Ausgabe 
12.8.1893
 
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meldet, während in Buffalo 10000 und im Pittsburger Bezirk 50000 Menschen dasselbe Schicksal theilen.

Neueste Nachrichten»

WolfiS telegraphisches Correipondenr-Bureau.

Berlin, 10. August. Wie diePost" erfährt, sollen zu der im nächsten Monat nach Berlin zu berufenden Son« ferenz über die in Sachen der gewerblichen Sonn­tagsruhe zu erlassenden Ausführungsbestimmungen sowohl Arbeitnehmer wie Arbeitgeber eingeladen werden.

Kiel, 10. August. Der Kaiser ist auf derHohen« zollern" unter dem Salut der Kriegsschiffe heute Nachmittag 3 Uhr 40 Min. hier eingetroffen.

Helfingfors, 10. August. Ein kaiserlicher Erlaß verfügt, daß von morgen ab in Finnland der Einfuhrzoll auf alle deutschen Maaren, einschließlich Tabak, um 50 Procent erhöht wird.

Depeschen deS BureauHerold".

Berlin, 10. August. Der Kaiser gedenkt den Ma« növern deS GarbecvHpS in Ostpriegnitz beizuwohnen und dürfte am 31. August in Gloewen eintreffen.

Berlin, 10. August. Die technische Deputation für daS Beterinärwesen setzt dreitausend Mark für Entdeckung deS die Ansteckung bei der Maul- und Klauenseuche ver­mittelnden StoffeS auS.

Berlin, 10. August. Die Tabakarbeiter hielten gestern eine öffentliche Protest Versammlung gegen die in Aussicht genommene Tabaksabrikatsteuer ab. Dieselbe richte daS Gewerbe vollständig zu Grunde und mache die Arbeiter größtentheilS brodloS, da sich der Conl'um um die Hälfte ver­ringern werde. Es wurde der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß der Reichstag die Steuer ablehne.

Berlin, 10. August. Gestern Abend sand eine Ver­sammlung der Anarchisten und Unabhängigen statt, um gegen die Ausschließung der anarchistischen Delegirten vom Züricher Longreß zu protestiren. ES waren etwa 1500 Personen anwesend, darunter die Hälfte Fractionelle. Nach einer Besprechung der Vorgänge auf dem Züricher Eongreß, wobei die Führer der Fractionellen Schurken und BolkSauSbeuter genannt wurden, wurde folgende Resolution angenommen:Dem Eongreß wird das Recht bestritten, sich socialistischer Arbeitercongreß zu nennen und die Fähigkeit abgesprochen, das internationale Proletariat zu vertreten." Die Resolution wurde an den holländischen Delegirten auf dem Longreß, NieuwenhuiS, abgesandt.

London, 10. August. ' 10000 Arbeiter beschlossen, die am Förderungsbetrieb Angestellten zu unterstützen und den Aus st and fortzusetzen.

London, 10. August. Aus BuenoS-Ayres wird ge­meldet, die Truppen Nitristas seien in La Plata eingezogen, die Radicalen liegen vor der Stadt.

Odessa, 10. August. Alle deutschen nach hier bestimmten Schiffe laden in Konstantinopel ihre Maaren auf Schiffe anderer Flagge um, um sich nicht der hohen Laststeuer in russischen Häfen auSzusetzen.

Cocains und provinzielle-,

Sieben, 11. August 1893.

* Ingendfest Nach wochenlanger freudiger Erregung unter der Kinderwelt, nach umfassenden und recht mühevollen Vorbereitungen ging gestern daS hier seit vielen Jahren so beliebte Jugend fest vor sich. Daß unsere Schuljugend von Jahr zu Jahr an Anzahl zunimmt, daran wird die Einwohnerschaft erinnert, wenn sich die Nothwendigkeit zur Beschaffung neuer Schulhausbauten ergiebt. Im Verlaufe von 20 Jahren wurden nicht weniger wie fünf neue große Schulhäuser errichtet. Einen richtigen Begriff von der großen Zahl der Schulkinder in der Stadt kann sich der der Schule

ordenörittern fehlte es nicht. Als nun gar das Unglück wollte, daß in der Nacht des 12. 13. März 1333 das Kloster Cella bis auf'die Kirche ein Raub der Flammen wurde, so mußten wieder Güter verkauft werden, um Geld für den Wiederbau zu erlangen. Andere Verluste vermehrten die Schulden, die durch weitere Gllterverkäufe gedeckt wurden.

Wenn sich auch zeitweise und vorübergehend der Zustand und die Verhältnisse deö Klosters wieder etwas hoben, so be­fand es sich doch auf abschüssiger Bahn. Die Anzahl der Nonnen nahm zusehends ab und doch hatten sie Mühe, sich zu ernähren. 1425 waren es nur noch fünf, 1449 nur noch bicT Nonnen, allerdings alle auS den angesehensten Familien der Gegend. ES waren Gertrud von Rodenhausen, Greta von Bellersheim und Jutta und Lisa von Trohe. DaS Kloster war verschuldet und zerfallen und daS Geld fehlte, um es wieder herzustellen. Die Nonnen klagten, daß sie ihres Veibcß Nahrung und Nothdurft durch ihrer Hände täg­liche Arbeit verdienen müßten. So war auch das Ende dieses Klosters gekommen.

Mit Genehmigung des Erzbischofs von Trier wurde Cella nut Schiffenberg wieder vereinigt und feine Güter, Renten und Rechte gingen an Schiffenberg über. Neue No- JW fr**' ttcUo nid)t aufnehmen. Wer das Pedürfniß fühlte,,sich in etn Nonnenkloster zurückzuziehen, konnte dies in Ilbenstadt, Altenberg bei Wetzlar ober in Rockenberg thun.

UJib fo starben die Nonnen von Cella aus und jetzt sind von diesem Kloster kaum noch wenige Steine der Grund­mauern vorhanden.

Aber auch die Ritter deS deutschen Herrenorbens auf bem Schiffenberg sind schon lange nicht mehr, sie haben sich, ku Grasen und AdclSgeschlechter wie vorher die Römer aus baß Gebiet der Geschichte zurückgezogen und nur eins har sich dis m die Gegenwart erhalten, baß ist baß beutsche Volk in seiner unverwüstlichen Kraft wie in alter Zeit, nur mit etwas höherer Gesittung.

im Allgemeinen fernstehenbe aber erst machen, wenn er sich eine Kinberversammlung anschaut, wie sie ein Jugenbfest veranlaßt. Schon der Aufzug ber einzelnen Klassen nach ben Aufstellungs­plätzen, die Ausstellung deS Zuges geben einen Begriff von der großen tkinderfchaar, deren Erziehung und Unterricht der Gemeinde anvertraut ist. Setzt sich aber erst der Zug der Kinder in Bewegung, fo scheint eS, als ob derselbe gar kein Ende nehmen wollt. Klasse an Klasse, geführt von ihren Lehrern und Lehrerinnen, reihen sich an ^inarber und wenn enblich die letzten die Spaliere der Zuschauer paisitt, schüttelt mancher den Kopf und fragt sich verwundert, wie möglich ist, daß Gießen allein solch eine Kinderschaar in seinen Mauern birgt. Nun, Gießen steht in dieser Beziehung nicht vereinzelt da, die Zahl der Rinber steht in anbeten Ge- meinben in bcmselben Verhältniß zu ben Erwachsenen wie in Gießen, nur baß Ansammeln fast aller Kinber einer Gemeinde macht ben eben angebeuteten Einbruck. Daß viel Gebuld unb AuSbauer, Nachsicht, aber auch Strenge, Umsicht unb Anorbnungsfähigkeit dazu gehört, eine solche Kinderschaar zu leiten, wird jeder erwägen können, der da weiß,- in wie vielerlei Bahnen sich die Wünsche und Hoffnungen der Kinber- welt bewegen, mit wie vielerlei Geistes« und Character- eigenthümlichkeiten der Kinder gerechnet werden muß. Dank der umsichtigen Leitung, des emsigen Arbeitens deS mit den Vorbereitungen betrauten ComiteS, ber regen Thätigkeit unb Umsicht ber Spielorbner, Lehrer unb Lehrerinnen konnte daS Kinberfest in allen seinen Theilen burchgeführt werben. Zum guten Gelingen beS Festes trug aber auch baß herrliche Wetter bei; die Vormittags am Himmel sich zeigenden leichten Gewitterwolken verzogen sich gegen Mittag wieder und so konnte sich ber Glanzpunkt beß Festes, ber Zug, herrlich entfalten. Nachbem bie Kinber ber ©tabtfnaben« unb Stabt« mäbchenschule, sowie biejenigen ber höheren unb erweiterten Mäbchenschule sich auf OSwalbSgarten zum Zuge georbnet, fetzte sich berselbe, unter Vorantritt ber RegimentSmusik unb eineß Knabentrommlercorps, kurz nach 1 Uhr burch bie Neüstabt, über ben Marktplatz, die Schulstraße unb Neuenbäue nach dem Neuenweger Thor in Bewegung. Dort schlossen sich dem Zuge bie Schüler beß Gymnasiums, Realgymnasiums unb ber Realschule an, auf ben ganzen Weg, vom Oswalbs« garten bis zum Philosophenwalb, hatte sich bas Publikum aufgestellt, Alles erfreute sich an ben festlich gekleibeten, munter baher marschierenben Kinbern, die ihrer Freude öfter durch lautes Hochrufen Ausdruck gaben. Nach Ankunft im Phtlosophenwalde gruppirte sich der Zug zunächst um die Redner­bühne, von welcher auS Herr Oberlehrer Hahn eine der Bedeutung des TageS entsprechende, Erwachsenen wie Rinbern gleich zu Herzen gehenbe Ansprache hielt. Das am Schluffe betreiben auf Se. Majestät unfern Kaiser unb Se. König!. Hoheit unfern Großherzog ausgebrachte Hoch fanb vieltausenb« stimmigen Widerhall in der großen Festversammlung. Hier­auf begannen die Spiele. Sie alle in ihren Arten aufzu­zählen, würde zu weit führen, fei nur mitgetheilt, daß sie in schönster Ordnung verliefen. Während nützliche und werthvolle Preise den an den Spielen beteiligten größeren Kindern zu Theil wurden, erhielten die kleineren Bretzeln oder Würstchen. ES ist natürlich, daß dem großartigen Auszug der Kleinen auS der Stadt sofort ber, wenn auch nicht ge- orbnete Zug ber Erwachsenen folgte unb so kam, baß nach 2 Uhr bie innere Stabt fast menschenleer erschien. Wem auch nur irgendwie bie Möglichkeit dazu gegeben, pilgerte nach dem Phtlosophenwalde. Selten ist ein Jugendfest so zahlreich, auch von Auswärts besucht worden, wie baß gestrige. Die warme, sonnige Witterung machte sich benn auch in erster Linie mit baburch geltenb, baß alle Wirthschasten- voll besetzt waren, ber Verbrauch von Speisen unb Getränken, befonberß aber von Bier, soll ein ganz gewaltiger gewesen sein. Außerbem hatte eine sehr lange Reihe von Obst- unb Backwaaren Hänblern u. s. w. bafür gesorgt, baß Gelüste nach bieser Richtung hin besriebigt werben konnten. Auch eine Milchverkaufsstelle war im Walde, ihr großer Absatz bewies, daß sie einen längst gefühlten Bedürfniß abzuhelfen berufen war. An Händlern mit sonstigen Gegenständen, Luftballons, Pfauenfedern, (Dem Unfug deS Belustigens mit Pfauenfedern dürfte man doch steuern. ES wird gar viel Flegelei damit ge­trieben. Red.), Bällen u. s. w. fehlte es ebenfalls nicht, auch ihnen dürfte mancher Groschen zugefloffen sein. Nach 7 Uhr traten die Kinder, soweit sie nicht unter Obhut ihrer Eltern etwas später nach Hause gingen, in geordnetem Zuge wieder den Heimmarsch an. Die wohl durchgängig ange« nehmen Eindrücke, die sie vom Feste empfangen, werden hoffentlich so rasch nicht verschwinden, sie vielmehr dankbar aller Derer gedenken lassen, bie ihnen ein so frohes Fest bereitet. In ben vergebenen Wirthschasten aber herrschte noch bis zum völligen Dunkelwerben ein reges Leben. Hoffentlich ist auch ben später in ihre vier Pfähle zurück- kehrenben Erwachsenen baßJugendfest" gut bekommen.

Gestohlen. Während beß gestrigen JugenbfesteS war bie Stabt wie außgeftorben. Dies machte sich ein Einbrecher zu Nutz, indem er in das menschenleere Haus eineß hiesigen Bäckermeisters einstieg und demselben eine größere Geldsumme stahl.

Streit. An einzelnen Punkten der Stadt wurde heute Nacht von verschiedenen Leuten Krakehl gesucht; so wollen u. A. zwei junge Leute in der Nähe beß Ciabucteß in ber Neustabt überfallen worben sein, wobei ber eine einige Wunben am Kopfe bavontrug.

** Zur Sonntagsruhe im Handelsgewerde. Wie wir in unserem Berichte über bie Sitzung ber Stabtverorbneten vom 27. Juli mittheilten, würbe baß Gesuch von 292 Laben« Inhabern um Wiebereinsührung ber früheren Verkaufszeit von 11 biß 3 Uhr bahin beschieben, baß die Petenten sich zunächst an ben Kirchenvorstand wenden möchten, damit eine andere Zeit ssir den Hauptgotteßbienst festgesetzt werbe. Die evang. Gemeinbevertretung hat barauf in ber Sitzung vom 9.. nach längerer Beraihuug mit 42 gegen 21 Stimmen beschlossen, ben Hauptgotteßbienst auch für ben Winter auf bie Zeit von

Vf 10 biß 11 Uhr festzusetzen. kommt sonach nur auf einen Beschluß ber Stabtverorbneten-Dersammlung an, ob künftig die Ladengeschäfte wieder um 11 Uhr geöffnet unb um 3 Uhr geschlossen werden können.

Äit ben Schlachtarten im hiesigen Schlachthause hat sich in feiner Generalversammlung vom 6. Juni b. I. der hiesige Thierschutzverein beschäftigt. Es heißt in dem darüber erstatteten Rechenschaftsbericht:Am Schluß dieser Sitzung unterbeitete Herr Polizeirath Fr efeniuS dem Aus­schüsse einen Bericht beS Herrn Polizeiwachtmeister- Kasper, in dem auf die Mißstände unb Thi erquälereien im hiesigen Schlachthaufe hingewiefen würbe. Nach An­gabe dieses Berichts werden diese hauptsächlich durch ungeübte Schläger verursacht. Herr Pirr, der daß Vorkommen von Tierquälereien im Schlachtbause nicht in Abrede stellte, be­merkte darüber, daß nicht allein durch die ungeübten Schläger, sondern hauptsächlich durch baß unzweckmäßige Betäubung-- material bieje Quälereien herbeigeführt würden. In einer Eingabe an die hiesige Bürgermeisterei haben wir diese Miß­stände beleuchtet und an hochlöblichen Stadtvorstand baß Er­suchen gestellt, er möge biefe Sache in die Hand nehmen und in Erwägung ziehen, ob durch Anstellung eineß erfahrenen Schläger- ober burch Beschaffung zweckmäßigen Betäubung-- rnaterialS benannten Quälereien ein Enbe, was boch ben armen Schlachtihieren sehr zu wünschen wäre, bereitet werben könnte."

Anerkennung. Dem Reviercommissär August Am­berg, Schutzmann Nikolaus Brunnengräber, Karnin- fegermeister Conrab Vetter, Portefeuiller Conrab Pfeiffer unb bem Zimmergesellen Anbrea- Kiefer, sämmtlich zu Offenbach a. M., würbe in Anerkennung ber von benfelben am 18. Februar dsS. IS. mit Muth und Entschlossenheit, sowie eigener Lebensgefahr bewirkten Rettung beß 6jährigen Rinbeß beß Fabrikanten LichtcnfelS baselbst au- Leben-« gefahr eine Gelbprämie verliehen.

* Nach einer Verfügung be- Großherzogl. Mmstenum- beS Innern finbet mit Rücksicht auf ben bieSjährigen Stand ber Ernte unb ber Weinberge bie Eröffnung ber Jagd auf Feldhühner in ber Provinz Rheinheffen am 14. unb in ben Provinzen Starkenburg unb Oberhessen am 21. b. M. statt.

* * Schuldienst»Nachrichten. Am 28. Juli würbe ber von bem Herrn Grafen zu SvlmS - Röbelheim in Affen­heim auf bie Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ossen­heim präsentirte SchulamtsaSpirant Friedrich Schutt au- Bad Nauheim für diese Stelle bestätigt.

* * Erledigte Lehrerstellen. Erledigt sind: Die mit einem eöangeL Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeinde- schule zu Maibach mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Eine mit evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Ge­meindeschule zu Dietzenbach mit einem jährlichen Gehalte von 1000 Mk. Mit der Stelle kann ein Theil de- Organisten­dienstes verbunden werden. Eine mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeinbeschule zu Deeheim mit einem nach bem Dienstalter sich bemessenben jährlichen Gehalte von 9001000 Mk. Mit ber Stelle ist Organisten- bienst verbunben. Eine mit einem evangel. Lehrer zu be« setzenbe Lehrerstelle an ber Gemeindeschule zu Kelsterbach mit~einem nach dem Dienstalter sich bemessenden jährlichen Gehalte von 10001500 Mk. Mit ber Stelle ist Organisten- bienst verbunben. Eine mit einem evangel. Lehrer zu besetzenbe Lehrerstelle an ber Gemeinbeschule zu Niebernhausen mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit ber Stelle ist Drganiftenbienft verbunben. Eine mit einer evangelischen Lehrerin zu besetzenbe Lehrerinnenstelle an ber Volksschule zu Offenbach mit einem Anfangßgehalte von 1200 Mk. jähr­lich- Dem Herrn Fürsten zu Jsenburg-Birstein steht baß Präsentationsrecht zu bieser Stelle zu. Eine mit einem katholischen Lehrer zu besetzenbe Lehrerstelle an ber Ge- meinbeschule zu Nieber-Jngelheim mit einem nach bem Dienst­alter sich bemessenden jährl. Gehalte von 10001300 Mk. Mit der Stelle kann Organistendienst verbunden werden.

Zur Warnung. DaS Großh. Schöffengericht Darm- stadt I hat am Dienstag ben Fabrikarbeiter F. von Pfung- stabt zu einer Gefängnißstrafe von drei Wochen veruttheilt, weil er gelegentlich seiner Zeugenvernehmung vor Großh. Staatsanwaltschaft, um Zeugengebühren für bie Versäumniß eine- ganzen Tages zu erlangen, angegeben hat, er habe sich für die Zeit feiner Vernehmung und auß Veranlassung derselben für den ganzen Tag einen Mann einstellen unb bezahlen müssen, unb weil er später verschwiegen hat, baß er am Nachmittag seiner Vernehmung die Arbeit wieder ange­nommen hatte. Die Angaben erwiesen sich alß unwahr, unb F. würbe wegen bieseS versuchten Betrug- in bie er­wähnte Gefängnißstrafe veruttheilt.

** Nidda, 10. August. Wie noch allgemein erinnerlich, schenkte im vorigen Jahre Sc. Majestät der König Humbert von Italien bem Husaren-Regiment Nr. 13 einen sehr werthvollen silbernen Tafelaufsatz. Zur Ausstellung be- Geschenke- im Ossizierßcasino gen. Regiment- wurde in der Möbelfabrik von C. Ring-haufen in Nidda ein geschmackooller schöner Prunkschrank in Eichenholz angefertigt. Daß Stück Möbel fand allgemeinen Beifall und ist sowohl die gediegene Arbeit, wie die einfachen edlen Formen des­selben sehr heroorzuheben.

V. Bow westlichen SegelHerg, 10. August.Aus Lanrenzi (d. h. auf den 10. August) zieht der Bauer an baß Wämmfi", womit gesagt werben soll, baß nun kühler zu werben pflegt. Für dieseß Jahr scheint baß nicht zuzutreffen, benn feit Anfang dieser Woche, besonders aber heute, ist recht heiß geworden und ein Ernte wett er herrscht, wie man nicht besser wünschen kann. Schabe, daß unsere Gerfte und unser Weizen nun ausgewachsen find unb Spitzen Haden. Wir wollen aber uni er e lanbwirthschaftlichen Genossen noch aus etroaß aufmerksam machen. Für Weizen wirb gegen«

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