Ausgabe 
8.1.1893 Zweites Blatt
 
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1893

Mr. 7 AwritrS »la«.

Amts- «nd Anzeigeblatt für den Ureis Gieren.

SktlchM

Hratisöeikage: Hießener AamitienKkätter

Amtlicher Theil

Ärriu)

Alle Inxoacm-Burtatir bd 3n» tml ÄMltartd *** leitieen für Vw wOte|t*tr V«|ci|crJ' mtyye.

Sonntag den 8. Januar

Zur Frage

der Beschränkung des Hausirhandels.

Die Auswüchse und Ausartungen des Hausirhandels werden bekanntlich von den ansäisigen Kaufleuten, Händlern und Gewerbetreibenden so schwer empfunden, daß schon seit Jahren die Rufe nach einer Beschränkung desselben laut werden, und da auch das kaufende Publikum durch den oft gar nicht zu controllirenden Werth der von Hausirhändlern angebotenen Maaren schwer benachtheiligt wird, so erscheint es auch im allgemeinen Interesse geboten, den Calamitäten des Hausirhandels gesetzlich entgegenzutreten. Ganz besonders scheint man dies in Bayern für nothwendig zu erachten, denn die bayerische Regierung hat im Bundesrathe einen Antrag auf die Einschränkung des Hausirhandels eingebracht, und es ist zu wünschen, daß in dieser Richtung der Bundes- rath und der Reichstag sich über eine Reform oder doch eine Abänderung einiger Paragraphen der Gewerbeordnung

daß die Befürchtung des Volksmundes sich nicht bewahr beite: -Wenn der Jänner viel Regen bringt, werden die Gottesäcker gedüngt!"

Wie das Rad der Fensterrose des gothischen Doms uns an den schnellen Flügel der Zeit und an die Benutzung der uns zugemessenen mahnt, so mahnt uns jede EiSblume des Stubenfensters, die uns jetzt

leDerlrctiingen.

tungen für die vier Kirchen- foff, so werben bie giften vier fttedfengemeinben

lmlich am Montag, den S., 11. d. Mts.,oow

ade liegt oflrn im Pfarrhaus lSgemeinde in der Wohnung jste für bie gufa^emeinbe straße 18); bie Liste für die er Südanlage.

Wendungen gegen die Mm ebracht werden. Gegen dessen >n Berufung an den Dekanats-

laeafrm« Änjtigee zu bet Nachmittag für bce Mambm log erscheinmben Nummer bil Bon*. 10 W-

Bierttljährtgei

2 Mark 20 Pfg. mtt Bringerlohn.

Durch die Post btjog*

2 Mark 50 Pf».

Äebartton, LpyrdM trab Druckerei:

>4*(|re|< »t.1* gerufprecher 61.

Durch die Morgenröthe des jungen Jahres rollt unaufhaltsam rin Rad dahin. Es ist das rollende Jul-Rad der alten Deutschen, dem sie sinnig zwölf Speichen gaben. .

Hartmonv" hieß die erste Speiche, die mit ihren zwei übrigen Genossen die erste der vier Felgen des Radkranzes trug.

Sa fest prägte sich das Bild des Jahres- und Schicklalsrades

in die G müther unserer Vorfahren ein, daß es aus dem Düster des . Leidenthums später ins Licht der christlichen Kirche hinuberrollte, um, f ebenso sinnig als es gedacht, manch urdeutsches Gotteshaus zu zieren, ; ihm einen Theil seines Lichtes zu schaffen. Wenn die Sonne all- j abendlich sich neigt und ihre letzten Strahlen als Farbenfltmmer über - das feierliche Düster der Säulen und Gewölbe unserer altetten Kirchen < und Dome spielen, so fallen sie am schönsten da ein und sprechen am \ mächtigsten zur still bewundernden Seele, wenn sie durch die wunder- | litt,en Schnörkel und Lichtausschnitte einer mächtigen gothischen Fenster­rose huschen, die gen Westen schaut: durch das so poesieooll tn harten Stein und farbenprächtiges Glas erstarrte, uns Lebens- und Schtckfals- tage zurollende alte Jul Rad!

Fürwahr, die erste Speiche im Jahresrad, der Hartmond, ist ein harter Geselle. Erstarrt und hart erscheint sein Herz und hart ist der Boden, über den er sich bewegt, denn er duldet kein warmes Gefühl unserer Muttererde: in Wald, Feld und Gärten legt er ihr wenn er richtig regtet den harten Panzer um; selbst die tanzende Welle der Gewässer erschauert vor seinem Anblick zu Eis. Aber im Grund des Herzens sind wir ihm darob nicht gram; im Gegentheil: wir lassen uns die raube .Herrschalt eines eisigen Januar gern gefallen. Es ist uns ein erfrischendes Gefühl, die reine kalte 1 Winterluft zu athmen, sich in ihr tn der tief tn Schlaf versunkenen ; Gottesnatur zu ergehen oder sich auf dem erhärteten Spiegel der l sonst beweglichen Fluth zu tummeln, lustige Linien und Eurven über die stille Schlasstälte der tm G.unde träumenden Fische und über die bewegungslos ins dämmernde kalte Wasser glotz nde Ltbellenbrut zu ziehen. Der Landwirth und Gärtner heißen dre Macht des starren Gesellen willkommen, zumal wenn er seine weiße Decke nicht vergessen. Wie kostbar mürbt er den aus rauher Furche liegenden oder geschollerten Boden! Besonders wir Gartenfreunde hören lieber die vor Kälte zu Satten einer Windharfe gespannten Drähte unserer Spaliere ihr klagendes gezogenes Huh! ausstoßen, als das lustige Gegetge vorlauter Frühlingsschnaken, das allzufrüh manche Knospe im Wtnterstübchen weckt, bethört und späterem rauben Tod entgegenführt. Möge der Hartmond auch in diesem Jahre seine ganze Strenge uns noch ent­falten und die Drehung seiner Speiche eine feste Basis der Gesundheit in unser Gärtchen und vor allem in unser ganzes Volk legen,

; den Ausblick in das Gärtchen^erschwert, uns mit letzteren künftigem ! Wohl zu befassen. - - "-'-'HZ

Es gtedr sehr viele Gartenfreunde, die das Glück des Besitzes ! ihres Gartens wohl empfinden, die sich in diesem Gefühl fröhlich und i ehrlich jedes Jahr abrackern, um das Angenehme der lieb ge- >. wordenen Arbeit mit dem Nützlichen von Erträgen zu verbinden. \ Das Nützliche läßt sie dabei so häufig im Stich. Die Ursachen davon i sind recht vielgestaltige, gründen sich aber in den allermeisten Fällen ; auf einen kleinen ober größeren Mangel an Kenntniß der bestgewählten ' Praxis der Gartenpflege. Wie Vielen, die emsig ihren Garten be- bauen, ist das Fundamentale des Gartenbaues, wie z. B. ein zweck­entsprechender Fruchtwechsel im Gemüsebau, ein Buch mit sieben Siegeln! Sie verfahren hinsichtlich Dünaungsweise, der Aus­arbeitung des Bepflanzungsplanes, ganz willkürlich und sind dann verwundert, ihre Mühen von so wenig Erfolg gekrönt zu sehen. Jetzt, da die Gartenarbeiten draußen fast ganz ruhen, ist es die beste Zeit seine strategischen und taktischen Thätigkritspläne zur kom­menden Gartencampagne zu schmieden. H-er einige Worte darüber, denn sie sind ebenso wichtig und werthvoll als die Arbeiten selbst.

Das Wichtigste des deutschen Hausgartens bleibt wohl immer der Gemüsebau, dem sich die Liebe zur Blumenwelt und die Obstzucht mehr oder weniger anschmiegen muß. Richtig betrieben, gewährt der Gemüsebau nickt nur große Freude, sondern auch ganz erheblichen Nutzen. Vor allem gehört dazu eine richtige Etnthetlung des Gemuse- landes. Das darf nicht aufs Geradewohl geschehen, sondern ist eine kleine Kunst, die, wenn auch leicht zu erlernen, doch reiflich vor Lenz- beginn überlegt sein will und am besten auf dem Papier fixtrt wird. Die meisten der freundlichen Leser haben gew ß schon vomFrucht­wechsel* des Landbaues gehört; er ist ein nöthtges Fundament des­selben. Dieser Fruchtwechsel ist auch durchaus natürlich verein­facht in den Gärten nothig, sollen die Erträge gut und auf lange Jahre hinaus gesichert fein. Er hängt mit der Krä'tigerhaltung des Bodens, mit dessen Verbesserung, d. h. mit der Düngungsfrage eng zusammen. Dte Nothwendigkeit der Düngung der wohlberechtigten kleinen Kehrseite der Gartenästhetik ist überall anerkannt; ja häufig wird darin des Guten zuviel gethan, indem übereifrige Gartenbesitzer ihren ganzen Culturboden jährlich, sei es mit animalischen Stoffen, mit Grubendünger oder mit Compost u. s. w. düngen. Dies jähr­liche oder öftere universale Düngen, besonders mit den beiden ersteren Stoffen, ist ganz unrationell, denn es ist Verschwendung, weil es auf eine starke Verminderung der Erträge hinausläust. Der Leser staunte Er hat ganz recht, allein er wird mich sofort verstehen, wenn ich ihm sage, daß bei solch verkehrter Maßnahme entweder das Ganze zu starke Düngung erhält, wodurch vielen Gemüsen, die eine frische und starke Düngung absolut nicht ertragen, ein Gedeihen un­möglich gemacht wird, oder aber dte Gesammtcullurfläche erhält dabei eine zu schwache Nahrungszufuhr, bei welcher zwar die nur schwach resp. nicht frisch zu düngenden Gewächse kümmerlich noch gedeihen, die unbedingt reichlich mit Nährstoffen zu verlebenden Gemüse aber aus Hunger nicht aufkommen. Besser schon ist es, ein und denselben Gartentheil nur alle zwei Jahre stark zu bürgen und dabei für feine Pfleglinge ein Wechsel des Standorts, den Fruchtwechsel, vorzunehmen. Da indessen die Böden unserer Hausgärten im Durchschnitt durch langjährige Cultur tn gutem Zustande sich befinden, dürste allgemein

totales tmfc provinzielles.

Gießen, 7. Januar 1893.

-h. Den Reigen der Vereins-Winterfestlichkeiten im neuen Jahre eröffnet kommenden Donnerstag den 12. d. M. die hiesige Ruder-Gesellfchast in Steins Saalbau. In ge­wohnter Weise hat dil Leitung des Vereins ein auserwähltes Programm zusammengestellt, für dessen wohlgelungene Aus­führung die Vorarbelten bereits im vollen Gange sind. Den Glanzpunkt des Abends dürfte ein eigens für diesen Zweck von der Schriftstellerin Johanna Baltz gedichtetes und der Ruder-Gesellschaft gewidmetes Festspiel in Verbindung mit

Leib.

tn H Jt tn Daniel

Conrad lbiabrikanl ofitn. An

men) wer:

JT Rüger btt Kasse 30 A

Der Vorstand.

Der

«scheml täglich, eM Lu-nahmr bei Montags.

tHe Gießener

»erben dem Be|<if«

»4ch«llich brtieel

betgdegt

Am

anzustrebende Einhaltung eines dreijährigen Duagungsturnus natürlich mit partieller Aushülfedüngung - am einfachsten und rationellsten sein, besonders bet größeren Gemüsegarten, die lahrltch die gleichen Kulturen bergen sollen. Naturgemäß entscheidet barta auch außer der Bodenbeschaffenheit bie Menge ber allMrlich beschaff­baren Düngungsstoffe. Das Bild ber kleinen »Dre sclberwirthschait in unterem vortrefflichen Gartenboben wurde also ein solches werden, baß wir bie ganze Fläche in 3, jährlich im 2Inbau ju wechselnde Trachten mit möglichst ähnlicher allgemeiner Lage adlhetlten und nur stets für die erste Tracht eine starke Nährstoff! eiche Düngung, die alle zum Aufbau des Pflanzenleibs nölhigen Materien enthalt geben, während die übrigen nur ausnahmsweise, außer Wasser, speciell ge­botene Dunggüsse ober Nachhülfe mit richtig ausgewählten künstlichem

Jn^Tr ach^l" also in die fettesten Quartiere, käme die schwere Arlillerie aller Kohl- und Krautarten, der Kopfsalate, Endtoten, Spinatsorten, Kohlrabis, Kohlrüben, dann ber Lauch, P^e, Sellerie, Mangold, Petersilie, Kerbel, Maioran, Boretsch, Portulak, sowie Gurken, Kürbisse, Melonen, Tomaten. _ _ u .

In Tracht 2, somit in bem noch genugenb Nährstoff führenden, aber nicht frisch gedüngten Boden, fänden Platz: die sappirenbe In­fanterie, sowie bie Mineure als ba sinb - Mohren, Schwarzwurzeln, Petersilien-, Zucker- unb Hafer wurzeln, Rotheruben -dann Mai-, Herbst- eoentl. Teltowerrüben; wohl auch Kohlrüben unb Kohlrabts. Ferner desonbers Kartoffeln, Zwiebeln, Rettige, Rabieschen, Pastinaken unb Telbfalatarten^ dem schon etwas magerer geworbenen

Boden, lassen wir bie leichte Eavallerte ber Bohnen, Erbsen, Echoloten, Steck- unb Perlzwiebeln, wohl auch noch Möhren attaqutren.

Für ausbauernbe Gemüse, wie Spargel, für Erdbeeren, Artischoken, Meerkohl, eoentl. auch Schwarzwurzeln unb bann für Meerreltig, ist natürlich ein weiteres ständiges Quartier mit ent- sprechender Spectaldüngung nöthiz, auf bas wir auch mit Vortheil einjährige Gewächse bringen, bie den Wechsel nicht gut ertragen.

Diese Quartureinthetlung, bie wie eine streng ordnungsliebende gütige Fee fortwährenb burch unseren Garten schrei.et bie uns reiche Körbe üppigsten und wohlschmeckendsten ®emujed sichert. Ist es, an die wir letzt, den stillen Januacgarten überblickend, vielleicht ad- messend und absteckend, mit kluger Vor- und Fürsorge denken. Ihr luftiges Gefolge des Vor-, Haupt-, Nach-, Zwischen-, Sommer- und Winterdaues, das sich bann fast von allein einstellt, werben wir noch später näher zu betrachten wohl Gelegenheit haben. Wir können übrigens jetzt draußen bie für Tracht 1 etwa bestimmte Stalldunger- menge gegen Ende des Monats bet trockenem fchneelosem Welter, auch Compost unb Verbefferungserben an nötigen S'ellen, aufbringen unb breiten. Der gewiegte Oartenfreunb, ber unter Glasfenstern feinen kleinen Vorfrühling herbei zaubern mochte, benkt jetzt an Dte Vorarbeiten zur Anlage seiner Frühbeete, d°ult Pferbedunger bazu auf, fetzt Fenster unb Kästen in Ordnung und b'ff^rt die Strohbeckcn aus. Dre Gemüse ber Ueberwmierungsi aume unb K kllrvorialhe müssen an frofifreten Tagen burchgesehen unb burchg.putzt werden.

Im Zimmergältchen bringen uns sitzt bie "Daibarazwetge manche F«ube: währenb bie Haselnußquasten schon vor Weihnachten lustig ihren Puber über den reizenden, wie aus winzigen purpurnen

Meßmer Anzeiger

Keneml-Wnzeiger.

Fettilleton.

Unser Garten im Januar.

verständigten. Der Antrag Bayern« versolgt den gesunden I Plan, die Thätigkeit des Handlungsreisenden und Hausirers, | bie heutzutage vielfach einander so ähnlich sind wie em Ei dem anderen, in ihre natürlichen Grenzen zurückzulenken, das heißt bem Handlungsreisenden den Besuch des Privatpublikums zu verbieten, und ihm als seine natürliche Ausgabe die Ver­mittelung der Geschäfte zwischen den Fabrikanten, Groß- Händlern und Kleinhändlern anzuweisen. Wenn man weiß, daß sich die Handlungsreisenden, resp. ihre Auftraggeber mit der Vermittlerrolle nicht mehr begnügen, sondern auch die Privatleute oft Haus für Haus mit Waaren-Offerten über­schütten und dadurch einer Menge Geschäftsleute am Platze dir natürliche Kundschaft entziehen, so wird man diese Forderung als berechtigt ansehen.

Was nun den eigentlichen Hausirhandel anbetrifft, so fordert der bayerische Antrag, daß die Ertheilung der Er- laubniß zu demselben von dem Bedürfnisse abhängig gemacht werden soll, das heißt, von der Frage, ob an dem Orte ober in dem Bezirke keine genügenden Händler der be­treffenden Branchen vorhanden sind. In dieser Hinsicht müßte allerdings weder eine zu engherzige noch zu weit­gehende Praxis gehandhabt werden, um den berechtigten Theil des Hausirhandels nicht auch zu vernichten. Endlich bezweckt Bayern mit seinem Antrag, dem zersetzenden Einfluß des Großhandels und der Großindustrie, die sich oft der Handlungsreisenden bedienen, um direet mit dem Publikum Geschäfte zu machen und dadurch viele Existenzen des Mittel­standes bedrängen, entgegenzuarbeiten.

lebenden Bildern,Im Reiche des Wassers" betitelt, bilden. Die Hauptrolle, bezw. den declamatonschen Theil desselben hak ein- Dame (Mitglied des Frankfurter Stadttheaters) gütigst übernommen, während die anderen Rollen in den Händen bewährter Dilettanten aus hiesiger Stadt liegen. In dankens- werthester Weise hat sich die bewährte Künstlerin Frau Mime Balser-Landmann bereit erklärt, den gesanglichen Theil des Abends zu übernehmen, für das Musikalische ist Herr- Musikdireetor Krauße mit seiner Capelle gewonnen. Ein Ballfest wird den Schluß der Feier des 16. Stiftungstages der Gießener Ruder-Gesellschaft bilden.

Nach einer ungefähren Berechnung wurden im abge­laufenen Jahre von rund 1000 Ortschaften des Großherzog. thnms Hessen nicht weniger als 300 von der Maul- und Klauenseuche heimgesucht. Am stärksten wuthete die Seuche in Rheinhessen, wo von 184 Gemeinden ungefähr 115 120 verseucht waren - vielfach endete hier die Krankheit mit dem Tode des befallenen Viehes. Der Kreis Oppen­heim hat 44 Orte, von welchen 38 die heimtückische Krank­heit, die öfter wiederkehrte, kennen lernten. Die Behauptung mancher Landwirthe, daß durch den Viehhandel und die Märkte die Seuche ihre Verbreitung fände, mag m vielen Fällen richtig fein, wird auf der andern Seite aber dadurch widerlegt, daß in Oberhesfeu und Starkenburg, wo der Vieh­handel bedeutend stärker betrieben wird als tn Rheinhessen, trotzdem viel weniger Seuchenfälle vorkamen.

DasNiddaer Anzeigeblatt" feierte am 1. Januar fein SOjähriges Bestehen und hatte aus diesem Anlaß als Jubiläumsgabe in seiner Neujahrs-Nummer die erste im Jahre 1843 erschienene Nummer genau nach Größe und Inhalt nochmals zum Abdruck gebracht. Der Begründer des Blattes Herr Friedrich Cloos erfreut sich heute noch großer Rüstigkeit. .

Aus Rheinheffen berichtet dieWormser Ztg.": Bet einer größeren H°chzelts,°i-r in einer Stadt unserer Provinz wurden die daran anknüpsenden Festlichkeiten auf eine unliebsame Weise gestört, welch letztere jedoch auch des Humors nicht entbehrt, so daß wir das Vorkommmß den Lesern nicht vorenthalten wollen. Besagte Hochzeitsfeier wurde durch die Anwesenheit eines reichen amerikanischen

Bekanntmachung,

betreffend Vorträge des Oberhessischen Obstbauvereins.

Sonntag den 8. Januar l. I., Nachmittags

S Uhr, wird Herr Landwirthschaftslehrer Reichelt von Friedberg zu Großen-Linden in der Wirthschaft von Philipp Schaum Wittwe einen Vortrag über nachstehendes Thema halten: r

Neber Ihierische und pflanzliche Schädlinge unserer Obstbäume mit besonderer Berücksichtigung der Blut« laus".

Alle Mitglieder des Obstbauvereins und Freunde des Obstbaues werden zu diesem Vortrag freundlichst eingeladen. Die Herren Bürgermeister von Großen-Linden und der Nach­barorte ersuche ich um gefällige ortsübliche Bekanntmachung.

Gießen, den 6. Januar 1893.

Der Vorsitzende

des Vereinsbezirks Gießen des Oberh. Obstbauvereins.

Nebel, Amtmann.

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l/iSec.

henvorftaud: in.___Z--

uri den 11. Januar, einen Aula.

N- jjtiijjes in tchichtsverein.

Vorträge:

Römischen &al .. ^x\ (der * Zur 0«»*

l8,n von Wetzlar. BuOhner.

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ltllssi e. G.

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