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entwürfen noch die mit Rumänien, Serbien und Spanien ab« geschlossenen weiteren Handelsverträge, durch welche die unter demneuen CurS" eingeleitete Handelsvertragspolitik Deutsch­lands ihre Fortsetzung findet.

Bei der entschiedenen Gegnerschaft, auf welche diese Politik bei einem nicht unerheblichen Theile der Reichstagsparteien stößt, sind über die neuen Handelsverträge ebenfalls erregte und langwierige Debatten zu erwarten, doch läßt sich die schließliche Genehmigung der Verträge wohl kaum bezweifeln. Ob dem Reichstage auch ein Handelsvertrag mit Rußland unterbreitet werden wird, sieht noch völlig dahin, da ja der Ausgang der gegenwärtigen Verhandlungen zwischen Deutsch­land und Rußland nach wie vor äußerst ungewiß ist. Zu den Hauptvorlagen des Reichstages gehört ferner noch der Reichshaushaltsetat für 1894/95, dessen gewaltiges Zahlen­material die deutsche Volksvertretung sicherlich auch diesmal wieder wochenlang beschäftigen wird. In enger Verbindung mit dem Etat des Reiches stehen das unentbehrliche Anleihe­gesetz, die Specialetats für die deutschen Schutzgebiete und ein Nachtragsetat zum Hauptetat für 1893/94.

Außer den soeben angeführten inhaltsschweren Vorlagen erwarten indessen den Reichstag noch eine stattliche Reihe anderer Gesetzentwürfe, die in ihrer Art ebenfalls mehr oder weniger wichtig sind. Die meisten dieser Sachen haben schon den aufgelösten Reichstag beschäftigt, ohne daselbst zur Er­ledigung zu gelangen. Hierzu gehören die Vorlagen über die Abwehr gemeingefährlicher Krankheiten (Reichsseuchengesetz) und über die Reform des Abzahlungswesens, die Novelle zum Unterstützungswohnsitz-Gesetz nebst der dazu gehörigen Er- gänzung des Strafgesetzbuches, die Novelle zum Jnvaliden- fondsgesetz und der Gesetzentwurf betreffend den Schutz von Waarenbezeichnungen. Von kleineren neuen Vorlagen ist u. A. die Novelle zum Viehseuchengesetz zu nennen. Höchst wahr­scheinlich gehen dann dem Reichstage im Verlaufe seiner Session noch einige andere Vorlagen zu und außerdem sind auch wieder zahlreiche Initiativanträge, Interpellationen usw. zu erwarten.

Jedenfalls wird der Reichstag ein ungemein reichhaltiges und dabei nach verschiedenen Richtungen hin qualitativ be­sonders hervorragendes ArbeitSmaterial zu bewältigen haben, die Wichtigkeit der am 16. November anhebenden neuen Session steht darum schon jetzt außer allem Zweifel. Um so berechtigter erscheint gewiß der Wunsch, daß es der deutschen Volksvertretung gelingen möge, die mannigfachen bedeutungs­vollen Aufgaben, die ihrer in den kommenden Monaten harren, ersprießlich zu lösen und ihre bevorstehende gesetzgeberische Thätigkeit hierdurch zu einer für die Gesammtinteressen unserer Nation segensreichen zu gestalten.

Deutscher Reich.

Der Reichstag wird am 16. d. M. zu seiner zweiten Session der vierten Legislaturperiode vollzählig ver­sammelt sein. Das einzige erledigte Mandat im zweiten Reichstagswahlkreise des Großherzogthums Baden, das der verstorbene fractionslose Frhr. v. Hornstein innegehabt hatte, ist in diesen Tagen an den ebenfalls fractionslosen Fürsten zu Fürstenberg übergegangen. Von den 397 Mitgliedern des deutschen Reichstages werden demnach angehören: 68 der deutschconservativen Fraction (gegen 68 der vorigen Tagung), 27 der deutschen Reichspartei (gegen 27), 11 der deutschen Reformpartei (gegen 10), 99 dem Centrum (gegen 99), 19 den Polen (gegen 19), 52 den Nationalliberalen (gegen 52), 13 der Freisinnigen Vereinigung (gegen 13), 23 der Freisinnigen Volkspartei (gegen 22), 11 der süddeutschen Volkspartei (gegen 11), 44 der socialdemokratischen Fraction (gegen 43), 28 (gegen 28) keiner Fraction.

Zur Kieler Spionen-Affaire wird dem B. L.-A." gemeldet: Sicherem Vernehmen nach ist durch das Justizministerium dem Kaiser über den Verlauf der wider die Franzosen Dubois und Daguet gerichteten Vor­untersuchung wegen Landesverraths in diesen Tagen Bericht erstattet worden, welcher überraschende Einzelheiten enthielt. Der Termin vor dem Reichsgericht ist noch nicht anberaumt.

Hcucfk Nachrichten.

Wolfis telegraphische- Correspondmz- Bureau.

Pari», 14. November. Der Attentäter des Georgewic erklärte dem Polizeicommissar, er wolle sich an der Gesell­schaft rächen, er habe einen gut gekleideten Herrn gesehen und ihn niedergestochen.

Petersburg, 14. November. Einer Meldung aus Wladiwostock zusolge ist der zeitweilige Passagier- und Güterverkehr auf der neu erbauten Eisenbahnstrecke Wladi- wostock-NikolSvie eröffnet worden. Auf der Assuri- Eisenbahn sind bis jetzt 156 Werst Schienen gelegt - man hofft, dieses Jahr die Strecke bis zur Station Spaskaja, 224 Werst, sertigzustcllen.

Depeschm deS Bureau .Herold".

Berlin, 14. November. Der BundeSrath genehmigte heute sämmtliche Etats, die Gesetzentwürfe betreffend die Fest­stellung des ReichShauShaltSetatS für 1894/95 und die Auf­nahme einer Anleihe für die Zwecke der Verwaltungen des RetchSheereS und der Marine, sowie den Handelsvertrag mit Rumänien.

Berlin, 14. November. Die zweite Lesung der deutsch­russischen Tariffragen wurde gestern beendigt. Die russischen Delegirten haben während derselben einige Zu- geständnisse gemacht. Die dritte Lesung findet statt, sobald der Zollbetrath vom Resultat der zweiten Lesung Kenntniß genommen hat. Zu den deutsch-russischen Zollverhandlungen wird noch gemeldet, daß auch jetzt noch so erhebliche Meinungs­verschiedenheiten bestehen, daß daS Ende der Berathungen nicht absehbar sei. Optimistische Voraussagungen seien jeden­falls nicht gerechtfertigt.

Berlin, 14. November. Der Vorstand des deutschen Tabakvereins hat in einer heute Morgen abgehaltenen, sehr zahlreich besuchten Versammlung sein Befremden aus­gesprochen, daß der Tabakfabrikatsteuerentwurf noch nicht ver, öffentlicht wurde. ES wurde beschlossen, sobald die Veröffent­lichung erfolgt, daS Project einer eingehenden Prüfung zu unterwerfen und zwar nicht nur vom rabakrechnischen und tabakwirthschaftlichen Standpunkte aus, sondern auch bezüglich der täglichen Wirkungen, welche daS neue Gesetz auf die anderen Handels- und Industriezweige ausüben wird.

Berlin, 14. November. Gestern wurde die Nummer 46 desSocialist" wegen des ArtikelsDie Tobten au die Lebenden.", in welchem an die Chicagoer Anarchisten erinnert wird und die Lebenden aufgefordert werden, das Beispiel der Tobten nachzuahmen, polizeilich confiScirt.

Berlin, 14. November. Wie der Verlag derBerliner Neuesten Nachrichten" mittheilt, ist die Meldung über einen angeblichen Besitzwechsel genannter Zeitung unbegründet.

Berlin, 14. November. ES verlautet, daß der Han­delsvertrag mit Serbien und Rumänien den Reichstag zuerst beschäftigen wird.

Berlin, 14. November. Die meisten Fractionen des Reichstags treten am Abend deS Eröffnungstages zu Vor­besprechungen zusammen.

Berlin, 14. November. Unter den ersten Initiativ­anträgen in der bevorstehenden ReichStagSsession befindet sich der Antrag des Centrums auf Aufhebung des Jesuiten­gesetzes.

Berlin, 14. November. Eine gesetzliche Neuregelung des Apothekenwesens im Reiche steht nahe bevor. Ein diesbezüglicher Gesetzentwurf wird schon diesmal dem Reichs­tage vorgelegt werden.

Mannheim, 14. November. In einer Tabakpflanzer­versammlung in Plankstatt wurde beschloffen, gegen die Tabakfabrikatsteuer energisch anzukämpfen und in einer be­züglichen Petition Protest zu erheben. Die aus der geplanten Steuer hervorgehenden Nachtheile für alle Tabakinteressenten seien, wie ein Referent ausführte, zu bedeutend, als daß die Vorlage an irgend einem Orte nicht Opposition fände.

Kiel, 14. November. Kaiser Wilhelm wird in der Mitte der nächsten Woche behufs Rekrutenvereidigung und Flottenbesichtigung hier erwartet.

Königsberg i. Pr., 14. November. In dem nahe­gelegenen Nemonten sind zwei Personen an der Cholera erkrankt- in Mörlen ist ein Knecht an der Cholera gestorben.

Paris, 14. November. Die Regierung schickte einen ! Specialcommissar nach Spanien, welcher über das Vor­leben verschiedener in Barcelona verhafteter Anarchisten recherchiren soll.

Paris, 14. November. Der Zustand des gestern von dem Schuhmacher Leantier überfallenen und verwundeten ehemaligen serbischen Gesandten in Paris, Georgiewic, ist, nach den neuesten Meldungen, höchst bedenklich. Exkönig Milian besuchte heute den Gesandten.

Coeafcs tmb provinzielles.

Gießen, den 15. November 1893.

* Krei^ausschuß Sitzung. Montag den 20. November d. I., Vormittags 9 Uhr beginnend, findet im Regierungs­gebäude dahier eine öffentliche Sitzung des Kreisausschusses des Kreises Gießen statt, in welcher folgende Gegenstände zur Verhandlung gelangen: 1. Der Recurs der Elisabethe Lipp Wittwe zu Gießen gegen einen Polizeibesehl des Großh. Polizeiamts daselbst, betreffend das Verbot der Lagerung von Lumpen rc. 2. Disciplinarsache gegen den Polizeidiener Keil zu Ettingshausen.

** Der Evangelische Jünglings- und Mäuververein, geleitet von Herrn Pfarrer Dr. Naumann, ist in das 7. Jahr seines Bestehens eingetreten. 50 Mitglieder stark wird er am nächsten Sonntag, den 19. d. MtS., Abends Uhr, sein Jahresfest feiern in der Kleinkinderschule. Gäste sind, wie früher, willkommen- da aber der Zudrang allzu groß geworden ist, so soll diesmal zur Deckung der Kosten ein Eintrittsgeld von 20 Pfg. von Erwachsenen und 10 Pfg. von Kindern erhoben werden. Der Verein ist ein Glied des Südwestdeutschen Jünglingsvereins-Bundes, er hat sein Vereins­local in derHerberge zur Heimath" und sammelt sich dort an vier Abenden wöchentlich.

♦Z. Neues Theater. Die erste Wiederholung von Otto Vischers vieractigem SchauspielSch limme Saat" fand gestern Abend vor schwach besetztem Hause statt. Wir haben unsere Ansicht über daS Stück selbst bei der Erstaufführung bereits niedergelegt und können uns deshalb heute damit be­gnügen, eine Kritik der Wiedergabe deffelben zu üben. Das letzte Mal bereits constatirten wir, daß die Aufführung im Allgemeinen eine recht tüchtige gewesen sei, dasselbe gilt auch für die gestrige. Wenn wir nun dennoch manchen Tadel im Folgenden aussprechen, so sollen damit nur einige kleinere Züge gemeint sein, die wir im Interesse der feineren Aus­arbeitung des Ganzew gerne anders gesehen hätten, als sie gegeben wurden. An erster Stelle nennen wir hier die Sprache der Agirenden. Das Stück ist im Berliner Dialect geschrieben. Getroffen wurde dieser eigentlich nur von Herrn Ni em ei er, dessenKoSlovSky" überhaupt zu sdem Besten gehört, was geboten wurde. Alle Anderen bemühten sich entweder, eben­falls Dialect zu reden, oder aber sie verzichteten vollkommen auf denselben und sprachen hochdeutsch. Fast will eS unS bedünken, daß die Letzteren daS Bessere gewählt hätten. Freilich war nicht nöthig, dies soweit zu corrigiren, wie eS von Herrn Stückel geschehen war, der alsBuchhalttr Bachmann" mehr oder minder sich der Sprache des Tragöden bediente. Auch Herrn MachewSkiSFock" war manchmal etwas zu sehr gesucht. Recht gut hingegen verstand eS Frl. Wehn die eingebildete Mutter, und Frl. Geigler daS duldende Weib Wolfgangs zu geben. Auch Herrn Reiffs

Bruno befriedigte uuS sehr. Frau Reiners alsManch-- war recht nett. Herr Gohr hielt sich so gerade auf dr- Grenze deS Sympathischen, ein kleiner Schritt nur noch ul die an sich schon undankbare Rolle stößt den Beschauer ab.

** Neues Theater. DerFranks. General-Anzeigk- schreibt:Gießen, 14. November. Das Neue £b?:te welches hier und in Marburg Vorstellungen gibt, bemüht st- das für die Verhältnisse eines ProvinztbeaterS Erreichbare \ leisten. Don vergangenem und zukünftigem Repertoire nenn?, wir nur:Haubenlerche",Journalisten",Schlimme Saar Volksfeind",Böse Zungen",Cavalleria rusticatm* (Schauspiel), von Gästen: Nuscha Butze, die Ende biets MonatS gastireu wird. Am 10. December kommt in ! und am 17. in Marburg daS moderne einactige Schani-!-' eines ungenannt bleiben wollenden Gießener Autor- überhaupt ersten Aufführung." Wir erfahren über le^terr Stück, welches von der Genossenschaft dram. Autoren t Leipzig an die Bühnen vertrieben wird, daß dasselbe anch^, dem Berliner Residenztheater in Aussicht gcnoew, ist/ und Herzog Georg II. von Sachsen-Meininzc, der kunstsinnige Protektor der deutschen Schaubühne, e: Interesse von dem Manuscripte Einsicht genommen hat. werden s. Z. über die Aufführung berichten.

* Weihnacht? Packetsendungeu nach den Bereiiißlrr Staaten von Amerika, welche mit der deutschen Packnp«- den Adressaten rechtzeitig zum Fest zugehen sollen, sind zweck, mäßig vor Ablauf des MonatS November jur fr. zu liefern - bet späterer Absendung kann wegen der in An Aork mit der Verzollung verknüpften Umständlichkeiten ori Stauungen auf eine rechtzeitige Zustellung der Packtte mit sicher gerechnet werden.

** Viehzählung. Da die ungewöhnliche Witterung :a laufenden Jahres zweifellos einen erheblichen Einfluß den Umfang der Viehhaltung gehabt hat, die Ansichten iider daS Maß deS Rückganges der Viehbestände aber weit ec»- einandergehen, hat Großh. Ministerium deS Innern und der Justiz, um hierüber Gewißheit zu erlangen und dadurch einen Anhaltspunkt für die Beurtheilung der Gestaliung der Vieh- und Fleischpreise zu gewinnen, auf Ersuchen de- Hern Reichskanzlers eine außerordentliche Viehzählung in dlym Jahre im Großherzogthum angeordnet. Diese Zählung ioü am 1. December l. I. stattfinden und sich nur auf die sstn« stellung des Rindvieh- und Schweinebestandes erstrecken, ft-r jede Gemeinde mit Einschluß der ihr administrativ zuge- wiesenen Wohnplätze wird eine Zählcommission bestellt, m welcher die Großh. Bürgermeister, bezw. Beigeordneten den Vorsitz zu führen haben.

** Im Oberpostdirectionöbezirk Darmstadt war im Monat October d. I. die Einnahme an Wechselstewpelsteaer 14 450,30 Mk. Die Einnahme in den Vormonaten iab 1. April d. I.) eingerechnet, ergiebt sich ein Betrag ooi 87 553,30 Mk. oder 1808,70 Mk. mehr al- im entspreche» den Zeiträume deS Vorjahres.

** In Amerika verstorbene Hessen. Buffalo 9Z. pj Ernestine Kissinger geb. Roßmann, 64 Jahre alt, auS 0nel- heim bei Darmstadt - Anton Aeisiegel, 59 Jahre alt, an.' Gensingen bei Bingen. JndianopoliS, Jnd.: Constantin Schäfer, 55 Jahre alt, aus WormS. La Croße, Lis. Valentin Gabel, 74 Jahre alt, auS Undenheim, Kreiß Oppen­heim. Pittsburgh, Pa.: Peter Volk, 53 Jahre all, aus Hessen-Darmstadt. Town Warren, Winona County, Minn.: Andreas Wunderlich, 87 Jahre alt, auS Dieburg.

Wenn Kinder fleißig find, so ist das gewiß rrtr schön, und wenn sie ihre Aufmerksamkeit und ihren Fleiß auf Dinge richten, die Geschicklichkeit und ernstes Bonv^n; streben vorauSsetzen, so ist dies um so besser. Aber Alle« doch in richtigem Maßstabe. Und deshalb mögen zur rechter Zeit ein paar zeitgemäße Worte eingeflochten sei». Wenn Kinder sich bemühen, zum WeihnachSseste ihren Elten kleine Aufmerksamkeiten zu erweisen, so ist daS brav, mb der Vater wird gerührt den Blondkopf seines Töchterchens streicheln, wenn dies ihm eine Handarbeit unter den Seih' nachtsbaum legt, die mit manchem guten Können und mit vielem guten Willen glücklich zu Wege gebracht worden ist. Nun sind wir dahin gekommen, daß auf diese kindlichen WeihnachtSarbeiten eine Beachtung gewendet wird, die nicht von richtigen Grundsätzen auSgeht. DaS Einfache, daS der Handfertigkeit der fiinber nahe liegt, genügt vielfach nicht mehr, es muß etwas Besonderes sein, möglichst kniffliche Stickereien mit Seide und Perlen, die oft über daS gewohnte Können hinausgehen, und nun eine Anstrengung erfordern, welche die freie Zeit der Kinder über Gebühr einschräokt, oder aber schon so schwer sind, daß fremde Unterstützung du Hauptarbeit bilden muß. AuS mehr als einem Grunde «ß man hierüber den Kopf schütteln, die Kinder werden von der Aufmerksamkeit für andere Schulgegenstände abgelenkt, otfr dem aber wird ein Gefühl der Verachtung für daS (tinN* und Tüchtige in ihnen geweckt, welches in späteren Lck^ tagen ihnen schwere Sorgen bereiten mag. ES ist gn»^ falsch, schon in Kindern den Gedanken zu erwecken, W Dinge, welche auf den Weihnachtstisch kommen, nach u** aussehen und Geld kosten müssen. Die Zeiten, in rotl** Töchter ihren Vätern daS erste selbst gestrickte und roolb V' lungene Strümpfepaar darbrachten, waS dann mit eine« blanken Gulden gelohnt wurde, waren nicht bloß praktische, sondern auch poesievoller- mag man nun reden, wa- «an will, und eS wäre wohl zu wünschen, daß sie doch ganz und gar in Vergessenheit kämen. Ohne Perlenstickerei, die ja ganzreizend" sein mag, kann ein Mensch existiren, aber waS ein Paar rechtschaffene Strümpfe roertq sind, weiß am Ende Jeder, der nicht auf Gummirädro» durch die Welt kutschirt.

E. Echzell. 13. November. Der Schriftsteller fcrn Sach er-Masoch, seit einigen Jahren in Lmdbeim i. d. W ansässig, bemüht sich, durch den von ihm gegründeten Volks- bildungSverein für gute Unterhaltung auf den Londoner

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