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14.1.1893 Erstes Blatt
 
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1893.

Gr Gnauth, die Herren g, von Seiten der Stadt- Brück, Emmelius, fsaber, >üch, hetz, hehtigenstedt, Pioch.vr. Scharr, Schert, lensrlS.

vorn 10. November 1886 beordnung für das Gebiet dingungen festgesetzt worden, mWirthschastsbetieb t worden ist, daß für Städte adere Onsstatuten erlassen :em6tr desselben Jahre- die schlossen, von Erlaß eine« . Heber bie yx br des Heern Oberbürger- xchwe^e nicht vor. Die nach nn Wirthsichaftö-Concession, !>ie Person des Nachsnchendm andem vorcnthalten werden ersammlung nur insoweit an, n Ausschank von Branntwein dlverordneten-Beriammtunj Bedürsniß zum Ausschank achtet, wenn die Erlaubnis ml überhaupt ertheilt wurde, e und der Sladlverordneten- aensätze haben das Kreisamt n Erlaß eines OrisstatutS nsechtlich b;r Beantwortung Mk °°° 8»*^ Sid)«nt=$t«d)ti9un9jl» ieTioQl. Kreisamt halt ein Saudi aus dem Grunde a9t*t d» wW" hnrcn Lirthsstandks unmofl S-SS «9* "Kbtidi eredlttti,

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fandet, da das projectirte Haus nicht den Anforderungen entspricht, welche der § 28 des Ortsbaustatuts in Bezug auf gefälliges Aeußere stellt.

Die Entscheidung über die folgenden Punkte 49 der Tages­ordnung wurde von Herrn Oberbürgermeister Gnauth als t u Einfluß auf die Feststellung des Voranschlags für 1893/94 bezeichnet, weil die hier vorgesehenen öffentlichen Arbeiten innerhalb dieses Voranschlags zur Ausführung kommen sollen. Danach wiro zunächst bezüglich des Ausbaues der L u dwig sftr a ße beschlossen, vor den Häusern Nr. 2731 I und 37 bis 41 erhöhte gepflasterte Trottoirs herzustellen. | Bezüglich der Erhöhung weiterer städtischer Trot- k toirs berichtet Herr Oberbürgermeister Gnauth, daß, soweit eine theilweise Trottoirherstellung auf Grund früherer Credite I richt bereits ausgeführt oder noch in Ausführung begriffen sei, I zunächst m Vorschlag gebracht seien: 1) die Westanlage önf ihrer Nordseite vom Octroihäuschen an bis zum Koch'schen i Besitzung mit geplastertem Trottoir/ 2) die Wi lhelmstraße , auf ihrer Südseite entlang der Gail'schen re. Besitzungen mit Kiestrottoir und Wangensteinen an Stelle des früher ge­planten gepflasterten Trottoirs/ 3) der Seltersweg von d.r Fronkfurterftraße bis zur Löwengasse mit Asphalttrottoir/ 1, die S ch u l st r a ß e mit Asphalt« bzw. Mosaiktrottoirs und einer Baumpflanzung an der Nordseite. Die Kosten sind veranschlagt zu 1) auf 1150 Mk., zu 2) auf 3600 Mk. für gepflastertes, auf 2400 Mk. für Kiestrottoirs mit Schlackenunterlage, zu auf 12000Mk., zu 4) auf 9800 Mk. Danach einem bei Ge- icgenheit der Berathung des Planes für die Erhöhung städtischer Trottoirs gefaßten Beschlüsse jährlich dafür 13 000 Mk. vorgesehen werden sollen, so würde unter Berücksichtigung der von den Anliegern laut Ortsbaustatut zurückzuerstattenden v stenantheile, von denen nur die Anwohner der Schulstraße befreit blieben, dieser Betrag immer noch erheblich über­schritten werden, und hatte sich deshalb die Versammlung darüber schlüssig zu machen, welche der hier bezeichneten Straßenstrecken bezüglich ihrer Trottoirherstellung nochmals zurückzustellen wären. Bezüglich der Sch ul st raße theilt Herr Oberbürgermeister Gnauth mit, daß beabsichtigt sei, dieselbe infolge ihrer großen Breite mit so breiten Trottoirs zu versehen, daß eine Fahrbahn von 7J/2 Metern, die das Ausweichen dreier Wege gestatte, verbleibe. Dadurch werde, besonders auf der mit sehr breitem Trottoir zu versehenden Nordseite, die Möglichkeit gegeben, an Markttagen den Obst- Handel auf die Trottoirs zu verlegen und Käufer wie Ver­bi ufrr vor Belästigungen durch Fuhrwerke zu beschützen. Durch die Anpflanzung von Bäumen auf der Nordseite, von der Sonnenstraße (Kellers Garten) bis an Alexander Mayers Haus würde diese den Sonnenstrahlen stark ausgesetzte Seite ge­schützt. Herr Petri ist dafür, daß die Schul- siraße (über deren Herstellung auch in der Baudeputation Slimmeneinheit nicht erzielt wurde) für das folgende Jahr znrückgestellt werden könne, nicht nur wegen der Kosten, sondern auch wegen Berücksichtigung des Umstandes, daß mit der Trottoirherstellung gleichzeitig eine Neupflasterung der Fahrbahn, die ebenso mißständig wie das Trottoir sei, uoc genommen werden müsse, was erhebliche Kosten verursache. Was den Obsthandel betreffe, so seien für denselben ja die Marktlcuiben vorgesehen. Herr Wa llen fells bemerkt, daß gerade die infolge des großen Personenverkehrs zur Post stark begangene Schulstraße einer Verbesserung dringend bedürfe, denn die Mißstände bezüglich des Trottoirs seien groß; was die Wilhelmstraße betreffe, so sei er dafür, daß dieselbe gleich gepflasterte Trotoirs erhalte anstatt Kiestrottoirs, damit doppelte Kosten vermieden würden. Herr Or. Ploch bezeichnet den Zustand der Schulstraße als schlecht, besonders an der Post, es fei zu verwundern, daß daselbst nicht schon . Unfälle vorgekommen seien, für welche die Stadt in höherem Betrage aufzukvmmen habe, als die Zinsen der Anlagekosten - .Qii5mad)ten; die Obstverkäufer könnten deshalb nicht in die x Marktlauben verwiesen werden, weil diese wohl an ständige Marktbesucher vermiethet würden. Man solle zu Gunsten der ' Schulstraße lieber die Wilhelmstraße, die noch gut passirbar Iiei, zurückstellkn. Herr Sch e el bezeichnet den Zustand der Schul- sik aße nicht nur als gefährlich, sondern auch in höchstem Grade häßlich; eher solle mau den SelterSweg noch um ein Jahr zurück- stellen, auch er wünsche an Stelle des Kiestrottoirs in der Wil­helmstraße gleich gepflastertes Trottoir. Herr Beigeordneter Georgi bittet die vorgesehenen 13,000 Mk. nicht zu über­schreiten/ welche Straße zuerst hergestellt werden sollte, wolle er sirr nicht erörtern. Herr Oberbürgermeister Gnauth be- I merkte, daß für die Herstellung des Sxltersweges nicht nur dessen große Frequenz, sondern auch gewissermaßen sog. R, präsentationspflichten sprächen, weil nach dem Zustande der Straßen an den Stadteingängen von Seiten der Fremden auf den Straßenzustand der ganzen Stadt geschlossen werde. Durch Anbau neuer Häuser, Errichtung von Läden u. s. w. habe der Seltersweg das Ansehen einer Geschäftsstraße erhalten, welchem Umstande man Rechnung tragen müsse. Herr Heyligcnstaedt wünscht ebenfalls, daß der Credit nicht überschritten werde, da ja auch bezüglich anderer als noth- wendig bezeichneter Arbeiten Summen abgesetzt würden. So gefährlich wie sie bezeichnet, sei die Schulstraße noch nicht, weshalb dieser Posten noch zurückgestellt werden könne. Die Herstellung des Selterswegs sei dagegen nöthig/ was die Wilhelmstraße betreffe, so könne er Kiestrottoir nicht empfehlen, man solle entweder Trottoirpflaster anlegen oder auch diese Straße zurückstellen, sofern nicht durch eine einfache ^iesüberschüttung eine vorläufige Verbesserung zu erreichen sei. Herr Grünewald spricht sich, nachdem ihm ans seine An- irage, wie hoch sich die Kosten nach Zurückstellung der Wilhelmstraße stellen würden, mitgetheilt worden, daß ca. 18,000 Mk. erforderlich seien, dafür aus, daß der Selters- ivkg mit erhöhtem Trottoir versehen werde/ auch er ist dafür, tnß die Wilhelmstraße noch zurückgestellt wird. Herr Schmoll möchte zwar, daß der Voranschlag sich in dem Rah- . öi rn bewege, innerhalb welchem eine Erhöhung der Communal- iicuer vermieden werde, wenn aber die Schulstraße verbeffcrt .würde, so sei er in Bezug auf die Kosten nicht so ängstlich,

denn diese Straße sei in hohem Grade verbesserungsbedürftig, nur frage es sich, ob durch die Trottoirherstellung u. s. w. nicht eine Veränderung an der Gasleitung und an den Kanälen nothwendig würde/ auch sei er der Ansicht, daß die Wilhelm straße noch zurückgestellt werden könne. Herr Oberbürger­meister Gnauth bemerkt bezüglich der Gasleitung in der Schulstraße, daß allerdings eine Umlegung der Rohre nöthig werde, dieselben lägen erstens nicht in der richtigen Tiefe und zweitens seien neue Rohre wegen der zu geringen Lichtstärke der vorhandenen nöthig. Der Umbau des Stadt­baches fei ebenfalls in Berücksichtigung gezogen. Bei der nun folgenden Abstimmung wird beschlossen, die Wilhelmstraße für diesmal noch zurückzustellen, dagegen sollen der Selters­weg und die Schulstraße in der beantragten Art durch Er­höhung der beiderseitigen Trottoirs verbessert werden.

Für Anbringung von 12 bis 15 Wegweisern nach den Bahnhöfen in verschiedenen Stadttheilen werden die Kosten bewilligt.

Nachdem durch Anbringen von Plakattafeln in ver­schiedenen Stadttheilen den Mißständen, welche durch das Be­kleben an öffentlichen und Privatgebäuden entstanden, in der Hauptsache abgeholfen, ist man der Aufstellung von Plakat' sänken näher getreten und hat die Baudeputation die Auf­stellung solcher Säulen vorläufig für folgende fünf Stellen beantragt: Eingang der Dammstraße in die Nordanlage, Markt­platz, Seltersthor, Platz vor dem Hotel Kühne am Bahnhof, Kreuzung der Senckenbergstraße bezw. Moltkestraße mit der Wiesenstraße und Ostanlage. Es wird dem Anträge gemäß beschl-ossen, die Kosten mit 200 Mk. für jede Säule in das nächste Budget einzustellen.

Dem Männer-Turnverein soll auf Ansuchen die Turnhalle der Realschule auf einige Wochenabende behufs Abhaltung von Stab- re. Hebungen überlassen werden, vorbehältlich der Festsetzung einer Entschädigung nach Ablauf der Gebrauchszeit.

Aus dem der Versammlung vorgelegten und in seinen einzelnen Positionen berathenen Voranschlag des Gas- unb Wasserwerkes für 1893/94 sei mitgetheilt, daß der Erlös aus Gas mit Mk. 136,678., aus Cokes mit Mk. 36,335., aus Theer mit Mk. 3928. angenommen wurde. An Einnahmen für Gaseinrichtungen sind 12,000 Mk. vorgesehen. An ordentlichen Einnahmen sind vorgesehen ins- gesammt Mk. 192,700., an außerordentlichen, zum Theil durch Capitalaufnahme zu erreichenden Mk. 75,930.. Unter den mit insgesamrnt Mk. 268,630. eingestellten Aus­gaben sind 20,000 Mk. an die Stadtkasse abzuliefernder Ueberschuß vorgesehen, 58,900 Mk. für Beschaffung von Gas- kohlen u. s. w. Das Stadtrohrnetz soll, soweit die nach­stehend bezeichneten Straßen nicht schon theilweise in dasselbe einbezogen, ausgedehnt werden auf die Moltkestraße, Bleich­straße, Bismarckstraße, Göthestraße, Straße durch Steins Garten, Stephanstraße, Schottstraße, Markthallestraße, Weser­straße, Löberstraße, Verbindungsstraße zwischen Frankfurter­straße und den Bahnhöfen. Außerdem soll auf dem Kreuz eine weitere lichtstarke Laterne aufgestellt werden.

Für das Wasserwerk sind an ordentlichen Einnahmen vorgesehen 49,800 Mk., worunter 46,450 Mk. an Wasser­zins, die außerordentlichen Einnahmen betragen einschließlich einer Capitalaufnahme von 17,000 Mk. rd. 30,000 Mk. Dieser stehen die Ausgaben (ordentliche und außerordentliche) in gleichem Betrage (79,800 Mk.) gegenüber. Für Aus­dehnung des Rohrnetzes sind die gleichen Straßen vorgesehen, wie für die Gasleitung.

Locales unb KrovLrrzlelles.

Gießen, 13. Januar 1893.

Neues Theater. Eine sehr interessante Novität erlebt am nächsten Montag die erste Aufführung. Herr Direetor Reiners bereitet für diesen Tag eine in doppelter Hinsicht interessante Vorstellung, nämlich Werthers Jntriguenluftspiel Der russische Kriegsplan" vor. Die Aufführung wird schon darum hochinteressant werden, weil der von seinen früheren Gastspielen bekannte und sehr beliebte Königlich Württembergische Hofschauspieler Herr Wilhelm von Hoxar den Oberst Tschernilschew spielt, jenen überaus gewandten Diplomaten und Vertrauten Kaiser Alexanders von Rußland am Hofe Napoleons, von welchem Kaiser Wilhelm I. ge­legentlich einer Vorstellung dieses Werkes in Baden-Baden dem Verfasser mittheilte, daß er mit Tschernitschew in der Champagne selbst gekämpft habe, in Paris eingezogen sei und aus dessen Munde die Richtigkeit der Vorgänge imKriegs- plan" bestätigt erhalten habe. Herr Wilhelm von Hoxar hat die von ihm creirte Rolle gelegentlich aller seiner Gastspiel­reisen mit stets gleichem durchschlagenden Erfolge gespielt. Mit Meisterschaft zeichnet Herr von Hoxar in scharfen, geist­vollen Zügen den Charaeter des verschlagenen, intriguanten, verwegenen und heißblütigen Oberst Tschernitschew und hängt ihm dann mit unnachahmlicher Grazie das Mäntelchen des harmlosen, lebenslustigen Bonvivants um, sodaß eine Gestalt von ganz eigenartigem Reiz, von saseinirender Wirkung vor uns steht. Trefflich versteht es der Künstler dabei, dem Zu­schauer den wahren Charaeter, die wahren Absichten des ver­wegenen Vaterlandsretters zu enthüllen und doch die Wahr­scheinlichkeit der Täufchungsgabe und Verstellungskunst Tschernitschews voll zu bewahren. Von packender, hinreißender Wirkung sind die Momente, in denen das Temperament des kühnen Russen heimlich aufflammt, in denen er seinen ties- innersten Empfindungen halblaute Worte verleiht und in fieberheißer Leidenschaft seinen Gedanken freien Lauf läßt.

Seit einigen Tage fesselt ein neuer Sportartikel im Ladenerker des Herrn Kilbinger die Neugier und das Interesse des passirenden Publikums, es sind dies Schneeschuhe, welche neuerdings durch ihre praetische, zeitersparende, ge­sundheitsfördernde Verwendung in Deutschland sich überall Eingang verschaffen.

Warnung. Seit einigen Tagen treibt sich in der Gegend ein fremder Geschäftsmann umher, der an­

geblich für ein Hamburger Haus reist und ein schwarzblaues salzartiges Mineral unter dem NamenPetrolit" anbietet; dasselbe soll die Eigenschaft besitzen, die Lampen vor Explodiren zu ^schützen und einen geringeren Verbrauch des Petroleums zu ermöglichen; es scheint dies aber Schwindel zu sein und wird deshalb hiermit Jedermann gewarnt.

Verhaftet wurde gestern ein Bursche von Alleudorf a. Lda., der einem hiesigen Bierkutscher aus seiner Geldtasche ca. 29 Mark gesto hlen hatte.

Aus dem Justizdienst. Durch Verfügung Großherzog- lichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 11. Januar 1893 ist der Gerichtsasseffor Ludwig Str ein zu Darmstadt mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines R'chters bei dem Amtsgericht Fürth beauftragt worden. DieGerichtsaceessisten Eugen ® er la d) von Darmstadt, Karl Hahn von Worms, Wilhelm Koch von Gießen, Adam König von Pfeddersheim, Dr. Karl Ludwig Lindeck von Darm- stamdt, Wilhelm Müller von Worms, Berthold Rausch von Lauterbach, Hermann Schmidt von Gießen ]inb zu Gerichtsassessoren, und der Gerichtsaceessist Friedrich. Weicker von Gießen zum Regierungsassessor ernannt worden.

Mainz, 13. Januar. Bei gedrängter Besetzung der Zuhörergallerie kam in der gestrigen Stadtverordneten­versammlung eine Angelegenheit zum Abschluß, welche schon seit Wochen die hiesige Bevölkerung auf das Lebhafteste beschäftigt. Es erfolgte nämlich die Erstattung des Berichtes der von der Stadtverordnetenversammlung zur Untersuchung der von dem soeialdemokratischen Stadtverordneten Dörr bezüglich unrechtmäßiger Vertheilung von Stiftungsgeldern gemachten Behauptungen bestellten Commission. Der von dem Stadtverordneten Wasserburg erstattete Bericht, dem 60 Zeugenvernehmungen zu Grunde liegen, war geradezu vernichtend für den Vertreter der Soeialdemokratie in dem hiesigen Stadtverordneteneollegium, denn seine sämmtlichen Angaben erwiesen sich auf Grund der Zeugenaussagen von A bis Z als unhaltbares Gerede, das durch Neid und bös­willige Eingebung hervorgerufen ist. Die Commission hat sämmtliche angeführte Fälle auf das Gewissenhafteste unter­sucht und war das Ergebniß der Untersuchung theilweise ein derartiges, daß die Commission sich veranlaßt sah, öffentlich ihre Entrüstung über die Verbreitung solch übler Nachreden auszusprechen. Unter Anerkennung, daß der Stadtverordnete Dörr mit feinen Angaben im guten Glauben gehandelt, beantragt die Commission den Uebergang zur Tagesordnung, welcher Antrag nach einigen nnmotivirten Angriffen de« Herrn Dörr auf die Untersuchung^commission angenommen wurde.

Oppenheim, 11. Januar. Der Eisgang hat seit gestern vollständig aufgehört, doch ist zu erwarten, daß bis morgen neues Eis kommt, da die Kälte bei nordwestlichem Wind zu- genommen hat. Das Wasser ist bis 0,30 ra Oppenheimer Pegel zurückgegangen.

Vermischtes.

* Kastel, 12. Januar. Eine große Versammlung Arbeitsloser beschloß eine Resolution an die städtischen Behörden, in der um Arbeit gebeten wird.

* St. Ingbert, 12. Januar. Ein Theil der Martin'schen Pulverfabrik, wo geftrlft wurde, ist in Folge einer Explosion in die Luft gezogen. Zwei Arbeiter wurden schwer verletzt.

* Bacharach, 11. Januar. Das Eis steht hier fest/ feit heute ist der Uebergang über zwei hergestellte Bahnen möglich. Die Eisdecke gewährt einen ebenso großartigen An­blick wie vor zwei Jahren, wenn sie auch nicht so hoch auf- geschichtet ist, wie damals. Mit Besorgniß sehen die Be­wohner der untern Stadttheile dem Losbrechen des EtseS entgegen. Die Wasserbanverwaltung hat den Sicherheitsdienst schon feit einigen Tagen eingerichtet.

* Seraing, 10. Januar. Gestern Abend 9 Uhr wurde ein Dynamitanschlag auf das clericale Vereinshaus verübt. An diesem und den Nachbarhäusern sind sämmtliche Scheiben zertrümmert.

* Newyork, 10. Januar. Zwei Passagiere des Dampfers Normannia der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien- gesellschaft haben gegen letztere eine Klage wegen einer Ent­schädigung von je 10000 Dollars angestrengt, weil sie während der Cholera auf der Feuerinsel in Ouarantäne zurückbehalten worden seien. Sie behaupten, daß ihnen bei ihrer Einschiffung versichert worden, das Schiff würde Zwischen­deckreisende nicht befördern._______________

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Evangelische Gemeinde.

Gottesdienst.

2. Sonntag nach Epiphanias

In der Stadtkirche:

Vormittags 9>/> Uhr: Pfarrer Dingeldey.

Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Schlosser.

Militärgottesdienst Vormittags 11 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. _ , _..

Kinderkirche Nachmittags 2Vt Uhr: Pfarrer Schlosser.

Bibelstunde am Montag den 16. Januar, Abends 8 Uhr, in der Kleinkinderschule; Marcus Cap. 3, Vers 7: Jesus Aller Helfer; die Auswahl der Zwölfe. Pfarrer Dr. Naumann.

Am nächsten Sonntag, 22. Januar: Beichte und heilige« Abendmahl im AbendgotteSdienst.

Katholische Gemeinde.

Sonntag den 15. Januar. Fest des heiligsten Namens Jesu.

Samstag: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um VBllhr Gelegenheit zur hl. Beichte.

Sonntag: Vormittags von 6 Uhr an Gelegenheit zur bl Beichte; um 6 Uhr erste hl. Messe; um 7 Ubr Austheilung der hl. Communion; um 8 Uhr zweite hl. Messe; Militärgottesdienst uttt Predigt; um »/JO W Hochamt mit Prediat; Nachmittags um 2 Uhr Christenlehre; darauf sacramentalische Brüderschaftsandacht.