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liches WachSthum in den hohen Preisen sich auSdruckte, den Kartoffeln, die man um diese Jahreszeit nun tum al neu" zu essen gewohat ist, dem Obst, welchem massenhaftes Abfallen drohte, ist der Regen in erfreulichem Maße zu statten gekommen. Wiesen-, »Ice* und Krautäcker haben sich sichtbar erholt und versprechen Erttäge, an die vor wenigen Wochen noch Niemand zu glauben wagte. Don einem Zuviel 'N Bezug auf Regen kann noch nicht die Rede sein, denn die Aufnahme­fähigkeit der Erde an Wasier ist infolge der langen Trockenheit bis zu einem Grade gesteigert worden, der jede Befürchtung von durch Wasier entstehenden Schaden vorläufig überflüssig erscheinen läßt. Wie alles, so hatte auch die hinter uns liegende Trockenung ihr Gutes ; sie gab manchen werthvollen Wink auf land* und volkSwirthschastlichem Gebiete, sie führte zu Versuchen und Maßnahmen, die für später werthvoll werden können und wiederkehrende Nothstände weniger drückend erscheinen lasien.

Briefmarkensammler wird die Nachricht interessieren, daß am 1. August neue belgische Briefmarken von 2, 20 und 25 Centimes, am 1. September solche von 1 und 5 Centimes, am I. October solche von 50 Centimes und von 1 Franc und am 1. November solche von 35 Centimes und von 2 Francs zur Ausgabe gelangen.

\ Beuern, 18. Juli. Mit der Ausdehnung der Gießener Quellwasserversorgung auf unsere Ge­markung scheint eS nunmehr Ernst werden zu wollen: Herr Commerzienrath Heyligenstaedt aus Gießen hat neuer­dings Namens der dortigen Bürgermeisterei einen größeren Theil der erforderlichen Wiesen, zunächst der Münchmühle, angekauft.

§ Bermuthshain, 16. Juli. Der bei der BaSler Missionsgesellschaft ausgebildete Missionar BalthasarGroh von hier, welcher als Missionar 6 Jahre in Akropong, sowie auch als Stationsvorsteher dieser Missionsstation auf der Goldküste gewesen, ist gestern mit Familie hierher zurückge- krhrt, um sich zu erholen.

E. Echzell, 18. Juli. Lea extremes ae touchent! kann man sagen, wenn man die ängstlichen Mienen sieht, mit welchen unterere Landwirthe nach dem mit schweren Regen­wolken behangenen Firmamente blicken. Verzagte Leute glauben nämlich: nun bezahlt sich die Witterung aus. Hundert Tage lang hatten wir anhaltende Dürre und Trockenheit, jetzt gibts hundert Tage lang Regen und Näsie und das BiSchen, was gewachsen ist, geht elend zu Grunde und wird Wasser. Bor allen Dingen muß zur Beruhigung Vieler be­merkt werden, daß wir lange noch nicht genug Regen haben, obgleich wir seit einer Woche, d. h. vom 11. d. Mts. an, fast jeden Tag mehrere kräftige Regengüsse erhielten. Das Manko, welches durch einen mehr als dreimonatlichen Regen- auSfall entstand, wird nicht durch acht Tage lang auftretende Spritzer ersetzt. Der Beweis ergibt sich ganz leicht, wenn man in die Erde gräbt. Auf bebautem Grunde findet man, daß die Feuchtigkeit vielleicht auf 2030 Zentimeter einge­drungen ist. Auf Klee- und Stoppeläckern ergeben sich höchstens 1012 Zentimeter. Wir rathen den Landwirthen: schleunigst die Kornstoppeln umzubrechen und Futtermittel: Rüben, JohanniSroggen, Zottelwicke, weißen Senf, selbst noch Erd­kohlraben und Dickwurzeln nachzupflanzen, das Wetter ist ganz vortrefflich dazu und bedeutende Futtermassen können noch erzielt werden. Das was die Leute deprimirt, ist, daß die Gerste fast überreif geworden und bei dem anhaltend nassen Wetter nicht geerntet werden kann. Der Kern der Gerste ist sehr schön, sie kann daher als Brauergerste Ver­wendung finden und wird dann mitunter höher als Weizen bezahlt. Regnet eS längere Zeit darauf, so wird der Kern trübe und die Qualität leidet. So weit sind wir aber noch lange nicht. Vorerst ist der Regen Tonnen GoldcS werth; aber die regnerische Witterung ist man gar zu schnell müde. Ganz prächtig sehen die W'esen au«; das Herz lacht einem, wenn man daS junge, frische, saftige Grün in den Wiesenthälern erblickt. Einen so schönen Wiesenwachs haben wir während deS laufenden Jahres 1893 noch nicht gehabt; wir werden jetzt falt mit Gewißheit einen hübschen zweiten Kleeschnitt und eine befriedigende Grummeternte zu erwarten haben. Auch bei uns zeigen sich die Engerlinge, welche an Dick­wurzel* und Kartoffeläckern empfindlich schaden. Wir müffen entschieden darauf hinwirken, daß ganze Kreise und, wenn nöthig, die ganze Provinz Schritte thut, um im nächsten Früh­jahre dem gefräßigen Insekte den Garaus zu machen. Ver­einzelte Versuche sind Schläge ins Wasser. Bei unS schlug der Blitz kürzlich auch ein und zündete; eS war aber so rasch Hülse zur Hand, daß man unverzüglich des FeuerS Herr wurde. Unsere Nachbargemeinde Geiß Nidda ist eine von denjenigen, welche von der Feuchtigkeit am meisten einbüßte. Alle Regenwolken und Gewitter zogen über die Gemarkung weg, oder an ihr vorüber, ohne einen Tropfen Regen fallen zu laffen. Die Fluren waren förmlich ausgebrannt. Nun ist es auch bester geworden und die Leute haben frischen Muth bekommen.

8 Dom obere« BogelSberg, 18. Juli. Hoffentlich vermag daS seit einigen Tage herrschende Regenwetter der Futter­nst h noch insofern zu steuern, als cS daS WachSthum von Sommerfrüchten, von Grummet, Dickwurz, Kohlraben u. s. w. fördert. Man hofft in diesen Feldfrüchten noch auf eine gute Ernte. Damit hören hoffentlich auch die vielfach auSgeführten GraSdiebstähle, deren sich daS Forstpersonal bisher kaum erwehren konnte, auf. Erst kürzlich wurden Bauern in den fiScalischen Waldungen angetroffen, als sie mit der Sense GraS abmähten; sie ergriffen die Flucht, als sie des Forst- gehilfen ansichtig wurden, sie ließen ihre Werkzeuge zurück, als der Forstgehtlfe einen Schuß abseuerte. Die Zahl der Anzeigen wegen Waldfrevel dürfte in diesem Jahre eine hohe sein. Der Futtermangel hat auch Viehkrankheiten im Gefolge. So sind In Ilbeshausen innerhalb drei Wochen 10 Stück Rindvieh und eine Anzahl Schafe verendet, und viel Vieh befindet sich in tbierärztkicher Behandlung. Auch der vielerorts

herrschende Wassermangel, der em Tränken des Viehs mit reinem Wasser unmöglich machte, mag mtt Urlache der Dreh­krankheiten und -Sterblichkeit sein.

Bad-Nauhei», 17. Juli. In der vorigen Woche find 754 Kurfremde, im Ganzen jetzt 6007 Personen, hter angekommen.

Friedberg, 17. Juli. Heute Nacht erhängte fich in einem Neubau in der Ludwigstraße ein hier unbekannter Arbeiter.

Alzey, 16. Juli. Die hiesige Stadtverordneten-Ber- sammlung schreibt soeben die Bürgermeisterstelle aus. DaS pensionsfähige Gehalt beträgt 3600 Mk., außer freier Dienstwohnung und ca. 400 Mk. Sportel Einkommen.

Bingen, 18. Juli. Bei Herrn Photograph Hilsdorf sind zwei in jeder Beziehung vorzüglich auSgeführte, sehr inte­ressante PortraitS ausgestellt. ES sind die Photographien deS 999sten und lOOOften Patienten deS Herrn Spracharztes Gerdts hier. Der 999ste ist ein Mainzer, der lOOOfte Patient aus Christiania in Norwegen. Der Patient auS Christiania, der sehr schwer unter seinem Stotter- übel litt, hatte bei einem Taubstummenlehrer in Christiania 7 Monate lang anstrengende Hebungen durchgemacht, aber ohne jeden Erfolg, während er in der Heilanstalt deS Herrn Spracharztes Gerdts eine gute, natürliche Sprache erhalten hat. Ebenso spricht der Mainzer, der Lehrer werden wird, heute wie jeder gesunde Mensch, als ob er nie gestottert hätte. Die hiesige Heilanstalt ist die einzige, die solche Er­folge aufzuweisen hat, denn anderweitig wird meistens den Sprachleidenden, statt Heilung, eine auffällige Sprechweise beigebracht, die im practischen Leben nicht beizubehalten ist. Es suchen und erhalten in der hiesigen Heilanstalt Sprach­leidende, die mehrfach Kuren ohne Erfolg durchgemacht haben, bei nur einigermaßen gutem Willen wieder eine natürliche Sprache. Studenten, Lehrer, Aerzte, Prediger, Kaufleute und andere Berussklaffen sind durch Herrn Spracharzt Gerdts von ihren Sprachseffeln befreit worden, so daß sie ihrem Be­rufe leben können. Diese Anstalt ist ein wahrer Segen für Stotternde.

' verinrfchter.

* Frouhauseu, 18. Juli. Ertrunken. Die gestern, von hier gebrachte Notiz über den Selbstmord des dreizehn­jährigen Knaben ist dahin zu berichtigen, daß der Junge nicht, wie man anfänglich annahm, aus Furcht vor Strafe geflohen ist. Er wollte vielmehr nach einer in der Lahn gelegten Angel sehen, bei welcher Gelegenheit er an dem steilen Ufer abgerutscht und ertrunken ist. Die Leiche ist gestern Nachmittag an der fraglichen Stelle geländet worden.

Fulda, 17. Juli. Hier soll eine Kn eipp'sche Wasserheilanstalt errichtet werden. Zu diesem Zwecke hat der Vorsteher der barmherzigen Brüder, Bruder Urban, sich in Wörrishosen einem mehrwöchentlichen Studium der Wasserheilkunde, unter directer Anleitung des Pfarrers Kneipp, unterzogen und will derselbe die Heilkunst ausüben.

Neuwied, 18. Juli. Der SalondampferDeutscher Kaiser", auf der Thalfahrt nach Köln begriffen, collibirte hier mit einem Segelboot. Die Insassen desselben fielen ins Wasser und Einer von ihnen ertrank.

Chemnitz, 18. Juli. In Ernstthal stürzte beim Heben ein Baues das Gerüst mit 200 Arbeitern ein, wobei 20 Personen schwer und viele leicht verletzt wurden.

* Ein Familiendrama hat sich am Sonntag Abend in Spandau abgespielt. Infolge ehelicher Zwistigkeiten hat eine Frau ihren Mann mit einem Brodrnesser er­stochen. Die Frau wurde verhaftet.

* Zweibrücken, 15. Juli. Der Blitz erschlug in Böck- Weiler einen 25jährigen Feldarbeiter und in Erbach ein 12jährigeS Mädchen.

AuS AuSbach, 15. Juli, wird geschrieben: Gestern sollte hier eine Hochzeit stattfinden. Alles war vorbereitet, Küche und Keller mit Allem versehen, der Bräutigam mit seinem mächtigen Hochzeitsstrauße am Bahnhofe in Empfang genommen und im Wagen nach der Braut geleitet, auch der Standesbeamte war zur Trauung bereit, nur die Braut nicht. Sie blieb einfach im Bette und war nicht einmal zum Auf- stehen zu bewegen. Demnach blieb dem Bräutigam nichts weiter übrig, als sich ins Unvermeidliche zu fügen und ohne die erhoffte Frau die Rückreise in seine Heimath anzutreten. Weil aber der Tag doch mit einer Feier abschließen sollte, so verlobte sich der Vater der Exbraut, der schon länger Wittwer ist, kurz entschlossen mit einer hiesigen Wittfrau.

Ottelsburg, 13. Juli. Auf dem Schießstande schoß gestern ein Oberjäger der 4. Compagnie des hiesigen Jäger- bataillonS mit dem Gewehre eines Gefreiten und stellte eS alsdann bei Seite, ohne die Sicherheitsklappe vorzu­schieben. Der Gefreite, nichts ahnend, nahm das Gewehr unter den Arm und muß hierbei, wie man derDanz. Ztg." berichtet, an den AbzugSbügel gekommen fein, denn plötzlich knallte der Schuß und der entgegenkommende Jäger ZiemS stürzte, in den Kopf getroffen, tobt nieder.

* London, 18. Juli. Heute früh ist daS Häufer-Geviert zwischen St. Mary Axe, BeviS Mark und Bury Street a b- gebrannt. ES war die größte Feuersbrunst, welche feit Jahren in London gewüthet hat. Bis sechs Uhr waren ca. 25 große Geschäftshäuser eingeäschert. DaS Feuer brach in der Druckerei Brown u. Co. auS, deren Dach zehn Minuten nach Ankunft der Sptttzen einstürzte. Um drei Uhr waren bereits 30 Dampfspritzen auf der Brandstätte, ttotzdem blieb daS Feuer nicht auf daS Hausergeviert beschränkt, sondern ergriff auch die Häuser auf der anderen Seite von St. Mary Axe.

* Eine zweckentsprechende Preisaufgabe für die Gegen­wart wäre ein Briefsteller für verreiste HanSfrauen. Von einer in der Sommerfrische weilenden Berliner Hausfrau geht demBerl. Tagebl." ein Schreiben zu, in welchem sie sich beklagt, daß unsere deutsche Sprache bedeutsame Lücken

und Mängel aufweist. Die betreffenbe Dame ist nämlich genötigt, an ihr in ber Wohnung zurückgebliebenes Dienst- mäbchen zu schreiben.Wie soll ich nun," fragte sie,meine Köchin im Briefe ober auf ber Karte anreden?"Liebe Marie!" widerstrebt meinem Gefühl, da sie mir bei all ihrer Tüchtigkeit doch auch schon viel Niederträchtigkeiten geboten hat. DaS bloßeMarie" geht doch auch nicht, ebenso wenig Geehrte" ober garGeschätzte". Offen geftanben, ist mir bie AbresseFräulein" auch nickt bequem; waS soll ich thun? Wir bringen den Klageruf ber Dame zur öffentlichen Kcnnt- niß, vielleicht machen sich finbige Köpfe an bie Herausgabe einesBriefstellers für verreiste Hausfrauen".

* Ein Lanbwitth theilt über ben Schutz der Pferde vor Fliegen in ber ZeitschriftDas Pferb" folgenbeS mit: Mitte Juni erntete ich Heu unb fanb gleich bei ber Ein­dringung ber ersten Fuhren, baß baS vorgespannte Hand- pferb, ein Schimmel, so von Fliegen zerstochen war, baß ihm bas Blut an der Brust, am Bauch und an den Beinen herunterrann. Da mich das Thier dauerte, ließ ich anhalten, goß in ein Gesäß einen halben Liter Wasser, mischte dies mit ungefähr 20 Gramm Carbossäure, ließ damit dem Thiere die zerstochenen Stellen abwoschen und fand, trotzdem dasselbe den ganzen Nachmittag angestrengt wurde und schwitzte, daß die Fliegen nunmehr fern blieben, weshalb dieses einfache Mittel als erprobt Pferdebesitzem bei ähnlichen Anlässen bestens empfohlen werden kann".

Wöchentliche Übersicht der Todesfälle in Gießen.

28. Woche. Vom 9. Juli bi« 15. Juli 1893.

Einwohnerzahl: angenommen zu 21100 (inet. 1600 Mann Militär). SterblichkeitSziffer: 44,36°/«bezw. 19,71 nach AuSschl. ber Ortsfremden. Kinder

An m. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie eldt der TodeSsälle in der betreffenden Krankheit auf von auSwärtS nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

ES starben an: Zusammen: Erwachsme:

im

vom

1. Lebensjahr:

2.-15. Jahr

Diphtheritis

4 (3)

1

3 (3)

Abdominaltyphus

1 (1)

1 (1)

Tuberkulose anderer

z

Organe

2 (2)

2 (2)

Kehirnschlagfluß

1

1

Organ. Herzkrankheit

Darmcatarrh und

1 (1)

1 (1)

Brechdurchfall Sonstige benannte

3

3

Krankheiten

5 (3)

2 (1)

1

2 (2)

Unbef. Todesursache

1

1

Summa:

18 (10)

8 (5)

5

5 (5)

Ganz seid, bedruckte Foulards Mk. 1.35 bis 6.85 p. Mtt. (ca. 450 versch. DiSposit.) sowie schwarze, weiße und farbige Seidenstoffe von 75 Pf. bis Mk. 18.66 per Meter glatt, gestreift, carttrt, gemustett, Damaste rc. (ca. 240 versch. Qual, unb 20(0 versch. «Farben, DessinS ecj. porto- und zollfrei. Muster umgehend. [662

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Schisfsnachvichten.

Der PoftdampferIllinois* derRed Star dne* in Ant­werpen ist laut Telegramm am 16. Juli wohlbehalten in Phila­delphia angekommen.

titcratur und Itanft.

Mit großer Präciston erscheint soeben daS Amtliche ReichStagS-Handvuch für die am 4. Juli begonnene neunte LegiS- latur-Periode, herauSgegeben vom RetchStagS-Bureau, im Verlage von Trowitzfch & Sohn in Berlin. Bei den weitgehenden Aender- ungen im Mitgliederbestände deS Reichstags nehmen die Biographien der Abgeordneten und daS FractionSverzeichniß, die in dieser offictellm Publikation durchaus vollständig und authentisch vorliegen, bad regste unb allgemeinste Interesse in Anspruch. Weben diesen Angaben ent­hält daS elegant und geschmackvoll ausaesiattete Buch höchst inlerefiante unb für daS Verständniß ber Budget-Der hanblungen wichtige Tabellen über den ReichShaushaltS-Etat, bie Matricularbeittäge und Heber» Weisungen der letzten 10 Jahre, sowie die Zoll- und Steuerbeiträge von 1870 ab. Ferner finden wir darin die vom ReichstagSbureau mit Anmerkungen versehenen ReichSversassunaSgesetze unb ergänzenden Vertragsbestimmungen, die VerfassungS- unb VerwaltungSgeseye ber Reichslande, das Wahlgesetz unb dessen AuSführungSreglement, die Geschäftsordnung des Reichstages und Verfügung bett, die steno- graphischen Berichte rc., also eine amtliche Zusammenstellung aller einschlägigen Gesetze. Diese außerordentliche Reichhaltigkeit des BucheS (Preis drosch. 2.40 Mk., geb. 3.40) macht eS zu einer wichtigen Er­scheinung nicht nur für den Practiker, sondern bei dem allgemein« Interesse, das unferm parlamentarischen Leben entgegengebracht wird, auch für die weitesten Kreise deS Publikums. Der biographisch- statistische Theil apart ist zu 1.20, geb. 2.20 Mk. zu haben.

Bei der Redaction eingegangcne Bücher rc.:

Wie ist die Aussprache deS Deutschen zu letzreul* Vortrag von Wilh. Vietor, Professor an der Universität Marburg. Dieser Vortrag empfiehlt sich nicht Lehrern nur zur Pflege deS Deutschen in der Schulen, sondern auch der Beachtung von Gesang- und DeclamationSlehrern, Schauspielern und Sängern. Preis 50 Pf. Verlag der N. G. Elwert'schen Verlagsbuchhandlung in Marburg.

Wohlfahrt» Einrichtungen über ganz Deutschland durch gemeinnützige Privatthättgkeit unter Reichsgarantie. Ein Stück socialer Reform von Paul Lechler, Stuttgart. Verlag von W. Kohlhammer daselbst. Eine auf« höchste beachtenSwerthe Stimme ruft zur Organisation von Wohlfahrtseinrichtungen über ganz Deutschland auf. In ter That ist Paul Lechlers kleine Schrift die einzige, die positive unb, wie uns dünkt, practische Vorschläge über die Lösung ber Wohnungsfrage für Arbeiter bietet.

Witt erring saus sichten

Wetterhäuschen, Südanlage.

l». Juli, Morgen« v Uhr

18. Juli, Wttägmmjr

Barometer:

Thermometer:

Hygrometerstand:

min.743mm, max.746mm 4- 81/!0 R. + 11°R Neigung f. nasse Witt.

min. 742mm, max. 744 mia , 4- 11» R. + 15»B Viel 'Ntederschl., Sturm.

Mittlerer Barometerstand bei 0» R. = 744,7 mm.

Temperatur der Lahn nnd Luft

nach Reaumur gemessen am 19. Juli, Mittag« zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 14, Lust 12 Grad.

Rübsamen sche Badeanstalt.

itflen auf dm hikW jUr Uencuritnafit ber fl Itatt in Sieben

$Iur 8 St- 35 i - 1A ben LchlMär -eimerflraßt, Ita 8 fr. 36,5-106 9 Lt 8 fr. 37,s-44 q $8t8fr.38,5 - 44 q An e fr- 4U - bv < Aur8fr.42,,-Löc Siu: 8 9h-99-862 qi .Hur 5 fr. 104-319 q i-itnllld) meistbietend Der WW.VI.MNW.

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