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Amtliche^ Theil.
Wr. 15 des Reichs-Gesetzblatt», ausgegeben den 6. d. M., enthält:
(Nr. 2094.) Gesetz, betreffend die Abänderung der Maaß- und Gewichtsordnung. Vom 26. April 1893.
(Nr. 2095.) Bekanntmachung, betreffend den Aufruf und die Einziehung der Noten der Magdeburger Privatbank. Vom 29. April 1893.
(Nr. 2096.) Bekanntmachung, betreffend Ergänzung und Berichtigung der dem internationalen Uebereinkommen über den Eisenbahnfrachtverkehr beigefügten Liste. Vom 1. Mai 1893.
Gießen, den 10. Mai 1893.
Großherzogliches Kreisamt Gießen. ___________________v. Gagern.
Bekanntmachung,
betreffend die Maul- und Klauenseuche zu Hausen.
Nachdem in einem Gehöft zu Hausen die Maul- und Klauenseuche festgestellt worden ist, haben wir die Sperre des betr. Gehöftes und weiter verfügt, daß Rindvieh, Schafe, Ziegen und Schweine aus der genannten Gemarkung bis auf Weiteres nur zur sofortigen Abschlachtung und nur auf Grund thierarztlicher Gesundheitsscheine ausgeführt werden dürfen.
Gießen, den 10. Mai 1893.
Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern.
Gießen, den 10. Mai 1893. Betr.. Die Vertilgung der Blutlaus.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzh. Bürgermeistereien bezw. Ortspolizeibeamten des Kreises.
Nach dem in obiger Angelegenheit erlaffenen Reglement vom 3. Februar 1888 — Kreisblatt Nr. 32 — hat im Laufe des Monats Mai durch die zu bestellende Commission eine Untersuchung der Aepfelbäume auf das Vorhandensein der Blutlaus stattzufinden. Wir beauftragen Sie, diese Untersuchung vornehmen zu lasten und über das Resultat zu Ende Mai zu berichten. In die Commission sind möglichst dieselben Männer zu wählen wie in früheren Jahren, da bei denselben eine bessere Erfahrung im Auffinden der Blutlaus vorausgesetzt werden darf. Besondere Aufmerksamkeit muß bei der Besichtigung denjenigen Bäumen geschenkt werden, an welchen in den letzten Jahren die Blutlaus gefunden wurde. In den Berichten ist anzugeben, ob sie sich hier wieder gezeigt hat.
Wird das Jnsect gefunden, so ist mit der Reinigung der Bäume nach den Vorschriften des Reglements alsbald vorzugehen. Wegen der besten Art der Vertilgung verweisen wir auf unser Ausschreiben vom 9. Juli 1887 — Kreisblatt Nr. 160.
_______________v. Gagern.___________________
Gießen, den 10. Mai 1893. Betr.: Die Besichtigung der Gemeindefaselthiere.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die (Srostherzogl. Bürgermeistereien der zum Körbezirk Grünberg gehörenden Gemeinden des Kreises.
Die Besichtigung der Gemeinde - Zuchtstiere, Zuchteber unb Böcke durch die Körcommission des Körbezirks Grünberg wird an folgenden Tagen staltfinden: Montag den 15. Mai: Münster, Nieder - Bessingen, Ober-Bessingen, Nonnenroth, Villingen, Röthges.
Dienstag den 16. Mai: Göbelnrod, Saasen, Linden- ftrutb, Harbach, Hattenrod, Ettingshausen, Queckborn.
Donnerstag den 18. Mai: Weitershain, Rüddings- hausen, Odenhausen, Kesselbach, Londorf, Climbach, Allendorf a. d. Lda und Treis.
Samstag den 20. Mai: Beltershain, Reinharbshain, Winnerod, Bersrod, Beuern, Allertshausen, Geilshausen, Lumda.
Dienstag den 23. Mai: Stangenrod, Stockhausen, Weickartshain, Grünberg und Lauter.
Sie wollen die Besitzer der Bullen, Eber und Böcke anweisen, an den bezeichneten Tagen zu Hause zu bleiben und die Thiere der Körcommission bei deren Eintreffen vorzuführen, sich auch selbst bereit halten, um der Commission ' auf Nachsuchen förderlich sein zu können.
v. Gagern. I
Bekanntmachung,
betreffend Feldbereinigung in der Gemarkung Steinbach.
In der Zeit vom IO. bis einschließlich 23. Mai d. I. in den Stunden von Bormittags 9—12 Uhr und von Nachmittags 2—5 Uhr liegen auf dem Rathhaus zu Steinbach die Arbeiten des ersten Hauptabschnitts des I. und III. Bercinigungsbezirks (Felder zwischen der Staatsstraße nach Lich und der Kreisstraße nach Garbenteich, sowie zwischen dem alten Anneroder Weg und der Staatsstraße nach Lich) nämlich: die allgemeinen Meliora- tionsplänc mit Erläuterungsberichten nebst den dazu ergangenen Beschlüssen der Vollzugscommission und den Prott)- collen über die Prüfung dieser Arbeiten zu Jedermanns Einsicht offen.
Termin zur Entgegennahme von Einwendungen gegen diese Arbeiten habe ich auf Mittwoch den 24. Mai l. I, Nachmittags von 3—5 Uhr in das Rathhaus zu Steinbach anberaumt. Die in diesem Termin nicht Erscheinenden sind mit Einwendungen ausgeschlossen.
Gießen, den 6. Mai 1893.
Der Vollzugscommissär: Nebel, Amtmann.
Lehrer-Conferenz
des Couserenz-Bezirks Lich-Hungen Mittwoch den 17. Mai, Vormittags 10 Uhr in Lich.
Gießen, den 10. Mai 1893.
Büchner, Schulrath.
Deutsches Reich.
Darmstadt, 10. Mai. Heute Machmittag 121/., Uhr ist der XXVII. Landtag von Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog geschlossen worden. Die hierbei von Sr. Kgl. Hoheit von dem Throne an die Stände gehaltene Anrede hatte folgenden Wortlaut:
Meine Herren Stände!
Es war Mir ein ernstes Anliegen, Sie bei der ersten sich darbietenden Gelegenheit um Mich zu versammeln und Sie noch vor dem Auseinandergehen dieses Landtags zu begrüßen.
Sie verstehen, daß Ich dies nicht ohne innere Bewegung zu thun vermag- denn Ich sehe Mich hier an der Stelle Meines nun in Gott ruhenden, vielgeliebten Herrn Vaters, der in vollster Manneskraft den 27. Landtag des Großherzog- thums eröffnet hat, dem es aber zu allgemeiner Trauer nicht beschieden sein sollte, dessen Schluß zu erleben.
Empfangen Sie in Seinem wie in Meinem Namen Dank für die Hingebung und Treue, mit welcher Sie sich auch während dieser Landtagsperiode der Erfüllung Ihrer land- ständischen Pflichten unterzogen haben.
Allerdings sind die Ergebnisse dieser Periode an eigentlich gesetzgeberischen Arbeiten im Vergleiche zu früheren Perioden weder zahlreich, noch von besonders hervorragender Bedeutung- wohl aber hat Ihnen die noch immer günstige Finanzlage des Landes gestattet, Meiner Regierung für kirchliche Bedürfnisse, für das Unterrichtswesen in allen seinen Abstufungen und Richtungen, für die Landwirthschaft und das Gewerbe größere Mittel als je zuvor zur Verfügung zu stellen. Ganz besonders ist dies letztere auch der Fall gewesen in Ansehung der Herstellung öffentlicher Bauten jeder Act, der Förderung des Schiffahrtsverkehrs durch Hafenanlagen und andere zweckdienliche Einrichtungen, in Ansehung des Straßenbau- und namentlich des Eisenbahnwesens.
Möge die in allen diesen Richtungen von Ihnen bewiesene Fürsorge die von ihr erwarteten Früchte zeitigen, insbesondere dazu beitragen, daß die wirthschaftlich schwierigen Verhältnisse der Gegenwart bald einer besseren und befriedigenderen Lage weichen.
Leider sind in dem Augenblicke, in welchem Ich Sie verabschiede, die Verhältnisse in unserem Gesammtvaterlande hoch ernste geworden. Entsprechend den Gesinnungen gegen Kaiser und Reich, welche Ich in Meiner Verkündigung vom 13. März vorigen Jahres zum Ausdruck gebracht habe, kann Ich einen in den jüngsten Tagen von der Gesammt- vertretung des deutschen Volkes gefaßten, verhängnißvollen Mehrheitsbeschluß nur auf das Tiefste beklagen- Ich erhoffe aber von dem oft bewährten gesunden Sinne Meines Hessischen Volkes, daß es an seinem Theile in den durch jenen Beschluß hervorgerufenen Wirren die richtige Lösung finden wird.
Mit dieser Hoffnung und mit der Versicherung Meines steten landesfürstlichen Wohlwollens entlasse Ich Sie, Meine
Herren Stände, in Ihre Heimath, sowie zu Ihrer gewohnten Beschäftigung.
Darmstadt, 10. Mai. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben für die Brandbeschädigten irr Zell Eintausend Mark gespendet.
Darmstadt, 10. Mai. Wegen des Ablebens Seiner Durchlaucht des Fürsten Adolph zu Schaumburg- Lippe ist auf Allerhöchsten Befehl eine Hoftrauer vonr heutigen bis zum 18. l. M. einschließlich angeordnet worden.
Berlin, 11. Mai. Kaum erst eine Woche ist seit der Auflösung des Reichstages verflossen und schon stehen wir irr Deutschland inmitten eines ziemlich heftigen Wahltreibens, Fast alle Parteien haben ihre Wahlaufrufe bereits veröffent^ licht, in den meisten Wahlkreisen sind von den concurrirenben Parteien sogar schon die Candidaten aufgestellt und,die Wahlversammlungen beginnen eine stehende Erscheinung in unserem öffentlichen Leben zu werden. Zunächst trägt aber die ganze Wahlbewegung noch einen recht wirren Character und nur einzelne wenige feste Züge treten bis jetzt aus diesem Bilde hervor. Vielleicht ihr bevorstehendes Signum bildet einstweilen der Zerfall der großen dentschfreisinnigen Partei irr die „freisinnige Volkspartei" und in die „freisinnige Vereinigung", denn in dem Vorgang spiegelt sich die anhebende Zersetzung unserer alten Parteien offenbar wider. Vorläufig wollen die beiden freisinnigen Gruppen ihre gemeinsamen liberalen Grundsätze hochhalten unb einander keineswegs bekämpfen.
— Die Sozialdemokraten werden für die Berliner Bezirke folgende Candidaten aufstellen: Parteikassirer Metallarbeiter Al win G erisch für den ersten, Parteisecretär Schriftsetzer Richard Fischer für den zweiten, Stadtverordneter Kaufmann Vogtherr für den dritten, Stadtverordneter Paul Singer für den vierten, Clavierarbeiter Robert Schmidt für den fünften und Schriftsteller Wilhelm Liebknecht für den sechsten Wahlkreis.
Berlin, 10. Mai. Der neue Reichstag tritt wahrscheinlich schon Ende Juni zusammen. Er wird sich ausschließlich mit der Militärreform befassen, alle anderen Arbeiten bleiben für eine spätere Tagung Vorbehalten.
Berlin, 10. Mai. Die auf gestern anberaumte antisemitische Versammlung in den ConcordiasLlen winde wegen der geringen Betheiligung nicht abgehalten. In den gegenüberliegenden Joel'schen Sälen sand gleichzeitig eine stark besuchte socialistische Versammlung statt, worin Vogt- Herr unter großem Beifall über die Reichstags-Auflösung unb bie Aussichten ber Partei sprach.
Dresden, 10. Mai. Der sächsische Bundesrathsbevollmächtigte Geheimrath Böttcher, Abtheilungsdirector im Ministerium des Innern, ist heute Mittag gestorben.
München, 10. Mai. Freiherr v. Pfetten (Wahlkreis Aischach) und Zinth (Wahlkreis Kaufbeuren) nehmen kein Reichstagsmandat mehr an.
München, 10. Mai. Die hiesigen Liberalen ventiliren die Aufstellung einer Candidatur des Professors Dr. Günther (dfr.).
Ausland.
Paris, 10. Mai. Der Redacteur des „Ganlois" interviewte den Marschall Canrobert über die zweijährige Dienstzeit. Dieser sagte u. A.: Ich würde niemals einem solchen Gesetze zustimmen- unsere beiden Armeen sind nicht zu vergleichen. Auf die Zahl der Soldaten kommt es nicht an, mit einer Handvoll entschlossener Männer kann man Alles wagen. Wenn Caprivi sagt, Jena sei nicht mit Sedan zu verwechseln, irrt er sehr. Die Geschichte wird ihm Unrecht geben.
Paris, 10. Mai. Nach einer Meldung der „Patrie" hat der Kriegsminister angeordnet, daß in den Grenz - garnisonen den Offizieren und der Mannschaft bis auf Weiteres kein Urlaub ertheilt werde. Von anderer Seite ist die Nachricht noch nicht bestätigt. — Wie der „Petit Pansien" aus Petersburg meldet, soll der Kriegsminister Wannowski sofort nach Bekanntwerden des Reichstagsvotums den General Ganetzky, Commandanten der Militärbezirke Wilna und Kowno, zu sich berufen haben. Die unter dem Commando Ganetzkys stehende Artillerie und ebenso diejenige des Generals Gurko werde unverzüglich auf Kriegsfuß gestellt werden, die Grenzwachen würden verstärkt und ein Theil der Kosaken Ganetzkys nach Westen detachirt werden.
Rom, 9. Mai. Der Papst empfing heute die deutschen Pilger, etwa fünfhundert an der Zahl, unter Führung des Dr. v. Steinle. Der Bischof von Eichstätt verlas eine Adresse in lateinischer Sprache und überreichte alsdann 48,000 Mk. Der Papst erinnerte zunächst in seiner lateinisch gehaltenen Erwiderung an die im April stattgehabte Audienz der Der-


