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12.9.1893 Erstes Blatt
 
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1893

Dienstag den 12. September

Amts- und Anzeigeblatt für den Arris Giehen

chratisbeilage: chießener Kamitienbtätter

I sich von seiner letzten Erkrankung vollkommen erholt hat und

Drr ^Utfxtr Anzeiger erkfcnnt täglich, arit LuSnabmk bei Montag-.

Die Gießener

Werben dem Anzeiger Wöchentlich dreimal tzeigelegl.

demnächst auf seinen Posten zurückkehrt, denkt keineswegs an seinen Rücktritt- ebensowenig ist an maßgebender Stelle eme Veränderung in der derzeitigen Besetzung des Pariser Bot«

Nr. 32 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben am 5. d. M.,

(Nr. 2127.) Bekanntmachung, betreffend den zweiten Nachtrag zu der Vereinbarung erleichternder Vorschriften für den wechselseitigen Verkehr zwischen den Eisenbahnen Deutsch, lands einerseits und Oesterreichs und Ungarns andererseits rücksichtlich der bedingungsweise zur Beförderung zugelaffenen Gegenstände, in Gemäßheit des § 1, letzter Absatz der Aus­führungs-Bestimmungen zum internationalen Ueberernkommen über den Eisenbahnfrachtverkehr. Vom 25. August 1893.

Gießen, den 9. September 1893.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

v. Gagern.

Sierteljätjnger jLl#neemtel$prctol 2 Mark 20 Psg. uät Brmgtrlohn. Durch die Poft bezöge» 2 Mark 50 Psg.

Redaktion, Expeditia» und Druckerei:

-Lxlftrah« Mr.7.

Kengprecher 51.

schasterposteus beabsichtigt. .

Berlin, 9. September. Fürst Bismark wird, wie dieNationalzeitung" erfährt, in ca. 14 Tagen Kissingen verlassen und direct nach Friedrichsruhe zurückkehren, ohne wie in früheren Jahren erst Varzin zu besuchen, vr. Schwemnger hat infolge der letzten Erkrankung des Fürsten von einem Besuche Varzins abgerathen.

Berlin, 9. September. Die Meldung eines Provmz- blatteS, daß im Bundesrathe Erörterungen über eine Ver­stärkung und Erweiterung der parlamentarischen Strafgewalt schweben sollen, wird als ......

und Saarburg überzeugt.

Metz, 9. September. DieVer s chiffun g derTruppen des 8 und von Theilen des 16. Armeecorps in ihre Garnisonen begann gestern Nachmittag 3 Uhr 30 Min. von den Bahn­stationen Metz, Sablon, Courcelles a. Nied, Pange, Kürzel, Landonvilliers, Contchen und Dolchen und dauerte bis Mitternacht. Heute früh 5 Uhr wurde mit der Einschiffung, die bis Nach- mittags 3 Uhr 30 Min. beendet sein soll und bisher ohne Störung glatt abgelausen ist, sortgefahren. Zu den Sonder- rügen war das Wagen-Material von der Reichsbahn, den preußischen und pfälzischen Bahnen, das Zugperiona und die Maschinen von der Reichsbahn allein gestellt Außer diesen Zügen werden sünf Züge mit Reservisten von hier abgelaffen.

Metz. 8. September. Der Gesundheirszuftand des Reichs-

Gießener Anzeiger

Kenerat-Wnzeiger.

Deutsche- Reich.

Berlin, 9. September. Die Manöver in Loth- I dingen haben durch die sie begleitenden Umstände eine scharf I ausgeprägte politische Bedeutung erlangt. Dies vor I Allem durch die verschiedenen rednerischen Kundgebungen des I Kaisers auf lothringischem Boden, unter denen wiederum der I bekannte Trinkspruch des Monarchen bet der Festtafel der I Eivilbehörden in Metz voransteht. Wenn der erlauchte I Schirmherr des'Reiches in deffen westlichster Grenzmark be- I tonte, daß die Lothringer deutsch seien und deutsch bleiben I würden, und wenn' er weiter mit klarer und gewichtiger I Beziehung hinzufügte, hierzu möchten Gott und baß deutsche I Schwert helfen, so ist dies eine Kundgebung, welche die I unauflösliche Verbindung Lothringens und überhaupt des I Reichstages mit Altdeutschland vor aller Welt erneut prägnant I und deutlich ausspricht. Wenn sich die Franzosen mit dieser I Thatsache trotzdem noch nicht abfinden wollen, so lassen sie I es bleiben,' im Reichslande aber haben die kaiserlichen Worte I bett tiefsten Eindruck auf die Gemüther gemacht und in den I weitesten Volkskreisen das Bewußtsein der Zugehörigkeit zum I Reiche mächtig gestärkt. Gewiß kann man noch nicht von I einet vollständigen Wiederverdeutschung Elsaß-Lothringens I sprechen, darüber werden vielmehr wohl noch Jahrzehnte der- I gehen; doch es geht auf dem Wege zu diesem Ziele rüstig vorwärts, was soeben erst der Verlauf der lothringischen I Kaisertage erfreulich bestätigt hat. I

__ Die steuerpolitischen Beratungen der seit I voriger Woche in Berlin versammelten Commissarten der | Bundes.staaten sollen nur unter großen Schwierigkeiten I vor sich gehen, wie alle hierüber umlaufenden Mittheilungen I übereinstimmend versichern. Namentlich heißt, es, daß bezüglich I des Tabaksteuerprojectes große Meinungsverschiedenheiten I unter den Conferenztheilnehmern hervorgetreten seien. Trotzdem scheint man maßgebenden Orts entschlossen zu sein, an diesem Steuervorschlag sestzuhalten, wie aus allen officiosen Pretz- üußerungcn über die geplante Tabaksteuer hervorgeht. Die Nachricht eines Berliner Blattes, die Reichsregierung wolle auf die Biersteuer zurückgreifen, wird von unterrichteter Seite als unbegründet erklärt. . I

__ Die Socialdemokraten haben tn letzter Zeit bei Gemeindewahlen mehrfach recht beachtenswerthe Erfolge erzielt. Unter denselben tritt besonders der voll­ständige socialdemokratische Sieg bei den in Mannheim statlgesundenen Stadtverordnetenwahlen der dritten Wähler­klasse hervor. ES ging hierbei die socialdemokratische Candidaten- listc gegenüber derjenigen der vereinigten Parteien des Centrums, der Freisinnigen und der Natiq/ralliberalen mit einer Mehrheit von ca. 400 Stimmen glatt durch, ein Ersolg, der um so auffälliger ist, als ja die Socialdemokraten den Mannheimer ReichstagSwahlkreis bei den jüngsten Wahlen an die National, liberalen verloren haben.

Ueber Emin Pascha ist schon wieder eme Meldung aus Afrika eingegangen, welche ebenfalls behauptet, der berühmte Forscher habe am Victoria-Nyanza seinen gemalt- samen Tod durch die Araber gesunden. Diese Mittheilung befindet sich aber mit früheren Meldungen über das angebliche traurige Geschick Emin Paschas insofern in Widerspruch, als in letzteren theils der Albertsee, theils der Tanganjika-See als die Stätte des behaupteten Unterganges Emins genannt worden ist. Offenbar kann auch jetzt das Schicksal Emin Paschas noch nicht als völlig aufgeklärt gelten.

DieNord. Allg. Zig." schreibt osficiös: Eine zuerst vomFigaro" gebrachte Nachricht über den angeblich bevor­stehenden Rücktritt des kaiserlichen Botschafters in Paris, Grafen zuMünster, ist auch in deutsche Zeitungen über- gegangen. Wir sind in der Lage, diese Nachricht als jeder Begründung entbehrend zu bezeichnen. Graf Münster, der

«r. 2U Erstes Blatt

Allt Annoncen-vureaux brS In- unb AuSlanbkS nehmen Anzeigen für brnGießener Anzeiger" entgegen.

der- Sympathie empfand, wieder d-uifch werden möge. Dieser Wunsch ist ja nun in der Zwischenzeit glücklich m Erfüllung gegangen, wenn es Mir selbst auch nicht vergönnt war, dabei mitzuwirken. Ich schätze S.rastburg al« -ine der besten deutschen Städte und bin überzeugt, daß auch d,e Strotz, burger in der Wiedervereinigung mit dem Deutschen Reiche sich wohl fühlen. Ich habe das so recht das letzte Mal em­pfunden, als Ich ganz unerwartet hierher gekommen war. Als Ich da vom Polygon zurückritt und die Straßen in der kurzen Zeit so schön geschmückt fand und den herzlichen Jubel des Empfanges hörte, da habe Ich Mich aufrichtig gefreut. Wenn Ich auch jetzt nicht länger bleiben kann, so hoffe Zch dafür später desto öfter Gelegenheit zu finden, ohne Ueber- ttarliwen i raschung längere Zeit hier zu weilen. Ich fühle Mich wohl

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dem Bahnhase N-udars -in, woselbst der Statthalter Fürst nach Metz. S-vt-mber. Die hier ansässigen

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nullen und freudigen Wi-kommengruh. Mit aufrichtigem Schwarzen Adl-rordenS trug M-iep». °er Kaster

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SSSMSWM I Stadt und unseres Landes getreten sind. Dadurch ist tm ist, tm Ordonnanzanzug aufgestellt.

Volke das Bewußtsein lebendig geworden, daß es in seinem Metz. 9. September. Der commandtrende General des Kaiser nicht nur den mächtigen Schirmherrn und Schützer der 8. Armeecorps, Freiherr üon 8oe^u^ »^«^6 friedlichen Arbeit, sondern auch den gnädigen Herrn besitzt, Kaisermanover zum Generaloberst mit dem Range eines dessen landesväterlichem Herzen sich auch der Geringste seiner General-Feldmarschalls befördert.

Unterthanen mit vollem Vertrauen nahen darf- die Kund- 9. September. Gutem Vernehmen nach hat

aebungen der Freude und Ergebenheit am heutigen Tage @e Majestät der Kaiser dem Grafen Ha e J e t e r ,

I kommen deßhalb aus treuen Herzen, sie sind nur getrübt Commandeur des 16. Armeecorps, das Groykreuz des

durch den Gedanken an die kurze Dauer des diesmaligen Rothen Adler-Ordens mit Eichenlaub und Schwertern am

Besuches. Es sei uns gestattet, der Hoffnung Ausdruck zu Ringe verliehen.

geben, daß wir Eure Majestät bald zu längerem Aufenthalt g. September. DerVoss. Ztg." wird von hier

in unseren Mauern begrüßen dürfen." Se. MaMat der lbet General Graf Haeseler habe den Kaiser von der I Kaiser antwortete hierauf, wie dieStraßburger -poft I Rothwendiakeit der Anlage von Sperr fort s zwischen Metz meldet, etwa Folgendes:Mein lieber Herr Bürgermeister! ' Ich danke Ihnen herzlichst für Ihre freundlichen Worte Ich

I bin erfreut, hier Ihren Gemeinderath begrüßen zu können, I die Vertretung einer Bürgerschaft, welche Mich heute mit so prächtigem Flaggenschmuck und so warmen Rufen empfangen

I hat. ES thut Mir sehr leid, daß Mein Ausenthalt in der wunderschönen Stadt" diesmal nur so kurz sein kann, aber I durch den Ausfall der württembergischen Manöver sind die I allgemeinen Dispositionen für Meine Reisen so verändert worden, daß sie Mir hier keine längere Zett des Verweilens I mehr gönnen. Meiner Anhänglichkeit und Liebe für Ihre herrliche Stadt, dieser Perle der deutschen Lande, hatte etgent- , lich ein längerer Aufenthalt entsprochen. Ich habe als Junge - schon wie jeder Deutsche oft daS LiedO Straßburg, o Straßburg, du wunderschöne Stadt" gesungen und dabei

zu Gott gebetet, daß Straßburg, für das Ich immer beson-

Innahmr von Anzrigrn zu btt Nachmittag» für btn folgmbtn Tag trschtintnbtn Nummtt biS Borin. 10 Uhr

Amtlicher Thett.