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wurgericht zu Potsdam
Er war per Zweirad nd erhielt deshalb von übe, einen entschiedenen m Radfahrncoftüm vor h die Verhandlung bis er Radfahrer um Ent- nin, da er die Distanz wurde ihm nun energisch port vorgehe, znügen geschieht,' gehört >ekannte nervus rerum, pflegt. Daß es hieran ’ severkehr auf dem Rhein, >ird. Die meisten der , und zwar nicht allein
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Flottenparade 'm . eiM amerikamchn
Capitän Buchsel rftr Deutschlhum sehr andeuk/ im P .ut s.ine Mannsch^ , 61pltän SBMI'1; erkte merite vor 8 P0.“(t n DS-IH-u»" yrfu **
Ein etwas excentrischer junger Mann trat an eine junge Dame heran, erklärte ihr seine Liebe und seine Bereitwilligkeit, sie sofort zu heirathen. Die Dame erwiderte aber, daß sie von diesem liebenswürdigen Anerbieten keinen Gebrauch machen könne und ging weiter, verfolgt von dem jungen Manne, der seinen Antrag wiederholte und die Dame bat, wegen der Heirath mit ihrem Vater zu sprechen und ihm dann Bescheid zu geben. Als die Dame sich abermals weigerte, zog er einen Revolver hervor, mit dem er die Dame zu erschießen drohte. Die zu Tode Geängstigte rief jetzt einen Herrn zu ihrem Schutze herbei- alsbald wurde die Polizei geholt, die den Sonderling verhaftete und nach Nummer Sicher brachte. Aus seinen Aeußerungen geht hervor, daß er an Größenwahn leidet. Er ist der Sohn eines Werkführers in der Gegend von Nordhausen und war längere Zeit Kellner. Seiner „phänomenalen Kenntnisse und Anlagen wegen" hat er den ihn nicht befriedigenden Kellnerberuf aufgegeben und Reisen durch Frankreich, England und Italien gemacht, aber nirgends das richtige Verständniß für seine gi oßen Ideen gefunden, die er in acht Werken niedergelegt hat, die unsere ganze Literatur in den Schatten stellen. Leider hat dieser „Schriftsteller", wie auch manches andere Talglicht, keinen Verleger für seine Werke finden können. Mit
einer reichen Heirath will er jetzt seiner mißlichen Lage ein
Ende machen. Die von ihm angesprochene Dame, so be
merkte er, habe durch ihre Abweisung kein normales Benehmen gezeigt- wenn sie reich wäre, müsse er sie unbedingt heirathen, setze sie ihre Weigerung fort, so werde er ihr auflauern und fte erschießen, sei sie aber arm, so wolle er sie laufen lassen. Die Polizei hat den jungen Mann hinter Schloß und Riegel behalten, damit die Damenwelt vor ihm sicher ist.
* Aus dem Gerichtssaal. Präsident (das Urtheil begründend): „Auf die Erklärung des Angeklagten, er fei angetrunken gewesen, konnte keine Rücksicht genommen werden, da derselbe nicht so betrunken war, wie das Gesetz eS vorschreibt!"
* Stoßseufzer eines Besitzlosen: „Daß der Eine reich 'st und der Andere arm, dagegen hab' ich nix — aber daß ich der Andere bin, das is mir z'wider!"
* Musikalische Veranlagung. „Ist Ihre Frau auch musikalisch?" — „Gewiß. Um eine Neuigkeit auszuposaunen, trommelt sie gleich die ganze Nachbarschaft zusammen?"
Urriverfitäts - Nachrichten.
— Ausländer auf den deutschen Universitäten. Nicht weniger als 1924 Ausländer sind auch in diesem Sommer wieder an den deutschen Universitäten immatricultrt, 1472 davon stammen aus europäischen, die übrigen 452 aus außereuropäischen Ländern. Die größte Zahl ausländischer Studenten zählt natürlich Berlin, 595,
dann folgen Leipzig mit 255, München mit 195, Heidelberg mit 160, Halle mit 108, Freiburg mit 97, Straßburg mit 77, Bonn mit 58, Göttingen mit 51, Jena mit 50, Würzburg mit 49, Marburg und Tübingen mit je 46, Erlangen mit 39, Greifswald mit 26, Königsberg mit 23, Breslau mit 20, Kiel mit 10, Gießen, Münster und Rostock mit 8, 6 und 5. Don der Gesammtzahl der Ausländer studiren 163 Theologie und zwar 145 evangelische und 18 katholische, 314 Jurisprudenz und Cameralia, 490 Medtcin und Zahnheilkunde (auf letztere treffen 16), 957 sind als Angehörige der philosophischen Facultät zu verzeichnen, wovon 476 auf Philosophie, Philologie und Geschichte, 354 auf Mathematik und Naturwissenschaften, 112 auf das Studium der Landwtrthschaft (davon 68 und 22 aßt in in Halle und Leipzig) und 15 auf das der Pharmacie entfallen. Schließlich mag noch zusammengestellt sein, wie sich diese Zahlen auf die einzelnen Länder vertheilen: es sind unter den Ausländern 398 Russen, 299 Angehörige der österreichisch-ungarischen Monarchie, 259 Schweizer, 138 Engländer, 56 Bulgaren, 49 Griechen, 48 Holländer, je 34 Franzosen und Türken, 33 Schweden und Norweger, 29 Italiener, 25 Rumänen, 24 Belgier, 23 Luxemburger, 15 Serben, 6 Dänen und 2 Spanier, ferner 350 Amerikaner, 75 Asiaten, die fast alle aus Japan kommen, endlich 20 Studtrende, bet denen Afrika und 7, bet denen Australien als Heimath bezeichnet ist.
Schiffsnachrichten.
(Mitgethetlt durch den Agenten des Norddeutschen Lloyd, Herrn Carl Loos in Gießen).
Bremen, 5. Juli. (Per transatlantischen Telegraph.] Der Schnelldampfer Elbe, Capitän K. v. Gössel, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 24. Juni von Bremen und am 25. Juni von Southampton abgegangen war, ist gestern 10 Uhr Vormittags wohlbehalten in Newyork angekommen.
Bremen, 5. Juli. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer München, Capitän C. Steencktn, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 22. Juni von Bremen abgegangen war, ist gestern, 8 Uhr Vormittags, wohlbehalten in Newyork angekommen.
Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft.
„Cheruskta", am 30. Juni von St. Thomas via Havre nach Hamburg abgegangen; „Thurtngia", am 1. Juli von St. Thomas via Havre nach Hamburg abgegangen; „Gothta", am 1. Juli, 2 Uhr Nachm., von Newyork dtrect nach Hamburg abgegangen; „Teutonia", von West-Indien kommend, am 1. Juli, 4 Uhr Nachm., tn Havre angekommen; „Venetia", von Stettin nach Newyork, am 1. Juli, 2 Uhr Nachm., von Christtansand weitergegangen; „Dania", am 1. Juli, 10 Uhr Dorrn., von Newyork dtrect nach Hamburg abgegangen; „Palatine", am 1. Juli von Hamburg in New-Orleans angekommen; „Albingia", nach West-Indien bestimmt, am 2. Juli, 7 Uhr Abends, in Havre angekommen; „Flandrta" von New-Orleans nach Hamburg, am 2. Juli, 12 Uhr Mittags, Lizard passirt; „Baumwall", von Hamburg nach Montreal bestimmt, am 2. Juli, 41/2 Uhr Nachmittags, in Antwerpen angekommen; „California", von Montreal via Deptsort nach Hamburg bestimmt, am 2. Juli, 4 Uhr Nachm., Scilly passirt. „Allemannta", von Westindien nach Hamburg, am 3. Juli, 4 Uhr Morgens, in Havre angekommen; „Albingia", von Hamburg nach Westindien, am 3. Juli, 1 Uhr Nachmittags, von Havre weitergegangen; „Teutonia" von Westindien kommend, am 3. Juli, 11 Uhr Abends, von Havre nach Hamburg wettergegangen.
Citeratar unfc Annst.
— KatechiSnraS der Meteorologie. Don Prof. vr. W. I. van Bebber. Dritte, gänzlich umgearbeitete Auflage. Mit 63 in den Text gedruckten Abbildungen. In Original-Letnenband 3 Mk. Verlag von I. I. Weber tn Leipzig. Die vorliegende bedeutend erweiterte dritte Auflage des Katechismus der Meteorologie stellt sich als eine völlige Umarbeitung dar, beginnt durch die mannigfachen und tiefgreifenden Umwandlungen der Anschauungen auf dem Gebiet der Meteorologie in den letzten Jahrzehnten. Der Name des Verfassers, des langjährigen Leiters der Wettrrtelegraphte an der deutschen Seewarte, bürgt allein schon dafür, daß diese Neubearbeitung den neuesten Standpunkt der Wissenschaft vertritt. Durchweg begegnen wir einer thunlichst kurzen und allgemein verständlichen Darstellung, sodaß der Verfasser sein Ziel erreicht haben dürfte, die Grundlehren der Meteorologie dem großen Publikum zugänglich zu machen. Durch eingehende Darstellung der Grundlehren der heutigen ausübenden Witterungskunde hat das Merkchen einen besonderen Vorzug gewonnen und es befähigt den aufmerksamen Leser, sich an der Hand von Karten der blstehenden Wetterlage, wie solche von den meteorologischen Centralstellen und auch in Zeitungen veröffentlicht werden, ein selbständiges Urtheil über die jeweilige Wetterlage und den muihmaßlichen weiteren Verlauf der Witterungserschetnungen zu bilden. ______________
— Bilder aus dem amerikanischen Leben stehen jetzt anläßlich der Chicagoer Weltausstellung auf der Tagesordnung und mit Interesse erfährt man von den zahlreichen Wundern der neuen Welt. Einen fesselnden, eigenartigen Beitrag über eine wichtige, aber in das Gesichtsfeld des Touristen selten fallende Erscheinung bietet das neueste Heft von gute« Stunde^ (Berlin W. 57, Deutsches Verlagshaus Bong & Co.) in dem Aufsatze von Max Lortzing über Schmuggel und Handel im Hasen von New-Z)ork.
Verkehr, CmtO* rrnd Volkswirthschaft.
Limburg, 5. Juli. Fruchtmarkt. Rother Weizen X 14.20, weißer Weizen X Korn X 12.20, Gerste X 10.00, Hafer JL 9.55, Erbsen X —.
Gottesdienst der israelittschen Keligionsgesellschast.
Freitag Abend 7“ Uhr, Samstag (Vormittag 8* Uhr, SamStag Nachmittag 400 Uhr, Samstag Abend 930 Uhr.
Witterungsaussichten
Wetterhäuschen, Südanlage.
b. Juli, Mittags 12Uhr 6. Juli, Morgens B Uhr Barometer: min.745mm, max.744mm min.744 mm, max. 746 mm
Thermometer: „ 4-13° R. „ +21V20 R- .. + 12° R.„ + IöVj’R.
Hygrometerstand: Gewitterbildung. Neigung f. trocken. Wetter. Mittlerer Barometerstand bei 0° R. = 744,7 mm.
Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 6. Juli, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 18, Luft 21 Grad.
Rübfamen'sche Badeanstalt.
Verdingung.
Die Arbeiten und Lieferungen zur Herstellung eines Anbaues am früheren Haus Bourgeois hinter der Stadtkirche sollen, wie nachstehend verzeichnet,
Mittwoch den 12. Juli, Vormittags 11 Uhr, im Wege des öffentlichen Angebots vergeben werden: veranschlagt zu rd. 1) Erd- und Maurerarbeit 1105 JL 2) Steinhauerarbeit 320 „
3) Zimmerarbeit 797 „
4) Dachdeckerarbeit 93 „
5) Spenglerarbeit 106 „
6) Lieferung von Guß- und -
Walzeisen 154 „
7) Schreinerarbeiten 606 „
8) Glaserarbeiten 410 „
9) Tüncher- u. Weißbinderarbeiten 360 „
Pläne, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen von heute ab auf dem Stadtbauamte offen, woselbst auch Angebote bis zum genannten Termin auf dem vorgefchriebenen Formular einzureichen sind.
Gießen, 6. Juli 1893.
Großh. Bürgermeisterei Gießen.
Gnauth. [6017
Verdingung.
Die Arbeiten und Lieferungen zur Erbauung eines Schuppens für die Desinfectionswagen sollen, wie nach« stehend verzeichnet,
Mittwoch den 12. Juli, Vormittags 11V2 Uhr, im Wege des öffentlichen Angebots vergeben werden: veranschlagt zu rd. 1) Maurerarbeit 200 JL
2) Zimmerarbeit 320 „
3) Dachdeckeracbeit 140 „
4) Schreiner- u. Glaserarbeit 210 „
5) Schlosserarbeit 85 „
6) Weißbinderarbeit 85 „
Pläne, Arbeitsbeschreibung und Be« dingungen liegen von heute ab auf dem Stadtbauamte offen, woselbst auch Angebote bis zum genannten Termin auf dem vorgeschriebenen Formular einzureichen sind.
Gießen, den 6. Juli 1893.
Großh. Bürgermeisterei Gießen.
Gnauth. [6018
6016] Prima Sauerkirsche« zu haben. _________-LiebigSHSHe".
6012] Ein gut erhaltener Aüllofen zu verkaufen. Wiesenstraße 1.
Steinmetzarbeiten.
Die Lieferung von 5 Anschlagsäulen aus Sandstein, jede von 2,09 cbm Inhalt, soll
Mittwoch den 19. Juli,
Vormittags 11 Uhr, im Wege des öffentlichen Angebots verdungen werden. Zeichnung und Bedingungen liegen bis dahin auf unserem Stadtbauamte offen und können von demselben auch gegen postfreie Einsendung von 75 Pfg. bezogen werden.
Zuschlagsfrist 14 Tage.
Gießen, am 6. Juli 1893. Großh. Bürgermeisterei Gießen.
Gnauth. 6020
Arbeitsvergebung.
Montag den 10. Juli d. I., Nachmittags 4 Uhr, soll im Freiherrlich von Rabenau'schen Oeconomie- hofe zu Rüddingshausen das Ausräumen eines Teiches in Accord gegeben werden.
Rabenau, am 5. Juli 1893.
1 Der Bauverwalter:
|5987 Unger.
Freitag den 18. August, Nachmittags 2Vr Uhr,
soll auf dem hiesigen Ortsgericht die den Friedrich GrooS Eheleute« in Gießen gehörige Hofratthe:
Flur 34 Nr. 586»/10 — 801 qm zwischen dem Wäldchen und dem Schießhaus
öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 5. Juli 1893.
Großh. Ortsgericht Gießen- I. A-: Vogt. 6988
Vermischte Anzeigen.
6002] Atlzhut gesunde«.
Abzuholen Kathartnengasse 8._________
6024] Fünfzig Mark demjenigen, welcher e. m all» Theil. der Kaufmannsch- gut beroanb. Herrn eine dauernde Stelle als Comptoirist, Lagerist rc. zuzuw- vermag.
Offert- zu näh. Verhandlung bitte unt K 33 an die Exped. d- Bl. zu senden-
Zu sofortigem Eintritt jüng. Mädchen für leichte Hausarbeit gesucht. Schottstratze Nr. 17, parterre. [5998
6013] Gesucht wird sofort für die Cigarrenfabrik von Ehr. Netzler & Eo., Schiffenbergerweg, ein -uter Gortirer gegen hohen Lohn und dauernde Beschäftigung_____________________________
1 6004] Mädchen von 14—16 Jahren I gesucht. Neuen Bäue 5.
Hausbursche, braver, solider, jüng. Mensch ?egen guten Lohn alsbald zeucht; dauernde Stellung.
Näheres bei Frau Hütten- berger, Vermieth - Bureau, Seltersweg.____________[5989
6015] Ein älteres Mädchen oder Ara«, welche einer Haushaltung vorstehen kann, sofort gesucht.
_____________________Marktstraße 2.
6903] Ein kräftiges Dienstmädchen mit guten Zeugnissen gesucht.
________________________Schulstraße 6
Nach Amerika
mit den vorzüglichen
Schnelldampfern des
Norddeutschen Floyd in Bremen sse» befördert Passagiere der concess. Agent Carl Doos in Gichnr Feuerbestattung
Heidelberg 5009 Auskunft erth. die Friedhof-Commission.
Dr. Zinsser und Frau, geb. Nowack.
nach kurzem Leiden heute Morgen sauft entschlafen ist. Um stille Theilnahme bitten
Giessen, 6. .Juli 1893.
Die Beerdigung findet Freitag Nachmittag 4 Uhr von der Leichenhalle des Friedhofs aus statt. 60h
Statt besonderer Anzeige
theilen wir Verwandten und Freunden mit, dass unser liebes Söhnchen


