Ausgabe 
15.10.1893 Erstes Blatt
 
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in Frankreich unserer Marine dargebracht werden. Nach den Vorbereitungen, worüber wir an anderer Stelle berichten, wird der Empfang nicht nur der traditionellen Höflichkeit, welche in dem französischen Character liegt, sondern auch der Freundschaft entsprechen, welche beide Nationen und Regie­rungen verbindet. Diese Freundschaft ist bereits von beiden Seiten bei verschiedenen Gelegenheiten bestätigt worden. Man darf erwarten, daß die gegenwärtige Bethätigung ebenso treu den Character der Feierlichkeit, welche den Besuch unseres Geschwaders in Toulon auSzeichnet, wiederspiegelt, wie die herzliche Stimmung, in welcher der Besuch sich vollzieht.

Deveschen deS BureauHerold".

Berlin, 13. October. Die Steueroorlagen für den Reichstag sollen dem nächsten Bundesrath zugehen. Es heißt, Finanzminifter Dr. Miquel habe dem Kaiser auf Schloß HubertuSstock in den letzten Tagen über den Stand dieser Angelegenheit, sowie über denjenigen des preußischen Staatshaushalts eingehend Vortrag gehalten. DerBofs. Ztg." zufolge ist nicht daran zu denken, daß die Ausführungs­bestimmungen zum Gesetze über die Sonntagsruhe für den Gewerbebetrieb gleich nach Neujahr in Kraft treten, da die Verhandlungen sich ausdehnen. Gutem Vernehmen nach sind die Vorarbeiten zu einer Braufteuernovelle im Reichs­schatzamt wieder ausgenommen worden. Die Nachricht, daß der Zollbeirath für die deutsch-russischen Handelsvertrags­verhandlungen noch diese Woche einberusen werde, scheint irrthümlich zu sein, wenigstens soweit die Sachverständigen aus der Landwirthschaft und Industrie sowie Handel in Frage kommen. Als Tag der ReichStagS-Eröffnung wird jetzt der 21. November genannt. Der Reichshaushalt und die Steuerentwürfe werden dem Reichstag alsbald zugehen.

Berlin, 13. October. Die Nummer 40 desSocialist" wurde wegen eines ArtikelsMorgen, Uebermorgen", worin man eine Aufreizung sand, beschlagnahmt.

Berlin, 13. October. DerReichsanzeiger" meldet aus Hamburg eine Choleraerkrankung, aus Stettin sieben Fälle, wovon zwei tödtlich verliefen,' aus Altona drei Fälle, wovon einer tödtlich verlief.

Paris, 13. October. DerFigaro" behauptet, ragtäglich lief im Elysöe eine Unzahl Aufforderungen ein, Car not möge nach Toulon kommen.

Paris, 13. October. Das Centralcomitü der Elsaß- Lothringer Vereine hat an Admiral Avelane eine Adresse gerichtet, worin es heißt, am Nationaltage, an welchem zwei große Völker gegenseitig das Zeugniß der Ver­brüderung ablegen, könnten sie sicher sein, daß das Active dieser Demonstrationen für das Herz Derjenigen süß sein wird, welche sich erinnern und auf beffere Tage hoffen.

Rom, 13. October. Von verschiedenen Zeitungen werden Parallelen zwischen den Feierlichkeiten in Toulon und denen in Tarent gezogen, wonach die ersteren eine öffentliche Kundgebung von civilisationsfeindlichem Gepräge bedeuten, die Tarentiner Feste dagegen einen durch und durch friedlichen Character tragen und die man als eine Völker­begegnung in bonem partem bezeichnen darf. Von dem officiösenFolchetto" werden die Engländer als die ältesten Freunde Italiens hingestellt, man dürfe von ihnen im Noth- falle mehr als ausreichende Hülfe erwarten.

Stettin, 14. October. Die Polizei macht bekannt, daß weitere acht Erkrankungen und fünf Todesfälle an Ch olera vorgekommen,- sie untersagte die Abhaltung des Jahrmarktes und öffentliche Tanzlustbarkeiten.

totales tmb provinzielles.

Gießen, 14. October 1893.

* Das hiesige Musenm des Oberheffifchen GeschichtS- Vereins im alten RathhauS ist von heute Sonntag ab wieder geöffnet.

August ZunkermaunS Jubiläums Tournee. Die Saison 1893/94 ist die vierzigste im Künstlerleben August JunkermannS, welches der Jubilar dem ganzen Erden- kreise geweiht hat, soweit deutsche Sprache und Kunst gehegt und gepflegt werden. Selten kann ein Schauspieler und Recitator mit solcher Befriedigung auf seine Künstlerlaufbahn zurückblicken wie August Junkermann, der sich mit seiner Darstellung Reuter'scher Volkstypen nicht nur die Herzen aller Deutschen gewonnen hat, sondern dem auch Amerika bei seinem jeweiligen Kommen zugejubelt hat, den Oesterreich nur mit schwerem Herzen scheiden sah und der in Rußland, Belgien und Holland Triumphe gefeiert hat, wie keiner seiner Vorgänger. Junkormann steht nun an der Schwelle des 5. Jahrzehntes künstlerischer SchaffenSzeit, und eine Jubel­feier darf sich bei so weltumfaffender Wirksamkeit auch nicht aus einen Ort oder auf einen bestimmten Tag dieser 40jährigen ehrenvollen Bühnenthätigkeit beschranken. Denn überall, wo er einst gewirkt hat, werden seine unzähligen Freunde und Verehrer solch' seltenes Fest mit ihm begehen wollen, und darum mußte sich der Jubilar dazu entschließen, eine Fahrt durch die Lande deutscher Zunge zu unternehmen, im Jubeljahre seiner Künstlerschast. Alle Städte, in denen der deutschen Muse ein Tempel errichtet ist, hat Junkermann besucht, allerorts ist er mit Beifall überschüttet worden, wie kein Zweiter, und in Chicago feierte Junkermann ein Jubi­läum, das in der Künstlerwelt einzig dasteht- er spielte zum tausendsten Mal seinenOnkel Bräsig". Er ist wohl der einzige deutsche Schauspieler, welcher es in der Darstellung liner Hauptrolle auf die ZahlTausend" gebracht hat. Aus den zahllosen Recensionen über Junkermanns künstlerische Erfolge soll auszugsweise nur die folgende citlrt und der Lectüre ganz besonders empfohlen werden:JllinoiS-StaatS- zeitung, Chicago, 15. Februar 1893. Daß Aug. Junker- mann seine Freunde in Chicago nach Tausenden zählen kann, der gestrige Abend hat eS bewiesen, denn sein tausendstes Auftreten alsOnkel Bräsig" war begleitet von schier end­losem Jubel und Begeisterung der mehr als tausendköpfigen

Zuhörerschaft. Man war gekommen, August Junkermann, den unermüdlichen Apostel Fritz Reuters, zu ehren und ihm dieses sein tausendstes Auftreten alsOnkel Bräfig" zu einer freudigen Rückerinnerung an Chicago zu gestalten. Diese Absicht wurde verwirklicht. Wohl noch nie zuvor ist Herr Junkermann in Chicago so hervorgejubelt worden als am gestrigen Abend und auch hübsche Blumenstücke, Lorbeerkränze und sinnige Erinnerungen als sichtbare Zeichen der Verehrung deS großen ReuterdarstellerS und allbeliebten Künstlers gab S die Menge."

* * J- B. ReneS Theater.Die Haubenlerche" von Wildenbruch. Den Hauptvorwurf, der dem Dichter ge­macht wird, daß Lena Schmalenbach, das gewiffenhafte Mädchen aus dem Volke mir seiner einfachen und natürlichen Moral, auf die Pläne des Verführers eingeht, sucht Wilden- bruch, und nicht mit Unrecht, zu entkräften durch den Hin­weis, daß daS arme Ding unter dem Zwange unnatürlicher Verhältnisse und getrieben von dem verzehrenden Verlangen, mit dem wirklichen Erwählten ihres Herzens vereint zu werden, die eigene, freie Selbstbestimmung verliert. DaS Herz triumphirt eben wieder einmal über den Verstand. Noch gefährlicher ist die Figur deS Helden gezeichnet, der mit seinen socialen Blutvermischungs - Ideen und seiner steifen Würde der kleinen Haubenlerche gegenüber hart an die Grenze der Komik streift- nur eine diskrete, vornehme Darstellung ist vor diesem Geschick sicher. Herrn Ni em ei er gelang eS, Dank der sonoren, überzeugungsvollen Sprechweise und des charactervolleu Spieles, die Klippe zu umschiffen. Herr Stückel als Hermann gab sich redlich Mühe- doch war er nur der leichtfertige, gewissenlose Lebemann, ohne die inner­liche Bösartigkeü und Verderbtheit, dengefährlichen Menschen", wie ihn Juliane kennzeichnet, glaubhaft machen zu können. Auch scheint der sonst strebsame Künstler immer noch die Füße, welche lediglich die Modification des ganzen Körpers bestimmen, als Ausdrucksmittel schauspielerischer Gesten zu verwenden. Frau Anni ReinerS fand für die naive Sentimentalität und den schalkhaften Humor des einfachen Arbeiterkindes die richtigen Töne. Herr Paul Ernst, der von früher den Gießenern als verständiger und zielbewußter Darsteller in angenehmer Erinnerung steht, hatte alsoller Lumpenonkel" Momente von überwältigender Komik. Wir freuen unS, den talentirten Schauspieler in Gießen wieder begrüßen zu können. Recht gut in Spiel und Maske war Frau Wehn als Mutter der Haubenlerche, Frl. Geig ler für das altjüngferliche Entsagen der Juliane etwas zu jugend- lich. Herr Rasch i g (Paul Jlefeld) erwarb seinem Part durch biederbe Schlichtheit Sympathie. Zusammenspiel und Jnscenirung waren für die Verhältnisse eines Provinztheaters musterhaft. Wir können der Directwn eine Wiederholung des Stückes nur empfehlen. Nicht unerwähnt möge die Zwischenacts-Musik der H. Bauer'schen Capelle sein, welche sehr ansprechende Piören in guter Wiedergabe zu Gehör brachte.

* * Neues Theater. Wir machen die Besucher des Theaters darauf aufmerksam, daß der Billetverkauf bei Herrn Gustav Gerhardt, Lindenplatz, morgen Sonntag bis 6t/2 Uhr geöffnet ist. Wer also die überaus lustige Posse Das Mädel ohne Geld", welche morgen zur Aufführung gelangt, sehen will, hat somit den ganzen Tag über Gelegen­heit, sich eine Eintrittskarte zum Vorverkaufspreise zu ver­schaffen.

* * Die Rekruten für das hiesige Infanterie-Regiment, ca. 800 Mann, trafen im Laufe des heutigen Tages hier ein.

* Turnerisches. Der Männerturnverein unter­nimmt bei günstigem Wetter morgen Sonntag einen Turn- gang nach Kloster Arnsburg, um die dortigen Ausgrabungen des Römercastellö zu besuchen, dem sich auch Nichtmitglieder anschließen können. Wie wir erfahren, wird heute SamStag Abend im BereinSlocale der erste Sprecher deS Vereins in kurzem Vortrage aus das Wichtigste der Besichtigung auf­merksam machen.

* * Postpersonaluachrichteu. Ernannt sind: Der Ober- PostdirectionSsecretär A p e l in Darmstadt zum Postinspector, die Ober-Postdirectionssecretäre Hoffmann in Darmstadt und Göbel in Gießen zu Postkassirern und die Postsecretäre Mund und Rad eck in Darmstadt zu Ober-PostdirectionS- secretären. Angestellt sind: Der Postpractikant Steitz in Offenbach (Main) als Postsecretär und der Postanwärter von ber Schmitt in Mühlheim (Main) als Postverwalter. Versetzt sind: Der Postsecretär Säkel von Offenbach (Main) nach Königsberg (Pr.), der Postverwalter Huhn in Lampertheim unter Ernennung zum Ober-Postassiftenten nach Offenbach (Main), der Ober-Poftassistent Strauß von Friedberg (Hessen) nach Lampertheim, die Postassistenten Altvater von Offenbach (Main) nach Friedberg (Hessen), Habicht von Alsfeld nach Lauterbach (Heffen), Kredel von Darmstadt nach Michelstadt und der Telegraphenasfistent Krauß von Elberfeld nach Offenbach (Main).

Der Getreidemarkt. Im Getreidegeschäft machen sich endlich Anzeichen einer wiederkehrenden Besserung nach der Baisseperiode der letzten Zeit geltend. Roggen wie Weizen haben auf den maßgebenden Plätzen etwas angezogen und dürfte sich namentlich letzterer Artikel aus Grund deS ziemlich ungünstig lautenden Ernteergebnisses deS Ackerbauministeriums zu Washington noch mehr im Preise beffern. Denn diesem osficiellen Bericht zufolge stellt sich der Durchschnittsertrag der diesjährigen Weizenernte Amerikas nicht unerheblich ge­ringer, als bislang angenommen wurde, der Weizenstoud in denjenigen Unionsstaaten, welche Ausfuhrweizen liefern, ist sogar unter dem Durchschnitte. Im Haferverkehr macht sich fortgesetzt starkes DeckuugSbedürsniß geltend, sodaß Hafer in der abgelaufenen Berichtswoche fast überall weiter im Preise stieg. Notiruugen an der Berliner Produktenbörse: Weizen per 1000 Kilogramm 136149 Mk., Roggen 120129 Mk., Gerste 125-190 Mk., Hafer 153188 Mk.

Sechzehn ZnchthiNSler, und zwar 15 männliche unfr eine weibliche, sind vorigen Monat auSMarienschloß­en klassen worden. Sie haben zusammen 501 Monate verbüßt. ____________

C So« festlichen Bogeltterg, 13. Oktober. ES ist ei, seltenes Vorkommen, daß man um diese Zeit, in der man die Bohnenstangen sonst nach Hause bringt, noch grüne Bohnen pflücken kann. Die den frühen Herbftfrüsten nicht zum Opfer gefallenen Bohnen hoben unter der seitherigen Sommer, temperatur noch immer neue Früchte gezeitigt. UeberhanM füllen sich dte Keller mit Wintervorräthen, während all«. dingS Speicher und Scheuer manche Lücke aufweisen. Der Ertrag an Erdgewächsen: weiße und gelbe Rüben, Diö wurz 2C. ist so reichlich, daß oft die Keller nicht zur Bergig dieser Gewächse auSreichen. Wer sich mit dem AuSmache, der Kartoffeln beeilt, hat dieselben bei leichter Arbeit trockm in die Keller gebracht.

Schlitz, 13. Oktober. Während seither die Fischern meistens nur geringe Erträge lieferte, tritt auffallender Weiß in letzter Zeit ein noch niemals beobachteter Fischreichthma zu Tage- so wird z. B. glaubhaft mitgetheilk, daß von den Müllern und Wafferpächtern hiesigen Bezirks im Verlauf der letzten zwei Wochen über acht Centner Aale gefangen worden feien. Wohl noch nicht dagewefen.

§ Mittel seernen, 13. Oktober. Bei der hier ftattgebabten Bürgermeisterwahl wurde der Sohn des ehemaligen Bürgermeisters Nieß, Caspar Nieß, mit 22 Stimme» zum Bürgermeister gewählt. Der seitherige Bürgermeift« Kroth erhielt nur 17 Stimmen.

Darmstadt. 13. October. Die Strafkammer I des die­sigen Landgerichts hatte gestern über einen Fall allergewobn. lichster Heirathsfchwindelei abzuurtheilen. Der Maur« Ernst Wieland auS Unter-Grumbach bet Heilbronn hat nach und nach einem braven Dienstmädchen, mit dem er sich zu diesem Zwecke verlobte, dessen ganze Ersparnisse, 1605 Mk , entlockt und sie zum größten Theil seinen Eltern nach Hause gesandt. Da Wieland vielfach vorbestraft ist, auch eine Ur­kundenfälschung in der Affaire beging, sowie anderen Leuten gegenüber Schwindeleien verübte, wurde er in eine Zuchthaus- strafe von vier Jahren und drei Monaten verunheilt, während die der Anstiftung bezw. Mitthäterschaft eventuell Hehlerei angeklagten Eltern freigesprochen wurden. Sein Bruder Hermann, der in die schmutzige Affaire ebenfalls thätig rin* gegriffen hatte, wurde wegen Betrugs zu sechs Wochen Se- fängniß verurtheilt, während eine Schwester wegen Betntzs- Versuchs eine Geldstrafe erhielt.

Darmstadt, 13. October. Die Einberufung und Gönnt- tuirung des 28. ordentlichen Landtags ist für die zweite Hälfte des Monats November in Aussicht genommen.

Born Ldknwalde, 12. October. In Folge der über­reichen Obsternte wird in diesem Jahre Aepfelweinher' ftellung im ganzen Odenwalde ungewöhnlich stark be­trieben. Die alten, schon lange in den Ruhestand versetzten Keltern werden hervorgeholt und fast jeder Bauersmann be­reitet sich seinen beliebten HauStrunk. Kelterobst stellt sich gegenwärtig auf Mk. 3,504,20 per Doppelcentncr, Tafel­obst entsprechend höher.

Worms, 12. Oktober. Der seit dem 5. d. MtS. ver­mißte Gymnasiallehrer Jacob Reuter wurde, wie schon gestern angenommen werden konnte, in der That am Rhein bei Hamm geländet und alSbald agnoSzirt. In der Seiten- tafche des Rockes fanden sich bei dem Entseelten einige Weiden- ruthen und in seinem Notizbuch etliche frisch gepflückte Blumen. Beim Weggänge von Hause soll der Verstorbene auch noch davon gesprochen haben, daß er einige Weidenruthen zum rin« binden von Gewächsen mitbringen wolle. Nicht auSgesch/o'7en ist es hiernach, daß der Verstorbene von ungefähr in ben Rhein gestürzt ist und den Tod gefunden hat. Die tnto wird heute hierher verbracht und morgen auf dem hiesigen Friedhöfe beerdigt.

Alzey, 12. October. Wohl in keiner Stadt Hessens haben innerhalb weniger Jahre so sehr die Spitzen der B ehürden gewechselt, wie hier in Alzey. Neu ist der Dekan, der katholische Pfarrer, der Kreisarzt, der Seminar.Direktor, und nun erhalten wir einen neuen KreiSrath. Auch kommt demnächst ein neuer Bürgermeister hierher.

Aus Rheinhessen, 12. October. Auch der Ausschuß bei landwirthschaftlichen Vereins der Provinz Rhem- heffen hat an das Reichskanzleramt in Berlin unter ein- gehender Motivirung eine Eingabe gerichtet mit der Bitte, daS Project einer Reichsweinsteuer fallen zu lassen.

-Vermischte,.

Stuttgart, 13. Oktober. Als Urheber der vorgestrigen Revolverschüffe auf das Saf^ Neumann wurde der Pachter deS benachbarten LiederhallengartenS ermittelt er wollte angeblich einen eingeschlichenen Dieb verscheuch»

Berlin. 13. Oktober. Nächsten Sonntag findet zwiM den besten Läufern der Fleische ff er und Vegeta ritt, die sich jüngst hervorthaten, ein neuer Distanzmarsch zweSS einer Reeordverbesserung statt.

Königswinter. 11. Oktober. Der Bauherr und ter Maurermeister deS zusammengestürzten Hotel-ReubaueS ünb auS der Haft entlassen worden.

Universität, - Nacheichten.

Die städtisch« Behörde In Szegedin wird demnächst dem Kaiser, dem Minister,um und dem Parlament eine Petition ocao Errichtung einer Universität In Szegedin überreichen lasten. Die Stadt ist bereit, den Bauplatz und eine Million Kronen bering eben; ferner will sie da« städtische Krankenhaus für dte Zwecke der m* cintschen Fakultät Herrichten lasten.

Perfebr, tanO unö VolksrVtrchschast.

Ufm, 14. Oktober. Marktbericht. Lot dem hermsa Lochenmarkt kostete: Butter pr- A 0.961,10, ^ftbneretcr per Stück 4, 2 Stück 13-16 4. Käse pr. 6t 5-8 A KäfemaM