Ausgabe 
20.8.1893 Erstes Blatt
 
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ersetzt werden. Zu diesem Zwecke wird man zunächst alle diejenigen Mannschaften künftig der Ersatzreserve überweisen, welche unter die bezeichneten vier Categorieen fallen, seither aber als Ueberschuß dem Landsturm ersten Aufgebotes zuge­wiesen worden sind. Außerdem aber wird man auch einen Theil der auS anderen Gründen dem Landstürme Zugetheilten zur Ausfüllung der Lücken in der Ersatzreserve verwenden müffen. Bon der Gesammtzahl der Ersatzreservisten wurden seither 17 500 schon im Frieden geübt. Wie wird es nun mit diesen künftig gehalten werden? Nach dem neuen Nachtragsetat sollen im Jahre 1893/94 nur etwa 800 bis 900 Ersatzreservisten auch zu der zweiten und dritten Uebung einberufen werden. Daraus ergiebt sich, daß die Regierung die Einrichtung der Uebung von Ersatzreservisten im Frieden nur fn beschränktem Maßstabe aufrecht zu erhalten gedenkt. Nur die Ausbildung von Bäckern, Krankenträgern und in anderen ökonomischen Diensten soll auch späterhin stattfinden. Ganz in Wegfall kommt dagegen die Ausbildung von Ersatz- reservtsten im Dienste mit der Waise. Diejenigen Ersatz» reservisten also, welche vor der neuen Militärvorlage zu einer solchen Uebung eingezogen waren, sind von der zweiten resp. brüten Uebung dieser Art befreit. Hinsichtlich der Entlassung der Mannschaften wird durch die neue Militärvorlage für dieses Jahr keine Aenderung herbeigeführt. Genau wie seither werden zwei Drittel der Mannschaften mit zweijähriger Dienstzeit als Dispositionsurlauber entlasten, während ein Drittel bei der Fahne zur Ableistung eines dritten Dienstjahres zurückbehalten wird. Endlich hat die Frage der Cafernterung de^r neuen Truppen auch für die Bürgerschaft ein bedeutendes Jntereste. ES können nämlich bei weitem nicht alle Truppen in den Casernen, fiScalischen Gebäuden und Baracken untergebracht werden. Nach einer Notiz im Nachtragsetat kommen allein in Preußen 21 700 Mann in Miethquartiere und 19000 als Einquartierung in einzelne Bürgersfamilien. Wie es speziell hier in Gießen gehalten werden wird, ist noch nicht bekannt.

Mit Spanien ist nun endlich ein Handelsvertrag zu Stande gekommen. Seither waren bekanntlich die Ber« Handlungen deßhalb gescheitert, weil die spanische Regierung im Interesse ihrer einheimischen Spiritusindustrie keine Zoll- ermäßigung für deutschen Spiritus zugestehen wollte. Auch in dem von Deutschland nunmehr angenommenen Vertragsent­wurf ist keine Zollherabsetzung für Spirituosen ausgesprochen. Dafür aber hat die spanische Regierung für andere wichtige Exportartikel Deutschlands namhafte Zollminderungen gewährt.

In Amerika scheint der Präsident Cleveland bei seinem Versuch, die bedenklich erschütterten Währungsverhältnisse gründlich zu reformieren, auf größere Schwierigkeiten zu stoßen, als man anfänglich für wahrscheinlich gehalten hat. Immerhin gilt auch jetzt noch die völlige Aufhebung der Shermanbill, durch die der Staat seither gezwungen war, durch regelmäßige Silberankäufe dem Silber einen künstlichen Werth zu erhalten, als das Wahrscheinliche. Die alte Streitfrage, wem das Recht des Robbenfangs im BehringS meere zusteht, ist jetzt endlich von einem Schieds­gerichte endgiltig auS der Welt geschafft. Im Wesentlichen haben die Vereinigten Staaten von Nordamerika den Kürzeren gezogen. Sie haben auf das ausschließliche Recht des Robben­fangs zu Gunsten Englands verzichten müssen.

Deutscher Reich.

Berlin, 17. August. Dem Bundesrathe liegt-zur Zeit der wiederholt angekündigte Entwurf vor, der sich mit der Regelung des Verkehrs mit Giften befaßt. Es ist nicht beabsichtigt, ein dem Entwurf entsprechendes Reichs- gesetz zu schaffen, sondern eS werden die einzelnen Bundes­staaten gleichförmige, mit dem Entwürfe übereinstimmende Vorschriften erlassen. Der Entwurf bezieht sich lediglich auf den Handel mit, nicht auf die Fabrikation von Giftstoffen.

Musentempels nach langer Zeit der Ruhe und Erholung. DaS Sommertheater, daS in letzterer Zeit besonders unsere Local» und Dialectstücke, wie wir hören mit guten Kassen- erfolgen, wiedergegeben hatte, schließt in der nächsten Zeit seine Aufführungen und verläßt Darmstadt wieder.

Zum Schluffe will ich Ihnen noch von einem sportlichen Ereigniß berichten, daS vorige Woche dahier feierlich begangen wurde, eS ist dies das Jubiläum deö hiesigen Bicyle-Clubs. Gießen hat ja ein sehr regeS Jotereffe an dem Radfahr-Sport, deshalb dürfte eS für manchen Ihrer freundlichen Leser von Interesse sein, zu erfahren, daß wie in Ihrer Alma mater, so auch in unserer Residenz dieser Sport, obwohl schon ge­waltig entwickelt, dennoch verhältnißmäßig noch recht jung ist. Vorige Woche also waren eS zehn Jahre, daß genannter Verein mit ihm eigentlich auch der ganze Velocipedsport in unserer Stadt entstand. Der junge Club hatte Anfangs stark zu leiden unter dem Pessimismus eines großen TheileS des hiesigen Publikums, unzählig waren die Spottnamen, mit denen man die biederenRadler- belegte u. s. w. Doch bald schon erstarkte der Verein, und zeigte jenen Spöttern und Schwarzsehern durch seine imposanten Aufzüge und glanz­vollen Rennen, weß Geistes Kind seine Mitglieder waren, und welches Ansehen sie bei den Brudervereinen genossen. Und heute, nachdem der Verein durch eigene Kraft die Mittel zusammengebracht hat zur Herstellung einer eigenen Rennbahn, auf der schon die schönsten Feste und heißesten Wettkämpfe siattfanden, nachdem er sich in den Dienst deö öffentlichen Wohle» gestellt und seine Leistungsfähigkeit zur Genüge be­wiesen hat, da ist jeder Tadel, jedes spöttische Achselzucken verschwunden, alle Darmstädter bewundern und freuen sich über den einst so viel geschmähten Verein. Die officiellc Feftfeier wird am 3. September d. I. erst begangen werden und zwar in Verbindung mit den an jenem Tage statt- findenden großen Herbstrennen, worüber Ihnen dann ein­gehender Bericht zugehen wird. Z.

Deutschlands Bevölkerung nach der Re­ligion. Nach dem Statistischen Jahrbuche für 1892 trafen auf 10,000 ortSanwesendc Personen im Jahre 1890: 6277 Evangelische (gegen 6263 im Jahre 1880), 3576 Katho­liken (gegen 3589 im Jahre 1880), 29 sonstige Lhristen (gegen 17), 115 Juden (gegen 124), 27 anderer Religion (gegen 6,8).

Die Quitt ungS steuer, welche gegenwärtig wieder auf der Tagesordnung der öffentlichen DiScufüon steht, ist keine neue Angelegenheit. Schon in dem Entwürfe eines Stempelsteuergesetzes, wie es im Jahre 1880 und sodann im Jahre 1881 dem Reichstage vorlag, war eine Besteuerung der Rechnungen, resp. Quittungen vorgesehen. Der Betrag, welchen man durch diese Steuer aufzubringen hoffte, belief sich auf 20 Millionen Mark. Der Gesetzentwurf sand, soweit er sich auf die Quittungssteuer erstreckte, im Jahre 1880 im Reichstage cinmüthige Derurtheilung. Man wird gespannt sein dürfen, mit welcher Morivirung eventuell der neue Ent­wurf dem Reichstage zugehen wird und in welcher Form nunmehr eine Quittungssteuer geplant wird, da die abgelehnte fraglos äußerst unvollkommen war.

Die nächste Volkszählung wird voraussichtlich am 1. December 1895 stattfinden. Da eS wünschenswerth erscheint, daß die für die Ausführung des ZählgeschäftS in Betracht kommenden Tage vom 30. November bis einschließ­lich den 2. December bei der Ansehung der Kram-, Vieh- und Jahrmärkte für 1895 marktfrei bleiben, so haben die Minister deS Innern und des Handels die Oberpräsidenten ersucht, in diesem Sinne auf die Provinzialräthe einzuwirken und insbesondere die Bezirksbehörden wegen der Vorschläge zu den Marktterminen mit der erforderlichen Weisung alsbald zu versehen.

Berlin, 18. August. Die Cholerstation in Moabit ist wieder eingerichtet- fünf choleraverdächtige Personen find, dorthin gebracht.

BreSlau, 17. August. Die von Rußland und Galizien drohende Choleragefahr veranlaßt die Direktion des hiesigen HoSpitalS, die gefammten Einrichtungen deS vorigen Jahres in Bereitschaft zu setzen.

Karlsruhe, 17. August. In Donaueschingen starb am Dienstag ein 17jähriger Gymnasiast, der aus Marseille von einer Ferienreise zurückkehrte, unter verdächtigen Krank­heitserscheinungen. Die heute abgeschlossene bakteriologische Untersuchung ergab asiatische Cholera.

Hamburg, 17. August. Bei der heute stattgehabten Reichstags-Ersatzwahl erhielten: LaeiSz (natl.) 8800, Raab (Antis.) 2285 und Molkenbuhr (Soc.) 16,474 Stimmen - zersplitterte Stimmen 29, ungiltige 85. Molkenbuhr ist somit gewählt.

Ausland.

Bukarest, 18. August. In den letzten 24 Stunden sind an der Cholera in Braila 9 Personen erkrankt und 2 ge­storben, in Sulina 10 Personen erkrankt und 3 gestorben, in Galatz 10 Personen erkrankt und 7 gestorben, in Fetesei 5 Personen erkrankt und 2 gestorben. Heute früh 4 Uhr 30 Min. wurden in Bukarest drei heftige Erdstöße verspürt.

Neueste Nachrlc^tcn.

Wolff» telegraphische» Korrespondenz-Bureau.

Berlin, 18. August. DiePost" erfährt, die Conferenz zur Berathung der in Frankfurt vereinbarten Steuer­vorschläge werde vornehmlich aus den Bundesstaaten be­schickt werden, in deren Gebiet Tabak und Weinbau vorkommt.

Berlin, 18. August. DerReichsanzeiger" veröffentlicht einen Erlaß des Handelsministers an den Oberpräsidenten, worin Vorschläge für Organisation des Handwerks, sowie Vorschläge für Regelung des LehrlingSwesens im Hand­werk zur gutachtlichen Aeußerung mitgetheilt werden. Zu­gleich werden die Vorschläge nebst den Erläuterungen ver­öffentlicht.

Neapel, 18. August. Der König, Prinz Heinrich, der Kronprinz und der Marine min ist er trafen heute Vormittag an Bord derSavoia" zwischen Cap Misenum und Capri auf daS in Doppellinie aufgestellte permanente Geschwader und daS Manövergeschwader. Während die Savoia" jenseits der Geschwaderlinie Aufstellung nahm, um den Evolutionen der Flotte beizuwohnen und letztere Revue passiren zu lassen, falutirten die Schiffe die königliche und die deutsche Flagge.

Loudon, 18. August. 20,000 Bergleute von Rhondda (Wales) zogen nach Merthyrvale und Treharris und zwangen die dortigen Arbeiter zur Einstellung der Arbeit. _________

Depeschen de» BureauHerold".

Berlin, 18. August. DieNordd. Allgem. Zeitung" btmentirt auf baS Entschiedenste die von derKölnischen Volkszeitung" täglich gebrachten Cholera fälle, die an­geblich in Berlin vorgekommen sein sollen. DerNational- Zeitung" zufolge wurde im Krankenhause Moabit eine Cholera­station errichtet; daselbst befinden sich mehrere verdächtige Kranke zur ärztlichen Beobachtung.

Berlin, 18. August. Im oberen Stjoerdal bei Dront- heim fand ein größerer Erdrutsch statt. Ein Häuser- complex mit zwei Scheunen, drei Bauernhöfe und 30 Hectar Land sind in der Tiefe verschwunden, wodurch der Fluß Graael in einer Länge von 1500 Metern verstopft wurde.

Bremen, 18. August. Wegen zunehmender Cholera­gefahr in Rußland wirb bie hiesige Einschiffungsstation für russische Auswanderer demnächst bis auf Weiteres geschlossen.

Thora, 18. August. Al» unmittelbar bevorstehend wirb ein Verbot an die Flößer, die Weichselstädte zu betreten,

erwartet. In Thorn selbst wird ein Barackenbau auf* geführt.

Kattowttz, 18. August. Durch die MandatSniederlegung LetochaS ist eine ReichStagS-Lrfatzwahl im hiesige» Wahlkreise nothwendig geworden. Dieselbe findet am 5. Sep­tember statt.

Wie», 18. August. DaS offiziöseFremdenblatt" be­merkt zu der von derKreuzzeitung" ausgesprochenen 93t» fürchtung, daß Oesterreich Ungarn sich bei der deutsch-russischen Zollfehde nicht neutral verhalten werde, Oesterreich Ungarn habe sich stet» der strengsten Loyalität befleißigt, eS werde dies auch ferner so halten und alles thun, um Miß­bräuche im Getreideverkehr nach Deutschland nach Kräften zu verhindern.

Paris, 18. August. Der Zustand l>eS durch den Anar­chisten Moors verwundeten Deputaten Lockroy ist fortgesetzt bedenklich und auch seine Ehefrau, welche auS Vichy zur Pflege ihre» Gatten hergekommen, ist gefährlich erkrankt.

Paris, 18. August. Eine Dame Namens Paula Minke hielt gestern eine Wahlrede, an deren Schluß sie zur Kammer - canbibatin auSgerufen wurde.

Neapel, 18. August. Gestern erfolgten 10 Erkrankungen und 6 Todesfälle an der Cholera.

Cocains nnd provinzielle».

Sieben, 19. August 1893.

** Ein altes Wahrzeichen GießenS ist mit dem gestrigen Tage verschwunden, nämlich daS S t o r ch n e st auf dem alten Schlosse. ES stand den eben in Ausführung begriffenen Her- fteöungßarbeiten im Wege und mußte deshalb fallen. Zn welcher Zeit da» Storchnest entstanden ist, weiß, sofern schrift­liche Auszeichnungen darüber nicht vorliegen sollten, Niemand- die noch lebendenältesten Leute" sagen nur auS, daß eSschon da war", als sie zur Welt kamen. Wie viele junge Störche M dem Neste das Licht der Welt erblickten, wie viele Frösche und sonstiges Gethier dann denselben von Storchmama und Storchpapa zur Stillung ihres Hungers zugebracht wurden, wie oft von den alten Störchen in und vor dtm Neste um das HauSrecht gekämpft wurde, wie oft daS Rest von den KindernStorch, Storch, Steine, mit de lange Beine' be­sungen wurde, über all' das lassen sich Ziffern nicht aufstellen. Mancher Sturm und manches Unwetter ist über das Storchnest hinweggegangen, Generationen von Menschen haben sich, zu ihm aufblickend, unter ihm bewegt und das Eintreffen de» Storches in jedem Frühjahr begrüßt. Ob angesichts der ver­änderten Umgebung, welche durch den Umbau des Schlosses der frühere Stand des Storchnestes erhält, sich baß jetzige Storchen­paar entschließt, hier ein neues Nest zu bauen, ober ob das­selbe sich in anderer Gegend niedecläßt, wer weiß?

Beschlagnahmt. Heute Morgen wurden mehrere Körbe unreifen Obstes (Reineclauden) auf hiesigem Wochenmarkte polizeilich beschlagnahmt.

Znm Jahrestag der Schlacht von Kravelotte schreibt dieW. Ztg.": Vor 23 Jahren hatten wir ebensolche wie gegenwärtig. Der 16. August, der Tag der Schlacht von Marö la tour, führte die hessische Division in Gewalt­märschen (bis zu 16 Stunden an dem Tag) bei Noveant- dornt) Über die Mosel. Hier empfing Prinz Ludwig seine Leute mit dem Zuruf:Haltet Euch tapfer, macht dem alten Namen Ehre!" und sühne daS 1. Infanterie - Regiment im Laufschritt in den Wald von Gorze, wo eS noch Antheil am Gefecht nahm. Die Division lagerte am 17. August auf der Höhe von Gorze, wo wir zum ersten Male unseren Ober­feldherrn, den König von Preußen, Moltke und BiSmarck zu sehen bekamen, welche an unseren BivouakS vorbeiritten und mit kräftigen HurrahS empfangen wurden. AIS eS Abend wurde, leuchteten die Bivouakfeuer in mächtigen Bogen, so weit man sehen konnte, und man fühlte, daß der nächste Tag, der 18. August, zu einer Schlacht führe. Gegen 12 Uhr Mittags fiel der erste Kanonenschuß und die Division stand vollständig in der Schlacht. Die Granaten schlugen schon in unseren Reihen ein. Dieser ewig denkwürdige Tag kostete der Division 86 Offiziere, 137 Unteroffiziere und 1446 Mann an Tobten und Verwundeten oder 14 Mann von Hundert. Der hessische Löwe ruht nun am stillen Waldsaum bei Verne- Ville, unter ihm lieft man die Inschrift:Ist unsere Zeit gekommen, wollen wir ritterlich sterben um unserer Brüder willen."

Nene Militär. Uniform. Eine Probe-Unifor- mir nng hat daS 35. Jns.-Regiment in Brandenburg a. H. durchzumachen. ES sind nämlich dort für Unteroffiziere und Mannschaften blaue Blousen eingeführt, die der leichten öster­reichischen Militärkleidung sehr ähnlich sind. Die Abzeichen befinden sich beim preußischen Militär durch Litzen und Treffen auf den Aermeln, während sie bei den österreichischen Truppen- theilen durch Sterne am Kragen angezeigt werden.

Groben Bnseck, 19. August. In vergangener Rache 2 Uhr brach Hierselbst ein heftiges Schadenfeuer aus, dem vier bis fünf Wohnhäuser, nebst Scheunen und Stallungen zum Opfer fielen. Rur dem Umstande, daß Krieger den 18. August, den Gedenktag der Schlacht bet Gra- belotte, feierten, und dadurch rasche Hülfe leisten konnten, ist eS zu verdanken, daß größere» Unglück verhütet wurde. Da» Feuer ist bei einem Dreschmaschinenbesitzer ausgebrochen. Der entstandene Schaden soll durch Versicherung gedeckt sein.

Bom Bogettberg, 18. August. Da» hätte Niemand erwartet, daß nach dem letzten Umschwung der Wetterlage zum dritten Male die heiß-trockene Witterung einsetze und die letzte gründliche Bodendurchfeuchtung sich nicht für ausreichend biß zum Herbste erweisen werde. Trotzdem der Tageßbogen schon ganz merklich kürzer geworden ist, sendet die Sonne von einem wolkenlosen Firmament ihre Strahlen mit wirklich tropischer Wärmehöhe. Schon Morgenß gegen 9 Uhr zeigt das Thermomeeer -s- 20 Grad R. im Schatten. Die Waffenernperatur der Bäche ist auf 1718 Grad gestiegen.

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