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1893

Dienstag den 11. Juli

Nr. 160

Amts- rmd Anzeigebleitt für den Sieben

Börse.

Witbto \ 104.45 \

Dentscher Reichstag.

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Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags.

Die Gießener W.mtkienSkttter werden dem Anzeiger «Hchentlich dreimal tzeigelegt.

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Gifmbehn- IU. Miß. 1880t no. LU. v. told - Arü.

digen bereit seien.

Paris, 8. Juli.

Das Gr. Stener-Commifsariat Gießen

an die Grofth. Bürgermeistereien des Bezirks.

Durch Verfügung Gr. Ministeriums der Finanzen Abth. für Steuerwesen vom 30. Juni l. I. zu N. I. M. St. 17038 ist der Gr. Steuer-Assessor Jäger, bis auf Weiteres, zur Aushilfeleistung bei Gr. Steuer-Commissariat Gießen und eventuell zur Vertretung des Gr. Steuer-Commissärs be­stimmt worden.

Gießen, 8. Juli 1893.

Süffert.

Deutsches Reich.

Berlin, 8. Juli. Der Großfürst-Thronfolger I Nicolaus von Rußland wird anläßlich seiner Rückreise I von den Hochzeitsfeierlichkeiten in Windsor nach Petersburg I einen kurzen Besuch beim deutschen Kaiserpaare abstatten. | Soweit bekannt, trifft der Czarewitsch an diesem Dienstag Vormittags mittels kaiserlichen Sonderzuges, der ihm an der Grenzstation Goch (holländische Grenze) zur Verfügung gestellt wird, in Potsdam ein. Der erlauchte Gast gedenkt bis zum Abend des genannten Tages bei den kaiserlichen Majestäten zu verweilen und dann die Heimreise fortzusetzen. So kurz also auch der bevorstehende abermalige Besuch des russischen Thronerben am deutschen Kaiserhofe sein wird, so legt der , Vorgang doch erneut Zeugniß von den zur Zeit obwaltenden guten Beziehungen zwischen den Höfen von Berlin und Petersburg ab, womit zugleich auch das politische Verhältniß zwischen den beiderseitigen Reichen in freundlichem Lichte erscheint.

Die Specialberathung der Militärvorlage soll, da die commissarische Vorberathung wegfällt, am nächsten Donnerstag beginnen, sie würde dann vermutlich noch den Rest der Woche ausfüllen. Vom Ausfälle der Specialdebatte hängt es ab, ob sich eventuell noch eine dritte Lesung der Vorlage nöthig machen wird.

Das hervorstechendste Charakteristikum der am 5. Juli vollzogenen Urwahlen zum bayerischen Land­tage bleibt der Sieg der Socialdemokratie in München II und Nürnberg, infolge dessen die bislang in der bayerischen Abgeordnetenkammer noch unvertreten gewesene socialistische Partei fünf Abgeordnete in die Kammer entsenden wird. Eine vollständige Uebersicht über das Ergebniß der Wahlen ist jedoch noch immer nicht möglich, nur dürfte das Eine bereits als feststehend zu betrachten sein, daß die Centrums­partei ihre bisherige absolute Mehrheit von zwei Stimmen in der Abgeordnetenkammer eingebüßt hat.

Eisenach, 8. Juli. Aus Anlaß des 4Ojährigen Regier- ungs'Jubiläums des Großherzogs war die Stadt reich beflaggt. Auf der Wartburg fand Hoftafel statt, zu welcher auch die Minister aus Weimar hinzugezogen waren. Weitere

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Ausschreiben.

Wir bitten um Auskunft über die Persönlichkeit, ins- besondere den Namen, den Geburtsort und Aufenthaltsort des vielfach vorbestraften Schwindlers, der den Spitznamen das Nassauer Bübchen" führt. Derselbe soll sich gewöhnlich in Begleitung eines anderen, unter dem Spitznamendas Mainzer Lottchen" bekannten Schwindlers befinden.

Gießen, den 1. Juli 1893.

Großh. Staatsanwaltschaft.

Schilling-Try gopborus.

Ausland.

Paris, 8. Juli. Das Comite der Pariser Journalisten protestirt energisch gegen die gehässigen Angriffe der Polizn auf mehrere Verbandsmitglieder. Eine Delegation begab sich zum Justizminister, damit den Journalisten zukünftig Paffe ausgestellt werden, welche sie gegen die Angriffe der Polizei schützen. , . _ u,

Paris, 8. Juli. Das socialistische revolutionäre Comit« des 3. Arrondissement und das Comite der socialistischen Jugend in Lyon machen durch Maueranschläge bekannt, daß die Socialisten ihre so theuer. erkauften Rechte zu verther-

Amtliche* Theil.

Bekanntmachung, betr. die Zulaffung von Loosen auswärtiger Lotterien zum Vertrieb im Großherzogthum, hier Seitens des Verbands der oberbadischen Zuchtgenoffenschaften.

Großh. Ministerium des Innern und der Justiz hat dem Verband der oberbadischen Zuchtgenoffenschaften die Er« laubniß ertheilt, die Loose einer anläßlich des am 15. Sep­tember l. I. zu Radolfzell ftattfindenden Centralviehmarkts zu veranstaltenden Verloosung von Zuchtvieh innerhalb des Großherzogthums zu vertreiben.

Es wird dies hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, mit dem Anfügen, daß nach dem von der zuständigen Behörde genehmigten Verloosungtzplan 30000 Loose L 1 Mk. auS- gegeben werden dürfen und 22 400 Mk. zum Ankauf von Gewinnsten verwendet werden müffen.

Gießen, den 8. Juli 1893.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

v. Gagern.____

Gießener A nzeiger

Kenerat-Mnzeiger.

Iwi.tok4*

J«1-' '

Abg. Preiß (Els.): Wir stimmen auS volkswirthschaftlichen Gründen gegen die Vorlage und werden uns in unterer Haltung durch keinerlei Drohung einschüchtern taffen. Auch wir Elsässer fürchten Gott und sonst nichts in der Welt.

Abg. Böcke! (Antis.): Wir wären geneigt, für die Militär­vorlage zu stimmen, wenn der Reichskanzler eine bestimmte Erklärung dahin abgibt, daß die Deckung nicht durch neue Consumsteuern, welche die Massen treffen, oder durch eine Erhöhung der Reichsschuld oder eine Erhöhung der Matticularbeiträge erfolgen soll. Wir wünschen, daß das Geld von den Reichen genommen werde. Die Börsensteuer darf nicht einfach erhöht, sondern muß umgestaltet werden, irs- besondere bedarf es einer Emisfionssteuer. Nothwendig ist eine progressive Reichs-Einkommensteuer, damit endlich dem Anwachsen der großen Vermögen ein Ziel gesetzt werde. Dem Reichskanzler lege ich noch den Wunsch ans Herz, daß sich die Milti aroerwaltung, wie es in Sachsen mit Erfolg geschieht, bei Lieferungen direct mit den Producenten in Verbindung fetzen möge. Auch mochten die kleinen Städte mehr bei ben Garnisonen berücksichtigt werden. Ich wünsche endlich, daß dies die letzte Militärvorlage sein möge tonnromn unsere wirthschaftltche Kraft erlahmt, wo sollen dann die Mittel und immer neue Soldaten Herkommen. Wenn Frankreich nicht mehr Soldaten aufbringen kann, so kann diese Vorlage wohl die letzte sein, denn Rußland gegenüber müssen rok qualitatioüberlegensein, da wir in Bezug auf Quantität mit Rußland " K^^ncurriren können. Hoffentlich rolrb bald M-rh-U ub-r den rMIch-n Hand, vertrag geschaffen. Mit einem Feinde fchlteßt man doch kein

4. Sitzung. Samstag, den 8. 3ult 1893.] eingegangen: Bericht der RetchssHuldencommlssion. I

Die erste Berathung der Militärvorlage wird fortgesetzt. I Abg Gröber (Etr.): Das Eentrum hat beschlossen, der neuen I Vorlage gegenüber dieselbe Stellung anzunehmen, wie der früheren I Borlage gegenüber. Diesem Beschlüsse haben sich auch bte neuge- I wählten Centrumsmitglieder angeschlossen. Wir vermögen die Roth- I wendtgkett einer Erhöhung der ^riedensvräsenzstärre n cht I

fcnnen - wir erkennen weder ein militärisches noch wirthschaftltches I Bedürs'niß an, halten die Erhöhung im Gegentheil für wttthschaftlich I schädlich. Es ist nicht erwiesen, daß das numerische Übergewicht I Frankreichs so beunruhigend für uns sei. Der Reichskanzler.hat I früher selbst über die Hinweise auf dieses numerische llebergewicht I gekettet. Die Möglichkeit, daß die Bündnisse einmal gelost werden könnten, ist nicht ausgeschlossen; aber sollte uns das mcht vielmehr veranlassen, auf eine festere Verbindung mit Oesterreich, auf ein organisches Verhältniß hinzuwirken, das ein Zusammenwirken für immer sichert. Mit dieser Vorlage sind wir noch nicht am Ende; es werben Nachforberungen folgen unb die Abstriche, die letzt vor­genommen worben find, zeigen, wo diese Nachforderungen emsetzen | werden Auch für die Marine werden weitere Forderungen tommen, 1 die in den letzten Jahren nur gewaltsam zuruckgedrangt wurden. Es ist auf die letzten Vorgänge in Frankreich btngewiesen worden; nun, eine Regierung, die durch Studentenkrawalle erschüttert wird, kann nicht gefährlich sein und ein Volk mtt einem fo faulen Kern, wie das französische, kann keine Gefahr für unS bilden. Der Hin­weis auf die Erhaltung unseres Prestige kann zur Begründung jeber Militärvorlage herangezogen werden; damit kommen wir zu einem versteckten Militär-Absolutismus, der gefährlicher ist, wie der offene. Die Beunruhigung der Industrie anlangend, so stehe M allerdings die Großindustrie mit dem Militarismus in einem gewiß en Zusammen­hänge; wolle man aber die Beunruhigung nicht, so lasse man doch die Militärvorlage fallen. Es ist eine tiefe Erbitterung infolge btefer Vorlage entstanden, eine Erbitterung, die sich richtet was ich tief beklage, gegen ben monarchischen Gedanken und die Leute dm Socialdemokraten zuführt, und die sich ferner richtet gegen die preußische Oberhoheit im Reiche und einen oben Particularismus erzeugt Wenn ble Militärvorlage angenommen wird, so geschieht es mtt wenigen Stimmen Mehrheit, beren Trager wahrscheinlich demnächst ihre Manbate cassirt sehen werden. Es ist ein starkes Stück, dem Reichstage die Zustimmung zu der Mitttärvorlage zuzumuthm, ohne ihm zu sagen, wie die Mittel aufgebracht werden sollen. Diele, die setzt für die Vorlage stimmen, würden dagegen stimmen, wenn si- »Mten, auf w-lch- W-ff- Ile Mittel --d-ckl werden ioUeiL Damit legt die Regierung dem Reichstage eine Mausfalle. Ich wünsche auch Ruhe, aber nicht die Ruhe, die fortgesetzte Rüstungen ergeben, sondern die Ruhe der friedlichen Entwickelung des Erwerbs­lebens. Wir lehnen die Vorlage pure ab. (Beifall im Eentrum

Abg. v. Bennigsen (nI.V. Die verbündeten Regierungen müssen zu den Rüstungen greifen mit Rücksicht auf die bedrohte Stellung unb bte geographische Lage unseres jungen Nationalstaates. Der Vorredner hat gemeint, wir brauchten, wenn wir angegrinen würden, Frankreich nicht zu überfluthm, es genüge ein entscheidender Schlag in den Grenzbezirken. Hat er denn vergessen, wie lange sich bet Krieg noch hinschleppte, als Metz bereits gefallen war! (Abg. Singer: Volksheer!) Wenn die Regierung in Frankrerch schwach ist, so wird früher ober fpäter ein militärischer Abenteurer an die Spitze gelangen. Militärische Talente hat Frankreich nach wie vor. Wenn in Frankreich weite Kreise corrumpirt sind, mutz bann auch die Armee schon corrumpirt sein? ES tft nachgewiesen worden, dah uns Frankreich numerisch und in anderen Stücken überlegen ist. Bei der schwierigen Situation, in der wir uns be= finden, kann man wohl verlangen, daß wir wenigstens Frankreich gegenüber gewachsen sind, zumal wir 11 Millionen mehr Einwohner haben. Es handelt sich sür uns nicht nur um die Erhaltung Elsatz- Lothringens, sondern um die Erhaltung unseres Nationalstaats In Frankreich überwiegt der Revanchegedanke alles Andere. Jules Ferry wurde seine politische Existenz abgeschnitten, weil er im Ver­dachte stand, den Reoanchegedanken zurucktreten zu lassen. Der Revanchegedanke wird bis in die französischen^Schulbücher gepflegt.

1 (Quruf bet ben Socialdemokraten). Nennen sie doch ein deutsches Schulbuch, in dem die Gewinnung fremden Landes gefordert wird. Die Vorlage bringt die zweijährige Dienstzeit und. damit die Er­füllung einer alten liberalen Forderung, auf die früher das größte Gewicht gelegt wurde. Die Vorlage bringt eine Veriünguna der Armee und eine Erleichterung für die älteren Leute. Die Ablehnung dieser Erleichterungen würde erst Erbitterung Hervorrufen. Halten wir die Verstärkung der Armee im Interesse der Sicherung deS Friedens und unserer nationalen Existenz für nothwendig, dann müssen wir für das Nothwendige stimmen und erst bann wird es unsere Sache sein, auf möglichst gerechtem Wege bte Mittel au zu-

I bringen. Die Regierung hat die Brau- und Branntweinsteuererhohung I ousgegeben und andere Vorlagen für den Herbst zugefagt, durchweiche I die Last leistungsfähigen Schultern auferlegt werden foll Es find I die verschiedensten Steuern vorgeschlagen worden; ich gehe darauf I nicht ein, da neue Steuern vorzuschlagen, Sache der Regierung ist, I doch wird es sich empfehlen, der Frage der LuxuSsteuern näh zu I treten- Aus allen Gebieten unseres industriellen Lebens hat bte I Ungewißheit über die Militärvorlage große Beunruhigung hervor- j gerufen und davon werden doch nicht nur die Arbeitgeber, fandern I in höherem Maße noch bte Araeiter betroffen. Die Gegner der I Militärvorlage haben gefürchtet, mit der Gegnerschaft gen» I läge die Wähler nicht zu gewinnen; sie habe dehalb alles Mögliche I in die Wahlbewegung hineingeworfen. Es handle sich, sagten sie, I keineswegs nicht nur um die Milttärfrage, es handelt sich vtolmehr | darum, der auftommenben Reactton entgegenzutreten, eine Kartell- I Mehrheit zu verhindern und bergt, mehr. Sie können also nicht de- I haupten, nur von Gegnern der Vorlage gewählt »u fitn. Dir Mittel- I Parteien haben relativ und absolut den größten Zuwachs erfahren I Die Socialdemokratcn verdanken ihre Verstärkung der Unterstützung I anderer Parteien. Jedenfalls ist die Socialdemokratie als solche auf I ihrem Höhepunkt angetommen. (Widerspruch bet den Socialdemo- I traten.) Ja, warum treten Sie denn mit Ihrem Programm mehr und I mehr zurück. Wenn Sie bte Arbeiter wegen bes Zukunftsstaats inter- I peüiren, bann sagen Sie ihnen: Wir vertreten Eure Jntereffen, 1 damit basta! Wenn auch der Particularismus gewachsen sein mag

so äußern sich partucularistische Tendenzen innerhalb der regterenden Kreise heute weniger als früher. Wenn der Reichstag seine Be- beutung wtedergewinnen soll, so muß er da, wo es sich um Existenz­fragen handelt, zu einer festen entschlossenen Haltung bereit sein, sonst wird er tief in seinem Ansehen herabfinken. Hier, wo bte Regierung ihre Pflicht thut, ist es Aufgabe ber Vertretung der Nation, sie zu unterstützen. (Beifall.)

Reichskanzler Graf Caprivi: Aus einen demokratischen Ton aus dem Centrum war ich gefaßt, nachdem das Crntttmi1 sich! ent­schlossen hat, von dem kirchlichen auf ben demokratischen Standpunkt zu treten. Die Gröberschen Ausführungen entsprachen den Lieber schen Aussprüchen:Je weniger wir Offiziere und Soldaten haben, desto mehr werden bi& ihre Schuldigkeit thun" undJ-mehr Soldaten wir haben, desso mehr werden tobt geschossen." Die von Liebknecht angeführten Beispiele für die Tresfllichkeit des Volkskrieges beweisen das Gegentheil. Was es ben Vandeern ermöglichte, den Kampf so lange zu führen, warm der Royalismus und der Kathollcismus. Solche Volkskriege find länger und blutiger als Kriege geschulter Armeen. Das Urthetl aller militärischer Autoritäten geht dahin, daß unsere Zahl nicht ausreicht, um uns den Sieg in einem Kriege mit Frankreich zu sichern; wir müssen deshalb an unserer Forderung festhaltm. (Beifall.)

v. Heute Abend findet in Saint I

Quentin eine Versammlung der Socialisten und Revolu- I tionäre swtt, um über die Vorgänge in Paris, besonders über die Schließung der Arbeiterbörse zu berathen.

Paris, 8. Juli. Nach Annahme der im Volkshaus aus- aearbeiteten Tagesordnung kündigte ein Beamter der Arbetts- börse dem Publikum an, 170 Syndikate hätten den Ausstand beschlossen, woraus die Versammlung unter den RufenHoch die sociale Revolution",Es lebe der Ausstand" sich trennte. | Im Quartier latin wurde die Ruhe nirgends gestört, auch auf der Place de l'Hotel be bitte war nirgends eine Ruhe­störung zu verzeichnen. In der Rue Oberkampf bauten aestern die Manifestanten Barrikaden aus Fässern, wurden jedoch von der Polizei daran gehindert, dieselben m Brand zu stecken. Eine öffentliche Versammlung imCafe Boltatre , wo die Studenten gegen die Brutalitäten der Polizei prote­stieren wollten, wurde untersagt. Der Ausschuß der socialistischen Deputierten berieth über den Agttatwnsplan I in den Provinzen. Mehrere Deputierten sind bereits in der Nacht abgereist. Aus Lyon und St. Quentin wird gemeldet, daß sich unter der dortigen Bevölkerung eine große Aufregung bemerkbar mache. , . .

Paris, 8. Juli. Heute Vormittag herrschte tn ben Straßen völlige Ruhe. Ein Manifestant, welcher bei den Unruhen im Quartier Latin verwundet worden war, ist m I der vergangenen Nacht im Krankenhause gestorben.

Windsor, 8. Juli. Der Großherzog von Hessen ist heute früh zum Besuch der Königin hier eingetroffen.

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Festlichkeiten waren auf Wunsch des Großherzogs unter- * blieben. _