ausschufseS die Concession zum Branntweinverkauf unter Ver neinung der Bedürfmtzfrage versagt worden. Heute legte Loth seine Fremdenliste vor, wonach In der Zeit vom 1. Juni bis Ende December v. I. 762 Reisende, Handelsleute rc. in dessen Gasthaus logirt haben. Dem Recurse wurde stattgegeben und demgemäß die erbetene Erlaubniß ertheilt. — 2) Gesuch des Specereihändlers Andreas Schneider II. zu Ostheim um Concession zum Verkauf von Branntwein über die Straße. Gegen die ablehnende Entscheidung des Kreisausschuffes Friedberg har rc. Schneider Recurs verfolgt. Es wurde fest gestellt, daß in dem 450 Seelen zählenden Orte nur zwei Wirthschaften, bloße Branntwcinverkaussstellen jedoch nicht bestehen. Die dritte Wirthschast befindet sich etwa zehn Minuten vom Dorfe entfernt, an der Haltestelle der Eisenbahn. Die nachgesuchte Concession wurde ertheilt. 3) Reclamation gegen die Bürgermeisterwahl zu Bellersheim. In erster Instanz ist die Reclamation verworfen worden. (S. den Bericht in Nr. 247 des Anzeigers.) Zur Begründung des Recurses hebt der Vertreter der Neclamanten, Justizrath Dr. Reatz, besonders hervor, daß es sich nur um die Differenz von einer Stimme handle, eine genaue Prüfung der Reclarnations- gründe deßhalb erfolgen müsse. Der Recurs wird verworfen und die Neclamanten zur Kostentragung verurtheilt. — 4) Reclamation gegen die Bürgermeisterwahl in Hergersdorf. Von 14 Einwohnern dieses Ortes war gegen die sragl. Wahl reclamirt mit der Behauptung, daß erstere sämmtlich für den Candidaten Dippel gestimmt hätten, während bei Feststellung des Wahlresultates nur 12 von 26 abgegebenen Stimmen auf Dippels Namen lauteten. Der Kreisausschuß zu Alsfeld verwarf die Reclamation, da weder bewiesen, noch behauptet war, daß eine Wahlfälschung vorliege. Der Vertreter der Neclamanten erklärte u. A. heute, daß zeugeneidlich nach- gcwieseu werden solle, wie ein Stimmzettel in der Tasche des Wahlvorsitzenden, Bürgermeister Grünew al d, verschwunden und dafür ein anderer zum Vorschein gekommen sei- es wurde indessen festgestellt, daß die betr. Person bei der Vernehmung durch Großh. Kreisamt Alsfeld hierüber keinerlei Angabe gemacht hat. Der Recurs wird als unbegründet abgewiesen und den Reclamanten die Kosten sowie 25 Mk. Aversional- vergütung auferlegt. — 5) Das Gesuch des Wilhelm Mauer aus Eichelsdorf um Erlaubniß zum Betrieb einer Schank- wirthschaft war vom Kreisausschuß zu Schotten abschlägig be- schieden worden, da sich in unmittelbarer Nähe bereits drei Wirthschaften befinden. Dieses Erkenntniß bestätigte der Provinzialausschuß unter Verurtheilung des Reclamanten in die Kosten sowie zur Zahlung einer Aversionalvergütung von 5 Mk. — 6) Gesuch der Hirsch Goldschmidt Ehefrau von Nieder Mockstadt um Ertheilung eines Wandergewerbescheines für ihren minderjährigen Sohn Mcyer Goldschmidt. Dem Recurse gegen das die Ertheilung des erbetenen Wandergewerbescheines ablehnende Erkenntniß des Kreisausschuffes Büdingen wird stattgegeben und zunächst die probeweise Ausstellung des Gewerbescheines genehmigt. — 7) Antrag von Grundbesitzern in den Gemarkungen Inheiden und TraiS Horloff auf zwangsweisen Erwerb ihrer Grundstücke durch den Hcssisch- Nheinischen Bergbau-Verein (Grube Friedrich). Eine Anzahl Grundbesitzer hat wegen Erwerbung von durch den Bergbautrieb der Briquettfabrik gefährdeten Grundstücken Klage erhoben und verlangen pro Quadratmeter 80 Pfg. Ent- fchädigung. Der Hessisch-Rheinische Bergbauverein hat sich mit der Erwerbung dieser Grundstücke einverstanden erklärt, will jedoch den von den Eigenthürnern geforderten Preis nicht zahlen. Die Sachverständigen haben den Werth der Grundstücke auf 60 Pfg. pro Quadratmeter und, soweit es sich um von Wegen begrenzte Grundstücke handelt, auf 63 Pfg. pro Quadratmeter geschätzt. Der Provinzialausschuß setzte die Entschädigung auf 60 Pfg. bezw. für die ohne Berührung fremden Eigenthums erreichbaren Parcellen auf 65 Pfg. pro Quadratmeter fest- die Kosten nebst einer Aversionalsnmme von 40 Mk. fallen dem Hessisch Rheinischen Bergbau-Berein zur Last.
— Auszeichnung. Dem Gendarmen Schwarz von der hiesigen Gendarmerie-Station wurde am 26. December v. I. das Militär-Dienst-Ehrenzeichen für 25jährige, treu geleistete Dienste verliehen.
— Zur Erinnerung an die glorreiche Wiederaufrichtung des Deutschen Reiches (18. Jan. 1871) findet im „Cafe ßeib" heute Mittwoch Abend ein Concert der hiesigen Regimentsmusik statt, auf das wir hierdurch aufmerksam machen. (S. Inserat.)
— Mit dieser Woche geht der dritte Cursus der Koch- fchnle des Allgemeinen Vereins für Armen- und Krankenpflege zu Ende. Er hat ein ganz unvorhergesehenes Zeugniß seiner Leistungen gesunden. Die in der Schule gekochten Portionen sind nämlich trotz ihres geringen Preises so reichlich, daß die Schülerinnen nur einen Theil davon verzehren können. Es konnten daher von Anfang an etliche Portionen käuflich abgegeben werden. Die Nachfrage darnach hat sich nun so gesteigert, daß auf jedem Herde doppelte Portionen gekocht werden mußten, und sich so aus der Kochschule eine kleine Volksküche entwickelt hat. Um diesen Bezug von Essen für Arbeiter in dieser kalten Zeit nicht zu unterbrechen, hat sich der Verein entschloffeu, sofort einen neuen Cursus zu eröffnen, der am 23. Januar beginnen soll. Da aber im Uebrigcn die Zeit dafür sehr wenig günstig ist, so wird hiermit darum gebeten, um des doppelten guten Zweckes willen Theilnehmerinnen werben zu wollen, eventuell durch Uebernahme des Schulgeldes für Unbemittelte (1 Mk. rnonat- lich). Daö Nähere besagt die Anzeige im heutigen Blatte.
— h. Wie ans dem gestrigen und heutigen Jnseratentheil unseres Blattes ersichtlich, hat der Vorstand der hiesigen Rudergesellschaft beschloffen, das gelegentlich der sechszehnjährigen StiftungSseier mit so großem Beifall in Scene ge setzte Festspiel morgen Donnerstag Abend 8 Uhr in Steins Saalbau nochmals als WohlthätigkeitS Vorstellung zur Aufführung zu bringen. Es ist ein edler Zug unserer Waffer- sportSleutc, daß sic ihre Thätigkeit nicht nur dem Sporte und der Geselligkeit widmen, sondern auch in den Dienst der
Wohlthatigkeit stellen. Wie dies nicht anders zu erwarten, haben sämmtliche Theilnehmer ihre Unterstützung sofort zu- gesagt und wird außer den bei den lebenden Bildern beschäftigten jüngeren Damen und Herren, Frau Balser Landman n als Solistin, sowie Fräulein H a r t w i.g vom Frankfurter Stadttheater das Unternehmen durch ihre gütige Mitwirkung unterstützen- auch Herr Musikdirector Krauße mit seiner Capelle hat wieder den musikalischen Theil der Aufführungen übernommen. Eintrittskarten sind im Vorverkauf bei den Herren Ernst Balser und Ernst Chalier zu Mk. 1.50 — Mk. 1. — und 50 Pfg. zu haben. Für gute Heizung des Saales ist Sorge getragen. — Wir hoffen, daß die Einwohnerschaft Gießens dem Unternehmen in Anbetracht des edlen Zweckes, in ihrem bewährten allbekannten Wohlthätigkeitssinn durch recht zahlreichen Besuch ihre Unterstützung und Anerkennung zu Theil werden läßt, umsomehr als der Reinertrag für Bedürftige unserer Stadt bestimmt ist. Derselbe wird dem Stadtvorstande zur Verfügung gestellt werden mit der Bitte, denselben möglichst als Beitrag zur Unterstützung der bei der herrschenden Kälte frierenden und nothleidenden hiesigen Armen zu verwenden.
K. Theater. In seinem vieractigen „Zeitgemälde" „Der Königslieutenant" führt uns Gutzkow ein bedeutsames Stück aus der Jugendzeit Goethes vor, nämlich den intimen und zugleich für den jungen Dichter sehr anregenden Verkehr mit dem im väterlichen Hause am Hirschgraben zu Frankfurt einquartierten französischen Gouverneur Grafen Thorane. Der geistvolle Franzose versteht es, angezogen von dem Genie des jungen Dichters, trotz der Antipathie desselben gegen die große Nation, ihn dermaßen an sich zu fesseln, daß bald das innigste Band der Freundschaft beide umschlingt. Hingerissen von diesem Gefühl erzählt der Graf seinem jungen Freunde die Geschichte seiner unglücklichen Liebe, die ihn zum Weiberhasser und Verächter gemacht hat. Denn diejenige, bei der er Vater- und Bruderstelle vertreten, ja die ihm die Hand als Gattin geboten hat, ließ sich entführen von einem leichtsinnigen jungen Cavaliere. Verzweifelt an jeder weiblichen Tugend, jagt der unglückliche Graf sechs Jahre lang dem Räuber seiner Ehre und seines Glückes nach, bis er ihn in Frankfurt im Vereine mit der Geraubten arm und mittellos unter den Cornödianten wieder findet. Der junge Göthe ist es bann, der die beiden Parteien wieder versöhnt und dem Grafen klar zu machen weiß, daß ihm wohl die Stelle des Vaters, nicht aber die des Gatten zukommt. Dies ist kurz der Inhalt des Stückes, dessen Stoff sich besser wohl zu einem Roman, denn zu einem Drama geeignet hätte. — Den Grafen Thorane stellte unser geschätzter Gast, Herr Wilhelm von Hoxar, mit wirklicher Meisterschaft dar. Der Künstler riß das Publikum zu wahren Beifallsstürmen hin, sowohl durch sein fein durchdachtes routiniertes Spiel, als durch die Art und Weise, mit der er die Sprache, das gebrochene Deutsch, zu handhaben wußte. Der junge Goethe des Fräulein Brünner zeigte von ernstem Studium und tüchtiger Arbeit, wiewohl manchmal dennoch die Dame etwas durchblickte. Der Rath Goethe des Herrn Martiensen war gut gespielt und gesprochen, nur öfter etwas zu sehr vom Souffleurkasten abhängig. Fräulein Märker (Frau Räthin Goethe) war manchmal etwas matt. Herr Halpern (Professor Mittler) war zu sehr Jntriguant, als daß er seiner Aufgabe in vollem Maße hätte gerecht werden können. Auch die beiden Mc^er Hirsch (Herr Born) und Trautmann (Herr Hantschack) ließen manches zu wünschen übrig, wogegen der dritte im Bunde, Seekatz (Herr Rupp), sehr gut gefiel- dasselbe gilt von dessen Frau (Frau Copp6). Auch die Leistungen des Herrn Director Reiners (Mark) und des Fräulein Coppö (Grethel) verdienen unsere volle Anerkennung. — Das Haus war auch diesmal nicht nach Wunsch besetzt, hoffen wir, daß die noch folgenden beiden Comödien am Freitag und SamStag unsere Direction für die beiden schlecht besuchten Abende wohl entschädigen, denn Unrecht sürwahr wäre es, wenn ihr für ihre Bemühung kein besserer Dank würde, als bis dahin.
— Das am vergangenen Sonntag in Steins Garten abgehaltene Winterfest des Gießener Radfahrvereins nahm, wie die früheren Saalfeste, auch diesmal wieder einen glänzenden Verlauf. Wenn auch der Eröffnungsreigen, ausgeführt auf sechs Hochrädern, unter dem raschen Tempo des Gießener Radfahrmarsches etwas zu hastig gefahren, eine Carambolage im Gefolge hatte, so wurde diese Scharte doch alsbald wieder ausgewetzt, indem die sechs Fahrer sich durch den kleinen Un- oder vielmehr Umfall nicht entmutigen ließen, den Reigen nochmals und zwar in gemäßigterem Tempo zu fahren. Das völlständige Gelingen der zweiten Fahrt bekundete der allseitige Beifall der Zuschauer. Die Lorbeeren des Festes trugen die sechs Zöglinge des Vereins, die in schmucker Ulanenuniform eine aus 18 Piecen zusammengesetzte Quadrille fuhren, davon. Die Leistungen dieser jungendlichen Fahrer setzten die Zuschauer in Staunen. Die schwierigsten Volten, zu zweien und sogar zu dreien wurden sehr exact ausgesührt und mit Radfahrerstolz nahmen die jüngsten Radfahrer Gießens den nicht enden wollenden Applaus entgegen. Für den humoristischen Theil sorgten zwei wohlgelungene Clowns, die einem Bauer die Dressur auf dem Rade beibringen wollten, welcher sich aber nach Entledigung seines Bauernkittels als schneidiger Radfahrer entpuppte, der den geuzten ClownS auf- und davonfuhr und seine Leistungen im Kunstlaufen vorführte. Die zum Schluß gestellten Pyramiden fanden unge» theilten Beifall und wollen wir dem rührigen Radfahrverein, der den Sport so schön pflegt und im nächsten Frühjahr feine neu anzulegcnde Rennbahn zu eröffnen gedenkt, die besten Wünsche zu fernerem Gedeihen entgegenbringen.
r. Großen Buseck, 17. Januar. Die Nacht von Montag auf Dienstag war hier bis jetzt die kälteste dieses Winters. Das Thermometer war bis auf 22 0 R. unter Null gesunken. Dieses Wetter ist wohl mit Ursache, daß die jüngst \ unter unserer Schuljugend aufgetretene DiphtheritiS,
die in mehreren Fällen Scharlach im Gefolge hatte, gar nicht weichen will.
-z- Steinbach, 17. Januar. In der Nacht von SamStag auf Sonntag brannten hier die Scheuern des Ludwig Reuschling I. und Heinrich Schmitt HL bis auf den Grund nieder. Die Entstehungsursache des Feuers ist dis jetzt noch unbekannt, jedoch wird Brandstiftung vermuthet. Die neuen Löschgeräthe bewährten sich sehr gut und gelang es der Feuerwehr, trotz der großen ßälte, das Feuer auf seinen Herd zu beschranken. Untersuchung ist eingeleitet.
K. EckardSborn, 17 .Januar. Wie gefährlich eS ist, bei dem jetzigen starken Froste Holz im Walde zu fällen, zeigen folgende vorgekommene Unfälle. Einem hiesigen Holzhauer prallte die Azr wegen des starken Frostes ab und fuhr einem anderen Arbeiter in den Leib- ebenso wurde in dem benachbarten Fauerbach einem Holzhauer in daS Gesicht gehauen. Beide liegen lebensgefährlich verwundet darnieder.
' Vermischtes.
♦ Karlsruhe, 17. Januar. Der Proviantamts-Assistent Hartung von Rastatt, der am 20. April 1891 seine Ehefrau während eines Streitds erwürgte und sich dann den Gerichten stellte, wurde heute vom Schwurgerichte wegen Körperverletzung mit nachfolgendem Tode zu zwei Jahren Gefängniß verurtheilt.
♦ Hamburg, 17. Januar. Der Bürgerschaft ging ein Senatsantrag auf Nachbennlligung von 2,300,000 Mk. für eine centrale Sandfiltration zu, da die ursprünglich bewilligten 6,725,000 Mk. nicht auSreichen. — Bei zwei Negern des Dampfers „Gretchen Bohlen" wurde Cholera conftatirt.
* München, 17. Januar. Die Wirtschafterin auf dem HirfchberghauS bei Tegernsee stürzte, wie die „Neuesten Nachrichten" melden, gestern am Luckengraben ab und wurde heute Morgen tobt aufgefunden.
* Karlsruhe, 17. Januar. Der Großherzog begnadigte die ihrer Entbindung entgegensehende Frau Hitzelberger, die wegen Verleitung zum Morde ihres Mannes zum Tode verurtheilt war, zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe.
* Graudeuz, 17. Januar. InKulrnfee sind fünf Kinder durch Kohlendunft erstickt. Die Mutter hatte vorzeitig die Ofenklappe geschlossen.
* Ralibor, 17. Januar. Ein Schnellzug durchsuhr bei Oderberg eine Colonne Streckenarbeiter. Zwei wurden gräßlich verstümmelt und blieben sofort tobt. — Vom Schwurgericht in Gleiwitz ist bie 60jährige Engelmacherin Wittwe Piontek zum Tobe verurtheilt worben.
* Prag, 17. Januar. Ein Wachtposten auf den Hradschiner Schanzen fand vorgestern Nacht seinen Tod durch Erfrieren. Der Soldat stellte sich in das Schilderhaus, wo er bei der Wachablösung erfroren aufgefunden wurde. Bei der Feldübung erfroren 18 Geniesoldaten derart an Händen, Ohren und Nasen, daß sie inS Garntsonlazareth überführt werden mußten.
* Wien, 16. Januar. DaS Mitglied deS Herrenhauses, Graf Johann Kraftcki, der bereits im vergangenen November einen Selbstmordversuch unternommen hatte, stürzte sich heute vom dritten Stockwerke in den Hofraum und blieb sofort tobt. Die That bürste in einem Anfall von Irrsinn erfolgt fein.
Universität- - Nachrichten.
— Aus Jena wird der „Frks. Zig." telegraphirt: Proseffor Kluge erhielt einen Rus nach Freiburg als Nachfolger deS nach München berufenen Germanisten Prof. Paul und wird dem Ruse voraussichtlich folgen.
Wöchentliche Ueberficht der TodeSsaüe in Gießen.
2. Woche. Vom 8. Januar bis 14. Januar 1893.
Einwohnerzahl: angenommen zu 21 500 (tncl. 1600 Mann Militär.) SterbltchkeitSziffer: 29,57°/« bezw. 24,64 nach AuSfchl. der Ortsfremd«.
Kinder
ES starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom
Anm. Die in Klammern gesetzt« Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gieß« gebrachte Kranke kommen.
1. Lebensjahr: 2—15. Jahr:
Masern
1
—
1 —
Diphtherie
3 (1)
—
3 (1)
Lungentuberculose
3 (1)
3 (1)
— —
Krebs
3
3
- —
Andere bekannte Krankheit«
2
1
1 —
Summa:
12 (2)
7 (1)
2 3 (1)
Eingesandt.
Gießen, 18. Januar 1893.
Der Unterzeichnete erlaubt sich, den wohlläblichen Schulvorstand in Anbetracht der soeben herrschenden Kälte aufmerksam zu machen darauf, ob eS nicht angebracht sei, entweder den Unterricht ganz Ausfallen oder denselben statt um 8 Uhr um 9 Uhr beginn« zu lass«. Wenn im Sommer 20° R. fettens der LchuloerwaUcr verzeichnet roerben, fällt der Unterricht aus, warum benn nicht, wenn 20° Kälte und mehr vorhandm sind.
Ein Kinderfreund.
Von vielen Seiten laufen Klagen eie über das jetzt ie Handel befindliche amerikanische Petroleum. DaS find die Folgen deS Kampfes der Amerikaner unter sich. 1223 Dagegen ist russische«Petroleum, Marke Nobel, immer bester geworden und erhalt heute schon zu gleich« Preise« den Vorzug.
rp|ipp llrOOMFD K<u>-K,L’10"- B“10’ Niederlage» THEE-MESSMER ‘“Ä““ empfiehlt vorxü<L Theeei*chuii<en« M. 2-SOu.M. 3.50pr. Pfd. Probe-
pe. kete 90 Pt a. M- 1.- feo. (Doppelbrief) »ehr beliebt u. verbreitet. [239].


