। s'chtigung eingeladen. Dieser wird demnach nächsten Sams- I tag, 23. September, Mittag- 12 Uhr 30 Min. nach Lich I fahren, um von da nach Arn-burg und zur Altenburg zu I gehen. Alle Vereinsmitglieder und Freunde der GeschichtS- I forschung werden zur Theilnahme mit dem Bemerken ringe- I laden, daß später die Ausgrabungen wieder zugeschüttet wer- I den und dann nichts mehr zu sehen ist, als das flache Feld.
Die Generalidee für daS Manöver der 25. Division I am 16., 18., 19. und 20. September 1893 ist die folgende: I „Eine Westarmee (im eigenen Lande) bewirkt ihren Aufmarsch in der Linie Frankfurt a. M.—Nieder-Wöllstadt. Eine Ost-
I armee ist von Fulda her im Anmarsche durch das Kinzigthal." I Für den 16. September hatte ein Detachement (Westdetachc- I mcnt)/ bestehend aus folgenden Truppen: 49. Inf. - Brig.: I Inf--Regt. 115, 2 Bataillone Jnf.-Regts. 116, dabei ein I kriegsstarkes, Leib- und 2. Escadr. Drag. - Regts. 23 I H' Abth. Feld-Art.-Regts. 25, i/i Sanitäts- Detachement I (angenommen), zusammen: 5 Bataillone, 2 EScadrons, 1 3 Batterien, San. - Detachement, auf den über Wetzlar I heranführenden Bahnen an der oberen Wetter versammelt, I den Auftrag, feindlichen Kräften, deren Vordringen durch I den Vogelsberg zu erwarten ist, behufs Deckung des linken I NügelS der Westarmee entgegenzutreten und den Verkehr I °uf der Eisenbahn Friedberg—Gießen möglichst lange offen I halten. Die Ostarmee, in der Absicht die Westarmee < I zurückzuwerfen, um demnächst zur Einschließung von Mainz zu schreiten, hatte am 16. September ein rechtes Seitendetachement (Ostdetachement) von Schlüchtern über Birstein- Wenings mit dem Auftrage entsendet, die an der oberen Wetter sich sammelnden feindlichen Abtheilungen an dem Anschluß an ihre Hauptarmee zu hindern und sich baldigst in den Besitz der Lahnthal-Eisenbahn zu setzen. Truppen: 50. Jnf.-Brigade: Jnf.-Regt. 117, Jnf.-Regt. 118, 4. und 5. Escadron Drag.- RegtS. 23,1. Abtheilung Feld-Art.-Regts. 25, 2. Pioniercomp., 72 SanitätSdetachement (angenommen), zusammen: 6 Bataillone, 2 Esc., 2 Satter., 1 Pioniercomp., »/, Sanit.-Det. ©egen 91ji Uhr war das Westdetachement auf der Höhe südlich und südwestlich von Wohnbach in versammelter Stellung und zwar mit der Artillerie auf dem linken Flügel, daran rechts anschließend Jnf.-Regt. 116 und Inf. - Regt. 115 (letzteres entlang den bewaldeten Höhen in der Richtung auf Wölfersheim). Der Gegner beschoß zunächst diese versammelte Stellung mit seiner Artillerie aus Positionen südöstlich der Straße Berstadt-Södel, etwa 2600—3000 m gegenüber der Artillerie des Westdetachements. Demnächst ging die Avant- garde des Ostdetachements, bestehend aus 2 Bataillonen 118 Jnf.-Regts. — auf ihrem linken Flügel unterstützt von dem Feuer der Artillerie 1. Abtheilung Feld-Art.-Regts. Nr. 25 — gegen den linken Flügel des Ostdetachements zum Angriff vor- während solchen das Gros des Detachements mit 4 Bataillonen (3 des Jnf.-Rgts. 118 und 1 Bataillon des Jnf.-Regts. 117) gegen das auf dem rechten Flügel des Westdetachements im Gefecht stehende Jnf.-Regt. 115 aus- führte. Zum Schluß trat auch das von Gettenau kommende Jägerdetachement noch mit in das Gefecht.,
Babenhausen, 17. September. Ein siebenjähriger Knete von hier wurde gestern von einem schwerbeladenen Müllerwaam überfahren. Der Junge hatte sich unbemerkt, als der Fuhr mann in einem Hause geschäftlich zu thun hatte, in da, unter dem Wagen hängende sogn. „Schiff" gesetzt und geschaukelt. Als der Müllerknecht zurückkam und die Pferde zu« Weiter- gehen antrieb, wollte der Knabe schnell die Schaukel verlaffen, blieb aber hängen und gerieth unter daS Rad, welche- ihm über den Leib ging.
vielen Hunderten mit Jntereffe besichtigt worden. Herr Seele wird nun diesen Tisch Sonntag den 24. September, in seiner Behausung gratis zu Jedermann, Besichtigung ausstellen. Eine amtliche Bescheinigung über die Aechtheit de- Tische» liegt auf.
Mainz. 16. September. Ein allgemeine» Tonkünstler- e ft soll im Mai 1894 in Mainz abgehalten werden. An die „Mainzer Liedertafel" ist der ehrenvolle Ruf ergangen, die nöthigen Vorbereitungen hierfür in die Hand zu nehmen. — Betreffs Abhaltens des elften deutschen Bunde»-
* Lderhesfifcher GeschichtSverein. Den unermüdlichen Be- । "ühungen deS Herrn F. K o s l e r ist eS gelungen, bei seinen ■ri” I Forschungen am Pfahlgraben in Heffen die bedeutendsten Er- gebniffe zu erzielen. Der Geschichtsverein zu Gießen hatte schon m - " i an verschiedenen Stelle unserer Pro-
vinz in Augenschein zu nehmen. Nun ist uns Herr Koflcr mit seinen Arbeiten näher gerückt und hat auf der Altenburg bei Arnsburg die überraschendsten Erfolge erzielt, die noch wert merkwürdiger sein sollen, als die von Butzbach. Daß auf der Höhe über der Berger Mühle ein altes Römerkastrum
zum Wirthschaftsbetrieb in den Röhrle'schen WirthschastS- localitäten in der Nordanlage.
Darmstadt, 18. September. Ernannt wurde: am 13. September der Gefangenwärter am Gefängniß in Mainz Georg ©tofferj zum Gefangenaufseher an dieser Anstalt mit Wirkung vom 1. Oktober d. J-. an.
Darmstadt, 19. September. Der Großh. Erste Staat,' anwalt Ehr. Arnold ist gestern nach längerem Leiden ar storben.
^Lorsch, 17. September. Die erste Granate, welche in der Schlacht von Weißenburg im Jahre 1870 von deutscher Seite und zwar vom 1. Niederschlesischen Arl.-Regt. Nr. 5 abgefeuert wurde, traf das HauS des GutleuthofS auf dem später erstürmten GeiSberg, durchschlug die Mauer und demo- lirte im Wohnzimmer einen dort befindlichen Tisch au, Birnbaumholz. Der an diesem Tisch sitzende Besitzer Herr Joh. Hirschler wurde wunderbarerweise nicht verletzt und ließ zum Gedächtniß an dieses merkwürdige Ereigniß den Tisch wieder zusammensügea. Dem Besitzer deS Klosterbergs zu Lorsch, Herrn R. Seele, ist eS bei einem in voriger Woche unternommenen Besuch der Manöver im Elsaß gelungen, diesen historischen Gegenstand zu erwerben und ist derselbe schon von
schießen, ist mitzutheilen, daß der Vorstand der hiesigen Schützengesellschaft einstimmig der Ansicht ist, al» Festwoche die Zeit vom 17. bi» 24. Juni zu bestimmen, und dürfte der
** Um Aushebung der Platzkarten-Abgabe bei den Morgen- und Abendschnellzügen nach resp. von Frankfurt a. M. war von Wetzlarer Firmen und Privatpersonen insoweit gebeten worden, als der Verkehr der nächstgelegenen Städte davon berührt wird. Auf dieses Gesuch ist nunmehr durch die Königliche Eisenbahn-Direction in Hannover ein ablehnender Bescheid eingegangen. ES heißt in demselben u. A.: „Da diese Maßregel die möglichste Fernhaltung deS Localverkehrs von den mit D bezeichneten Zügen, welche in erster Linie dem Durchgangsverkehr dienen sollen, bezweckt, so kann dem Anträge auf Nichterhebung der Platzkartengebühr im Verkehre zwischen Gießen und Frankfurt a. M. nicht entsprochen werden." Gegen diesen Bescheid ist erneut protestirt worden.
** Eine sehr beachtenSwerthe Warnung an die deutschen Klemcapitalisteu veröffentlicht die „Köln. Ztg.": „Von verschiedenen Seiten wird wieder einmal der Versuch gemacht, die serbische Finanzlage als recht befriedigend hinzu- stellen, und wir glauben nicht fehlzugehen, wenn wir annehmen, daß damit einer neuen Anleihe die Wege gebahnt werden sollen, bei der jedenfalls wieder in erster Linie auf den deutschen Markt gerechnet wird. Unseres Erachtens ist dieser schon jetzt ganz ausreichend mit serbischen Papieren belastet und wir halten eS nicht für wünschenSwenh, daß noch mehr deutsches Capital in serbischen Werthen festgelegt werde. Die Erfahrungen, die wir in Deutschland mit den Anleihen der kleinen Staaten gemacht haben, zeigen dem kleinen Capital, daß eS sein Geld lieber in wenn auch weniger Zinsen tragenden, dafür aber sicheren inländischen Werthen anlegen soll und weniger in exotischen, immer mit einer gewissen Gefahr verbundenen Papieren. WaS insbesondere Serbien anlangt, so kommt auch noch hinzu, daß von den nach Serbien gegangenen deutschen Geldern so gut wie nichts nach Deutschland zurückgekommen ist und daß Serbien, wenn eS Staatsbestellungen zu machen hatte, diese Frankreich
** Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten Donnerstag den 2 1. (September 1893, Nachmittags 4 Uhr: 1. Mittheilungen. 2. Ausloosung der zur Tilgung bestimmten Obligationen. 3. Plockische Stiftung — Rechnung pro 1892/93 und Voranschlag pto 1894/95. 4. Löber'sche Stiftung — Rechnung pro 1892/93 und Voranschlag pro 1893/94. 5. Anlegung einer Pumpe nach dem Schoorgraben auf der Westanlage durch Wirth Christian LoÜy. 6. Desgl. durch Fruchthändler Samuel Rosenbaum. 7. Gesuch der Brüder Schmidt um Erlaubniß zur Entnahme von Wasser auS.dem Schoorgraben. 8. DeSgl. des Karl Leib wegen Ueberbrückung deS Stadtbaches. 9. Gesuch des Emil Kalbfleisch um Erlaubniß zur Errichtung eines Hühnerstalles. 10. Gesuch bks Fritz Schreiner um Erlaubniß zur Errichtung einer Gartenhlltte in der Schwarzlach. 11. Ausbau der Löber- straße- hier: Straßenauffüllung. 12. Gesuch- des Bezirksbauaufsehers Senßfelder um Vergütung für Auffüllung in der Stephanstraße. 13. Ausbau der Weserstraße- hier: Rechnung des Jacob Helfenbein für Straßenauffüllung. 14. Die Schotlstraße- hier: Rechnung des Jacob Helfenbein für Herstellung eines Spaliers. 15. Herstellungsarbeiten tm alten Rathhause- hier: Vergebung der Dachdeckerarbeit. 16. Beeinträchtigung städtischen EigenthumS durch Hermann Schaftr- hier: Festsetzung deS Geländewerthes. 17. Herstellung t Senckenbergstraße. 18. Pflasterung eines UebergangeS auf der Ostanlage vom LaSpeyreS'schen nach dem Hahn'schen Hause- 19. Reinigung der Canäle innerhalb der Stadt- hier- den Schlammfang in der KaplanSgasse. 20. Die Errichtung ancr städtischen Lastwaagc. 21. Anlage deS Platzes um die no . ftrd,C' 221 Errichtung einer Desinfektionsanstalt. 23. Erlaß einer Polizeiverordnung für den Betrieb der Gail'schen Feldbahn. 24. Gesuch der Christian Dräbing Wittwe um Ertheilung der Concession zum Wirthschaftsbetrieb für das Haus Ludwigstraße 28. 25. Gesuch deö Heinrich Jochem um ConcessionSenheilung zum Wirthschaftsbetrieb für daö HauS Schloßgaffe 9. 26. Desgl. deS Jost Gonter für das Pfaff'sche HauS Bahnhofstraße. 27. Gesuch des Georg Heb- streit um Concession zum AuSschank von Cognac und Liqueur im Hause Wallthorstraße 46. 28. Gesuch deS Ferdinand Haniickel um Concession zum Wirthschaftsbetrieb im Hause de» ConditorS Döll, Marktstraße 32. 29. Gesuch deS Peter
+ AuS dem Rabeuauer Sruade, 17. September. Sr totr aus sicherer Quelle vernehmen, soll am Nachmittag ta 1. October in der Pfarrkirche zu Loikdorf ein Kirchs, ge sang fest gefeiert werden. ES betheiligen sich dabei d: Kirchengesangvereine von Allendorf an der Lunda (Diriaem Herr Lehrer Adam), Beuern (Dirigent: Herr Lehrer Mu>ck Grünberg (Dirigent: Herr Lehrer Mohr) und London (Dingent: Herr Lehrer Schäfer), in einer Gesammtstärke. er etwa 120—150 Sängern und Sängerinnen. Der GotteSdieoit wird voraussichtlich um 2 Uhr beginnen- als Festdirigem wird Herr Lehrer Schäfer aus Londorf fungiren. — «» Sonntag zuvor feiert daS benachbarte Winnen fein Erntefe i im Walde bei Nordecken, ein Fest, da» seit Jahrzehnten nicht nur von den umliegenden kurhessischen Gemeinden, sondern auch von den Bewohnern deS LumdathaleS stets fleißig besucht wird. Die Festpredigt hält Herr Pfarrer Vogel au» Beuern. ' Möchte über beiden Festen ein günstiger Stern walten uni ihr Verlauf ein gesegneter werden!
-ck. AuS dem Ohmthal, 18. September. Da» seitbenae wnnlge Wetter hat die Grummet ernte sehr begünsn.n sie ist als beendigt anzusehen. Ihr Ergebniß ist gualitau durchschnittlich recht gut und quantitativ durchaus befriedigens ausgefallen. Durch die Futternoth ist hier eine nicht genugiam gewürdigte Futterpflanze zur Einführung gelangt, die jedev- falls nicht vorübergehend, sondern dauernd sich eingebürgtr pat; es ist der MaiS. Ueberall hört man seine Güte all Futterpflanze rühmen. Leider hat der sporadische Frost zuv Beginn der vorigen Woche den Mai» in den tieferen Thal- lagen zu Grunde gerichtet. Der Landwirth wird hieran» die Lehre ziehen, daß man diese zarte Futterpflanze in solche» Lagen eben früher, ehe solche Herbstfröste emtreten, füttern mufc. — Nachdem die Saat deS Winterrap- beendigt, ist man mit der Aussaat de- Roggens beschäftigt. Dcr Acker baut sich hierzu, daß eS für fen Landwirht eine Lust i ift zu säen. — Wie au8 anderen Gegenden, so ist auch ander hiesigen von einem ungewöhnlich reichen Ob st fegen zu berichten. Allgemein wird daS Obst um volle 14 Tage früher reif, wie sonst. Sogar die spät reisenden Birnen sind jetzt schon erntefähig. Ganz besonders voll hängen die Zwetschenbäume. Der Duft der Zwetschenkuchen, der einem alltäglich auS den Backhäusern entgegenströmt, und der Geruch deS HonigkochenS au« den Häusern, sowie endlich der qualmende Rauch der Obstdörren besagen nur zu deutlich, welcher Segen in einer guten Obsternte gelegen.
ober anderen Staaten, nicht aber seinem hauptsächlichen tz. geber, Deutschland, zugewandt hat. Der Mangel an bi* durchaus zu fordernden Gegenseitigkeit läßt un- dieferbii^ Amethen, abgesehen von ihrer Sicherheit, nicht mit qünst »^ Augen betrachten." 1
0 AitterShansen, 18. Senternder. Am 15. ds. M-j ift hterselbst ein «riegerverein in daS Leben qetrttr bem zunächst 20 Mitglieder angehören, Vorsitzender i, Kamerad Hoffmann. — Der BereinSgründung wohnt» Dollar er Vorstandsmitglieder bei, deren erster vorsitzend.- den einleitenden Vortrag übernommen hatte. Die Gäste, r benen schon auf der diesjährigen, gemeinsamen, große; Sedan fei er auf Staufenberg ein kameradschaftliches Vev bältnife angeknüpft worden war, wurden von dem neaa herein, unter dem Gesang der „Wacht am Rhein", bi- übe bte Lahnbrücke zurückbegleitet. — Wir wünschen bem neun Rriege ree rein, bet sich dem Hassia-Verbanb anschließen wtri Blühen und Gedeihen- die hohen Aufgaben des Kriege- vereiuSwesenS werden gewiß auch durch ihn Förderuv. erfahren. °
u°rm-nv-rb°nd Ni-dkr.Eschb->ch wkgcn , R-hn von Kipp-lb-ch j. Zl. in Fri-db-rg um Sonceffion 9- bor ”0J,ra-btRra6 aui «upperten. | äum Wirthschasisb-tri-b in d-n Röbrl-sck-n 5R,rtbfJf,«, rod. lieber diese Klagesache ist bereits unter« 15. Juli d. I.
verhandelt worden (s. d. Bericht in Nr. 166 d. Bl.), heute wurden noch eine in Frankfurt wohnende Tochter deS Hilfsbedürftigen, sowie drei andere Zeugen vernommen. D.. Vertreter deS Klägers ist der Ansicht, daß der zweijäbriae ununterbrochene Aufenthalt deS pp. Kratz in Nieder-Eschbach I öhnK^beü^biefdbL °ls erwiesen anzusehen und letztere Gemeinde deshalb zur I o.^G-legenhett, dieselben Erstattung der vorgelegten Pflegekosten verpflichtet sei. In Nieder-Eschbach sei auch die Hülssbedürftigkeit hervorgetreten und habe sich die Gemeinde ihrer Verpflichtung zur Gewährung
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daß eine ununterbrochene zweijährige Anwesenheit des Kratz I Ä bc!?nnt: Auch wurde ftüher schon theilS
keineswegs nachgewiesen sei. Von einer Abschiebuna deffelbeu I unÖIc’$cn Stand des Getreides, theilS nach ein-
könne keine Rede sein, da Kratztzurfeine« I L c?^0Tq6u"0C” bcr örunbri& annähernd festgestellt,
von Nieder-Eschbach nicht unterstützunqsbedürstiq oewesen I ßC ßc6en obcr crft sichere Ergebniffe,
Die Ge-ei-t-Ni-d-r-Sschbach fL N Ät den Oberhe,fischen Geschich.-verein zur Be-
dem «lager die Porgelegten UnlerftützungSbeirage zu ersetzen «naefaHe». D.e!« .
unb bie Kosten des Verfahrens zu tragen, auch einen Aversionalbetrag von 30 Mark zur Provinzialkaffe zu zahlen.
2. Der Recurs der Besitzer deS Hofes Windhain wegen Herrichtung deS Weges zwischen Nieder- Ohmen und Windhain gelangt heute nicht zur Verhandlung. — 3. Klage des OrtSarmenverbandes Marburg gegen den Ortsarmenverband Kirtorf wegen Unterstützung des Gärtners Heinrich Korell. Der Beklagte hat auf die Klageschrift eine Erklärung nicht abgegeben, beide Armenverbände sind im Termine nicht vertreten. Die Gemeinde Kirtorf wird nach dem Klage- antrage verurtheilt, derselben auch die Kosten des Verfahrens sowie ein Aversionalbetrag von 25 Mark auferlegt. — 4. Klage deSOrtsarmenverbandes Dehrn gegen ben Ortsarmenverband Udenhausen wegen Unterstützung der Wittwe Katharine Hansel. Die Wittwe Hansel, deren Mann im Februar 1890 in Udenhausen verstarb, besuchte im Mai 1892 ihren in Dehrn wohnenden Bruder und wurde bald nach ihrer Ankunst tob- süchtig. Die Kosten der ersten Bewachung, Untersuchung und späteren Pflege in der Irrenanstalt zu Eichberg fordert jetzt der OrtSarmenverband zu Dehrn an die Gemeinde Udenhausen. Letztere bestreitet ihre Ersatzpflicht und behauptet, daß die pp. Hansel ihren Unterstützungswohnsitz in Udenhausen ver- ; loren ^be. Durch die Zeugenvernehmung ergab sich, daß Die Wittwe Hansel kurz nach dem Tode ihres Mannes nach Grebenau und dann zur Erntezeit in die Wctterau gegangen
Einige Male ist dieselbe nach Udenhausen, woselbst noch ihr Hausgeräthe sich befand, zurückgekommen- im Herbst 1890 Kaufte sie ihre geringen Mobilien. Für die Zeit vom 22. Marz 1890, an welchem Tage die letzte Miethe entrichtet wurde, bis zum Verkauf des HauSrathes hat die Hansel dem HauSeigenthümer eine Entschädigung von 30 Pfg. gezahlt. Der Anwalt des klägerischen Ortsarmenverbandes beantragt die Verurteilung des Beklagten, indem er auSführt, daß die Absicht, von Udenhausen fortzuziehen, erst im Herbst 1890 von der Wittwe Hansel verwirklicht worden sei. Da die Wittwe Hansel sich durch ihrer Hände Arbeit habe ernähren müssen, sei sie nach Grebenau und anderen Orten zur Arbeit gegangen, jedoch zeitweise immer wieder nach Udenhausen zurückgekehrt. Der G»oßh. Bürgermeister von Udenhausen erklärt, daß die dortige Gemeinde den Unterstützungswohnsitz nicht anerkenne und sich daher zum Ersatz der Kostenvorlagen des OrtsarmenverbandeS Dehrn nicht verpflichtet fühle. Der Klageanspruch wird abgewiesen, dem Kläger die Kosten des Verfahrens und ein Aversionalbetrag von 25 Mark zur Last gesetzt. 1


