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14.5.1893 Erstes Blatt
 
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Die bei Abhaltung des diesjährigen Schützenfestes erforderlich wer­denden Zimmerarbeiten, veran­schlagt zu 736 u4L, sollen in öffent­licher Submission vergeben werden.

Schriftliche Offerten werden zur gefl. Abgabe bis zum 20. d. M., Vormittags 11 Uhr, auf dem Bureau des Herrn Architecten L. Seuling dahier, woselbst auch Voranschlag, Bedingungen und Pläne zur Einsicht der Jntereffenten offen liegen, erbeten.

Gießen, den 12. Mai 1893.

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Eintrag im Handelsregister ist folgt..

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_ MarkuSgemetnbe.

Den 9. Mat. Braueretbesitzer KaSpar Karl Eugen Asprion zu Stehen, und Susanne Karoltne Plank, Tochter des Gerbermetsters Franz Plank zu Gießen.

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Den 7- Mat. Earl Richard Schlägel, Schriftsetzer zu Aschaffen- burg, und Caroline Elisabethe Hilgärtner, geb. Krell, Wtttwe deS Küfers Johanne« HllgLrtner zu Gießen.

Getaufte.

_ _ MatthLuSgemeinde.

, Dem FlaschmbterhLndler Christoph GanS ein

Sohn, Otto Philipp Heinrich, geboren den 3. April.

Den 8. Mai. Dem Locomotioheizer LouiS Bierau eine Tochter, Katharine Wilhelmine, geboren den 27. April.

Denselben. Dem Schuhmacher Wilhelm Strack ein Sohn, Karl Ludwig, geboren den 6. März.

MarkuSgemeinde.

Den 7. Mai. Dem Glasermeister Georg Hofmann eine Tochter, Elisabeth Philipptne Christiane, geboren den 26. Februar.

Denselben. Dem Schreiner Benedict Steine! ein Sohn, Heinrich Emil Martin, geboren den 4. April.

Denselben. Dem Küfer Wilhelm Kohlermann eine Tochter, Minna Margarethe Anna Elisabethe Emma Philipptne, geboren den 15. März.

Lukasgemeinde.

Den 7. Mai. Dem Ober-Postasststent Karl Gottlieb Schneider eine Iachter, Dorothea, geboren den 11. April.

Den 11. Mai. Dem Professor Dr. Wilhelm Sievers eine Tochter, Lydia Martha Marie Else, geboren den 26. October 1992.

JohanneSgemetnde.

Den 7. Mai. Dem Taglöhner Johannes Gilbert eine Tochter, Elisabethe, geboren den 10. April.

VaardigtO.

Matthäus gemeinde.

Den 8. Mai. Marie Bierau, geb.Seybold, Ehefrau desLoco- mottoheizerS Louis Bierau, alt 24 Jahre, gestorben den 7. Mai.

Den 9. Mai. Ludwig Köhlinger, Fuhrmann, alt 67 Jahre, gestorben dm 7. Mai.

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fb,rF.,n 9cr 9(cu^er Z"t noch mit schweren Koffern durch di-, selben Thuren. Kurzum, wer sich dieses Chaos ansieht, muß sich sagen daß eS ganz unglaublich ist, wie man dem Publikum eine solche Be- !gÜI9to9 ,?/eten ran£J°?ne überhaupt davon zu reden, daß man während fünf Minuten vor Abfahrt des Zuges gereifte, für das reisende Prrbli nun vorhandene Localitäten gar nicht einmal aufsuchen kann), und ben lemgen Re,senden doppelt trifft, dessen Gepäck der Dienstmann nicht auf einmal durch das Gedränge bei den engen Thürcn befördern kann, da er genothlgt ift, für denselben so viele PerronbilletS ,u lösen, al6 dieser n;n£ ausgehen muß. Daß es sich hierbei, als Hauptzweck, nur um die Mehremnahmen durch Losen der Perronbilleie handelt, ist kaum zu be zweifeln, da fönst kein Grund einzusehen wäre, welcher eine solche Maß regel rechtfertigen könnte. Hoffentlich wird es nur dieser Anregung bebürfen, um diesen Zustand, welchen die Bahnvenvaltung doch selbst als unhaltbar anerkennen muß, wieder zu beseitigen.

Anm. d. Red. Auch wir halten aus eigener Erfahrung die Ein­führung der PerronbilletS für unseren Bahnhof auf die Dauer nicht ftic yOlibar. Wir geben gerne zu, daß der Bahnhof von nichtreisendem, sog. neugierigem Publikum zu sehr ftequentirt wurde, aber eine etwas strammere Dienstanweisung für bad am Bahnhof amtirenbe Polizei^Per fonat hatte wohl genügt, bxefen neugierigen Anbrang zu mäßigen. So wie eben kann ber Zustanb nicht weiter bauern.

Eingesandt.

. Kietzen, 13. Mai 1893.

_ ,r.*u' Jerm h'esigen Mam-Weser-Bahnhofe ist eine für bas reifenbe Publckum sehr beläftigenbe Einrichtung getroffen worben, so baß es wohl angebracht ist, bieselbe einer öffentlichen Besprechung zu unter Ahen. Es besteht biefe Einrichtung, wie schon allgemein bekannt sein bürste, in bet Maßregel, baß ber Perron des Bahnhofes von Niemand betreten werden darf, welcher nicht im Besitze eines Fahr- oder Perron- blllets tfl. Auf Bahnhöfen, welche sich, bedingt durch ihre bauliche Einnchtung zur Ausführung solcher Maßregeln eignen, mag diese Bc- ftimmung roernger lästig unb auf bie Dauer haltbar sein, auf dem Mam-Weser-Bahnhofe ber Station Gießen ist sie aber absolut unaus- 'ühroar was sich bald ergeben wird, denn ernstliche Unannehmlichkeiten mit und unter dem reisendem Publikum selbst können nicht ausbleiben. Seyen rott uns den Bahnhof nur an; Es werden bei Ankunft unb Abgang ber Zuge je ein Flügel bet beiben Wartesaalthüren geöffnet sowie bet Mittelgang mit einer Thüre, welche ebenfalls nicht bie Breite bat baß sie eine Person mit nur wenig Hanbgepäck ohne Schwietig- keiten passieren kann. Nicht aus einer Richtung drängt nun'bas reisende Publikum, sondern das ankommende und abreifenbe Publikum begegnet fid), wie zwei entgegengesetzte Strömungen unb wirb an ben schmalen Thüren burch Vorzeigung ber Billete, welche in ben Taschen unb Portemonnaies bet Reisenben sich befinben, aufgehalten. Der Rei- senbe ist babutch genöthigt, sein Gepäck felbftrebenb abzustellen unb bas »ulet zu suchen tesp. votzuzeigen. Niemanb kann vor- noch rückwärts

es ist Eile nöthig, ba bie Abfahrtszeit hetantückt babei wollen

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Lich, den 10. Mai 1893.

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