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Barometer:
+ 13° kl
+ 7°R.
Unbeständig. Feucht.
Traserbriele llanksaguflgskarU’D Visitkartea mit Trauerrand nebst dazu passenden Couverts.
Pirnaer GebirgSroggen
Ehristensens Riesen
Göttinger
Heines verb. Zeeländer
Schweb, verb. „Gißleberg Alland
Univerptäts - Nachrichten.
— Am 12. Juli 1894 sind 200 Jahre verflossen seit der Gründung der Universität Halle. Die eigentliche Jubelfeier findet vom 1. bis 4. August 1894 statt.
57W] Tanfendfaches Lob, notariell bestätigt, über HollänZ. Labar von B. Becker in Geesei» a. Harz. 10 Pfd. feo. 8 Mr. hat d. Exp. d. Bl. eingesehen. i
Anfertigung iu ^Tixxzestex Filet
D.-Ctt. 53.68 57.36 58.33 60.62 46.66 58.00
Witterungsaussichten
Wetterhäuschi'r. Südanlaae.
Vernnisehter.
* Frankfurt a. M, 10. October. Frankfurt nähert sich mit raschen Schritten dem zweiten Hunderttausend Einwohner. Äm 1. October d. I. betrug die Seelenzahl der Stadt rund 1 »6,000.
* Hamburg, 11. October. Der Versuch, frisches Fleisch auS Australien einzuführen, ist gelungen. ÄS sind hier 50,000 Pfund als vorzüglich anerkanntes Fleisch in gefrorenem Zustande eingetroffen, das billig abge- gelben wird.
* Korst (Meder-Lausitz), 12. October. Infolge einer heftigen Explosion im hiesigen Cafe Kuck ist daS Dienstmädchen Leertha Piater verbrannt, während der Besitzer Kuck und tim Kellner schwere Verletzungen davontrugen.
* Ein zehnstündiger Kampf zwischen türkischen Gendarmen unb einer armenischen Räuberbande hat bei M a r s o v a n stvttgefunden. Die Gendarmen waren die Angreifer- einer vvn ihnen wurde getödtet, mehrere wurden verwundet. Von ben Räubern blieben drei tobt auf dem Platze - fünf nahm man gefangen, darunter den schwerverwundeten Hauptmann ben Bande, einen Ruffen, der Tags darauf starb.
* Wien, 9. October. Am Montag den 16. d. M. wird aris Anlaß des hundertsten Jahrestages des Todes der Königin Maria Antoinette vom Pfarrer Gärtner in der Vnarrkirche am Rennweg ein feierliches Requiem abgehalten werden. Bei dieser Gelegenheit werden auf dem linksseitigen Nrbenaltar in dieser Kirche außer einem Meßkleide auch ein Kelchtuch, eine Palla und Bursa, Manipel und Stola aus- gestellt werden, welche sämmtlich aus dem Brautkleide der Königin Maria Antoinette angesertigt und dem ersten Pfarrer dieser Kirche, Pater Porhammer, sür die Kirche zum Geschenk gemacht wurden. Das Bildniß dieses Pfarrers, welcher «ich bei Hofe großer Beliebtheit erfreute, ist in der Sacristei üwgebracht und in einem GlaSkästchen wird als Reliquie der Schädel des Pfarrers aufbewahrt. Der gegenwärtige Pfarrer len Kirche wird bei der am nämlichen Tage ftattfindenden Seelenmesse baß erwähnte Meßkleid anlegen. Dasselbe besieht aus einem ungemein schönen Silberbrocatstoff. Außerdem ist eö äußerst reich in Gold, und zwar auf seinem ganzen ßlächenraum mit Arabesken und Blumen und anderen Zifr- icrrhen gestickt. Wie man aus dem Muster und dem Schnitt trjsehen kann, ist diese Goldstickerei nicht nachträglich auf das Meßgewand gestickt worden, sondern befand sich schon auf dem Kraulkleide. DaS Meßkleid ist mit rothem Atlas gefüttert nnib bis auf einige Stellen, die fadenscheinig geworden sind, zwt erhalten.
* Gelsenkirchen, 12. October. Heute früh um 5 Uhr muirbc in dem benachbarten Braubauerschaft ein D y n'a- »iitattentat bei dem Kaufmann Siegfried Schönberg rroübt. Das Schaufenster und die Fenster der Nachbar- iälffer wurden zerstört. DaS HauS ist beschädigt. Verletzt aunde Niemand.
♦ Rom, 8. October. Der landwirthschaftliche Kongreß, der kürzlich in Cesena (Romagna) tagte, hat 2. A. auch Beschlüsse zum Schutze der Vögel gefaßt.
-nd, die Tagesschule besuchen zu können, Gelegenheit gegeben Derben, sich die nöthigen Kenntnisse in den verschiedenen hier in Betracht kommenden Fächern (elementare und darstellende Geometrie, gewerbliches Rechnen u. s. w.) anzueignen. Außer- lem soll diese Abendschule auch die Sonntagsschule ergänzen, la die der letzteren zur Verfügung stehende Zeit ganz aus las Zeichnen verwendet werden muß. Der regelmäßige Be- suck dieser Abendschule entbindet die Schüler von der obliga- wrischen Fortbildungsschule. Ausnahmefähig ist jeder, der iic Volksschule mit Erfolg besucht hat. D. Ztg.
Offenbach, 10. October. Daß die Socialdemokraten Lirthschaften in Verruf erklären, ist nichts Seltenes, neu iürfte aber der über ein Theater verhängte Boykott sein. DaS iocialdemokratische „Offenbacher Abendblatt" bringt folgende Mittheilung: „Wir machen nochmals darauf aufmerksam, laß am Samstag Abend in der Volksversammlung beschloffen wurde, nicht allem den Boykott über Schlossers Liegenschaft o ufrecht zu erhalten, sondern, um denselben zu verschärfen, ton jetzt ab die Arbeiter und Gesinnungsgenossen gehalten sind, auch den Besuch des Stadtkheaters zu vermeiden und ladurch die Actionäre zu zwingen, uns die Räumlichkeiten Mieder zur Verfügung zu stellen: deshalb ist es Pflicht eines jrben Arbeiters, sollte er auch ein Freund des Theaters sein, sich diesem Beschlüsse zu fügen, um dadurch zur Erreichung e nes für öffentliche Versammlungen geeigneten Saales beizu- Lagen. Thue ein Jeder seine Pflicht und der Erfolg dürfte nicht außbleiben."
M. AuS dem Mümlmgthale, 12 October. Der Obst- s-gen war in diesem Herbste auch bei uns und im ganzen Odenwalde ein so reicher, daß hochbetagte Leute, denen es bis in die zwanziger Jahre des laufenden Saeculums zurück- drnkt, aussprechen: nur im Jahre 1847 ist etwas Aehnliches Ligewesen, wie in 1893. Mit dem Verkaufe des Obstes a ng es an benjenigen Orten, die weit von der Bahn ad- liegen, sehr flau und stockend. Die Leute kochten darum d:ei- biß viermal Latwerge (Honig) und machten Obstwein. Aber auch dadurch konnte der reiche Obstsegen noch nicht untergebracht werden. Beim AuSpreffen beß Obstes gab man sich keine so große Mühe wie sonst, wenn wenig Obst gewachsen war. Die Trester würben nicht so stark ausgeprcßt, di nn das Obst ist sehr sastrcich unb liefert vielen Most, mit w-lchcm Fäffer, Bütten und Eimer sich rasch füllten unb oft verflossen. Während der naffen Woche Ende September imd Anfang October lag daS Obst oft tagelang unter ben Väumen und ging zum Theil in Fäulniß über. Man konnte brn Centner Birnen zu einer Mark kaufen. Herr Lehrer M. ii W. bei Michelstabt hatte 10 biß 12 Eentner Birnen im Schulgarten geerntet; da sich keine Käufer einfanden, ging em Theil der Birnen in Fäulniß über. Um den Rest nicht .mikommen zu laffen, verschenkte ihn Herr M. an Leute, die fdin Obst zu ernten hatten.
D.-Ctt. 2631 24.21 25.00 25.00 28.00 24.00
Schiff-nachrichten.
(MitgetheM durch den Agenten deS Norddeutschen Lloyd, Herrn Carl LooS in Gießen).
Bremen, 12. October. (Per transatlantischen Telegraph.) De» Schnelldampfer Lahn, Capitän H. Hellmers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 3. October von Bremen und am 4. October von Southampton abgegangen war, ist gestern 6 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Neivyork angekommen.
Insbesondere wurde verlangt: Die baldige Vorlage eines Gesetzes gegen die Dogeljagd und zum Schutze der nützlichen Söget; strenge Durchführung des Gesetzes; Verständigung mit anderen Regierungen über ein gemeinsames Verfahren; Belehrung in den Schulen; stetige Agitation in den Vereinen. Die Bewegungen gegen die scheußliche Vogeljagd hat überhaupt in der letzten Zeit, Dank namentlich der Thätigkeit des Statistikers Dr. Ohlsen, große Fortschritte gemacht, so daß wohl zu erwarten ist, eS werde sich bald die Gesetzgebung mit der Sache beschäftigen.
* Pisa, 12. October. In der letzten Nacht platzte an der Porta Florentina eine Bombe, wodurch eine große Panik hervorgerufen wurde. Zahlreiche Fensterscheiben wurden zertrümmert, Menschenverluste sind nicht zu beklagen.
♦ Chicago, 10. October. Gestern feierte Chicago den Gedenktag des großen Brandes. Es war ein Festtag, wie man einen ähnlichen dort bisher nicht erlebt hat. Alle öffentlichen Institute, sowie die Banken hielten ihre Bureaux geschloffen. Das prächtige Sommerwetter hatte einen beispiellosen Zufluß von Fremden und Leuten auS der Umgegend zufolge. DaS Fest in der Ausstellung zog 713,646 Besucher an; mit den Freikarten waren es 751,026. (Der stärkste TageSbesuch der Pariser Ausstellung war 397,150 gewesen.) Von Auswärts kamen allein am 8. d. M. 200,000 Personen an. In Folge dessen ist Wohnungsnoth eingetreten. Alle Hotels und Privathäuser sind bis aus das letzte Plätzchen überfüllt, unb so kam eß, baß in der Nacht vom 8. auf 9. October 50,000 Fremde im Freien campieren mußten. Don mehreren Unternehmern wurden Stühle vermiethet und zwar zu dem Preise von einem Dollar für die Nacht. Am 9. October wurden vier Personen getödtet und 22 verwundet. Die Ausstellung ist nunmehr schuldenfrei.
* Eine schone Gegend. Aus dem vor vierzehn Tagen zur Ansiedelung freigegebenen „Cherokee Streifen" wird unter dem 29. v. Mts. nach New Jork geschrieben: Die Ansiedler wurden gleich Anfangs von einem Prairiefeuer heimgesucht, daS alles Brennbare verzehrte unb viele ihrer Zelte, Wagen, Kleider,unb Hauseinrichtung beraubte, ja Vieh unb Menschen selbst verderblich wurde. Ueberall sieht man die Ueberrefte verbrannter Pferde und Rinder; mitunter auch die von Menschen, die einen furchtbaren Tod in den Flammen fanden. Hebet ein Dutzend der Verunglückten sind bereits gesunden worden unb jeben Tag stößt man auf weitere Ueberrefte zur Unkenntlichkeit verbrannter Leichen. Sofort auf bas Feuer folgte aber einer jener Prairiestürme, bie bas Leben im Westen zur Oual machen. Es giebt keinen Schutz gegen den seinen Sanb, der die Luft erfüllt und das Athmen erschwert. Ein solcher Sturm fegt nun feit mehreren Tagen über daS Land hin. In den Städten ist der Verkehr vollständig eingestellt. Viele Leute fliehen, weil sie für ihr Leben fürchten. Andere suchen die Schluchten auf, um aus den Boden gekauert etwas Luft ohne Staub und Sand einathrnen zu können.
* Eine luftige Vexirgeschichte hat sich am Sonntag früh in Berlin in einem Hause der Pappel-Allee abgespielt. Wit stillem Neide sahen die Hinterhausbewohner schon seit längerer Zeit, wie die Frau des dortigen Hausverwalters, von der eß geheißen hatte, daß sie Alleß in Staat anlege und nichtß in die Suppe zu brocken habe, allwöchentlich ein» biß zweimal eine Gans zum Fenster hinaußhing. Wie das bei dem geringen Einkommen der kinderreichen Vlcehaustyrannensamtlie möglich war, blieb den Leuten ein Räthsel, deren Lösung endlich erfolgen sollte. Am genannten Tage erschien nämlich schon in aller Frühe ein „Jtaliano" mit einem Affen, her nach der Melodie des „Schnnkclwalzers" tanzte und dadurch der „Hofgesellschaft" gewaltig imponirte und diese zum Mit- singen animirte. Dieser „Radau" wurmte die gestrenge Vice- wirthin, sie öffnete ihr Küchenfenster, gebot Ruhe unb forderte ben Drehorgelspieler auf, sich sofort vom Hofe zu scheeren. Der aber, „frech wie Oskar", wankte und wich nicht von der Stelle. Während die Verwalterin heftig gestikulirend nun mit der Polizei drohte, kam sie der am Fensterkreuz befestigten Strippe zu nahe, an der der „feiste Bratvogel" hing, die morsche Strippe riß, und die „Retterin des Capitols" stürzte aus der Höhe der dritten Etage in die Tiefe hinab, allwo sie dicht vor dem walzenden Affen in — Stücke zersprang. Unter schallendem Gelächter der Hausbewohner verschwand die Verwalterin vom Fenster und ließ sich den ganzen Tag über nicht mehr sehen. Die Renommirgans, eine Attrape, dürfte der prahlsüchtigen Frau wohl noch lange im Magen liegen.
♦ Bedenkliche Correctnr. Referendar (welcher zum Ver- theidiger eines Verbrechers bestellt ist): „Meine Herren, Sie alle wiffen aus eigener Erfahrung, daß nach einer wüst Der» brachten Nacht etn physi'cher unö oft auch ein moralischer Katzenjammer das Thun und Lassen des Menschen beeinflußt. Unb so —" Vorsitzender: „Herr Vertheidiger, ich verbitte mir derartige Ausführungen!" — Vertheidiger (beginnt nach einer Verlegenheitspause von Neuem die einstudirte Verthei- digungsrede): „Meine Herren, Sie alle, mit Ausnahme des Herrn Präsidenten, wiffen aus eigener Erfahrung, daß nach einer wüst verbrachten Nacht ein physischer unb oft auch ein moralischer Katzenjammer baß Thun und Laffen des Menschen beeinflußt! —"
min 748mm mal.761 mm mm. 760 mm, max. 762mra
--- + 3«R. , + 5 DEL
Thermometer: , .
Hygrometerftemd: Schön. Trocken.
Mittlerer Barometerstand bd 0° R. = 744,7 mm.
Da die größte Calamilät für die Landwirthschaft bekanntlich dadurch entsteht, wenn die Roggenfelder auswintern, so muß allen Land- wirthen dringend angerathen werden, mit winterfesten Getretdesorten Anbauversuche zu machen.
za mässigen Preisen in der MstheoDruttaei Schulstraw 7.
Kirchliche Anzeige« der Stadt Gietzen.
Svangelische Gemeinde.
Gottesdienst.
20. Sonntag nach Trinitatis, den 15. October:
In der Stadtkirche:
Vormittag? 9Vi Uhr: Pfarrverwalter Dr. Grein.
Nachmittags 2Vi Uhr: Pfarrer Schlosser (letzte Cbristenlehre für die Neuconfirmirten aus der MatthäuSgemeinde).
Kinderkirche vormittags 11 Uhr: Pfarrer Schlosser.
In der FriedhofScapelle:
vormittags 8Vs Uhr: Psarrer Dinaeldey.
Nachmittags 2‘/s Uhr: Pfarrer Dr. Naumann (letzte Christenlehre für die Neuconfirmirten auS der Johannesgemeinde).
Nächsten Sonntag den 22 October: Feier deS Erntedankfestes. •
Katholische Gemeinde.
Sonntagdenlö. October, 21. Sonntag nachPf in gsten:
SamStag: Nachmittags um 4'/, Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte.
Sonntag: vormittags von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um 6>/i Uhr erste hl. Meffe; um 7«/e Uhr AuStheilung der hl. Com- munion; um 8 Übt zweite hl. Messe; Militärgottesdienst mtt Predigt: um 9'/, Uhr Hochamt mit Predigt; Abends um 5Vs Uhr Christenlehre ; darauf Rosenkranzandacht . t
Anmerkung: An den Wochentagen ist täglich deS Abends um 6'/, Ubr Rofenkraniandacht mit Segen-
Citeratar «nd Katt ft.
- Seine Majestät der Kaiser und König haben dieiHerauSgabe einer Stang »«v Cnartietlifle M stedettde« Zettel m4) dem etattbc vom 1. cctoder d. I befohlen. Dieselbe umfaßt dm activen Diennstand der Armee mit sämmtltchen mit diesem Tage etntretenden Neuformationen unb Stellmbesetzungen nebst den AociennelätSlisten der Generale unb StUbSoitzztere^ Dst Her stellung wird so beschleunigt werden, daß die Rangliste noch im Lause dieses MonatS im Verlage der Königlichm Hofbuchdandlung von E. S. Mittler 4 Sohn in Berlin zur Ausgabe gelangen wird.
— Jugend-Gartenlaube. Vierteljährlich 1 Mk. Verlag der Kinder-Garlenlaube in Nürnberg. In Heft 4 Band IV (1893) wird wieder reicher Inhalt geboten. Am Anfänge steht das Gedicht „Geleimt". „Trotzköpfchens Großthaten" führen weiter in den patriotischen Schilderungen im Beginn deS Krieges 1870/71. Eine gute Erzählung ist „Die alte Bidet" von Käte Dorn (mit Farbm- vruckbUd). „Die Elbe von der Quelle bis zur Mündung", mit zwei vortrefflichen Illustrationen, gibt eine anschauliche Schilderung des deutschen Stromes. Eine schöne Sage wirb in der „Königseiche" von G. Just berichtet (mit Farbendruckbild) „Knabe und Eich- Hörnchen" ist ein hübsches Gedicht. Endlich Räthsel, Kleine Ecke", Briefkasten. Äir können die äußerst wohlfeile Jugend-Gartenlaube allm Eltern nicht warm genug empfehlen.
— Die Nr. 1 deS 30. Jahrgangs deS Daheim liegt un« vor und beweist aufs Neue die Gediegenheit des altbewährten Famitten- blattes, das in ungezählten deutschen Häusern zum wahren Hausfreund geworden ist. Den Jshrgang eröffnet ein grohangelegter Roman „Die Wunde der Zeit", von Ernst Remin, dessen vaterländische Dichtung aus der Zeit deS Großen Kurfürsten „Neue Bahnen" im vorigen Jahrgang des Daheim außerordentlichen Beifall fand. Gleichzeitig beginnt eine Humor- und gemülhoolle Vorstadt- gefchichte von Heinrich Seidel „Penelope" zu erscheinen. Ferner gibt A. v. Perfall eine seiner reizenden Jagdscizzen: „GemLtreiben" und P. v. SzczepanSki schildert das amerikanische Kadettenheim Westpoint. Den allbeliebten Beilagen deS Daheim: „Frauendaheim" und „Hausmusik" hat sich im vergangenen Jahrgang wiederum eine neue „Der Hausgarten" eingereiht, die der Pflege deS Gartens und der Zimmergärtnerei bient, während „AuS der Zeit — für die Zeil , jetzt wesentlich erweitert, sich völlig zu einer kleinen illastrirtm Zeitung auSgestaltet hat. Die Voranzeige der Redaction für den 30. Jahrgang verspricht außerordentlich viel, — daß daS Versprechen gehalten wird, darauf kann man sich beim Daheim verlassen. Nr. 1 alS Prabcnummer liefert jede Buchhandlung unentgeltlich._____________
Verkehr, Land- nnd Votkswirthychnfi.
— Winterfeste Roggenarien. Wie die „Wimer landw. Ztg." berichtet, müssen nach ben auf bet österreichischen Versuchsstation der Domäne.Heraletz gemachten Erfahrungm als vollkommm winterfest folgende Roggenspielarten bezeichnet werden: Pirnaer Gebirgsroggen, ChrestensenS Riesen, Göttinger, HeineS oerbeffertcr Zeeländer, Alland, CorrenS, RimpauS Schlanstedter. Auch der von der Domäne Heraletz auS Schweden bezogene Winterroggen „Gißle- berg" überwinterte vorzüglich. Soweit die Versuchsresultate bekannt find, ergaben auf der Domäne Heraletz (bei PollerSkirchen, Böhmen) die einzelnen Roggenspielarten folgende Erttäge pro Hectar
Körner Stroh u. Spreu


