Ausgabe 
8.10.1893 Erstes Blatt
 
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Berlin, 6. October. DieNordd. Allg. Ztg." erklärt die Blättermeldung, die königlichen Lotterie-Einnehmer hatten Loose der Staatslotterie unter dem planmäßigen Preise abgesetzt oder abzusetzen versucht, für rin unbe­gründetes Gerücht und bedauern, daß Preßorgane der- artige unverbürgte Gerüchte colporttren.

Kisfingen, 6. October. Bon authentischer Quelle wird gemeldet, daß sämmtliche akarmirende Nachrichten über daS Befinden des Fürsten Bismarck unwahr seien. Der Fürst reise morgen Vormittag um ll1/, Uhr ab. Professor Schweninger, welcher heute früh in Kissingen wieder eintraf, begleite den Fürsten auf seiner Heimreise. Bei Halbwegs gutem Wetter werde der Fürst heute Nachmittag eine Spazier­fahrt unternehmen. Die Meldung, Bismarck habe einen Schlaganfall erlitten, fei unwahr. Der Appetit des Fürsten Bismarck sei vorzüglich, die Körpersuncttonen ordnungsgemäß und der Verlust an Gewicht nur unbedeutend.

Wiesbaden, 6. October. Seitens der Wiesbadener Handelskammer wird ein Aufruf an alle Bürgermeister und Weininteressenten deS Rheingaues erlassen zwecks Stellung­nahme gegen den Gesetzentwurf, betr. die Weinsteuer, durch welchen der Weinbau auf das Empfindlichste geschädigt werde. An die gesetzgebenden Körperschaften und an das preußische Staat-Ministerium sollen Maffenpetitionen gerichtet werden.

Prag. 6. October. Die SicherheitSwache wurde um 156 Mann vermehrt, weil die Unsicherheit hier zunimmt.

London. 6. October. DerTime-" geht über die Lage in Brasilien die Nachricht zu, daß es sich in dem brasilianischen Eonflict nur darum handle, wer bei der im nächsten Frühjahr stattfindenden Präsidentenwahl als Dictator daS Messer in Händen habe. Die Mächte sollten einen Waffen­stillstand zwischen den Rebellen und der Regierung veranlassen, damit die Nation über die Zukunft entscheide.

Paris. 6. October. Einen an den General de Cools gerichteten Brief eines Reserve-HauptmannS, welcher die mißliche Lage der Reservisten kennzeichnet, giebt der Figaro" wieder. Der Verfasser deS Briefes klagt über die Störungen des Berufs, die durch die permanenten Abände­rungen des Reglements hervorgerufen würden, über die That- fachen, daß eine Autorität nicht zu erlangen noch zu wahren sei und daß die Verachtung der Berufssoldaten den Dank für die Bestrebungen der Reserveleute bedeute. Unter ähnlichen Klagen schließt der Brief.

Charleroi, 6. October. Die Gendarmerie, welche 400 Auf ständige zerstreuen wollte, als dieselben die nach den Gruben führenden Geleise zerstören wollten, wurde mit Steinwürfen empfangen. Nach mehreren Zusammenstößen wurden 9 Verhaftungen vorgenommen.

Madrid. 6. October. Pallas wird heute erschossen. DaS Gnadengesuch wurde verworfen. Die Polizei entfernte in Barcelona die in der vergangenen Nacht angebrachten Plakate, worin stand, der Tod Pallas' würde gerächt werden.

Cocales tmb proohtsicllcs,

Gießen, den 7. October 1893.

** Gewerbeschule. Wie wir schon früher berichteten, beginnt das Wintersemester der Gewerbeschule in Gießen am 16. October er. und wollen wir nicht unterlassen nochmals darauf aufmerksam zu machen, daß die Anmeldungen schriftlich bis zu dem genannten Tage zu erfolgen haben und spätere Meldungen keine Berücksichtigung finden können.

** Prämiirt. Auf der gegenwärtig tagenden Allge­meinen Obst- und Gartenbau-Ausstellung des Deutschen PomologenvercinS in Breslau wurden die Beerenweine (Stachelbeer-, JohanniSbeer- und Heidelbeer- weiu) deS Herrn H. F. Nassauer hier mit dem höchsten Preis, dergroßen silbernen Medaille" gekrönt.

In diesem Jahre soll der Versuch gemacht werden, daS Zahresfest deS Oberheffische» Vereios für innert Mission an zwei Tagen zu halten. Dienstag den 31. October, Nach­mittags 3 Uhr, soll es eröffnet werden mit einer auch sonstigen Vereinsmitgliedern zugänglichen Versammlung deS Vorstandes und der Synodalvertreter. Um 7 Uhr wird der Festgottes- dienst in der Stadtkirche gehalten, wobei Herr Oberconsistorial- rath Walz predigen wird. Abends wird sich eine große Versammlung in Steins Garten anschließen. Am 1. November findet eine Morgenandacht in der Stadtkirche statt (Herr Pfarrer Wissing von Bad>Nauheim), der dann die Verhand­lungen überDeS Handwerks Noth" (Referent: Herr Pfarrer Naumann von Frankfurt a. M.) alsbald folgen.

D. Ztg.

** Das zwanzigste Stiftungsfest des Kaufmännischen Ver­eins wurde gestern Abend im Saale deSEaf6 Leib" durch einen Vortrag des Herrn Dr. Pohlmeyer-Berlin über Di? Kaufmännischen Vereine in ihrer Beziehung zur handels­politischen Bildung und socialen Stellung deS Kaufmannes", und Concerl der hiesigen RegimentSmusik eingeleitet. Die zahlreiche Festversammlung wurde zunächst von dem Vereins- Vorsitzenden, Herrn Carl Orbig, begrüßt. Derselbe gab ein übersichtliches Bild von der Entwickelung des TDUv*.n* der am 24. September 1873 erfolgten Gründung. Von den Gründern des Vereins gehören nur noch drei dem Vereine an, die Herren Edmund Wetter, Emil Schmoll und W. Köser. ES seien dem verein zu Beginn seiner Thätigkeit manche Schwierigkeiten bereitet worden, doch habe derselbe diese überwunden und stehe nun heute mit einer Mitgliederzahl von 150 da. Zur Erreichung seine- Zweckes, die Bildung deS KausmanneS zu fördern, stehe ihm zunächst eine Bibliothek von rd. 1000 Bänden zu Gebote. Verfüge der Verein auch nicht über so große Vermögen, wie die gleichen Vereine in anderen Städten, so biete derselbe seinen Mitgliedern für den Jahresbeitrag von 6 Mark doch Vieles - er feiere seine Feste, gewähre Vergünstigungen für feine Mitglieder bei bUbungfÖrbernben unb gemeinnützigen

Veranstaltungen, er pflege seine BereinSabende, habe seine UnterstützungSkaffen, UrnerrichtScurse für EommiS, Stellen­vermittlung, er werde sich in Zukunft auch der Sorge um die Lehrlinge durch Errichtung eines Lehrlingsheim- widmen, sowie allen Anforderungen gerecht zu werden suchen, die die Neuzeit an den SaufmannSstand stelle. Herr Orbig äußerte am Schluffe seiner Begrüßung die Bitte, daß man dem verein auch ferner die bisher bewiesene Sympathie wahren möge. Begrüßungsdepeschen waren eingegangen von den Bruder- vereinen Wetzlar, Mainz und Frankfurt. Nach kurzer Pause ergriff Herr Dr. Pohlmeyer daS Wort zu dem oben bezeichneten Vortrage. Redner legte zunächst dar, daß der seit Menschengedenken vorhandene Drang nach Interessen- gemeinschast feine Vortheile habe, wenn darüber der Blick für das ganze Vaterland nicht getrübt werde- der in diesen Worten liegende Grundgedanke, daß alles vom Kaufmannsstande unter­nommene auch dem deutschen Vattrlande zum Wohle gereichen müsse, zog sich gleichsam durch den ganzen, hochinteressanten und allgemein verständlichen Vortrag. Herr Dr. Pohl- meyer schilderte, nachdem er die Schwierigkeiten dargelegt, unter denen der Kaufmann in den allerfrüheften Zeiten zu kämpfen gehabt, daö kaufmännische Leben des Mittelalters. Es werde viel gelehrt von Krieg und Heldenthaten unserer Vorfahren, aber von den gefahrvollen Kämpfen deS deutschen Kaufmannes im Mittelalter erfahre die Jugend wenig. Er schilderte den deutschen Kaufmann in jener Zeit, bedingt durch die Verhältnisse, als rauh, hartherzig, zäh in Verfolgung seiner Unternehmungen, aber der Kaufmann deS Mittelalters habe eine höhere Eultur nicht nur in Deutschland, sondern überall da verbreitet, wohin seine Unternehmungen ihn führten, der deutsche Kaufmann habe die Grenzen erweitert und be­wacht zu einer Zeit, als die deutschen Fürsten dazu nicht im Stande waren, der deutsche Kaufmann habe bestimmend auf die Entwickelung unserer Rechtsverhältnisse eingewirkt, er habe zu einer Zeit, als die dürftigen Verkehrswege durch Plünderer u. s. w. unsicher waren, thatkräftig eingegriffen und namentlich durch Gründung des StädtebundeS erfolgreich für die Sicherheit gewirkt. Redner ging auf die Entstehung, die Bliithe und den schließlichen Verfall der Hansa, jenes großen Bundes von Kaufleuten ein, der durch Jahrhunderte ausschließlich nicht nur den deutschen Namen in Ehren zu halten verstand, sondern auch mit dem Schwerte zu verthei- digen vermochte, und den KaufmannSstand und mit diesem den Handel Deutschlands zu einer vorher noch nie gesehenen Blüthe brachte. Dem mit dem Beginn deS dreißigjährigen Krieges beginnenden Verfall der Hansa folgte eine traurige Zeit für den deutschen Handel. Die neue Zeit, das deutsche Vaterland stellten auch, so gut wie an den einzelnen Staats­bürger, an den Kaufmann neue Aufgaben. Der deutsche Kaufmann müsse dem deutschen Namen neuen Glanz geben, ein neues Geschlecht solle erzogen werden durch Verbreitung von Bildung unter dem gesummten Kaufmannsstande. Der deutsche Kaufmann müsse sein Augenmerk auf die Jugend richten, im deutschen Kaufmannsstande bilde sich dieselbe Frage heraus, rote im Arbeiterstande: die sociale Frage. Diese sei besonders brennend geworden durch die infolge der Ge­werbefreiheit beobachtete Vermehrung der von Nichtkausleuten geleiteten Handelsgeschäfte, sowie durch den Eintritt der Frauen in den kaufmännischen Beruf. Hiergegen erfolgreich anzukämpfen sei durch eine tüchtige Bildung unseres Kauf­mannsstandes möglich, durch volle Hingabe des Kaufmannes an seinem Berus, denn wo Berufsfreudigkeit vorhanden, fei es nicht schwer, sich diejenigen Kenntnisse und Fähigkeiten zu | verschaffen, die heute nölhig seien um vorwärts zu kommen. Der heute so viel beobachtete Brauch, daß der Sohn nicht dem Berufe des Vaters folg-, sei auch nachtheilig für den Kaufmannsstand. Die sogn. ErbweiSheit, der Uebergang be- sondercr Befähigung vom Vater aus den Sohn, habe ihre volle Berechtigung- es sei von Nachtheil für den Kaufmanns- stand, daß das vom Vater erworbene Vermögen durch den Sohn in andere Erwerbsfächer übergehe- dazu gehöre vor Allem der Zudrang von Kaufmannssöhnen zu akademischen Studien- auch der Drang des Kaufmannsstandes zum Ein- jährig-Freiwilligendienste habe schwere Bedenken- die zur Er­langung der Einjährigen-Berechtigung nöthigen Kenntnisse seien nur zu einem geringen Theil werthvoll für den Kauf­mann, diesem gehöre eine tüchtige Fachbildung, erworben neben allgemeiner, durch Mittelschulen erreichbarer Bildung in Fach- oder Handelsschulen, durch Fachbildung würden auch die für den Kaufmannsstand so werthvollen Kenntnisse der Industrie verbreitet, welche besonders der Jugend eigen gemacht werden müßten. Neben den in Mittelschulen, Fortbildungsschulen und Handelsakademien erworbenen Kenntnissen empfehle sich das Stu­dium von zwei lebenden Sprachen, besonders solchen von Län­dern, mit denen Deutschland in directem Handelsverkehr stehe, also Spanisch, Portugiesisch, Italienisch und Russisch; besonders letztere Sprache sei im Hinblick auf die Wiederannäherung russischer und deutscher Handelsbeziehungen zu empfehlen. Dem jungen Kaufmann sei vor Allem zu empfehlen, sich vor eigener Geschäftsgründung einige Zeit im Auslande, besonders in überseeischen Ländern aufzuhalten, dadurch emancipire sich der deutsche Handel von England und Frankreich, es würden neue Handelsbeziehungen angeknüpft. Ein weiteres Streben des Kaufmannes müsse auf Verbesserung des StylS im Brief­verkehr gerichtet sein, mit Fleiß und Ernst mässe der Kaufmann an seiner Fortbildung arbeiten, diese solle ihm über alles gehen, besonders über die in vielen Vereinen und in allen möglichen Variationen gebotenen Vergnügungen. Den kaufmännischen Vereinen sei die Heranziehung der Lehr­linge nicht dringend genug anS Herz zu legen, besonders sollen sie darauf sehen, daß die den Lehrlingen in der Neu­zeit gebotene Sonntagsruhe richtig auSgenutzt werde- er begrüße eS freudig, daß der hiesige Kaufmännische Ver­ein die Errichtung eines LehrlingSheim» sich zum Ziel gesteckt. Dadurch erkenne der Verein an die Pflicht der Heiteren sich der Jüngeren anzunehmen, sie zu bewahren vor Ausschrei­tungen, Verführung und schließlichem Untergang; Pflege der StandeSehre, Achtung der Jüngeren vor den Heiteren, Ber-

breirung von Bildung und tüchtigen Fachkenntusssett, | deS GemeinsinuS im Berufe feien Aufgaben, die sich lausmännischen Vereine stecken, die sie zu vollbrwr. suchen müßten. Möge der Verein, der Heun £ 20jäbrige Jubelfeier begehe, in diesem Sinne wirken, 1 Erfolg werde nicht auSbleiben, denn:Nur auS der vereintem Streben, erhebt sich wirkend da- wahre Leben/ 2 Herrn Dr. Poh Imeher wurde nach Beendigung seine- tz» träges, von dem auch wir überzeugt sind, daß die in enthaltenen Lehren befolgt werden, der wohlverdiente der Zuhörer zu Theil. Das darauf folgende öoncen J RegimentSmusik war infolge der Zusammenstellung » Programms und der gewohnt schönen Ausführung der einuu Nummern geeignet, bie Mitglieder und (Säfte (unter lep^ befanden sich der Herr Oberbürgermeister nebst einigen St0 verordneten, sowie Vertreter der Gr. Handelskammer, 1- pale u. s. w.) noch lange zusammenzuhalten. In einer t Pausen nahm Herr Edm. Wetter daS Won, um j Namen der Gründer deS Vereins dem Vorstände zu bar3 daß er ihrer gedacht. Er sprach seine Freude darüber daß der Verein nicht nur in dem Geiste, in dem er gegL> bet wurde, vorangeschritten fei, sondern noch höhere ~ edlere Ziele zu erreichen suche. Handelsstand und Behir^ würden es nicht daran fehlen lassen, diese Ziele verwirk!«« zu helfen, er fei erfreut, eine Anzahl Herren angelebr» Handlungshäuser heute Abend zu sehen. Wenn der einen so vorzüglichen Vorstand habe, dann sei Hoffnung te Händen, daß der auf solider Basis gegründete Verein ferner blühe und gedeihe, zum Nutzen deS HanbelSstavtn Die Herren Chefs hätten sicher die Wahrnehmung gerat daß in der Tüchtigkeit ihrer jungen Leute der förunb:- zum Blühen der Geschäfte ruhe, er sei auch überzeugt, jedes Mitglied des Vereins bad Streben nach Derebelq seiner Bildung habe.Möge Jeder stillbeglückt, seiner & düng warten, wenn die Rose selbst sich schmückt, schmückt fc auch den Garten". Die Ansprache deS Herrn Wetter Bq auS in ein Hoch auf den Vorstand de- Kaufmännischen L» eins. Der Vorsitzende, Herr Or big, bemerkte hierauf e freue sich, daß nicht allein zwei Gründer deS verein- s wesend seien, sondern daß sie auch noch mit gleichem Qt. wie früher die gute Sache fördern helfen. Er sprach daS ausgebrachte Hoch seinen Dank im Namen deS Vorfta.i^ auS, und versprach, daß daS, was der Vorstand bisher: than, er auch in Zukunst thun werde. Es fei die Arbeit <

den Verein nicht mehr al- ihre Pflicht gewesen, al- Rae feilte unb als VorstanbSmitglieder eines kaufmännischen b. eins. Nachdem ein so sicherer Grundstein von den (Srüncr- gelegt war, sei cs ja auch leichter, in deren Sinne tentn zu arbeiten, deshalb verdiene wohl diesen Herrn vor a.'.- Dank. Er leere sein GlaS auf daS Wohl der Gründer Kaufmännischen Vereins. Heute Abend findet in ©teu-l Garten ein Ball statt, der morgen ftattfinbenbe Ausflug n« TextorS Hardt wird die Feier des 20. Stiftung-festes za Abschluß bringen.

** Theaternotiz. Wie wir erfahren, soll die erste J e; stellung deS Theatervereins am 26. October zusammenfalle mit dem Gastspiel von Fräulein Nuscha Butze im äcjo Theater. Herr Director Reiner- hat bereit- vor etnt.u Monaten unwiderruflich unb contractlich mit der Künstler, diesen Gastspielabend vereinbart.

*e Umtausch der 3 Prozent Reichs Anleihen bttrefhü Von den in dcn letzten vier Jahren emittirten 3 Prozt.-i Reichsanleihen ist ein großer Betrag noch nicht in btren::? Stücke umgetauscht worden. Bei der Reichsbank in Her r welche jetzt noch ausschließlich für die AuSrei^vg ber ecu.tr zuständig ist, harren allein auS der 1893er Anteil yyi 4l/i Millionen Mark der Präsentation ber Jnteriwbihr ' Von sämmtlichen Anleihen sind die Zinsen bereits B-'>, die ersten ZmS sch eine von den noch nicht abgehobenen 3tMn, der 1890er Linieihe werden sogar Ende des nächsten 3ah< ungültig. ES liegt daher im Interesse der Besitzer i JnterimSscheinen dieser Anleihen, den Umtausch berfelti möglichst bald zu bewirken.

** 3n Amerika verstorbene Hessen. Buffalo, R. - Valentin Funk, 59 Jahre alt, auS Griesheim.

* Der Setreibemarkt. DaS Getreidegefchält n I in der abgelaufenen BerichtSwoche im Allgemeinen erneut ti Character ziemlich scharf ausgeprägter Flauheit auf. Niedriger Meldungen auS Amerika wie stärkere RealisationSangebc: wirkten an den Plätzen abschwächend auf bie PreiStende; bei Roggen wie Weizen ein, beide Artikel mußten wieder^: nachgeben- dabei blieb ber verkehr in beiben (Setreibeer? vorwiegend ein beschränkter. Dagegen bekundete Hafer et eine recht feste Haltung, er zog theilweise nicht unerbei : an, waS den zum 2. October fällig geworbenen Pränor wie dem Ausbleiben der angefünbigt gewesenen Zusvls' amerikanischen und rumänischen Hafers an den betreff*11 Plätzen zuzuschreiben ist. Fraglich erscheint eS inbenen, > Hafer seinen bevorzugten Standpunkt noch lange wird h haupten können. PreiSnotirungen an der Berliner Prodocnr börse: Roggen per 1000 Kilogramm 122 bis 128 Ä-i Weizen 141 bis 150 Mk., Hafer 151 bis 187 Mk., Sn* 125 bi- 185 Mark.

Lber-Wibberßheim, 5. October. Unter den Van1 wirthen greift die Erkenntniß immer mehr Platz, daß ndni ausgeführte Meliorationen bie beste Kapitalanlage ist. diesem Grunde wird jetzt auch in unserer Gegend eine größer Drainage auSgeführt. WaS durch eine gute DramaS geleistet werden kann, zeigt bie Gemarkung Dornaffenhe!^ Letztere ließ vor längeren Jahren in Verbindung mit Reiches heim eine große Drainage auSsÜhren. SS gab damcß Grundstücke, wo der Morgen kaum 50 Mark werth »«' Heute gehören jene nassen, aber brainirten Grundstücke » den besten ber Gemarkung und sie gelten wohl bai zwanz p fache deS früheren Preise-. Die Melioration kostete aüo ding- über 40000 Mark, aber bie Kosten find längst ermess

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