Ausgabe 
12.10.1893 Erstes Blatt
 
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KvostNotiz. August Junkermann, welcher sich ia zwei Welttheilen seinen Ruf als bester Reuter-Interpret begründet har, begeht im Laufe dieser Saison den Gedenktag seiner 40jährigen Bühnenthätigkeit. Als Reuter-Darsteller nab Vorleser hatte August Junkermann dreimal die bedeu- irndsten Städte der Union besucht und am 14. Februar 1893 n Chicago unter jubelndem Beifall zum 1000. Male seinen /Onkel Bräfig" gespielt, auch in Deutschland, Oesterreich- Ungarn, Holland, Rußland, Belgien und Schweiz wiederholt mir sensationellem Erfolge gastirt oder Reuter-Vorträge ge­halten. Nun befindet sich Junkermann auf seiner Jubiläums- Lournöe und wird im Laufe der Saison auch in unserer Stobt auftreten, wo er gewiß von allen Kunstfreunden will­kommen geheißen werden wird.

* * Der älteste Arzt im Großherzogthum Hessen ist wohl Dr. Gg. Mylius in Nieder-Saulheim, welcher bereits seit 1830 practicirt.

Schont die Augen bei Dämmerlicht. Jetzt, wo die Abende immer länger werden und die Dämmerung immer früher hereinbricht, liegt für Viele die Gefahr nahe, sich das Augenlicht zu verderben. Die Abende sind bereits zu kühl, um sich im Freien aufzuhalten, so bleibt man im Zimmer und verkürzt sich die Zeit durch Handarbeit oder Lesen. Um nun die Lampe anzuzünden, ist es in der Dämmerstunde noch u hell, zum Lesen und Arbeiten aber wieder zu dunkel. Dessen ungeachtet können sich aber, wie die zunehmende Kurz­sichtigkeit beweist, so Viele von ihrer Beschäftigung nicht nennen und lesen, nähen, häkeln oder sticken so lange noch fort, als e« nur irgend angeht. Natürlich rächt sich diese Unvernunft. Die Folgen stellen sich in einer Weise ein, daß der Schaben nicht mehr gut zu machen ist. Wem also sein Äugenlicht lieb ist, der vermeide in Dämmerzeitcn jede Be­schäftigung, welche besonders die Sehkraft in Anspruch nimmt.

♦♦ Neu geprägte Zweimarkstücke sind jetzt zur Ausgabe gelangt. Sie unterscheiden sich dadurch von den alten, daß ber flache Grund in Glanzprägung hergestellt ist. Durch biese Neuerung soll den Falschmünzern die Ausübung ihres unsauberen Handwerks erschwert werden. Die Prägung tritt bet den neuen Zweimarkstücken ungemein scharf hervor.

* * Der 1894er Kalender. Im nächsten Jahre werden bie Tanzlustigen nur kurze Zeit die Freuden und Herr­lichkeiten des Carnevals durchkosten können, denn der Aschermittwoch fällt schon auf den 7. Februar, Ostern fällt auf den 25. März, Pfingsten auf den 13. Mai.

8 Aus Oberheffen, 9. October. Ein seiner Schwindel, 6ti dem, wie sicher anzunehmen, nicht wenige auf den Leim gegangen, wurde kürzlich von Berlin aus ins Werk gesetzt, ^schien da jüngst in vielen Blättern eine Annonce mit dem btägedrucktem Vexirblld eines Mannes. Wer in letzterem Frau, Mutter und Schwiegermutter entdeckte, dieses Bild bann einschickte und 1,20 Mk. beifügte, der bekam drei Stück betrweltberühmten Milch-Creme-Seife", genannt The Milk Cream Soap. Unter den 24 ersten Bestellern solllten dann der Reihe nach dem Eingang der Bestellungen eme silberne Taschenuhr, ein goldener Ring und viele andere ivcrthvollen Geschenke vertheilt werden. Die Namen der glücklichen Gewinner wollte man 14 Tage nach dem Erscheinen bot Annonce in derselben Zeitung bekannt geben. Die Ein- lenber des Betrages bekamen allerdings drei Stückchen Creme- Srife, gleichzeitig dabei die verlockende weitere Einladung, sich für den Betrag von 13,25 Mk. 15 CartonS ä 3 Stück Milk Cream Soap kommen zu lassen, wobei sie alsdann emewirkliche Columbia-Uhr" als Extra-Prämie erhalten sollten. Oder wer 12 Cartons ä, 3 Stück der genannten Seife für 10,75 Mk. bestellte, der sollte miteinem sehr schönen goldenen Ring mit echtem Stein" oder nachWahl eimcr kleinen, niedlichen Schwarzwälder Uhr" beglückt werden. Wrm hierbei die Augen nicht aufgingen, gerieth erst recht ins Garn. Inzwischen war die Zeit längst verstrichen, in welcher die Namen der 24 ersten Besteller veröffentlicht wer­ben sollten, aber keine Spur davon erschien. Da richtete sich nun einHereingefallener" direct brieflich an die Seifen- sirma, dieselbe um Ausschluß bittend. Allein die Postkarte kam mit dem lakonischen Postvermerk zurück:Firma er­loschen". Der reelle Werth dieser Milch-Creme-Seifestück­chen beträgt wohl höchstens 10 Pfg., für drei 30 Pfg.; mit­hin verdienten die Herren Seifenhändler noch netto 70 Pfg. Wer aber z. B. 12 CartonS ä 3 Stück bestellte, bekam für 10,75 Mk. höchstens Seife im Werthe von 3,60 Mk. Die kxtra-Prämie,eine niedliche Schwarzwälder Uhr" kauft man überall für 1,60 Mk. Also wurde ber Besteller auch hier­bei um die Hälfte des event. Werthes, die Seife kann auch noch minderwerthiger sein, geprellt. Ob der Ochsenkopf, welcher als Symbol den Seifestückchen ausgeprägt ist, am

Ende nicht ironisch bedeuten soll: Die Dummen werden nicht alle, ist nicht unglaubhaft. Da die Seifenfirma auf ihren ge­druckten Briefen auch bereits den Namen Prag, ber aber ausgestrichen, geführt, so ist sicher anzunehmen, baß dieselbe auch von anderen Städten aus, vielleicht unter anderem Namen, ihre echteEinseiferei" versucht. Darum sei hier­mit davor gewarnt.

§ Vom oberen Vogelsberg, 8. October. Seit einigen Tagen herrscht hier Regenwetter, so daß Felder und Fluren mit Wasser überfüllt sind. Die gegen Ende des Sommers den Viehbesitzern anscheinend zu statten kommenden Mengen an Grummet und Klee (zweiter Schnitt) können fast gar nicht mehr gefülttert werden, weil diese Erzeugnisse meistens infolge des Futtermangels gedörrt wurden. Grummet und Klee (ebenfalls zum Dörren) ist saft nicht Heimzubringen und ans Füttern mit demselben nicht mehr zu denken, muß zum Streuen verwendet werden. Es ist noch viel Roggen auszusäen, doch ist in den ersten Tagen an das Befahren der Aecker infolge der großen Nässe gar nicht zu denken. Mit dem Ausmachen der Kartoffeln ist schon begonnen worden, die Erträge sind soweit ziemlich gut, faule Kartoffeln finden sich selten. Die Preise für Rindvieh und Schafe sind zurückgegangen. So kommen feit einiger Zeit Händler hierher, welche Kühe zu 45 bis 60 Mark das Stück kaufen, Schafe das Stück 8 bis 11 Mk. Die' meisten Landwirthe sind jedoch so klug und schlachten ihre Schafe, welche sie nicht über Winter behalten wollen, selber für ihren Haushalt.

Nidda, 6. October. In voriger Woche starb hier ein Mann, der erst vor drei Jahren hierhergezogen war und im Kreise der Bienenzüchter weit und breit bekannt war, Herr Keck, gewöhnlich berBienenkeck" genannt. Er hatte hier eine Fabrik von Dzierzonstöcken erricytet, aus der schon Tau­sende von Bienenstöcken hervorgegangen sind. Die Fabrik wurde mit Dampf betrieben und von vielen Bienenfreunden mit Interesse besichtigt. Obwohl der Besitzer im besten Aller von 44 Jahren seinem Berufe und seiner Familie entrissen wurde, so wird doch bie Fabrik, der ein geschultes Personal zur Verfügung steht, ohne Störung weitergeführt werden.

Schotten, 9. October. Auf eine Eingabe des Herrn Heinrich Wilhelm Cloos, Holzhändler in Nidda, an das Großh. Ministerium der Finanzen in Darmstadt, betr. Her­stellung einer Holzverladerampe auf der Station Schotten, beabsichtigt das hohe Ministerium in entgegen­kommendster Weise für die nächste Budgetperiode den er­forderlichen Betrag in den Voranschlag einzustellen, und nach Bewilligung desselben die Rampe, wenn irgend möglich, noch im Laufe des nächsten Jahres zur Ausführung bringen zu lassen.

Büdiogeu, 9. October. Fürst Bruno zu Isenburg und Büdingen erlegte am Samstag den vier-hundert- ft en Damhirsch, welches Ereigniß eine würdige Feier beschloß.

Darmstadt, 10. October. Am Samstag endigte dahier der Cursus fürHandfertigkeitsunterricht in den Schulen", welcher durch Herrn Pros. Kumpa ins Leben gerufen und von ihm in vorzüglicher Weise geleitet wurden Es nahmen außer 28 Lehrern aus Hessen eine Dame von Berlin und ein Lehrer aus Zürich Theil, welche Alle mit großem Eifer und großer Liebe zur Sache arbeiteten. Mit regem Interesse verfolgt man bie Kmnpa'sche Methode und eine erfreuliche Anerkennung findet sich in ber staatlichen Einführung derselben schon in Jena. Etwas Tüchtiges bricht sich Bahn und so möge für die jungen Söhne aus dem Volke dies bald überall Einführung finden zum Segen unseres Handwerks.

WormS, 8. October. Der seit einigen Tagen vermißte Gymnasiallehrer Reuter wurde nach demAlz. Beob." todt im Rhein aufgefunden.

* Fulda, 9. October. Gestern Abend versammelte sich eine große Menschenmenge mit den Vertretern ber hiesigen städtischen Körperschaften und dem mit Fackeln versehenen Steigercorps der Feuerwehr vor dem Bahnhof, den Zug er­wartend, ber die Leiche unseres HerrnOberbürger- meisters von Kassel hierher brachte. Feierlicher Ernst bemächtigte sich Aller, als der Sarg auf den schwarzverhängten Leichenwagen gehoben wurde. Langsam setzte sich derselbe, von den Fackelträgern begleitet und von den Mitgliedern des Stadtrathes und des Bürgerausschusses, sowie fämmtlichen städtischen Beamten gefolgt, in Bewegung, dem neuen Nach­hause zu, vor welchem gleichfalls eine fast unübersehbare Menschenmenge stand. Lautlos verhielt sich dieselbe, als der Sarg in das neue, mit Trauerfahne versehene Rathhaus ge­tragen wurde, in dessen großem, schwarz auSgeschlagenen und

entsprechend becorirtem Saal die Leiche auf dem Paradebett ausgestellt wurde. Die Gesichtszüge deS Verstorbenen zeigen wenig Veränderung.

Ms. AuSKurhesieu, 10. October. Ein leichtfertiger Schütze! Trotz der wiederholten Warnungen im Publikum und Presse, im Gebrauch und Handhabung von Schußwaffen vorsichtiger zu fein, scheinen derartige, durch Leichtfertigkeit verursachte Unglücksfälle eher zu- als abzunehmen, denn heute müssen wir leider schon wieder über ein schweres Unglück berichten, bei dem zwei blühende Menschenleben zu Grunde gegangen sind. In dem Dorfe Grüßen, Kreis Franken­berg, geht ber Sohn eines Schreinermeisterö mit feinem Vater auf die Jagd; er ist erst kürzlich aus dem Militärdienst nach Haufe zurückgekehrt und mit der Handhabung von Schußwaffen angeblich vollkommen vertraut. Nach Hause zurückgekehrt, will er die Doppelflinte reinigen und hält, ans Fenster tretend, um bester sehen zu können, die Läufe zum offenen Fenster auf den Hof hinaus, weil er vergessen hatte, daß ein Lauf noch mit starkem Schrot geloben war. Plötzlich, als er an dem Gewehre herumhantirt, entlud sich der Schuß und ein markerschütternder Aufschrei gellt durch die Luft. Der eigene jüngere Bruder des ThäterS, welcher mit einem Sohne des Nachbars an einem auf dem Hofe stehenden Schleifsteine eine Axt schärfen wollte, war durch den Kopf getroffen worden und stürzte als Leiche zu Boden, der Nachbarssohn, ein Schulknabe von 13 Jahren, hatte ebenfalls einen Theil ber Schrotladung in Kops, Arm, Brust rc. er­holten, auch seine Verletzungen waren tödtlich und nach wenigen Stunden verstarb er. Von Verzweiflung gepackt, stürzte der Thäter, der wider Willen Brudermörder geworden, auS dem Hause und mußte mit Gewalt zurückgeholt werden, da man befürchtete, er werde sich ein Leids anthun. Der Schmerz der Eltern ist unbeschreiblich. Möchte dieser so traurige Vorfall doch Anderen eine Warnung und Lehre sein!

Elberfeld, 7. October. Ein Lotteriegewinn hat hier einen Fabrikarbeiter zum Selbstmord getrieben. Der­selbe hatte vor etwa zwei Jahren in einer Lotterie 25,000 Mk. gewonnen, seitdem die Arbeit aufgegeben und in Saus und BrauS gelebt. Das Geld schwand hierbei indeß derart, daß derglückliche Gewinner" jetzt über keinen Pfennig mehr verfügt und deßhalb die Arbeit wieder aufnehmen mußte. Diese sagte ihm aber so wenig zu, daß er gestern nach nur halbtägiger Thätigkeit zum Revolver griff und sich eine Kugel in die Schläfe jagte. Der Selbstmörder war erst 28 Jahre alt, verheiratet und Vater zweier Kinder.

* Berlin, 10. October. AuS Glogau wird gemeldet: Großes Aufsehen erregt hier der Selbstmord deS Militär­arztes Marcus. Derselbe erschoß sich eine Stunde vor der ersten Vernehmung über ein begangenes Sittlichkeits- Verbrechen.

* BreSlou, 10. October. Belm Reparlren einer Förder- schale sind heute auf der LudwlgSglückgrube bei Zabrze zwei Maschinenwärter in den Schacht gestürzt und ent­setzlich verstümmelt worden.

* Homburg, 7. October. Auf dem DampferLulu Bohlen" schifften sich vierzehn männliche und weibliche Missionäre nach Westafrika ein. Sieben Mitglieder der norddeutschen Missionsgesellschaft gehen nach Quittah und Togoland, drei der Baseler Gesellschaft nach der Goldküste und vier Katholiken nach Lomo behufs Unterstützung der von Holland betriebenen Mission. Außerdem begleitete eine An­zahl Kaufleute die Missionäre nach Afrika.

* Der Rentner Riefstahl hat feiner Vaterstadt Stral­sund 90000 Mark mit der Bedingung vermacht, daß die Zinsen zum Besten armer blinder Stralsunder verwendet werden.

Wöchentliche lUberficht der TodeSMe In Sie&rn.

40. Woche. Vom 1. Oktober bis 7. October 1893. Einwohnerzahl: angenommen zu 21100 (incl. 1600 Mann Militär). SterbltchkeitSziffer: 27,10 o/oo bei®. 17,25 nach AuSschl. der Ortsfremden, Kinder

ES ftarben an: Zusammen: Erwachsene: im vom

1. Lebensjahr: 2.15. Jahr:

Diphtheritis

3 (1)

3 (1)

Tetanus

1 (1)

1 (1)

Gehirntuberkulose

Entzündliche Erkrank-

1

1

ungen der Ath- mungs-Organe

3

3

Sonstige benannte

1 (1)

Krankheitm

2 (1)

________1

Summa: 10 (3) 5 (2) 5 (1)

Anm. Die in Klammern gefetzten Ziffern geben an, wie viel« der Todesfälle in der betreffenden Krankheit aus von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

aller genehmigten Lotterien stets vorräthia. Prompt, lieber» AUUlC send.d. Gewinn!. Albin Bretscher, Gießen, Wallthorstr.2. lei»

Bekanntmachung

Bekanntmachung

Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß der städtisches

8510

Walz.

8520

Gnauth.

Keikgebotenes.

Ein Haus

Verkaufs - Aureige.

Die Gemeinde Lich beabsichtigt,

in schönster freier Lage mit Stallung, Remise, Burschenaelaß, Hof und großem Gatten, welcher sich zu Baugelände eignet, ist unter günstigen Bedingungen zu ver­kaufen (8517

K. ÄUti, Agent, Südanlage 18.

»eit- «atz Wagenpferden, Sohle«, eine« elegante« A»eispL««er mit r»ei Pferde« ««d eomplete« Geschirr, einem Stuhlwagen mit Pferd und Geschirr, vielen Rett- und Fahrgegenständen rc. rc. 17808

8514 i Loose d 2 Start zu beziehen durch -ei«r. Wallach, Aldin Sretscher. i

Unter Bezugnahme auf das Ausfchretben Großhl. Kretsamts Gteßen eH w v,,^^ ...........D, .......c -

vom 3. l. MtS. fordern wir die Besitzer von Obstbäumen m hiesiger Ge- F^dhof in der Zeit vom 16. October 1893 bis 15. März 1894 oon einen abgängigen Aaselochfen zu Markung zur alsbaldigen Vertilgung des Frostnachtspanners durch Anlegung Morgens 8 bis Abends 5 Uhr geöffnet bleibt, und daß die auf dem verkaufen. Kaufliebhaber wollen ftch von Klebringen hiermit unter dem Anfügen auf, daß der Stadtgärtner und Friedhof Verweilenden eine Viertelstunde vor Schluß desselben auf diesen bei uns melden.

bi-t Feldschützen zur Ertheilung jeder gewünschten Auskunft angewiesen sind. bur$ ein Glockenzeichen aufmerksam gemacht werden. ! Lich, am 9. Ectober 1803.

Zur Herstellung von Klebringen ist Brumataleim oder auch folgende! Gießen, den 9. October 1893. |Grobherzogliche^Bürgermeisterei^ich.

Masse geeignet; 5 kg Rüböl und 1 kg Schweinefett tüchtig gekocht; 1 kg i ' Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen,

birfer Terpentin und die gleiche Menge Kolophonium für sich zusammen- Gnauth.

geschmolzen und dann unter fleißigem Umrühren der ersten Mischung zu-'------- 7 7 rm

gesetzt. Die so erhaltene sehr klebrige Masse wird auf 10 cm breite mftäbttt ibtCtDC5 UNv

Papierftreisen, am besten Pergamentpapier, aufgetragen, welche sodann fest

um die Bäume, nachdem die Rinde an der betr. Stelle glatt gemacht ist, am 16., 17. und 18. Cctover 18S3.

binden sind. Die Ringe müssen dann alle zehn Tage von Neuem| verloosung a« 18. Oetsver, Nachmittags 4 Uhr, von schöne«

ber Masse bestrichen werden.

Gießen, den 9. October 1893.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.