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italienische Trauben gefüllt werden, während aus der Rückseite Pfälzer Bauern seinen Rheinwein aus der Kelter lausen lasten. Portugal fuhr seine leere Staatskasse mit, unter welcher die Aufschrift „Denkmal für die im Jahre 1892 gefallenen Portugiesen" in großen Lettern steht. In einer riesigen Baßgeige erscheint Oesterreich als Musikcapelle, bei welcher sich Graf Taaffe als Capellmeister vergeblich bemüht, die verschiedenen Nationalitäten im Tact zu halten. Ein bekränzter Compostwagen stellt Norwegen dar, dessen Parfüm damit gekennzeichnet werden soll. Bei der Schweiz ist in einer Wagengruppe die Ausbeutung der Fremden charac- terisirt. Auf einer Bergspitze sitzt ein Kellner mit einer riesigen Hotelrechnung. Berlin erscheint als endlose Preste, unter welcher der deutsche Michel liegt. Aus derselben kommen Soldaten und Steuern. Nürnberg brachte seine Producte: Spielwaaren, Lebkuchen, den Nürnberger Trichter, sowie den bekannten Galgen, an welchen man Keinen hängt, den man nicht hat. München präsentirte sich als ein colossales Bierfaß mit Aufschrift „Durst wider Durst". Die Affaire Jäger führte Frankfurt vor. Boran fuhr ein reich beladener Eierwagen, dem Jäger in einem Wagen mit einem Klotz folgte, hinter welchem ein großes rothes Schild (Rothschild) getragen wurde. Um die ganze Gruppe tanzten Geldsäcke. Sehr bescheiden ist Darmstadt vertreten, nämlich mit einem leeren Leiterwagen, der wohl andeuten soll, wie wenig uns Darmstadt bringt. Den Schluß der Ausstellung machte Mainz, das mit sechs Wagen angefahren kam. Der erste derselben enthielt die bekannte Mainzer Production: einen Eiffelthurm von Handkäsen und die üblichen „Weck, Wein und Worscht." Durch den zweiten Wagen ist der in pomphafter Weise projectirte Schlachthausbau als „Schlachtpalast" dargeftellt, in welchem es sich die Ochsen, Kühe, Schweine rc. aus Divans und Sessel bequem machen und sich von den Metzgern bedienen ließen. Ein weiterer Wagen stellt das Mainzer Wasserwerk als eine große Pumpe dar, welche in mächtigem Strahl neue Steuern zu Tage fördert. Ferner ist noch der „Mainzer Beamtenverein", in seinem Concurrenzkampfe mit den Metzgern und Bäckern, sowie die neue Stadtrathssitzung und das in die Brüche gegangene Schützenfest vertreten gewesen. Letzteres ist durch einen Wagen mit einem Herd dargestellt, ber die Aufschrift trägt: „Der Herd zieht nit." Eine Anspielung auf den hiepgen Schützenmeister Herd, dem man bte Schulb beimißt, daß das Schützenfest verschoben worben ist. An biese närrische Weltausstellung reihte sich nun ber Festzug des Prinzen Carneval, ber aus Herolden, Prinzengarde, Fanfarenbläsern, Leibwache des Prinzenpaares, dem Oberceremonienmeister, Pagen sowie dem Prunkwagen des Prinzenpaares und dem närrischen Ministerium bestand. Die Ausstattung dieses Theils des Zuges war eine überaus glanzvolle und boten die zahlreichen, kostbaren Anzüge und Costüme ein farbenprächtiges Bild. Besonders kostbar und reich war ber thronartig aufgebaute, von neun Schimmeln gezogene Prinzenwagen, der von einer prachtvollen Cavalcade umgeben war.
Dermijcbki.
* Hannover. 13. Februar. Gestern Nachmitttag betrat um 2 Uhr ein Unbekannter das Denhardt'sche Uhrengeschäft in dem Augenblicke, gerade als der Inhaber im
Begriffe war, die Rollläden herabzulassen. Das hierbei entstandene Geräusch sich zu Nutze machend, feuerte der Eindringling drei Schüsse auf den Geschäftsmhaber ab, der zwar erheblich verletzt, doch noch soviel Kraft besaß, um mit dem bereitliegenden Revolver zu zielen und nach dem Räuber zu schießen, welcher, vor die Stirne getroffen, zusammenbrach- derselbe wurde noch lebend forttransportirt. Das Geschästs- local befindet sich im lebhaftesten Stadttheile.
* Leipzig, 13. Februar. In dem Vororte Gohlis hat ein 25jähriger Chemiker auf seinen Vater, einen bekannten Fabrikanten, Revolverschüsse abgefeuert, weil er ihm das Taschengeld nicht erhöhen wollte. Der Thäter ist verhaftet.
* Riesa, 13. Februar. Man ist einer weitverzweigten Falschmünzer- und Diebesbande auf die Spur gekommen. Drei Personen wurden verhaftet. Es wurden viele Geräthschaften aufgefunden.
* Vom Bräutigam erschossen. Ein erschütterndes Er eign iß hat sich in Niederzwönitz bei Stollberg (Sachsen) zugetragen. Aus dem Gute des Vaters seiner Braut daselbst nahm ein junger Mann von einem in der Stube stehenden Gefchirrschrank ein Gewehr, zielte damit scherzweise auf seine Braut und drückte, in der Annahme, das Gewehr sei entladen, auch los. Plötzlich entlud sich dasselbe und die volle Schrotladung traf das Mädchen. Trotz sofortiger Entfernung der Schrote aus den Wunden trat hochgradige Entzündung ein und nach langem Leiden erlag das bedauernswerthe junge Mädchen seinen Verletzungen.
* Ein seltsames Bittgesuch erhielt der Kaiser von einer in einer Stadt des Niederrheins wohnenden Wittwe. Dieselbe wandte sich, wie die „Köln. Volksztg." erzählt, ganz treuherzig an den Kaiser mit der Bitte, daß er ihr doch allergnädigst die Mittel schenken möge, die sie in den Stand setzen würden, ein Geschäft zu erlernen, um sich unb ihr Kinb ernähren zu können. Zugleich bat die Wittwe den Kaiser, er möge sich doch bei seiner hohen Frau Gemahlin erkundigen, ob sie nicht ein abgelegtes Kleid zu vergeben habe und einen Anzug für ihren Jungen. Die gute Frau scheint eine merkwürdige Auffassung von den „abgelegten" Kleidern der Kaiserin zu haben..
Verkehr, Land- unfc Volksrvirthschaft.
Gießen, 14 Februar. Marktbericht Au» dem beuttgen Kochenmarkt kostete. Butter pr- Pfd- A 0,90—0.95, Hühnereier per Stück 8—9 A. 2 Stück — A, Käse vr. St. 5—8 A, Käsematte pr. St. 3 A, Erbsen vr. Liter 24 A, Linsen pr. Liter 30 A, Tauben vr. Paar A 0,70—1,00, Hühner pr. Stück A 1,00—1 20, Hahnen pr. St A 1,40-2,00, Enten pr. St. A 1,70 bis 2,00, Ochseufleisch vr. Pfd 65—72 A- Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 50-56 A, Schweine, fleisch pr. Pfd. 60—70 A, Kalbfleisch pr. Pfd. 40—50 A, Hammelfleisch pr. Pfd. 40-70 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo 5,00—0,00 A, Weißkraut vr Stück 5—12 -% .Amiebelr pr. Tentner 8,00—8,50 A, Milch m. Liter 12 1» >, Gänse pr. Pfd. 48—64 A-
Grünberg, 11.Februar. Fruchtpreise. Weizen A 1620, Korn A 1400, Gerste A 14.00, Hafer A 14.00, Erbsen A 16.00, Linsen A 00.00, Wicken A 00.—, Lein A ——, Kartoffeln A —, Samen A —.
Köln, 11. Februar. Die „Köln. Volksztg." erfährt, daß diese Woche bedeutende Ruhrkohlenkäufe sogar bis Ende 1894 abgeschlossen wurden. Die Preise sind folgende: Fettstückkohlen 1. Qualität 10—11 A, 2. Qualität 9,50—10,50, Vi gesiebte Fettkohlen 9—9,50, Vs gesiebte 8—8,50, Fettsörderkohlen 6,50—7, Flammförderkohlen 7,50—8, Fettnußkohlen 1. Qualität 10—11, 2. Qualität 9,50—10,50,
3. Qualität 8—9, 4. Qualität 7—8, Eoaktzkohlen 4—7. Die rheinischen Stahlwerke bedien ihren Eoakskohlenbedarf für daS zweite Semester 1893 zu 4,75 A gegen 4 A im ersten Semester alles pro Tonne,
Budapest, 11. Februar. Nach officiellen statischen Daten betrug die Getreideernte Ungarns im Jahre 1892: An Weizen 38,55 Millionen Metercentner (gegen 37,78 Millionen in 1891), Roggen 13,13 (gegen 10,96), Gerste 10,62 (gegen 12,12), Hafer 9,79 (gegen 9,89), Rapps 0,374 (gegen 0,387), Mats 30,27 (gegen 37,92).
TtirchlieheAnzeigeil -er evang. Gemeinde.
Mittwoch den 15. Februar, Abends 6 Uhr: 1. Pafsions- andacht. Pfarrer Dingeldey.
Eingesandt.
Gießen, 14. Februar 1893.
In der oberen Frankfurterstraße gleicht gegenwärtig der Straßengraben einem großen Wasser- und Schlammbccken, so daß Fußgänger auf dem Banket kaum noch durchzukommen vermögen. Es liegt hier ein großer miserabler Zustand vor, wie er sich wohl nicht mehr bet einer Straße der Stadt finden dürste. Wenn auch die Straße noch nicht ausgebaut ist, so möchte doch mit Rücksicht auf die dort Wohnenden und alle die Straße Pafsirenden alle Veranlassung vorltegen, durch Wegräumen des Schlammes hier die bessernde Hand anzulegen, damit nicht noch durch die Dünste, die dem Graben entsteigen, Krankheiten entstehen. Es sei hiermit die Aufmerksamkeit der städtischen Behörde auf den Zustand der Straße gelenkt.
— Die Uriheile, welche wir von unseren Leser«, über Flügges Myrrhen-Ereme hören, sind für das neue Präparat höchst schmeichelhaft. Es wird bestätigt, daß Flügges Myrrhen-Cr«'me in feiner Wirkung alle ähnlichen Mittel wie Bor, Zink, Vaseline, Eold Cream, Glycerine x. bei Weitem übertrifft. Besonders hervorgehoben wird, daß nur sehr geringe Mengen zum Erfolg genügen und daß der Civme nur sehr dünn aufgetragen zu werden braucht. Um sich vor Täuschung zu bewahren, sei noch besonders bemerkt, daß der ächte Flügge'sche Myrrhen-Eiöme nur in fertig verpackten Dosen ä Mk. 1.— verkauft wird, deren Umhüllung als Schutzmarke einen weißen Halbmond mit Stern in rothem Feld, sowie den Namenszug A. Flügge trägt. Erhältlich in Gießen in alle« Apotheken. Apotheker A. Flügges Myrrhen - EU-me ist der patmtirte ölige und verdickte Auszug des Myrrhenharzes. [1425
WomATld sei darauf aufmerksam gemacht, daß gewissenlose ” <•* llvllUi Speculanten eine ganz geringe Qualität Seife fabrkiren und dieses Fabrikat mit dem Namen Doerings Seife belegen. Durch diese Manipulation soll die schlechte Waare Jener theuer abgesetzt, soll der Käufer in dem Glauben erhalten werden, als kaufe er die wirkliche, anerkannt gute DoeringS Seife mit ber Eule. Das allein sichere, für Jedermann leicht controllirbare Kennzeichen der iichten Doerings Seife ist bte Schutzmarke, bte EULE, welche nicht allein bem Ettquette aufgebrurft, fonbern auch Der Seife selbst scharf unb beutlicb ausgeprägt ist Doerings Seife mit einem Stempel als der Eule ist nicht ächt. Daher achte man beim Einkäufe auf die Eule, wenn man nicht buplrt sein will. DoeringS Seife mit ber Eule ist ä 40 Pfg. zu haben. [92
Engros-Verkauf: Benner & Krumm, Giessen.
Wichtig für Hausfrauen.
Beruh. Curt Pechstein, Wollwaarenfabr. in Mühlhausen i. Th«, fertigt aus Wolle, alten gestrickten, gewebten und anderen reinwollenen Sachen und Abfällen hallbare und gediegene Stoffe für Damen, Herren und Kinder, sowie Stoffe zu Portieren in den modernsten Mustern bei billigster Preisstellung «nd schnellster Bedienung.
Annahme und Musterlager in Gießen bei [192
L. Mühlhausen, Bismarckstraffe 10.
Bekauutmachuug.
Die Lieferung des Armenbrotes und des Bedarfs des Bürgerhospitals für das Rechnungsjahr 1893/94 an Brot, Wecken, Kuchen, Mehl, Milch, Fleisch, Schmelzfett, Colonialwaaren, Hülsenfrüchten, Seife, Petroleum rc., sowie die Fertigung der Schuhe und Särge für Arme soll im Wege der Submission vergeben werden und sind Offerten hierauf verschlossen, unter Beifügung von Mustern bis zum 25. dieses Monats auf dem Armenamte — Zimmer Nr. 3 der Bürgermeisterei — woselbst auch die Bedingungen eingesehen, sowie die zur Submission auf Colonialwaaren rc. zu verwendenden Formularien bezogen werden können, einzureichen.
Gießen, den 13. Februar 1893.
Die Armen-Deputation der Stadt Gießen. Gnauth.
Vergebung von Bauarbeiten.
Die zum Bau eines Schulhauses in Klein-Linden erforderlichen Arbeiten und Lieferungen werden am
Mittwoch, 22. Februar d. I., Mittags 3 Uhr,
im Schulhaus daselbst im Submissions- weg vergeben und zwar:
veranschlagt zu Erd- u. Maurerarbeiten A. 1026,87
Steinhauer-Arbeiten Zimmer-Arbeiten Dachdecker-Arbeiten Spengler-Arbeiten Schlosser-Arbeiten Glaser-Arbeiten
„ 50,24
„ 313,80
„ 95,04
„ 49,30
„ 499,60
„ 608,74
Schreiner-Arbeiten
2292,11
n
Weißbinder-Arbeiten „ 1311,04 Tapezier-Arbeiten „ 59,50
Pflaster-Arbeiten „ 520,29 Chaussirungs-Arbeiten „ 533,30 Eisen- u. Röhrenlieferung „ 46,60
Pläne, Voranschläge und Bedingungen liegen bei Großh. Bürgermeisterei Klein-Linden zur Einsicht offen.
Gießen, am 13. Februar 1.893.
Der Kreisingenieur: 1420 Stahl.
; Wegen eingetretener Hinderniß kann i die Holzversteigerung der Gemeinde i Oppenrod nicht Donnerstag den j 16. Februar und Freitag den 17. Fe- . bruar abgehalten werden, sondern erst
Dienstag den 21. Februar für das Brennholz und
Mittwoch den 22. Februar für das Bau- und Nutzholz.
Der Anfang der Versteigerung beginnt Vormittags 91/2 Uhr jeden Tag bei der Seifwiese an der Straße von Oppenrod nach Albach.
Oppenrod, 13. Februar 1893. Großh. Bürgermeisterei Oppenrod.
Balser. 1436
-brrhksßslhk Eisenbahnen.
Für den inneren Verkehr auf den beub I fchen Eisenbahnen wird bie Varwenbung der bisherigen Frachtbrief-Formulare bis zum Ablauf bes Monats Juni 1893 gestattet, sofern barin ber Vordruck für bie Declaration ber Gesammt - Werthsumme ganz unb in dem für die Declaration des Interesses an der rechtzeitigen Lieferung bestimmten Vordruck das Wort „rechtzeitigen" vor ber Uebergabe zur Bsförbe- rung gestrichen worben sind.
Vorstehenden Beschluß des Bund?s- raths bringen wir hiermit zur KenMniß.
Gießen, den 13. Februar 1893. 1408) Großherzogliche Direktion.
Holzversteigerung
im Gietzener Stadtwalde.
Montag den 20. Februar 1893, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde in den Districten Brauhof u. Waldshut nachverzeichnetes Holz versteigert werden:
A. Bau-, Werk- und Nutzholz.
47 Fichten- und Kiefernftämme mit 16,87 fm,
10 Eichenstämme mit 6,12 fm, 19 rm Cichen-Nutzscheitholz.
B. Brennholz.
Scheith. Knüppelh. Stockh. Reish rm rm rm Wellen
Buchen 37,5 29 20 1530
Eichen 57 74 37,5 1920
Nadel 52 451,6 73 3310
Die Zusammenkunft ist an der Licher Straße, 2. Schneise.
Gießen, am 13. Februar 1893.
Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen.
Gnauth. [1419
Holzversteigerung.
Samstag den 18. Februar 1893, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Lang-Gönser Gemeindewald Wehrholz nachverzeichnetes Holz versteigert werden:
830 Fichtenderbstangen m. 37,23 fm,
580 Fichtenreisstangen „ 11,08 „
4 rm Buchenscheiter,
56 „ Buchen- u. Eichenknüppel, 3800 Buchen-, Eichen- und Nadel-
Wellen,
21 rm Buchen-, Eichen- und Nadel- Stocke.
Die Zusammenkunft ist auf der Kreuzschneise im Mandlerweg.
Lang-Gons, 13. Februar 1893.
Großh. Bürgermeisterei Lang-Göns.
Brückel. 14231
Holzversteigerung
in dem
Walde der Gemeinde Wieseck.
Freitag den 17. und Samstag den 18. Februar 1893, jedesmal von Vormittags 10 Uhr an, soll in dem Wiesecker Gemeindewald, District Badenburgerwäldchen, das nachverzeichnete Holz versteigert werden: A. Bau-, Werk- und Nutzholz: 74 Eichenstämme mit 68,92 fm,
2 Buchenstämme „ 1,32 „
5 Birkenstämme „ 1,35 „
14 Nadelstämme „ 6,83 „
B. Brennholz.
kcheith. Knüppelh. Stockh. ReiSH. rm rm rm Wellen
Buchen 202 35 28 2730
Eichen 156 73 34 2480
Nadel 68 106 13 1600
Bemerkt wird, daß am ersten Tage das Brennholz und am zweiten Tage das Bau-, Werk- und Nutzholz zur Versteigerung kommt.
Die Zusammenkunft ist an beiden Tagen zur angegebenen Stunde in dem genannten District an der Straße von Gießen nach Lollar.
Wieseck, am 13. Februar 1893. Großh. Bürgermeisterei Wieseck. _______Sommerlad. 1418 Mittwoch den22.Februar, Nachmittags 3 Uhr, sollen auf bem hiesigen Qrtsaericht bie den Heinrich Michael Merz Eheleuten in Gießen gehörigen Immobilien: Flur I Nr. 99“/ioo - 368 Meter Hof- railhe auf bem Reicbensanb, Flur I Nr. 99«/100 - 493 Meter Hof- raithe auf bem Reichensanb unb in ben Wallgärten, Flur I Nr. 99"/ioo - 195 Meter Grasgarten baselbst öffentlich meiftbietenb versteigert werben.
Gießen, 9. Februar 1893.
Großh. Qrtsgerichr Gießen.
I. A. Bogt. 1273
j Versteigerung
! Wegen Aufgabe der Oeconomie ■ läßt Johannes Diehl I. Wwe.
in Münzenberg Montag den 20. d. M. Öffentlich meistbietend . versteigern:
11. 15 Stück Rindvieh (7 Kühe, davon 4 frischmelkend), Ackerpferde, 1 Mutterschwein und 3 Ferkel, 6 Springer und Schafe,
2. größere Mengen Rau- und Pro- ductionsfutter,
3. alle Geräthe, die zum Oeconomie- betrieb gehören.
Die Versteigerung beginnt nach I Bekanntmachung der Bedingungen ' 9^2 Uhr Vormittags. Die Ver- | steigerungsobjecte können von heute | ab eingesehen werden._________[1411
I Nutzholz-Berkaus der Obersörsterei Frankenberg (Reg.-Bez. Cassel).
Donnerstag den 23. Februar 1893, von Vormittags 9y2 Uhr ab, in Frankenberg im Gasthaus „zum goldenen Engel":
147 Eichen-Stämme mit 213 fm, 81 rm Eichen-Nutzscheit in 2 m langen Nollen und 24 rm Buchen-Nutzscheit, 890 Nadelholz-Stämme mit 291 fm (meist Fichten) und 276 Fichten- Stangen I.—V. Kl.
Das Holz lagert in unmittelbarer Nähe von Chausseen, durchschnittlich 7 km von der Bahnstation Frankenberg.
Der Oberförster: 1416 Mohr.
Hochfeiner »Ater Winter-Rheinsalm Seezungen Hechte, Zander. Karpfen, Cabliau, Schellfische und Backfische empfiehlt [1422
A. Koch Nachfolger, Fischhanblung — Neuen Baue 19.


