■um das Werk aufzuthauen. Auf alle Fälle sorge man dafür, daß die Nachbarn des BrandplatzeS sogleich in Kesseln Wasser wärmen. Nach gelöschtem Brand behandele man die Schläuche vorsichtig. Gefrorene Schläuche dürfen unter keinen Umständen geknickt werden, sondern mtiffcn erst mit warmem Wasier auf- gethaut und dann in einem erwärmten Locale getrocknet werden. An den Mesfinggewinden darf nicht geklopft und gehämmert werden, bis sie erwärmt find. Nach Rückkehr in das GeräthehauS ist die Spritze und alle Requisiten sofort wieder, wie vorstehend beschrieben, in Ordnung zu setzen. Sind Reserve-Schläuche vorhanden, so werden diese aufgepackt, denn Niemand ist sicher, daß in der nächsten Secunde das Alarmsignal zu neuer Arbeit ruft. Haben wir uns auf diese Weise für den Winter eingerichtet, dann können wir einstweilen getrost dem Kommenden entgegensetzen. Bei einigem Nachdenken wird sich allerdings noch gar manches finden, waS im Winter zweckmäßiger Weise zum Nutzen und Segen der Feuerwehren und zur Sicherheit unserer Mitmenschen bei Feuersgefahr geschehen kann.
Literatur rrnd Kttnft.
— Aosef Lauff, Regina codi. Eine Geschichte aus dem Abfall der Niederlande. Roman in 2 Bänden. Preis broschirt
8 Mark, in hochelegantem Crigtaelbcnb 12 Mk. (Köln und Leipzig, Verlag von Albert Ahn.) Eigenartig schön in seiner Sprache, vlafttsch in der Zeichnung seiner handelnden Personen, fein beobachtend in seinen Nakurfchtlderungen. Das ist es, wodurch Lauff einzig ist, wodurch alle seine Werke so grsßeS Aufsehen erregt haben und das ist es auch, weshalb LauffS neuem Buche „Regina codi" da unbedingter Erfolg vorhergesagt werden mutz. Eine Fülle von Ereignifien zieht in diesen zwei Bänden an unS vorüber und wie weih der Versafier die tnnerftm GemüthSfeiten anzuschlagen und die Leidenschaften zu schildernd Hatz und Jntrigue, Hochherzigkeit und Selbstverleugnung - alle Seelenstimmungen treten uns in diesem Werke lebendig entgegen und jede Persönlichkeit steht berechtigt da und fefielt unS durch ihre Wahrheit. Durch daS Ganze zieht alsdann der Glockenklang der „Regina codi", die bet jedem bedeutsamen Ereignih ihre Stimme ertönen läht und fast wie ein menschlich fühlende- Wesen an dem Wohl und Wehe der Stadt und ihren Bewohnern den innigsten Anlhell nimmt. Die geradezu prächtige Ausstattung der beiden Bände, der musterhaft schöne deutliche Druck bevorzugen dieses Buch zu einem Weihnachtsgeschenk, wie wir es besser nicht zu empfehlen wüßten.
Gleichzeitig hat die oben genannte Verlagshondlung einen in bunten Farben tllustrtrten WeihnachtS-Catalog ihrer Verlags-Werke in reizender äußerer wie innerer Ausschmückung ausgegeben. Derselbe enthält die Porträts von Josef Lauff, Karl von Perfall und Profeffor Adolf Ebelina, außerdem viele Inbaltsprobrn, die dem Büchlein einen bleibenden Werth geben. Jedermann, der sie zu Gesicht bekömmt, wird mit Freude über die überaus gefällige und schmucke Form erfüllt sein. Die Verlagshandlung versendet den Katalog auf Verlangen gerne gratis und franco.
— Dem Weltbad Karlsbad ist die neueste Nummer der Kunst- (Berlin W. 57, Verlag von Rich. Bong. PretS des VterzehntaghefteS 60 Pf.) gewidmet und mit Jntereffe wird jeder ehemalige und — zukünftige Curgast die hübschen, flotte» BUder betrachten und die lustige Schilderung lesen, die L. Hevest über die Sprudelstadt geschrieben bat. Unter den B ldern fehlt natürlich nicht die Darstellung deS McnschengewtmmelS bei „Pupp* und daS ganzseitige BUd ist so verlockend tn glänzendem Farbendruck reproductrt, daß man fich gern verleiten lasten wftd, im nächste» Jahre ebenfalls in die Parole „Auf nach Karlsbad" einzusttmmen. Daß da» österreichische Militär mit vollem Recht auf den KarlSdad- Btldern vertteten ist, werden „Unsere lieben Lieutenant»", beste» Fortsetzung dasselbe Heft der „Modernen Kunst' bringt, ohne Zöger» zugeben; zumal ihnen tn dem betrestenden Eapttel Gategenheft gegeben ist, ihre GesellschaftS-Talente in» hellste Licht zu stellen; da» prächtige Bild E. H. Küchlers „Sie begleitet, er singt" stellt eine nicht ungewöhnliche Episode auS den „Eommih - PeccoS" dar. Gleich fesselnd find die mllilärischen Bilder C. Becker» „Ja brr Reitallee" und „Im Luftdichten", beide trefflich tn fardfiem Drucke wiedergegeben. Unter den Runflbeilegen fällt das doppelsentge Bild F. M. Bredts „Arabischer Schleiertanz" durch die Vorzüglichkeit der Reproduction auf, ihm sind olle wettere Kunstblätter beigegeben: „Da» Ende vom Lied" von A Schmidt und „lieber die Schulter' von E. Dupain. Da» „Zick-Zack" bringt u. A. ein Portroit de» neuesten „Star" der Wiener Hofoper, der jugendlichen Sängerin Frl. Paula Mark. Unter den nächsten Hefttn der „Modernen Kunst" befindet fich die »Weihnacht» • Kommet", deren stet» köstlicher Btlderschmuck allsittig bekannt und gewürdigt ist.
L. Frohnhäuser
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sollen auf dem hirfigen Ortsgericht die »um Nachlaß deS Eduard Philipp Gack in Gießen gehörigen Grundstücke:
Flur 17 Nr. 50 — 431 qm Acker am Hamm,
Flur 36 Str. 248 - 1669 qm Wiese am Gänseacker,
Flur 39 Nr. 90 — 2819 qm Acker rechts deS Wtrsecker WegS, Nr. 91,5 — 1538 qm / Wiese - 1702 qm t chaselbst, Flur 42 Nr. 160 - 1619 qm Wiese an der Steinkaute auf den Weg und die Lahn,
Flur 42 Nr. 161 — 1619 qm Wiese daselbst
öffentlich freiwillig versteigert werden. Gießen, 5. December 1893.
Großh. OrtSgertcht Gießen.
_________I. A.: Bogt. 10052
Versteigerung.
Dienstag den 12. December, Borm. IO Uhr, versteigere ich Sonnenstraße Nr. 5 dahier:
eine Bibliothek von ca 1500 Bänden, wissenschaftliche und andere Werke, sowie Bilder, Landkarten und Geschäftsbücher.
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Beide Versteigerungen finden bestimmt statt.
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