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Vom Knobeltisch. Es ist eine alte Erfahrung, schreibt dasVerl. Tagebl.", daß der Treppenwitz der Welt« xcschichte auf Schritt und Tritt folgt. Man kann das so recht erkennen, wenn man einmal zur Frühschoppenstunde eines der bekannten Weißbierlocale im sogenannten quartier latin aufsucht, wo sich die Herren Studenten mit heißem Bemühen quälen, im Knobeln einander das Bier und die dazu ge­hörigen Schnäpseanzuhängen", deren unbeschränktem Genuß sie sich gerade in dieser erquickungsbedürstigen Sommer- zeit, wo das Semester seinem Ende zuschleicht, mit besonderer Inbrunst hingeben. Der Mannigfaltigkeit der Combinationen, welche die Zahlenreihe der drei Würfel zuläßt, entschlüpft so leicht keine der Persönlichkeiten, die das Tagesinteresse an die Oberfläche schwemmt. Die großen historischen Personen wie die flüchtigen Erscheinungen des Augenblicks müssen ihre tarnen in gleicher Weise dem Studentenhumor leihen, der in erfindungsreicher Grübelei immer neueBestimmungen" auSdüftelt und mit diesen Namen bezeichnet. DieBestim­mungen" werden bald Gemeingut aller knobelnden Kreise, sie nehmen ihren Weg überS Weltmeer, aber sie kommen und schwinden, wie die Namen, die sie tragen. Welcher knobel­kundige Mann ist heute so zurückgeblieben, daß er seinem Gegner einen Wurf wiePauline Lucca" oder garClassen- Nappelmann" zumuthen möchte? Selbst Eleonore Düse, die Wochen hindurchgetrudelt" wurde, gehört schon in das Reich der Erinnerung, und nur die allerhöchsten Semester wählen noch einmal einenBismarck und Lasker" ober einen ,, (leinen Windthorst". Die Männer des Tages sind auch beim Knobeln an der Tagesordnung. Da ruft ein dicker Studio, der nur noch denGnadenwurf" hat:caper, caprivi, caprero, und die Anderen vertiefen sich alsbald in diesen zeitgemäßen Wurf. Der Dicke wird ein Streichholz los, und derReingefallene" bestimmt schleunigst:Baumbach gegen zwei Fronren". Am meisten muß jedoch Herr Ahlwardt herhalten, dessen gefeierter Name den Knobelcomment außer­gewöhnlich bereichert hat. DurchAhlwardt hupt auf Böckeln" ist auch dieser Führer vorläufig für die Unsterblichkeit gerettet, und mitPocken Pecken Pucken Pocken Pickenbach" ist der dritte Name dcS Antisemitismus eingereiht.

» Folge« deS Sonntagsruhegesetzes. Folgendes Geschichtchen erzählt derA. St.«A.": Die Frau Fabrikant X. bekam am Sonntag Besuch von zwei bekannten Damen. Um die Gäste mit irgend etwas zu tractiren, schickt sie ihre beiden Jüngsten vach der A.'schen Conditorei, um von dem so beliebten Kirschkuchen holen zu lassen. Nach einer Zeit langen Wartens kehren die kleinen Sendboten wieder zurück. Als jedoch die Frau Mama dem Korbe die leckere Speise entnehmen will, findet sie diesen vollständig leer. Auf ihre erstaunte Frage, vv denn die Kleinen keinen Kirschkuchen gekauft hätten, erfolgte Le naive Antwort:Ja, wir haben für das Geld Kuchen gekauft, ober der Herr Conditor hat gesagt, wegen der S o n n t a g s r u h e dürften wir ihn nicht mit über die Straße nehmen, wir müßten ihn gleich bei ihm aufessen, und das haben wir such gethan." . . .

* Da8 Spiel, welches der Zufall manchmal im Kriege treibt, ist in einem Artikel desFigaro" an einigen interessanten Beispielen nachgewiesen. Als die französische Armee ihre Stellungen für die Schlacht am 18. August 1870 einnahm, besetzten die Truppen zwei Gehöfte, welche die Namen großer Niederlagen oder Unglücksfälle Frankreichs trugen, Moskau und Leipzig. Verschiedene Offiziere sahen darin eine schlechte Vorbedeutung, und General Frossard konnte sich bei dem Prozeß gegen Bazaine nicht enthalten, zu sagen: Konnte man auf Sieg hoffen auf einem Schlachtfeld, dessen Hauplstellungen Moskau und Leipzig hießen? Der Ueberfall des ersten französischen Corps bei Beaumont durch die Preußen am 30. August ist angeblich nur erfolgt, weil der Generalstabs­offizier Mac Mahons, der an General Failly Befehle bringen sollte, abgefangen wurde. Er hieß Grouchy, und zum dritten Male wurde dieser Name für Frankreich verhängnißvoll. 1797 bei der Expedition nach Irland wurde die französische Flotte durch einen Sturm zersprengt. In der Bantry-Bai sammelten sich die Schiffe, nur der Oberbefehlshaber General Hoche erschien nicht. Nachdem sein Stellvertreier General Grouchy acht Tage vergeblich gewartet hatte, segelte er nach der Heimath zurück. Zwei Tage später traf Hoche ein, aber die mit so großen Hoffnungen unternommene Expedition war vereitelt. Bei Waterloo hätte ein Eingreifen der Truppen GrouchyS wohl Napoleon ermöglicht, die englische Mitte zu zersprengen. Er blieb aus, und die Schlacht endigte mit dem Sturz der Macht des Welteroberers. Bei Beaumont wurden die Franzosen durch eine deutsche Artillerielinie zum Weichen gebracht, die auf den Höhen von St. Helena stand, und mußten sich über die Berge van Failly zurückziehen, rem früheren Besitz der Familie ihres commandierenden Generals de Failly. Verschiedentlich ist es auch borge« kommen, daß Regimenter mit gleichen Nummern sich auf beiden Seiten gegenüberstanden. Die 7. Kürassiere und die 57er bei Mars-la-Tour, das 107. und 108. Regiment bei Champigny, die 86er bei Beaumont hatten z. B. die Regimenter gleicher Nummer sich gegenüber. Aehnlich spielte der Zufall tm Loire-Feldzug. Vor der Schlacht van Le Mans wurden eines Tages zwei preußische Reiter.Unterasfiziere gefangen und vor den commandierenden General des 17. Armeecorps de Colomb geführt. Auf die Frage nach ihrem Truppenverband erwiderten sie: 3. Cavallerie-Brigade, General v. Colomb. Abkömmlinge einer alten französischen Familie führten die Truppen, die sich bekämpfen. Daß in der preußischen Armee eine Reihe von Offizieren dienen, die französische Namen ! tragen, ist bekannt. Sie entstammen meist aus Refugiäfamilien. DerFigaro" nennt den bei Spicheren gefallenen General b. Francois, die Generäle du Drossel, Montbarry, Montbö, La Roche- er könnte die Liste mit leichter Mühe sehr erweitern, wenn er aber auch den General v. Sandrart darauf setzt, so ist das ein Jrrthum. Die Familie b. Sandrart ist deutsch.

* Der dielgeschmähte Geschäftsreisende hat in einem Franzosen einen warmen Lobredner gefunden. Die Zeitschrift

Lyon republicain schreibt: Don allen Kräften, die für Handel und Industrie thätig sind, müssen wir am interessan­testen, originellsten und populärsten, aber am meisten sympa­thisch die Geschäftsreisenden nennen. Zwar behauptet man häufig, sie seien unausstehliche Schwätzer boll Dreistigkeit. Man zeigt sie uns nur, wie sie die Tafel beleben, die Casos und die BahncoupoS, und ansehnliche Profite einstreichen, dank der Naibität bon Landleuten, welche ihre Redseligkeit berblenbct. Das ist das Porträt des classischcn Schwadro­neurs, waS freilich nicht heißen will, daß es irgendwie dem Geschäftsreisenden der Gegenwart und Wirklichkeit gleiche, dem Geschäftsreisenden, den wir an der Arbeit sehen und den wir hochschätzen, weil wir nach dem bollen Wcrthe die Rolle schätzen, welche er im Handel unseres Landes spielt. Der Reisende ist ein Kämpfer, man muß ihn nicht in der Ruhe sehen. Auf der Tour, mitten in der Mühsal, in den Schwierig­keiten seines harten Berufes soll man ihn beobachten, will man sich Rechenschaft geben bon der Wichtigkeit seiner Auf­gabe. Der bollkommene Reisende muß Proben der berschieden« artigsten und seltensten Fähigkeiten geben, deren unentbehrlichste sind: Bildung, Geschmeidigkeit, Rechtschaffenheit, Takt und eine Philosophie, die ihn stets bor Entmuthigung bewahrt. Dazu braucht er einen Magen bon Stahl, um so lange als möglich den täglichen Vergiftungen durch die Hoteltafeln zu entgehen, die er im Galopp genießen muß, sowie des Essens in Wirthshäusern, Büffets :c., ohne zu gedenken der Con« sumtion, die er zwangsweise geschäftshalber mit Clienten zu bertilgen genöthigt ist. Am Abend, wenn alle Geschäfte er­ledigt sind und die Interessen des Chefs gewahrt sind, sucht der Wackere sein Bett auf, mit Sehnsucht nach dem fernen heimathlichen Herde. Dennoch muß er am frühesten Morgen wieder bei gutem Humor sein, um für dasHaus" zu ar­beiten. Das Haus, das sagt alles im Munde eines Geschäfts« reisenden.

Einem commanbitenben General, der bor erst kurzer Zeit in einem besonderen Corpsbefehl das Tragen bon Cibilkleidern streng untersagt hat, kommt eines Sonntages früh sein eigener Adjutant, ein Rittmeister bon Z., in einem engen Gäßchen in Cibilkleidung entgegen. Der Rittmeister, dem es ganz klar ist, daß ein Ausweichen unmöglich, denkt, hier nützt nur Unberfrorenheit - er tritt, sein Hütchen ein wenig lüftend, an Exccllenz heran und fragt den General, ob er nicht wisse, wo hier Rittmeister bon Z. wohne, er sei sein Bruder." Excellenz bedeutet den Fragenden, daß Rittmeister bon Z. gleich am Ausgange des Gäßchens am Markte wohne, und geht, den Dank des Fragenden kaum beachtend, weiter. Als am nächsten Morgen der Adjutant Rittmeister bon Z. dem General den üblichen Rapport gemacht hat und sich entfernt, ruft ihn Excellenz mit den Worten:Herr Rittmeister, noch einen Augenblick!" nochmals zu sich und sagte:Was ich Ihnen nach mit- theilen wollte, Herr Rittmeister, wenn Ihr Herr Bruder Sie noch einmal besucht, dann gehen Sie drei Tage in Arrest!"

* ein Titel. Nach der letzten Cur« und Fremdenliste von Bern eck im Fichtelgebirge beherbergt gegenwärtig das Städtchen zweiOchsenmaulsalat-Fabrikantentöchter" aus Nürnberg.

* Frage an die Juristen. Laut Urtheilsveröffentlichung in denMünchner Neuesten Nachrichten" haben sich die Herren August Salm st ein und Wilhelm Heymann van Ansbach wegen Mißbrauch der Fabrikzeichen von Maggis Suppenwürze des Vergehens wider daö deutsche Markenschutz­gesetz schuldig gemacht. Diese beiden Herren sind die Inhaber der FirmaFreiherr von Molitor & Cie., deutsche Armee« conservenfabrik in Ansbach." Dürfte der Begriff der Firmenwahrheit nicht auch im deutschen Handelsrecht schärfer gefaßt werden?

HeimalhSgefuhl. In einem schwäbischen Städtchen hat der Herr Amtsrichter große Metzelsuppe. Das Dienstmädchen trägt mit ganz verweinten Augen die Speisen herein.Ja, Bärbel, was haben denn Sie heute was ist denn passirt?" O, Herr Amtsrichter die Sau ist von meinem Ort!"

* Naive Freude. Mutter (Bäuerin beim Besuche ihres Sohnes in der Universitätsstadt):Ach, wie sieht es hier unordentlich bet Dir aus! Ich freue mich nur, daß Du wenigstens die theueren Bücher recht geschont hast!"

Derlei?», £anÖ« und volk»«>irthschaft.

»Ufttn, 8. August. Marktbericht. Aut dem heutigen Wochenmarkt kostete: Hutter pr Pft- X M51,20, Hühnereier per Stück 6 2 Stück 11 H, Jtfife pr. ®t. 58 4, Äfifematte

pr. 3 A. Erbsen vr. Liter 18 H, Linsen pr. Liter 28 4, Tauben pr. Paar X 0,600,80, Hühner pr. Stück X 0,901,50, Hahnen pr. St X 0,50-0,75, Enten pr. St X 1,80 bis 2M Ockserrfleisch pr. Pfd 56-64 H, Kub- und Rindfleisch pr. J3fb. 36-46 A, Schweine, fleisch pr. Pfd. 60-70 A, Kalbfleisch pr. Pfd. 4650 4, Hammel­fleisch pr. Pfd. 40-68 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo 8,0015,00 X, Weißkraut pr. Stück 5-12 A. Zwiebeln pr. Cenhter 9,00-9,50 X, Milch pr. Liter 16-20 A, Enteneier pr. St. 6 A, GLnseeler 1112 A- __________

- LrdeitSverficherttngS-Gesellschaft »« Leipzig, auf Gegenseitigkeit gegründet 1830 (alte Leipziger). ES sind vom 1. Jmruar bis Ende Juli 1893 3435 Versicherungen über 23 854 700 Mk. bean­tragt worden. Als gestorben wurden in derselben Zeit angemeldet 453 Mitglieder, die mit 2 628 100 Mk. versichert waren. Der Ver- stcherungsbestand stellte sich Ende Juli 1893 auf 58 000 Personen mit 396 Millionen Mark Versicherungssumme. Bei der alten Leipziger Gesellschaft,gdic eine reine Gegenseitigkeitsanstalt ist, fließen alle lieber; schüsse den Versicherten wieder zu. Die Dividende der letzteren beträgt für die länger als 5 Jahre bestehenden Versicherungen im laufenden Jahre 42pCt. der ordentlichen Jahresprämie und bei abgekürzten Versicherungen außerdem l'/rpSt. der Summe der gezahlten Zusatz- pramien, was mit Rücksicht auf anderweite Auslassungen über diesen Punkt hier ausdrücklich hervorgehoben werden mag. Würde eine Dividende auf die Zusatzprämie nicht gezahlt, ft wäre der Dioi- dendensatz auf die ordentliche Jahresprämie noch wesentlich hoher als 42 pCt. ____________

Zu, Fulterrroth. Es ist hinlänglich bekannt, daß die Pferde-, Sau- oder Viehbohne im gettockneten Zustand ein sehr nahrhaftes Mastfutter abgiebt und bei dem in Deutschland herrschenden Futtermagel als Ersatz sehr wohl in Rücksicht zu ziehen wäre.

Rach einem Privatbriese des Herrn Earl Uhlherr in Jaffa, Sy'ien (Kleinasien), uerden dort irn Gelobten Lande jetzt sehr viel sogenar.nte Saubohnen und auch weiße Ackerbohnen angebaut, die ein kräftiges und sehr nahrhaftes Mastsuttermebl liefern und in ganzen Schiffs­ladungen nach England geben. Was für England rentirt, sollte doch auch für das deutsche Reich gut fein. Die reine unverfälschte Waare stellt sich auf den Doppel-Centn er (also 100 kg) auf 14,50 bis 15,50 Mk. gegen Kasse. Vielleicht bedarf es nur dieses Hinweises, um Interessenten, seien es nun Händler oder landwirthschaftliche Vereinigungen, zu veranlassen, sich mit Herrn Uhlherr in Verbindung zu fetzen; er ist ein Deutscher und bezog schon sehr viele Maschinen aller Art au5 Sachsen, über 12 Jahre ist er im Lande und bei den Fellachen sehr beliebt.

Eingesandt.

Gießen, 8. August 1893.

Von Seiten der preuß. Staatsbahn-Verwaltung sind mit Be­ginn dieses Monats die Schnellzüge 75 und 76 der Main-Weser-Bahn in den Dienst des Fernverkehrs gestellt worden. Dewzusolge besitzen dieselben den neueren Comsort der internationalen Schnellzüge, die Zahl der Fahrgäste ist im Interesse der Einhaltung der Fahrzeit eine begrenzte und um den Localverkehr von ihnen abzulenken, wirb von dem Fahrgast eine Platzkarte von Mk. 2. - erhoben. Besonders schädigend wird hierdurch unser Verkehr mit Frcmksurt a. M. berührt und es hat darum mit Fug und Recht diese Neuerung eine hoch­gradige Entrüstung in den interessirten Kreisen hervorgerufen. SeitDecennien ist uns namentlich der betr. Frühzug nach Frankfurt a.M. ans Herz gewachsen und wir hatten nur zu beklagen, daß derselbe nicht gleich anderen Schnellzügen Abtheile III. Klaffe mit fuhrt. Diese Verkehrserleichterung zu erzielen, dafür brach noch jungft (wie uns bekannt worden ist) unsere Handelskammer eine Lanze leider war ihr Mühen vergeblich und nun erhalten wir als Abkühlung für jene sanguinischen Wünsche oben berührte rigorose Erschwerungen unseres Verkehrs. Wir unterschätzen nicht den Werth, welchen die sogen. Harmonien-Züge für den Fernverkehr haben und gernzahlt der Reisende, welcher weite Str.cken durchmessen will, jenen verhaltniß- mäßig geringfügigen Zuschlag für den gebotenen Somfort, aber dies Stempel trifft nicht zu für die wenigen Kilometer, welche uns von Frankfurt und näheren Schnellzugs-Stationen dieser Strecke trennen. Ist nun der Fernverkehr in solcher Zunahme begriffen, daß ihm auch bezüglich der Ansprüche der Neuzeit Rechnung getragen werden mutz, nun wohl so lege man derartige Sonderzuge ein, mie M« in Relation Cöln-Berlin rc. geschehen ist. In keiner Weise ««btsertigt es sich aber, Zugverbindungen, in welche sich seit langer Zeit der Localverkehr eingelebt hat, diesem zu entziehen, dem Localverkehr Opfer aufzuerlegen, um nach jener Richtung hin mitmachen zu können. Wenn dem EisenbahnfiscuS die Decke etwas kurz geworden ist, derselbe ohne Verletzung bestehender Interessen keine Neuerungen estffuhren kann, so möge er eS einfach beim alten Zustand belassen. Wie unS ein Inserat der Handelskammer vom 2. d. M. belehrt, fand es Die Röntgt. Direction Hannover für angezeigt, betreffs der beabsichtigten Verfchiebung eines Localzuges jüngst deren Ansicht zu erbitten, wie wir annehmen, um Reclamationen oorzubeugen. Wie laßt sich Diese zarte Fürsorge in Einklang bringen mit oben Serügtem Perfabren, wo ohne jedwede Rücksprache mit unseren handelspolitischen Ver­tretern, mit einem Federstrich von oben herab weit wichtigere Inter­essen sans facon durchkreuzt werden? Es dient uns einigermaßen zur Beruhigung, daß die Großh. Handelskammer mit der gebotenen Energie die Sache in die Hand genommen hat und mir glauben auch annehmen zu dürfen, daß untere Verwaltungsbehörden nicht säumen werden, thaikraftig zum Schutze berechtigter Interessen einzutreten. Enua pro wnltia.

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Witterungsaussichten

Wetterhäuschen, Südanlage.

Mittlerer Barometerstand bei 0° R. = 744,7 mm.

7. August, Mitt. 12 Udr

8. August, Morg.v Udr

Baromeier: Thermometer: Hygrometerstand:

min.748mm,max.751 mm 4- 90R. + 190R Neigung f. trock. Wett.

will. 748 mm, max. 7t)3 mm + 80 R. 4- 11°B. Neigung f. trock. Wett.

Temperatur der Lahn und Lust

nach Reaumur gemessen am 8. August, Mittags »wischen 11 und 12 Uhr Wasser 16, Luft 20 Grad.

Rübsamen'sche Badeanstalt.