Ausgabe 
14.9.1893 Erstes Blatt
 
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unerwartete Wendung genommen; denn noch vor 14 Tagen war rS wirklich warm, während jetzt schon ein ungewöhn­liches Vorkommen um diese Zeit die Oefen in Thätigkeit gesetzt werden müssen. Das scheint auf einen halben unb kalten Herbst schließen zu laffen.

E. Echzell, 12. September. Der Hanbel in Obst fängt an, etwas lebhafter zu werden, ohne daß eine bestimmte Preißfixirung bis jetzt stattgefunden hat. Vorerst werden immer noch die localen Bedürfnisse von Denjenigen gedeckt, die nicht durch den Obftsegen beglückt worden find oder die überhaupt keine Obstbäume besitzen. ES sind dies: Handels­leute, Gewerbtreibende, Geistliche, Beamten, Lehrer u. A. Hie und da haben weitere Versteigerungen von Gemeindeobst stattgefunden, wozu sich Säufer aus der Umgegend einzufinden pflegen. Bei der heutigen Versteigerung in Blofeld fanden sich Kauflustige auS Dauernheim, Bingenheim, Reichelsheim, Echzell, Bisse« u. a. O. ein. Nach der Schätzung von Sach­verständigen (das Obst wurde baumweise auSgeboten) kommt das Malter gebrochener Aepfel gewöhnlicher Sorte auf ca. 6 Mark, feinerer Sorten (Goldparmänen, Kaiserreinetten, Matapsel u s. w.) auf 9 bis 10 Mk. zu stehen. Birnen variiren zwischen 5 bis 7 Mark. Das Fallobst wird jetzt fleißig zu Obstwein verarbeitet. Man kann ein gutes Glas ,Rauscher" zu 8 bis 10 Psg. trinken. Zwetschen kosten fcei uns 1,60 Mk. per ©immer, das Malter also 67 Mk. Man ist vielfach der Ansicht, daß sich diese Preise bei dem massenhaften Spätobste nicht halten werden.

0. Ortenberg, 12. September. Wer zur jetzigen Zeit Lurch unsere Dörfer geht, dem strömt der Duft von kochendem Obste in die Nase. Wir stehen gegenwärtig unter dem Zeichen des Honigs, auch Latwerge ober Mus genannt. Vorzugsweise wirb Zwetschenhonig gekocht, welchem ber Saft Don gekelterten Aepfeln, ober auch von Runkel- unb Zucker­rüben zugesetzt zu werden pflegt. Der Birnhonig wird etwas f-päter bereitet, wenn die Spätbirnen reif sind. Da sich die Witterung zum Beständigen gewandt zu haben scheint, wollen die Leute baß Obst so lange als thunlich hängen lassen, auf daß es sich möglichst veredelt und lange hält. Recht gesucht waren seither unsere Zwetschen, welche in unserem geschützten Thale von großer Güte und erfreulichem Wohlgeschmäcke ' sind. Es waren Käufer aus der Wetterau unb Fuhrwerke aus bem BogelSberge anwesend, welche Leben in den Handel brachten. Das Sirnmer Zwetschen wird mit 1,20 Mk. bis 1,40 Mk. abgegeben, wozu bemerkt wird, daß die Zwetschen bleischwer sind, so daß dieses Maaß nicht etwa 50 Pfund, | sondern 60 bis 65 Pfund wiegt. Darnach ergiebt sich für das gemessene Malter nicht zwei Gentner, sondern 240 bis 260 Pfund. Die Preise für das übrige Obst, Aepfel unb Birnen, find aber immer noch nicht gemacht. Soviel steht aber fest, daß man für 3 Mk. fern Mostobst erhält, wie ' früher einmal aus bem Nibdathale bie Ansicht geäußert wurde.

O. AuS Oberheffen, 12. September. Ein hübsches © cf lein aus Kindermund ereignete sich kürzlich in unserem Nachbardörschen L. Dort hatte ber Storch vor Jahren zuerst einen Jungen unb bann ein Zwillingspaar gebracht. Nun kam bas inzwischen zum A-B C-Schützen heran gewachsene Peterchen kürzlich mit Buch unb Tafel zur Schule unb machte ein so schlaues, vergnügtes Gesicht, daß der Lehrer allsogleich merkte, es müsse etwas Extraes los sein.Na Peterchen!" sprach ber Lehrer zu bem kleinen Pfiffikus,

. r,roaß ist denn los, Du bist ja gar muntereren?" Ei Herr

Lehrer," antwortete ber Kleine mit strahlenbem Gesichte, \ , eich kanns Ihne sah'n- mr kräiche flaane Kinner. Wie eich

dehaam fort sei', tooarn bret bo!" Die Sache erwies sich

ali vollkommen richtig, es waren Drillinge angekommen, welche sich ganz wohl befinden. Es sind also jetzt Illing, Zwilling und Drilling in ber Familie vertreten.

Friedberg, 11. September. Die diesjährige Campagne ber Actien-Zuckerfabrik Wetterau beginnt am 26. September. - Der Unterricht der hiesigen Ackerbauschule beginnt am 1. November. Die Anstalt tritt damit in das 22. Jahr ihres Bestehens. D. Ztg.

Darmstadt, 11. September. Zur Warnung. Im hiesigen Elisabethenstift liegt ein 15jähriges Mädchen aus Hähnlein, das eine Nähnadel, die es in den Mund ge­nommen, verschluckt hat. Die Nadel, welche nach Aus­sage der Aerztc bis in den Unterleib Dorgebrungen ist, konnte noch nicht entfernt werben und verursacht ber Acrmsten große Schmerzen.

Darmstadt, 12. September. Straßenraub. Die Großherzogliche Staatsanwaltschaft Darmstadt erläßt folgen­des Ausschreiben: Am 10. September, Nachmittags zwischen 1 unb 2 Uhr, würben ber 13jährigen Johanna Muth auS Dreieichenhain am Gestüt Marienhall bei Sprendlingen einhundert einundvierzig Mark fünfzig Pfennig, bestehend in sieben 20 Markstücken unb drei 50-Pfennigstücken, gewaltsam cntrtffen. Der That dringend verdächtig ist ber flüchtige Wilhelm Lenharb aus Sprenblingen, geboren am 11. Juli 1873, mittelgroß, von schmaler Statur, mit dunkel- 1 Llonben, fast schwarzen Haaren, Anflug von Schnurrbärtchen unb bräunlicher Hautfarbe. Bekleibet ist derselbe mit dunklem, abgetragenem Anzug, farriertem, abgeschossenem Rock, gestreiftem Arbeitshemd ohne Kragen, Jockeimütze, die nach vorn herunter« gezogen unb eingedrückt ist. Um Fahndung, vorläufige Fest­nahme und Drahtnachricht im Falle der Ergreifung wird ersucht.

R. Au8 de» Ried, 12. September. Die Tabakernte ist beendigt- die Tabakbauern sind dieses Jahr recht zufrieden, denn das erzeugte Product ist quantitativ unb qualitativ gut ausgefallen.

A Mainz, 12. September. Seitens der hiesigen Ge­werkschaften ist man eben damit beschäftigt, nach bem Vor­silbe einer Reihe anberer Stäbte hier eine Art Arbeits- ^örse zu errichten. Ein Plan, welchen Zweck biefe Börse trfüüen soll unb über die An ihrer Leitung ist bereits aus­

gearbeitet und circulirt gegenwärtig zur Begutachtung unter den einzelnen Gewerkschaften, woran die meisten in öffent­liche Kundgebungen sich schon für die Errichtung einer Arbeitsbörse ausgesprochen haben. Gegenwärtig werben hier Gutachten barüber erhoben, ob bie von ber Regierung in Aussicht genommenen Ausnahmen betreffs ber Sonntags­ruhe im Gewerbe auSreichenb und ob solche nothwendig erscheinen. Bezüglich der Möbelindustrie hat die Anfrage von maßgebenden Jntereflenten dahin Beantwortung gefunden, daß durchaus kein Bebürfniß für Sonntagsarbeit vorliege unb da, wo gegenwärtig noch gearbeitet werde, geschehe meistens freiwillig von Accordarbeitern, die dadurch ihre zu niedrig bemessenen Sätze ausgleichen wollten.

Wetzlar, 11. September. Der gestrige Sonntag erhielt durch die Einquartierung von 8 Compagnieen beß 116. Regimentß nebst ben verschiedenen Stäben ein buntbe­wegtes Aussehen. Der Verkehr war ein sehr lebhafter unb zwar umsomehr, als auch von ben umliegenben Orten zahl­reiche Offiziere unb Mannschaften in bie Stabt hereingekommen waren. Auch unsere Einwohnerschaft unb insbesonbere bie kleine Welt war in Erwartung verschiedener Morgen- unb Tafelmusiken lebhaft auf ben Beinen. Gestern früh brachte bie Regimentscapelle vor bem Hause bes Herrn Fabrikbesitzers Packarb, wo ber Regimentscommanbeur Quartier genommen, ein Ständchen, Mittags spielte sie vor bem Herzoglichen Hause und am Nachmittag hatte sie die Genugthuung, ein sehr zahlreiches Publikum zu ihrem imSchützengarten" ver­anstalteten Sonceit versammelt zu sehen. Das Eoncert verlies bei den vortrefflichen Darbietungen ber Capelle in angenehmster Weise.

* Frankfurt a. M., 12. September. Alß vor etlichen Tagen die Kaiserin Friedrich von Höchst aus nach Schwalbach fuhr, gerieth ein junger Angestellter eines Baugeschäfts irr» thümlicherweise in den Salonwagen. Als er seines Jrrthumß gewahr wurde und sich entfernen wollte, wies die Kaiserin dem Manne in Arbeitertracht einen anderen Theil des Salon­wagens an und hieß ihn Platz nehmen. Sie schaute bem Mitpassagier sodann belustigt zu, als er sich einen mitgebraebten Apfel herzhaft schmecken ließ. An der nächsten Haltestelle stieg der Reisegefährte ber Kaiserin nicht sobalb aus, als auch schon ein Polizist Hanb auf ihn legte. Die Kaiserin verwies bem Manne des Gesetzes ben Uebereifer unb wünschte, dem ganz verblüfften Passagier gute Heimkehr.

* Frankfurt a. M, 12. September. Das Amtsgericht verurtheilte eine Familie, die einer anderen ein diebisches Dienstmädchen alßtreu wie Gold" empfohlen hatte, zur Schadloshaltung unb in bie Kosten. Ein junger wohl- habender Sachsenhäuser machte einen Selbstmordversuch, weil ihm die elterliche Einwilligung zur Verlobung mit einem armen schönen Mädchen versagt wurde.

Limburg, 9. September. Auf ber bei Raumbach auf bem Westerwald einmündenden, zurGutehoffnungshütte" des Herrn Hantel gehörigen Grubenbahn entgleiste "heute Nach­mittag eine Locomotive. Infolge dieses Unglücksfalles wurde ein Bremser in der Seite unb an ben Beinen derart ge­quetscht, daß er heute Abend in die Klinik nach Gießen ge­bracht werden sollte. Leider waren die Verletzungen des Verunglückten derart, daß er auf dem Transporte ver­starb.

* Mit Rücksicht auf den augenblicklichen Zustand in Meiningen hat der Magistrat im Einvernehmen mit dem Gemeinderath beschlossen, zur Unterstützung, Ergänzung und Entlastung der städtischen Schutzleute einen von Bürgern auszuübenden freiwilligen Nacht dien st gegen Feuers- gefahr einzurichten. Die Stadt ist zu diesem Zwecke in Bezirke eingetheilt mit je einem Wachtlocal und einem Eom- manbanten.

Koblenz, 11. September. Gestern begann hier unter zahlreicher Thetlnahme der Landwirthe aus der Provinz bie 60. Generalversammlung be.ß Landwirthschaftlichen Vereins für Rheinpreußen. Gelegentlich bieser Ver­sammlung hat bie Local-Abtheilung Koblenz eine sehr gut be­schickte Ausstellung veranstaltet. Gestern Morgen um IO1/, Uhr fanb bie Sitzung bes Centralvorstanbes statt. Erwähnens­werth barauß ist nur ber Antrag ber sechs vereinigten Local- Abtheilungen bes Nieberrheins: ber Centralvorftanb wolle den Cultusminister bitten, das schulpflichtige Alter der Kinder auf dem Lande mit dem vollendeten 13. Jahre als beendet zu erklären. Dieser Antrag wurde abgelehnt. Der Eröff­nung der Ausstellung wohn.en der Oberpräsident, der Re­gierungspräsident, bie Vertreter ber Stabt und bie Spitzen der Militärbehörde bei. Nachmittags wurde ein Pferderennen abgehalten. Heute Vormittag um 11 Uhr begann die erste Haupt­versammlung unter Vorsitz beß Präsidenten von Bemberg- Flamersheim - als Gäste waren erschienen der Oberpräfident ber Rheinprovinz, ber Regierungspräsident, Landesrath Kehl, Dberbürgermetfter Schüller u. s. w. Der Oberpräsident er­klärte Namens der Staatsregierung, daß diese die Bestre­bungen des landwirthschaftlichen Vereins stets unterstützen und immer gerne von ihm Rath empfangen werde. Gegenstände der Berathungen bildeten Organisation ber Winterschulen,

Verfälschte schwarze Seide. Man verbrenne ein Müsterchen des Stoffes, von dem man kaufen will, unb die etwaige Verfälschung tritt sofort zu Tage: Rechte, rein gefärbte Seide kräuselt sofort zusammen, verlöscht bald und iitnterläfet wenig Asche von ganz hellbräunlicher Farbe. Ver- älschte Seide (die leicht speckig wird und bricht) brennt langsam ort, namentlich glimmen dieSchußfäden" weiter (wenn sehr mit Farbstoff erschwert), und hinterläßt eine dunkelbraune Asche, die sich im Gegensatz zur ächten Seide nicht kräuselt, sondern krümmt. Zerdrückt man die Asche der ächten Seide, so zerstäubt sie, die der verfälschten nicht. Die «eidenfabrU «. Henneberg, (K. u. K. Hoflieferant) Zürich versendet gern Muster von ihren echten Seidenstoffen an Jedermann und liefert einzelne Roben und ganze Stücke oorto- und zollfrei ins Haus. 1970

Berlin, 11. September. Heute vollenden sich 50 Jahre, seit baß Garbecor bei ber großen Parade, die vor Kaiser Nicolauß auf bem Tempelhoser Felde ftattfanb, zum ersten Male mit bem Helme unb ber neuen Uniform erschien, bie König Friebrich Wilhelm IV. laut Cabinetß Orbre Dom 25. October 1843 für bie Armee angeorbnet hatte.

Aachen, 10. September. Ein mchtswürbiger, kaum glaublicher Vorgang ereignete sich gestern Nachmittag in einem Hause ber Sanbkaulstraße, wo im ersten Stockwerk ein 25 jähriger Sohn mit feiner Mutter wohnt. Verrnuthlich waren die beiden Personen in Streit gerathen, in besten Ver­lauf ber Sohn seine Mutter zum Fenster hinaus in den Hof stürzte, wo sie schwerverletzt aufgehoben unb zum Mariahilfspital gebracht wurde. Die benachrichtigte Polizei verhaftete den unnatürlichen Sohn, ber sich im Karnin ver­steckt hatte.

Leipzig, 8. September. Das Königliche Landgericht hier hat heute einen Fortbildung« schiller Namenß Weber aus Möckern zu sechs Wochen Gefängniß verurtheilt. Der 16jährige Bursche hatte die Fortbildungßfchule geschwänzt und bem Schulhausmann, alß bieser ihn pflichtgemäß in bie Schule abholen wollte, energisch sich wibersetzt, sogar bie Drohung ausgestoßen, er werde ihm t Messer in den Leib rennen. Nur mit Gewalt vermochte ber Schulhaußmann ben frechen Burschen schließlich boch nach ber Schule zu tranßportiren. Hoffentlich bient bie bem Widerspenstigen zu- bictirte empfindliche, aber wohlverdiente Strafe anderen Burschen seineß Schlages zur Warnung. Ein anderer Fortbildungs- schüler, der erst 15 Jahre zählt, ward heute vom Königlichen Landgericht zu 3 Monaten und 3 Wochen Gefängniß verurtheilt, weil er sich zweier Sittlichkeitsvergehen schuldig gemacht hatte.

Brüssel, 12. September. AuS dem Zuchthaute in Reckheim (Limburg) entflohen während eines Spazier, gangeß 37 jugendliche Sträflinge. Dieselben konnten bis jetzt nicht ergriffen werden.

Schiff-nachrichten.

Der PostbampferBelgenlanb" berRed Star Line" in Ant- werpen ist laut Telegramm am 9. September wohlbehalten tn Newyork angekommen.

Entscheidungen des Reichsgerichts.

Eine für HauSkäufer wichtige Entscheidung hat kürzlich das Reichsgericht gefällt. Ein Hausbesttzer halte e n HauS an einen Dritten verkauft, ohne demselben davon Mittheilung zu machen, daß der Schwamm im Hause vorhanden war. Da der Käufer bekundet hatte, daß bei Besichtigung deS Hauses und Abschluß des Kaufvertrages die Stellen, an denen sich der Schwamm gezeigt, durch Möbel und Kleider verdeckt gewesen seien, so hatte die Straf­kammer in dem Verschweigen dieses Fehlers des Hauses das »Unter­drücken einer wahren Thatsache" gefunden und den Hausbesitzer wegen Betruges verurtheilt. Das Reichsgericht hat das Urlheil aufgehoben und in den Gründen ausgeführt: Ein allgemeiner Grund­satz, daß der Veräußerer einer Sache die Mängel und Fehler der­selben, die nicht sofort ins Auge fallen, bem Erwerber anzuzeigen verpflichtet sei, ist als rechtgiltig nicht anzuerkennen, vielmehr mutz der Verkäufer in irgend welcher acliven Weise den Jrrthum des Er­werbers über das Nichivorhandensein solcher Mängel verursacht haben. Wenn der Angeklagte absichtlich durch das Stellen der Möbel und das Aufhängen der Kleidungsstücke das Erkennen des Hausschwammes erschwert hätte, würde eine solche thätige Jrrthumserregung vorlieaen, ein solches absichtliches Handeln war aber nicht sestgestellt worden.

Wöchentliche Neberficht der T-deSsälle in Gießen.

55. Woche. Dom 27. August bis 2. September 1893. Einwohnerzahl: angenommen zu 21100 (incl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 34.50°/« bezw. 17,25 nach Ausschl. ber Ortsfremden.

Kinder

Es starben an: Zusammen:

Diphtheritis 4 (4)

Croup 1

Erwachsene: im

vom

2.-15. Jahr:

3 (3)

1

1. Lebensjahr:

1 (1)

Lungentuberculose 1 (1)

1 (1)

Lungenentzünbung 2

2

Sonstige entzündliche Krankheiten ber Ath- mungSorgane 2 (1)

2 (1)

Darmcatarrh 1

1

Angeborene Lebens­schwäche 1

1

-

Neubilbungen 1 (1)

1 (1)

Sonstige bekannte Krankheiten 1

1

Summa: 14 (7)

6 (3)

3 (1)

5 (3)

Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben

an, wie viele

ber Tobessälle in ber betreffenben Krankheit auf von auswärts nach

Gießen gebrachte Kranke tommen.

Futternoth u s. w.

Vegetarianer und Fleischverzehrer wollen einen Distanz - marsch am 24. September auf ber 661/2 Kilometer langen Strecke Berlin-Zoffen Königswufterhausen-Grünau veranstalten. haben sich bis jetzt zwanzig Dauerläufer enbgiltig an» gemeldet. Damen, welche an dem Marsche theilnehmeu wollten, haben ihre Zusage zurückgezogen. Von ben Ge- melbeten huldigen nur zehn ber Pflanzenkost, zehn sind Fleisch­verzehrern unb unter ihnen befinben sich mehrere Turner. Es wirb also voraussichtlich einen heißen Kampf zwischen^Vege. tarianer und Karnivoren geben. Man hofft, baß ber Sieger in 9 Stunben den Marsch zurücklegt- wer länger als 13 Stunben braucht, soll nicht mehr gezeltet werben.

Barometer:

+ 14°R.

+ 9° R.

Mittlerer Barometerstanb bei 0° R. 744,7 mm.

Thermometer: 4- 9°R. + 14°R. + dVi°R. . - - Hygrometerstand: Neigung f. trock. Wett. Neigung f. trock. Wett.

tnin 751 mm, max. 752 mm min. 751 mm, max. 752 mm +3</,«R. + 4° R.

Witterungsaussichten

Wetterhäuschen, Sübanlage.___________________

[TTeeptbr., Mm. 12 M 13. Septbr., Morg. 8 llhr

Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemeffen am 13. ©eptbr, Mittags zwischen 11 unb 12 Uhr! Daffer 11, Lust 16Vs Grab.

Rübsamen'sche Badeanstalt.