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pulalion nothgedrungen in die Atbmungslust gelangen müss-n, so wird Die Gemeingesäbrlichkeit derselben, zumal zu einer Zett, wo die Schuliugend zum «roßen Thetl diese Straßen (und tn anderen Uno die Verhältnisie ebenso) passiren muß, auch für den Laten evident.
(DaS Auffallendste für den Einsender bleibt aber, daß bet dem zwei bis drei Finger hohen Schnee, der am Morgen deS 5. December 100, nicht nur kein einziger öffentlicher Uebergang der genannten Straßen gekebrt war, sondern sogar keiner der bet guter Witterung emsig hantirenden Straßenkehrer sichtbar wurde.)
Sollte sich nicht die nächtliche Straßenreinigung, die in so vielen anderen Städten auch unseres Hessenlandes cingeführt ist, auch für Gießen empfehlen?
Einsender wäre für Aufklärung von berufener Stelle sehr dankbar. _r
Der Schnee alb Straß-N'B-l-uchtungSrnitt-l.
Große Städte lassen es sich schweres Geld kosteB, um den frisch gefallenen Schnee alsbald von den Straßen und öffentlichen Plätzen zu entfernen.
Ob dies Verfahren im Interesse der betr. Stadtsäckel und der Steuerzahler liegt, möchten wir bezweifeln. Denn nach den neuesten gemachten Erfahrungen bildet der Schnee ein vorzügliches Beleuchtungsmatertal. Zwar sieht die Leuchtkraft desselben hinter der des Gases, des P.troleums und vor Allem des electrtschen Lichtes zurück, sie erinnert vielmehr ziemlich genau an die Zett der trüben rußigen Oellampen und des Kienspans; allein zu verachten ist ,darum der Schnee als Beleuchtungsmaterial namentlich wegen der beispiellosen Billigkeit keineswegs. Zu dieser Einsicht ist man seit vorigen Winter in einer Landgemeinde btr Provinz Oberhessen gekommen, in welcher seit mehreren Jahren eine Straßenbeleuchtung mit dem allerdings Heueren Petroleum eingeführt worden ist. Bis dahin wurden die Lampen, wenigstens zur Zeit der kurzen Tage und langen Nächte allabendlich mit Ausnahme der Abende, an welchen Mondschein im Kalender stand, angezünbet, und Alt und Jung freute sich, daß man auch am Abend durch die Straßen gehen konnte, ohne fürchten zu müssen, in der Dunkelheit Schaden zu nehmen.
Seit vorigen Winter nun hat man die wichtige Entdeckung gemacht, daß der Schnee das theuere Petroleum völlig zu ersetzen im Stande ist und infolge dessen werden die Laternen nicht blos an den Mondscheinabenden, sondern auch von dem Tage an, wo der erste Schnee gefallen, völlig in Ruhe gelassen. - Es kann dies Verfahren nur äußerst weise genannt werden, denn die hierdurch gemachten Ersparnisse dürften, da der Schnee bis jetzt noch nicht die geringsten Kosten verursacht hat, nicht unbedeutende genannt werden. Vielleicht bedarf es nur dieser wenigen Andeutungen, um auch andere Gemeinden, die sich den Luxus einer Straßenbeleuchtung geleistet haben, zu veranlassen, in gleicher Weise zu verfahren. Und wenn die großen Städte erst dem gegebenen Beifpiel nachfolgen wollten, welche enorme Summen konnten bann gespart werden!
Pferde zum Schlachten iwerden stets angekaust. [8491 1 Keßler, Roßschlächter.
Hubert Briefe einliefen. Indessen hatte die betreffende Anzeige nicht das Interesse der Vielen, „die nicht alle werden", sondern auch das der Halle'schen Polizei erregt, welch' Letztere dem etwaigen Abholer der Briefe auflauern ließ. Am Samstag ist der Schwindler richtig in die Falle gegangen und hat sich als ein Seilermeister aus Leipzig entpuppt. Außer den neunhundert Briefen auf der hiesigen Post wurden in der Wohnung des Schwindlers noch sechshundert ähnlichen Calibers aufgefunden. Wäre dem findigen Manne das Geschäft glatt durchgegangen, so würde ihm das verlockende Inserat die Summe von rund dreihundert Mark in Post« werthzeichen eingebracht haben . . . Endlich doch einmal ein Geschäft, das „blüht".
* Wiesbaden, 6. December. Heute Mittag erhängte sich die 25jährige Frau eines an einem hiesigen Blatte an- gestellten Buchhalters sammt ihrem 7 Monate alten Kinde. Sie hatte sich an dem an der Zimmerdecke befindlichen Lampenhaken eine Waschleine mit zwei Schlingen angeknüpft und die eine dem Kinde, die andere sich um den Hals gelegt. Ein gleicher Versuch war schon einmal von dem Garten vereitelt worden. Man glaubt, die junge Frau habe gehofft, auch diesmal von ihrem Manne, der zur bestimmten Stunde nach Hause zu kommen pflegte, abgeschnitten zu werden. Der Gatte kam jedoch heute etwas später heim und fand Frau und Kind tobt. Die junge Frau soll excentrischer Natur gewesen sein.
* Liegnitz, 2. December. Ein eigenthümliches „P e ch" hatte kürzlich ein hiesiger Schuhmachermeister. Demselben wurde auf einem Jahrmärkte in der Umgegend von Liegnitz das Portemonnaie nebst Inhalt gestohlen. Es gelang, das- selbe zu ermitteln, nnd es kam in die Hände des Gerichts. Allerdings war es leer an Geld, und nur zwei Papiere hatte der Dieb darin gelassen,' diese aber waren Loose bef Braunschweiger Lotterie. Zu seiner Verwunderung erhielt nun der Bestohlene eine Vorladung zum Termin, in dem er sich wegen Spielens in einer auswärtigen Lotterie zu ver« antworten hatte.
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Gießen, 6. December 1893.
. . muß entschieden von fachmännischer Seite anerkannt werden, daß unser Gemeinwesen unter der Leitung eines energischen und e nsichttgen Oberbürgermeisters in kurzer Zeit in jeder Beziehung einen gewaltigen Schritt vorwärts gelhan hat.
Allerdings bleibt ja noch Vieles zu thun (wir erinnern speciell m £*e 6anaHfaHon, bk ja hoffentlich, nach Erweiterung unserer Wasserleitung nun halb ber Verwirklichung nahe gebracht werben wirb), boch soll es nicht Aufgabe biefer Zeilen fein, in biefen Dingen unserer Verwaltungsbehorbc irgendwie mit Vorschlägen unnützerweise
v >I ni.
Vielmehr beabsichtigt ber Einsenber bieses auf einige Uebelstänbe aufmerksam zu machen, bk auf ben ersten Blick geringfügiger zu sein scheinen, als sie wirklich sind, und die sich leicht ber Aufmerksamkeit maßgebenber Persönlichkeiten entziehen konnten.
Gleichwohl sinb sie für bte Betroffenen ungemein belästigend unb würben sich gewiß bei einigem guten Willen leicht abstellen lassen.
Der Einsenber benft speciell an di- städtisch- Straßen-
Sein Beruf führt ihn täglich Morgens vor 8 Uhr durch ®rünbergerüra6eL Südanlage, Seltersweg und Frankfurterstraße. In jeder dieser Straßen hat er das Vergnügen, ca. 50 Schrittlänge bei trockener Witterung, wie sie ja wohl den größten Theil des Jahres über herrscht, durch dicke Staubwolken zu wandern, die das Athmen zum Mindesten sehr erschweren. Die Leute sind schräg von einer Seite ber Straße zur anberen aufgestellt, «wodurch es schlechterdings unmöglich gemacht wird, dem Bereich des ftaubaufroirbelnben Besens zu entrinnen.
Bebenkt man nun, wie viel Krankheitserreger bei dieser Mani-
Es wird dies mit dem Ansitzen bekannt gemacht, daß das Wablprotocoll nebst Anlagen drei Tage lang, nämlich vom 8. bis incl. 11. December 1893, ans dem Bureau der Firma A. Heichelheim offen liegt und Einwendungen gegen die Wahl oder die Gewählten innerhalb dieser drei Tage bei Vermeidung des Ausschlusses bei der Handelskammer vor- zu bringen sind.
den Lieblings Alles was eine ^standesgemäße Puppe braucht. Wer da weiß, welch gute Grundlagen von Sorgsamkeit, Fleiß und Ord- nung eine solche spielende Arbeit gibt, der muß dieses Werk als eine wirkliche Bereicherung für die Kinderstube ansehen. Es gibt nur t Ä ef1tclbefcbäfl,flun9en' die einen wirklichen und dauernden Reiz auf die Kinder ausüben. Zu ihnen aber ist das Werk „Für fleißige Rtnberbanbe mit Sicherheit zu rechnen, deshalb sei e« allen Müttern und geschenkspendenden Tanten kleiner Mädchen warm empfohlen.
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Bekanntmachung.
Bei der heute vorgenommencu Ergänzuugswahl der Mitglieder Großherzoalicher fiandels^ Kammer zu Gießen sind gewählt worden die Herren.'
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Schauspiel in 1 Act von * * *. Die Frau Kaffeewirthin.
Lustspiel in 1 Act von Karl Tannenhofer. 5201 Mark 25 Pfennige.
Posse mit Gesang in 1 Act v. E. Jakobson.
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