al-seld, Ben-h^» Bingen, Büdingen, Nidda und WormS: Gustav Ätl72 Srefelb, Max Sngau auS Elsterberg, Paul Richard«^' aus Dresden, Heinrich Wenck auS Büdingen, Johann aus Frankfurt a. M., Ludwig Muth auS toonnl , Hauptlehrern an den betreffenden Anstalten ernannt.

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