gemäß
Güls verübt.
durch das Stillliegen der Bergwerke, in letzter Zeit vollständig an Arbeit mangelte und wünschen wir den Inhabern den besten Erfolg.
Itnivcrfitäts * Nachrichten.
München, 4. Januar. Der an Stelle de« nach Leipzig berufenen Erlanger Professor« de» römischen Rechts, Dr. Molder, berufene ordentliche Profesfor Dr. Ripp von der Universität Königsberg hat den Ruf angenommen.
Berlin, 3. Januar. Bei der zur Winterszeit natur- erhöhien Arbeitslosigkeit im Baugewerbe und
S cl? i ffs n ach ri ch te n.
Der Postdampfer „Westernland" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 4. Januar wohlbehalten in Rewyork angekommen.
Onkels verherrlicht und wollte man den alten Herrn in vorgerückter Abendstunde aus Gründen nicht allein zu seinem Hotel zurückkehren lasten, weshalb der junge Ehemann die angenehme Aufgabe hatte, denselben zu begleiten. Leider hatte der Kutscher bereits ein oder auch mehrere Gläschen üher den Durst getrunken, so daß er auf seinem erhabenen S'tze bald einschlief. Auch Neffe und Onkel in der Eauipage ruhten bald in Morpheus Armen und die führerlosen Pferde nahmen ihren Weg statt ins Hotel z»m heimathl'chen Stalle. Beim Herannahen des Fuhrwerks öffnete die Kutsche«sfrau schnell das Thor, versorgte die Pferde unb hatte große Mühe, den Ehegemahl vom Kuticherbock herab und ins warme Bett zu bringen. Unterdlssen warteten Braut und Hochzeitsgäste mit großer Ungeduld auf die Rückkehr des Bräutigams, doch vergebens,- Stunde um Stunde verrann, Niemand kam. Voll dunkler Ahnungen schickte mau ins Hotel, fragte in anderen Wirthschaften nach, ließ bei dem Kutscher nachfragen- Niemand konnte über den Verbleib der Gesuchten Auskunft geben. Endlich gegen Tagesanbruch entdeckte man beide, selig schlafend, in den Polstern der geschlossenen Kutsche zur großen Freude der Hochzeitsgäste und noch größeren der hochbeglückten jungen Ehefrau.
Cobleuz, 5. Januar. In dem benachbarten Dorfe wurde ein Raubmord an einer 60jährigen Wittwe
vermischtes.
* Freiburg, 4. Januar. Hierselbst sand der Kohlenhändler Rahm und seine Frau in ihrer Wohnung durch ausströmende Kohlengase den Tod durch Etsticken.
* Crefeld, 1. Januar. lieber e-ne schwunghaft betriebene Butterfälschung berichtet die „Cref. Zig." Der hiesige Butterhän^ler Heinrich C. von der Lohstraße stand bereits seit Jahren im Verdacht, Margarine m.t billiger Naturbutter zu vermischen und dieses Gemisch dann als echte Naturbutter in den Handel zu bringen. Den eifrigen Bemühungen der Reoierpolizei ist es nun gelungen, das ganze Fälschernest auf einmal auszuheben. Als nämlich die dienstbaren Geister des C., welche in Gestalt von Bäuerinnen gekleidet waren, zum Ruhrorter Markte zogen, wurde die Gesellschaft beobachtet und überwacht. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel trat jedoch die heilige Hermandad hervor und beschlagnahmte die ganze Fabrication beim flottesten Handel. Die chemische Untersuchung hat zutage gefördert, daß diese Butterwellen meistens aus Margarine bestanden. Wie groß der Umsatz dieses Fabricanten gewesen sein mag, kann man beurtheilen, wenn man erfährt, daß in einem Monat d. I. über 6000 Pfund Margarine angekommen sind. Neben dem Genannten haben sich als Gehülfen bezw. Gehülfinnen zu verantworten dessen Ehefrau und Sohn Mathias sowie dessen Tochter Christine und die Dienstmagd Franziska Sch.
* Vom Westerwald, 3. Januar. Mit Freuden können wir milthi.ilen, daß in dem seit Jahren stillliegendeu Nister« Hammer bei Hachenburg, wo früher schon 1500 Arbeiter beschäftigt waren, von zwei Herren aus Düsseldorf und Barmen unter der Firma „Bocks und Co." eine Fabrik- zur Anfertigung von Bürsten und Bürstenhölzeni aller Art errichtet worden ist. Es finden in dem neuen Etablissement bereits 150 Albeiter dauernde und lohnende Beschäftigung und wird sich diese Zahl sehr bald verdoppeln, da die Fabrik mit den besten und neuesten Maschinen und Einrichtungen versehen ist, von tüchtigen geschulten Kräften geleitet wird und über eine Wasserkraft von über 100 Pferdekrästen verfügt. Wir können dies Unternehmen mit um so größerer Genug- tbuung begrüßen, da es der dortigen verdienstarmen Gegend
das Gefühl eines Menschen, der mit Ruthen gepeitscht wird. Dabei zersprangen Steine und Felsen mit lautem Krachen, und das eisbedecktc Meer gab schwere Dampswolken von sich. Parry und Andere beschreiben die Wirkung solcher Kälte auf ein geheiztes Zimmer. Sobald nämlich d>c kalte Luft zu dem Zimmer Zutritt erlangt, b'lden sich schwere Dampf wölken, die e ne starke Eisbeklcidung an den Wänden zurück- lasten. Fleisch, Brod und andere Nahrungsmittel verwandeln sich in e'ne feste Maffe, an der selbst Sägen und Beile zerbrechen. Während Kane'ö berühmter Ueberwinreruug im van Reuffelacr« Hafen 1853—1855 war an verschiedenen Tagen jeder Mrnsch in e ne io dichte weiße Wolke eingehüllr, daß man ibn kaum erkennen konnte. Zog man die Mütze vom Kopse, so dampfte dieser wie eine Schüffcl mit kochende« Kartoffeln. Hierbeistand die Temperatur auf—60^F. Wenn man etwas im Freien schreiben wollte, war es nothwendig, dies über ein r Spiriuslampe zu thun. Payer beschreitt die Wirkung solcher Temperatur aus den Menschen. Der Puls schlägt langsamer, der Mensch w rd gefühllos und apathisch, die Kräfte nehmen ab, die Augenlider sind steisgefroren, die Füße schmerzen, habet tritt großer Durst ein, der Bart ist zu einem E'sklumpen verwandelt, nervöse Schwäche, Schläfrigkeit und ost Geistesgestörtheit treten ein. Wahrend der englischen Nordpol Expedition von 1875—76 beobachtete man eine Kälte üon73° F., während der letzten Franklin-AufsuchungS- expedilion unter dem jüngst verstorbenen Lieutenant Schwaika (1878—1880) fiel daS Thermometer im Januar 1880 zu 71° F. herab, und 16 Tage lang war die DurchschnNts- temperatur 100° inner dem Gefrierpunkt. Trotzdem marschtrte Schwatka unaufhörlich vorwärts, indem er sich ganz nach E-kimoweise kleidete und nährte. Die Polarvölker, besonders die Jakuten, die Wrangel „Leute von Eisen" nennt, sind gänzlich unempfindlich gegen Kälte. Sie nächtigen mitten im Winter auf der kalten Tundar, mit irgend einem alten Rennthierpelzrock, mit dem sie ihre Schultern bedecken. Die Gewöhnung an Kälte hat sie gänzlich unempfindlich gemacht, und daß auch Europäer solchem Klima trotzen können, haben die obigen Mittheilungen bewiesen.
* Man weiß, daß die wunderlichsten Dinge in den Annoncenspalten als Weihnachtsgeschenke angepriesen werden. Daß Ackerpflüge als Weihnachtsgeschenk empfohlen wurden, ist nicht mehr neu ; daß jemand seiner Feststimmung dadurch Ausdruck giebt, daß er sich bereit erklärt, in den Festtagen Zähne gratis auszuziehen, hatte man voriges Jahr einem Potsdamer Inserat entnommen. Dieses Jahr hat es wiederum auf zahnärztlichem Gebiete etwas Neues gegeben. Der „Nordstern" vom 24. Deceinber 1892 bringt folgendes Inserat: „Prakt. Zahnarzt Louis Wolff empfiehlt als passendes Weihnachtsgeschenk (!) künstliche Zähne bei billigen Preisen und täuschendster Aehnlichkeit." So ein funkelnagelneues Gebiß an den WeihnachiSbaum gehängt — das muß sich ja ganz prächtig gemacht haben.
ter allgemein herrschenden Arbeitsnoth findet erklärlicherweise eine sehr starke Nachfrage nach Arbeit durch Arbeitstichende auf öffentlichen Bauplätzen statt, auf denen auch während des Winters gearbeitet wird. Zur Abwehr des massenhaften Angebotes unanstellbarer Arbeitskräfte dient jetzt allgemein ein ziemlich drastisches Mittel. Auf Bauzäunen, Thüren rc. derartiger Arbeitsplätze findet man vielfach in primitiver Weise mir Kreide geschrieben den kurzen Vermerk: „Arbeiter werden nicht angenommen!" An anderen Stellen ist wieder ein Blatt weißes Papier angeheftet, das in ungelenken Schriftzügen die ominöse Inschrift trägt: „Arbeiter werden nicht angenommen!" Jetzt hat bereits, wie ein hiesiger Berichterstatter meldete, die Industrie sich dieses Umstandes bemächtigt und saubere, weiß lacktrte Blechtafeln bekannter Art auf den Markt gebracht, die in schwarzem Druck stilvoll verkünden : „Arbeiter werden nicht angenommen!" Ein derartiges Schild hat man beispielsweise an dem Zugänge zum Dombauplatze zu bewundern Gelegenheit. Bei der permanenten Arbeitsnoth dürfen derartige Schilder bald ein recht gangbarer Artikel werden.
* Eine merkwürdige Geschichte. In der Salzburger Domkirche, so erzählt die „Salzb. Chronik", fand man in der letzten Zeit täglich in der Früh das „Ewige Licht" ausgebrannt. Man vermuthete, daß der Meßner das Del, anstatt es einzufüllen, für seine Zwecke verwende, und wollte ihn trotz seiner Unschuldsbetheuerungen entlassen. Schließlich prüfte man die Sache doch noch einmal, und der Domdechant selbst setzte sich unbemerkt in einen Stuhl des Presbyteriums. Wie erstaunte er aber, als etwa um 10 Uhr eine gewaltige Ratte an dem Seile, woran die Ampel hängt, herunterkletterte, das Oel aussoff und wieder in ihre Dachboden- Residenz zurückkehrte.
* Paris, 3. Januar. Im Hause Nr. 102 der Rue Truffaut wohnten in zwei armseligen Kammern seit 19 Jahren zwei alte Jungfern Marie Goude, 76 Jahre alt, und ihre Schwester Pauline, 74 Jahre alt. Am Sonntag Abend hatte ein unter ihnen wohnender Miether der Polizei gemeldet, daß er den gewohnten Schritt der Frauen, die ihre Behausung nur verließen, um die nothwendigsten Einkäufe zu machen, seit Freitag nicht mehr über sich gehört habe. Als die Polizei die Thür öffnete, sand sie die ältere der beiden in einer Zimmerecke ausgestreckt auf dem Rücken liegen, die jüngere lag vorn im Zimmer mit dem Gesicht auf dem Boden und hielt noch einen Teller in der Hand. Da die beiden, um zu sparen, trotz der großen Kälte nicht heizten und sich sehr schlecht nährten, nimmt man an, daß die eine vor Hunger und Kälte umgekommen sei und daß die Schwester beim Anblick der Tobten der Schlag gerührt habe. Bei bet Haussuchung fand man in dem einen Zimmer ^Wertpapiere im Betrage von 300,000 Frc.- man vermuthet^ daß in dem andern Raum, an den sofort die Siegel angelegt wurden, das Vermögen der andern Jungfer im gleichen Betrage versteckt liegt. Und diese reichen Armen waren so geizig, baß sie sich keine Dienstmagb hielten unb ihre Wäsche — freilich sehr selten — selbst wuschen. Sie sind vor Hunger uyd Kälte an ihrem Geiz zu Grunde gegangen.
* Vielseitige Verwendbarkeit des Glases. In Liverpool giebt es eine Glasfabrik, in der alle Zapfen der dort gebrauchten Maschinen in Lagern aus Hartglas bestehend, laufen, wo ferner die Fußböden mit Glasplatten belegt unb baS Dach mit Glasziegeln eingebeeft sinb, selbst ber 105 Fuß (cngl.) hohe Schornstein ist ganz aus Glassteinen aufgebaut. ! * Vom Pariser Leihhause. Ein Mitarbeiter des „Figaro"
! hat dem Leih amt der Stadt Paris einen Neujahrsbesuch abgeplattet. Eine Welt von Kampf und Elend bergen die steten Verlängerungen vieler Darlehen. Im abgelaufenen I Jahre wurden nicht weniger als 307 319 Pfänder für einen Gesammtbarlehensbetrag von 3 108 237 Fr. erneuert: 76 118 Kleibungsstücke, 91194 Betttücher, 38 230 Stück Wäsche, 7360 Bettbecken, 549 Federdecken, 2902 Stücke Spitzen, 20 537 Stücke Stoff, 2774 Operngläser, 6535 Vorhänge, 489 Schirme unb Stöcke, 254 Fächer, 392 Reißzeuge, 633 Musikinstrumente, 977 Spiegel, 5350 Bücher unb Noienheste, 1217 Werkzeuge, 1972 Kochgeschirre, 392 Liqueurkasten, 93 Bilber, 655 Teppiche, 2178 Bronzen, 32168 Stücke Leinwanb, 460 Nähmaschinen, 57 Klaviere rc. — Gewisse versetzten Gegenstände werden mit geradezu rührender Ausdauer prolongirt; so z. B. eine kleine Stutzuhr seit 1835; sie sieht noch wie neu aus. Für ein altes Silberbestcck werden die Zinsen seit 70 Jahren entrichtet, für ein Stück Spitzen, auf welches 12 Fr. geliehen wurden, sogar feit 75 Jahren! Ein alter Regenschirm, wie ihn die Damen der Halle unter dem Directoire gerne trugen, von grober grüner Leinwand unb riesigen Umfange, würbe vor 63 Jahren versetzt. Die Tulpe mag für einen Liebhaber 3*/2 Fr. werth fein, wird aber noch alljährlich regelmäßig prolongirt.
* Wie viel Kälte ein Europäer, wenn es sein muß, vertragen kann, erhellt aus Folgendem: Die ersten Europäer, die einen arktischen Winter durchlebten, waren der Holländer Barents unb seine Begleiter (1596—97). In ber Beschreibung bieser Reife wirb erwähnt, baß heißes Wasser, in das man Hemben zum Waschen gelegt hatte, mit diesen zu einer so festen Maffe zufammengefroren fei, daß man sie, trotz intensiven Feuers, nur nach langer Anstrengung an einigen Stellen erweichen konnte. Die Reisenden konnten sich, obwohl sie das Feuer durch die dicke Pelzbekleidung bis auf ihre Haut durchbrennen ließen, kaum vor dem JSrfricren bewahren. 1631 war die Kälte in Grönland so groß, daß sich auf der menschlichen Haut bedeutende Blasen bildeten. Wenn man auS dem Hause inS Freie trat, empfand man
Straußenfedern zusammenaestellten Kopfputz der weiblichen Bluthchen streuten, sproßt, grünt und blüht es jetzt schüch'ern an vielen ber Triebchm. An den Blumenzwiebeln sind manche Blüthentriebe soweit heraus, daß wir sie zu ihren fommenb-n Blütbentag.n ans Helle Fenster setzen können, wenn auch zuerst vielleicht noch mit schützendem Papier- Hütchen, zum nicht geringen Gaudium unserer älteren Lieblinge. Dulden wir nicht mehr wie höchstens + 15« R. im Zimmer, was zudem einer normalen menschlichen Constitution am zuträglichsten, so können wir am überdies immer etwas kühleren Fenster einen kleinen lachenden Blumenflor eine ganze Reihe von Wen erhalten, aber nur dann, wenn der Ofen etwas entfernt und beschirmt steht. Die mächtigeCümellie erschließt jetzt ihre stolzenBiüthen, mit denen sie die schon seit November ebenso reich als lieblich blühende, in schüchternes Rosa gekleidete Primula ohconica ein wenig beschämen möchte. Diese auch im warmen Zimmer, selbst in nicht ganz Heller Beleuchtung fast fortwährend blühende, langstengelige Primel, wird mitunter eines boshaften Brennens, das sie freundlich pflegenden schönen Händen, -1 la Brennnessel appliciren soll, bezichtigt; ich bin mit dem ganzen Apparat eines hochnoihpeinlichen Untersuchungsrichters und Staatsanwalts dieser interessanten Anschuldigung näher getreten, kann aber bis heute, beschämt, nur eine völlige Unschuld der Heben Blume conftatlren. Reizend ist es jetzt auch, wenn wir uns vom Gärtner einige Stöckchen russische Veilchen g.ben lassen und sie, in kleine Töpfe gepflanzt, ganz dicht am Fenster zwischen unseren anderen Pflanzen zum Blühen bringen, was häufig gelingt. Alle unsere Lieblinge, die wir nur nach Bedarf und mäßig gießen, unterweisen wir einer gründlichen sanitären Visitation. Wir säubern sie dabei nicht allein von dem gefährlichen Staub, sondern behandeln sie mit Schwamm und lauem Seifenwasser, bei nachherigem gründlichen A bsprihen, um etwa vorhandene Schildläuse, auch Blattläuse und leider oft nicht sichtbare Brut zu entfernen.
Sonnige Januartage sollten uns in den Obstgarten locken. DoA können jetzt mit Baurnscheere die „großen" und „kleinen" Raupennester, leicht an vertrockneten Blätterbüscheln kenntlich, abgenommen und vernichtet werden. Mit einer grohflammigen Raupen- sackel können sie auch vorsichtig am Baume einfach abgebrannt werden, was oft noch leichter. Die Ntster bergen eine Menge überwinternder schädlicher junger Raupen, erstere des „Goldafters", letztere des „Baumwelßliugs". — Störte uns in verklungenen Sommertagen ein schon größerer Baum — Obst- oder Zierbaum — durch einen falschen Standpunkt im Garten und wünschen den Ungeschickten schon oft von da weg, mochten ihn aber doch nicht umbauen, so ist unS jetzt Gelegenheit gegeben, ihn an einem geeigneteren Plätzchen fußen zu lassen, d. h. ihn zu versetzen. „Bei dieser Kälte .'" Gewiß! ge ade bei ihr, denn nur bei starkem Fio't kann die Arbeit geschehen. Der Baum wird eventl. mit Hebezeug, einfach mit großem, abgegrabenem, scharf seitlich unb abwärts abgestoßenem, hartgefrorenem Wurzelballen aus ber Erbe gehoben und nach seinem Stands t über: geiührt, wo er, in ein enispiechendes Erdloch gepflanzt, im Frühling meist ohne sonderliche Störung seines Wohlbefindens miete, sröh Ich ergrünen unb weiter gedeihen wird: er bat ja, wie das in tauber Zeit in die Fremde verschlagene Menschenherz, ein Stückchen alter Heimath, an dem er zehrt, mit hivauSgenommen! ______
Heinrich Frhr. von Schilling.
— Die Alügge'sche Erfindung. In Nr. 6 dieses Blattes ist ein ausführlicher Bericht über diele neue Erfindung enthalten, der hiermit noch eine Vervollständigung erfährt. Sofort, nachdem Herrn Apotheker Flügge das Patent ertbeilt war, sandte er einer großen Anzahl Aerzie das Präparats „Myrrhen • Er.'me" genannt, zur Prüfung zu. Wir veröffentlichen nachstehend einige der Herrn Flügge gewordenen Gutachten: [348]
X>le versucht mit Mr> rr he ns alb t sind bei «jtmntoKit, um T6eU durch Frost eräugten (irkrankmigen günstig ausgefallen; (tefdjroüre (onimeit auf btt inneren Station einer Ninderspi tals, btt ich allein btstye, nicht so oft vor unb hatte ich nickt Gelegenheit, mich von ber Heilwirkung ber Myrrhenpräparate auch bei bleien Slneftlonen, an bet ich nicht zweifle, zu über mengen.
Freiburg i.B. ghof. Dr. Thom»*.
Die von Ihnen uni neulich zugesanbten Mhrrh en ptäpara te habe •* berwanbt unb war mit btnfelben In ber Zhat auraezclcknel uifrienen, wenhalv wir die In den übrigen ärztlichen Zeugnissen vorliegenden Feob ' ;una<n voll bestätigen können. Wenn Sie der Klinik zu weiteren f.u .• ■ ■ Jiveden noch eine Quantität zur Verfügung stellen wollen, so mm-e id> 3bne» kbr b mrbat Kt«.
JBieSlau. Mit borzüglicker Hochachtung Prof. Dr. NriNier.
Da» mir zur Prüfung übersandte Mv rr de n pr a u ar a t hol e Ich bei btn verschiedenartigsten gälten In Anwendung gebracht 11110 ! In mn d n daniU erzielten Erfolgen außerordentlich znirleden. 2ti.1 iZtcrbanbniitttl b i «rliit» en»« ftanbenen Wunden sehr geeignet, hat sich die -albe besonder» del der Behandlung alter tstesckwüre bewährt unb must tck btt damit er; lun Heilerfolge al» ube^ raschend bezeichnen. In kleineren Fällen. all Äundieln, : tbe ld> ba» Mittel ebenfalls angewendet unb In jeder Vetiedung bewährt gesunoeu. -ZMunbert hervorzubeben Ist ber angenehme Okrudi de» Pravara.ek und d re ■infictrenbea Eigenschaften bei übelriechenden Adsonderi iigett, in gleicher Spelte die absolut« Ungesabrlichkelt der Anwendung, da 3ntorif .tioiitn. wie bet Carbolfättre, Jodoform re. nickt vorkommen (innen. Ich halte da» Mittel für eine höchst werth- volle Bereicherung de» Arzneischatzes.
Frankfurt a. M. Dr. MacBert.
Die mir von Ihnen gütigst zur Verfügung gestellten M » r r e n or ä D a r at« hobt ich theil» In dem chirurg. Ambulatorium ber hiesigen Annenklmlk, Weil» in ber Prlvatprari» In nahezu 25 ,Zöllen mit reckt gunstia-m Enolge In Hn» menbung gebracht. In ben meisten Fällen wurde die JJlnrrhenfalbe bet tuberkulösen Hautgeschwüren angewandt mit reckt gutem 1 rfolg. Besonder« erwähnen.wtrth ist ein Fall von grohen tuberkulösen Äesckwuren an beiden Unterschenkeln bei einer Fran von 54 Iabren, bei dem nach Vlnu-enbung bet Mnrrhenfalbe in verbältnlstmas ig ktir> r Zelt Heilung eintrat. — von ebenso günstiger Wirkung Ist bk salbe bei Brandwunden In zwei Fallen bei ercorrllrtce ±jjrjen stillender Frauen trat bet Anwendung ber Salbe ra>ck Heilung ein. — Ferner wandte ich die Salbe bei frischen stunden ohne tebc .'leitet'(betnuna mit gmun Grtolg an. Einen nachtheiligen GlnRuft Ihre» »' 3parou» habt ich In keinem Falle gesehen
Shanfnria.OT. Mit acktung.'vollemÄrug Ihr ergebener vr. tned.Canela» Somit steht es außer Zweifel, daß wir nunmehr in dem Flügge'sche» Myrrhen-Eri-me (Deutsches Reichspatent Nr. 63595), welcher bereit» in den Apotheken*) L Tose Mk. 1 erhältlich ist, ein ganz hervorragendes Mittel bei den verschiedenen Hautkrankheiten, Wunden, Geschwüren rc. b In Gießen: Peltkanapotheke. Mvrrhen-tzrtme ist der patentirte ölige und verdickte Auszug ves Myrrhenharzes.
333) Kanarienvogel, Amsel, Drossel, Frnk und Staar und die ganp Dogelschaar singt am besten, lebt am längsten bei Fütterung mit Voß'fchem Vogelfutter. Hier nur zu baden bei «wil Fischbach. Seltersweg 24. Der große Prachteatals- der Vogelbanbiuna Votz Köln ist daselbst einzusehen. Kurze Sinn über je umsonst.
364^1 Tausendfaches Lob, notariell bestätigt, über HollLn». Labak von V. Becker in Seesen a. Harz 10 Psd- lose L Beutel sco. 8 Mk- hat d. Exp. d- Bl. eingesehen.


