1893
,'tt. 8 Zweites Blatt
Hralisßeikage: Hießmer Aamikienö tatter
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Feuilleton
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! Holz-Versteigerung. Freiwilliger Verkauf.
Donnerstag den ^.Januar Die WiMch°st „znm G°
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Dr. Fuhr, Rechtsanwalt.
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231] Schöne Wohnung, 6—7 Zimmer,
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Dienstag den 10. Januar
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hieaden EistvbahWgr.
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Vergebung von Wagnerarbeit.
Die Anfertigung und Lieferung zunächst eines gedeckten Kehrichtwagens soll im Wege des öffentlichen Angebots
Montag den 23. ds. Mts., Vormittags 11 Uhr, vergeben werden. Zeichnung (Lichtdruck), Beschreibung und Bedingungen liegen auf dem Stadtbauamte offen, woselbst bis zum genannten Termine Angebot und Werkzeichnung verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, einzureichen sind. Zufchlagsfrist acht Tage.
Giehen, den 6. Januar 1893. Großh. Bürgermeisterei Gießen.
Abfahrt.
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1893, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Anneröder Gemeindewald in den Abtheilungen 21a, 23 und 24
Biertriiäfrrtflet J^eexeecelsptdÄl 2 «Wart 20 Psg. o» Bringerlohn. Durch die Post bezvH« 2 «Rar! 50 W
WeUrtion, LN»editt— and Druckerei:
Kerntprecher 5L
Gießen, am 31. December 1892.
Spar- und Leihkaffe Gießen.
Doering.
^eßtJ?djr danke Dir, liebe Schwester. Jlsa war mein guter Sngel — ich bin tief in unseres Lieblings Schuld.
„Vergeben Sie mir, gnädiges Fraulein, bemerkte der Doctor kühl, „der Patient soll noch nicht Mel reden
Offerten mit Preisangabe unter M 1 an die Exped. d. Bl-
'ige.
kannten die ttauriy Nach. ' gefallen hat, nnseie liebe ößmutter
agiert,
s Aschaffenburg,
sich in ein. besseres Jenseits
Montag den 16. Januar 1893, Vormittags 10 Uhr, soll im Garnison - Lazareth zu Gießen für 1893/94 die Lieferung der erforderlichen Verpflegungsbedürfniffe und die Abnahme der gewonnenen Brotreste, Küchenabfälle und Knochen verdungen werden. [233
Die Bedingungen sind int Geschäfts» -zimmer des Lazareths einzusehen. Großherzogliches Garnison - Lazareth.
A. Bauholz. Nadelstämme von 17—32 Ctm. Durchm., 5—10 Mr. Länge, 47,21 Fstm. haltend, Nadel-Derbstangen, 0,60 Fstm. haltend.
B. Brennholz.
Mnmbcn Lag erscheinmkn Nummer bi» Bor». 12 Uh».
___ _____zi z zum Gam- brinus", Wetzsteingasse 39, soll aus freier Hand zwecks Vermögensauseinandersetzung verkauft werden.
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Irrwege.
Novelle von F. von Pückler.
md)t „Ich bin Dein Vater, Isabella! Ich komme, endlich mein Kind aufzusuchen, nach welchem ich mich fett zwölf Jahren gesehnt habe."
„Mein Vater?!" c .
Es lag mehr Schreck als Freude tn dem Ausruf un Constantin Volkert erkannte dies wohl, aber er sagte lächelnd. „Ja, Isabella! Ich bin Dein Vater. Und tote schön Du
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sollte nichts davon erfahren, daß sie elend geworden set.
Und endlich kam der Tag, daß Waldstein zum ersten
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Gegen Bürgschaftsleistung binnen 14 .
sechsmonatlicher Zyhlungstermin und Abfuhrtermm bts zum 15. Mat
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reöig, geb. gngleit. ■ , 9. Januar 1893. [395 ■ tai Uft 10. d. M., ■
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Spar un- Leihkasse Metzen.
Außer den feststehenden Zahltagen, Mittwochs und Samstags, wird bei unterzeichneter Kaffe noch ein besonderer Zahltag Dienstag den 10. Januar 1893 abgehalten.
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vorzüg- | Eleg^zeigtem ^hl hübsche doch
nun von Leidenschaften durchwühlte, kupferrothe Gesicht gesehen zu haben, sie wich abermals zurück, als ber t^embe, ihr beibe Hände entgegenstreckend, ausrtef: „Isabella, kennst Du mich denn wirklich nicht mehr wieder?
„Nein," entgegnete sie unsicher, „tch wetß in der That
dessen Lob zu vernehmen. ,
Jetzt stürzte Fräulein Sophie laut und erregt wie immer in die Krankenstube und zu ihrem Bruder hm.
Mein armer Alfred! Nun endlich darf tch zu Dir. Man har mich unverantwortlich von Dir ferngehalten, trotzdem ich vor Angst beinahe vergangen bin, ob Du auch gut ver-
408
(6. Fortsetzung.)
Zum ersten Male sagte die arme Isa sich das alles ■ ,rernte bitterlich darüber, nur vor Fräulein Sophie nicht- fie
ÄÄ °der^zu litte gesucht.
Näheres bei der Exped. d.'Bl.
festgesetzt bi6 Jum 31. Januar l. I. bei der unt°rr°ichn°ten
Stelle einzureichen, woselbst am 1. Februar l. ^ormütags ll Uhr, die Eröffnung stattfindet. - Die Gebote können für das Schmit-und Schwellenholz, sowie andererseits für das Bau- und Grubenholz tm ganzen und auch abtheilungsweise eingelegt werden.
Nähere Auskunft ertheilen dte unterzeichnete Stelle und bte betr. Forstwarte, zunächst Forstwart Brück dahier.
Gießen, den 3. Januar 1893.
Großherzogliche Bürgermeisteret Gteßen. Gnauth.
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Nutzholz-Verkauf.
Aus dm Waldungen der Stadt Gießen. 4-6 km ton Gieß-n entfernt und an chaussirte Abfuhrwege angrenzend. das sagend-, u Schnitt-, Schwellen- und Grubenholz rc. geeignete Elchen stammyolz vergeben werden: __
neue Welt.
Sie war eine ganz vorzügliche Reiterin und sie wußte das auch, es konnte ihr nicht schwer fallen, die oei^,cbenc” Evolutionen im Sattel zu lernen und bann wmtte ihr Ruhm unb Bewunberung, statt bem Hohn und Widerwillen, den sie hier täglich von Sophie v. Waldstem ertragen mußte.
„Mein — Vater," srug sie nochmals mit stockenbem Athem, „ist es benn auch — kein Jrrthum?"
Nein," lächelte Constantin Volkert, denn er war es wirklich, „mit jenem hinreißenben Ausdruck, der ihm einst die schöne Gräfin Alice gewonnen, „Du bist mein Kind und ich komme, um Dich zu bitten: HM mir! Sieh, Dein Auftreten im Circus wird allgemeines Aussehen erregen, ich werde glänzende Einnahmen machen, em berühmter Mann werden und allein durch Dich, Isabella! Ich habe lahrelang mit Unglück zu kämpfen gehabt, aber Deine schone Erscheinung wird mit einem Male mein Glück begründen. O, Kind, Kind, kannst Du Deinen Vater abweisen, wenn er L)tcy bittet: Hilf mir!"
(Fortsetzung folgt.)
geworden bist, welche elegante Figur! Dazu das wunderschöne, blonde Haar! Nun, meine Kleine, Du wirst m> der Manege Aufsehen erregen; ich freue mich schon auf Dein
Die junge Dame fuhr jäh empor, glühende Röthe färbte ihre Stirn und Nacken. .
3n den Circus?" rief sie mit blitzenden Augen, „nie mals" Ich bin keine Kunstreiterin!"
Aber Du sollst eine werden, Kind," lächelte Volkert, ihre Hand erfassend, „beßhalb komme ich her um Dich zu holen; Du wirst boch nicht länger biesen sremben Leuten verpflichtet fein wollen."
„Nein," entgegnete Jia heftig, „aber ich will eine Stellung suchen, bie mir mehr zusagt; ich kann nicht vor einer großen Menge mich probuciren.
„Doch, Herzchen, Du wirst es lernen unb ich sage Dir, es ist bas Schönste, was Du Dir denken kannst, aus dem Rücken des Pferdes durch bte Manege zu fliegen, umbraust von dem Applaus einer ungezählten Menschenmenge. Selbst Ptiuz-U sind unser- Zufchauet. Du kannst mich, D-in-n armen Vater, wieder glücklich machen.
Wie Syrenengesang tönten Constantin Volkerts Worte ans Ohr des jungen Mädchens und ihr verbittertes Gemüth sog dieselben begierig ein. Gerade jetzt m diesem Augenblicke, wo der Boden unter ihren Füßen schwankte, wo Fraulein von Waldsteins herzlose Worte sie aufgeruttelt- hatten aus dem sorglosen Tändeln der Madchenzahre winkte ihr eine
und ich möchte Vorschlägen, des Fräuleins Pflege noch bei- SUbC^$orläufig n-°rd- ich sie n-rir-t-n," b-harrt- Sophie ziemlich spitz, „ich habe sie ein wenig in den Garten gerieft, damit sie sich ausruhen kann. Zum Abend —
Will ich sie jedenfalls wieder hier haben, unterbrach sie Waldstein energisch, „ich bin ruhiger, wenn sie um
Ieikgeöotenes.
Sililiilsdiulie größte Auswahl zu billigsten Preisen; besonders empfehle Rex mit Kunstlauf.
A. Kilbinger,
Seltersweg 19. [133
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~Ahhi_ ntrht. , Währenddem war das junge Mädchen ins Speisezimmer
erlich darüber, nur vor Fraulem Sophie nicht, ste 9 . Glas Milch durstig zu leeren, dann wandte
erbarmungslos ihre abhängige Lage klar gemacht, Preten, um em
” *rtrtf'r,,n- hofc fie ^end aeworden sei. f ro*r ein warmer, sonnenheller Apriltag, über den Uno enouch ram uci ^ug, baß Waldstem jum eriiei Sträuchern und Büschen hing ein lichtgrüner Schleier und m“Ä»FSä» --»w-“
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vegt, „so wird es doch noch gut werden Du ble bst^ Krankenzimmer gekommen und mit langen Zügen sog sie den uns, Gott erhört mein Gebet! O, tote bin ich glücklich. balsamischen Duft ringsumher ein. Aber jene sorglos sonnige
Und sie brach in einen Strom heißer Thronen aus, der balsamsichen n g M ^bburtstage wollte nicht
fler nicht versiegen wollte, bis ber Patient endlich seine Hand ö * erfüllen; es war ihr, als sei sie eine andere auf ihren Scheitel legte. "worden Je mehr sie über Fräulein Sophies harte Worte
„Sei ruhig, meine Isa! Ich bin auch sehr glücklich, g . , . &atte rie eingesehen, daß sie im Grunde Dich wieder zu haben. Nun wollen wir miteinander rech gehabt; Schloßt Waldstein konnte nicht ihre Heimath
heiter leben. . . | vAeXtwn henn sie war ia nicht Onkel Alfreds Tochter. Und
Das atme Mädchen fühlte bei ^WottenelnenSch bl b , s Gedanke, dies alles zn lassen und in die irn Hetzen, abet sie bezwang sich nnd lächelte nut mühsam. °q wa^^9 futd)t6at schwet. .
,®uter, lieber Onkel! c^mmer tiefer war sie in den Park hmeingeschntten; sie
Der Arzt kam jetzt ins Zimmer und als Isa hinüber I t | 1 ^hen, dafür lag aber der
zmg, um Fräulein Sophie zu ^len, schilderte er He : [id) nat)e welcher an den ersteren stieß. Jetzt
von Waldstein, wie rührend das junge Mädchen bei ber Pfleg i gedämpfte, vorsichtige Schritte hinter sich, sie wandte
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und jammerte nicht, nur beten sah ich sie oft. hnr!u-' liches Fräulein, Herr von Waldstein!"
Der Kranke nickte gerührt; er kannte feinen blonden
'Liebling, aber dennoch that es ihm wohl, auch von Anderen
26 Raummeter Nadelscheitholz,
149 „ Nadelknüppelholz,
41,5 „ Stockholz,
6120 Nadel-Wellen.
Die Zusammenkunft ist auf der Grünbergerstraße am Pfarrweg.
Annerod, 6. Januar 1893.
Großh. Bürgermeisterei Annerod.
Engelhardt. 324
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MMchemr Anzeiger ägas Kmerat-Z<nzeiger.
Amts- und Anzeiseblatt für den Areis Gießen.
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