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16.2.1893 Erstes Blatt
 
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Tit*St>L 15. Februar. Seine Königliche Hoheit der Großherzog und Ihre Großherzogi. Hoheit Prinzeß Altx werden am Freitag Abend hierher zurückkehren.

XUudjte Uac^ricbtcu, Wolff« telegraphische« Eorrespondmi-Bureau

Berlin, 14. Februar. Militär.Commission deS Reichstages. Spezialberathung des Gesetzes über die FriedenSpräfenzstärke deS deutschen Heeres. Zum Anträge Bennigsen, nach welchem die zweijährige Dienstzeit für die Fußtruppen so lange in Kraft bleibt, als die neue Friedens- Präsenzstärke nicht herabgesetzt wird, erklärt der Reichs- kanzl er' Wie sich die verbündeten Regierungen zu dem Anträge stellen werden, läßt sich erst durch das Ergcbniß der Berathungen feststellen, wenn die angenommenen Anträge vor­liegen. Im weiteren Verlaufe der Debatte erklärt Gene­ral Götzl er, daß auch die Trainfoldaten, Oeconomiehand- werker und Lazarethgehilfen zwei Jahre dienen sollen.

Pari», 14. Februar. Bei einem Banket der hiesigen englischen Handelskammer p rote flirte der englische Bot­schafter Lord Duf f erin in einer Ansprache entschieden gegen die wider ihn erhobenen Anklagen. Die Nachricht, datz er drei Millionen mitgebracht habe, um die französische Presse zu bestechen und zur Bekämpfung des russisch-französischen Bünd­nisses zu bewegen, beruhe auf Erfindung.

Rom, 14. Februar. General Lov besuchte heute Rampolla

Petersburg, 14. Februar. DaS heutige Gesetzblatt ver­öffentlicht einen Kaiserlichen Befehl zur Uebergabe sämmt- licher katholischer Kirchenschulen im Reiche an das Ministerium der BolkSaufklärung, wobei der katholischen Geist- lichkeit die Berechtigung gelassen wird, den Religionsunterricht in den genannten Schulen zu beaufsichtigen.

änderung M UnterftützungswohnsitzgksetzeS begründet. An Intelligenz 'ehle eS der deutschen Landwirthschast nicht und die Verschuldung sei keineswegs leichtsinnig herbetgeiührt, sondern durch unglwftige Ällgemetoverhältnisse verschuldet. Der Ansturm gegen den russischen Handelsvertrag sei unangebracht. Man sollte mit Rutzland möglichst im Einvernehmen bleiben. n

»bg. o Komterowski (Pole) empfiehlt insbesondere die Aufhebung deS IdentitStSnachweiseS. . .

«bg. o. Hammerstein (conf.): Bei etwaiger Auflösung deS Reichstags und Neuwahl« werde sich der agrarische Gedanke mit elementarer Gewalt Bahn brechen. Die Lohnverliältntsie der länd­lichen Arbeiter brauchten keinen Vergleich mit dem der industriell« Arbeiter zu scheu«. Mit der HandelSoeriragSpolittk führe man die Landwirthschast dem Ruin mtgeg«. Aus die Aeuherungm deS StaatSsecretär« Frhr. v. Marschall gegm dieKr«iztg." werde diese selbst antworten.

Weiterberathung morgen.

Depeschm deS BureauHerold".

Berlin, 14. Februar. Heute fand die Cchlutzsitzung der Börsen-Enquete statt. Sie tritt zu einem späteren, noch nicht feststehenden Termine wieder zusammen, um die be­treffenden Resultate zu besprechen.

Berlin, 14. Februar. Der von conservativer Seite ge­stellte gemilderte Antrag wegen deS russischen Handels­vertrages wird morgen sicher mit großer Mehrheit im Reichstage angenommen werden, unter Zustimmung des Cen- trumS und vieler Nationalliberalen.

Berlin, 14. Februar. Der Gesetzentwurf, betreffend Abänderung der Di atz- und Gewichtsorduung, nebst der erläuternden Denkschrift, ist jetzt dem Reichstage zugegangen.

Berlin, 15. Februar. Dem Reichstage ist der Entwurf eines Gesetzes, betreffend einige Abänderungen und Er­gänzungen der Militär-PensionSgesetze vom 27. Ium 1871 und vom 4. April 1874, zugegangen.

Berlin, 15. Februar. Die Wahlprüfungs-Com­mission deS Reichstags stellte gestern den Bericht über die Wahl AhlwardtS fest. Vertreter der Commission im Plenum ist der Abg. v. Holleufer (conf.).

Leipzig, 14. Februar. In ganz Sachsen herrscht Hoch- wasser. Die Elbe, Elster und Mulde steigen rapid. In Elsterberg stehen verschiedene große gewerbliche Etab- UffementS unter Wasser.

Wien, 14. Februar. Der Fürst von Bulgarien tele- graphirte hiesigen Freunden auS Florenz die gestern vollzogene Verlobung mit der Prinzessin Marie von Bourbon.

Brussel, 14. Februar. Die Kaiserin Friedrich wird in den ersten Tagen deS April hier erwartet. Sie wird offidcH empfangen»werden und im königlichen Palais absteigeu.

Brussel, 14. Februar. Der Congretz der Arbeits­losen ist beendet. ES wurde beschlossen, eine Abordnung an den König, die Minister und die Kammern zu senden, welche wegen Verbesserung der Lage vorstellig werden soll. Die Genter Arbeitslosen erklärten, sie würden revoltiren, falls nicht eine Aenderung ihrer Lage einträtc.

Brüssel, 14. Februar. Hier fanden tumultuöse Manifestationen gegen das Militürgesetz statt. Die Socialisten hatten sich organisirt. Ein Redner wollte unter freiem Himmel sprechen, wurde jedoch von der Polizei daran verhindert. Die Menge überfiel die Polizei und mitzhandelte sie. Andere Polizisten, welche zur Hülfe herbei eilten, vertrieben die Manifestanten in kurzer Zeit, welche sich nunmehr nach der Dorstadt Molenbeck begaben, um bald nachher in die Stadt zurückzukehren, wo diesmal trotz des Verbots der Polizei eine Versammlung unter freiem Himmel stattfand. ES gab mehrere Verwundete.

London, 14. Februar. Nach einer Meldung desLloyd" verlautet, datz der deutsche DampferSansibar", von Madagaskar nach Europa unterwegs, in einen Orkan ge- rathen sei.

Risch, 14. Februar. Gestern wurde hier ein Erd­beben von nur kurzer Dauer wahrgenommen, welches glück­licher Weife keinen Schaden anrichtete.

Philippopel, 14. Februar. Gestern sand hier abermals ein Erdbeben statt- e« trat ungleich stärker auf als das­jenige vom vorigen SamStag. Mehrere Häuser sind beschä­digt worden.

Rewyork, 14. Februar. Brandstifter zündeten in Nashville mehrere öffentliche und private Gebäude an.

totales ttttö prooinstclles»

Sieben, 15. Februar 1893.

Kreisansschnb-Sitzung. Freitag den 17. Februar l. I., Vormittags 9 Uhr beginnend, findet im RegierungSgebLude in Gießen eine öffentliche Sitzung deS KreisauSschuffeS statt, tn welcher über daß Gesuch des Christian Röhm zu Grünberg um Ertheilung der Conceffion zum ZapfwirthschastSbetriebe verhandelt wird.

er Im Evangelischen Arbeiterverein hielt am ver- wichenen Sonntag Herr Prof. Schmidt von hier einen Vor­trag über Arbeiterversicherung im Allge- meinen und über die Krankenversicherung im Besonderen. Der Vortragende begann mit einem Vergleich unserer heutigen WirthschaftSordnung und der WirthschaftSordnung im Beginne deS 19. Jahrhunderts. Er schilderte die größere Einfachheit der früheren Derbältniffe im Gebiete der Landwirthschast, deS Handels und des Hand­werkerstands. Dieses einfache WirthschaftSfystem änderte sich. Die zunehmende Dichtigkeit der Bevölkerung, gesteigerte wirth- schaftliche Ansprüche stellen neue Forderungen. Man sucht nach Mitteln, um diese Forderungen zu befriedigen. Die Maschine verändert die gesammte Productionsweise. Auf allen Gebieten macht sich eine Großproduction geltend. Auf allen Gebieten mehrt sich die Zahl eines wirthfchaftlich dauernd unfelbständigen Arbeiterstandes. Der Arbeiter hier im weitesten Sinne genommen ist im Unterschiede von früheren Verhältnissen in feiner Privatwirthschaft unabhängig. Er ist nicht mehr an das HauS des Arbeitgebers gebunden. Er richtet seinen eigenen Hausstand nach seinem Belieben ein. Diesem Vortheile stehen schwerwiegende Nachtheile gegenüber. DaS mehr persönliche Verhältniß zwischen Arbeitgeber und Arbeiter schwindet. Es schwindet die früher ungleich größere Möglichkeit, sich wirthfchaftlich völlig selbständig zu machen. Zugleich wächst die Unsicherheit des Erwerbes. Diese Unsicher­heit findet ihren Grund theilweise in den Schwankungen deS Marktes, theilweise in der Person deS Arbeiters selbst. Krank­heit und Unfall gefährden den Erwerb. Die gleiche Gefahr erwächst aus Alter und Invalidität. Wir können nun nicht die Maschinen vernichten, nicht die Eisenbahnen beseitigen, um zu einfacheren Wirthschaftsverhältniffen zurückzukehren. Ein gesetzlicher Eingriff ist hier ausgeschlossen. Aber die StaalS- gesetzgebung kann den Arbeitenden vor den Gefahren unserer WirthschaftSordnung schützen, kann die Nachtheile dieser Wirth- chaftsordnung beseitigen oder mildern. Dieses hohe Zwl hat sich die Gesetzgebung deS deutschen Reiches in der Ar­beiterversicherung gesteckt. Der Vortragende berührte kurz die vereinzelten Ansätze, welche daS gleiche Ziel, wie tue ociale Gesetzgebung der 80 er Jahre verfolgten. Er gedachte des Gesetzes, betreffend der Erwerbs- und Wirthschaftsgenoffen- schäften (1868), die Gewerbeordnung, des Haftpflichtgesetzes, des Hilfskassenwesens. Alle diese Maßnahmen waren nicht im Stande, die sociale Reform in größerem Umfange zu er­reichen. Hier setzt die Arbeiterversicherung ein. Bei ihrer Anstrebung ging Redner von der kaiserlichen Botschaft vom 17. November 1881 aus. Er fügte hieran eine knappe Ge­schichte der Entstehung des Krankenversicherungsgesetzes (15. Juni 1883), des Unfallversicherungsgesetzes (6. Juli 1884) und des Gesetzes betreffend die JnvaliditätS- und Altersversicherung (22. Juni 1889). Die gemeinsamen Merkmale dieser drei Grundgesetze mit ihren Ausdehnungsgesetzen und Novellen wurden hervorgehoben. Daß Mittel der Zwangsversickerung wurde wirthfchaftlich und rechtlich begründet. Die nähere Behandlung deS Unfallversicherungsgesetzes und des Gesetzes betreffend die Jnvaliditäts- und Altersversicherung behielt sich der Vortragende für einen späteren Abend vor. Ausführ­licher besprach er daS KrankenversicherungSgefetz. Er beant­wortete die Frage, wer dem Dersichernngszwange dieses Ge­setzes unterliegt. Er schilderte die mannigfaltigen Staffen und ihre Einrichtung. Er umschrieb unter Verwerthung von Bei­spielen, die zu zahlenden Beiträge und die von den Kaffen zu gewährenden Leistungen. Eine Gesetzgebung von dem Um­fange und der Bedeutung d:r deutschen Arbeiterversicherung hierauf wies der Vortragende am Schluffe hin bedarf der Zeit, um sich einzuleben. Wer aber an sich ober an seiner Familie die Wohlthat unserer Arbeiterversicherung Fen» nen gelernt hat, der versteht auch die Worte der kaiserlichen Botschaft, daß dieselbe eine Bürgschaft deS inneren Friedens unseres Volkes und eine kräftige Hülse für unseren Arbeiter­stand bedeutet. An den Vortrag schloß sich eine lebhaftere Besprechung. Zu erwähnen ist, daß der nächste Vortrag diesmal ausnahmsweise nicht auf einen Sonntag, sondern auf einen Montag fällt. Am 27. d. M. wird Herr Pfarrer Naumann aus Frankfurt einen Vortrag halten über die Frage: WaS trennt uns von der Socialdemokra tie? Der nächste Familienabend findet statt: Sonntag den 12. März im Lenz fchen Felsenkeller.

Hermann Bortrag. Wir machen nochmals unter Be­zugnahme auf die Anzeige im Annoncentheil auf den morgen Abend 8 Uhr stattfindenden Dortrag des Herrn Karl Hermann auS Frankfurt aufmerksam.

Kaiser-Panorama. Die Reise durch daS Wunder land Aegypten, zu welcher ein Besuch deS Panoramas in dieser Woche Gelegenheit giebt, führt eine Reihe der prachtvollsten, naturgetreuesten Wandelbilder vor Augen. Die Fahrt beginnt mit Alexandrien, geht durch Kairo und bann nilauswärtS burch rounberbare Tropenlandschaften zu den Pyramiden, jenen Wunderbauten der grauesten Vorzeit. Hochinteressant sind auch die Gräbergrotten bei Sakkarah und die Felsengräber, deren feine Ausführung bis in die kleinsten Details dem Bilde Reiz verleiht. Weiter geht die Reife an der Rilinfel Phila, an der Sphinx im Wüstenfande, an den Säulenhallen von Karnak, der Nadel der Cleopatra

vorüber. Dann wieder wechseln Wüftenbilder mit dem Reiz der Landschaften; Earawanenzüge, ©eenen au« dem Volks­leben und AehnllcheS. So reichhaltig ist diese Nilfahrt, ba& ein einmaliger Besuch deS Panoramas zur erfchöpftnden Betrachtung kaum genügt. Hier kommen die günstigen Abonnementsbedingungen dem Publikum entgegen. Auch machen wir jetzt schon aufmerksam auf die neue Prachtferie ffiien mit der Musik- und Theater-Ausstellung, welche, wie Herr Schmidt unS mittheilr, jedenfalls bis ©onntag, den 19. dS., zur Ansicht kommt.

Kirchliches. Der diesjährige Fasten Hirtenbrief des Bischofs Dr. Haffner behandelt die Einheit der Kirche.

Aus dem Reichstage. Die WahlprüfungS- commiffon hat beantragt, die Wahl deS Abg. Scipio (ntl.) im 6. Wahlkreise des GroßherzogthurnS Heffen (BenS- heim) für gültig zu erklären.

Eterbekafie für Gastwirthe. Man schreibt unS au« Groß-Gerau:Nachdem verflossene Woche eine außer- ordentlich zahlreich besuchte WirtheVersammlung zu Gernsheim beschloffen, .einen selbstständigen Gastwirthe- verein mit Anschluß an den Süddeutschen Verband und deffen so segensreich wirkender Verbands-Sterbe­kasse zu bilden, findet am 17. Februar d. I., Nachmittags 3 Uhr, eine Versammlung zu gleichem Zwecke in der Krone" zu Groß-Gerau statt. In GemSheim wurden u. A. die als tüchtige Bürger bekannten Gastwirthe Fr. Roth, A. Brand und Brauereibesitzer Ad. Beiß in den Vorstand gewühlt. In hiesiger Gegend besitzt der Süddeutsche Gastwirtheverband und deffen Sterbekaffe bereits Mitglieder, eS steht zu erwarten, daß auch die übrigen Wirthe Groß-GerauS und weitester Umgegend sich an diesen, dem Wohle des WirthS und seiner Angehörigen gewidmeten Bestrebungen betheiligen werden. Weitere berartige ver- ammlungen sind in Langen, BenSheim, Michelstadt, Vilbel, Zriedberg, Bad-Nauheim, Gießen, Alzey, Bingen :c. in AuS- echt genommen.*'

Schneefall in Sicht? Falb kündigt einen neuen Schneefall und zwar für Donnerstag den 16. Februar an, der ein kritischer Tag erster Ordnung fein soll. An diesem hätten wir eine Zunahme der Niederschlage in Form von Schneefällen zu erwarten, die bis zum 23. Februar fort- dauern werden. Dieser Tag aber soll unS wieder Thauwetter bringen.

DaS Leben und Treiben am gestrigen Fastnacht«- Dienstag unterschied sich vom vorjährigen in nichts. DaS reg­nerische Wetter schien sowohl auf Schaulustige wie MaSkirte mehr oder weniger nachtheilig einzuwirken- auch liegt die Dermuthung nahe, daß Mancher, der etwas Besonderes vor­hatte, eben infolge deö Wetters davon Abstand nahm. Ein gut Theil des für die Oeffentlichkeit bestimmten UlkS wurde in die Wirthschaften gelegt, in denen eS denn auch recht munter herging. Die wenigen auf der Straße sich bewegen­den Gruppen boten deö Charakteristischen so gut wie nichts, und wenn derJugendfreund" sich mit einer Musikcapelle und diese sich wiederum mit ihrerHolzauction im Grüne« loalb" in den Dienst der Wohlthätigkeit stellten, so bars dies als bic verhältnißmäßig beste Leistung bezüglich der Gruppen bezeichnet werben. Im Uebrigen verlief bie Fastnacht ohne jede Störung.

Nebenbahn Londorf-Lollar. Der von dem Abgeord- neten Dr. Schröder erstattete Bericht des erftcu Ausschusses der zweiten Kammer über bie Abänberung der Linie und Bau der Bahn über Alten-Bufeck, WieseckGießen gipfelt in dem Anträge: Die Stammet wolle bem Gesuch ber Groß- herzoglichen Bürgermeisterei Gießen um Ab- linbcrung ber Linie der bereits gesetzlich festgelegten Neben­bahnen LondorfLollar unb LonborfGrünberg in eine solche von Londorf über A11en » BufeckWieseck nach Gießen, Nordende, keine Folge geben.

Der erste Ausschuß ber zweiten Kammer hat be antragt, dem Antrag deS Abg. Pfaunstiel, betr. die lieber nähme ber Salarirnng der Bezirttthierarzte auf den Staat keine Folge zu geben.

Die Vorstellung unb Bitte von Seiten einer größeren Anzahl von Besitzern portugiesischer Schulbverfchre,bangen, betr. bie staatliche Aussicht über die Bank für Handel unb Jnbustrie, steht als erster Gegenstanb auf ber heutigen Sitzung ber zweiten Kammer.

PreiSaufschlag der Seife? Die Vereinigung ber Seifenfabrikanten MittelbeutschlandS, bie am 7. d. MtS. in Leipzig tagte, beschloß bie Festsetzung von Seifen- M i n b e st p r e i s e n, unter benen fein Mitglieb der Convention verkaufen darf.

Der Lderhesfische Lbstbanverein läßt in diesen Tagen, wie in Nr. 36 d. Bl. bekannt gemocht, durch seinen Tech­niker Metz eine Reihe Dorträge undpraetifcheUnter- Weisungen abhalten. Allen Freunden deS Obstbaues kann der Besuch dieser Vorträge aufö Angelegentlichste empfohlen werden. ES finden noch Vorträge unb practische Unterweis­ungen statt: am 16. in Bettenhausen, 17. in Obbornhofen, 18. in Beller-Heim, 19. in Steinheim, 20. in Utphe, 21. in TraiS'Horloff, 22. in Inheiden.

Q «rotzen-Bnfeck. 12. Februar. Kürzlich entstand hier in einer Rauchkammer dadurch Feuer, daß bie Kohlen, Sagespäne :e. rc., welche zum Räuchern verwenbet wurden, sehr große Hitze verursachten. Durch diese wurde da« Fett des Specke» vermuthlich flüssig und tropfte in da« Kohlen- Hecken. DaS Feuer vergrößerte sich hierdurch unb flammte derart, baß ba« Traggerüst Feuer fing unb brach. Die Fleischvorräthe fielen auf ben Boben unb brannten hier weiter. Erst als schon bie Thüre von der Flamme ange­griffen war, wurde ba« Feuer bemerkt unb gelöscht. Die angebrannten Schinken unb Speckseiten wurden versteigert. Sine Versicherungsgesellschaft kommt für ben entstandenen Schaden, welcher sich auf ungefähr 400 Mark beläuft, auf.

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