Ausgabe 
14.5.1893 Erstes Blatt
 
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interesfirten ein höheres Gebot (vorgesehen waren 230 Mk., geboten im letzten BeipachtungStermin 101 Mk.) erzielt würde. JohS. Schmitt II. von Rödgen hat nunmehr 200 Mk. ge­boten und wird beschlossen, sich mit diesem Angebot einver­standen zu erklären.

Nachdem infolge einer Eingabe des SanitätSvereinS und der Allgemeinen Sterbekaffe im Jahre 1891 die Preise für Benutzung der Leichenwagen von der Leichenkasse-Ge­sellschaft herabgesetzt wurden, sodaß 12 Mk. für den Wagen 1. Klasse, 7 Mk. für den Wagen 2. Klasse (bezw. 6 Mk. für Beerdigungen auf Kosten der Armenkasse) und 5 Mk. für den Kinderleichenwagen zu entrichten sind, haben beide Vereine ihren schon damals auf Uebernahme des BeerdigungSwesenS auf die Stadt gestellten Antrag erneuert bezw. beantragt, daß die Beerdigungen entweder ganz auf städtische Kosten oder zum Selbstkostenpreise stattfinden sollten. Hierzu hat die Friedhofscommission beantragt, dem Gesuch zur Zeit keine Folge zu geben, da für die Ablehnung des Gesuches dieselben Gründe vorliegen, wie 1891. Der in 1891 gefaßte Beschluß beruhte neben der in Aussicht stehenden Anlage eines neuen Friedhofes, dem Erlaß einer neuen Friedhofsordnung u. s. w. mit auf der Voraussetzung, daß Klagen gegen die Leichenkasse- Gesellschaft nicht erhoben würden. Herr Orbtg ist dafür, daß man der Sache näher treten möge, namentlich deshalb, weil es im öffentlichen sanitären Interesse nöthig sei, daß die Leichen so rasch wie möglich aus dem Hause geschafft würden. Herr Heß ist der Meinung, daß dies ebensogut durch eine Brivat-Gesellschaft wie durch die Stadt geschehen könne. Herr Oberbürgermeister Gnauth erklärt, daß das Ideal einer raschen Entfernung der Tobten aus dem Sterbehause erst verwirklicht werden könne nach Errichtung eines größeren Leichenhauses, welche Frage wieder zusammenhänge mit der Anlage eines zweiten Friedhofs. Herr Dr. Ploch würde auch einer rascheren Verbringung der Leichen nach dem Fried- Hofe zustimmen, dies könne aber auch durch eine Privat-Ge- fellschaft geschehen, indeffen müffe man auch der Gewohnheit des Publikums insoweit Rechnung tragen, als dies ohne Ge- fährdung der öffentlichen Gesundheit möglich sei, die Leute behielten gern ihre Tobten so lange wie möglich im Hause. Herr Orbig erklärt, daß er nicht lediglich die materielle Seite in Betracht ziehe, obwohl eS Wünschenswerth sei, daß die Stadt die Beerdigungen zum Selbstkostenpreise übernehme, man solle nicht noch an den Tobten ein Geschäft machen wollen. Herr Oberbürgermeister Gnauth wendet sich gegen den Vorschlag des Herrn Orbtg, daß die Stadt einige Pferde anschaffen und dieselben, soweit sie nicht bei Beerdigungen nöthig seien, zu anderen Arbeiten, Fahren der Gießfässer, der Kehrichtwagen, der Feuerspritzen u. s. w. verwenden solle. Die Stadt fahre zur Zeit mit fremdem Fuhrwerk billiger, als dies mit eigenem möglich sei. Er halte die Ansätze für die Leichenwagen für niedrig in Anbetracht des Preises, welcher z. B. für eine Begleitkutsche zu zahlen sei. Ihm in letzter Zeit zu Gesicht gekommene Rechnungen über als einfach bezeichnete Beerdigungen bewiesen, daß dabei an ganz anderen Sachen hätte gespart werden können, als an den Leichenwagen. Der Antrag der FrtedhofScommission, dem Gesuch der beiden Vereine zur Zeit keine Folge zu geben, wird angenommen.

Nach Fertigstellung der neuen Kliniken ist der Stadt das Mitbenutzungrecht der DeSinfectionsanstalt einge­räumt worden. In dieselbe können Gegenstände, welche mit an ansteckenden Krankheiten Leidenden oder Gestorbenen in Berührung gekommen, gebracht werden. ES wurde aber schon bei den Verhandlungen mit der Großh. Direction der neuen Kliniken für nöthig erachtet, daß derDeSinfection beweglicher Sachen eine DeSinfection der Wohnungen folgen müsse. Herr Dr. Ploch erstattet in heutiger Sitzung das Referat über die Art und Weise, wie die DeSinfection von Wohnungen durchführbar ist. ES wird nach längerer Berathung beschlossen, das sehr ausführliche Referat deS Herrn Dr. Ploch den ein­zelnen Mitgliedern der Stadtverorbneten-Versammlung im Umdruck zuzustellen, um in einer späteren Versammlung Be­schluß zu fassen. Jedoch erklärte sich die Versammlung inso­weit mit dem Inhalte des Referats einverstanden, daß in­zwischen Umschau nach zu DeSinfectioren geeigneten Per­sonen gehalten, auch Verhandlungen über den Ankauf von TranSportwagenS, über Anlage eines Schuppens u. s. w. eingeleitet werden können.

Herr Peter Leppla ist für sein Restaurant in einem der Stein & Mayer'schen Häuser am SelterSweg um die Erlaubniß zum Ausschank von Cognac und Liqucuren einge­kommen. Die von Großh. Polizeiamt verneinte Bedürfniß- fragc wird von der Versammlung bejaht.

Weiter wird die Bedürfnißfrage bejaht bezüglich des Gesuchs des Herrn Anton Freese um Conzession zum WirthschaftSbetrieb im Hause Asterweg 12, sowie bezüglich des Gesuches der Firma A. & G. Wallenfels um Erlaub­niß zum Verkauf von Branntwein über die Straße.

Nachdem in der vorigen Sitzung wegen des Gesuchs des Metzgers Kraft um Erlaubniß zum Ausschank von Branntwein im Hause Wetzsteingasse 42 beschlossen worden, entgegen den aus Verneinung der Bedürfnißfrage lautenden Polizeibeschluß die Bedürfnißfrage zu bejahen, hat Großh. KreiSamt Gießen Bericht über die für das Bedürfniß sprechenden Gründe eingefordert. Nach nochmaliger Vernehmung derjenigen EommissionSmitglieder, welche von vornherein für die Be- iohung der Bedürfnißfrage gestimmt, haben diese erklärt, daß d,e in dem Bericht Großh. Polizeiamts als in nächster Nähe liegend bezeichneten neun Wirtschaften doch ziemlich entfernt lägen, und in der Verlängerung der Wetzsteingasse sich über­haupt keine Wirtschaft befinde. Die Verfammluug ist mit dieser Begründung einverstanden.

Herr Löb er fragt an, ob der wegen der Gemarkung» sperre in Lang-GönS ausfallende dernnächstige Bieh-Markt nicht in Gießen abgehalten werden könne. Herr Oberbürgermeister Gnauth bemerkt darauf, daß ein diesbezüglicher Antrag mehrerer Interessenten von diesen nach Darlegung deS Sach­verhalts zurückgezogen worden sei. Einer Verwehrung der Märkte in Gießen ständen auch die vorgesetzten Behörden ent­

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gegen. Auch liege die Möglichkeit vor, daß bis zu dem für den Markt in Lang-GönS festgesetzten Termin die Gemarkung-- sperre aufgehoben und der Markt dort noch abgehalten wer­den könne. Persönlich wollte er vermieden wissen, daß daS Bestreben auf Heranziehung von Nachbarmärkten nach Gießen in den betreffenden Gemeinden nach irgend einer Richtung hin mißdeutet werde; er stehe besonders Lang - GönS gegen­über auf diesem Standpunkt, da diese Gemeinde jährlich nur einen Markt habe.

Hamburg. 10. Mai. Heute erfolgte im Eentralschlacht- hof die Verhaftung von neun rheinischen Vieh­händlern, die verdächtig sind deS Betruges und der Be­stechung der verhafteten Eisenbahnschaffner (bis jetzt 26), die ihnen gegen Trinkgelder die GratiSfahrt gestatteten. Bet den Viehhändlern wurden 60 000 Mark gefundene Gelder in Gerichtsgewahrsam genommen.

* Saarbrücken. 12. Mai. DaS große Laos der Kgl. preußischen Klaffenlotterie im Betrage von 600,000 Mk. ist in die hiesige Eollecte des Kaufmanns Herrn Müller gefallen. In den Gewinn mit je einem Viertel theilen sich zwei hiesige Einwohner, die ohnehin schon mit GlückSgüteru gesegnet sind; die übrige Hälfte wurde von einer Spielgesellschaft von 17 Personen, durchweg kleinere Leute, theils hier, theilS m St. Johann wohnhaft, gespielt.

Auszug aus den Kircfccnbiicbrrn

der Stadt Gießen.

Evangelische Gemeinde.

GetramU.

Matthöu»gemeinde.

Dm 6. Mat. Friedrich Schimkat, Feinschmied Ui Remscheid, und Katharine Elisabeth Helene Lärm, Tochter des ottfletbcnre Schuhmachers Emil Bärm in Gießen

Den 10. Mai Johann Theodor Marlin Karl Ohr, Locomotlm heizer in Gießen, und Äuguttc Karoline Margarethe Flett, Tochter des Locomotioführer» Moritz Flett in Gießen.

die Qonbibatenfrage, über welche man in der heutige» Verrammlung nicht schlüssig werden konnte und zunächst nur eine Commission wählte, welche einen Candidaten ausfindig matten soll. Mit Ausnahme von den Socialdemokraten, die natürlich an ihrem bisherigen Vertreter Jöst festhalten, ist die (Sanbibatenfroge übrigens fämmtlidjer hier dieses Mal auf dem Plan erscheinender Parteien ein sehr heikler Punkt, indem keine Partei bis jetzt im Stande ist, einen Candidaten zu präfentiren und hie und da als Candidaten genannte Personen sich beeilen, dies zu widerrufen. Heute Morgen wurde im Rhein hier die Leiche des in Caste! ftationirten Assistenten der Nassauischen StaatSbahn, De tlo f f, gelinbet, Detloff hatte vor zehn Tagen Urlaub genommen und war seitdem spurlos verschwunden. Zurückgelaffene Briese deuten auf einen Selbstmord hin.

Worms, 11. Mai. Bon der nationalliberalen Partei deS hiesigen Wahlkreises wird ein Theil den seit­herigen Abgeordneten v. Marquardsen wieder aufstellen, während der andere, mehr rechts stehende Theil nichts mehr von dem Genannten wiffen will und den Freiherm v. H e y l als Candidaten aufzustellen gedenkt, der den bündlerisch ge­sinnten Landwirthen besonders genehm fein soll. Definitive Entscheidung über die Candidatenfrage soll erst am nächsten Sonntag erfolgen.

CocaUs uttb provinzielles.

Gießen. 13. Mai 1893.

Neues Theater. Der außerordentliche Erfolg, den das Stück .,H e i m a t h" hatte und der Werth desselben veranlaßt die Direction, heute eine Wie der h olung desselben folgen zu laffen. Morgen Sonntag wird LortzingS Oper Der Waffenschmied- gegeben. Die beliebte Oper des reichtalentirten CompositeurS wurde zum ersten Male im Jahre 1846 in Wien aufgeführt und hat seit ihrem Sr- scheinen die Runde über alle Opernbühnen Oesterreichs und Deutschlands gemacht. DaS volkSthümliche Libretto, die heiteren und doch auch tiefsinnigen Melodien fanden allerorts dankbare Hörer. Einer Nummer der OperAuch ich war ein Jüngling mit lockigem Haar" begegnen wir in vielen Volksliederbüchern, ein Zeugniß dafür, wie sehr dieselbe zum Herzen spricht. Wie wir unterrichtet sind, haben zwei Mitglieder, die Damen Frl. Kronegold und Frl. Ziemann Montags ihren Benefiz abend. Zur Auf- führung gelangt die komische OperetteDichter und Bauer" von Suppe. Der Name des Componisten besagt genügend, daß die höchst verdienstvollen Beneficiantinnen eine glückliche Wahl getroffen haben.

Zur ReichStagSwahl. Wie derReichsherold" meldet, ist von Seiten der Antisemitischen Partei an Stelle Pickenbachs der Landwirth PH. Köhler-Lugge in Bettenhausen als Candidat für den Reichstagswahlkreis Gießen - Grünberg ausgestellt.

* * Am 10. b. M. hielt der Marine -Berein Gießen im Zweiten Vereinsjahre die erste außerordentliche General­versammlung ab. Unter der vorzüglichen Leitung deS seit- herigen Präsidenten Herrn Bischoff hat sich der junge Verein sehr schön entwickelt und wird daS frühe Scheiden desselben infolge seiner Versetzung von jedem Mitgliede lebhaft bedauert. In den neuen Vorstand wurden gewählt die Herren L. Kaiser, Vorsitzender, K. Ohr, Schriftführer und G. Hcb- ftreit, Cassirer. Der erste Samstag Abend im Monat wurde als Vereinsabend festgesetzt.

* * Wir machen die jungen Damen von Gießen und Umgebung darauf aufmerksam, daß in der Aliceschule nach Pfingsten wieder ein neuer Kochcurs beginnt, in welchem i das Kirschen-Einmachen in den verschiedensten Formen gelehrt wird. (Siehe die Annonce).

* * Ein übel beleumundeter junger Mensch von hier wurde gestern Nachmittag dabei ertappt, als er in den Eich- gärten ein Gartenyäuschen erbrochen und daraus verschiedene Gegenstände entwendet hatte. Er wurde verhaftet.

- tt. Lollar, 12. Mai. In die hiesige Pfennigspar- I kasse wurden im verflossenen Jahre 4595,25 Mark (gegen 4409,70 Mark in 1891) eingelegt und zurückgenommen I 4265,10 Mark (gegen 3786,57 Mark in 1891). DaS Ver­mögen der Kasse beträgt 25,066.07 Mk. (gegen 23,814.56 Mk. I im Vorjahre). Dem Reservefond konnten 345,47 Mk. zuge- I führt werden und beläuft sich derselbe jetzt auf 857,83 Mark. I

- R. Bettenhausen, 12. Mai. In hiesiger Gemeinde I wurden für die Abgebrannten in Zell 45 Körbe Kar- I toffeln und 26 Liter Korn gezeichnet.

- ck. Zell (bei Alsfeld), 12. Mai. Erst nachträglich ist I bekannt geworden, daß bet dem großen Brandunglück I dahier ein kleines Kind in größter Lebensgefahr schwebte, I aus der eS ein beherzter Mann gerettet. Man hatte beim I Beginn deS Brandes das kleine Wesen in ein entfernt stehendes I Haus getragen. Aber auch in dieses HauS wurde die Brand- I fackel geschleudert. Schon stand dasselbe in Flammen, da I fragte man nach dem Kinde. Muthig drang ein Mann I durch Qualm und Rauch und reitete das Kind im Augenblick I der höchsten Gefahr. Daß so vieles Rindvieh verbrannte, I lag daran, daß dasselbe auf eine Wiese in nächster Nähe I der Brandstättte in aller Eile gejagt worden war. Von I hier auS stürzten nun eine Anzahl ihren bereits vom Feuer I ergriffenen Ställen zu. Durch den Rauch, Qualm und die I Hitze war eS nicht mehr möglich, eS zurückzutreiben. Ein I wild gewordener Bulle drang hierbei auf die Leute ein und I bedrohte sie. Nur nach großer Mühe konnte er gebändigt I werden. Durch den herrschenden Futtermangel, der ! mit jedem Tag der anhaltenden Trockenung peinlicher wird, I ist eS den Freunden und verwandten der Abgebrannten un- | möglich, das übernommene Vieh derselben durchzubringen. I Infolge dessen fand vorgestern eine Versteigerung von 40 bis I 50 Stück Rindvieh und zwei Fohlen statt.

Darmstadt, 12. Mai. Der ordentliche Profeffor der I Baukunst an der Technischen Hochschule, Herr A. SimonS, I feierte am 9. Mai seinen 70jährigen Geburtstag in voller I Rüstigkeit. NamenS des Professoren-CollegiumS überbrachte I Herr Director Professor Dr. Henneberg die herrlichsten Glück- I wünsche der Technischen Hochschule.

Mai uz, 13. Mai. In einer heute Vormittag ftatfr I gehabten Vertrauensmänner - Versammlung der! Nationalltberalen auS dem Wahlkreis Mainz-Oppenheim wurde I beschlossen, selbstständig in den Wahlkampf einzutreten. Durch I diesen Beschluß findet die von verschiedenen Blättern ver­breitete Nachricht, die Nationalliberalen hätten mit den Deutsch- freisinnigen und den Mitgliedern der CentrumSpartei einen Compromiß gegen die Socialdemokraten vereinbart, officielle Widerlegung. Große Schwierigkeit bereitet den Nationalliberalen

Atztzsztztg auf den

der Stadt Siefcau «nf-ebote.

Mai: 12. Peter Wöll, Gastwirth zu Wallau, mit Thekla Alwine Bem» daselbst.

»dekchließ««gen.

Mai: 6. Friedrich Schlmkat, Fetnschrnied zu Remscheid, mit Katharine Elisabeth Helene Bärm hierselbst. 7. Gori Richard Schlägel, Schriftsetzer' zu Aschaffenburg, mit Karoline Eltsalxthe Hilgärtner, geb. Krell, Wittwe von Küfer Johannes Hilgärlner dahier. 9. Kaspar Karl Eugen ASprion, Brauereibesttzer dahier, mit Auguste i Karoline Susanns Plank hierselbst. 10. Johann Theodor Marien Earl Ohr, Locomotioheizer bei der Main-Wese, Bohn dahier, mit 1 Auguste Caroline Margarethe Flett hier selbst.

Getzorema.

Aprll: 29. Dem Schwimmlehrer Andrea» Rödel eine Tochter. Mai: 2. Dem Maurer Andrea» Krug ein Sohn 3. Dem Dknli mann Heinrich Kaipf ein Sohn. 3. Dem vicefeldwebel Philipp Berntheufel eine Tochter. 4. Dem Gymnasiallehrer l)e. GeoraClemm ein Sohn, Ludwig Wilhelm Friedrich Han» Karl. 4. Dem Schlosser Emil Müller ein Sohn, Emil. 5. Dem Uhrmacher Heinrich Zimmer ein Sohn, Heinrich Earl. 5. Dem fcilflbremler bei der' Main- Weser-Bahn Ernst Heine eine Tochter, Johanna Marie Luise Karoline Wilhelmine. 5. Dem Fuhrmann Peter Trech»ler ein Sohn. 6. Dem Locomotioheizer bei der Main-Weser Bahn Christian Marx eine Tochter, Luise Karoline Elise. 6. Dem Schreinermeister Hermann Koch eine Tochter. 8. Dem HUs»heizer bei der Maln-Weser-Bajm Heinrich Gering ein Sohn. 9. Dem UnioerfitSt»-Prosessor Dr. Reinhard Frank eine Tochter. 10. Dem Schlosser Ludwig Horn ein Sohn Wilhelm Heinrich. 10. Dem Taglöhner Heinrich Rau ein Sohn, Heinrich. 10. Dem Bierbrauer Anton Schmitt ein Sohn, Ludwig Eugen. 11. Dem Forstassessor Ludwig Block ein Sohn.

«eflorbene.

Mai: 6. Georg Friedrich Reiber, 10 Monate alt, Sohu von Möbelfabrikant Georg Reiber dahier. 6. Katharine Schneider, 7 Jahre alt, Tochter von Schäfer Konrad Schneider zu Annerod. 6 Friedrich Hofmann, 36 Jahre alt, Ackertzmann von Kinzenbach. 6. Elisadetde Krick, 60 Jahre alt, von Leihgestern. 7. Marie Bierau, geb. Seibold, 24 Jahre alt, Ehestau von locomotioheizer Loui» Bierau dahier. 7. Ludwig Muth, 2 Jahre alt, Sohn von Fuhrmann Philipp Muth dahier. 7. Ludwig Köhlinger, 67 Jahre alt, Fuhrmann dahier. 9. Balthaser Bechtold, 92 Jahre alt, Landwirth von LaunSbach. 11. Wilhelm Scheich, 12 Jahre alt, Sohn von Maler Wilhelm Scheich dahier. 12. Hermann Loo», 1 Jahr alt, Sohn von Schneider Heinrich Loos dahier. 12. Johanna Möller, 43 Jahre alt, Schäfer von Rudlo», Krei» Lauterbach 12. Georg Haa», 37 Jahre alt, Landwirth von Gedern, Krei» Schotten. 12. Ottmar Heinrich Ernst Köhler, 10 Jahre alt, Sohn be» verstorbenen Kaufmann» Ottmar Köhstr^hier. 12. Heinrich «bei, 33 Jahre alt, Fabrikarbeiter van

Verkehr, Ccmb* unb Volkswirth-chaft.

Gieße«, 13. Mai Marktbericht. Aut dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Psd X 1,101,20, Hühnereier per Stück - A. 2 Stück 9-11 ch, Käse pr. 6t. 6-8 4, Käsematte Pt. St. 3 A. Erbsen pr. Liter 18 ch, Linsen pr. Liter 28 ch tauben pr. Paar X 0,700,90, Hühner pr. Stück X 1,10-1 50, Hahnen pr. 6t X 1,70-2,00, Enten pr. St X 1,80 bi» 2,00, Ochsenstessch pr. «fb 68-72 ch, Kuh- und Rindfleisch pr. Md. 6056 A, Schweine- ffeifch pr. Pfd. 60-70 A. Kalbfleisch pr. Md. 50-56 A. Hammel- lleisch pr. Psd. 40 -70 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo 3,504,50 X. Weißkraut pr. Stück 5-12 A. Zwiebeln pr. Eentner 14,0016.00 X. Milch rn. öfter 1218 A, Enteneier pr. St. 10-11 A. Gänseeier 1012 A«