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8.4.1893 Erstes Blatt
 
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«f «MglUe« 9l(t u,?'l bckml, »eil ihm bet «n ganzes Jahr in Unter, licht eingestehe. Die Sache

tes'geVoiksztg." bemen. auswärtigen Blättern der- ordung zweier Schwestern

Der Herr Mechchu/lgS- in besser gekleibeter Mann n Woha unb sagte dem, er lbgeibe halten. Der Bauer sein Gelb, bem der Herr tzigmarkstllcke und ein Zehn­te, die wären offenbar falsch, Er ging nun mit dem Bauern sagte, von da nach Hof zu nsteigen, schlug die Coupee- ?g war er unb mit ihm die er nun wohl noch genauer

ner WM vorgenminrnru o gegenwärtig M Pserbr. ibtifchrn Schlachthäusern von irigen Jahre 20,771 Pferde, .schlachtet worden. Die Sd> Pferdefleisches besteht selbst : unb die Kundschaft jener Professor Nocard haM- nern, den Handeltreibmden, ästigen haben, den Menagerie- Volksrestaurationen und den irkende Medicawente mit gc- r zubereiten. Herr Nocard hie mir nur mit geziemender ben verheiratheten Damen, en Ehemännern etwas zu in bet Bertninbetung rhtrt ^biesetn«anbeab.

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sagt, gethan. Er war eher in Berlin und erwartete feine Alte. Der Bummelzug kommt, Mudder steigt au5, ihr Mann eilt ihr entgegen.Na, nun kumm man, Mudder, giw mi det Handtasch." Mudder hält krampfhaft die Hand­tasche fest, fixirt den Ehegatten verwundert und verdächtig von oben bis unten. Dann bricht sie in den Ruf aus: ,,Die Berliner Spitzbub'n, wie bei sik verstellen tönen. Wenn ick nu nich wahr und wahrhaftig wüßt, dat min Oll in Wittenberg sitten bläben, denn kunn ick swören, bat hei bit war". ES beburfte erst einer gründlichen Ueberzeugung der gewarnten Frau, um ihrenOllen" wieder als Ehe­mann anzuerkennen.

Die erste Photographie. AuS London wird berichtet: Ein interessanter Ausstellungs-Gegenstand ist soeben nach Chicago gesandt worden. Es ist die angeblich erste Photograhie, die von einem menschlichen Angesichte je genommen wurde. Dieselbe stellt die Schwester Sir William Herschel's dar. Das Porträt wurde von Draper, Pro­fessor an der Newyorker Universität, auf dem Dache eines der Gebäude derselben im Jahre 1840 genommen. Die Dame, deren Potographie es ist, lebt noch,- sie ist 87 Jahre alt.

Sin berittener Apotheker. Aus Tegel bei Berlin wird berichtet: Tegel hat einen berittenen Apotheker. Warum aber nicht!? Hatte doch das benachbarte Schönerlinde für den alten Landbriefträger Plathe, der täglich 30 Kilometer im Umkreise die Briefe und Packete abzutragen hatte, eine Hundepost, im Winter sogar eine Hundeschlittenpost eingerichtet; weßhalb soll sich nicht Tegel einenberittenen" Apotheker leisten? Und einen solchen haben wir jetzt. Schon vor einigen Jahren hatte der Besitzer der Adler-Apotheke in Tegel die Einrichtung getroffen, daß er in den umliegenden Orten, wo keine Apotheken sich befinden, die von den Aerzten aus­gestellten Recepte durch einen Boten abholen unb bie Arz­neien überbringen ließ. Es waren zu biesem Behufe in ben betreffenden Dörfern Briefkastens mit der Bezeichnung Apotheke Tegel" angebracht, die zweimal täglich geleert wurden. So bequem diese Einrichtung auch für bie Lanb- bewohner war, unb so ersprießlich sie sich für ben Apo­theker selbst gestaltete, so waren bie Touren für ben Boten, der bie Wege zu Fuß zurücklegen mußte, so groß, daß ; er an einem Tage nicht zweimal durch alle Ortschaften kam. Infolge dessen abancirte der Bote auf's Dreirad, welches aber bei tiefem Schnee und unpassirbaren Wegen

sich bald als untauglich erwies. Seit einigen Tagen hat sich der Apotheker nun einer, munteren Pony für den Boten geleistet, und auf diesem sieht man denreitenden Apotheker", wie er überall genannt wird, durch Tegel und von Ort zu Ort eilen. Die Sache ist eigenartig, aber man wird in den Kreisen der Betheiligten dem Unternehmer jedenfalls Anerkennung für den glücklichen Einfall zollen, der bei der Dringlichkeit der Besorgungen der Waare entschieden hohe Bedeutung hat.

* Deutsche Industrie in Süd-Amerika. Unter denjenigen Etablissements, welche sich in den La Platastaaten und auch anderwärts in Amerika der Herstellung von Fleifchconserven widmen, nimmt die durch die geniale Erfindung des be­rühmten deutschen Chemikers Professor Justus von Liebig in Fray Bentos (Süd-Amerika) geschaffene großartige Industrie zur Herstellung des bekannten Liebig'schen Fleisch- extra ctes öer Liebig-Company eine in jeder Beziehung exceptionelle Stellung ein. Seit Gründung derselben sind über 25 Jahre verflossen, Concurrenz-Unternehmungen, zum Theil mit dem alten Etablissement entnommenen Arbeits­kräften, sind inzwischen entstanden, alle Mittel berechtigter und unberechtigter, bis zur Markenfälschung sich versteigender Reclame wurden versucht, aber trotz alledem beherrscht das Product von Fray Bentos siegreich den Markt, und man kennt doch immer nur einen Liebig'schen Fleischextract. Als das Etablissement im Jahre 1864 gegründet wurde, war die Gegend noch unbesiedelt- inzwischen ist die 3000 Ein­wohner zählende und fast ganz von der commercieöen Be­wegung der Fabrik lebende Hauptstadt des ganzen Rio Negro-DepartementsBilla Jndepedencia" in nächster Nähe derselben entstanden. Der größere Theil der am Rio Negro- Strom gelegenen, die Stadt umgebenden Ländereien, sind Eigenthum der Liebig-Company. Dieser Besitz beziffert sich gegenwärtig auf nicht weniger als 22 Hf-Meilen und weitere 6 lH-Meilen hinzugepachtetes Land, auf welchem theils das zu Schlachtzwecken angekaufte Vieh fett gemacht, theils eigenes Vieh gezogen wird. So beläuft sich z. B. gegen­wärtig der Besitzstand der Compagnie an felbstgezogenen Thieren auf 50000 Stück Jungvieh,- dennoch reicht der eigene Viehstand lange nicht aus, um den Moloch der Extractküche des größten aller Schlachthäuser in den La Platastaaten überhaupt zu versorgen, und wird der weit größere Theil durch sogenannte Troperos in den Estancien aufgekauft.

* Auf bet Opernprobe. Eapellmeister:Tiefer, tiefer, Herr Quabbe, das ist noch nichts!" Sänger:Bedaure! Mit der Knieke'hle kann ich nicht singen."

Unitxrfiiäfs - Had? riebt en-

Breslau, 6. April. An Stelle des verstorbenen Professor- Prantl ist Dr. Ferdinand Pax aus Berlin als Director bes botantischen Gartens unb als Professor ber Botanik hierher berufen worben.

Jena, 4. April. In ber theologischenFacultät ber Universität gedenkt sich tiicentlat Bänisch, bisher Pfarrer in Erfurt, zu habilittren.

Marburg, 6. April. An Stelle bes Professors Dr. M. Leh­mann, ber einem Rufe nach Leipzig folgt, ist ber außeroib-mtliche Professor ber Geschichte an ber Berliner Universität Dr. Raub« berufen worben.

kirchliche Anzeigen ber Stadt Gietzen

Evangelische Gemeinde. GotteSbtenst.

Samstag ben 8. April:

Nachmittags 2 Uhr: Beichte. Pfarrer Dr. Naumann.

Sonntag den 9. April, Quastmobogeniti: In ber Stadtkirche:

Vormittags 9/a Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.

Konfirmation der Kinder aus der JohanneSgemeinbe: Feier bes heiligen Abendmahls.

Nachmittags 6 Uhr: Pfarrer Din gelb ey.

In der Friedhofscapelle:

Vormittags 8*/i Uhr: Ktnderkirche. Pfarrer Schlosser.

Vormittags 10 Uhr: Pfarramtscandidat Kempf.

Die Pfarrgeschäfte besorgt jeder Pfarrer in seiner de, sonderen Gemeinde.

Katholische Gemeinde.

Sonntag den 9. April, Weißer Sonntag.

Samstag: Nachmittags um 4l/s Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte.

Sonntag: Vormittags von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um 6>/, Uhr erste hl. Messe; um 7Va Uhr Austhetlung der hl. Communion; um 8/2 Uhr zweite hl. Messe; um 10 Uhr Hochamt mit Predigt; erste hl. Communion bet diesjährigen Erst- communicanten; Nachmittags um 3 Uhr Andacht.

Anmerkung: Montag um 7 Uhr Feierliches Amt für die Erstcommunicanten.

StitaMt

direkt au» der Fabrik also au6 erster Hand v

von Elten & Keussen, Crefeld, S in jedem Maah zu beziehen. Man verlanget.

Muster mit Angabe deS Gewünschten.

Holzversteigerung in Ser IreihetrUchen Oberförstern Rabenau.

1) Dienstag den 11. April aus den Districten Buchkopf, Antrefferkopf, Köppernhelle und Zeiselbach:

Stämme: Eichen 54 Stück 16,53 fm. Das aus dem Distr. Buchkopf zu versteigernde Eichenstammholz ist blau unterstrichen. Scheiter rm: Buchen 22, Birken 2, Eichen 10 I. Kl., 2 II. Kl., Nadelholz 29 ; Knüppel nn: Buchen 4, Birken 2, Eichen 20, Nadelholz 711. Kl., 3 II. Kl.; Reisig rm: Buchen 64, Eichen 506, Nadelholz 745; Stöcke rm: Buchen 5, Eichen 27, Nadelholz 21. Zusammenkunft Vorm. 9 Uhr im Distr. Köppernhelle an dem Ab­trieb. Das aus den Districten Buchkopf, Antrefferkopf zur Versteigerung kommende Holz wird nicht vorgezeigt und beliebe man sich dasselbe ein­zusehen. Nähere Auskunft erthellt Forstwart Leyerer zu Climbach.

2) Donnerstag den 13. April aus dem Distr. Eibischenhain: Stämme: Nadelholz 7 Stück 2,07 fm; Derbstangen: Nadel­holz 69 Stück 4,54 fm; Scheiter rm: Eichm 4 II. Kl., Nadelholz 29 I. Kl., 6 II. Kl., Knüppel rm: Buchen 104, Nadel­holz 78; Reisig rm: Buchen 1072 meist Stammreiser, Eichen 2, Nadelholz 873; Stöcke rm: Nadelholz 64.

Zusammenkunft Vorm. 9 Uhr an der Abfahrt nach dem Eibischenhain. Papiermühle, den 4. April 1893.

Freiherrliche Oberförsterei Rabenau.

Schlotterer. 3307

Bekanntmachung.

Die Holzversteigerung vom 23. März in der Freih. Oberförfterei Rabenau ist genehmigt. Die Abfuhr­scheine können vom 11. April ab auf Freih. Rentei zu Londorf in Empfang genommen werden. Ueberweisung: Mittwoch den 12. April.

Papiermühle, 1. April 1893.

Freiherrl. Oberförsterei Rabenau. ________Schlotterer. 3306 Üäflööefpä^tünfl.

Die am 16. Mär» er. stattgehabte Ver­pachtung ber Feldjagd von Wißmar ist vomGemeinderath nicht genehmigt worden.

Mittwoch de« 12. dS. MtS., um 9 Uhr Vorm-, findet deßhalb in meiner Amtsstube nochmals Termin zur Ver­pachtung dieser Jagd auf die Dauer von 5 Jahren statt.

Krofdorf, den 6. April 1893.

3322 Der Bürgermeister: Kleine.

Samstag den 8. April,

Nachmittags 2 Uhr, werden in dem Bieker'scheu Saale ver­steigert :

Möbel aller Arten, vollst. Betten, 2 Hobelbänke, 1 Parthie Werkholz, 2 Mhe, 2 Wagen, 1 Sommerwagen, 1 Schleudermaschine, Wirthschasts- mobiUar, 1 gut erhaltene Näh­maschine, 1 goldene Uhrkette u. a. Versteigerung theilweise bestimmt, ins- Kesondere hinsichtlich der Nähmaschine und der goldenen Kette.

Geißler, 3287 Gerichtsvollzieher.

Jeilgebotenes.

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3324] Junge reine deutsche Jagd­hunde abzugeden.

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>zu verkaufen.

Gg. Emil Möhl, ' 3312]___________Bahnhofstraße 44.

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zu verkaufen. Hotel Prinz Carl.

33081 Ein kleiner Wagen mit Federn (für Bäcker, Milchfuhrwerk u. f. w. ge­eignet) steht zum Verkauf.

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Erklärung.

Beinahe jede Hausfrau bestätigt jetzt, daß daö einzige praktische u. billige Mittel, die Wäsche auch im Winter wohlriechend und blüthweitz zu erhalten, GiothS Teigseife ist, die zum Koche« der schmutzigen Wäsche verwandt wird. Ein »ersuch überzeugt schon und genügt dazu ein Pfundpacket für 20 Pf., das in jedem Seifengeschäft und gröberen «olonial- waarenhandlung zu haben ist. [16