flbenten Machabo gefangen. E» find RegierungSttuppen nach Leon beorberr.
Droschen bei vuremr e^CT*ae.
Berlin, 14. Juli. Man hofft, bie Session de» Reichstages am SamSlag schließen zu können. Der Nachtrags- etat wirb in einer Sitzung ber Bubgetcommisfion erledigt sein und kann in zwei aneinander anschließenden Plenarsitzungen durchberathen werben. Die dritte Lesung der Militärvorlage^ kann am SamStag erfolgen. Bis zu der morgigen Abstimmung über § 2 der Militärvorlage mit dem Anträge Carolath werden noch große Anstrengungen gemacht, dem Anträge eine Mehrheit zu verschaffen.
München, 13. Juli. Im 3. Feld . Aetillerie. Reg,, ment sind neuerdings 72 Mann an Unterleibstyphus erkrankt.
Leipzig, 13. Juli. Vor dem Reichsgericht wurde heute die Revision Paasch gegen daS aus IJahr Gefängniß lautende Urtheil deS Landgerichts Berlin wegen Beleidigung de» Justizministers Schelling verhandelt. Daö Reichsgericht setzte die Verhandlung, bis ein Resultat über die Beobachtung de» Geisteszustandes Paasch vorliege, aus. Später erschien Paasch und erklärte, er sei zu dem Termine beurlaubt, konnte jedoch keine Bescheinigung darüber vorlegen.
Wien, 13. Juli. DaS österreichisch ungarische Ausfuhr- verbot für Heu, Kleie, Stroh, Oelkuchen und getrocknete Schlempe tritt Anfangs nächster Woche in Kraft.
Pari«. 14. Juli. Während eines heftigen Gewitters ertranken gestern drei Arbeiter, welche im AbzugScanal arbeiteten.
London, 13. Juli. SS verlautet, Kaiser Wilhelm statte Ende August der Königin Victoria in OSborne einen Besuch ab.
Petersburg, 13. Juli. In Podo lien wurden in der letzten Woche mehrere hundert Cholera-Erkrankungen constatirt.
Petersburg, 13. Juli. In Nifchn i - N ow g or o d kamen vereinzelte Cholera-Erkrankungen vor.
Cocafcs ttttö provinzielle-.
Gießen, 14. Juli 1898.
Sitzung Sroßh. Handelskammer vom 6. Juli 1893. Anwesend die Herren Koch, Scheel, Heichelheim, Homberger, Klingspor, Kraatz, Wortmann. — Verschiedene Handeltreibende auS Hungen, Langsdorf und Lich haben der Kammer eine an Großherzogl. Direction der Oberhessischen Eisenbahnen gerichtete Eingabe zur Unterstützung übersandt, in welcher beantragt wird, den ersten von Nidda nach Gießen abgehenden Zug Nr. 10 im nächsten Wintersahrplan um dieselbe Zett, um welcher er nach dem Sommerfahrplan abfährt, ab gehen zu lassen. Als Hauptgrund für die gewünschte Aenderung wird angeführt, daß eS sonst den mit diesem Zuge ankommenden Reisenden nicht möglich ist, directen Anschluß nach Frankfurt a. M. und Köln zu erhalten. Die Kammer hat Unterstützung der Eingabe beschlossen. — Die Köntgl. Eisenbahn - Direction Hannover theilt der Kammer mit, daß sie dem von der Kammer kürzlich gestellten Anträge entsprechend vom 1. August l. IS. an Rückfahrkarten von Gießen nach Alzey einführen wird. — Es gehen der Kammer Nachrichten zu über zweifelhafte Firmen in den Niederlanden. Wegen näherer Auskunft wollen sich Interessenten an die Kammer wenden.
* * Schwindler. Am 6. l. MtS. versuchte ein hier zugereister Schwindler bei den hiesigen Obst- und Gemüsehändlern für ein Frankfurter HauS Gelder einzukassiren, waS ihm auch in einem Falle gelang. Der Betrüger ist bereits von der Polizei ermittelt.
• * DaS Gesetz, die polizeiliche Beaufsichtigung von Mieth- Wohnungen und Schlafstelle» betr., sagt in seinen Hauptbestimmungen u. A., daß die Gesundheitsbeamten des Staates und die Ort-Polizeibehörden, sowie die von den letzteren Beauftragten befugt sind, die zum Vermiethen bestimmten Wohnungen und Schlafstellen einer Untersuchung in der Richtung zu unterwerfen, ob au- deren Benutzung zum Wohnen oder Schlafen Nachtheile für die Gesundheit oder Sittlichkeit nicht zu besorgen sind. Gleiche Besugntß steht den genannten Organen bezüglich der Schlafräume zu, welche von Arbeitgebern ihren Arbeitern (Lehrlingen, Gesellen, Ge- Hülsen, Dienstboten ic.) zugewiescn werden. Durch Polizeiverordnung kann für Miethwohnungen, die aus drei oder weniger Räumen, an» Kellergeschossen rc. bestehen, ein Mindestmaß von Lustraum vorgeschricben werden, welches für jeden Bewohner in dem vcrmielheten Raume vorhanden sein muß. Gleiche Vorschrift kann für Arbeitgeber bezüglich der ihren Arbeitern (Lehrlingen, Gesellen, Gehülsen, Dienst- boren :c.) zngewirsenen Schlafräume erlaffen werden. Für die zur vcrmiethung von Schlafstellen bestimmten Räume hat die Polizeibehörde festzusetzen, wie viel Luftraum für jede aufzunehmende Person vorhanden sein muß. Hierbei ist davon auSzngehen, daß mindestens 10 Kubikmeter Luftraum für jede in einem Schlafraume zuznlassende Person erforderlich sind. Auf Grund dieser Festsetzung hat die Ortöpolizeibc- Hörde die Zahl der zur Beherbergung in jedem Schlafraume höchstens zuzulaffenden Personen zu best mmen. Diese Zahl ist in dauerhafter, leicht erkennbarer Weise an der Eingang», thüre anzuschreiben oder anzufchlagen. Derjenige, für dessen Rechnung eine Wohnung erstmals vermiethet wird, oder besten Vertreter ist verpstichtet, hiervon vor dem Einzuge be» Miether» der Ortspolizeibehörde Anzeige zu machen, wenn entweder 1) die Miethwohnung (einschließlich der Küche und ausschließlich solcher Räume, die in Astermiethe gegeben oder von anderen Personen regelmäßig mitbenutzt werden) auS drei oder weniger Räumen besteht, oder 2) Kellergeschosse oder nicht unterkellerte Räume, deren Fußboden nicht mindesten» 0,26 Meter über Erde gelegen ist, oder 3) unmittelbar unter Dach (ohne Zwischendecke) befindliche Räume zum
Wohnen vermiethet werden sollen. Die Anzeige muß Auskunft geben über den Eigenthümer, sowie die Lage oeS Hause» nach Straße und Nummer, die Lage der Wohnung (ob im Haupt- oder Nebengebäude, und in welchem Stockwerk), bic Anzahl und Bestimmung der Räume, den Beruf deS MtttherS, fein Berhältniß zu den in feiner Hausgemeinschaft befindlichen Personen, sowie Namen und Alter derselben. Die Ber- mielher sogenannter möblirier Wohnungen sind von dieser Anzeigepflicht befreit, wenn und so lange der MiethpreiS für daS Zimmer den Betrag von monatlich 8 Mark überschreitet. Der OrtSpolizeibehörde ist ferner binnen einer Woche Anzeige zu machen, wenn in der Person de» Dermiether» oder Miether« einer Wohnung der bezeichneten Art eine Aenderung eintritt, oder wenn durch Verminderung der Zahl der Mieth- räume oder durch Aftervermiethung die Wohnung nachträglich anzeigepflichtig wird. Wer dritten, nicht zu seiner Familie gehörigen Personen Schlafstellen, mit oder ohne Berechtigung zum Aufenthalt über Tag, vermiethet, hat hiervon vor Beginn der Miethbenutzung der OrtSpolizeibehörde Anzeige zu machen. Die Anzeige muß Auskunft geben über Lage deS Hause» nach Straße und Nummer, sowie über den Ber- miether, Lage, Länge, Breite und Höhe der zu Schlafstellen bestimmten Räume, die Anzahl der in jedem einzelnen Raume vorhandenen Schlafstellen, von jedem Wechsel in der Person des DermietherS der Schlafstellen hat der neue Bermiether der Polizeibehörde binnen einer Woche Anzeige zu machen. Die Polizeibehörde kann die miethweise Benutzung einer gesundheitsschädlichen Wohnung der in Artikel 4 bezeichneten Art entweder ganz untersagen, oder von der Beseitigung bestimmter, die Gesundheit gefährdender Ursachen abhängig machen. Der stets mit Gründen zu vergehende und dem Bermiether schriftlich zuzustellende Beschluß hat die Wirkung, daß die Wohnräume entweder überhaupt oder bis zur Beseitigung der daS Verbot begründenden Ursachen und daraufhin erfolgter Zurücknahme deS Verbots nicht miethweise henutzt werden dürfen. Heber Beschwerden gegen Verfügungen der Polizeibehörden entscheidet der Kreis-Ausschuß in erster, der Provinzial-AuSschuß endgiltig in zweiter Instanz. — DaS Gesetz tritt mit dem 1. April 1894 in Wirksamkeit.
□ Ruppertenrod, 13. Juli. Einen solch gewitterreichen Tag wie den gestrigen haben wir in diesem Jahr noch nicht gehabt. Die Gewitter folgten Nachmittags in fast ununterbrochener Reihenfolge. Das schwerste Wetter entlud sich gegen Abend. Ein orkanartiger Wirbelwind ging ihm voraus. Er riß ganze Reihen von Ziegeln von den Dächern, deckte die Firsten ab, entwurzelte Obstbäume und brach die Neste von denselben. Vieles Obst wurde abgerissen. Der Blitz schlug drei Mal ein. Im Felde traf er einen Kornhaufen, der in Flammen aufging, im Dorfe schlug er in ein Wohnhaus, darin die ganze Bewoherschaft betäubend, ohne aber weiteren Schaden zu verursachen. Ein dritter Strahl fuhr in einen Wiesengrund. Die Gewitter haben endlich der lechzenden, ausgetrockneten Flur ergiebigen Regen gebracht und die Vegetation neu belebt. Da auch heute noch heftiger Gewitter-Regen auftritt, so erfährt jetzt erst der Erdboden die erste gründliche Durchfeuchtung seit dem Beginnen des Frühjahrs. Eine Besserung des Futternothstandes dürste sicher zu erwarten sein.
□ Ruppertenrod, 13. Juli. Der gestrige Blitzschlag in daö Wohnzimmer des hiesigen Schmiedemeisters K. Schmidt ist als ein ebenso seltener, wie wissenschaftlich interessanter zu betrachten. Nicht die geringste Spur im Wohnzimmer selbst oder sonst am ganzen Hause ist von einem Blitzschlag bemerkbar. Dessenungeachtet hat dennoch ein Blitzschlag unzweifelhaft stattgefunden. Die drei im Zimmer befindlichen Personen, der Schmiedemeister, seine Frau und ein Geselle, erhielten zu gleicher Zeit einen starken Scklag auf den Kops, der sie betäubte und wankend machte. Der Meister fühlte sich außerdem vom Boden gehoben und auf die Seite gedrückt, so daß er zu Boden stürzte. Heute noch fühlt er sich körperlich unwohl. Von einem Feuerstrahl haben, außer dem Gesellen, der eine Flamme bemerkt haben will, die Personen nichts gesehen, auch den gewaltigen Donnerschlag nicht gehört. Die Schwester deS Schmieds, welche im nächsten Nachbarhause wohnt, sah mit ihrem Vater dem Einschlagen zu und bemerkte einen runden Feuerballen in der Größe eines kleinen Korbes. Nach diesen Erscheinungen ist es unzweifelhaft einer jener seltenen Kugelblitze gewesen, die sich an der Erdoberfläche entladen. DaS Wohnhaus deS Schmiedes befindet sich an einer sehr quellenreichen Stelle. — Zwischen Windhausen und Storndorf zerschmetterte der Blitz eine Telegraphen- stange.
Lauterbach, 13. Juli. Die Freisinnigen , und ber größere Theil der Nationalliberalen gehen bei der Nachwahl im Wahlkreise AlSseld-Schotten-Lauterbach nun boch gemeinschaftlich vor. Als Candtdat, der sich der „Freisinnigen Bereinigung" anschließt, ist der frühere Reichstagsabgeordnete Wilbrandt aufgestellt.
§ Grebenhain, 12. Juli. Die ungünstigen Ernte-Au»- sichten, namentlich in Bezug auf Futter, drücken auch auf die Holzpreise, wie auS dem Ergebnisse der gestern in hiesiger Oberfvrsterei abgehaltenen Holzverfteigerung im Clubhause auf dem HoherodSkopf ersichtlich ist. ES wurden folgende, seit Menschengedenken nicht erinnerliche niedere Preise erzielt: Buchen Scheitholz 1. Kl. 2 bi« 2,50 Mk., Buchen-Scheitholz 2. Kl. 1 bis 1,20 Mk., Buchen Prügel 1. Kl. 1 bis 1,20 Mk, 2. Kl. 0,80 bi» 1 Mk., Buchen- Reisig 10 dis 15 Pfg. und Buchen Stöcke 1 bis 1,50 Mk., alle» per Raummeter. Die Preise sind etwa die Hälfte unter dem Tarif, bei Buchen-Reisig unter dem Holzhauerlohn geblieben.
ü. Ulrichstein, 13. Juli. Auch in unserer Gegend hat e» diese» Jahr Kirschen an den Staatsstraßen gegeben, welche kürzlich versteigen wurden. Auf der Strecke Ulrichstein- Ruppertenrod steigerten etwa fünf hiesige Leute die CreScenz, während sie auf ber Strecke Nidda-Herbstein von Einwohnern
auS Schotten gesteigert wurden. Zwar sind die Erlöse nicht hoch, aber die Bäume haben boch immerhin Erträge geliefert. ES muß bankbar anerkannt werden, baß seit dem 1. d. MtS. die Abgabe von Futterlaub und RupsgraS auS den herrschaftlichen Waldungen ganz unentgeltlich erfolgt. Für die Waldstreu erhalten die Leute Credit biS zum 1. December 1894. Auch der Preis ist ermäßigt, denn es soll nur noch der halbe Tarispreis und eine Mark Erntekosten für den Hausen angc- setzt werden. Diese Erleichterungen kommen wahrscheinlich in ganz Deutschland nicht mehr vor und so wie unsere Regierung für daS Volk sorgt, daS findet sich auch so leicht nicht wieder. — Besonders erfreulich ist dabei noch, daß wir feit drei Tagen einen gründlichen Umschwung in der Witterung haben. Die stechende Hitze und verzehrende Trockenheit ist gewichen, wir verspüren sogar eine deutliche Kühle und dabei brachte jeder Tag kräftige Gewitterregen. WaS lange währt, wird endlich gut. Für Kartoffeln, Dickwurzel, GraS und Klee ist eS noch nicht zu spät, besonder» auch deßhalb nicht, weil wir um 14 Tage hinter der Ebene zurück sind.
W. Ao« bet mittlere« Wetterau, 13. Juli. Vorgestern, am 11. d. MtS., hatten wir in der Morgenfrühe einen feinen, vierstündigen Regen, der baß Erdreich gut anfeudjtete; gestern (12. Juli) brachte ber Westwind gegen Abend eine gante Serie zum Theil recht schwerer Gewitter mit wolkenbruchartigem Regen- heute folgt von Zeit zu Zeit ein Regenschauer. Die Hitze und Trockenheit ist verschwunden, die Feuchtigkeit ist reichlicher, als sie seit März b. IS. gewesen und der Erfolg, den sie binnen drei Tagen an allen Hackfrüchten, Wiesen und Kleeäckern hervordrachte, ist unverkennbar. Selbst wenn eß wieder heiß und trocken werden sollte, werden die drei Regentage vom 11. biß 13. l. MtS. die günstigsten Folgen nach sich ziehen. „Wir müssen unserer Regierung den größten Dank für ihre ausgezeichnete Fürsorge auSsprechen" sagte vorhin ein 75jähriger Landwirth; „gut aber ist es, daß nun auch ber NothftanbScommiffär da oben über den Wolken einmal gesprochen hat. DaS ermuntert ein ganzes Volk." — Unsere Frühkartoffeln fangen an abzu- ft erben. Der Regen kommt etwas zu spät für sie, aber sie sind gut, wenn auch nicht gerade reichlich. Man hat mit dem Schneiden ber Gerste begonnen. Schließlich muß doch noch bemerkt werden, daß Rudolf Falb in seinem letzten Witterungöberichte auf den 11. Juli einen Rückgang beß Barometers und für Donnerstag 13. l. MtS., oder auch schon am Mittwoch den 12. er. eine WitterungSänberung voraussagte.
Goddelau, 13. Juli. Gestern Abend gegen 7 Uhr entlud sich über unsere Gemarkung ein heftiges Gewitter, wobei die Tochter deS LandwirthS JohS. Schaffner L, al» sie gerade das Thor öffnete, vom Blitz getroffen wurde. Scheuer und Stallungen standen alsbald in Flammen. Daß Mädchen ist noch bewußtlos und mit Brandwunden bedeckt. Die Verzweiflung deS Vaters, als er heim kam und sah, »aß geschehen war, kann man sich denken.
Aus dem Odenwald, 12. Juli. Zum sogenannten Roth- stand im Hinteren Odenwald mag Folgendes Beachtung verdienen : ES muß dem Kenner hiesiger Verhältnisse auffallend erscheinen, daß gerade die reichen Bauern auf vertheilung der Waldstreu in Loosen unter die Ortßbürger ober doch um billige Abgabe berfelben sich bemühen, einerseits, weil biefe Bauern in ihren Privatwalbungen Streu genug haben, andererseits, weil gerade diesen bei den Streuversteigemngen in den Gemeindewaldungen in früheren Jahren der Preis nie hoch genug war, da der Erlös für die Streu bekanntlich unter die Ortßbürger vertheilt wird. Bei genauerer Nachforschung stellte eS sich denn auch heraus, daß diese Bauern allerdings Streu genug in ihren Waldungen Haden, sie möchten aber ihren Bedarf zu möglichst niedrigem Preis oder ganz un- entgeltlich aus dem Gemeindewalde decken, um bann ihre eigene ©treu zu einem möglichst hohen Preise verkaufen jii können.
Mainz, 12. Juli. Bei einer Verhaftung, die jüngst ein Schutzmann im Gartenfeld vorzunehmen hatte, ereignete sich der Fall, daß der Schutzmann die Hilfe eines Soldaten der hiesigen Garnison in Anspruch nehmen wollte, der Soldat verweigerte aber seinen Beistand und später gelang es erst mit Hilfe anderer Personen, den Arrestanten zu Überwältigen und zu verhaften. Dieser Vorfall wurde hieraus dem Gouvernement gemeldet und daffelbe hat nunmehr einen Garnison -befehl erlaffen, wonach sämmtliche Soldaten ber Garnison verpflichtet finb, auf bie Anfforberuitg eines Schutzmannes hin demselben bei einer Arrestation Folge zu leisten, doch hat baß Gouvernement außbebungen, über jeden einzelnen Fall, in welchem ein Soldat zur Hilfeleistung bei einer Arrestation herangezogen wirb, Einsicht in bie Acten zu erlangen, damit daffelbe nochmals über jeden einzelnen Fall entscheide.
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* Der 8. Berbandstag be« Süddeutsche« Gasiwirthe- Serbanbe« fand unter zahlreicher Betheiligung am 3., 4. und 5. Juli dss. IS. in der Kunst- und Festhalle zu Freiburg i. B. statt- eS beehrten denselben Namen» der Grohh. Regierung Herr Stadtdirector Sonntag, im Auftrage der Stadtverwaltung und in Vertretung be» durch bie Festlichkeiten be» Geburt-feste» be» Erbprinzen verhinderten Oberbürgermeister» Herr Stadtrath kapferer mit ihrer Gegenwart. Die Verhandlungen betrafen in erster Linie: An- streben einer Convention deutscher Gastwirthe-Berbände und -Vereine, welcher folgende, für da» Gastwirthegewerbe und die Allgemeinheit hochwichtige Angelegenheiten Überwiesen wurden: HaftpflichtgesetzeS-Paragraphen im Neuen bürgerlichen Gesetzbuche, ZwangSaiche für alle Fässer mit regelmäßiger Nachaiche, Hastbarmochung de» Hersteller», bezw. Aicher» für die Richtigkeit der Schaukgesäße-Aiche, Flaschenbier Auswüchse,. Kostgebereien, Beseitigung der Mißstände im Stellenvermittel- ungSwesen durch RetchSgesetz, Beseitigung aller Doppelsteuern,


