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litt Seite ist Hm !, ein geborener Ober- >de Reichstagswahl m fgestellt worden, ^rr und seine Canl^.r besonders freudig de« Kade gab in einer aw ählerversammlung die Herrn Dr. NuihauS terstäßt werde. Man rr btn antiitmitiidwi nzutragen.
rwerbevrrrinS ihren Anfang nahm, M.gbeit der Geiellrn- ngsmeister, sowie deS dtverordneten Kinkel Prüfung in Fachsragen hatten sich 54 Lehrte dreijährige Lehrzeit ein erfreuliches Zeichen Gewerbestand sowohl mehr den Mn!- und aal auch von Sem ng solcher PnisunZen in das StaatM-’i nahmen an dieser
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ficht, ihre Herrschaft an der Gesundheit zu schädigen, bezw. zu vergiften. Durch Zufall entdeckte die Dienstherrin durch den eigenthümlichen Geruch den Zusatz des Vitriols und genoß glücklicherweise nichts von dem Kaffee und der Suppe. Auf Anzeige hin wurde die Thäterin sofort verhaftet.
Vermischtes.
* Die deutschen Matrosen in Newyork. Heber den Ein- druck, welchen die deutschen Matrosen auf der Revue zur Columbusfeier in New-York machten, liest man in der „N.-A. StaatS-Ztg.": „Während man den Ruffen noch nachblickte, ertönten die Klänge des „Heil Dir im Sieger- kranz" ijn Marschtempo, und heran kamen die Deutschen. Plötzlich ging die Musik in die „Wacht am Rhein" über und genau im Parademarsch, Knie durchgedrückt, Kopf hoch, Augen links, zogen sie vorbei, die Burschen, denen so manches Herz unter den Zuschauern lauter zujubelte, als der Mund und die Kehle auSdrücken konnten. „Die Deuschen kommen!" hieß es überall, und die vielen Offiziere blickten mit Spannung und kritischem Auge auf die Vertreter der jungen deutschen Marine. Ach, wie scharf wurden nun die jungen kräftigen Burschen beobachtet, wie suchte man nach Fehlern zum Tadeln, wie genau wurde jede Bewegung, jede Haltung, jeder Schritt betrachtet. Aber es waren Soldaten ohne Tadel, das Volk in Waffen, keine Söldlinge, das waren Menschen von Intelligenz, Leute, welche stolz darauf waren, ihr Vaterland in einer internationalen „Coucurrenz" zu vertreten und als die besten aus diesem soldatischen und doch so friedlichen Wettkampfe hervorzugehen. Ein Jubelschrei erhob sich, ein Beifallrufen und Klatschen, wie es dem Kontingent keiner anderen Macht zu Theil wurde. Das war echter Enthusiasmus! Die Deutschen hatten wieder einmal gesiegt! Sie änderten ihre Marschformation nicht, wie die Russen, als sie aus dem Park marschirten. Jn Sectionen schwenkten sie rechts ab und auch keine Haarbreite Schwankung der Linie, kein Biegen oder Brechen war zu bemerken. „Brillant, wirklich brillant" war das einstimmige Urtheil der militärischen Kritiker. Beim Marsch war auch zu bemerken, daß die Deutschen ganz anders als die Soldaten anderer Mächte marschiren. Ihr Schritt ist fester, länger und schneller. Es hätte wohl kein Mittel gegeben, die Schönheiten des deutschen Marschirens und deutscher militärischer Haltung mehr hervorzuheben, als es durch die folgenden Franzosen geschah. Es waren hübsche Kerle, aber ihre Haltung war schlapp, sie sahen müde aus, als ob sie die ganze Geschichte langweile."
* Auf der Fahrt zum Standesamt verstorben ist am vergangenen Samstag in Berlin die 22 Jahre alte Putzmacherin Helene Gürtling. Das junge Mädchen, welches mit einem Kaufmann verlobt war, war Anfangs dieses Monats an der Influenza erkrankt, und wiewohl der behandelnde Arzt den Verwandten der Patientin, welche bei denselben lebte, anrieth, die Hochzeit vorläufig noch zu verschieben, hatte die Braut doch nicht darein willigen wollen und darauf bestanden, daß der auf Samstag festgesetzte Termin der Trauung eingehalten werde. Gegen S/411 Uhr holte der Bräutigam die Braut auS der Wohnung mittelst einer Droschke ab. Während der Fahrt fiel seine Braut ihm plötzlich ohnmächtig in die Arme. Sofort fuhr der Bräutigam nun nach der Behausung des Mädchens zurück, um ärztliche Hülfe zu holen; als er jedoch die nur noch leise Röchelnde aus dem Wagen heben wollte, fiel sie in die Wagenkissen zurück und starb in den Armen des Bräutigams. Ein Lungenschlag hatte, wie ein sofort herbeigerufener Arzt erklärte, dem Leben der Braut ein jähes Ende bereitet.
* Neue Bezeichnung. 1. Lieutnant: „Mit wem haben Sie am gestrigen Casinoballe getanzt?" — 2. Lieutnant: „Mit den blonden 50000 Mark".
Schi ffsnach richten.
(Mttgetheilt durch den Agenten des Norddeutschen Lloydes, Herrn Carl Loos in Gießen.)
Bremen, 16. Mai. Der Schnelldampfer Saale, Capitän R. Ring, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 6. Mai von Bremen und am 7. Mat von Southampton ab- gegangen war, ist gestern 1 Uhr Nachmittags wohlbehalten In Newyork angekommen.
Bremen, 16. Mai. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfcr Darmstadt, Capt. W. v. Schuckmann, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 4. Mai von Bremen abgegangen war, ist gestern 9 Uhr Abends wohlbehalten in Newyork angekommen.
Bremen, 16. Mai. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Dampfer Langhton, Capt. Bower. welcher am 26. April von Bremen abgegangen war, ist gestern 1 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angckommen.
— Der Postdampfer „Friesland" der „Red Star Linie" in Antwerpen ist laut Telegramm am 16. Mai wohlbehalten in Newyork angekommen.
Verkehr, Canö» unb Volksrvirthschaft.
Limburg, 17. Mai. Fruchtmarkt. Nother Wetzen JL 14.20, weißer Weizen JL 14.10, Korn 11.80, Gerste JL 10.40, Hafer X 8.20, Erbsen JL —.
Frankfurt a. M., 17. Mai. Ter gestrige Hauptmarkt im Vtehhos war überaus stark befahren, namenlttch mit Hornvieh (1327 Stück), sodaß die Stallungen überfüllt waren. Ein Theil der Thtere mußte fogar im Freien unter einer gedeckten Halle übernachten. Tie Preise gingen namhaft zurück, auch verblieb ein lieberftanb von 103 Stück. Von ausländischen Viehsorten waren 48 Ochsen auS Oesterreich vorhanden.
Wöchentliche Ueberficht der Todesfälle in Gießen.
19. Woche. Vom 7. Mai bis 13. Mai 1893.
Einwohnerzahl: angenommen zu 21100 (incl. 1600 Mann Militär). Sterbltchkeitsziffer: 29,57°/« bezw. 14,78 nach Ausschl. der Ortsfremden. Kinder
Es starben an: Zusammen:
Erwachsene: im vom
1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr:
Masern 1
Diphtherie 3 (1)
— — 1
- 3 (1)
Abdominattypbus 1 -
Lungenschwindsucht 2 (1)
1 — —
1 (1) - 1
Lungenentzündung 1
1 — —
Sonstige entzündliche
Erkrankungen der
Athmungs-Organe 1 (1
1 (1)
Neubildungen 1 (1)
1 (1) - -
Andere bekannte
Krankheiten 2 (2)
2 (2)
Summa: 12 (6) 7 (5) — 5 (1)
Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
Gottesdienst der israelitischen Keligionsgesellschast.
Freitag Abend 730 Uhr, Samstag Vormittag 810 Uhr, SamStag Nachmittag 4°° Uhr.
Wochenfest den 21. und 22. Mat:
Vorabend 8=* Uhr, Sonntag Vormittag 8°° Ubr, Sonntag Nach, mittag 4-° Uhr, Sonntag Abend 8»° Uhr, Montag Vormittag 800 Uhr, Montag Nachmittag 4°° Uhr, Montag Abend 820 Uhr-
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Temperatur der Lahn und Lnft nach Neaumur gemessen am 18. Mat, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 15V,, Luft 17 Grad.
Rübsamen'sche Badeanstalt.
Bekanntmachung.
Die Anbauten am früheren Haus Bourgeois hinter der Stadtkirche sollen
Mittwoch, 24. Mai d. I,
Vormittags 11 Uhr, (am gleichen Tage wie das alte Hof- gerichtögebäude),
an Ort und Stelle auf den Abbruch »ersteigert werden.
Gießen, am 18. Mai 1893. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen.
Gnauth. [4610
Bekanntmachung.
4592] Die Inhaberin der Firma H. Zimmer zu Lich, Heinrich Zimmer VII. Wiltwe, Bertha, geb. Schmidt, hat ihrem Sohne Ferdinand Zimmer Procura ertheilt.
Eintrag im Handelsregister ist er- folgt.
Lich, den 16 Mai 1893.
Großh. Amtsgericht Lich.
Langermann. 4592
Straßenbau»
Die bei Erbauung einer Kreis- ftraße von Atzenhain nach Merlau vorkommende Planir- arbeit, veranschlagt im 1. Loose zu 2687 JL 81 im 2. Loose zu 1363 JL 15 H, und im 3. Loose zu 1873 29 soll
Donnerstag, 25. Mai l. I.,
Vormittags 9 Uhr, in der Baift'scheu Wirthschaft zu Mücke durch öffentliche Versteigerung vergeben werden.
Bei gutem Wetter ■ findet ev. die Versteigerung an Ort und Stelle statt.
Die Pläne, Voranschläge und Be« dingungen können schon vorher auf meinem Bureau eingesehen werden.
Alsfeld, 15. Mai 1893.
Der Kreistechniker: 4529 Braun.
Mittwoch den 31. Mai,
Nachmittags 2'/, Uhr, soll auf dem hiesigen Ortsgericht die den Erbender Johannes Kitzler Eheleute« in Gießen gehörige Hofraithe:
Flur I Nr. 171 — 206 qm in der Wolken, gaffe
öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 18, Mai 1893.
Großh. Ortsgericht Gießen.
I. A: Vogl. 4612
Bekanntmachung, betreffend die land- und forstwirthschaftliche Berufsgenossenschaft für das
Großherzogthum Hessen.
Die von Großh. Kreisamt Gießen in Nr. 114 des „Gießener Anzeiger" erlaffene Bekanntmachung in rubr. Betreff bringen wir nachstehend zur Kenntniß der Grundbesitzer in hiesiger Gemarkung.
Gießen, 17. Mai 1893.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Gnauth. [4603
Unter Bezugnahme auf § 5 und 10 der Verordnung vom 11. Juli 1888, die Unfall- und Krankenversicherung der in land- und forstwirlh- schaftlichen Betrieben beschäftigten Personen betr., und unser Ausschreiben vom 17. Juli 1889 (Anzeigeblatt Nr. 167) machen wir Sie noch darauf aufmerksam, daß die Grundbesitzer, welche ihren Grundbesitz nicht selbst bewirthschaften, bei der Anmeldung das Rechtsverhältniß (z. B. Pacht rc.) und die Pachterträgniffe der einzelnen Loose anzugeben haben.
Heber die gestellten Anträge haben Sie ein Register nach der Zeitfolge der Anträge in vorschriftsmäßiger Form (cf. Formular A. zu der Verordnung vom 17. Juli 1889, S. 93 des Regierungsblattes) zu führen und dies Register spätestens bis zum 15. Juni l. I. unter Anschluß der gestellten Anträge und der dazu gehörigen Nachweise an uns einzusenden.
Innerhalb gleicher Frist sind die Anmeldungen eingetretener Befreiungsgründe von der Beitragspflicht (cf. § 10 der alleg. Verordnung) mit dem von Ihnen zu führenden Antragsregister uns mitzutheilen. Tie Anträge sind von Ihnen zu prüfen und nach Befund als richtig zu bescheinigen.
Sodann weisen wir Sie unter Bezugnahme auf § 14 und 15 dec genannten Verordnung hierdurch an:
1) Verzeichnisse der in den Gemeinden etwa vorhandenen landwirth- schaftlichcn Ncbcnbetriebe(z.B. von Fuhrwerks-, Drescherei-, Brennerei-, Molkerei-, Steinbruchs-, Sandgruben-, Lehmgruben-, Torfstich-, Ziegelei-,Kalköfen«, Kellerei-Betrieben rc.), soweit diese Betriebe nicht bereits nach dem gewerblichen Unfallversicherungsgesetz vom 6. Juli 1884 versichert sind,
2) Verzeichnisse der außerhalb des Großherzogthums gelegenen Grundstücke, welche zu einem landwirthschaftlichen Betrieb im Großherzogthum gehören, mit Angabe dieser Grundstücke nach der Katasterbezeichnung, der Größe und des EigenthümerS, an den Vorstand der land- und forstwirthschaftlichen Berufsgenossenschaft, Herrn Regierungsrath Nover in Darmstadt, bis Ende Juni l. I. einzusenden.
________________________v. Gagern.________________________
Zu bevorstehenden Festtagen bringen wir unser wohlassojrtirtes
in empfehlende Erinnerung.
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Freitag den 2. Juni,
Nachmittags 2Uhr, soll auf dem hiesigen Ortsgericht die den. Aacob Wacker Eheleuten in Gießen gehörige Hofraithe:
Flur 1 Nr. 32 — 94 Meter in der Mühl- gaffe
öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 18. April 1893.
Großh- Ortsgericht Gießen.
I. A: Bogt. 3795
Hreitag den 16. Juni,
Nachmittags 2V, Uhr, soll auf dem hiesigen Ortsgericht die dem Adolf Bogt in Gießen gehörige Hof-
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Flur I Nr. 783 — 381 Meter in der Sonn
öffentlich meistbietend versteigert werden.
Gießen, 4. Mai 1893.
Großh. Ortsgericht Gießen.
I. A: Bogt. 4232
Nachmittags 2«/z Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den Heinrich Michael MerzEheleuten in Gießen gehörigen Immobilien: Flur I Nr. 99<V1Oo — 368 qm Hofraithe auf dem Neichensand,
Flur I Nr. 99«V1OO — 493 qm Hofraithe auf dem Reichensand und in den Wallgarten,
Flur I Nr. 99<’/ioo — 195 qm Grasgarten daselbst
öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 18. Mai 1893.
Großh. Ortsgericht Gießen.
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