21360
Uebrlge Länder 283
76429 14291 274242
31512 26871528
6185023
77868
2889
Geldwerth nach:
1287180 371680 2308476 1671810 111644 5750760
nach:
Dänemark
an
die» an
7927200
108750
1739100
76800
5270
192
Nieder!. Schweiz Schweden
148500
10950
38400
309220
2741340
2687310
2891150
247800
193130
8432550
1350720
107952
75000
493440
-kälber 808 1442
21195
40911
13212
435
13054
9953
5455
826
554
17469792
17502820
11386590
950230
1175925
58827
51891
27009
3058
3005
Summa 108646 21806
450
23
48
934
334
7251
Summa 114890 2940
7689600
1600
36400 284460 739166
ȟbe
50358
9093
uns:
Lchlen
12055
4647
2768 1000 8224
1
48
910574
990
4602980
118386
in Mark:
i 3978150
1951740
Jungvieh 40155 6432
amertka».
Unsere
noch nach Schweden, Rußland, Argentinien rc.
In der -klasse Kälber sind nur die ganz jungen Thiere, 616 6 Wochen alt, über 6 Wochen bis 2*/i Jahre alt, gehört der Klasse Jungvieh an. Die Schätzungen des Jungviehs sind nur möglich durch Zerlegung der Anzahl in vier und mehr Altersklassen, die dann
Summa 135487
Geldwerth der Einfuhr
376 12 4778
8 11663 298
171130 hauptsächlich Zuchtvieh
Dänemark Frankreich Oesterreich- Ungarn Niederlande Schwei, Schweden
Dänemark Frankreich Oesterreich-
Ungarn Niederlande Schweiz Urbrige Lander
Summa Es sind
Dänemark 12690216
Frankreich 727900
Oefterrrich-
Üngarn 6782400
14727960
berechnet.
Es betrug die Einfuhr zu Bullen
70
862
1790
40788
Die daraus entstehenden Unruhen ergriffen größere Kreise und gestalteten sich zu einer förmlichen Cmcutt_ auß. Nur mit Mühe und unter Blutvergießen konnte die Polizei die ^Ordnung wieder nothdürftig Herstellen.
Deutschlands Ein- und Ausfuhr von Rindvieh im Jahre 1S92.
Interessant find die nachfolgenden Zahlen übrrEÄ- ^d»uS- suhr des Rindviehs im Jahre 1892, welche Hugo Lehnert-Miersdors den Arbeiten des Kaiserlichen ftattstffchen Amts. bei welchem er b Feststellung der Preise seit Jahren mitarbeitet rnwimmt. Di^ Aldwerthe find nach den in der Eommtsfion festgestellten Sätzen
Uebrlge Länder 96020 143730 - -
Summa 45060446 2466700 14681116 18545000 788661 81541923
Unsere Einfuhr von Dänemark ist Schlachtvieh, das meisten« auf dem Seewege von Esbjerg und Aalberg nach dem Hamburger Lentralviehhos kommt. Wir sehen au» obigen Zahlm, daß unS von allen Staaten Dänemark die bei Weitem größte Zahl an gemästetem Rindvieh zufübrt. Frankreich bringt hauptsächlich Grenzverrehr- Schl-chtvieh, Oesterreich Ungarn ebenfalls, aber auch einen kleinen Theil Zuchtvieh: PtnSgauer, Montaiuner, Tyroler, Mürzthaler, Kuhländer. Die Niederlande und die Schweiz liefern in der Hauptsache Zuchtvieh: Schweden, dessen Handelsverkehr mit Deutschland ein immer regerer wird, bringt ria Gothenburg, Kstl, auch Lübeck Schlachtvieh. Von den übrigen Ländern kommen aus Großbritanmm einige Thiere zur Zucht, sonst Schlachtvieh, unter ihm ein Theil magere Thiere zum Mästen, aus dm Vereinigten Staaten Nord-
Jn der Ausfuhr geht nach ......
aus Angeln und Holstein, nach Frankreich Schlachtvieh im Grenzverkehr, ebenso nach den Niederlanden, Oesterreich-Ungarn und die Schweiz erhält hauptsächlich Schlachtvieh, aber auch Zuchtvieh. Oldenburger, Holsteiner, Franken, Simmenthaler nimmt Oesterreich, Simmenthaler au« Baden die Schweiz. Zuchtvieh geht außerdem
Kühe
Bullen
Ochsen
Jungvieh Kälber
51480
3150
—
60210
50
2310
—
450
—
180
268400
162500
8800
363900
106974
990
—■-
—
—
■—
918800 177500
2294400
1209300
3780
46000
28500
3826
38400
660
Dänemark
143
9
—
223
1
Frankreich Oesterreich-Ungarn
7 671
325
1
22
1213
3
2547
Niederlande
3
—
—
—
Schweiz
2295
355
4780
4170
63
Urbrige Länder___
102
41
23
122
10
Summa
3221
731
4826
5120
2624
Fuß, wo so'n kleener BlutSdroppen rauskam. Die „Kreuzotter," sage ick bloß. Nu wurde bet erst en Uffstand. Die janze Jesellschaft lief um mir zusammen un jeder rief: „Um Jotteßwillen, schnell Hilfe? Der Mann sterbt uns sonst unter die Fingerl" „Det muß erst auSjesogen wer n, sonst ist er. verloren," riefen sie alle. Ja, bet wußte ick ooch, aber wer sollte bet bhun? Ick selbst konnte nich ran un feener wollte sein Leben riSkiren, ooch meine Braut nich. Ick jab mir schon verloren. „Er muß mit'u Fuß bis an't Kniee in nasse Erbe jepackt wer'n", mecnt eener un bet jeschah denn ooch. „Det eenzige Mittel iß, bet er en büchtigen Rausch Friegt, meent en anderer von bie Heilgehilfen, und sowat ick ooch schon jelesen, bet bet in so'ne Verhältniffe probat soll sinb. Nu sprang Barbier A. mit seine jroße Buddel vor un ick brank, alß wenn et Wasser wäre, benn wat bhut man nich in be Dobesangst ? Un zuletzt mußten mir zwee Mann usrecht halten un A. gab mir eene Bubbel nach bie anbere un allenß burcheinanbcr, ick hatte 'ne janze Destille in n Leibe. Un benn weeß ick von bie janze Partie nischt mehr. Am nächsten Morjen lieje ick in t Bett un habe en furchtbaren Zustanb: hobt sinb iS 'n Jenuß bagegen! Da kömmt mein Nachbar rinn un lacht un sagt: Du, ber A. hat boch bie Wette jewonnen? Wieso? frage ick, Ja, sagt er, bie janze Jeschichte mit den Schlangenbiß war fingerirt. Alß Du in- iefd)lafen warft, hat A. Dir mit ’ne Pincette in'n Fuß je- ■fibdjen un benn hat er noch en Paar anjestift, bie ihm nachher hei der Eomöbic geholfen haben. Un Deine Karoline lat ooch von jewußt unb hat sich halb krank jelacht un iß den janzen Dag nich von A. seine Seite gewichen. Man sagt ja, er will ihr heirathen. Nu können Sie sich benten, wie mir hierbei zu Muthe war. Drei Dage habe ick krank in'n Bett jelegen. — Alß ick bie Beeben benn in ber Nacht in ber Zimmerstraße traf, trat mir natirlich bie Jalle in t Blut, un ba habe ick benn uf sie injeschlagen. Bors.: Wie gesagt, ich raume ein, baß Ihnen schänblich mitgespielt worben ist. Wenn es wahr ist, können Sie ja auch einen Strafantrag stellen. Durch die Beweißaufuahme wirb ber Inhalt der Erzählung beß Angeklagten bestätigt unb ber letztere darauf nur mit einer Gelbstrafe von 5 Mark belegt.
einzeln obgeschätzt den Gesammtwerth so gen°u,^als er durch sachkundigste faßlichste afbHiei dem^Rlnboieh die Einfuhr
auf 66191 Stück im Wert he von 1d3»841- n
Localer «nd provinzielle-.
Gießen, 8. Juli 1893.
Am Postfchalter. Wohl Jeder, der in dein Abend' stunden ein Packet mit ber Post verschicken wollte, hat eß als eine Unannehmlichkeit empfunben, baß er Iän0e5c warten mußte, biß eß ihm bei bem starken Anbrange möglich war, seine Sendung einzuliefern. Die Postverwaltung thut ihr Möglichstes, um daß Publikum rasch abzuferttgen und die in den Abendstunden unvermeidliche Masse von Packeten zu bewältigen, ist jedoch nicht in der xXige, ihr Personal während zwei Stunden um daß Zehn- und Zwanzig, fadje vermehren zu können. Im Interesse des Publikum« liegt eß daher, die Packetaufgabe, soweit irgend möglich, auf alle Stunden deß Tages zu verteilen, da bei bem Anbrange zwischen 7 unb 8 Uhr Abends ben annehrnenben Beamten unb Unterbeamten leicht Versehen in ber Frankirung unterlaufen unb Fehler in ber Aufschrift unentbeeft bleiben können. Bei einer Postanstalt haben in ber letzten Zeit Ermittelungen über bie Packetausgabe währenb bet einzelnen Tagesstunden stattgefunden und es ergab sich, baß in ben ersten sieden Stunben beß Tages ein Fünftel, in ben letzten sechs Stunben vier Fünftel aller Senbungen zur Aufgabe gelangte, ja, in ber letzten Stunbe beß TageS hat bie Zahl ber Packete 36 Procent ber Einlieferung beß ganzen Tages betragen. Möge deßhald Jeber, bet Packete zur Post einliefert, bieß, wenn irgend möglich, in ber Zeit von 6 dis 8 Uhr Abenbß thun. Besonbetß sollten bie Geschäftsleute nicht ihre sämmt- lichen Packete kurz vor Schalterschluß auf einmal einliefern unb baburch bie Schalter für baß übrige Publikum versperren, sonbern bie' fertiggestellten Packete mehtmalß beß TageS butch ihre Haußburschen zur Post bringen lasten. Der Vortheil bieser Maßregel für baß Publikum, bie Schaltet- beamten unb bie Packete würbe nicht ausbleiben.
*• lieber bie Ursachen des Explodierens von Petroleumlampen sinb von ber kaiserlichen Normal-Aichungscommission in Berlin Ermittlungen veranlaßt worden. Es hat sich babei herausgestellt, baß bie vielverbreitete Meinung, diese Explosionen entstäuben vorzugsweise durch Ausblasen der Lampen von oben her, irrig ist. Auf diese Weise entstehen vielmehr nur sehr selten Explosionen, dieselben betragen kaum 1 pCt. aller Unfälle. Die meisten Explosionen haben ihre Ursache im Umwerfen, schnellen Bewegen ober Schiefhalten, bann auch in ber Ueberhitzung ber Lampen. Zur Verhütung von Unfällen sind folgende Regeln zu beachten: 1) Die Petroleumlampe soll einen breiten unb möglichst schweren Fuß haben, bamit sie nicht umfällt. 2) Der Oelbehälter sei aus Metall, wenigstens ist bieses Glas unb Porzellan vorzuziehen. 3) Der Cylinber soll gut pusten unb so aufgesetzt fein, baß bie Luft nicht seitwärts zur Flamme kommen kann. 4) Der Stennring soll gut aufsitzen. 5) Der Docht sei weich unb nicht zu bicht, babei seine Breite so groß, daß er leicht eingezogen werben kann. 6) Der Oelbehälter ist vor Gebrauch der Lampe ganz zu füllen,- beim Füllen aber darf keine brennende Lampe in der Nähe sein. 7) Die Lampe muß stets rein gehalten werden. 8) Beim Auslöschen drehe man den Docht biß in die Höhe des Brenners und blase über ben Cylinber hinweg. 9) Die brennenbe Lampe barf nicht ber Zugluft ausgesetzt werben. Man vermeide also, mit ihr umherzugehen.
** Ueberseeische Heueinfuhr. Da in Folge des in großen Theilen Deutschlandß herrschenden Futtermangels der Preis beß Heues eine ungewöhnliche Höhe erreicht hat, nimmt bie überseeische Einfuhr von Heu täglich zu. Auß Norbamerika sinb zahlreiche mit Heu belabene Dampfer nach Europa unterwegs, einige bavon auch schon an ihren Bestimmungsorten eingetroffen. In Hamburg sinb Senbungen von mehreren taufenb Ballen Preßheu angekommen unb haben flotten Absatz gefunben. Dem Eintreffen zahlreicher weitetet Heufrachten auß Amerika wirb baselbst entgegengesehen. Uebrigenß bürsten unsere Lanbwirthe ihren Bebarf, zum großen Theil wenigstens, auß inlänbischen Bestäuben becken können, ba bie Ostprovinzen einen, wenn auch nicht so großen Ueberschuß wie in Normal- jähren, über baß eigene VerbrauchSquantum in Außsicht stellen. Insbesondere wird auß ber Weichselnieberung berichtet, baß bie Heu- unb Kleeernte sich bort recht zufriebenstellenb anläßt.
nachbem er kurz zuvor einen Mississippi-Alligator zerlegt, ein Esten, zu dem er eine zahlreiche unb angesehene Gesellschaft eingeladen hatte. Srin Haus und alles in diesem zeichnete sich durch Feinheit und Geschmack auß. Seine Gäste kamen. Die Tafel sah köstlich auß und schimmerte von Silber, Erhstall und China-Porzellan unb daß Mahl begann mit einer ausgezeichneten Suppe. „Wie sinben Sie bie Suppe?" 'raM ber Doctor, nachbem er mit seinem eigenen Teller zu (znoe war, einen neben ihm sitzenben bekannten Feinschmecker. „Wahrhaftig, sehr gut," war die Antwort. „Schildkröten- suppe, nicht wahr? Ich frage nur, weil ich kein grüne» Fett darin finde.- — Der Doctor schüttelte den Kopf. — „Ich finde, sie hat einen Geschmack, der mich an Motchuß erinnert,“ sagte ein Anderer, „nicht unangenehm, aber eigenartig." — „Alle Alligatoren haben diesen Geruch," erwiderte Buckland, „ber Kalman besonberß — den ich diesen Morgen secirte und von welchem Sie eben gegessen haben." Alle Gäste gerieten in Bewegung, alle erbleichten. Sm halbes Dutzend erhob sich sofort von ber Tafel, zwei ober drei stürzten auß bem Zimmer unb nur jene, bie einen bejonberß „guten" Magen hatten, blieben biß zum Enbe ber auß- gezeichneten Tafel. „Sehen Sie, maß bie Sinbilbung vermag," sagte Buckland. „Hätte ich Ihnen bemerkt, baß eß Schilbkröte sei, ober Flußschilbkröte, ober Vogelnestersuppe, Sie würben sie alle ausgezeichnet befunben haben und Ihre Verdauung wäre die beste gewesen. So mächtig ist baß Dorurtheil." — „Aber war eß wirklich ein Alligator?" fragte schüchtern eine Dame. — „Ach, nickt boch, ein ganz guter Kalbßkopf war eß, nichtß weiter," antwortete ber Gelehrte.
* Pein Werk in Europa (wohl auch nicht in ben anberen" Welttheilen) besitzt so viel Schmelzofen wie K r upp. Die Werke, nur in Essen gerechnet, bebeefen einen Flächen- Inhalt von 500 Acker, bie Hälfte bavon ist bebaut ober für geschäftliche Anlagen hergerichtet. Krupp beschäftigt in Essen 20,000 Arbeiter. Das Werk enthält an Feuerungen — unb bas ist das ftauncnenegenbftc — 2542 Schmelzöfen, 430 Sieber, 83 Dampfhämmer, 450 Dampfmaschinen und 1652 Maschinen für verschiedene Zwecke. Der tägliche Durckschnittsconsum an Kohlen beträgt 1666 Tons. Außer» bem besitzt Krupp 547 Eisenbergwerke unb 4 Seebampfer. Daß Essener Werk selbst ist mit 52 Kilometer Eisenbahn» schienen verbunden. Der Fahrpark besteht auß 28 Loco* Motiven, 883 Eisenbahnwagen, 69 Pferden und 191 Wagen, 50 Kilometer Telegraph mit 35 Telegraphenstationen und 55 Morse Apparaten.
* Scherzfrage. Wer brachte ben ersten Toast auß? — Herobes, benn er sprach: „Die Mädchen sollen leben!"
verkehr, £an0« «nd volkrwirthschaft.
— Angeräucherte Kleie alß wirksamstes Kraftsatter. Da zumal in diesem Jahre, wo es sehr an Klee unb Heu fehlt, der Landwlrth zum Strohfutter ein wirksames Kraftfutter beigeben muß, so sei darauf aufmerksam gemacht, baß nach ben In Posen gemachten Erfahrungen bie Wirkung der Kleie durch Ansäuern mit Sauerteig wesentlich gesteigeil wird. Drei Milchkühe erhielten die Riete zunächst in der bisher üblichen Weise, nämlich nur mit Wasser angerührt in Form von Getränk, verabreicht. Während dieser Zeit wurde die Gesammtmenge der Milch genau bestimmt. Nach Ablauf der 14 Tage wurde die für die folgenden Tage bestimmte Kleie schon am Abend vorher mit 38° C warmen Wasser angerührt und die Mischung mit etwas Sauerteig versetzt. Diese Fütterung wurde ebenfalls 14 Tage hindurch fortgesetzt und dabei die Milch genau gemessen. Im letzteren Falle zeigte sich sofort eine ©teiaeiuna des Milchertrage», und zwar betrug der Gesammtgewtnn wahrend der 14 Tage 24 Liter. Der Sicherheit halber wurde die Kleie nur wieder 14 Tage lang im gewöhnlichen Zustande den Kühen gereicht, unb sofort zeigte sich wieder eine Abnahme beß MilchertraaeS. Zeitungen aus Posen theilen auch mit, baß das vorherige Ansauren der Kleie auch bei der Fütterung beß Mastviehes, inßbefonbere ber Schweine, sich vorthetlhast bewährt; auch soll angesäuerteß Kleienbrod nach dieser Richtung hin beste Benutzung finden.
— «irre ertragreiche Futterpflanze fstr «tappelfeltzer. Der gelbe Ackersens kann tn diesem futterarmen Jahre ein wahrer Segen für die Landwirihschaft werden, denn er liefert die größten Ernten prächtigen und kostbarsten Grünfutterß in kurzer Zett. Demselben behagt jede Bodenart und bringt selbst bei trockener Witterung sehr gute Erträge. Auf die gebrochene Getreidestoppel grsäet liefert er in sechs Wochen ein vom Rindvieh begierig ausgenommenes Grünfutter, welches nicht nur den Milchertrag erhöht, sondern auch ber Butter eine sehr schöne gelbe Farbe verleiht. Bei einer Aussaat von 5 Kilo pro Morgen erntet man bi» 10U bentner Grünfutter, einen Ertrag, der zum Anbau jeden Landwlrth aufmuntern soll, zumal wir bieß Jahr ohnebies schwachen Graswuch» Haden. Frischen Samen vom echten gelben Senf liefert Albert Fürst in Schmalhof, Post VUshöfen in Stiebetbapern.
Vermischtes.
* Eine höchst auffällige, unb bisher noch nicht beobachtete unb behauptete Thatsache ist, so wirb bem „Rheinischen Curier" geschrieben, jetzt burch bie amtliche Statistik erwiesen worben: eine sogar relativ beträchtliche Abnahme bet Geburten im Deutschen Reiche. Die Zahl ber weniger alß zehn Jahre alten Kinder hat sich zwischen 1880 unb 1890 um 4J/a pCt. tierminbert. Selbstverstänblich hanbelt eß sich um bie Abnahme ber Verhältnißzahl, bie ben Procentsatz ber weniger als Zehnjährigen in ber ganzen Bevölkerung angiebt. Da biese Abnahme kaum auf erhöhter Kinbersterblichkeit beruht (in biesem Falle müßten epibemiiche Kinberkrankheiten unser Canb stark heimgesucht haben), so kann bie Erklärung nur in einer Derminberung ber Geburten gesucht werben. Eß gibt aller- bingß Personen, bie eine Vermehrung ber Kinbersterblichkeit behaupten. Die Thatsache ist gewiß überraschenb, unb sie ist eß umsomehr, alß bie Abnahme eine teineßtoegß unbeträchtliche ist. Man wirb eine ausführliche amtliche Mittheilung über bie hiermit im Zusammenhang stehenben, statistisch erforschten Dinge abwarten müssen, ehe man bie Erscheinung zum Gegensianb näherer socialpolitischer unb vielleicht auch sittengeschichtlicher Erörterungen macht.
• Tie Macht ber Einbildung. Bucklanb, ber ausgezeichnete amerikanische Naturforscher, gab eineß Tageß,
Citeratur rrnd ICnnft.
— Als vor fünfzig Jahren In Deutschland die erste illustrirle Zeitschrift erschien, stieß daß Unternehmen auf eine beinahe feindselige Ausnahme: man spöttelte über das „Bilderbuch". Aber bald »eigte sich, wie stark im Volke baß Bedürsniß vorhanden war, auch durch die Anschauung Dinge kennen zu lernen, von denen man bisher nur gelesen hatte Die von I. I. Weber zu Leipzig begründete ,30tifh?irt< Zeitung* nahm rasch einen bedeutenden Aufschwung, und so zahlreiche Mitbewerber um die Gunst des Publikums ihr im Lause der Zeit erwuchsen, sie hat bl» euf den heutigen Tag ihre hervorragende Stellung unb ihren besonderen Rang behauptet. Dieser gründete sich darauf, daß daß Blatt aufmerksam den Zeitereignissen folflt unb dasjenige, maß sich bildlich darstellen läßt, möglichst schnell vorführt. Mit welchem Geschick diese Aufgabe gelöst wird, beweist wieder auf» neue der letzte Jahrgang, der sich als eine getreue Chronik der Zelt im Bilde darstellt. Zu diesen, den Ereignissen aus dem Fuße folgenden Illustrationen gesellen sich stet» auch Wiedergaben berühmter Gemälde u. s. w., die al« Musterleistungm der Holzschneidekunst gerühmt werden müssen.
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