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Crainfeld, 9. November. Eine zahlreich besuchte Ver- lainmlung beschloß, das Großh. Ministerium zu bitten: |1) anzuordnen, daß die Vorarbeiten und Verhandlungen zur Erbauung der nördlichen Strecke Lauterbach biS Crainfeld- Grrbenhain oder Landesgrenze so beschleunigt werden, daß nach im Jahre 1894 mit den Bauarbeiten begonnen werden toran; 2) die Vorarbeiten für den südlichen Theil der Linie baldmöglichst aussühren zu lassen und 3) den Ständen einst- wei len Vorlage zur Genehmigung der Erbauung der Theil- ! stracke Lauterbach-Crainfeld-Grebenhain zu machen.
Nidda, 10. November. Der 40 Jahre alte Meier Daub vor Nidda besuchte am 30. October den Ortenberger Kalten Mc.rkt und ist seitdem verschwunden. Er wurde zuletzt in dkr Wirthschasr von Allendorf in Ortenberg gesehen, von wo er fsich um 7 Uhr Abends entfernte. Es ist wahrscheinlich, M ihm ein Unglück zugestoßen ist. Sein Vater bietet Demjenigen 50 Mk. Belohnung, der ihm über den Verbleib seines SchneS eine bestimmte Auskunft geben kann.
vernmisch-er.
* Berlin, 12. November. In dem Petersburger Zt,achwettkampf gewann Tschi gor in die letzten beiden Partien. Der Stand ist also acht zu acht, vier Partien mürben remis.
♦ Berlin, 10. November. Ein großartiges Autodafe sanld an den ersten drei Tagen dieser Woche im Moabiter I lsriminalgericht statt. Nachdem das im Judenflinten-Prozeß gegrn Ahlwardt gefällt' Urtheil rechtskräftig geworden ist, rour mit den Ueberbleibseln des Prozesses aufzuräumen. In den Bewahrungskammern des Gerichts lagen noch 50000 beschlagnahmte Judenflinten-Beoschüren, die laut rechtskräftigem Üriheil vernichtet werden mußten. Das ganze Material roariberte in die Heizung deS Gerichtsgebäudes. Zum großen Thnil waren die Druckbogen noch nicht gefalzt und geheftet, gav ze Ballen verschlang daS Feuerloch eines riesigen Dampf- lrsirls. Da Papier aber sehr langsam brennt, so dauerte die Procedur drei Tage. Der Dampfschornstein auf dem Criminalgericht warf zuweilen derartige Rauch- und Aschen- meingen aus, daß die nächste Umgebung von weißen Flecken mit nach einem Schneefalle bedeckt war. Einmal erkundigte sich sogar die Polizei danach, ob ein Brand ausgebrochen sei. Di! Verbrennung fand unter strengster Aufsicht statt. Am Milttwoch wurden der Firma Ludwig Löwe die Bücher — ein ganzer Wagen voll — ausgehändigt, die während des Prozesses beschlagnahmt waren.
* Berlin, 11. November. Der Stadt Berlin ist schon lvirider eine Erbschaft von 300 000 Mk. zugefallen. Es soll daftur eine Stiftung für Blinde und Erblindete geschaffen acrben. Der Erblaffer ist ein Rentner Borstel.
* Berliner Leben. Von außerordentlicher Roheit, so schreiben Berliner Zeitungen, zeugt ein Fall, der bei der Criminalpolizei zur Anzeige gelangte: Ein ver- heiratheter Kaufmann, dessen Frau hoffnungslos krank liegt, hat seine Verlobung mit einem jungen Mädchen angezeigt. Bezeichnend ist, daß sowohl die Braut, wie die Eltern davon Krnmtniß gehabt haben, daß der „Bräutigam" verheirathet ist, and daß an die Schließung einer neuen Ehe erst nach dem Ableben seiner jetzigen Frau gedacht werden kann, deren Tod allerdings erwartet wird. Die Zeitungen fügen hinzu: Gerichtlich belangt kann der Kaufmann nicht werden! Das boch: wegen Ehebruch, und auch wegen groben Unfugs, denn hier liegt zweifellos ein großes Aergerniß vor.
• Schneidemühl, 11. November. Die schon lange be- fürrfjtctc Bodensenkun g um den Brunnen, aus dem die jmdsührende Quelle wieder auSgebrochen ist, trat Freitag Abend ein. Die Arbeiter weigerten sich, die Verstopfungs- nbeiten sortzusetzen. Die Bewohner der umliegenden Häuser I „jinb von der Senkung avisirt worden. Um eine Teichbildung }t3 angestauten Wassers zu verhindern, soll ein Graben nach itc Küddow, einem Flusse vom Stromgebiet der Oder, ab- !t(eitet werden.
* Aus dem moderneu Spielleben. Der Spielerproceß in Mnover hat auch in Wien die Ausmerksamkeit auf die in ff des Spiels am meisten compromittirten Persönlich- Itil e« gelenkt. In Wien sind die Hazardspiele lange Zeit iiaidurch so zu sagen öffentlich betrieben worden. Im Jockey- 6[inb und in den Wohnungen willfähriger Cavaliere wurde ttnart hoch und unsinnig gespielt, daß endlich die Behörden Uh in das Mittel legen mußten. Eine hübsche Anzahl von jüngeren Mitgliedern der ersten Familien war ruinirr worden unbe einige Familien wurden mit ruinirt. Es war eine Ege Genugthuung, daß die leichtfertigen jungen Leute nach Amerika und nach Hinter-Jndien spedirt wurden. AuS Itn Clubs wurde, nachdem gewisse Hazardspiele strengstens itrftoten worden waren, das eigentliche Glücksspiel von be- kninten Glücksspielern und Zutreibern in Wohnungen ver- Itgtl, die zu diesem Zweck gemiethet worden waren. Hier imhten jetzt die Namen Lichtner, May, Abter und Rofen-
L cse auf Schneisen und Wegen sehr begehrt- der Preis stieg ii daS Loos auf 5—7 Mk. So reichlich auch in diesem ,]aijre die Abgabe von Streulavb erfolgt, so stark ist auch jHitfitn Verbrauch. Stroh wird eben wenig oder gar nicht Streuen verwendet, weil eS zur Fütterung dienen muß.
Do daS Quantum des Futterverbrauchs von der meteoro- Mischen Beschaffenheit des Winters, seiner Milde oder Strenge, klängt, so wäre ein milder Winter doppelt willkommen. Die Aussichten sind bis jetzt indessen nicht danach- obgleich »ir noch nicht den 15. November haben, dessen Verlauf darauf !h ließen lassen soll, ob der Vorwinter streng oder milde sei, haben wir jetzt schon einen strammen Vorwinter.
-r- Burg-Bracht, 11. November. Im Anschlüsse an die in Nr. 266 dss. Bltts. gebrachte Notiz kann man nunmehr »iitheilen, daß die von dem Gericht unter Assistenz deS Kreisarztes vorgenommene Leichenschau ergeben haben soll,
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berg auf. Lichtner wußte sich aber bei den Spielarrangements stets im Hintergründe zu halten und erschien nur immer als „Retter in der Roth," wenn einer der von den anderen „Herren" Ausgeplünderten sich nach neuen Geldmitteln umschauen mußte. Dann gab er bereitwillig mäßige Summen gegen gehörige Sicherstellung auf Wechsel und Schuldner- ! schreibungen. Als er infolge einer unangenehmen Geschichte i hier unmöglich geworden war, verlegte er mit seinen Genossen Rosenberg, May, Abter und dem „Rentner" Fährte seine Thätigkeit nach der Schweiz und nach Deutschland. In einer großen Anzahl von Städten wurden geheime Spielbanken eingerichtet, und Lichtner ftgurirte wieder als Einrichter und stiller Geldgeber. In Basel, Homburg, Wiesbaden, Frankfurt, Köln, Aachen, Hamburg, Berlin und zuletzt in Hannover wurde das Geschäft bald im großen, bald im kleinen Stile betrieben. Im Sommer dieses Jahres war die Bande am Rhein, und in den Städten Frankfurt und Aachen wurden heimliche Roulettes gehalten. Die Söhne wohlhabender Familien und besonders die jungen Offiziere waren als Opfer ausersehen. In Wiesbaden und in Frankfurt büßte ein bekannter Legationssecreiär größere Summen ein- auch ein General wurde im Spiel stark mitgenommen.
* Recht theuer wird in einem Dorfe Unter frank e ns der Gemeinde die Wahl ihres Vorstehers kommen. Dort sind auf Rechnung der beiden Parteien, deren jede ihren Candidaten durchbringen möchte, bis jetzt an die 8000 Mk. vertrunken und verzehrt. Die eine Partei hat fünf, die andere zwei Wirthschaften inne, in denen die Wähler unablässig gefüttert und getränkt werden. Allabendlich seil drei Wochen sitzt der biedere, einfache Landmann und trinkt, was nur in ihn hinein- geht, meistens aber Wein, und zwar nicht das gewöhnliche Schöpple, das der mittlere Bürger zum Sonntagsfrühschoppen schätzt, sondern Flaschenweine und Champagner. Bis zur nächstens stattfindenden Wahl dürften wohl so an 10 000Mk. verputzt werden. Als neulich in dem Dorfe ein Feuer aus- brach , mußten die zur Löschhilfe Verpflichteten erst aus den Wirthschaften geholt werden.
* Eisevbahnreformen in Frankreich. Aus Paris wird geschrieben: Als vom 1. April 1892 ab die Fahrpreise auf den französischen Eisenbahnen um 9 pCt. für die erste Klasse, 18 pCt. für die zweite und 27 pCt. für die dritte ermäßigt wurden, glaubten viele Aktionäre nicht anders als ihr Einkommen würde dadurch geschmälert. Nun stellt sich das Gegentheil heraus. Auf allen Linien war der Verkehr in den neun letzten Monaten des Jahres 1892 lebhafter, als während des entsprechenden Zeitraumes von 1891. Die Ostbahn z. B. beförderte vom 1. April bis zum 31. December 1892 26 671 601 Passagiere und nahm 551/4 statt 541/2 Mill. ein. Die Orleansbahn wiederum hatte einen Personenverkehr von 24 940057 gegen 22 445 437 und nahm 50 264312 Francs gegen 49 604 975 Francs ein. Auf der Paris - Lyon - Mittelmeerlinie stellte sich das Ver- hältniß so: 47 895 652 Passagiere mit einer Einnahme von 102443 225 Francs gegen 41616 608 Passagiere mit einer Einnahme von 102007 803 Francs. — In den ersten neun Monaten des Jahres 1893 hielt die Wirkung der Fahrpreisermäßigung an. Während z. B. die PariS-Lyon-Mittelmeer- bahn während dieses Zeitraumes 4141877 Francs mehr einnahm, als voriges Jahr (rund 263 statt 259 Millionen), betrug die Mehreinnahme der Nordbahn 11/4 Millionen (138 642000 gegen 137 417 000), die der Orleansbahn 1 789 970, die der Ostbahn 3 842 000, die der Südbahn 3 648000. Der Gesammtgewinn der französischen Eisenbahnen während der ersten neun Monate, verglichen mit dem Vorjahre, beziffert sich auf 16 853039 Francs'. Darüber frohlocken diejenigen, welche die Preisermäßigung verlangt hatten- es hat sich wieder einmal gezeigt, daß die Ermäßigung der Preise die Einnahmen nicht vermindert, sondern durch die Zunahme des Verkehrs vermehrt.
♦ Nicht husten! Man glaubt gar nicht, welche Zauberkraft diese Worte besitzen, wenn man sich dieselben als Erwachsener streng vornimmt, oder wenn man sie Kindern eindringlich zurust! Ein sehr tüchtiger, amerikanischer Arzt behauptete, daß jeder Husten durch dieses gewiß einfache Mittel sozusagen im Keime erstickt werde, indem man durch den festen Vorsatz, nicht zu husten, dem unangenehmen Drange und Gekitzel im Kehlkopf tapfer widerstehe. Natürlich muß man trotz aller Vorsätze hie und da doch mal tüchtig „aushusten", — aber dem beständigen „gedankenlosen, schier gewohnheitsmäßigen" Hüsteln, welches unfehlbar einen schlimmen, lange andauernden Husten, wenn nicht gar ernstliche Erkrankung der Lungen nach sich zieht, — diesem gedankenlosen Hüsteln wird durch das energische Wort: „Nicht huste^!" ein für allemal ein Ende gesetzt. Bei Kindern besonders kann man durch nachdrückliches Wiederholen dieses Machtwortes viel erreichen und sollte es sich daher jede Mutter zu Herzen nehmen.
Die Gefahr
Im deutschen Handel und Gewerbe soll die herrlich emporblühende Cigarren- und Tabak-Industrie gewaltsam ertödtet werden. Zahllose Nebenbetriebe, die damit in directem Zusammenhänge stehen, sollen in Frage gestellt und in kurzer Zeit der Vernichtung preisgegeben werden. Dörfer, Städte, ja ganze Provinzen, die von hunderttausenden fleißiger Cigarren- und Tabak-Arbeiter bewohnt, ernährt und zu ansehnlichem Wohlstände erhoben sind, sollen künftig den Anblick der traurigsten Oede und des unglücklichsten wirthfchaftlichen Niederganges gewähren. Jeder, der ein Herz für seine Heimath hat, vergegenwärtige sich das Bild, wenn am Samstag schaarenweise Cigarren- und Tabak-Arbeiter die Fabriken verlassen, die Straßen der Stadt füllen und in den Geschäften der verschiedensten Art ihren Bedarf für den Sonntag, für die kommende Woche decken. Wenn erst einmal die Tabak - Fabrikat- Steuer auf der Tabak- und Cigarren - Industrie lastet,
hört das frohbewcgte Treiben in den großen Bezirken der schwerbetroffenen Industrie aus. Die Fabrikanten werden bei dem allgemeinen Rückgang deS Consums nicht im entferntesten in der Lage sein, auch nur die Hälfte ihrer Arbeiter zu beschäftigen, ganze Länderstriä-e des Vaterlandes, die ihren Lebensunterhalt aus der Tabak- und Cigarren-Branche gewonnen, werden dem Nothstande in die Arnie geführt. Der Fabrikant, der für feine 5- und 6-Pfennig-Cigarren einen sehr hübschen Lohnsatz auswerfcn konnte, wird sich gezwungen sehen, um einigermaßen leistungsfähig zu bleiben, seine Betriebe nach Süddcutfchland, oder in solche Districte zu verlegen, die mit weit billigeren Arbeitskräften zu rechnen haben. Die Folge davon wird sein, daß die Fabriken in Westfalen, Rheinland und im Großhcrzogthum Hessen mit der Zeit verschwinden und in Baden wieder auftauchen werden. Auch dort wird freilich auf dem kleinen Terrain die Concnrrenz sich gegenseitig so in die Höhe treiben, daß die Cigarren- und Tabak-Fabrikation zuguterletzt in die Hände einiger wenigen Firmen geräth. Und damit nähern wir uns wieder dem Gedanken, dem wir am Eingänge unserer Betrachtungen Ausdruck gegeben haben: Die Tabak-Fabrikat-Steucr ist nichts anderes, als die Zugbrücke, die unfehliiar in die Hochburg des Monopols hinüber führt. Der Finanzminister v. ^cholz hat es vor Jahren schon prophezeit, als er ausrief: „Heute lehnen Sie die Tabak-Monopolvorlage ab, aber eines -^ages werden die Fabrikanten selbst kommen und uns das Bco- nopol anbieten." Kein Wunder, nachdem die stattliche Armee der Tabak und Cigarrcn-Jntercsscntcn decimirt ist, nachdem der Minderzahl, die die Fabrikat-Steuer überlebt, nach und nach der Lebensfaden abgeschnitten wird, kann es der Regierung nicht schwer fallen, für daS Tabaksmonopol ein williges Öhr zu finden. Man glaubt vielleicht , daß wir hier mit zu lebhaften Farben auftragen, aber die Zukunft wird lehren, ob wir uns der geringsten Uebertrcibung schuldig gemacht haben.
Schon sind die Rcichsbotcn nach Bcrlm berufen, und in wenigen Wochen werden die Würfel fallen. Das deutsche Volk hat aus seinen Reihen das Parlament erwählt, und der allgemeine Nothschrei, der bis an die Pforten des Reichstags dringt, kann dort nicht ungehört verhallen. Die Zeit ist ernst und wer immer es treu und ehrlich mit der Entwickelung des Vaterlandes meint, der kann jetzt nicht unthätig bleiben, da es sich nm den Ruin zahlloser Existenzen handelt. Darum steht Alle zusammen wie ein Brann. Vertraut den Tribunen, die ihr in den Reichstag geschickt habt und seid gewiß, daß die Reichsregiernng vor der gewaltigen Liga, die die Noth zusammengeschweißt hat, nicht anders als die Waffen strecken und auf die Durchführung der Tabak-Fabrikat-Steuer verzichten muß.
Universität- - Nachrichten.
— Aus Tübingen meldet man der „Frks. Ztg.": Die an der naturwissenschaftlichen Facultät der UniversitSt errichtete außerordentliche Professur für analytische und pharmaceutische Chemie ist dem Prtoatdocenten Professor Seubert übertragen worden.
— Aus Heidelberg, 9. Nov., wirb berichtet: Auf dem Gais- berg soll eine Stjernwarite errichtet werden. Man hat bereits mit den Bemessungen begonnen. ... -
Bonn 9 November. Lic. theol. Ernst Troltsch, seit dem Sommersemester 1892 außerordentlicher Professor der systematischen Theologie beider hiesigen evangelisch-tbeologischen Facultät, hat einen Ruf als ordentlicher Professor an die Universität Heidelberg erhalten und wird demselben zum nächsten Frühjahr Folge leisten.
Schiff-nachvichten.
Hamburg-Amerikanische PacketfabrtMctien-Gesellschast.
Doppelschraubm-SLnelldampfer „Columbia" ist am 9. November, 4 Uhr 40 Minuten Nachmittags, von Neywork in Southampton angekommen und hat nach Landung von Post und Paffagteren die Reise nach Hamburg sortgesetzt. Dampfer „California", von Ham- bura via Antwerpen nach Montreal bestimmt, ist am 7. November in Quebec angekommen.
Verkehr, Lanv- und volkrwirlhschaft.
«rünbera, 11. Novbr. Frachtpreise. Weizen JL 15,10, s»rn A 14 00, Gerste JL 13,00, Hafer JL 16,80, Erbsen Jt- 00,00, hinten 28,00, Wicken 00,00, Lein Lft 00.00, Kartoffeln X 00,00, Samen 00,00.
— Um Zimmerböden geräuschlos zu mache«. Um ^immerböden geräuschlos zu machen, bedient man sich in neuerer aeit besonders in Frankreich, der Hobelspäne, indem man mit letzteren die Stubenböden ausfüllt. Vor ihrer Benutzung taucht man die Späne in ein mit dicker Tünche ausgefülltes Gefäß, wodurch sie feuersicher und unverbrennlich gemacht werden. Oester werdm die Hobelspäne auch desinficirt, und zwar mit einer concentrirten Cblorztnklösung. Bekanntlich bilden weiche Substanzen, welche Luftraum in sich schließen, ein vortreffliches Mittel, um den Ton, den Laut oder das Gespräch nicht fortpflanzen zu lassen; aus diesem Grunde ist man der Ansicht, daß Hobelspäne zu diesem Zwecke sich ganz besonders eignen und daß dieselben noch den wetteren Vorzug baden, infolge ihrer Unentzündbarkett und Unverbrennltchkeit zur Sicherheit der betreffenden Gebäude gegen Feuersgefahr betzutragen. An Stelle der ChlorzinklLsung möchten wir ein Tranken der Hobel- späne mit Natronwasserglaslösung anempsehlen, dem man etwas Carbolineum hinzugtebt. Natronwasserglaslosung macht die Spane unverbrennltch, Carbolineum hat destnfictrnde Eigenschaften.
Spitljilan der vereinigten frankfurter rtadttheater.
Opernhaus.
Dienstag den 14 November: Die Hugenotten. MUtwoch den 15. November: Talisman. Donnerstag den 16. November: Don Juan. Freitag den 17. November geschlossen. Samstag den 18 November: Der Troubadour. Sonntag den 19. November, Nachmittags 3«/, Uhr: Orpheus. Abmds 7 Uhr: Die Willis. DaS Versprechen htnterm Heerd. Montag den 20. November geschlossen. Dienstag dm 21. November: Die verkaufte Braut.
Schauspielhaus.
Dimstag den 14. November: Charleys Tante. Vorher: Millionär a. D. Mittwoch den,15. November: OrpheuS. Donnerstag den 16. November: Hüttenbefitzer Freuag den 17. November: Charleys Tante. Vorher: Millionär a. D. Samstag den 18. November: Rache. Sonntag dm 19. November, Nachmittags 3'/, Uhr: Raub der Sabtnertnnen. Abmds 7 Uhr: Kriemhtlde. Montag dm 20. November: CharleyS Tante. Vorher: Millionär a. D.


