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darin wieder, daß die Einfuhr ausländischen ZinnS und auS-
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bei L. Kammerer u. Emil Noll
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bei L. Kämmerer u. Emil Noll bei S. Stern (Schlüchterner u. Casseler Brod)
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Kämmerer u. Emil Noll bei S. Stern (Schlüchterner u. Casseler Brod)
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Einige D Md Ättttn für
Gießen, den 15. Juli 1893.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius.
Brodpreise
vom 16. Juli bis 30. Juli 1893.
Der hiesigen Bäcker.
Kg. (2 Psd.) Schwarzbrot)......
bei L. Kämmerer u. Emil Noll
1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod .
2 Kg. (4 Pfd.) „
1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrot» bei L.
kalifornische Juryproben vernichtet. ReichScommisfion wünscht neue Proben. Hälfte genügend. Jury bleibt, bi6 diese hier, vertagt." Die reiche Probensendung deutscher Werne für tue Jury ist also zerstört. Es bleibt daher nichts übrig, als die Aussteller aukzufordern, sofort neue Proben, wobei eine Flasche jeder Sorte genügen dürfte, für die Jury zu senden. Die Herren Meyer u. Eoblenz in Bingen haben sich freundlichst erboten, die Beförderung gegen Berechnung des entfallenden Kostenantheils für die einzelnen Theilnehmer zu übernehmen.
• Au8 Sachsen, 12. Juli. Hervorragende sächsische Aerzte, hohe BerwaltungSbeamte und andere durch Reichthum und Ansehen ausgezeichnete Männer haben einen Verein gegründet, der in Sachsen DolkSh eilftätten für Lungen- kranke ins Leben rufen und unterhalten will. Das Protektorat hat König Albert angenommen.
• Berlin, 11. Juli. Eine herzbewegende Erzählung geht der „Voff. Ztg." auS ihrem Leserkreise zu. Man schreibt ihr: „Ich kunn di jo nich helpen!" Die Aufwärterin meiner Frau, ein etwa vierzigjähriges, anständiges, sauberes, etwas verschlossenes Mädchen auS einer hannoverschen Elbmarsch, hatte am verflossenen Donnerstag meine Frau davon in Kenntniß gesetzt, daß sie mehrere Tage verreisen müsse, ihr D-Ker läge auf den Tod darnieder. Als ich heute Nachmittag vom Bureau heimkehrte, fand ich sie in schwarzem Traueranzug in der Wohnstube bei meiner Frau, die ebenso wie mein jüngstes Töchterchen verweinte Augen hatte. „Ihr Vater ist gestorben?" fragte ich, ihr die Hand reichend, und „ach de olle Mann iS grausam stürben", entgegnete sie mit tonloser Stimme, indem sie mit der Hand eine bezeichnspde Bewegung nach der Stirn machte. Ich erfuhr nun folgende traurige Geschichte: Vor mehr als zwanzig Jahren — sie war eben confirmirt worden — unternahm ihr Vater, ein Jollenführer, in Begleitung eines Knechtes eine Fahrt nach einer einige Meilen entfernten Elbstation. Sein einziger siebenjähriger Knabe bat den Vater, ihn mitzunehmen, und dieser willfahrte dem Wunsche, trotzdem ein ziemlich heftiger Wind wehte, da er sich über die Courage seines blauäugigen Liebling- freute. Kaum war das Schiffchen abgestoßen, .als auch des widrigen Windes wegen lavirt werden mußte, und der Vater schickte sein Söhnchen in die kleine Kajüte der Jolle. Ein solch kleines Flußschiffchen hat in der niedrigen Kajüte nach der Hinterseite zwei Fenster, von denen jedes kaum einen Quadratfuß groß ist. Der Knabe langweilte sich in dem Raume und wollte hinaus, aber der Vater tröstete ihn mit den Worten- „Eemol leggt wi noch üm, dan kommst mit ant Land." Bei dem folgenden Umlegen warf aber ein Plötzlicher heftiger Windstoß die Jolle um, sodaß sie Wasser faßte und der Schiffer und sein Knecht in die Elbe geschleudert wurden. Glücklicherweise erhaschten beide jedoch das kleine mitgeführte Boot, und nachdem sie es mit vieler Mühe bestiegen, sahen sie sich nach der Jolle um. Diese lag zur Seite und füllte sich immer mehr mit Wasser- und der Knabe? Er war in der Kajüte dem Tode verfallen, denn der an die niedrig im Schiffchen liegende Kajütenthür stoßende Schiffsraum war schon mit Wasser gefüllt, und von dieser Seite auS keine Rettung möglich. Der Vater legte sich mit dem
2 Kg. (4 Psd.) Weißbrod
2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrot)
ländischer Zinnwaaren nach Deutschland im Jahre 1892 die deutsche Ausfuhr in den gleichen Artikeln um 73 665 Doppel- Eentner oder dem Werth nach um 12571000 Mark übertraf.
♦ Friedrich der Kroße fragte kurz nach dem Antritt seiner Regierung bei seiner Anwesenheit in Schlesien einen Edelmann, von dem er manches Nachteilige gehört hatte: „Wer hat Ihn denn geadelt?" — „Allerhöchst Ihr Herr Vater!" — „Da hat eS ihm noch an aller Hebung gefehlt!" versetzte Friedrich.
* Verrechnet. Bettler: „Bitte um eine kleine Unterstützung, lieber Herr- ich habe zu Hause fünf unerzogene Kinder — lauter Zwillinge!"
* Ungleiches Opfer. „Nun, wie geht s deinem Sohne auf der Universität?" — „Hör mir auf! Für den Esel hab' ich schon fünf Ochsen verkaufen müssen."
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Werkzeug war nicht da, um das feste Holz zu zertrümmern, und der Manu in dem kleinen Kahne gebrauchte seine Fäuste! Er zerschmetterte sich die Rechte >an den eichenen Schiffsbohlen — vergeblich — dann klangs noch einmal „Vater . . dann ein letztes Gurgeln des sterbenden Knaben und der starke Mann siel ohnmächtig in den kleinen Kahn zurück. Mutter und Schweller, unsere Aufwärterin, weinten viele heiße Thränen, der Vater blieb thränenlos. Seit jener Zeit hat er kein Schiff mehr bestiegen, sein Geist war umnachtet und auf seinem Sterbebette, nach mehr als 20 Jahren, waren seine letzten Worte: „Jk kunn di jo nich helpen, mien lütt Hannes, ik kunn jo nich!"
♦ Der Stand des Hopfen«. Neuere Berichte, die aus den Hopfenproductionsbezirken Deutschlands vorliegen, besagen, daß die ergiebigen Regengüsse der letzten Woche eine erfreuliche Besserung im Stande der Hopfenpflanzen erkennen lassen, so daß ein weiteres Wachsthum derselben für die nächste Zeit gesichert erscheint. Immerhin werden die Pflanzen durch das liebel des massenhaften Ungeziefers arg belästigt. Die Hopfenberichte aus England und aus Böhmen lauten ebenfalls überwiegend günstig, diejenigen aus New-York und von der Pacificküste sind sogar sehr verheißungsvoll gehalten.
* Wein- und Getränke Verbrauch in Deutschland. Nach den jüngsten Ermittelungen stellt sich der jährliche Verbrauch von Wein und verschiedenen anderen Getränken in Deutschland tote folgt: Bier: 53 Millionen hl, ä hl — 30 Mk, demnach repräsentiren diese 53 Mill, einen Werth von 1590 Mill. Mark. Wein: 3 Mill, hl, ä hl 90 Mk. = 270 Mill. Mk. Branntwein: 2 Mill, hl, ä hl 300 Mk. -- 600 Mill. Mk. Kaffee: 1,3 Mill, hl, L hl 250 Mk. = 325 Mill. Mk. Milch: 50 D pr. Kopf und Jahr: 25 Mill, hl, ä h!15Mk. — 375 Mill. Mk. Thee, Caeao, Selterswasser zusammen werden verbraucht im durchschnittlichen Werthe von 50 Mill. Mk. jährlich.
* Der Zinnbergbau im sächsischen Erzgebirge. Der ehemals so blühende Zinnbergbau bei Altenberg, Geising und anderen Orten des sächsischen Erzgebirges ist in der letzten Zeit in seinen Erträgnissen mehr und mehr zurückgegangen. Dies hat namentlich darin seinen Grund, daß die erzgebirgischen Zinnerze sich hinsichtlich Reingehaltes nicht mit den anderwärts, besonders in England und Ostindien, gefundenen Zinnerzen messen können. Die gedrückten Preise machen den Zinnbergbau unlohnend, überdies begehrt man jetzt lange nicht mehr soviel Gebrauchsgegenstände aus Zinn, z. B. was den Haushalt anbelangt, wie in früheren Zeiten. Die gedrückte
Boote hinter das Schiff unmittelbar vor die kleinen Kajüten- Lage des sächsischen Zinnbergbaues spiegelt sich.ziffernmäßig- fenster, und er sah sein Söhnchen, welches sich in der schief- x™ k;- 0i""8 ,mh rtnÄ-
liegenden Kajüte an die Fensterbrüstung geklammert hatte, sodaß sein Kopf über Wasser war, und der Unglückliche hone, wie der arme Junge in seiner Todesangst schrie: „Vater Help mi!* Er streckte den Arm durch das Fenster und streichelte die leichenblassen, vorher so blühenden Wangen seines Lieblings, und daS Wasser stieg immer höher in dem kleinen Raume! DaS Fenster war viel zu eng schon für den Kopf des Kindes und nun packte den Vater die Verzweiflung- ein
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Bekanntmachung, betreffend die Leistung von Beihülfen seitens des Staats zur Linderung des landwirthschaftlichen Nothstandes.
Nachdem in Gemäßheit AuSschreibens Großh. Kreisamts Gießen vom 3. d. Mts., abgedruckt in Nr. 155 des Gießener Anzeigers, in der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten - Versammlung der Ortsausschuß in rubri- cirtem Betreff gebildet und in denselben die Herren Stadtverordneten Dr. Thaer, Flett, Helfrich, Simon und Vogt unter Vorsitz des Herrn Dr. Thaer erwählt worden sind, bringen wir dies unter dem Anfügen zur allgemeinen Kenntniß, daß Anträge auf Abgabe der auf staatliche Kosten zu beschaffenden Gtreu-, Futter- und Dungmittel und Lämereien von den Mitgliedern des Ortsausschusses entgegen* genommen werden.
Gießen, 14. Juli 1893.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
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