Ausgabe 
19.3.1893 Zweites Blatt
 
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Gießen, den 4. Februar 1893.

Der evangelische ftirchenvorftand. Dr. Naumann.

lice-Schule.

Die Ausstellung der Schülerinnenarbeit m findet Dienstag den 41. und Mittwoch den 44. März, Morgens von 1012 Uhr, Mittags von 25 Uhr, im Schullocale, Oswaldsberg statt.

Der neue ftoch-GursuS beginnt am IO. April und werde» Anmeldungen täglich in der Aliceschule bei Frl. Nenner angenommen.

Sämmtliche andere (Surfe beginnen, sowie auch der zur Ausbildung von Handarbeitslehrerinnen, Donnerstag den *40. April. Aufnahme der Schülerinnen Mittwoch de» I». April, Morgens IO Uhr. Anmeldungen nimmt entgegen Frl. Möser, Schiffeuberger- straße 14 II. [2524

Stiftungen für die neue enang. Kirche zu (Sietzen.

Nachdem der Baumeister unserer Iohannesktrche Herr Architect Grisebach uns e k ®<1!aue Angabe der inneren Ausstattung der neuen Kirche, nebst Zeichnungen ^ostenooranschlSgen übergeben bat, können wir nunmehr Allen denen, die bi« letzt schon ihre freundliche Absicht erklärt haben, eine Stiftung sür die neue Kirche zu madien forote denen, die solches erfreuliche Borbaben weiterhin fassen wollen, eine Ueber sicht geben über alle die Gegenstände und Herstellungen in und an der Kirche, die zu besonderen Stiftungen sich eignen

2Blr wollen hier ein vollständiges Berzeichntß aussteüen von derartigen Stif­tungen, von den wertvollsten bt» zu den geringsten, Jedermann die freie Auswahl für sich überlassend.

Es eignen sich zu besonderen Stiftungen:

__ 1« Die Orgel, die mit 39 klingenden Registern ein Meisterwerk aus der

Werkstätte des Orgelbaumetsters Walcker in Ludwigsburg werden soll, mit Gehäuse iu 18000 Mark. Auch das mächtige, künstlerisch zu gestaltende Gehäuse allein wäre eine schöne Stiftung im Werth von 4000 Mark.

2. Die Kanzel (in Sandstein und Marmorftuck) mit Schalldeckel und allem lonftigen Schmuck tnSgesammt 6000 Mark, die Kanzel für sich allein .3000 Maik: die 4 Stuckrelief» der 4 Evangelisten in den Brüstungen der Kanzel für sich allein 1200 Mark, also jeder Evangelist 300 Mark.

3. Der Altar (in Sandstein und Marmorstuck) tnSgesammt 8500 Mark. Das große Relief de» heil. Abendmahl» in Marmorstuck al» Rückwand des AttarS für sich besonders 3500 Mark; ferner drei kleine frönenbe tfngelstsaren am Altar zusammen 600 Mark.

,41 «khorfenster (über dem Altar) mit einer Darstellung der

Kreuzigung Ehristi in Glasmalerei 4000 Mark.

. . 5- Die 4 großen Fenster im Schiff der Kirche (je 2 nach dem Seltersweg und der Sudanlage hin) in Glasmalerei, jedes zu 1000 Mark, also alle I 1 u lammen 4000 Mark.

6. Die 3 kleineren K-nster im Schiff In Glasmalerei, jedes 300-4^0 Mk, ferner die Fenster im Eonstrmandensaal und in der SakristO jede» etwa 100 Mk

ba Orgel, trn Hauprgiebel, in Glasmalerei 1500 Mark. f San.bbUbcr im Chor, die 12 «postelgestalten, jede 400 Mk., also

samrnen 4800 Mark.

Cnn m9 ? vi-rundzwnnzigftammige «»»fronen im Schiff der Kirche, jede 600 Mark ferner S zehnstammige «»»fronen unter und über den Emporen, lebe 280 Mark, endlich eine Anzahl kleinerer «askronen je 100200 Mark _____10. Die Johannetzfignr außen am Giebel der Knche über dem Bo, tat 2o00 Mark.

11 «ltarbekleidnngen, (Altardecken, Änhpenblen) Im Werth von 300700*1».

12. Teppiche vor dem Altar und Läufer im Schiff der Kirche -">-.300 Mk 13. «ltarleuchter, je einer etwa 150 Mark.

14. AbendmahlsgerLthe (Kelche, Kannen, Patenen) je von 80 - 200 Mk und 300 Mark.

15. Eine Glocke auf dem Thurm; die größte As, 8000 Mark, die »weite < 4000 Mark, die dritte, Es, 2300 Mark, die kleinste, As, 1000 Mark. ' '

Wir bitten alle Freunde unserer Kirche, die zu einer der genannten Stiftungen geneigt sind, baldigst ihre Auswahl und Entscheidung zu treffen und die» dem Unter­zeichneten direkt ober durch einen der Pfarrer oder Kirchenoorsteher minheilen zu wollen. Es wäre doch sehr erhebend und erfreulich, wenn recht viele Glieder unserer Gemeinde durch solche Stiftungen ihre Liebe und ihren tarnen unserem neuen Gottes- yause in besonderer Art etnprägen würden. Mögen darum diese untere Mitthetlungrn zugleich als herzlicher Aufruf an unsere Gemeinde, wohlwollende Ausnahme nuten und zu opferfreudigen Gaben veranlassen; Gott walt'«."

Vorträge im Gewerbverein.

Dienstag, den 21. Mär;, 8 Uhr Abends, im physikalischen Lehrsaale des Realgymnasiums

Vortrag des Herrn I>r. Pitz

über:

Dir kntkthinlg brr ?önr und brrrn llrrmrnbung bei brr Saitrnorgrl

(Expe rimental-Vortrag). [2558

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