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""och auch die Hinneigung der galizischen Polen zu Oesterreich über jeden Zweifel erhaben ist. Es 'gewinnt darum diese Shmbgebung deS österreichischen Herrschers fast den Character einer Demonstration zu Gunsten des Polenthum», daffelbe scheint offenbar berufen, in dem Taaffe'schen Oesterreich mehr denn je die erste Geige zu spiele«.

In Spanien soll die carliftische Agitation fortdauern. Einstweilen scheint die spanische Regierung je- doch noch keine carliftische Gchilderhebung zu befürchten, da gegen eine solche nirgends besondere Maßregeln getroffen sind.

Nerreste Nachrichten.

Wolst's telegraphische- Correspondenz - Bureau.

Berlin, 7. September. Die Stadtverordneten-Berfamm- lung genehmigte heute ohne Debatte 10000 Mark al- Beihülfe zur Linderung des durch die Brunnencataftrophe in Schneidemühl entstandenen NothstandeS.

Bremen, 7. September. Die Hauptversammlung des Guftav-Adolf-BereinS sprach die große Liebes­gabe im Betrage von etwa 18 000 Mark der Gemeinde Troppau in Oesterreich-Schlesien zu. Als Ort der nächst, jährigen Hauptversammlung wurde Darmstadt gewählt.

CourcelleS, 7. September. Bei dem heutigen Manöver commandirte der Kaiser daS 16. CorpS, das durch die aus der Pfalz über Falkenberg anrückende 5. bayerische Division verstärkt war. DaS CorpS kam gegen 9 Uhr an. Der Kaiser hatte den Höhenzug zwischen WaibelSkirchen und MemerSbronn besetzt und zur Bertheidigung eingerichtet. Das 8. CorpS versuchte nach einem Artilleriekampf von Norden auf den rechten Flügel des 16. Corps zu drücken. Um 10 Uhr b^°hl der Kaiser einen Offensivstoß seines rechten .Flügels, gebildet auS der 34. Division- mittlerweile waren die Bayern herangerückt und umfaßten den linken Flügel des Gegners, der zwischen der 34. und bayerischen Division vorging; die Cavalleriedivision attakirte zugleich- der linke Flügel deS achten CorpS wurde zum Rückzug gezwungen- dagegen machte der rechte Flügel einen schneidigen Vorstoß, wobei die

4. Husaren, 7. Dragoner und die hessischen Dragoner bis in die Batterien der CorpS-Artillerie des 16. CorpS kamen.

Vorstoß konnte aber nach den großen Erfolgen des 16. CorpS auf dem rechten Flügel den Rückzug des 8. CorpS nicht aufhalten. Um 11 Uhr wurden die Bewegungen ein­gestellt. DaS Wetter ist trübe und windig- wenig Regen.

Augsburg, 7. September. Der 22. Deutsche Ju­risten tag ist heute eröffnet worden. Zum Vorsitzenden wurde durch Acclamation der Wirkliche Geheime Oberjustizrath Dr. v. Gneist gewählt. Der bayerische Justizminister, Frei. Herr v. Leonrod, begrüßte die Versammlung im Auftrage des Prinzregenten und wurde zum Ehrenpräsidenten gewählt. Die Stadt zeigt reichen Flaggenschmuck.

Augsburg, 7. September. In seiner Ansprache an den Juriftentag hob der Juftlzminister Frhr. von Leonrod die grogen Verdienste deS Juristentages um die einheitliche Gesetz, gebung in Theorie und Praxis hervor und forderte die An­wesenden zu weiterer Mitarbeit an den bevorstehenden wichtigen und schwierigen Aufgaben einer gesunden Gestaltung deS bürgerlichen Rechts auf. Der Vorsitzende Professor v. Gneist dankte im Namen des JuristentageS.

Augsburg, 7. September. Juristen tag. In der Plenarsitzung berichtete Justizrath Wilke-Berlin über die Ent­wicklung der Gesetzgebung in den beiden letzten Jahren in Deutschland und Oesterreich. Die in den Abtheilungssitzungen behandelten Themata bettafen Abzahlungsgeschäfte, Pfandrecht an Grundstücken, Bankdepotgeschäfle und daS Verhäliniß zwischen Geld- und Freiheitsstrafen.

Depeschen des BureauHerold".

Berlin, 7. September. DerNationalzeitung" zufolge verlautet, daß bei der gestrigen Berathung der Tabak, fabrikatsteuer starke Gegensätze zu Tage getreten seien.

DerVoss. Ztg." zufolge stützen sich die Informationen der Commissäre über die Wein- und Tabaksteuer auf Besprechungen, welche in den betheiligten Einzelstaaten zwischen der Regierung und den Jntereffentenkreisen stattgefunden haben. Eine nochmalige Conferenz der Finanzminister findet nicht statt, dagegen wird erwartet, daß die Finanz- Winister wenigstens in ihrer Mehrzahl den Berathungen deS BundeSratheS und deS Reichstages beiwohnen, in welchen die Steuervorlagen besprochen iverden.

Berlin, 7. September. Die Verhandlungen über die Ausnahmebestimmungen der Sonntagsruhe in der Industrie und Handwerk führen anscheinend zu vielen Weite­rungen. Auch soll die beabsichtigte Gewinnung einer gemein­samen Grundlage für die Bestimmungen vielen Schwierig­keiten begegnen. Dennoch hofft man einen Ausgleich zu erzielen.

Berlin, 7. September. DerReichsanzeiger" vtröffent- licht ein Verbot der Ein« und Durchfuhr von ge­brauchter Leib- und Bettwäsche und gebrauchten Kleidern aus Rußland. Ausgenommen sind Wäsche und Kleidungsstücke, welche von Reisenden mitgesührt werden.

Berit», 7. September. DieNordd. Allgem. Ztg." dementirt die Gerüchte von einer bevorstehenden Ausgabe einer Reichs- und Staatsanleihe.

Kiel, 7. September. Heute Nachmittag wurden die unter dem Verdachte der Spionage verhafteten Franzosen behufs Feststellung ihrer Persönlichkeit photographirt.

Kiel, 7. September. Nachdem die englische YachtIn- sect" polizeilich freigegeben, hat dieselbe heute die Rückreise nach Cowc- angetteten.

Tilsit, 7. September. Die Ruhrerkrankungen Hierselbst sind im Zunehmen. NeuerdtngS sind wieder zwei, unddreißig Erkrankungen vorgekommen. Die Gesammtzahl der an der Ruhr Erkrankten beträgt 135, die der Todes­fälle 9.

Wie», 7. September. Der Handel-Minister ordnete die Anwendung der Bestimmungen der internationalen

sanitätS-Conremirn in Dresden gegen alle Herkünfre auS den Häfen Südrußlands an.

Paris, 7. September. In diplomatischen Kreisen ver­lautet, Graf Münster beabsichtige wegen seines hohen Alters von dem Posten eines deutschen Botschafters zurück- zu tret en. DerFigaro" will wissen, der jetzige Gesandte Deutschlands in Madrid, Graf Radowitz, werde zu seinem Nachfolger ernannt werden. In dem Generalrarh wurde der Wunsch ausgesprochen, Marseille möge der Standort deS neuen russischen MütelmeergeschwaderS sein.

Brussel, 7. September. Einer Verordnung der Regie- rung zufolge, wiesen sämwtliche Gouverneure die Gemeinde­behörden an, alle Vorräthe an deutschen Streich, hölzern mit Beschlag zu belegen und die Inhaber zu protokolliren.

Neapel, 7. September. Gestern sind hier vier Personen an der Cholera gestorben.

Rotterdam, 7. September. Gestern wurden hier zwei Cholerafälle constatirt.

Algier, 7. September. Von 7000 Pilgern kehrten nur 5000 zurück, die übrigen sollen an der Cholera ge­storben sein.

Chicago, 8. September. Bei Cochour, nahe Chicago, sind zwei Personenzüge z u sa mm eng e ft o ß en. Die Eisenbahnwagen thürmten sich übereinander. 25 Personen sind verwundet, 10 tobt.

Cocoles unb provinzieller,

Gießen, 8. September 1893.

* Empfang. Dem gestern Abenb von Chicago zurück- gekehrten Herrn Commerzienrath Heyligenstaebt haben bie Beamten unb Arbeiter ber Firma einen außerorbentlich herzlichen, festlichen Empfang bereitet. Der Garten ber Villa Heyligenstaebt war burch electrisches Licht, Lampions aller Art unb anbere Jlluminationskörper feenhaft beleuchtet, Tannengrün unb Laubgewinbe schmückten Thüre unb Thor unb sinnige Transparente boten bem Heimkehrenben leuchtenbe Grüße. Ein gut besetzter unb wohlgeleiteter Sängerchor empfing ben von Allen freubig Bwillkommneten mit 'einem trefflich vorgetragenen Liebe. Drei weißgekleibete Mädchen (Kinber von Beamten) nahten sich hierauf dem Herrn Commerzienrath, der freubig überrascht unb sichtlich gerührt icar, am Eingänge beS Hauses unb brachten ihm Blumen unb eines berselben auch einen poetischen Willkommgruß dar. In ben Geschäftslocalitäten begrüßten bann bie Angestellten ihren zurückgekehrten Chef aufs Herzlichste. Der gan-.e Ver­lauf ber kleinen Feier zeugte wieder von bem herzlichen Einvernehmen, welches zwischen bem Chef ber Firma unb einen Beamten und Arbeitern besteht. Wir aber wollen diese kurze Notiz mit dem Wunsche schließen, daß die glücklich vollendete Reise für den Herrn Commerzienrath Heyligenstaebt in gesunbheitlicher unb geschäftlicher Beziehung den besten Erfolg haben möchte.

** Hksfisches Allerlei. 1605 würbe bas Gymnasium zu Gießen, 1606 dasjenige zu Bübingen errichtet, bie Universität zu Gießen 1607.

1622 würbe Oberhessen burch Kriege verwüstet.

Die Herren von Schlitz würben 1725 zu Reichsgrasen erhoben.

Die Tortur würbe von Lubwig IX. in Hessen 1771 aufgehoben.

Das Läuten um 10, 12 unb 5 Uhr würbe 1629 an- georbnet, es sollte bie Menschen zum Gebete rufen, um Gott wegen ber Pest zu versöhnen. In ben Stäbten sollte mit allen Glocken, auf bem Lanbe nur mit einer Glocke baS Zeichen zum Gebet gegeben werben. Noch jetzt ist bas Läuten mn bitte Stunde in manchen Orten (auch in Gießen) üblich. Die Pest raffte zu damaliger Zeit die Menschen haufenweise weg, viele blieben unbegraben. Hunde und Katzen waren damals Leckerbissen. Räuberbanden durchzogen unsere Gegend, viele Orte wurden zerstört und verwüstet.

Die Burg Ulrichstein wurde 1343 von Johann von Eisenbach aufgebaut, da sie feit dem vorhergehenden Jahrhundert in Trümmern lag. Einige Jahre später wurde die Burg von Heinrich von Riedesel ausgebaut und mit Mauern und Gräben versehen. 1347 erhielt die Feste Ulrichstein städtische Rechte.

1343 wurde ber Ritter Heinrich von Riedesel mit bem hessischen Erbmarschallamt belohnt, der älteste Sohn beS Erb- marschalls sollte basselbc erben unb ungeteilt besitzen.

Vom Lbstmarkte. Preise für Tafelobst noch sehr schwankenb, aber feines Tafelobst viel begehrt. Man lasse beShalb bie besseren Apfelsorten, wie Winter - Golbparmänen, Kaiser-Reinetten, Rabau :c. möglichst lange hängen unb breche sie dann. In Mo st ob st Geschäft noch flau, da viel Früh- unb Fallobst verwendet wird. Preis meist 5 Mk. per Malter. Man verkaufe nicht voreilig zu billigeren Preisen, da Württemberger nachkommen. Ablieferungs­bedingungen lauten meistens auf Anfang Dctober, da die Obstweinproducenten nur gut ausgebildetes Obst kaufen. Man lasse deshalb auch Schüttelobst möglichst lange hängen. Zwetfchen zum Brennen kaufen nachstehende Firmen: Max Homburger in Karlsruhe (Baden). Gust. Schwan Nachfolger in Darmstadt. Leonh. Mechler in GraSellenbach. Xaver Wanderspiel in Kappel-Rodeck in Baden. Lenerz in Cochem. Joh. Braun in Pfeddersheim bet Worms.

Die Guter Abfertigungen sind von Neuem angewiesen, daS Publikum in verständlicher Weise über den Zweck der Declaration deS Interesses an ber Lieferung bei Aufgabe von Gütern aufmerksam zu machen. Währenb früher eine Wcrthbeclaration unb auch eine Declaration beS Interesses der rechtzeitigen Lieferung geschehen konnte, kann nach der neuen VerkehrSordnilng der Versender nur noch da- Interesse an der Lieferung im Frachtbrief declariren. Der hierfür zur Erhebung kommende Frachtzuschlag beträgt 5 vom Tausend ber declarinen Summe für je emgefengene 200 km, mindesten-

aber 40 Pf., ist also bedeutend höher al- für bie früher zu- lässige Werth- und Jnteressendeelaration. Zweck und Wirkung der jetzt zulässigen Jnteressenbeclnration ist folgende: Nach der Verkehrsordnung und dem nationalen Ueberemkommen ist die Haftung der Elfenbah« im Falle deS Verluste- ober der Beschädigung deS Gutes nicht mehr auf ben Satz von 60 Mark für 50 kg beschränkt, vielmehr ist ber Schaden­ersatz stets in Hohe beS wirklichen DercheS (gemeinen Handels- werthes) bezw. deS ganzen Betrage- de- Minderwerthe- zu leisten. Hat also eine Declaration beS Interesse- an der Lieferung ftattgefunben, so kann im Falle des Verluste-, ber Minderung, ober bet Beschädigung noch ein weiterer Schadenersatz bi- zur Höhe deS beclarirten Betrage- beon- spracht werden, sofern die Höhe desselben nachgewiesen wird. Gegenstand der Jnteressedeclaration ist also ber den wirk- üdjen Werth des Gute- übersteigende Schaden, so baß nur derjenige Betrag zu declariren ist, welcher im Falle de- Der- lusieS ober ber Beschäbigung über ben wirklichen Werth hinau- geltenb gemacht werben soll. Die Jmeressenbeclararton hat sodann die weitere Wirkung, baß sie bei Überschreitung der Lieferfrist eine Steigerung deS ohne Nachwet- eines SchadenS ZU leistenden Ersatzes auf da- Doppelte herbeiführt.

* Za bet Frage ber Platzkarten schreibt em .Eisenbahner", baß bie Platzmiethe lebiglich al- ein Aequivalent ber Kosten für bie in ben Harmonikazügcn besonder- vorhandenen Ein­richtungen zur Bedienung der Reisenden anzusehen ist. Diese Auffassung entspricht der weitverbreiteten Ansicht, daß die Platzkarten in Wirklichkeit nur einen willkürlichen Zuschlag Zum Fahrpreise bedeuten. Nach ben Auslassungen ber Eisen- bahnverwaltung sollen allerdings bie zwei Mark nur dafür bezahlt werben, baß man sich einen beliebigen Platz im Boraus üdjern kann. Wenn baS aber wirklich ber Fall ist, so müßte eS doch minbeftenß gestattet fein, auch ohne Platzkarte bie Harmomkazüge zu benutzen unb sich auf irgenb einen freien Platz nach eigener Wahl zu setzen, auf bie Gefahr bin, ben Zug verlassen zu müssen, fobalb alle Plätze verkauft finb. Die Platzkarten müssen aber gekauft werben unb bamit ge­stalten sie sich in ber That zu einem Zuschläge, ben die Ver­waltung mit demselben Rechte auch beliebig erhöhen könnte»

W. Inheiden, 7. September. Bei ber heute hier statt- I gehabten Bürgermeisterwahl würbe der seitherige Bürgermeister Reitz mit großer Majorität wiebergewählt.

U. Ulrichstein, 6. September. In wilden, fetten, frucht­baren Gegenden hohe Gra-erträge zu erzielen, ist kein Kunststück, wohl aber bei unS unb auf ber Felbkrücker Hohe, wo wir neun Monate Winter unb brei Monate kalt Haden. Trotzdem sinb unsere Erträge sehr befriebigenb und sie inte- reffiren viele freunbliche Le,er dieser Zeitung vielleicht ebenso sehr, als bie Nachrichten von günstiger gelegenen Wiesen. Wir haben in der Gemarkung Peter-Hainer Hos ungefähr 22 Morgen herrschaftliche Wiesen liegen, welche zu ca. 360 Mk. versteigert wurden, sodaß ber Morgen auf 16,40 Mk. zu stehen kommt. In ber Gemarkung Ulrichstein liegen etwa 36 Motgen Wiesen, welche 720 Mk. PachterlöS für Grummet- groß erzielten, sobaß bet Morgen 20 Mk. beträgt.

G. SeißNidda, 6. September. Heute hat hier die Versteigerung beS Gemeinbeobste- ftattgefunben, welches sehr gut bezahlt worben ist. Nach mäßiger Schätzung wirb da- Malter (Doppelcentner) ber noch auf ben Baumen hängenben Obstsortimente folgende Preise erzielen: Die Aepfel stellen sich pro Doppelcentner auf 6 bis 7 Mk. ge­brochen- bie gefallenen Aepfel (Mostobst) auf 5Mk. Birnen, welche bieseS Jahr recht rar sind, kommen auf 8 Mk. unb darüber; Zwetfchen auf 7 bi- 8 Mk. In RingShausen wird das ©immer Zwetfchen zu 2'/, Mk., daS Malter also zu 10 Mk., offerirt, eine Offerte, die wohl wenig Aussicht auf Beständigkeit hat. AuS Frankfurt wird gemeldet, daß der Doppelcentner Mostobst von ben Württembergern zu 4 Mk. offerirt worben ist.

0. Aos bem oberen Ribdalhale, 6. September. Die GrummetgraSver st eigerungen in unserer Gegend, als da sind in ben Gemarkungen Rainrob, Eichel-bors, Ober- Schmitten, StomfelS unb Langb, haben stattgefunben unb sinb auS ber Umgegenb gut besucht gewesen. Solche Preise, wie sie auS ber Wetterau berichtet werden, haben wir nicht, weil bie Erträge nicht so hoch sinb, als horten. Dagegen haben bie Neuanlagen in ber Gemarkung Ober Schmitten ganz glänzenbe Erträge geliefert, wie sie selten anberßwo gefunden werden. Unsere Landwirthe können sich daran ein Muster nehmen unb daraus lernen, baß im Wiesen- unb Obstbau noch viele- Geld verdient werben kann, man muß eS nur zu ftnben wissen. Da unter ben Wiesen größere Flächen sinb, welche weniger hohe Erträge bringen, drückt sich ber Durchschnittsertrag herab - trotzbem berechnet er sich auf 23 Mk pro Morgen, waS für Grummetgras immerhin noch ein sehr annehmbarer Erlös genannt werben muß. Seit einigen Tagen haben wir prächtige- Septemberroetter, welche- bie Einbringung oeS Grummet- wesentlich fördert. In manchen Lagen haben bie Leute schon Enbe August mit ber Ernte begonnen, sie tarnen in- Regenwetter, mußten eine volle Woche mit bem Futter hcrumziehen unb büßten an Masse unb Qualität ein. Jetzt ist e» besser geworden.

«11 Starkenburg, 5. September. Die hessischen Steuercommifsariat-gehÜlfen, welche sich am 3. September d. I. in Frankfurt a. M. zu einer Berathung betreff- Verbesserung ihrer Lage versammelt hatten, haben ii« A. beschlossen, bie in ben Gesuchen vom Jahre 1892 an bie beiben hohen Kammern ausgesprochene Bitte, e- mögen:

1) ben becretmäßig angestellten SteuercommtssariatSgehülsen ihre GehaltSdezüge, zuzüglich ber allen hessischen Beamten gewährten lOproc. Zulage au8 ber Staatskasse au-bezahlt,

2) diese Gehälter in Krankheitsfällen :c. vom Staate ge­sichert,