Verkaufsstunden auf den Hauptgottesdienft Rücksicht zu nehmen ist.
• • Die Wahlen für daS «ewerbegericht find nunmehr auf Freitag, den 28. d. M. anberaumt- zum Vorsitzenden de» GewerbegerichreS soll Herr Stadtverordneter Landgerichts- rath Dr. Schäfer erwählt sein.
* • Theater. „Großstadtluft", Schwank in vier Acten von Blumenthal—Kadelburg, hatte sich da» Hof- und Stadttheater - Ensemble al» Eröffnungsvorstellung gewählt. Wir wiflen nicht, ob damit ein glücklicher Griff geschehen ist, da gerade dieses Stück hier zu wiederholten Malen schon gegeben wurde und dem Gießener Publikum wohl bekannt sein dürfte. Wir ersparen unS deßhalb auch eine Besprechung deS Schwankes und beginnen sogleich die Kritik der darstellenden Personen, soweit dies nach dem ersten Auftreten derselben möglich ist. Den kleinstädtischen, etwa« beschränkten „Fabrikanten Schröter" haben wir an dieser Stelle schon characteristischer gesehen, als er von Herrn Marti enS dargestellt wurde- gleichwohl konnte man mit der Leistung zufrieden sein. Den „Ingenieur Flemming" gab Herr Dorn mit Ausnahme mancher zu rasch gesprochener Satze recht gut. Der „Gempe" des Herrn E i s e n h a r d t war äußerst humorvoll und hielt die LachmuSkeln deö Publikums in steter Bewegung. Weniger befriedigte uns Herr Schneider als „Rechtsanwalt Lenz" durch km etwa» zu manieriertes und gemachtes Spiel. Dagegen hatten die Figuren des „Dr. ErusiuS" und „Rector Arnstedt" in den Herren Lange und Friedrich recht geeignete Ber- treter gefunden. Auch die Damenrollen waren durchweg gut besetzt. Fräulein Gerhardt als „Sabine" und Fräulein Hil ler als „Frau Lenz" wirkten höchst anziehend, während die Darstellerinnen der beiden Klatsch - Schwestern „Crusius und Arnstedt" (die Damen LaniuS-Galst er und MartienS) ungemein viel zur allgemeinen Heiterkeit beitrugen. Alles in Allem war der Eindruck, den wir vom ersten Auftreten der Gesellschaft haben, ein durchaus günstiger und sind wir deßhalb auf die heutige Aufführung der „Ehre" recht gespannt. Nicht unerwähnt wollen wir noch bei der Besprechung der gestrigen Vorstellung lassen, daß die Zwischenacte durch einige von der hiesigen RegimentScapelle tadellos vorgetragene Musikpiöcen auSgesüllt wurden.
Stein» -arte». Auf die morgen Sonntag und Montag stattfindenden Meyder-Concerte sei ein musikliebendes Publikum hierdurch aufmerksam gemacht. Die Meyder- Eapelle (unter früherer Direction Bilse) behauptet sich stets das Renomms einer KUnstlercapelle, welche im Ensernblü- wie Solo-Spiel nur Vorzügliches leistet. (S. Inserat.)
Im Eoucerthau» zum Lahastein fand gestern Abend die erste AbonnementS-Soirü des Krufe'fchen Streichquartetts statt. Nach dem vorher veröffentlichten Programm ließ sich erwarten, daß den Besuchern etwa» Vorzügliches geboten werden würde, und in dieser Erwartung wurden die zahlreich erschienenen Musikfreunde nicht getäuscht. Sowohl im Zusammenspiel wie in Dinzelvorträgrn wurde Gutes geleistet und den Vortragenden der wohlverdiente Beifall gespendet. — Daß die Herren Kruse nicht nur ausführende Musik Künstler, sondern auch Lehrer dec schönen Kunst sind, dies zu beurtheileu wird das auf morgen anberaumte Sommersest der Gießener JugendvereinS-Capelle Gelegenheit geben. Herr E. Kruse hat in verhältnißmäßig kurzer Zeit eine Schaar junger Musiker herangebildet, deren Leistungen über das Maß dessen, was man von Knaben fordern kann, hinaus gehen. ES sei deshalb an dieser Stelle der Besuch dieses Sommer- festeS besonders empfohlen.
• * In einem Erlaß de» Großherzogs an die Kriegervereine wird bestimmt: 1) Diejenigen Kriegervereine, welche zur Kriegerkameradschaft „Hassia" gehören, können die seither im Gebrauch befindlichen Fahnen, welche mit dem LandeS- wappen oder mit dem NamenSzug Meines hochseligen Herrn DatcrS versehen sind, bis auf Weiteres fortführen. 2) Für die Folge bedarf es zur Führung einer Fahne mit dem Landeswappcn der jedesmaligen besonderen Erlaubniß, welche zu ertheilen Ich das Präsidium der Kriegerkameradschaft „hassia" mit der Maßgabe hierdurch ermächtige, daß Gesuche um Neubeschaffung bezw. Führung einer Fahne mit dem LandeSwappen stets nur im Einvernehmen mit Unserm Ministerium deS Innern und der Justiz beschicken werden dürfen und die Erlaubniß nur solchen Vereinen gegeben werden darf, welche dem Verbände der genannten Kricgerkamerad- schäft angehvren, mindestens drei Jahre bestehen und sich gut geführt haben. Aehnlich ist die Erlaubniß zum Schießen bei Beerdigungen bei betreffenden hohen Stellen einzuholcn.
* * Tobsüchtig. In dem Schnellzug 76 der Main-Weser- Bahn spielte sich gestern bei der Einfahrt in Kreiensen eine aufregende Scene ab. Ein Irrsinniger, der zeitweilig an Tobsucht leidet, war seinen Begleitern entwischt- bei der Einfahrt m Kreiensen bekam er einen TobsuchtSanfall, so daß die Mitpaffagierc in großen Schrecken versetzt wurden. Dem Fahrpersonal blieb nicht« anderes übrig, als den Tob- süchtigen mit der Zugleine zu fcffeln. Nachdem die« geschehen, beruhigte sich der Mann nach und nach und al« er wieder zu Verstand gekommen, äußerte er sich höchst befriedigt darüber, daß man ,hn io vorzüglich gebunden habe.
• • Der «etteidemarkt. Die anhaltende Trockenheit hatte während der abgelaufenen BerichtSwocke zunächst eine Steigerung der Getreidepreise zur Folge, wovon besonders Hafer profitirte. Außerdem trugen auch günstige amerikanische Notirungen dazu bei, daß im deutschen Getreidegeschäft sich eine steigende Tendenz markirte. Inzwischen sind aber au« verschiedenen Gegenden Deutschland« kräftige Regengüffe gemeldet worden und da weiter da« Barometer auf „Veränderlich" zeigt, so hat sich die eingetretene Preissteigerung nicht behaupten können; gerade bei Hafer mußte auf den meisten Plätzen sogar ein ziemlich starker Rückgang verzeichnet werden. Dancben wirkte aus den norddeutschen Plätzen auch da« ver- hältnißmäßige starke Angebot von Roggen feiten» russischer
Spekulanten beim Preisrückgang mir ein. No^rmigen an btr Strlintr »robucttuHrft; W-iz-n P-r «W »l°gr°«m von 151—166 Mk., Roggen von 138—147 Mk., Hafer von 168—190 Mk., Gerste von 123—170 Mk.
A Mai»,. 14. Juli. Die Heilsarmee ist auf ihrer rheinischen Tour jetzt auch hier eingerückt. Vorerst hat sie sich daraus beschränkt, an dem Rheinufer und den demselben zunächst gelegenen Straßen maffenhaft Schriftchen verthetlen zu taffen, welche besonders bei der lieben Straßeniugend willige Abnehmer finden. Welchen Grad die hierher gesandten Emissäre haben, ob eS Offiziere oder nur „Gemeine" sind, läßt sich an bcc wenig schmuckvollen Uniform derselben nicht erkennen, doch scheinen sämmtliche eine sehr große Ausdauer zu besitzen, denn obwohl sie vielfach nur lächelnden Mienen begegnen, werden sie nicht müde, unter Verbeugungen und salbungsvollen Sprüchen ihre Traktätchen unter den Spaziergängern der Rheinpromenade zu vertheilen. Versammlungen werden indeß schwerlich hier abgehalten werden, denn die Emiffäre dürsten sich bei ihrem kurzen Aufenthalt hier schon hinlänglich überzeugt haben, daß die lebenslustige Mainzer Bevölkerung für solche sonderbare religiöse Schwärmerei weder Derständniß noch die geringste Neigung hat.
Dermifd?tcs.
• Marburg, 12. Juli. Gestern Abend fand abermals in der überfüllten UniversitätS-Aula eine allgemeine Studenten-Versammlung statt. Auf der Tagesordnung stand, wie der „Rhein. Cour." berichtet, ein Vermittelungsvorschlag, den Herr Geh. Medicinalrath Prof. Dr. Külz durch seine Assistenten der Studentenschaft hatte überreichen lassen, sowie ein Antrag der medici üschen Facultät, den Se. Magnificenz der Rector, Herr Professor Bauer, im Namen derselben der Versammlung unterbreiten ließ. Der Vorschlag des Herrn Geheimeraths Professor Külz verlangte, daß die Studentenschast 1) erklären solle: ,Wir haben einen schweren Fehler begangen dadurch, daß wir uns nicht zunächst an Herrn Geheimerath Külz, sondern bittet an ba« Ministerium roanbten," 2) solle die bereit« nach Berlin abgesandte Eingabe an daS Cultusministerium sofort telegraphisch zurückgezogen werden, 3) solle die Studentenschaft durch eine Deputation zur Beilegung des Streites mit Herrn Professor Külz verhandeln. Diese Vorschläge verfehlten ihre beabsichtigte Wirkung vollkommen. So sprach sich auch der Vorsitzende bet Versammlung nach der Verlesung des Vorschlags sogleich gegen dieselben aus. Was man bei ber persönlichen Ber- hanblung mit Herrn Geheimerath Külz zu hören bekommen werbe, wisse er schon. Von einer Genugthuung könne keine Rede sein. In demselben Sinne sprachen sich zahlreiche Redner aus. Bei der Abstimmung über die Annahme der Vorschläge stimmten die Vertreter sämmtlicher 26 studentischen Korporationen Mann für Mann mit „Nein", denen sich bann auch die nicht incotporirten Studenten anschloffen. Der Antrag der medicinischen Facultät ersuchte die Studirenden der Medicin, bis zum Eintreffen des MinisterialbescheideS den Collegbesuch wieder aufzunrhmen. Diesem ging eS nicht anders, auch er wurde einstimmig abgelehnt.
* Breslau, 12. Juli. Die Ausschreitungen vom 17. und 18. Juni in der MatthiaSftraße hatten sowohl wegen ihres Umfanges als wegen ihres Verlaufs überall Aufsehen erregt. Der Urheber jener Ausschreitungen, bei denen es viele Verwundete gab, der 31jährige Arbeiter Ernst Bloch, stand jetzt vor Gericht. Wie aus den Aussagen des als Zeugen vernommenen Fleischermeisters Eisebitt und deS Schutzmanns Kirmes hervorgeht, ist dec Thatbestand folgender: Am 17. Juni, Abends gegen 7 Uhr, trat an der Ecke der Michaelisstraße und MatthiaSftraße an den dort stehenden Schutzmann ein Mann mit der Aufforderung heran, den Führer eines Wagens, an welchen straßenordnungswidrig ein zweiter gekoppelt war, zur Anzeige zu bringen. Als bann in ber That ein derartiges Gefährt herankam, wollte ber Schutzmann seiner Pflicht gemäß ben auf ber Wagentafel stehenben Namen abschreiben. Da aber trat der Angeklagte Bloch, den die Sache gar nichts anging, an den Schutzmann mit der Frage heran, warum er denn den Kutscher aufschreibe. Als der Schutzmann den unbefugten Fragesteller abwieS, erging sich dieser in den wüstesten Schimpfereien und al« der Schutzmann ihn verhaften wollte, stürzte er sich auf ihn und riß ihm die Kleider in Fetzen. Der Fleischermeister Eisebitt stand in der Thür seine« Ladens und sah dem Kampfe zu. Alö er sah, wie schwer dem Schutzmann von Bloch zu- gesetzt wurde, sprang er dem Ersteren bei. Bloch zeigte sich Anfangs beiden Gegnern gewachsen. Er biß dem Fleischermeister fast den Zeigefinger nb und schlug wie ein Rasender mit den Fäusten um sich. Als sich jetzt der Fleischermeister für die ihn heftig schmerzende Bißwunde rächen wollte und dem Arbeiter ein paar kräftige Schläge inS Gesicht versetzte, nahm die inzwischen versammelte Volksmenge sofort gegen Eisebitt Partei. Nachdem Bloch von hinzueilenden Schutzleuten gefesselt und nach der nächsten Wache abgesührt war, verbreitete sich unter den jetzt zu Hunderten aus der Eifenbahnwerkstatt kommenden Arbeitern daS Gerücht, Bloch fei von Eisebitt derartig mißhandelt worden, baß er auf ber Wache gestorben fei. Eine Stunde später war ber Laden deS Eisebitt gestürmt und alles, waS darin nicht niet- und nagelsest war, zerstört. Gegen 70 Polizeibeamten kämpften gegen eine aufgestachelte Volks- menge, welche mit Revolvern schossen und mit Steinen, Flaschen und anderen Wursgeschoffen schleuderten, eine Er- scheinung, die sich am nächsten Abend wiederholte. Der Angeklagte Bloch erklärte, daß er sich, weil er sinnlos betrunken gewesen sei, „auf reene weg nichts" besinnen könne. Dieser Behauptung widersprachen die beiden Zeugen Schutz- mann Kirmes und Fleischermeister Eisebitt. Bloch wurde vom Schöffengericht wegen Widerstand« gegen die Staatsgewalt zu dem höchsten Strafmaß, zu 2 Jahren Gefängniß, unb wegen schwerer Beamtenbeleibigung in zwei Fällen zu
einer Gefängnißstrafe von je 3 Monaten verunheilt. Die Gesammtstrafe würbe aus 2 Jahre und 4 Monate festgesetzt.
• Berlin. 12. Juli. Unangenehm überrascht wurde, so berichtet die „Volksztg.", gestern die im dritten Stock des Hauses Dennewitzstraße Nr. 20 wohnende Wittwe ©d)neiberitt. Als sie um 8»/, Uhr Vormittags nach einem AuSgang die Wohnung wieder betrat, lag auf ihrem Bette die Leiche eines fremden Mädchens. In der Tobten ist bie Steglitzerstraße Nr. 92 in Wohnung gewesene unverehelichte 19jährige Charlotte Dieling erkannt worben, deren Vater Gastwirth in Hamburg ist. Sie hatte in Abwesenheit der Inhaberin die Wohnung betreten unb ihrem Leben burch Gift ein Ende bereitet.
• Zaber». 13. Juli. Der Steinbrecher Saum von Hultenhausen trug in der Steingrube bei Station Stambach einen mit Sprengpulver gefüllten Sack aus der Schulter. Der Sack entzündete sich plötzlich, wobei ber Mann berart verbrannt wurde, daß er bald daraus eine Leiche war. Er hinterläßt nach der „Str. Pr." sechs Shnber.
• Freiborg i. B., 14. Juli. Justizrath Braun-WieS- haben ist heute Nachmittag in Folge eines Schlaganfalle« hier verstorben.
* Hamborg. 12. Juli. In welchem Umfange bem Hamburger Staate au« ber Choleraepibemie beS vorigen Jahre» bie öffentliche Waifenpflege erwachsen ist, ergibt sich au» einem Nachtragsetat beS Waisenhauses. Danach sinb im Waisenhause selbst 600 Kinder statt bisher 400 zu verpflegen. Die Zahl der außerhalb Hamburgs untergebrachten Waisen wird auf rund 1000 angegeben und die der sogenannten Kostkinder auf 2600, so daß dem Staate ca. 4200 Kinder zur Last fallen. Im Vorjahre betrug die Zahl der Waisen kaum die Hälfte.
* Eine entsetzliche Blotthat ist am Montag in bem Dorfe Freidorf bei Potsdam passirt. Eine Anzahl Schnitter war dort auf freiem Felde mit dem Mähen von Roggen beschäftigt und gerieth anläßlich des Trinkens miteinander in Streit. Der 64jährige Büdner Hannemann wollte nun diesen Streit schlichten und rief den erregten Leuten zu: „Kinder, seid doch gemüthlich und zankt Euch nicht!" Kaum hatte er diese Worte ausgesprochen, ba brehte sich einer der Streitenden, der Arbeiter Brauer, welcher erst wenige Jahre verheirathet und ebenso wie Hannemann Familienvater ist, um und versetzte dem alten Hannemann mit seiner scharf geschliffenen Sense einen derartigen. Hieb, daß die Spitze in bie Brust einbrang unb am Rücken toieber herauSkam. Hannemann war ins Herz getroffen unb sofort eine Leiche. Brauer, welcher nunmehr erst einsah, waS er in seinem Jähzorn angerichtet, geberbete sich wie ein Derzweifelnber. Er würbe sofort von den anderen Arbeitern gefaßt und am Abend nach Beelitz ins Gefängniß gebracht.
* Von der preußisch - russischen Grenze. 11. Juli. In ber letzten Zeit sinb unweit deS preußischen Grenzborfe» Stryalkowo (im Kreise Wreschen) Schmugglern von russischen Grenzsoldaten große Posten Seide, Tuch, Kleiderstoffe, Spitzen 2C. abgenommen worden, inSgesammt für etwa 12,000 Mk. Diese Beute wurde in dem russischen Zollhause des Städtchens Slupce (eine halbe Stunde von der preußischen Grenze) aufbewahrt und sollte jetzt in Kalisch öffentlich versteigert werden. Inzwischen ist aber dieser große Waaren- posten au« dem Zollgebäude gestohlen worden. DaS Gebäude, bie sog. Zollkammer, liegt allerdings etwa« ifolirt, ein Stückchen vor der Stadt, ist aber von mehreren russischen Zollbeamten bewohnt, und außerdem befindet sich Tag und Nacht eine Wachtpatrouillc im Zollhause.
• Eine neue Blindenschrift. Man schreibt der „Frkf. Ztg." aus London : Hugentobler in Lyon hat eine Blindenschrift erfunden, die ohne Weiteres jedem Laien verständlich ist. Sie besteht aus einer Combination von Punkten, welche sich den Formen der gebräuchlichen Buchstaben so nahe anschließen, daß man dieselben leicht zu lesen vermag. Die früher übliche Schrift (das Alphabet Braille) setzt sich aufl einer Summe von willkürlich zusammengestellten Punkten zusammen, deren Entzifferung nur den darin unterwiesenen Blinden möglich ist.
WM3M0 aus den 5tan^»ami»w0ift»tii
der Stadt Gietzen.
Aufgebot«.
Juli: 8. Johann Friedrich Otto Heßler, Sergeant zu Gießen, mit Helene Johanna Friederike Weiß hierselbst. 11. Ernst Baranowski, Gerber zu Marburg, mit Susanne Christiane Sauer hierselbst. 12. Andrea« Weber, Bierbrauer dahier, mit Maria Katharine Lästert hierselbst. 14. Gottlieb Christoph Andrea« Starke, Kellner zu Trai«- Horloff mit Anna Meister bierselbst. 14. Philipp Heckwann. Postassistent dahier, mit Aiwa Margarethe Catharina Mcnch zu Reichensachsen.
Eheschließungen.
Juli: 12. Martin Philipp Schwall, Bildhauer dahier, mit Hulda Ida Marie Elisabeth Kersten von Stettin. 14. Christian Kühn, Diener dahier, mit Elisabeth« Schmidt hierselbst. 14. Nicolau» Wenzel, Taglöhuer dahier, mit Elisabeth« Heß hierselbst.
Aeboreua.
Juli: 3. Dem Kaufmann Joseph Rudolph WilkoborSky ein Sohn, Erich Friedrich Wilhelm. 5. Dem Küfer Karl Lorck tin Sohn. 6. Dem Agent Johann Leonhard Saoelsderg eine Tochter, Marie Caroline Elisabeth. 6. Dem Bauunternehmer Heinrich Winn ein Sohn, Johanne« Heinrich Karl Andrea«. 6. Dem Bleicher Eduard Engler ein Sohn. 8. Dem Fabrikant Isaak Barnaß ein Sohn. 8. Dem Restaurateur Bernhard Stern eine Tochter, Sophie Sara. 9. Dem Güler-Expedienten Carl Bode ein Sohn, Ferdinand Franz Friedrich Wilhelm. 10. Dem Sergeant Johannes Eidam eine Tochter, Marie Luise. 10. Dem Schutzmann Karl Zink eine Tochter. 10. Dem Wirth Franz ©immer ein Sohn. 12. Dem HUfShetzer August Trebing eine Tochter, Kalh. Elise.
»aAoedeua.
Juli: 7. Gabriel Rosenthal, 57 Jahre alt, Kaufmann dahier. 7. Anna Dörr, 9 Jahre alt, Tochter von Schutzmann Gottfried Dörr hierselbst. 8. Auguste Kettner, 3 Jahre alt, Tochter von Locomotiv- Heizer WUHelm Kettner dahier. 9. Ludwig Moyal, 33*/< Jahre alt, Großd. Regier ungtzbaumeifter dahier. 9. Margarethe Schmitt, geb. Brück, 67 Jahre alt, Wittwe von Landwirth Jost Schmitt zuSllten- Buseck. 9. Karoline Worch, 6 Monate alt, Tochter von Bierbrauer Peter Worch dahier. 10. Elisabeth Margarethe Doering, geb. Müller,


