Ausgabe 
12.2.1893 Zweites Blatt
 
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137 Mark, .Hafer von 135 bis 155 Mark, Gerste von 115 bis 175 Mark.

Ter Bern«Iugendschuh" warnt wiederholt junge Mädchen davor, nach B e r l i n zu ziehen, da auf allen Gebieten dort ArbeilSmangel herrscht und Hunderte von Mädchen brodloS sind. Nur Diejenigen, die etwas Tüchtiges in Berlin lernen «ollen, um es in ihrer Heimath zu ver« wertheu, mögen sich an die Heime deS Vereins wenden, Grünstraße 5/6 und Stall fchreiber strafe e 23 a, in denen sie unter dem Schutz einer gebildeten freundlichen Hausmutter billige Wohnung und gute Kost finden, Haushalt und Schneideret lernen können. Meldungen nimmt die Vorsitzende, Frau Rechtsanwalt Bieber, Kaiser Wilhelmftraße 39II, an.

Wichtige Entscheidung für Witthe. Müsien die an der table dhöte zu Wein in Flaschen verabreichten Gläser g e nicht sein? Diese Frage ist vom Landgericht Schwerin i. M. in verneinendem Sinne emschieden worden. Bei dem Gast- wirth Bick in Neustadt waren anläßlich einer Revision 24 Weingläser ohne Füllstrich eingezogen und gegen denselben ein polizeiliche- Strafmandat über 3 Mark erlassen worden. Der Wirth trug aus richterliche Entscheidung an und das Schöffengericht bestätigte die Polizeistrasc. Dagegen entschied die Berufungsinstanz, daß der Wirth freizusprechen und die Kosten von der Staatskasse zu tragen seien.

Grünberg, 7. Februar. Eine gerechte Strafe ist heute einem Einwohner aus Reinhardshain zu Theil ge­worden. Derselbe war beschuldigt, im November v. IS. einem Mann, mit dem er verfeindet ist, sechs Aepselbäumchen durch Einhauen mit einer Axt beschädigt zu haben. Der Angeklagte erhielt durchs Schöffengericht hier für diese über­aus rohe und niederträchtige Thal eine Gesängnißstrase von 9 Monaten. Die Uebersührung des die Thal leugnenden ManneS ist insofern intereffant, als die Beschädigung mit einer sog. Stockaxt, die verschiedene Scharten hatte, auSge« führt worden war und daß in Folge dieser Scharten die Hiebe Streifen an dem Holz verursachten, die an Zahl, Ent­fernung und Ausdehnung in der Breite und Dicke genau den mit dem Beile gemachten Probehieben entsprachen. Ohne diese Umstände wäre zweifelsohne die That ungesühnt ge­blieben. Hier heißt es auch:Es ist nichts zu sein gesponnen, es kommt doch endlich an die Sonne."

Main;, 8. Februar. Ein Soldat des 117. Regiments, welcher sich vor einigen Tagen beim Brodschneiden am Daumen der linken Hand verletzte, wurde gestern ins Lazareth verbracht, da Blutvergistung eingetreten ist. Ein Rekrut desselben Regiments hatte eine wunde Ferse, welche er nicht beachtete, bis das Bein anschwoll. Er wurde ins Lazareth gebracht, allein trotz Amputation des Beines verstarb derselbe gestern an Blutvergiftung. Außer mehreren Soldaten der 6. Compagnie 118. Jns.-Regts. ist heute ein Soldat des 88. Jnf.-RegtS. von Mainz nach Berlin abgereist, um am 15. d. Mts. in Hamburg für die südwestafrikanische Schutztruppe eingeschifft zu werden. Die Leute, welche im dritten Dienstjahre stehen, mußten sich auf weitere drei Jahre verpflichten. Dieselben erhalten eine monatliche Löhnung von 83 Mark, freie Kleidung und Beköstigung, auch übernimmt der Staat die Stuften der Hin- und Rückreise.

Alzey, 7. Februar. Wie theuer das Pferdefleisch zu stehen kommt, hat dieser Tage ein Landwirth aus der Umgegend erfahren, der hierher kam, um ein Roß bei einem Händler zu kaufen. Dieser forderte 800, das Bäuerlein bot 600 Mark und da keine Neigung zu einem großen Entgegen­kommen beiderseits vorhanden war, legte sich ein Dritter mit dem Vorschlag ins Mittel, das Streitobjeet nach dem Gewicht $n verkaufen, refp. anzukaufen. Gesagt, gethan und bald war man um den Preis von 70 Pfg. handelseinig und trieb das Thier auf die Waage. Hier ergaben sich nun 1090 Pfund, also 763 Mark, nahezu der Betrag, den der Händler für das Pferd gefordert hatte und den der Landwirth jetzt be­zahlen muß.

Bingen, 6. Februar. In der Gemeinderaths - Sitzung wurde der Antrag auf Oeffentlichkeit der Ver­handlungen gestellt, von der Mehrheit aber in eine Commission verwiesen.

Die (tzemeindevcrtretnngen der vier evangelischen Gemeinden.

In derZuschrift", die der Gießener Anzeiger Nr. 32 unter obiger Ueberschrift mitgetheilt hat, ist eine Darstellung der am 2. Februar betätigten Wahlen gegeben worden, die eine Ergänzung und zum Theil wohl eine Berichtigung nöthig macht.

wäre sehr zu wünschen, daß die Wahlen zur Kirchen- vertretung von den Gemeinden möglichst ernst genommen würden und daß dieselben unter stärkerer Betheiligung als bisher (und auch beim letzten Male) stattfänden. Gerade kbie neue Art von Gemeindebildungen in unserer Stadt ist gedacht als ein Mittel, eine tiefergreifende Pflege des kirchlichen Lebens anzubahnen, als die bisher möglich war. Jeder Pfarrer hat jetzt einen übersehbaren, verhältnißmäßig kleinen, örtlich zusammengehörigen Bezirk als seine besondere Ge- meinbe zugetheilt erhalten. Der Kirchenvorstand und die Gemeindevertretung werden jetzt viel eher, als früher, im Stande fein, sich mit denjenigen llebelftänben deS Lebens in unserer Stadt, welche sittlicher und religiöser An sind, ernstlich zu besoffen, um tatkräftige Hülse zu leisten. Man darf eine weitere Entwicklung zumal der Armen- und Kranken­pflege ermatten, wenn die BertretungSkörperschasten der Gemeinden ihren Beruf sich wollen ernstlich angelegen sein taffen. Gedacht wird von vielen Seiten auch an ein Mit- eintreten in die Bemühungen zur Befferung entlaßener Ge­fangenen, zumal der jugendlichen. Der Kirchenvorstand und nach Möglichkeit auch die Gemeindevertretung, sollen dem Pfarrer der Einzelgemeinde zttr Hand gehen in Aufspürung der Notstände und in der Vermittlung der nothwendigen Vorkehrungen im Einzelfulle.

Ueberlegt man dies Alles, so wird man sehen, daß die Zugehörigkeit zu einer der kirchlichen Vertretungen gewiß fortab vollends al» ein Ehrenamt wird gelten müßen, freilich kein solche», welches seinem Inhaber bloS einenTitel" schaffte! sondern in dem Sinne, daß Arbeit für daS Gemein­wohl al» eine Ehrensache betrachtet wird. Damit diese Arbeit gedeihen könne, ist nöthiger noch als bisher, ^ eint Ge­meindevertretung den Pfarrer umgebe, die wirklich auS allen Kreisen der Gemeinde flammt und in möglichst Hadem Maße da» Vertrauen aller dieser «reise besitzt. Der Pfarrer wird sich in Verbindung mit seinen Gemeindevertretern fortab vielleicht in mehr Dinge mischen, als bisher. Nur bei sicherem festem Zutrauen der Gemeinden zu dem guten Sachverständniß ihrer Vertreter werden diese und der Pfarrer da oftmals vor Vorwürfen, als ob sie sich jetzt um zu viel kümmerten, ge­schützt sein. Wenn man von hier auS die letztbethätigten Wahlen ansieht, so wird man da» richtige Licht für sie erst gewinnen, wenn man ihre Vorbereitungen ansiehl. Die Zuschrift" in Nr. 32 berührt dieselben 'nicht, wahrscheinlich mit gutem Bedacht. Die Sachlage ist die, daß in der Matthäus-, MarkuS-, LukoSgemeinde die Herren Pfarrer eS sich haben angelegen fein kaffen, möglichst in Uebereinfltmmung mit der Gesommtheit derjenigen bisherigen Mitglieder der Kirchenvertretung, die zufällig in ihren Bezirk gefallen sind bei der Theilung, eine Liste für die Neuwahlen aufzustellen. Diejenigen, die bisher das Vertrauen der Gemeinde befeffen hatten, dürften wohl für solche gelten, mit denen sich darüber ruhig und vertraulich diSeutiren liefe, wie die zukünftige Ber- tretung wohl am zweckmäßigsten zu gestalten sei. Es war keineswegs nothwendig, daß alle bisherigen Vertreter wieder- gewählt wurden, auch wenn es möglich war. Der Zufall hat sonderbar gewaltet bei ihrer Zutheilung an die neuen Einzelgemeinden. ES kommt daraus an, daß womöglich alle Stände in der Gemeindeverttetung berücksichtigt sind. Wollte es der Zufall, daß zu viele von den Gliedern eines Standes in der bisherigen Kirchenvertretung jetzt einer Einzelgemeinde zufielen, so war es zu erwarten, daß dieselben bereit fein würden, ihre Zahl nach vernünftigen Gesichtspunkten rebuciren zu lassen.Vernünftige Gesichtspunkte" wären dabei z. B. zu nennen die Berücksichtigung der Orts- und Personen- kenntniß, welche die Einzelnen in Bezug auf ihre neue Ge meinbe besitzen. Ober man konnte einen Unterschieb machen zwischen solchen, bie schon lange ober erst seit Kurzem ber Gemeinbevertretung angehört haben,- erstere ben letzteren vor- zuziehen, lag nahe unb konnte Niemand verletzen. Auch herauf kommt es an, baß alle Altersstufen eine gewiffe Vertretung finben. BlosAlte" unb bloSJunge", bas taugt nicht. Man konnte auch hiernach mit Leichtigkeit ben bisherigen Mitgliedern der Körperschaften der Gemeinde ver­ständlich machen, baß in ben neuen befonberen Gemeinben, benen sie zugefallen seien, wohl nicht mehr alle ganz so am Platze sein würben, wie sie es etwa bisher gewesen waren. So brauchte zuletzt nirgends eine Empfindlichkeit zu entstehen unb kam bennoch solche bei Einzelnen auf, so konnte barüber Jeber, ber sich an ber Wahl beteiligte, mit gutem Gewissen hinweggehen.

Wie gesagt, haben in brei Gemeinden die Herren Pfarrer es sich angelegen fein lassen, in möglichster Uebereinftimmung mit den bisherigen Organen ber Gemeinbe eineListe" her­zustellen unb haben bamit Vertrauen gefordert unb wohl auch erworben. Nur in ber JohanneSgemeinbe hat ber Herr Pfarrer es nicht angezeigt gefunben, sich mit ben Mitgliebern bes KirchenvorstanbeS ober ber ©emeinbeoertretung in Ver­nehmung zu setzen.

Ob er es mit einzelnen bcrfelben gethan, barüber gibt es nur Mittheilungen, von denen man mit ber Wendung Wie wir hören" zu sprechen pflegt, doch bas ist gleichgültig. Thatsache ist, baß wer in ber JohanneSgemeinbe wählte, dort vor ber Thür bes Wahllokals einen Dienstmann traf, ber ihm eineListe" einhändigte. Da 26 Mitglieber ber alten Kirchenvertretung in bie JohanneSgemeinbe gefallen waren, während nur 18 gewählt werben konnten, so müßten selbst- verstänblich minbestenS 8 ausgeschaltet werben. Uns will scheinen, als ob bie Gelegenheit, bnrch freimütige offene Verhanblung mit ben bisherigen Gemeinbevertretern all­seitige Zufriebenheit über bie Liste berer, bie zustreichen" seien, unb überhaupt über bie neuaufzustellenbe Liste hervor- zurusen, eine ungewöhnlich günstige gewesen sei. ES ist leichter, acht zu überzeugen, baß sie zurückzutreten haben, als etwa bloß zwei. Der Pfarrer ber JohanneSgemeinbe hatte freilich keineVerpflichtung", so vorzugehen. Er barf sich nicht wunbern, daß man in seiner Gemeinde sich doch allerhand Gedanken macht, warum er anders gehandelt hat, als feine Collegen. Vielleicht meint er, er brauchte sich nicht darum zukümmern", was jene thun. ES haben Manche bis zum letzten Termin gehofft, ber Herr Pfarrer werde in ähnlicher Weise, wie seine Collegen, für eine vertrauenSwerthe Vor­schlagsliste Vorkehr treffen. Sie mochten ihrerseits nicht selbstständig vorgehen, um dem Herrn Pfarrer nicht zuvor­zukommen und ein scheinbares Mißtrauensvotum zu geben. Im Wahllocal wurde nun eine Liste angeboten, auf der 17 alte" Mitglieder der Gemeindevertretung zur Wiederwahl empfohlen wurden. Woher die Liste kam, wer konnte eS wissen? Die meisten Wähler werden gedacht haben, die Liste sei wohl zu Stande gekommen wie in den anderen Gemeinden. DaS war ein Jrrthum.

Wie uns mitgetheilt wurde" heißt eS in der Zu­schriftwaren einzelne jener alten Vertreter gar nicht recht einverstanden mit den vvrgeschlagenen Listen, auf welchen ihr Name nicht stand . . . . ; soll sogar, wie wir hörten, in einem Wahllocal Einer derselben in gerade nicht allzu sinniger Weise seiner Gesinnung Ausdruck gegeben haben, als ob die Wahlcommifsion hierüber Rechenschaft zu geben habe." lieber solcheMittheilungen" läßt sich wenig sagen. Wir vermuthen, daß bie sinnige Mittheilung über den Einen" folgenden tb atfädilidien Hintergrund bat In der JohanneSgemeinbe hoben zwei, darunter in der That einer, ber hatte sehen können, baß fein Name zu den

getilgten gehöre, sichim Wahllocal" die Anfrage ge­stattet, wer eigentlich die Lifte, die einem vor der Thür in die Hand gedrückt wurde, ausgestellt habe. Wenn dabei be­merklich geworden, daß sie davon befremdet waren, zu sehen, daß die Wahl au» dem Dunkeln heraus gemacht werben sollte, so ist baß begreiflich. Freilich bieDahlcommisston" hattekeine Rechenschaft zu geben*. .Rechenschaft* wurde auch nicht gefordert. Aber e» war doch interessant, zu sehen, wie die Frage auf einzelne MügUeder ber Wahlcommission wirkte.

Die ganzeZuschrift" in Nr. 32 ist übrigen» von einer Betrachtungsweise getragen, die doch auch cm Wort verlangt. ES scheint, daß der Verfasser derselben ber Meinung ist, die­jenigen, bie nichtwiebergewählt* worden, hätten mit ber Liste,auf ber ihr Name nicht* stand", nur darum unzufrieden sein können, weilihr Name nicht darauf stand." Daß ist wirklich eine etwa» dürftige Auffassung. So versucht die Zuschrift auch zuberuhigen" mit dcm Hinweiß darauf, daß ja nächsten» noch einmalsechs" Männer wahrscheinlich in jeder Gemeinde zu wählen sein werden. Da» ist rührend. Der Herr Einsender denkt wohl, daß er Kinder vor sich hat, denen man etwa» halb und halbverspricht", damit sie ruhig" werden. Vtt könnten un» vorstellen, daß mehr als einer der Herren seine Wahl zur Gemeinbevertretung nur mit Selbstüberwindung angenommen hat, weil er gedacht hat, nicht ablehnen zu dürfen, wenn er aufgeforbert werde, für die Gemeinde im besonderen Sinne die Fürsorge mltzuuber- nehmen. Sich zur Wahl hier zu drängen, wird wohl nur wenigen anliegen. Wir haben zu allen bisher gewählten Gemeindevettretern, auch denjenigen, die wir vielleicht nicht selbst gewählt hatten, daS gute Zutrauen, daß sie nicht denken, eineEhre" in solch äußerlichem Sinne empfangen zu haben, wie der Einsender der Zuschrift in Nr. 32 vorauSzusetzen scheint. Die Gemeindevettreter werden alle sich dessen bewußt fein, daß sie in erster Linie doch eine Pflicht, vielleicht zu vielen und schweren anderen, übernommen haben und wenig erfreut sein, zu sehen, wie kleinlich der Herr Einsender ihre Auffassung von der auf sie gefallenen Wahl sich vorstellt.

Porta Westfalica. 9. Februar. Heute Morgen während der Frühstückspause stürzte auf MeyerS Glashütte ber Giebel einer Glashütte ein, worauf die ganze Hütte nach- stürzte. 87 Glasarbeiter, bie in ber Hütte arbeiteten, faßen beim Frühstücks im Nebenraum verunglückte ein Schürer.

Berlin, 8. Februar. Der Kaiser hat ben Majo r Heinrich, von dessen Bataillon in Neisse am 10. August v. I. mehrere Mann bei einer Schwimmüdung verunglückten, und der deshalb zu einem Jahre Festung verurtheilt worden war, am 27. Januar begnadigt.

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IXnivcrfitäts - Hacbricbkm

Der Professor der klasfischen Philologie Birt tn Marburg hat einen Ruf nach BreSlau al» Nachfolger von Professor Her» erhalten.

Der außerordentliche Professor der Rechte Rehm in Marburg hat einen Rus als ordentlicher Professor nach Gießen an Stelle von Professor Cosack erhalten.

AuS Straßburg schreibt man der ,Frkf. Zta.": Dem Vernehmen nach soll der hiesige Professor der inneren Medicm Seh - Rath Naunyn als Nachfolger «ahlcrS tn Wien tn Aussicht ge­nommen sein. Naunyn ist ;erft vor einigen Jahren als Nachfolger von Kußmaul auS Königsberg hierher übergesiedelt.

Citeratar rrnd Knnft.

In daS vielbesungene Neapel führt un» daS neueste Heft der bekannten «llusirirten ZeitschriftModer«« Kvnft" (Verlin, Verlag von Rich. Bong). Der Text, der eine etngedende Darstellung des originellen und reizvollen Lebens der neapolitanischen Bevölkerung gibt, rührt von Woldemar Kaden her. der, seit Jahren in Neapel ansässig, wohl der competenteste Beurthetler ist. Die Illustrationen, die, wie wir die» bet berModernen Kunst" gewohnt sind, zum großen Theil in vorzüglicher, farbtaer Manier gehalten sind, bat der Italiener Enrico Nardi gezeichnet, dessen characteristische Darstellung«- weise tn den Bildern, die Neapel darbietet, reiches Feld zur Be- tbätigung hat. In dem anderen unS vorliegenden Hefte bei ..Modernen Kunst- berichtet Alfred Friedmann über Sevilla auch bter schmücken zahlreiche Illustrationen ben Text.

Katechismus bet Geometrie von Professor Dr ft. E. Zetzsche. Dritte, vermehrte und verbesserte Aussage. Mit 22 t tn den Text gedruckten Figuren und 2 Tabellen zur Maßoerwandlung. In Ortgtnal-Letnenband 3 Mark. Verlag von I. I. Weber tn Leipzig. Der vorliegende, soeben tn dritter Aussage erschienene Katechismus behandel» fomobl die Geometrie der (*berc als die be« Raumes in durchaus u-ifsinschaftlicher, und doch leicht verständlicher, da» Nach­denken deS LefeiS fortwährend anregender Darstellung. Al» Anhang sind Tabellen über die Etnlhetlung und Vergleichung der Maße »er fchiedener L'änber, waS die deutschen Staaten anlangt unter Be rücksichtigung der vor dem Jahre 1873 tn Geltung befindlichen Landesmaße, beigefügt.

Bon vielen Seiten laufen Klagen ein über baß jetzt im handel befindliche amerikanische Petroleum. Daß find die Folgen deß Kampfes der Amerikaner unter sich. [223 Dagegen ist russisches Petroleum. Marke Nobel, immer bester geworden und erhält heute schon ;u gleichen Preisen ben Vorzug.

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