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erscheine täglich, arit KuSnahmk bei Montags.
Wie Wietzener »eel(U*eUtlei Dreien dem Anzeiger »Tchmtttch dreimal Ltigdtgt
Erstes Blatt Dienstag den 11. April
Gießener Anzeiger
Kenerat-Wnzeiger.
1893
vierteljähriger >leue«t«bpM<li 2 Mark 20 Pfg. erh vringerlohn.
Durch die Post dezsG» 2 Mark 50 Ps^
Rtbactiro, LxpelMa« unb Druckerei:
Sch»tßr«tz<JU.I
S«r»lPrecher 51.
Aints- unb Anzeigeblcrtt für den Ureis Giefzen.
Hratisöeikage: Gießener Aamilienökätter.
Berlin, 8. April. Wie verlautet, schenkt der Kaiser
Amtlicher Theil
Alle Unnonceu-Burraux des I»- <xb Auslandes nehm« Anzeige» Mr den .Wietzener Anzeiger^ entgegen.
Annahme »on Anzeige» ,o der Nachmittags für de» feUenben tag erscheinenden Nummer dis Var». 10 Uha.
57 Erkrankungen angemeldet.
Madrid, 8. April. Gestern Abend plünderten 200 Frauen in Sanct Alberto die Bäckerläden- die sofort requirirlen Truppen stellten die Ordnung wieder her.
Nr. 12 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 5. ds. MtS., enthält:
(Nr. 2089). Gesetz, betreffend die Begründung der Revision in bürgerlichen NechtSstreitigkeiten. Vom 30. März 1893.
(Nr. 2090). Allerhöchster Erlaß, betreffend die Aufnahme einer Anleihe auf Grund der Gesetze vom 16. März 1886 und 26. März 1893. Vom 1. April 1893.
Gießen, den 10. April 1893.
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
v. (Sagern.
Neueste Nachrichten»
Depeschen deS Bureau „Herold'.
Berlin, 10. April. Das Kaiserpaar ließ in einem Cabinetschreiben den italienischen Behörden den Wunsch auS- sprechen, auf der gesammten Fahrt auf den italienischen Eisenbahnen möchte keinerlei Empfang oder sonstige Ehrenbezeugungen statlfinden.
Rom, 10. April. Der neulich in das Kloster eingetretene Fürst Buoncampagni wurde fallit erklärt. Die Nationalbank ist mit zwei, die Bank von Sicilien mit einer Million betheiligt. Die Aktiven repräsentiren werthlose Actien römischer Winkelbanken.
Deutsches Reich.
Berlin, 8. April. Zur schwebenden Militärfrage ist die immerhin bemerkenswerthe Berliner Meldung zu verzeichnen, wonach der Berichterstatter der Militärcommission, der Centrumsabgeordnete Gröber, mit der Abfassung seines Referats wahrscheinlich erst Ende April fertig werden wird. Ob dieser unerwarteten Verzögerung besondere Ursachen zu Grunde liegen, ob sie speciell vielleicht durch neue Verständt- gungsverhandlungen, die noch hinter den parlamentarischen Couliffen spielen, veranlaßt worden ist, dies muß vorläufig dahingestellt bleiben, jedenfalls wird sich aber die Entscheidung im Reichstagßplenum über die Militärvorlage angesichts der Verzögerung in der Abfassung des Commissionsberichtes nun noch hinausziehen, sodaß die entscheidenden Abstimmungen erst für Mitte nächsten Monats zu erwarten wären. Da die Ablehnung der Militärvorlage auch im Plenum als höchst wahrscheinlich gelten muß, so rücken die längst drohende Auflösung des Reichstages und hiermit die Notwendigkeit der Vornahme von Neuwahlen jetzt ernstlich näher. Vermuthlich würde alsdann der Wahltermin in den Juni fallen, es erscheint daher begreiflich, wenn sich die einzelnen Parteien schon jetzt auf den anscheinend unvermeidlich gewordenen Wahlkampf einrichten.
— Die von der Marineverwaltung angeordnete Auflösung des deutschen Kreuzergeschwaders soll hauptsächlich in Hinblick auf die große Reparaturbedürftigkeit des Flaggschiffes, der „Leipzig", erfolgt sein. Dennoch bleibt es einigermaßen auffällig, daß nun gleich das ganze Geschwader ausgelöst werden soll, da die drei anderen hierzu gehörigen Kriegsschiffe, „Alexandrine", „Arcona" und „Marie", noch vollkommen diensttüchtig sind.
Ausland.
Bern, 8. April. Man glaubt hier, daß Ihre Majestäten der Kaiser Wilhelm und die Kaiserin Auguste Victoria die Rückreise aus Rom durch die Schweiz machen werden und zwar nicht incognito, sodaß eine Begrüßung Ihrer Majestäten durch den Bundespräsidenten stattfinden wird.
Rom, 8. April. „Italia Militare" sagt, die Truppen- revue am 24. April werde sich besonders glänzend gestalten. Kaiser Wilhelm, König Humbert, die übrigen Fürstlichkeiten und die militärischen Gefolge werden sich zu Pferde vom Quirinal durch die Via Nazionale über den Corso und über den Ponte Margherita nach dem Paradefeld begeben. Die Kaiserin und die Königin folgen zu Wagen. Bei der Rückkehr, die auf demselben Wege erfolgt, werden alle Truppen den Fürstlichkeiten bis zum Anfang der Via Nazionale folgen.
Rom, 8. April. Die anhaltende Trockenheit hat
pferd aus dem Trakehner Marstall.
Berlin, 8. April. In hiesigen Finanzkreisen ist die Ansicht verbreitet, Graf Schuwalow habe noch keine völlig ablehnende Antwort auf die deutschen Zollvorschläge von seiner Regierung mitgebracht, Schuwalow sei vielmehr bestrebt, den Abschluß des Zollvertrags zu ermöglichen und die wirtschaftliche Annäherung beider Reiche zu Stande zu bringen. — Der russische Thronfolger ist fort- gesetzt in deutsch-freundlichem Sinne thätig.
Berlin, 8. April. Der in Rouen seinerzeit als angeblicher Spion verhaftet gewesene Deutsche Gustav Kurtz wird in den nächsten Tagen vom Reichskanzler empfangen, um persönlich seine Beschwerden vorzutragen. Officiös wird mitgetheilt, der französische Minister des Aeußern habe den deutschen Botschafter benachrichtigt, die Untersuchung habe ergeben, die beteiligten Behörden hätten im Falle Kurtz einen bedauerlichen Mißgriff verschuldet Lind sei einer Wiederkehr solcher Vorgänge für künftighin vorgebeugt.
Berlin, 8. April. Heute Vormittag wurde im Beisein des Kaisers die Sprengung des Domthurmes vorgenommen. Trotz der Anwendung einer großen Menge von Dynamit blieb die Sprengung ohne Resultat. Der Thurm blieb unverändert stehen.
Dresden, 8. April. Der König wohnte der heutigen Sitzung der internationalen Sanitätsconferenz bei und nahm später an dem Frühstück der Delegirten Theil.
Ml| o u m Wll. VVUWU4Vl, ..... bereits großen Schaden angerichtet- besonders in Süditalie
dem ein werthvolles tob- | nimmt auch In
der hiesigen Gegend ab. In den letzten Tagen wurden noch
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Sieben, 10. April 1893.
** Ernennung. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog hat den practischen Veterinärarzt zu Heppenheim a. b. Bergstr. EduardNeunhöfferzum Kreisveterinärarzt des Kreisveterinäramtes Grünberg ernannt.
** Ernennung. Die Mittheilung dürste unsere Leser interessiren, daß Frau Marie Wittich in Dresden zur Königlich Sächs. Kammersängerin ernannt wurde.
** Reue« Theater. Es gereicht uns zur Freude, berichten zu können, daß gestern sich der Theatersaal fast zu klein erwies, um all die Schaulustigen aufzunehmen, die sich an her herrlichen Strauß'schen Operette „Ztgeunerbaron" ergötzen wollten, und daß dies der Fall war, bewiesen die reichlich gespendeten Beifallsbezeugungen, welche bei jeder Gelegenheit dem trefflichen Spiele der Darsteller entgegengebracht wurden. Die Damen Kronegold, Ziemann und Hein, ebenso die Herren Beermann, Thiemann, Conradi und Kicker waren den gestellten Aufgaben vollkommen gewachsen und erledigten sich derselben mit großem Geschick- dasselbe gilt von den Darstellern der kleineren Par- tieen: Homoney, Herr Schulhof, und dem drolligen Trio der Zigeuner, Herren Hertzog, Hobö und dem kleinen Hans Baars, welche den Schweinezüchter so „ausgezeichnet"
Fettilleton.
Die verhsngnißvoile Polonaise.
Novclette von Carl C ass au.
(Fortsetzung.)
Eine Minute später unterhielt sich die Baronin eifrig mit dem alten Freiheitskämpfer, aber ihr Auge suchte — Oginsky.
Der Mann aber, welchen sie vorhin Gablonskh genannt, stand an einem Pfeiler gelehnt, sah starr auf die Baronin und folgte der Richtung ihrer Augen. Er warf einen haßerfüllten Blick auf Oginsky, dann verschwand er.
Jetzt trat die Pause ein, bei deren Beginn sich Olga von Lubowsky in das Glashaus zurückzog. Oginsky erreichte es auf einem andern Wege. In einem versteckten Winkel unter Oleandern und Palmen sand er sie, kniete vor ihr nieder und flehte:
„Olga, sei mein!"
Sie beugte sich zu ihm nieder, sie zog seinen dunklen Lockenkopf an ihre Brust und flüsterte:
„Ich gehörte Dir schon lange, Oskar!"
„O, dieses Himmelglück!" jubelte äx.
„Ich verstand Dein Spiel! Die Polonaise war Deine Liebeserklärung!"
„In der That, Geliebte!"
Sie vergaßen die Welt um sich, bis die Zofe kam und der Herrin etwas zuflüsterte. Hierauf verschwand sie mit einer Kußhand für den Grafen.
Aurelie führte denselben von der anderen Seite fort in die Gesellschaft zurück.
Im Salon stand Olga plötzlich Egon von Gablonsky gegenüber. Derselbe suchte sich der schönen Wittwe zu nähern 4inb rief ihr leise zu .
„Olga!"
„Herr von Gablonsky?" antwortete sie kühl.
„ Ich habe im Ocean mein Grab vor Auge gesehen, mit den Rothhäuten um mein Leben gekämpft- bist Du noch unversöhnlich?" frug er mit glühenden Blicken.
„Lassen wir das, Herr von Gablonsky- das Alte ist vorbei!"
„Wir verfolgen doch noch einen gemeinsamen Zweck, wir dienen dem Vaterlande mit Gut und Blut!"
„Das ist aber auch das einzige Band zwischen uns!" fuhr Frau von Lubowsky fort.
„Ha, ich verstehe! Sie haben Ihr Herz an den Klim- perer dort verschenkt - ich sah es an Ihren Augen! So leuchten diese großen Sterne nur, wenn sie Liebe verkünden!"
„Herr Graf, Sie beleidigen mich!"
„Gut, gut," lachte er nun höhnisch. „Aber diese Lippen, die einst Egon von Gablonskh geküßt, ihn sollen sie nicht kosen!"
„Herr Graf, Sie sind unverschämt!" erklärte ihm Frau von Lubowsky empört.
Die Herrn und Damen standen in Gruppen beisammen. Man besprach die Noth des Vaterlandes, man verachtete den Schwächling Stanislaus, der die Königskrone mit so wenig Würde trug, man bespöttelte seine Minister, man höhnte die Kaiserin Katharina II. von Rußland, man verlachte den Emporkömmling Potemkin, amüsirte sich über die Gräfin Lichtenan und den Hos zu Berlin und rief, überall:
„Nicht eine zweite Theilung Polens, lieber den Tod! Lieber den Tod in der Entscheidungsschlacht!"
Der zweite Theil der Soiree begann. Kosciuszko, der alte Kämpe, stand an der Seite der Baronin, die nur mit halbem Ohr seinen Erzählungen lauschte, denn ihr Auge suchte Oginsky, um ihn vor einem Rencontre mit dem wüthigen Gablonsky zu bewahren. Es sollte ihr aber nicht gelingen.
Oginsky saß mit einigen Freunden beim Schaumwein und fühlte sich im Nachgefühl deS Erlebten glücklich, selig.
Morgen, morgen sollte sie den Tag bestimmen, an dem ihre Ehe geschlossen werden solle. Oginsky liebte mit seiner feurigen Künstlerseele zum ersten Mal- Olga war sein Ideal, der Stern, der ihm in mancher trüben Nacht geleuchtet.
Man sprach von der Noth des Vaterlandes.
Unsere Legionen sind bereit, der Führer ist da, werden wir alle am Platze sein? hieß es allgemein.
„Und Ihr, Oginsky?" frug man.
Oginsky ward sehr lebhaft.
„O seht, Freunde," entgegnete er, „der Kunst reichte ich meine Hand seit frühester Zeit, aber beide Hände gehören dem Vaterlande, wenn es ruft! In der Legion sollt Ihr sehen, daß meine Finger nicht nur die Tasten zu behandeln verstehen, sondern daß sie auch mit dem Schwerte dreinzuschlagen wissen!"
„Bravo, junger Freund!" klopfte ihm hier der greife Führer der ganzen Verschwörung auf die Schulter. „Bravo!" — „Darf ich den Herren hier meinen Freund und tapferen Kampfgenossen aus Amerika vorstellen, der mit mir neben Washington gestritten hat und jetzt in die Heimath zurück- gekehrt ist, um an der Erhebung Polens mit zu helfen, Herr Graf Egon von Gablonsky? Man stand auf, man verbeugte sich gegenseitig. Der Graf war bald mit allen bekannt, hielt sich aber strikte an Oginskys Seite. Er erzählte von den Indianern.
„Ja," sagte er höhnisch, „der rothe Mann freit nie um ein Weib, das schon einen anderen Mann geküßt hat!"
Einer der jungen Leute flüsterte Oscar zu:
„Er spricht von der Lubowsky, er war einmal vor Jähr' und Tag ihr Geliebter!"
„Nein, nein!" entgegnete Oginsky.
„Und doch, Graf!"
Oginsky schwieg, aber es war gerade, als ob man ihm einen Dolch ins Herz gestoßen.
Gablonsky beobachtete ihn:
„Ja, Herr Graf," flüsterte er ihm dann plötzlich zu.


