auf der Wildparkstatton bei Potsdam ein, hier vom Kaiser empfangen und herzlichst begrüßt. Alsbald begab sich der Kaiser mit seinem erlauchten Gaste im offenen Wagen nach dem Neuen PalaiS, wo das Lehr-Jnfanterie-Bataillon mit Musik aufgestellt war, welches Se. Majestät und den Thronfolger Nikolaus mit lautschallendem Hurrah begrüßte. Die Musik spielte die russische Nationalhymne. Nach dem Defi- liren des Lehrbataillon S traten die beiden Fürstlichkeiten in daS Neue Palais ein, woselbst Großfürst Nikolaus die Kaiserin in deren Gemächern begrüßte. Genau um 9 Uhr fand zu Ehren des hohen GasteS größere Tafel statt, an welcher etwa 24 Personen theilnahmen. Um 10 Uhr 25 Min. setzte der Großfürst-Thronfolger die weitere Heimreise über Berlin fort. — Knapp zwei Stunden nur hat demnach der jüngste Besuch deS russischen Thronfolgers am deutschen Hofe gewährt, aber diese zeitliche Kürze nimmt dem Ereigniffe nichts von der ihm innewohnenden eigentlichen Bedeutung. Denn aufs Neue spricht das soeben stattgefundene Erscheinen deS künftigen Lzaren im bevorzugten Sommerheim deS deutschen KaiferPaereS für die zwischen den Höfen von Berlin und Petersburg bestehenden freundschaftlichen Beziehungen und den letzteren wird sicherlich auch daS Berhältniß zwischen den beiderseitigen Regierungen sich mehr und mehr anpaffen.
— Der Nachtragsetat, welcher die nolhwendige Ergänzung zur HeereSvorlage darstellt, beziffert die zur Durchführung der letzteren nöthigen Credite für das laufende EtatSjahr auf 71,200,000 Mk., wovon rund 23 Mill. Mk. auf die fortdauernden Ausgaben, die reftirenden 48 Mill. Mk. auf die einmaligen Ausgaben entfallen. Erstere Summe soll bekanntlich durch Erhöhung der Matricularumlagen ausgebracht werden, während die letzter: Summe durch eine Anleihe zu beschaffen fein würde. In seiner am Dienstag abgehaltenen Ertrasitzung genehmigte der Bundesrath den Nachtragsetat, welcher alsdann mit dem hierzu gehörigen Anlethegesetz dem Reichstage zuging.
— Fürst Bismarck ist in den letzten Tagen wiederum mit zwei bemerkenSwerthen Reden hervorgetreten. Die eine Rede hielt der Alt-ReichSkanzler beim Empfange von 350 ihn besuchenden Lippe-Detmoldern, er verbreitete sich hierbei über den Nutzen der Stellung der Kleinstaaten vom nationalen Standpunkte aus, über die Bedeutung des Bundesraths, über die Landtage u. s. w., und gab er am Schlnffe seiner Darlegungen der Befürchtung Ausdruck, eö könnte einmal das nationale Bewußtsein in den Umschlingungen des wachsenden bureaukratischen Wesens ersticken. Die andere Rede hielt Fürst Bismarck beim Empfange einer Anzahl deutscher HandelSkammersecretäre, die von Kiel aus in Friedrichsruh vorsprachen. In letzterer Kundgebung befürwortete der Fürst lebhaft ein möglichst enges Zusammengehen von Handel, Gewerbe und Landwirthschaft.
Neueste Nach^chteir.
Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau.
Bonn, 12. Juli. Heute fand die Eröffnung des neu- erbauten Provinzial-Museums rheinischer Alter- thümer durch den Landesdirector Klein statt. Der Feier wohnten der Oberpräsident Nasse, der Curator Geh. Ober- Regierung^rath Dr, Gandtner, der Rector Geh. Medicinal- rath Dr. Sämisch und der Senat der Universität, sowie die Spitzen der Civil« und Militärbehörden bei.
Paris 12. Juli. D'eputirt enkamm er. Der Depu- tirtc Beauquier brachte den Antrag ein, daß die Hälfte der Militärpflichtigen aus der Jahresklasse 1890 vom 1. October dsd. Js. ab auf 6 Monate beurlaubt und die Reservisten im Jahre 1893 nur zu einer 21tägigen Uebung statt zu einer 28tägigcn einberufen werden sollen. Die hierdurch erzielten Ersparniffe im Betrage von 19 Millionen Francs sollen an
und für die Gunst, Sorge und Hilfe, die er ihm angedeihen ließ. Dank dem Commiffar des deutschen Reiches, Herrn Wermuth, der mit seltener Umsicht und Geschicklichkeit, mit sicherem Tacte und mit rastloser Hingabe und Energie dieses Werk vorbereitet, geordnet, gefördert und überwacht hat. Sein Name wird hier stets in hoher Achtung und Freundschaft leben, Dank jedem deutschen Manne, der seinen An- theil, ob groß oder klein, zu diesem glänzenden Beweise deutschen Könnens beitrug.
Diesen Dank begleiten unsere wärmsten Wünsche. Möge dem deutschen Vaterlande zur Entwickelung deS so kräftig Begonnenen und so herrlich Erreichten noch viele Jahre ungetrübten Friedens beschieden sein. Möge es alle Prüfungen, die daS Schicksal ihm auferlegen mag, seiner würdig bestehen. Der Horizont Deutschlands ist freilich nicht wolkenlos. Nicht allein seine Lage zwischen gefährlichen Nachbarn, sondern auch nicht weniger der hitzige Jmeressenstreit und daS Parteigewirr im Innern mögen wohl oft dem deutschen Patrioten die Ursache schwerer Sorge sein. Aber ich gestehe, ich bin wenig besorgt nm das Ende. Was wir dort Beunruhigendes sehen, ist in der Weltgeschichte nichts Außergewöhnliches. Große nationale Neubildungen, aus früher gesonderten und unab- dängigcn Bestandtheilen zusammengefügt, haben immer eine Periode der Verwirrung zu überwinden, bis die Erkenntniß dcffen, was in dem neuen Zustande die Hauptsache und was die Nebensache ist, daS ganze Sammcloolk durchdrungen hat. Wie lange hat eS in unserer amerikanischen Union gewährt, b,S dieser Prozeß vollendet war! Wie er sich hier vollzog so wird er eS auch drüben. DaS deutsche Volk wird niemals vergeffen, daß seine Einigkeit im Reiche verkörpert die Grundbedingung seiner Stärke, seiner Grüße und seiner Wohl- fahrt ist. Und daS Reich wird unfehlbar die verläßlichste Bürgschaft seine» Bestehens finden in der fortschrittlichen Entwickelung freier Institutionen. DaS deutsche Volk ist wie jede» andere tüchtige Volk - je freier um so treuer. So wünschen wir herzlich und hoffen wir fest, daß daS einige Deutschthum immerdar grünen und blühen werde, sich selbst und aller Welt zum Heil!^
die durch die Trockenheit in Nothstand gerathenen Landwirthe vertheilt werden. Der Antrag wurde an die Bureaus verwiesen. ____________
Depeschen deS Bureau .Herold'.
Berlin, 12. Juli. In Reichstagskreisen ist es ausgefallen, daß der Antrag Carolath-Rösicke bezüglich der zwei- jährigen Dienstzeit nur die Unterschriften der Antragsteller tragt. Eine befreundete Fraction, welche um ihre Unterschrift angegangen wurde, hat sich geweigert, dieselbe zu geben.
Berlin, 13. Juli. Die „Nordd. Allg. Zlg." wünscht, daß die Entscheidung über die Militärvorlage möglichst rasch ohne nochmalige lange Debatten erfolge, indem in der bisherigen Behandlung der Vorlage die Verschiedenheit der Ansichten genügend zu ihrem Recht gekommen sei.
Posen, 12. Juli. Bei dem hier garnisonirenden zweiten Leibhusarenregiment sind plötzlich 75 Husaren erkrankt, 24 hiervon wurden ins. Garnisonlazareth eingeliefert. Die Ursache der Erkrankung wurde noch nicht festgestellt.
Paris, 12. Juli. Eine V e r sammlung von 2000 Studenten fand gestern Abend in dem Saale bet Bullier statt und verlief äußerst stürmisch. Zwei Tagesordnungen, deren erstere den Ausschuß der Arbeitsbörse wegen seiner energischen Haltung beglückwünscht, während die zweite Berenger und Dupuy tadelt, weil sie für die Vorgänge im Quartier latin verantwortlich sind und ebenso die Kammer, weil sie die Amnestie verweigerte, wurden angenommen.
Paris, 12. Juli. Der „Gaulois" sagt, nicht der Papst sondern der deutsche Kaiser werde die Initiative zur Abrüstung ergreifen. Jedes Land behalte eine Anzahl Truppen im Berhältniß zur Ausdehnung seiner Landesgrenzen. Rußland werde daher übervortheilt, Frankreich verliere dagegen, da zwei Drittel seiner Grenzen durch das Meer gebildet werden.
Paris, 13. Juli. Laut einer Aufstellung der Polizei- präfectur wurden während der letzten Crawalle 185 Polizisten derart verwundet, daß sie ihren Dienst noch nicht wieder aufnehmen konnten.
Paris, 13. Juli. Aus den Departements treffen bereits eine große Anzahl Extrazüge ein, welche' zahlreiche Reisende zum Nationalfeste bringen.
Paris, 13. Juli. Die Börsen st euer ergab für den Monat Juni 263000Frcs., also bedeutend weniger als man erwartet hatte.
Coeoki unö provinzielles.
Gießen, 13. Juli 1898.
* * Proviuzialausschuß Sitzung. Samstag den 15. Juli l. I., Vormittags 9 Uhr beginnend, findet im Regierungsgebäude dahier eine öffentliche-Sitzung des Provinzialausschusses der Provinz Oberhessen statt, in welcher folgende Gegenstände zur Verhandlung gelangen: 1. Beanstandung der Bürger- meisterwahl zu Hattenrod. 2. Beschwerde der Louise Krüger und Genoffen zu Bad-Nauheim gegen den Betrieb der Schweinemetzgerei des Hrch. Selb zu Bad-Nauheim. 3. Klage des Ortsarmenverbands Ruppertenrod gegen den Ortsarmenverband Nieder-Eschbach wegen Unterstützung deS Konrad Kratz von Ruppertenrod. 4. Klage des Ortsarmenverbands Bönstadt legen den Ortsarmenverband Geiß-Nidda wegen Unterstützung der Familie des Lehrers Thöt.
* * Theater. Herr Hans Gregor, der gefeierte jugendliche Held des Berliner Theaters in Berlin, ist von den Mit gliedern des Hof- und Stadltheater-Ensembles zu einem einmaligen Gastspiel verpflichtet worden. Herr Gregor ist nicht nur ein interessanter, geistvoller Interpret der Jdealgestalten unserer Dichterheroen, er ist auch im Besitze einer hohen, chönen Gestalt und eines mächtigen, sonoren Organs, welches eine seltene Ausdrucksfähigkeit besitzt. Am Samstag wird Herr Gregor den „Robert" in „die Eh.r e" spielen, eine Rolle, die er überall mit großen Erfolge dargestellt hat.
* * Gestohlen. Vergangene Nacht wurde einem Schneider von seinem Collegen an hiesigem Bahnhofe, nachdem beide zu- sammen gezecht und ersterer eingeschlasen war, die Taschenuhr entwendet. Der Dieb hatte sich alsbald nach der Thal aus dem Staube gemacht.
* * Verhaftet. Gestern Nachmittag wurde ein Dienstmädchen wegen Diebstahls und gestern Abend zwei lüderliche Frauenzimmer verhaftet.
• * Ein heftiges Gewitter entlud sich gestern Abend zwischen 6 und 7 Uhr über Stadt und Umgebung. Der Regen goß ungefähr eine halbe Stunde lang hernieder, so daß Canäle und Straßengoffen die andringenden Wassermaffen nicht faffen konnten. Auch in der Wetterau donnerte und regnete es gewaltig, so daß den Fluren das immer noch nöthige Naß in erwünschtem Maße zugeführt werden konnte. Ein Blitz entzündete im Neustädter Feld einen Kornhaufen, welcher verbrannte. Sonstigen Schaden hat, so weit unsere Wahrnehmungen reichen, das Wetter nicht angerichtet, nur die Obstbäume wurden stellenweise etwas derb geschüttelt.
* * Rückfahrkarten. Wiederholt wahrgenommene Unregelmäßigkeiten und Betrügereien im Verkehr mit Rück fahr- karten haben die Nothwendigkeit ergeben, die Behandlung der Rückfahrkarten in verschärfter Weise überwachen zu laffen. Es dürfte im eigenen Jntereffe deS reisenden Publikums liegen, die Eisenbahn-Verwaltung zur Durchführung der in letzterer Hinsicht getroffenen Maßregeln nach Möglichkeit zu unterstützen und namentlich darauf zu achten, daß die den Fahrbeamten zur Prüfung übergebenen Rückfahrkarten, welche bekanntlich nicht übertragbar sind und daher nur von ein und derselben Person zur Hin- und Rückfahrt benutzt werden dürfen, sogleich beim ersten Vorzeigen durchlocht werden und undurchlocht den Reisenden nicht abgenommen werden dürfen. Namentlich ist diese alsbaldige, im Beisein deS Reisenden beim Untritt der Fahrt vom Schaffner vorzunehmende Durchlochung m dem Falle erforderlich, wenn die Fahrkarte bei der Rückfahrt als auf die nächste Station lautend dem Reisenden nicht
zurückgegeben wird, sondern in den Händen deS Fahrbeamterr verbleibt.
*♦ Torfstreu. Die im Großherzogthum von sachverständigster Seite auf Anordnung Großh. Regierung kürzlich gemachte» Erhebungen und Untersuchungen über Vorhandensein guter, brauchbarer Torsstreu im Lande haben ergeben, daß vorzugsweise solche Bestände sich auf den Höhen deS hessischen VogelsbergeS, in der Nähe des OrteS Breungeshain (im Kreise Schotten) finden. Dort seien auf dem dem Großh. Fl^kuS gehörigen Gelände wohl 500000 Gentner Torfstreu leicht zu gewinnen und brauchbar herzustellen. An den Behörden liegt eS jetzt, dies benutzbare und billige Streumaterial in Kürze gebrauchsfähig zu machen und dem Bedarf unserer Landwirthe und Bauern zuzuführen. AuS dem Norden beziehbare Torfstreu, die dort in großer Menge vorhanden ist, wird für den Bezug jedenfalls theuerer. Erforderlichenfalls feien, wenn auch nicht so dienlich wie die genannten oberhessischen, die Torfmoore bei Pfungstadt, Eschollbrücken u. f. w. zur Gewinnung von Torfstreu verwendbar.
E. Friedberg, 12. Juli. Heute hielt der Oberhessische Obstbauverein seine diesjährige Hauptversammlung unter dem Vorsitze des Herrn Grafen Oriola und im Beisein des Herrn LandeSöconomierath Müller, sowie der Vertreter einiger KreiSämter hier ab. Die erstatteten Berichte über die Verwaltung und die Rechnungsergebniffe können als höchst erfreuliche bezeichnet werden,- eS ließ sich aus diesen Berichten entnehmen, daß die Zwecke deS Vereins: förderlich auf den Obstbau und was damit zusammenhängt zu wirken, in schönster Weise erfüllt werden. Bei einem Mitgliederstand von 4012 belief sich die Rechnung in Einnahmen und Ausgaben auf 10,745 Mk. für 1892/93. — Die große Zahl von Vorträgen und Versammlungen innerhalb deS Vereins- gebieleß, das Bereisen desselben durch die Techniker, der Einfluß des Vereins aus den Obsthandel, die Vermittlung des Bezugs von gutem Obstbaummaterial u. s. w. haben bewirkt, das Interesse für die Sache des Obstbaues in unserer Provinz derart zu erwecken, daß nicht nur die Mitgliederzahl gegen das Vorjahr eine beträchtliche Zunahme erfahren hat, sondern auch der Obstbau selbst so gefördert wurde, daß derselbe heute als eine sehr lohnende Stühe für die Landwirthschaft betrachtet werden kann. Förderlich für die Sache deS Obstbaues erwieS sich auch die „Zeitschrift", indem das in ihr enthaltene Lesematerial zu regem Meinungsaustausch Veranlassung gab. Die Zahl der Theilnehmer an den Obst- bau-Cursen ist auch im verflossenen Jahr eine große gewesen- auch ist man in verschiedenen Gemeinden daran, behufs besseren Obstschutzes eine freiwillige Ortspolizei zu organisieren. Der Export von Obst, der zu einem sehr großen Theile durch Vermittelung deS Obstbauvereins erfolgte, war infolge geringer Ernten in anderen Theilen Deutschlands ein großer, die Preise demzufolge ziemlich hohe. — Die Entscheidung der Frage über den Ort der diesjährigen Obstausstellung wurde der Geschäftsstelle überlassen, da die ins Auge gefaßten Orte Lauterbach und Alsfeld eine Erklärung bezüglich Uebernahme einer Ausstellung noch nicht abgegeben; desgleichen soll eine vom Ausschuß ausgearbeitete Ausstellungsordnung, nach vorheriger Begutachtung durch die VereinSbezirksobmänner, einer späteren Versammlung zur Beschlußfassung unterbreitet werden. — lieber die ebenfalls auf der Tagesordnung stehende Aenderung bezw. Ergänzung der Statuten in Bezug auf Organisation der Vereinsbezirke und Einführung der Ehren- Mitgliedschaft wurden Beschlüsse nicht gefaßt, da die diesbezüglichen Entwürfe einer eingehenden Vorberathung in den Vereinsbezirken bedürftig erachtet wurden. — Der Betheiligung des Vereins an der diesjährigen großen Obstausstellung in Breslau soll näher getreten und über die Art der Betheiligung den Mitgliedern später Kenntniß gegeben werden. — Was die alljährlich stattfindende ObsthandclSauS- stellungen innerhalb deSVereinSgebiets betrifft, fo wurde der Geschäftsstelle anheim gegeben, die Orte zu bestimmen, an denen Obstmärkte stattfinden sollen, es sollen insbesondere auch Orte berücksichtigt werden, die in Beziehung auf Eisenbahnverbindung weniger günstig liegen. — Der Antrag auf Errichtung von Commissionen für Obstschutz, Obstverwerthung und Pomologie wurde von der Tagesordnung abgesetzt, da auch über diese Neuorganisation vorheriger Austausch von Meinungen zwischen dem Ausschüsse und den Bereinsbezirken für nöthig erachtet wurde. Dabei wurde dem Wunsche Ausdruck gegeben, daß besonders die Errichtung von Commissionen für Obstschutz beschleunigt werde. — Zu Vereinsbaumwärtern, die die borge» chriebcnen Prüfungen bestanden, wurden proclamir! die Herren Scheid in Großen-Linden, Römer in Oberbessingen, Baider in Oberroßbach, Uhl in Unterschmitten, Jakobi -in Birklar, Koch in Birklar, Hofmann in Steinheim, Hahn in Leihgestern, Senm in Fauerbach. — An einige geschäftliche Mittheilungen des Vorsitzenden schloß sich ein Besuch der -ontologischen Gärten, in denen die Herren Dr. v. Peter, Reichelt und Metz die gewünschten Erläuterungen gaben.
-r-. AlSfeld, 12. Juli. Dem gestrigen vierstündigen Landregen sind heute mehrere ausgiebige Gewitterregen gefolgt. Das befruchtende Naß ist unS umsomehr willkommen, da die hiesige Umgegend daS ganze Frühjahr hindurch viel weniger Regen hatte, als z. B. die Wetterau. Wenn nun, wie zu hoffen steht, noch einige tüchtige Güsse nachkommen, o dürfen wir auf eine ergiebige Grummeternte rechnen. Auch den Rartoffeln wird die Feuchtigkeit zu statten bmmen.
§ Vom Lande, 12. Juli. Zum zweiten Male hat die Trockenung eine heilsame Unterbrechung erfahren, deren egenSreiche Spuren sich sofort überall bemerkbar machen. Nachdem die Bodenfeuchtigkeit, welche der am 25. Juni eintretende Landregen gebracht, durch die abermals auftretenbe Trockenung wieder fast völlig verschwunden, ist dem Erdboden durch eine seit gestern Morgen auftretende sehr gewitterreiche


