Ausgabe 
18.1.1893 Erstes Blatt
 
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[239].

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Ungsteiner (Weisswein) . . . Zeltinger (Moselwein) .... Aechten Bordeaux-Medoc . .

Frostbeulen, Frostballen rote alle Hautleiden soll man nur mit __________________________

Verkehr, Land- und Volkswirthschaft.

♦teste«, 17. Januar. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Md. A 0.851,00, Hühnereier per Stück 89 X 2 Stück H. Käse pr. St. 6-10 X Käsematte pr. St. 3 X Erbten vr. Utter 24 X Linsen pr. Liter 30 X Tauben pr. Paar X 0,60-0,80, Hübner pr. Stück X 0,851.20, Hahnen pr. St- X 0,9)1,60, Enten pr. St- X 1,50 bis 1,70, Ocbsevfleisch pt. Md 6572 H, Kuh- und Rindfleisch pr. Md. 5056 H, Schroeine- ,letsch pr. Pfd. 60-70 X Kalbfleisch pr. Pfd. 40 -50 X Hammel­fleisch pr. Pfd. 40 - 70 X Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,00-0,00 X, Weißkraut pr Stück 512 A, Zwiebeln pr. Centner 8,008,50 X, Milch pr. Liter 1218 X Gänse pr. Pfd. 4864 X Welsche 9-10 X

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* Wien, 16. Januar. In Jessenitz (Bezirk Königgrätz) ist eine Zigeunerfamilie von 16 köpfen er fr o ren^sämmt- liche Personen waren tobt.

Altrömische Kochkunst. Ein gelehrter Gastwinh ist Herr Rudolf Neubauer in Lmz, der dieser Tage im dortigen Rathhaussaale einen interessanten Vortrag über altrömische Kochkunst hielt. Er gab zunächst eine einleitende Uebersicht über Küche und Kochschulen der alten Römer, besprach dann die verschiedenen Fisch- und Fleischsorten, Geflügel, Gemüse und Cerealien. Interessant war die Beschreibung der Anlage vou Fischteichen und Vogelhäusern, in denen die Mästung und Zucht staitfand. Dann entwarf Neubauer ein anschau- l-ches Bild der lucullischen Zeit, hier die Dichter jener Zeit, svecieü Horaz :c., in Citaten erwähnend. Besonders berühmte Köche entstammten zur Zeit des Augustus und Tiberius der Familie Apicius. Der Vortragende erwähnte ferner der Schlemmereien zur Zeit des Kaisers Vitellius, die Schriftsteller ctronius und Makrobius, hier das Gastmahl des Trimalchio berührend, und gab schließlich einen Ueberblick über die in jener Zeit gebrauchten Kochgeräthe und den Tafelluxus be­treffenden Einrichtungen u. s. w. Erwähnenswerth ist, daß H jener Zeit z. B. ein guter Fisch im Gewichte von 4 Kilo etma 800 Mark nach unserem Geld kostete, und daß bei einem Gastmahle eine Zwischenspeise aus Singvögelzungen aufgetragen wurde, deren Preis die hübsche Summe von über 20 000 Mk. betrug.

Die Auswanderung übet Antwerpen betrug im Jahre 1892 insgesammt 42,056 Personen mit direkten Dampfern. Hiervon gingen 40,343 nach den Vereinigten Staaten mit Dampfern der Red Star Linie, 378 nach Südamerika mit Dampfern des Norddeutschen Lloyd, 850 nach Australien, 423 nach Canada, 62 nach verschiedenen Bestimmungen. Indirect über England reiften 3118 Auswanderer.

Bausttel und feine Dimensionen ausgefallen ist. Es ist ein viereckiges, stallartigls Gebäude mit sehr bünnen Außenwä den unb einem flachen Dach, bas Ganze von der G öße eines mäh'gen Zimmers. Dieter Raum bietet Sitzplätze für 16 Personen,_ ebenloo ele tönnen bichtgedränqt sich stehend aufbalten, lagen wir höchstens 40, die ein dürftiges Unterkommen finden. Nun steiaen aber täglich mit dem ersten Fiühzuge nach Gießen 70 bis 80 Personen ein; die Hälfte derselben muß sich bis zum Emin ff m des Zuges im Freien auf­ballen und bas bei 10 bis 14 Grab Kälte unb bei jedem Unwetter. Darunter sind oft schulpflichtige Stinber, welche die höheren schulen in Gießen besuchen. Den g'ößeen Theil der Fahrgäste bilden Arbeiter, die in der nahen Stabt ihr B ob oerbienen.

Hierzu kommt noch ein weiterer Uebelftanb. Die Fahrkarten müssen in dem etwa hundert Schritte abseits liegenden Bahnwärter­häuschen geholt werben. Zur Nachtzeit ist dies mit einigen Schwierigkeiten verbunden, da es an jeder Beleuchtung mangelt. Wiederholt ist es vorgekommen, baß Reisende den Pfad habet ver fehlten und auf den Bahndamm hinunterstürzten, eine nicht un­gefährliche Sache. ,

Diese Zustände erfordern dringend der Abhilfe. ES wird sich leicht eine Erweiterung desWarteraums", verbunden mit einer Billetausgabe, Herstellen lassen. Noch richtiger wäre im Hinblick auf den starken Verkehr die Errichtung eines ordentlichen Stations- Hauses und die Einrichtung der Güterverladung, die bis letzt völlig mangelt. r., _ , r-

Wir behalten uns vor, gelegentlich wieder auf Die Sache zuruck- zukommen.

Eingesandt.

Aus dem «reife Gieße«, 16. Januar 1893.

Die Haltestelle Schiffenberg hat einen regen Personenverkehr, vielleicht den bedeutendsten auf der ganzen Strecke Gießen-Gelnhausen, von den Endstationen abgesehen. Drei volkreiche Orte, Watzenborn, Steinberg, Raufen, unb Grüningen mit einer Bevölkerung von zusammen 26-2700 Seelen, sinb für ihren lebhaften Verkehr mit Gießen aus diele Stelle angewiesen. Nun befindet sich hier ein ,Warteraum", her wohl schon manchem Wanderer durch seinen

Einfrieren der Wasserleitungen betr.

Trotz unserer öfters empfohlenen

Vorkehrungen gegen das Einfrieren der Wasserleitungen werden uns immer wieder Fälle bekannt, wo zum Schutze der Haus- ivasserleitungen, insbesondere aber der Wassermesser gar nichts geschieht: namentlich treffen wir bei strenger Kälte offen gelassene, oder mcht verwahrte, undichte Kellerfenster an, welche das Einfrieren der Wasser­messer und der anschließenden Ein- und Ausgangsleitungen zur Folge baden. Die Wassermesser selbst sind während des Winters mit Säcken, Packstroh oder ähnlichen Schutzmitteln zu umkleiden, welche Vorsichtsmaßregel wir leider vielfach unbeachtet finden, es fei deshalb auch hier daran erinnert, daß die Herstellung ungenügend verwahrter Wassermeffer auf Kosten der Hausbesitzer erfolgt. Bezüglich Aufthauens eingefrorener Leitungen und Wassermeffer muß stets sofortige Abhilfe veranlaßt werden, um größe­ren Beschädigungen durch Auffrieren der Leitungen und hierdurch verur- sachten Ueberschwemmungen u. s. w. vorzubeugen; das Abwarten des Auf- chauenS von selbst wie uns ebenfalls Fälle bekannt geworden ist

llttiverfifäfs - Nachrichten.

Marburg, 13. Januar. Der außerordentliche Professor iUesanber Leist aus Göttingen, früher Privatdocent dahier, ist als außerordentlicher Professor der juristischen Facultät vom 1. April ab hierher versetzt worden.

Königsberg, 14. Januar. Zum Rector der Universität für bas Studienjahr 1893/94 ist Professor Gareis gewählt worden.

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Die Frühjahrs-Collection enthält die einfachsten, sowie die feinsten Genres in reichhaltigstem Sortiment, so daß wir nun­mehr in der Lage sind, auch in diesen Artikeln den weitgehendsten An­sprüchen unserer geehrten Kundschaft genügen zu können.

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Grünberg, 12. Januar. Erfreulicherweise ist im vergangenen Jahre eine beträchtliche Zunahme der Frequenz des hiesigen Fruchtmarktes gegen dasVorjahr zu verzeichnen. Ganz besonder« staik besucht wu'den die Wochenmärkte im Spätherbst. Wenn auch jetzt die Fruchthändler bis in die abgelegensten Orte kommen, um die Früchte auszukaufen, so ziehen es doch viele Landwirthe vor, ihre Getreidevorräibe zu Markt zu bringen. Es bietet ihnen nämlich diese Art des BerkausS einen sehr ins Gewicht fallenden Dortheil. Der erlöste B trag wird sofort ausbezahlt und bekanntlich ist baares Geld, zumal im Spätherbst, wenn Martini vor der Tbüre, bei vielen Landwirthen ein gesuchter Artikel. Außerdem benutzen viele Land­bewohner gerne einmal die Gelegenheit, in die Stabt zu fahren, um sich hort zugleich mit verschiebenen Lebensbedürfnissen zu versehen und dies ganz besonders im Winter, wenn die dadurch verursachte Zeitversäumniß bei ihnen kaum in Betracht kommt. D. Zlg.

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- Der Rheinfall bei bengalischer Beleuchtung. Mystischer Räuber umg ebl die Stätte des gewaltigen Naturwunders zur Nachtzeit, wenn nicht Menschenhände Helles Licht darüber verbreiten. E>ne Darstcllung der bengalischen Beleuchtung des Rheinfalls bringt das soeben «richtenene erste Heft der neuen Salon - Heft - Ausgabe von »Zur Guten Stunde- (Berlin W. 57, Deutsches Verlagshaus Bong & (So.). Das effictoolle malerische Bild gehört zu dem Auf­sätze A.Bertschens: Schaffhausen und der Rheinfall, zu dem Fried r. Stahl einen reichen Bilder schmuck gegeben hat. Ein zweiter ArtckelDie Balletschule" von Paul Dobert ist ebenfalls mit srövttchen Bildern illustrirt, die in buntfarbiger Ausführung allerliebst aussehen. H. Binde hat die kleinen Ballcrinen in spe so anmuthig und zierlich dargestellt, daß man völlig vergißt, welche schwere Arbeit nothwendig ist, um dieses Resultat zu erzielen. In einem weiteren Artikel schildert die Feder der fiekundtgen Frau Helene Pichler die Späße der Linientaufe. Die Romane des mit einem effectooüen Umschläge versehenen Heftes tragen die Namen Hermann Hetberg und Fedor von Zobelitz; beide Autoren haben in ihren neuen WerkenFieberndes Blut" undDie Pflichten gegen sich selbst" die volle Meisterschaft ihres groben Erzählertalents offenbart. Eine sehr spaß'ge und mit drolligen Bildern F. JüttnerS geschmückte HumoreskeDie Hofen des Herrn von Werdau" von Wolfgang Kirchbach wird den Leser höchlichst belustigen. A. O. jtlaufomann bringt ferner noch ein Bild aus dem Leben eines Kriminal- beamien,Der Pfropfenzieher" betitelt. Reicher Btlderschmuck fesselt das Auge auch deS verwöhntesten Kunstfreundes. Die Buntbilder Das Diner des Herrn Oberlieutenant" von A. v. Stein,Lieder ohne Worte" wetteifern mit guten Holzschnitten hervorragender Künstler. Die Gratisbeilage vonZur Guten Stunde", die Jllu- fhtrte Elassiker Bibliothek" enthalt den Anfang der Veröffentlichung von Uhlands Dichtungen; die Werke dieses großen Dichters werden somit dem Leser völlig kostenfrei geboten. Zieht man im Hinblick auf diese Fülle den Preis von 60 Pfg. pro Heft (jährlich 18 Hefte) in Betracht, so muß man bekennen, daß Aehnliches bisher dem deutschen Lesepublikum noch nicht geboten worden ist. Gut und billig ist hier im wahren Sinne des Wortes vereint

Die Lieferungen des Bedarfs für

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Ein PelzkragenZ gefunden. Gegen Erstattung der Ein- rückungsgebübr abzub. Bahnhofstraße 17.

6u2j Eine Parlyie alte Fenster zu kaufen gesucht.

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vermischte Anzeigen.

624] Vorige Woche verlor ein armes Dienstm. in der Bahnhofstr- ein braunes gehäkeltes Halstuch Der ehrliche Finder wird gebeten, dasselbe gegen gute!9elol): nung abzugeben Bahnhofstraße 42.

Die Weine sind in Fässchen von 20. 30 und 50 Liter Inhalt zu haben, welche wieder zurückgenommen werden. [608

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®irannejen,m uBi> hu 6eranto,tlenttir[ ü"'1für ein z,ß Mmben bejlrtlf«. * * ta Wcht te UI haft Saht htr- bcn' Jre Ansicht über die " Wie wir hören, ist die 5 %rIe8un9 des W den bis znm Abend sich das Rh ein eis etwas Bei merklich steigendem gen Abend hier nur ver- 1§ darauf zurückzufiihren, tynn sich gleichfalls geM m an der Petersaue ist sich das W zwischen dem i DliiLenMer schzesetzt. ' uub Kastel fahren, doch ahtten einstellen müssen.

rivatdepesche.) Der Rhein r festgestellt.

urAAiiirn Kais.Kgi.Hon. Baden- Niederlagen

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deshalb entschieden verwerflich.

Gießen, 16. Januar 1893.

Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen.

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netben Sonnabend, 4 Februar 1893, Vormittags 10 Uhr, in un­serem Geschäftszimmer verdungen.

Garnisonverwaltung in Gießen.

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Die Lieferung von Betriebs- und Werk- iättemalerialien für die Zeit vom 1. April 1893 biS 1. April 1894 soll vergeben uerben.

Lieferungsangebote sind spätestens bis !iim 6. Februar l. I., Vormittags 10 Uhr, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, an uns etnzusenden.

Bedingungen nebst Materialien - Ver- zelchniß können gegen Franco-Einsendung von 65 H durch unsere Kanzlet bezogen werden.

Gießen, den 12. Januar 1893.

IV] Großherzogliche Direction.

dehanvein, dessen Wii kung von allen die ihn gebraucht, sehr gelobt a-ub. Erhältlich ä Dose Mk. 1. in den Apotheken^ 613

*) In Gießen: Pelikanapotheke Myrrhen-Crome tst der patentirte ölige und verdickte Auszug des Myrrenharzes.__

Nichts entstellt das menschliche Antlitz mehr als «nreiuer Teint, Falten, Runzeln, welke Hant. Bei solchen Erschei­nungen gelten wir, wenn selbst noch jung, schon für alt und Nie­mand will an unsere wirkliche Jugend glauben. Will man nicht älter gelten alS man ist, sorge man für geschmeidige, zarte Haut, vermeide ernstlich "lle scharfen, fobabaltigen Waschmittel und gebrauche statt solcher nur Doering* Seife mit der Eule, bte reinste und beste Seife der Wett; bet constantem Gebrauche wird lugerw- frisches Aussehen unsere Ausdauer lohnen. Preis 40 Pfg. [170

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Wohnungs-Gesuch.

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601] Per sofort ein möbl. Zimmer monatroelfe zu mietben gesucht.

Offert, unt. A Z 24 an die @rpj>. Bl-

607] Eine auch zwei größere Woh­nungen, k 56 Zimmer, mit etwas Lager­und Hofraum zu Faßlager, möglichst un­weit des Bahnhofes, per 1. Juli gesucht.

Von wem? sagt die Exped d- Bl-

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